220363 · Antrag
Seilbahn: Durchführung eines Ratsbürgerentscheids
Kerndaten
- Nummer
- 220363
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 01.03.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Antrag öffentlich 220363 Antragsteller/in: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Tim Achtermeyer CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bonn MdL Guido Déus SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Angelika Esch DIE LINKE.-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Dr. Michael Faber Volt-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Friederike Martin FDP-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Werner Hümmrich Rhein.Grün Hartwig Lohmeyer Paula Erdmann 15.02.2022 Seilbahn: Durchführung eines Ratsbürgerentscheids Beratungsfolge Rat 17.03.2022 Entscheidung Inhalt des Antrags 1. Der Rat der Stadt Bonn beschließt die Durchführung eines Ratsbürgerentscheides mit der Fragestellung “Soll die Bundesstadt Bonn ihre bisherigen Überlegungen fortsetzen, das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) im Bonner Stadtgebiet um eine Seilbahnverbindung zwischen Venusberg und rechter Rheinseite zu ergänzen?“. 2. Der Ratsbürgerentscheid wird auf den 15.05.2022 terminiert und soll gemeinsam mit der Landtagswahl stattfinden. Es soll sowohl Urnen- als auch Briefwahl möglich sein. 3. Dem Ratsbürgerentscheid wird folgende Begründung gem. § 26 Abs. 1 S. 3 i.V.m. Abs. 2 S. 1 GO NRW beigefügt: Die Stadt Bonn verfolgt seit 2017 die Überlegung, die verkehrliche Anbindung des Venusberges durch eine Seilbahn zu verbessern und in dem Rahmen eine Anbindung bis zur rechten Rheinseite zu realisieren. Die Seilbahn soll Teil des öffentlichen Personennahverkehres werden, mit den gewohnten ÖPNV-Tickets nutzbar sein und von den Stadtwerken Bonn (Verkehrssparte) im Auftrag der Stadt betrieben werden. Eine solche bisher nicht vorhandene Querverbindung kann den öffentlichen Personennahverkehr attraktiver und leistungsfähiger machen, indem Wege- und Umsteigebeziehungen verkürzt und neue Verbindungen geschaffen werden. Außerdem werden die in Bonn in Nord-Süd-Richtung verkehrendenSeite 1 von 3 Seite 2 fünf Schienenstrecken erstmals miteinander verbunden, was attraktiv und zeitsparend für Umsteiger*innen ist. Eine Seilbahn kann gemäß den bisherigen Untersuchungen die bestehende und zukünftig steigende Verkehrsnachfrage mit einem klimafreundlichen ÖPNV-Angebot sehr gut erfüllen. Zum aktuellen Planungsstand der Einrichtung einer Seilbahnverbindung mit Zwischenhalten in den Bereichen Posttower, UN-Campus und Loki-Schmidt-Platz hat die Stadt zwischenzeitlich eine Machbarkeitsstudie erarbeiten lassen und mit den potenziellen Fördergebern Bund und Land eine sog. vorläufige Standardisierte Bewertung zur gesamtwirtschaftlichen Vorteilhaftigkeit der Seilbahn und einer Folgekosten-Rechnung abgestimmt, die zu positiven Ergebnissen kommt. Mit einer Seilbahn sind Kosten der Stadt für den Betrieb und den Bau verbunden, wobei der Bau zu einem hohen Anteil von Land und Bund gefördert werden könnte und durch den Betrieb auch zusätzliche Fahrgeldeinnahmen erzielt werden. Die Details der konkreten Linienführung und der damit verbundenen Infrastruktur sind einem später notwendigen Planfeststellungsverfahren vorbehalten. Bisher vorliegende Details der Seilbahn-Planung geben folglich nur einen aktuellen Stand der Planungen wieder, die sich im Laufe des weiteren Verfahrens ändern bzw. dann erst verbindlich ausgearbeitet werden können. Vor diesen planungsbezogenen Folgefragen ist vorgelagert die Grundsatzfrage zu entscheiden, ob die Stadt Bonn ihre Überlegungen zur Ergänzung des städtischen ÖPNV-Angebotes um eine Seilbahn zwischen dem Venusberg und der rechten Rheinseite tatsächlich fortsetzen soll. Dies ist Gegenstand des Ratsbürgerentscheides. Wird diese Frage im Rahmen des Ratsbürgerentscheides mehrheitlich bejaht und ergibt sich diese Mehrheit aus mindestens 10% der in Bonn wahlberechtigten Bürger*innen (zum Meldestand 31.12.2021), wird die Stadt ihre Überlegungen fortsetzen und den weiteren Prozess zur Ergänzung des ÖPNV in Bonn um eine Seilbahn vom Venusberg auf die rechte Rheinseite einleiten. Die tatsächliche Realisierung (ob und wie) hängt dann im Anschluss an einen positiv verlaufenden Ratsbürgerentscheid vom Ergebnis des folgenden Planfeststellungsverfahrens ab, das folglich auch von einem zustimmenden Ausgang des Ratsbürgerentscheides nicht vorweggenommen wird. Lehnt eine Mehrheit der Stimmen im Ratsbürgerentscheid die gestellte Frage hingegen ab (Nein) und beträgt diese Mehrheit mindestens 10% der Bürger*innen Bonns, wird die Stadt ihre Überlegungen zur Seilbahn nicht weiterverfolgen. Der Rat legt mit der Einleitung des ersten Ratsbürgerentscheides in der Bonner Stadtgeschichte diese wichtige Frage der Verkehrs- und Stadtentwicklung in die Hände der Bürger*innen. Begründung Das Projekt Seilbahn findet in der Bonner Öffentlichkeit viel Unterstützung, es finden sich aber auch kritische Stimmen. Vor diesem Hintergrund soll eine mögliche Fortsetzung des Projekts von einer Legitimation durch die Bonner Bevölkerung abhängig gemacht werden. Zu diesem Zweck soll mit der durch ein eingeholtes Rechtsgutachten vorgeschlagenen Fragestellung ein Ratsbürgerentscheid durchgeführt werden. Um eine breite Beteiligung bei einem solchen Ratsbürgerentscheid zu ermöglichen, soll dieser parallel zurSeite 2 von 3 Seite 3 kommenden Landtagswahl durchgeführt werden. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 00:01 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de