220248 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Bürgerantrag: Schulwegsicherung an der Arnold-von-Wied-Grundschule (Vilicher Straße/Dixstraße)
Kerndaten
- Nummer
- 220248
- Art
- Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
- Veröffentlicht
- 01.02.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Entscheidung federführend
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Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich öffentlich 220248 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung Dezernat: Dez. OB 31.01.2022 Bürgerantrag: Schulwegsicherung an der Arnold- von-Wied-Grundschule (Vilicher Straße/Dixstraße) Beratungsfolge Bezirksvertretung Beuel 16.03.2022 Entscheidung Inhalt des Bürgerantrages Der Antrag ist auf eine Verbesserung der Verkehrssituation für die Schüler*innen und Anwohner*innen im Bereich der Arnold-von-Wied- Grundschule (Vilicher Straße/Dixstraße) gerichtet. Einzelheiten zur Begründung ergeben sich aus beigefügtem Bürgerantrag. Die Unterschriftenliste liegt der Verwaltung vor. Anlage/n 1 Bürgerantrag (öffentlich) 2 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich)Seite 1 von 15 1 Elternarbeitsgruppe zur Schulwegsicherung der AvW-Schule Bundesstadt Bonn Amt BezVSt Beuel 53103 Bonn E-Mail: ralf.birkner@bonn.de buergerantrag@bonn.de 31.01.2022 Bürgerantrag gemäß Gemeindeverordnung NRW: Schulwegsicherung an der Arnold-von-Wied-Grundschule (Vilicher Str./Dixstraße) Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin Mohn, sehr geehrte Damen und Herren der Bezirksvertretung Beuel, wir senden Ihnen als Teilnehmer*innen einer Elternarbeitsgruppe zur Schulwegsicherung an der Arnold-von-Wied-Grundschule sowie als Anwohner*innen der Vilicher Straße und der Dixstraße einen Bürgerantrag zu, der Prüfaufträge und Verbesserungsvorschläge formuliert mit dem Ziel, die Verkehrs- situation für die Schüler*innen und Anwohner*innen zu verbessern. Hierbei wird bewusst der Versuch unternommen, die Mobilitätsbedürfnisse der verschiedenen, insbesondere vulnerablen Zielgruppen – Kinder, Senior*innen und Gehbehinderte – sowie der verschiedenen Verkehrsbeteiligungsarten im his- torisch gewachsenen, engen urbanen Raum zu berücksichtigen. Der Bürgerantrag wagt es dabei, ne- ben schnell umsetzbaren Einzelmaßnahmen auch umfassende Ideen vorzustellen, die auf eine grund- legende Veränderung der Verkehrssituation abzielen. Dies erfolgt mit dem Bewusstsein, dass solche Maßnahmen weder schnell noch günstig umzusetzen sind, aber am ehesten zu einer Win-Win-Lösung für möglichst viele Zielgruppen führen könnten. Solche umfassenden Verbesserungsvorschläge erfol- gen vor dem Hintergrund, dass in der letzten Zeit mehrere Bürgeranträge in unmittelbarer Umgebung eingereicht wurden (wie z. B. zur Rheindorfer Str. und Stiftsstraße), die sich mit derselben oder einer ähnlichen Problematik befassen, nämlich dass die „dörflichen Anwohner-Straßen“ aufgrund des engen Straßenquerschnitts und dem zugleich zunehmenden Verkehr sowie regelmäßigen Schwerlastverkehr in Form der Linienbusse (540/640) überbelastet sind.Seite 2 von 15 2 Dem Bürgerantrag ist eine Unterschriftenliste beigefügt mit 233 Unterschriften von Eltern der AvW- Schule sowie Anwohner*innen. Hierbei wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, sondern diese Liste soll lediglich verdeutlichen, dass diese Thematik