220364-02 · Beschlussvorlage
Umbenennung der Mehrzweckhalle Schmittstraße in Toni-Mai-Halle
Kerndaten
- Nummer
- 220364-02
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 06.02.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Hauptausschusses Entscheidung federführend
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 220364-02 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Bezirksverwaltungsstelle Hardtberg Dezernat: Dez. I Umbenennung der Mehrzweckhalle Schmittstraße in Toni-Mai-Halle Beratungsfolge Hauptausschuss 16.03.2023 Entscheidung Beschlussvorschlag Die Mehrzweckhalle Schmittstraße erhält den Namen „Toni-Mai-Halle“. Begründung Die Bezirksvertretung Hardtberg hat festgestellt, dass der dem Beschlussvorschlag zugrundeliegende Bürgerantrag vom 15.02.2022 sachinhaltlich behandelt werden soll. Unter Beachtung der Jahresfrist aus dem Ratsbeschluss vom 12.06.1986 (Toni Mai ist am 19.01.2022 verstorben) hat die Bezirksvertretung Hardtberg sich in ihrer Sitzung am 24.01.2023 dem Vorschlag aus dem Bürgerantrag angeschlossen und einstimmig die o. g. Empfehlung ausgesprochen. Da der Name Toni Mai nicht in der vom Rat beschlossenen Benennungsliste enthalten ist, liegt die Entscheidungs- kompetenz beim Hauptausschuss. Der Bürgerantrag wurde wie folgt begründet: „Toni Mai war Duisdorfer durch und durch! Er liebte und lebte sein Duisdorf. Das war sein Leben. Die Mehrzweckhalle Schmittstraße war sein „Wohnzimmer“. Aufgewachsen in der Gartenstraße, jetzige Köslinstraße, in Duisdorf bei Bonn. Er ging hier zur Rochusschule und Volksschule. Nach seiner Lehre zum Maschinenschlosser ging er anschließend zur Marine und kam 1948 in Schottland in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr hatte er seine berufliche Herausforderung als Schulhausmeister gefunden. Zuerst in der Gutenbergschule und später an der Grundschule in Medinghoven, wo er auch wohnte. Er wurde geschätzt und respektiert, organisierte Veranstaltungen und Schulfeste. Sein Duisdorf war, wie er sagte, der Kraftsportverein Duisdorf, die Arbeiterwohlfahrt Duisdorf, die Radsportfreunde Duisdorf, der FV Preußen Duisdorf und das Amt Duisdorf. Hier war sein Vater Ortsbürgermeister und gründete die Abteilung Karneval im TKSV. Später stellte Toni Mai das Programm zusammen und übernahm als Schultheiß das Zepter. Sein Karneval war: als Sitzungspräsident, anfänglich für die Bürgersitzungen, Prunksitzungen, Kinderkostümfeste und Maskenbälle, später noch die Herrensitzungen. Er organisierte und moderierte und machte Duisdorf weit über die StadtgrenzenSeite 1 von 3 Seite 2 hinaus bekannt. Die Herrensitzungen waren legendär. Mit seiner positiven Art und dem Umgang mit dem Publikum und den Künstlern war er überall sehr beliebt und geschätzt. Er prägte den Karneval in Duisdorf und damit auch die Veranstaltungen in der „Schmitthalle“. Seinen Karneval veranstaltete er, um Gelder für den Verein zu erwirtschaften. Als Kassierer des TKSV war ihm das Wohl der Ringer-Abteilung wichtig. Bei allen Ringer-Veranstaltungen in der Mehrzweckhalle saß er bis zum Schluss als Fan in der ersten Reihe. Neben dem Ringersport war Toni Mai auch dem Radsport sehr verbunden. Lange Zeit war er Vorstandsmitglied der Radsportfreunde Duisdorf und unterstützte den Verein bis zum Schluss. Sein soziales Engagement wurzelte auch in der AWO Duisdorf, wo er auch hier als Kassierer und langjähriger Vorsitzender tätig war. Regelmäßig organisierte Toni Mai die Weihnachtsfeiern, bei