220414 · Beschlussvorlage
Verlängerung der Fördervereinbarung für die Jugendwerkstatt des Caritasverbandes für die Stadt Bonn e.V. für die Jahre 2021 u. 2022
Kerndaten
- Nummer
- 220414
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 26.02.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie Entscheidung federführend
Dateien
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Volltext
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Beschlussvorlage öffentlich 220414 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 51 Amt für Kinder, Jugend und Familie Dezernat: Dez. V Verlängerung der Fördervereinbarung für die Jugendwerkstatt des Caritasverbandes für die Stadt Bonn e.V. für die Jahre 2021 u. 2022 Beratungsfolge Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 16.03.2022 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Der Caritasverband für die Stadt Bonn e.V. erhält für die Weiterführung der Jugendwerkstatt – in Fortsetzung der bisherigen Fördervereinbarung – für das Jahr 2021 eine Förderung in Höhe von bis zu 122.412,00 € und für das Jahr 2022 eine Förderung in Höhe von bis zu 123.636,12 € jährlich. 2. Die Förderung der Jugendwerkstatt durch die Bundesstadt Bonn verlängert sich – unter den vereinbarten Bedingungen – bis zum 31.08.2023 für den Fall, dass eine Beendigung der Maßnahme zum Ende der Vertragslaufzeit (31.12.2022) erfolgen soll, um den Teilnehmern/innen dennoch bis zum Schuljahresende die Angebotsfortführung gewährleisten zu können. 3. Die Förderung erfolgt im Rahmen der im Doppelhaushalt 2021/2022 eingestellten Haushaltsmittel. Für das Jahr 2023 ff. sind die erforderlichen Haushaltsmittel in der Finanzplanung im Bereich des Kinder- und Jugendetats vorgesehen. Begründung Aufgrund von notwendigen Gesprächen zwischen dem Träger und der Verwaltung zur Finanzierungsberechnung kann die Verwaltung die Beschlussvorlage erst jetzt vorlegen. Der Caritasverband betreibt seit 1985 die Jugendwerkstatt, eine Einrichtung zur Aktivierung und Qualifizierung individuell beeinträchtigter und sozial benachteiligter Jugendlicher. Bei dieser Maßnahme handelt es sich um ein niedrigschwelliges werkpädagogisches Angebot der Jugendhilfe nach dem Landesjugendplan des Landes NRW. Die Zielgruppe bilden Jugendliche, die • sich in sehr schwierigen Lebenssituationen befinden (fehlenderSeite 1 von 4 Seite 2 Schulabschluss, schwerwiegende persönliche Probleme, nicht ausbildungsfähig, psychische Auffälligkeiten, mangelnde Motivation usw.), • wegen ihres ungesicherten Aufenthaltsstatus nicht an vorberuflichen Bildungsmaßnahmen teilnehmen können und in der Jugendwerkstatt eine bedarfsgerechte Förderung erhalten. • nach Beendigung der Vollzeitschulpflicht noch ungeeignet für die berufsvorbereitenden Maßnahmen der Agentur für Arbeit, des Jobcenters oder ähnlicher Angebote sind und • einer besonders intensiven Förderung für den Einstieg in den Beruf bedürfen. Die Jugendwerkstatt bietet insgesamt 30 Plätze in den Werkbereichen Friseur/Körperpflege (11 Plätze), Hotel/Gaststätten (11 Plätze) und Fahrradtechnik (8 Plätze) an, um eine erste handwerkliche Orientierung zu geben und Grundkenntnisse zu vermitteln. Darüber hinaus sieht das Förderkonzept die Teilnahme am Unterricht im Robert-Wetzlar-Berufskolleg, Stützunterricht sowie sozialpädagogische Einzelförderung und Gruppenarbeit vor. Ziele sind die Stabilisierung der Jugendlichen, Aufarbeitung von Problemfeldern, Vermittlung von Schlüsselqualifikationen, Entwicklung einer individuellen beruflichen Perspektive sowie die Vermittlung in eine weiterführende Maßnahme der vorberuflichen Bildung, in Ausbildung oder in Arbeit, oder auch das Nachholen des Hauptschulabschlusses. Im Handlungsfeld „Übergang in den Beruf“ ist die Jugendwerkstatt des Caritasverbandes eines von zahlreichen Bonner Angeboten. Ihre inhaltliche Ausrichtung zielt darauf ab, Jugendliche mit besonders vielen und sehr komplexen Problemen zu fördern und ihnen eine realistische berufliche Orientierung zu vermitteln. Insofern ist sie eine Vorstufe und häufig auch die notwendige Voraussetzung für eine vorberufliche Bildung, wie sie in den Berufskollegs oder den Angeboten der Agentur für Arbeit stattfindet. Die Jugendwerkstatt und das Robert-Wetzlar-Berufskolleg arbeiten beispielhaft zum Wohl der Jugendlichen zusammen. Einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind Schulverweigerer, d.h. sie nehmen Schule nicht mehr als Lernort an. Da die Jugendwerkstatt in den Räumen und auf dem Gelände des Robert- Wetzlar-Berufskollegs durchgeführt wird, werden diese Jugendlichen erneut mit Schule konfrontiert. Durch die gute und enge Kooperation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendwerkstatt mit den Lehrerinnen und Lehrern des Berufskollegs werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Maßnahme behutsam erneut an Unterricht herangeführt. Sie werden in kleineren Klassen unterrichtet und sie erhalten Einzelförderung im Stützunterricht der Jugendwerkstatt. Die Stützlehrerin und die Werkpädagogen der Jugendwerkstatt sind in einem engen und guten Austausch mit dem Lehrerkollegium des Berufskollegs, um die jeweiligen Lehrinhalte aufeinander abzustimmen. Dieses spezielle Förderangebot der Caritas verhilft den Jugendlichen bei ihrerSeite 2 von 4 Seite 3 beruflichen und gesellschaftlichen Integration, die sonst chancenlos und massiv von Arbeitslosigkeit bedroht wären. Auch das Jobcenter Bonn sieht die Notwendigkeit des Konzepts zur weitergehenden Förderung bestimmter Jugendlicher im Leistungsbezug. Deshalb nutzt das Jobcenter dieses Förderangebot, indem es Jugendliche dorthin vermittelt und sich an der Finanzierung der Jugendwerkstatt beteiligt. Neben den im Beschlussvorschlag genannten Finanzierungsanteilen der Bundesstadt Bonn erfolgt die darüberhinausgehende Finanzierung mit jährlich bis zu 95.000 € durch das Job-Center, mit 203.112 € im Jahr 2021 und 207.174 € im Jahr 2022 durch das Land NRW und mit 5 % der Gesamtkosten durch den Träger. Die Jugendwerkstatt des Caritasverbandes für die Stadt Bonn e.V. stellt schon seit Jahren einen festen Bestandteil im Bereich „Übergang Schule – Beruf“ dar. Die Entwicklung und die aktuelle Situation lassen nicht erwarten, dass ein Bedarf für diese Einrichtung nicht mehr bestehen wird. Vor diesem Hintergrund und auch mit Blick auf die Finanzierungsanteile von Land und Jobcenter schlägt die Verwaltung vor, den Fördervertrag für die Jahre 2021 und 2022 zu verlängern. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.06.05 Sonst. Leistungen zur Förderung junger Menschen und Familien 1.06.05.05 Jugendsozialarbeit Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten (2021) Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 122.412,00 EUR 151000605 2021 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten (2022) Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 123.636,12 EUR 151000605 2022 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlichSeite 3 von 4 Seite 4 Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:38 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de