viele Beueler Bürger*innen interessiert, die sich neue Lösungsansätze wünschen. Aus der Unterschriftenliste heraus wird auch deutlich, dass nicht alle Bürger*innen alle Verbesserungsvorschläge gleichermaßen unterstützen würden (wie insbesondere z. B. eine Veränderung der Buslinienführung). Aus diesem Grund schlagen wir nach Prüfung und Abwä- gung verschiedener Lösungsmöglichkeiten eine Bürgerversammlung vor, damit das Meinungsbild aller betroffenen Bürger*innen möglichst gut berücksichtigt werden kann. Der Aufbau des Bürgerantrags richtet sich nach der vorgegebenen Struktur der Online-Bürgeranträge, d. h. wir nennen zunächst unsere Forderungen (in zweiteiliger Form: A+B), bevor wir den Hintergrund und damit das zugrunde liegende Problem benennen: A) Prüfauftrag zur IST-Situation B) Prüfung der verschiedenen Lösungsvorschläge bzw. die Bitte nach Entwicklung von Lösungsvor- schlägen seitens der Stadt (in Abhängigkeit der Ergebnisse von A) C) Erläuterung des Hintergrunds bzw. des zugrunde liegenden Problems Wir möchten wir uns im Vorhinein dafür bedanken, dass Sie sich mit dem umfangreichen Bürgerantrag befassen.Seite 3 von 15 3 A) Wir fordern die Stadtverwaltung auf, folgende Punkte umzusetzen, um davon abhängig passende Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung bzw. Erhöhung der Verkehrssicherheit abzuleiten: - Prüfung der Verkehrsdichte bzw. des Durchgangsverkehrs (Vilicher Str./Dixstraße) - Prüfung der Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung mittels verdeckten Seitenradarmess- geräten über eine gesamte Woche außerhalb der Ferien sowie eines möglichen Lockdowns (Vilicher Str./Dixstraße) - Prüfung, wie stark frequentiert die Bus-Haltestellen in der Wittestraße/Stiftsstraße genutzt werden (Wie viele Personen steigen zu welchen Uhrzeiten ein und aus, und wohin fahren sie? Werden v. a. regionale oder überregionale Ziele mit dem Bus angesteuert? Entspricht eine 10- Minuten-Taktung dem Bedarf der Haltestellen Wittestraße/Stiftsstraße?) B) Es wird vorgeschlagen, in Abhängigkeit der Ergebnisse von I) folgende Lösungsmöglichkeiten (kombiniert oder alternativ) in Betracht zu ziehen: B.1) Zur allgemeinen Verkehrsberuhigung/-sicherung (Reduzierung des Durchgangsverkehrs, Einhal- tung der Geschwindigkeitsbegrenzung, Fahrradfreundlichkeit, Gehwegsicherung, Parkregulierung) - Anbringung eines Hinweisbanners (quer über die Vilicher Straße gespannt oder an der Schule) mit einem Hinweis wie z. B. Folgendem: „Hier lernen und spielen Kinder – bitte nicht als Zubringerstraße nutzen!“ (Mit der Bitte um Finanzierung und Anbringung des Straßenbanners durch die Stadt) - Das vorhandene Straßenschild zum Verkehrsführungsvorschlag „über die Clemensstraße zu fahren“ sichtbarer anbringen: So könnte es unter der (neuen) Straßenlaterne statt mitten auf dem Platz unter dem Baum befestigt werden (s. Bild 2) - Deutlichere Markierung der Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h in der Dixstraße - Tempoanzeiger (Dialog-Displays mit Smileys) aufstellen oder regelmäßige Geschwindigkeitskontrol- len durchführen - Roteinfärbung (und wenn möglich Höhersetzung) der Fahrbahnschwelle in der Vilicher Str. sowie Aufbau von effektiven Fahrbahnschwellen auf der Dixstraße zur Sicherstellung der Geschwindigkeits- begrenzung. - Verbesserung der Gehwegsicherung: Statt mittig angebrachte Pfosten besser