denen er auch gelegentlich als Nikolaus auftrat. Für die Karnevalsfeiern nutzte er seine Stellung im Karneval aus und überzeugte die Künstler zum kostenfreien Auftritt für den guten Zweck. Den älteren Menschen Freude zu bringen, war ihm wichtig. In Erinnerung bleiben auch seine Moderationen und Kommentare, die bei vielen Veranstaltungen im Rathaus, Karnevalsshopping in der Passage und auch beim Duisdorfer Weinfest geschätzt wurden. Als Schirmherr des 22. Weinfestes vertrat er unser Brauchtum und unser Duisdorf. Toni Mai war ein immer hilfsbereiter, herzlicher und ehrlicher Mensch, mit viel Spaß an der Freud. Er hat alle Einnahmen, insbesondere bei seinen persönlichen Feiern, an bedürftige Kinder gespendet und das über Jahrzehnte hinweg. Sein Ehrenamt wurde vielfach ausgezeichnet und er hatte Ehrenmitgliedschaften u.a. im TKSV, der Arbeiterwohlfahrt, den Radsportfreunden Duisdorf, den Hardtberger Senatoren und den Duisdorfer Funken. Er war der 1.Preisträger des Duisdorfer Esels vom TKSV, bekam als einer der ersten die Hardtbergmedaille, die Auszeichnung „Narr von Europa“ in Gold und war mehrfacher Preisträger des „närrischen Oskars“. Als Dank und Anerkennung für sein ehrenamtliches Engagement für Duisdorf soll die Mehrzweckhalle Schmittstraße den Namen TONI-MAI-HALLE erhalten.“ Die Stellungnahme der Verwaltung hatte folgenden Wortlaut: Sofern sich die Bezirksvertretung dem Bürgerantrag anschließt, wird die Verwaltung eine entsprechende Vorlage zur Umbenennung der Mehrzweckhalle Schmittstraße in „Toni-Mai-Halle“ für den Hauptausschuss, der die Beschlusskompetenz hat, fertigen. Die Bezirksvertretungen sind nach § 7 Abs. 1 der Bezirkssatzung (10.1.1 Ortsrecht) für alle Angelegenheiten zuständig, deren Bedeutung nicht wesentlich über den Stadtbezirk hinausgeht (§ 37 Abs. 1 GO NW). Gemäß § 7 Absatz 2 u sowie § 8 c der Bezirkssatzung haben die Bezirksvertretungen Entscheidungskompetenz bei der Benennung und Umbenennung städtischer Schulen, Straßen, Wege und Plätze, Sporthallen und –plätze sowie sonstiger öffentlicher Einrichtungen aufgrund einer vom Rat beschlossenen Benennungsliste. Soweit die Bezirksvertretungen von dieser Liste abweichen wollen, beschließen sie eine entsprechende Empfehlung an den Hauptausschuss. Da der Name Toni Mai nicht in der Benennungsliste enthalten ist, hat die Bezirksvertretung Hardtberg ein Empfehlungsrecht und der Hauptausschuss Entscheidungskompetenz.Seite 2 von 3 Seite 3 Zu beachten ist des Weiteren ein Ratsbeschluss vom 12.06.1986, der besagt, dass Straßen, Wege und Plätze sowie andere öffentliche Einrichtungen in Bonn nur nach Persönlichkeiten benannt werden, die mindestens seit einem Jahr verstorben sind. Schon in der Vergangenheit gab es geeignete Namensvorschläge für die Halle, die Personen betrafen, die unmittelbar mit der Errichtung der Halle in Verbindung gebracht wurden oder verdiente ehrenamtliche Kommunalpolitiker oder Vereinsvertreter waren (Bürgermeister Peter Kreutz, Landrat Hans-Josef Bost, Amtsdirektor Johannes Janssen, Bürgermeister Anton (Toni) Mai, Bezirksvorsteher Heinz Keiser, Ortsfestausschussvors. Duisdorf, Jean Brack, Förderer Städtepartnerschaft, Hans Hagen und vom TKSV, Willy Boley). Letztlich konnten sich die Fraktionen nicht einvernehmlich auf einen Namen verständigen, zumal es auch keine zwingende zeitliche oder tatsächliche Notwendigkeit gab. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 22:23 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de