220410 · Beschlussvorlage
Fortführung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf
Kerndaten
- Nummer
- 220410
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 03.05.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Empfehlung
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 220410 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 03 Amt für Wirtschaftsförderung Dezernat: Dez. OB Fortführung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Beratungsfolge Ausschuss für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 26.04.2022 Empfehlung Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 01.09.2022 Empfehlung Rat 09.06.2022 Entscheidung Beschlussvorschlag Der Rat stimmt der Fortführung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf als Kooperationsprojekt zwischen den Wirtschaftsförderungen des Rhein-Sieg- Kreises und der Stadt Bonn, eingebunden in die Regionalagentur Bonn/Rhein- Sieg, zu. Zur Umsetzung der Maßnahmen werden Sachkosten in Höhe von jährlich 20.000 € für 2023 ff. in den Haushalt eingestellt. Der Rat beschließt die Fortführung und Entfristung der Projektstelle (bis EG 13) ab dem 01.11.2022. Die stellenplanmäßigen Voraussetzungen werden nachlaufend in der Stellenplanfortschreibung 2023/2024 geschaffen. Der derzeit vorhandene k. w. - Vermerk wird zum 01.11.2022 unwirksam. Begründung Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bonn /Rhein-Sieg ist ein Kooperationsprojekt der Wirtschaftsförderungen des Rhein-Sieg-Kreises und der Stadt Bonn mit dem übergeordneten Ziel, die Sicherung des Fachkräftebedarfs kleiner und mittlerer Unternehmen durch Ausschöpfung der vorhandenen weiblichen Erwerbspotenziale in der Region zu sichern. Die seit 2012 bestehende Förderung ist nach Mitteilung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG) NRW nicht mehr möglich und endet zum 30.04.2022, da hierfür nach dem neuen operationellen Programm EFRE 2021-27 keine Mittel mehr zur Verfügung stehen. Es wurde jedoch vom Ministerium eine kostenneutrale Verlängerung von EFRE -Restmittel bis zum 31.10.2022 in Aussicht gestellt. Diese Option der Verlängerung wurde bereits beantragt und mit einem Bescheid ist im Laufe des Monats April zu rechnen.Seite 1 von 4 Seite 2 Um die bisherige erfolgreiche Arbeit im Themenkomplex Frauenarbeitsmarktförderung fortzusetzen ist beabsichtigt, das Kooperationsprojekt Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bonn/Rhein-Sieg zwischen den Wirtschaftsförderungen des Rhein-Sieg-Kreises und der Stadt Bonn weiter fortzuführen und ab 01.11.2022 in die Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg zu integrieren. Auf die Vorlage Ds. Nr. 212618 wird Bezug genommen, in der bereits die erfolgreich aufgebauten Maßnahmen des Projektes in zwei Bereichen: - Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen bei der Einführung und Weiterentwicklung einer familienfreundlichen Personalpolitik sowie - Erhöhung des Anteils von weiblichen Führungskräften in kleinen und mittleren Unternehmen dargelegt werden. Diese sollen fortgesetzt und weiterentwickelt werden. Um dies effizient und (personal-)kostensparend zu gewährleisten und Synergieeffekte zu nutzen, bietet sich die Eingliederung in die Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg an, die sich bereits in gemeinsamer Trägerschaft beider Wirtschaftsförderungen befindet. Dafür sprechen vor allem folgende Gründe: - Zentrale Aufgabe der Regionalagentur ist es, den regionalen Arbeitsmarkt zu stärken. Ein Schwerpunkt ist die Umsetzung der arbeitsmarktpolitischen Förderziele des Landes NRW, was natürlich auch die Förderung der Frauenerwerbstätigkeit beinhaltet. In vielen Programmen der Arbeitsmarktpolitik, die von der Regionalagentur in der Region implementiert werden, sind genderrelevante Themen als Querschnittsthema fest verankert, teilweise aber auch als Förderlinie explizit aufgenommen. So wurde im Herbst dieses Jahres das von der Regionalagentur angebotene Beratungsprogramm „UnternehmensWert:Mensch“ durch das Themenfeld „Women in Tech“ erweitert. Kleine und mittlere Unternehmen aus der IT- und Tech-Branche werden von geförderter externer Beratung dabei unterstützt, eine offene und tolerante Unternehmenskultur aufzubauen, um damit als Arbeitgebende für Frauen attraktiver zu werden. - Die Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg leitet und koordiniert das „Bündnis für Fachkräfte Bonn/Rhein-Sieg“. Bündnispartner sind neben den Wirtschaftsförderungen des Rhein-Sieg-Kreises und der Stadt Bonn, der Agentur für Arbeit, den Jobcentern Rhein-Sieg und Bonn, der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, der Handwerkskammer zu Köln, der Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg, der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg auch das Kompetenzzentrum Bonn/Rhein-Sieg. Damit ist das Kompetenzzentrum mit den wesentlichen arbeitsmarktpolitischen Akteuren der Region eng verbunden. Wie aus dieser Zusammenarbeit Synergieeffekte entstehen, lässt sich daraus erkennen, dass auch aus den vom Bündnis für Fachkräfte veranstaltetenSeite 2 von 4 Seite 3 themenspezifischen Frühstückstreffs bereits Unternehmen als Mitglied für das Netzwerk „Familienbewusste Unternehmen Bonn/Rhein-Sieg“ gewonnen werden konnten. Beide Gebietskörperschaften wollen in verkleinertem Rahmen die Arbeit des Kompetenzzentrums Frau und Beruf mit zwei Vollzeitstellen und einem Sachkostenbeitrag von jeweils 20.000 € erhalten. Angestrebt wird zudem, dass die Mittel um jeweils 5.000 € von beteiligten Unternehmen ergänzt werden. Eine Vollzeitstelle bei der Stadt Bonn wird schwerpunktmäßig der Aufgabe Projektentwicklung, Frauenförderung in KMU, Cross-Mentoring Programm „mentoring4women“-, „Female Recruiting“ zugeordnet. Eine Vollzeitstelle beim Rhein Sieg Kreis wird schwerpunktmäßig der Aufgabe Projektentwicklung, Vernetzung regionaler KMU familienbewusste Personalpolitik/Netzwerk Familienbewusste Unternehmen Bonn/Rhein-Sieg zugeordnet. Der Ausschuss für Wirtschaft, Digitalisierung und Tourismus des Rhein-Sieg- Kreises hat sich in seiner Sitzung vom 07.02.2022 für die Fortführung des Kompetenzzentrums und der Regionalagentur ausgesprochen und eine entsprechende Empfehlung an den Kreisausschuss abgegeben. Der Wegfall des kw-Vermerks und folglich die Verstetigung der Stelle bedeutet zugleich auch eine weiterhin dauerhafte Belastung der Personalkosten, die sich hierbei derzeit jährlich auf rund 92.268,72 € belaufen werden. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.03.00.15.01 Wirtschaftsförderung 1.03.00.15.01.01 Wirtschaftsförderung Investive Kosten der Maßnahme Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 20.000,00 € 103001501/ 72.1000 2022 ff.Seite 3 von 4 Seite 4 92.268,72 € 103001501/ 70.1000 2022 ff Einzahlungen / Erträge 5.000,00 € 103001501/ 64.2000 2022 ff. Haushaltsbelastung jährlich 107.268,72 € Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:57 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de