durchgehendes Gelän- der unter Beachtung der Barrierefreiheit für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen; Parkplatzre- gulierung, so dass Gehwege frei bleiben; Blockierung der Grünfläche rechts neben Vilicher Str. 24 für parkende Autos (alternativ Rückschnitt des Wildwuchses für tiefere Parklücken). Neben diesen einzelnen verkehrsberuhigenden Maßnahmen könnten diese Straßen auch grundle- gend neu definiert werden, was weitere Vorteile mit sich bringen würde: - Umwandlung der Straßen in einen verkehrsberuhigten Bereich mit entsprechenden Geschwindig- keitsbrechern und Öffnung des Radverkehrs in beide Richtungen - oder: Umwandlung der Straßen in eine Begegnungszone (20 km/h) bzw. - oder: Umwandlung der Straßen zu Anliegerstraßen - oder: Umwandlung der Straßen in Schulstraßen In einer Bürgerversammlung könnten die Vor- und Nachteile solcher umfassenden Maßnahmen be- sprochen werden.Seite 4 von 15 4 B.2) Zur verkehrssicheren und bedarfsgerechten Gestaltung des ÖPNV Die Arbeitsgruppe ist sehr interessiert an nachhaltigen Verkehrslösungen und somit auch am Ausbau des ÖPNV. Allerdings sollte dieser so gestaltet werden, dass er zugleich den Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RAST 06) - insbesondere vor Grundschulen - gerecht wird. Als innovative Gesamtlösung, die allen Anforderungen gerechten werden könnte, möchten wir vor- schlagen, dass der überregionale Linienbusverkehr vom regionalen ÖPNV getrennt wird. Für den überregionalen Linienbusverkehr nach St. Augustin und Siegburg (540/640) hätte dies den Vorteil, dass er deutlich schneller über die großen Hauptstraßen zu den auswärtigen Zielen gelangen könnte, ohne in so engen Straßen wie der Vilicher Str. und der Dixstraße immer wieder aufgehalten zu werden. Für den regionalen Busverkehr (Erschließung vom Combahnviertel, Schwarzrheindorf, Vilich, Geislar) könnten dagegen kleinere Quartiersbusse – aufgrund der geringeren Distanzen auch mit Elektromotor (in Stoßzeiten vor Schulen mit erkennbarem Warnton) - eingesetzt werden, die den Verhältnissen der engen Straßen angepasst sind. Mit Kleinbussen, die nicht unter dem Zeitdruck vom überregionalen ÖPNV stehen, könnten zudem auch die hinteren Teile der genannten Viertel (wie z. B. Gensemer Str., Auf dem Hirschberg, Grabenstr. etc.), die bisher durch den ÖPNV nicht erschlossen sind, angefahren werden. Vielleicht wäre es sogar möglich, den regionalen Busverkehr bedarfsgerechter zu steuern, z. B. auf Anforderung auch zu Zielen zu fahren, die sonst nicht explizit angefahren werden, um mobili- tätseingeschränkte Personen maximal zu unterstützen, und umgekehrt sensible Straßen wie vor Schu- len nur dann zu belasten, wenn dies erforderlich ist. Da eine solche Gesamtlösung weder einfach noch schnell umsetzbar ist, fordern wir als KURZFRISTIGE (Übergangs-)Lösung, die Vilicher Str. und die Dixstraße zur Schulwegsicherung vom Schwerlastverkehr zu entlasten, indem eine teilweise oder vollständige Umleitung des Busverkehrs über die Clemens- straße/Niederkasseler Str. zur Stiftsstraße erfolgt (ggf. mit Verlegung der Haltestelle Schwarzrheindorf- Kirche auf den Anfang der Stiftsstraße) ▪ z. B. indem nur eine Buslinie durch die Vilicher Str./Dixstr. hindurchfährt und die andere über die Clemensstraße umgelenkt wird (Folglich Reduzierung des 10-Min-Takts in einen 20-Min- Takt), oder ▪ z. B. indem die