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220481 · Beschlussvorlage

Zuschuss an Pro Familia zur Förderung des Projektes "Gesundheitsförderung für Migrantinnen und Migranten"

Nummer
220481
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
02.03.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Integrationsrates 29.03.2022 Anhörung
  2. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 23.03.2022 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage
öffentlich
220481
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
05 Amt für Integration und Vielfalt
Dezernat:
Dez. OB
Zuschuss an Pro Familia zur Förderung des
Projektes "Gesundheitsförderung für Migrantinnen
und Migranten"
Beratungsfolge
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
23.03.2022 Entscheidung
Integrationsrat 29.03.2022 Anhörung
Beschlussvorschlag
(vorbehaltlich der Anhörung im Integrationsrat)
Die Pro Familia Beratungsstelle Bonn erhält für das Jahr 2022 einen Zuschuss
von bis zu 39.830,00 € zu den nachgewiesenen und anerkannten Personal-
und Sachkosten für das Projekt "Gesundheitsförderung für Migrant*innen“.
Begründung
Seit rund 16 Jahren führt die Pro Familia Beratungsstelle Bonn das Projekt
„Gesundheitsförderung für Migrant*innen“ durch. Zunächst richtete sich das
Projekt an Frauen mit Einwanderungsgeschichte, zwischenzeitlich auch an
eingewanderte Männer (heute: gesondertes Projekt „Männergesundheit“),
inzwischen seit mehreren Jahren an sozial benachteiligte Menschen mit
Einwanderungsgeschichte und an Geflüchtete, insgesamt vor allem an Frauen
und Familien. Mit der niederschwelligen, aufsuchenden Arbeit des Projektes
werden diese Zielgruppen gut erreicht.
Oft führen migrationsbedingte und kulturelle Barrieren dazu, dass
Eingewanderte und Geflüchtete an wichtigen präventiven Angeboten im
psychosozialen und gesundheitlichen Bereich nicht teilnehmen. Dazu gehören
Belastungen durch Migration und Flucht, Verschlechterungen des sozialen
Status, Erfahrungen mit Ausgrenzung und Diskriminierung, unterschiedliche
Vorstellungen von Gesundheit, Krankheit und Prävention, auch die Überforde-
rung, die hiesigen komplexen Strukturen und Möglichkeiten zu überblicken und
einzuordnen. Nicht zuletzt lösen alle diese Faktoren Stress aus, der weitere
familiäre Probleme nach sich zieht (Trennung, Scheidung, häusliche Gewalt
u.a.). Ziel des Projektes ist daher, die Integration belasteter Familien in das
Gesundheitssystem zu fördern (Vorsorgeuntersuchung in der Schwangerschaft,
U-Untersuchungen für Kinder u.a.) und in unterstützende Angebote (Kita,Seite 1 von 3
Seite 2
Eltern-Kind-Gruppen, Sprachförderangebote u.a.) zu vermitteln. Zugleich
werden Informationen zur Familienplanung als Teil der (auch beruflichen)
Lebensplanung gegeben sowie zum gesunden Aufwachsen der Kinder
(Ernährung, Bewegung, Medienverhalten). Auch Themen wie
Geschlechterrollenbilder, Sexualität, Sexualerziehung in der Schule sowie
tabuisierte Themen wie Konflikte und Gewalt in der Partnerschaft bzw. in der
Kindererziehung werden aufgegriffen.
Pandemie-bedingt fanden auch 2021 viele Angebote und Beratungen
telefonisch und online oder soweit möglich draußen statt. Da das Online-
Format für Gruppenveranstaltungen nicht sinnvoll ist, fanden 2021 mehr
Einzelberatungen per Video statt.
Neben starker Belastung der Menschen durch die Isolation und daraus
entstehende massive familiäre Konflikte bis hin zur Gewalt kommen bei
Geflüchteten psychische Beschwerden und Traumatisierungen hinzu.
Pro Familia arbeitet seit langem eng und vernetzt mit Organisationen und
Einrichtungen in den Bereichen Migration/Integration, Gesundheit, Soziales,
Bildung zusammen.
Das Projekt wird von einer hauptamtlichen, mehrsprachigen, pädagogisch-
therapeutischen Fachkraft durchgeführt. Für weitere Sprachen gibt es einen
Pool von ehrenamtlichen Laiendolmetscher*innen, die für die Themen und Vor-
gehensweisen des Projektes geschult und sensibilisiert werden.
Die weitere Förderung des Projektes wird von der Verwaltung befürwortet. Die
hierfür erforderlichen Haushaltsmittel sind im Budget des Amtes für Integration
und Vielfalt enthalten.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeich
nung
Produkt Produktbezeichnung
1.01.04 Koordination Integration 1.01.04.01 Koordination Integration
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
39.830,00 190000104/
73.1000
2022
Einzahlungen /
Erträge
0,00Seite 2 von 3
Seite 3
Haushaltsbelastung
jährlich
39.830,00
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 19:11 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de