220324-04 AA · Änderungsantrag
Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB zum Bebauungsplan Nr. 6421-1 „Universitäts-Campus Endenich“ im Stadtbezirk Bonn, Ortsteil Endenich Antrag zur Vorlage 220324
Kerndaten
- Nummer
- 220324-04 AA
- Art
- Änderungsantrag
- Veröffentlicht
- 24.08.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
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Änderungsantrag öffentlich 220324-04 AA Antragsteller/in: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Dr. Daniel Rutte SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Gabriel Kunze DIE LINKE.-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Holger Schmidt Volt-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Dr. Dominik Maxein Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB zum Bebauungsplan Nr. 6421-1 „Universitäts-Campus Endenich“ im Stadtbezirk Bonn, Ortsteil Endenich Antrag zur Vorlage 220324 Beratungsfolge Inhalt des Änderungsantrags Der frühzeitigen Beteiligung wird mit folgenden Maßgaben für das weitere Verfahren zugestimmt: 1. Im weiteren Verfahren soll ein umfassendes landschaftsplanerisches Konzept erarbeitet werden, das neben einer attraktiven Freiflächengestaltung insbesondere auch die Stärkung der lokalen Biodiversität zum Ziel hat. Dabei soll die bisherige Bedeutung der südlichen Flächen als landwirtschaftliche Versuchsflächen aufgegriffen und durch Elemente des Konzeptes der Essbaren Stadt (bzw. des “essbaren Campus”) umgesetzt werden. Für den Vogelschutz sollen auf dem Campus zusammenhängende Gehölzgruppen gepflanzt werden. 2. Bei der Änderung des Flächennutzungsplanes wird zum Ausgleich der Bebauung bisheriger Grünfläche im Plangebiet, die unbebaute Fläche zwischen Steinweg und Am Bleichgraben, westlich des Maria-von- Linden-Weges, von “Sondernutzungsfläche Hochschuleinrichtungen” in Grünfläche/Landwirtschaftliche Fläche umgewidmet. 3. Die Tiefgarage östlich des Boulevards soll so verlegt werden, dass die lange Erschließungstraße von der Gerhard-Domagk-Straße für den MIV entfallen kann. Diese Straße wird stattdessen als Fahrradweg gebaut, der auch als Feuerwehrzufahrt genutzt werden kann. Der ursprünglich geplante Fahrradweg auf der Seite der Autobahn kann dann entfallen. Als neuer Standort für die Tiefgarage sind die näher an der Gerhard- Domagk-Straße geplanten Neubauten für das Hochschulrechenzentrum und das dahinterliegende U-förmige Gebäude zu prüfen. Die Tiefgarage westlich des Boulevards soll ebenfalls zugunsten einer Tiefgarage am Südrand des Geländes, beispielsweise unter dem O-förmigen Gebäude am Hermann-Wandersleb-Ring, mit Zufahrt von eben diesen entfallen.Seite 1 von 3 Seite 2 Die Straße An der Immenburg kann dann weitgehend zurückgebaut werden. Es soll geprüft werden, ob mit dem Errichten ausschließlich bauordnungsrechtlich erforderlicher Stellplätze und Fokussierung auf unterirdische Stellplätze die Parkpalette im nördlichen Plangebiet entfallen kann. 4. Das L-förmige Gebäude im Immenburgpark westlich des Boulevards entfällt. Gegebenenfalls kann eine höhere Bauweise von anderen Gebäuden im Plangebiet den Wegfall der Flächen ausgleichen, sofern der Flächenbedarf im neuen Hochschulentwicklungsplan weiter ausgewiesen wird. 5. Mit dem Ziel einer Vergrößerung der Wohnfläche, Erhalt des Baumbestands auf der Höhe und Verbesserung der Kaltluft-Leitung sollen für den Bereich der Wohnbebauung alternative städtebauliche Entwürfe erarbeitet werden. Dafür sollen zumindest eine Vergrößerung der Tiefe der drei bisher geplanten Gebäude oder eine geschlossene Bebauung entlang der Straße An der Immenburg oder entlang der Straße Auf dem Hügel geprüft werden. Vor- und Nachteile der Entwürfe sollen den Gremien zur Beratung und Entscheidung vorgelegt werden. 6. Der Boulevard soll als Allee mit straßenbegleitenden Baumpflanzungen gestaltet werden. Hierfür soll der Anteil der versiegelten Fläche möglichst auf ein Minimum reduziert werden und die Leitungen und Rohre entsprechend geplant werden. Auch auf die geplanten Grünelemente könnte zu Gunsten bodengebundener Baumpflanzungen verzichtet werden. 7. Die Baumpflege der zu erhaltenden Bäume wird bis zur Umsetzung des Planes und während der Baustellenarbeiten sichergestellt. 8. Die weitere Planung erfolgt nach dem Schwammstadtprinzip. Begründung Neben der Deckung des Bedarfs der Universität muss eine möglichst sparsame Flächenversiegelung Ziel sein. Auch die Stärkung der Biodiversität und des Artenschutzes müssen in diesen teilweise bislang als Grünfläche und geschützte Biotope ausgewiesenen Flächen besondere Berücksichtigung finden. Außerdem sollen mit dieser Entscheidung über die Entwicklung des Standortes Endenich weitere Universitätsstandorte in den Blick genommen werden und die zukünftige Entwicklung frühzeitig im Sinne von Universität und Stadt geplant werden. Nach Möglichkeit soll auf das nördliche Parkhaus verzichtet werden, da die Universität zwischenzeitlich bereits Nutzer des komplett großflächigen Bestandsgebäudes an der Ecke Am Probsthoft/Gerhard-Domagk-Straße ist. Der für das bisher vorgesehene Parkhaus genutzte mit großen Bäumen bestandene Platz kann vorzugsweise für studentische Kommunikationsbedürfnisse oder beispielsweise Street Food Angebote genutzt werden.Seite 2 von 3 Seite 3 zK die Wettbewerbsergebnisse von damals: https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen- Wettbewerb_fuer_Bonner_Campus_Endenich_2889405.html Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 21:34 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de