beiden Buslinien nicht zu allen Zeiten durch diese beiden Straßen fahren (Aus- lassen von typischen Schul- und OGS-Zeiten wie 7:30 – 8:00; 12:00 – 16:30 Uhr) Fazit: Die Verkehrssituation in der Vilicher Str. und Dixstraße stellt ein komplexes Problem dar, dass sich durch das Dilemma einer guten Anbindung (per ÖPNV und per Pkw) versus der Gewährleistung der Verkehrssicherheit von insbesondere (Schul-)Kindern auszeichnet. Dabei soll keine einseitige Lö- sung gefunden werden, sondern ein Kompromiss, der möglichst beiden „Zielen“ am ehesten gerecht wird. Mit der Unterbreitung von eigenen Lösungsvorschlägen möchten wir lediglich ausdrücken, dass wir uns intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Wir freuen uns auf Ihre Lösungsvorschläge.Seite 5 von 15 5 C) Hintergrund des Bürgerantrags: Der Haupteingang der Arnold-von-Wied-Grundschule (AvW-Schule) ist an der Vilicher Straße gelegen; ebenfalls befindet sich die OGS am anderen Ende der Vilicher Straße, so dass es in Stoßzeiten zu regem Schülerverkehr auf der Vilicher Straße kommt. Die direkt angrenzende Dixstraße liegt für viele Schü- ler*innen auf dem direkten Schulweg. Beide Straßen zeichnen sich dadurch aus, dass sie enge Einbahnstraßen (30 km/h) mit dörflichem Cha- rakter und ohne durchgehenden bzw. ausreichend breiten Gehweg sind. Schräg gegenüber von der Schule ist der Gehweg komplett unterbrochen. Auch direkt neben der Schule sowie an zahlreichen anderen Stellen wird die Gehwegbreite den Mindestanforderungen der RAST (FGSV, 2006) nicht ge- recht. Beispielsweise beträgt die Gehwegbreite wenige Meter links neben dem Haupteingang der Schule nur 1,12 m bei einem Gesamtstraßenquerschnitt von nur 4,12 m. Damit wird das geforderte Minimum für Gehwegbreiten von 2,50 m (bzw. bei Erschließungsstraßen 2,10 m) bei Weitem unter- schritten. Der mit der Schule verbundene rege Verkehr von Grundschulkindern als Fußgänger*innen und Rollerfahrer*innen sollte jedoch besonders geschützt werden. Hinzu kommt, dass die Vilicher Straße und die Dixstraße als Wohnstraßen verkehrlich besonders belastet sind. Folgende Verkehrsprobleme können aufgezeigt werden: 1) Nutzung als „Schleichweg": Zur Rushhour und am Wochenende weisen beide Straßen ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf, denn die Straßen werden als „Schleichweg“ zur/von der Autobahn bzw. Nie- derkasseler Str. sowie Stiftsstraße genutzt, da somit Lichtsignalanlagen wie auf der Clemensstraße um- fahren werden können. Obwohl die Beschilderung den Weg zur Autobahn über die Clemensstraße ausweist (s. Bild 2), wird dieser Schleichweg über die Vilicher Straße bzw. Dixstraße von vielen Auto- fahrern auch mit Nicht-Bonner KFZ-Kennzeichen bevorzugt. 2) Überregionaler Linienbusverkehr im 10-Min-Takt: Der Linienbusverkehr nach Siegburg und Sankt Augustin (540/640) fährt tagsüber im 10 Min-Takt durch diese engen Straßen, damit die Haltestelle Schwarzrheindorf-Kirche angefahren werden kann. Gemäß der RAST sollte für einen Linienbusverkehr die „reine Straßenbreite“ mind. 4,00 m betragen, in Ausnahmefällen notfalls auch nur 3,50 m (2,65 m Busbreite plus 0,25 m Bewegungsraum auf beiden Seiten plus mind. 0,5 m Sicherheitsabstand zu Fuß- gänger*innen). Vilicher Str.: Hier beträgt die Straßenbreite nur 3,00 m und unterschreitet damit die absoluten Min- destanforderungen, so dass Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden können. Kombiniert mit dem zu engen Gehweg führt das dazu, dass eine Klasse oder ein Elternteil mit einem Kind an der Hand nicht passieren kann, wenn der Linienbus durchfährt (s. Bild 3 bis Bild 8). Dixstr.: Bei der Einfahrt von der Stiftsstraße zur Dixstraße ist der nötige Kurvenradius nicht gegeben, so dass der Bus die Kurve nur mit sehr geringer Geschwindigkeit nehmen kann (s. Bild 9). Häufig müs- sen die Busfahrer sogar zurücksetzen, um die Kurve über den Gehweg passieren zu können. Dieses Rangieren bei schlechter Sicht ist für Rad fahrende Kinder gefährlich, die bereits hinter dem Bus war- ten. In beiden Straßen gibt es zudem keine Ausweichmöglichkeiten für den Bus, so dass dieser oft durch falsch parkende Autos und andere Fahrzeuge aufgehalten wird. Alternativ kann der Bus nur über den engen Gehweg fahren (s. Bild 10). Gerade für den überregionalen Linienverkehr sollte zudem ein zügiges Vorankommen gewährleistet sein. 3) Keine (effektiven) verkehrsberuhigenden Elemente zur Einhaltung der Geschwindigkeitsbegren- zung von 30 km/h (s. Bild 11): Es gibt auf der langgezogenen Dixstraße keine 30 km/h-Schilder sowieSeite 6 von 15 6 keine Geschwindigkeitsbrecher. In der Vilicher Straße wurde die Fahrbahnschwelle aufgrund des Lini- enbusverkehrs wieder niedriger gesetzt, so dass sie faktisch keine Wirkung mehr hat. Während in der Vilicher Str. vor allem in den Abendstunden und am Wochenende zu schnell gefahren wird, wird in der Dixstraße aufgrund der langgezogenen Straße häufig auch tagsüber die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h deutlich überschritten und dies insbesondere im letzten Abschnitt zur Kreuzung Werdstraße/Vilicher Straße, wo viele Fußgänger*innen und Schulkinder kreuzen. Regelmäßige Ge- schwindigkeitskontrollen finden bisher in beiden Straßen nicht statt. 4) Behinderung des Gehwegs durch Falschparker und Pfosten (s. Bilder 12-14): Insbesondere entlang der Dixstraße sowie in der Vilicher Str. am und vor dem Wendehammer wird der Gehweg oft zuge- parkt, so dass Kinder auf ihrem Schulweg über die Straße gehen müssen. In der Vilicher Straße wird die Verkehrssituation aufgrund von „Elterntaxis“, die direkt vor dem Schultor bzw. teils auf dem Geh- weg sowie nachmittags an der OGS anhalten, sehr unübersichtlich. Besonders gilt dies für den eigent- lich als Grünfläche vorgesehenen Bereich rechts neben Vilicher Str. 24 und der Zufahrt zur Vilicher Str. 22 (Flurstück 2126), wo der Gehweg täglich komplett oder weitgehend von parkenden Autos blockiert wird. Ähnliches gilt in Stoßzeiten für den Gehweg vor Nr. 26. Direkte Ansprachen von Eltern haben bisher keinen nachhaltigen Erfolg gebracht. Weiterhin sind auf der Vilicher Str. die Pfosten zur Geh- wegsicherung so weit entfernt vom Fahrbahnrand angebracht, dass die Kinder sich animiert fühlen, sie wie eine „Slalomstrecke“ zu umrunden. Zudem führen sie zu einer weiteren Einengung des Gehweges, so dass er nicht nur für Rollstuhlfahrer*innen an den Engstellen unpassierbar ist. 5) Keine fahrradfreundliche Lösung (s. Bild 15): In der Vilicher Straße werden die Fahrradfahrer, die aufgrund der Steigung nur langsam fahren können, von Autofahrer*innen bedrängt und ohne Einhal- tung des Mindestabstandes von 1,5 m überholt. Auch in der Dixstraße kommt es zur Bedrängung von Fahrradfahrer*innen aufgrund der langgezogenen, engen Straße. Umgekehrt fahren in beiden Straßen viele Fahrradfahrer*innen mangels Alternativen gegen die Einbahnstraße bzw. auf dem Gehweg, was zu Konflikten mit anderen Verkehrsteilnehmer*innen führt. Während die umliegenden Straßen in den letzten Jahren zu Fahrradstraßen umgestaltet wurden, konnte diese Maßnahme in der Vilicher Straße und Dixstraße aufgrund des engen Straßenquerschnitts nicht umgesetzt werden. Das heißt, es gibt bisher keine fahrradfreundliche Lösung in diesen Straßen. Eine Möglichkeit wäre, diese Straßen in ver- kehrsberuhigte Bereiche umzugestalten. Dies würde zugleich der Schulwegsicherung dienen. 6) Störung des Schulbetriebs: Der Bus muss an der Vilicher Str. nach der Kreuzung aufgrund der Straßensteigung besonders viel Gas geben, was zu einer hohen Lärmentwicklung führt. Dadurch wird der Unterricht von Klassen, die an der Straße und insbesondere an der Kreuzung liegen, regelmäßig gestört. => FAZIT: Als Eltern von Schüler*innen der AvW-Schule sowie als Anwohner fordern wir – vor dem Hintergrund des sehr engen Straßenquerschnitts und einer zugleich erhöhten Verkehrsbelastung – weitergehende Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und damit zur Erhöhung der Verkehrssicher- heit vorzunehmen!Seite 7 von 15 7 Bild 1: Google-Maps-Ansicht – schwarz markiert die Busstrecke 540 und 640 Bild 2: Blick von der Werdstraße auf die Vilicher Str.: Das Schild mit Routenvorschlag zur Autobahn zeigt an, dass man nach rechts über die Clemensstraße abbiegen soll (statt geradeaus über die Vilicher Str.). Das Schild könnte unterhalb der Stra- ßenlaterne angebracht werden, um mehr ins Blickfeld zu gelangen.Seite 8 von 15 8 Bild 3: Schulklasse auf dem Weg zum Sportplatz entlang der Vilicher Straße. Es muss vor der Gehweg-Engstelle gewartet werden, bis der Bus vorbeigefahren ist. Bild 4: Nachdem der Bus vorbeigefahren ist, geht die Schulklasse weiter. Hier wurde inzwischen mit der Schulleitung eine Lösung gefunden, dass dieser Weg stattdessen über das Schulgelände erfolgt bis zum OGS-Ausgang. Zu Schulbeginn und nach OGS-Schluss besteht dieses Problem allerdings weiterhin.Seite 9 von 15 9 Bild 5: Aufgrund des engen Gehwegs (Breite: 1,12m) können keine Sicherheitsabstände eingehalten werden Bild 6: und die Fahrbahn wird oft mitbenutzt.Seite 10 von 15 10 Bild 7: Kinder auf dem Nachhause-Weg Bild 8: Die Begleitung eines Kindes ist aufgrund der Enge in der Vilicher Str. kaum möglich.Seite 11 von 15 11 Bild 9: Bus fährt von der Stiftsstraße in die Dixstraße und kommt dabei kaum um die Kurve (zu enger Kurvenradius). Bild 10: Das Postlastenrad hält auf der Vilicher Straße mangels Alternativen. Der Linienbus weicht auf den Gehweg aus, um zu überholen.Seite 12 von 15 12 Bild 11: Die Fahrbahnschwelle auf der Vilicher Straße wurde wegen des Buslinienverkehrs so weit abgesenkt, dass sie als Geschwindigkeitsbrecher keine Wirkung mehr zeigt. Bild 12: Die engen Gehwege auf der Dixstraße werden oft zugeparkt.Seite 13 von 15 13 Bild 13: Am Ende der Vilicher Str. Richtung Wendehammer ist der Gehweg auch teilweise zugeparkt, da die Parkbuchten nicht tief genug eingerichtet wurden, obwohl nach vorne hin Platz wäre, wenn der grüne Wildwuchs beschnitten würde. Bild 14: Die Pfosten auf dem Gehweg der Vilicher Str. sind zu mittig angebracht, so dass Kinder sie im „Slalom-Parcours“ um- runden und Rollstuhlfahrer*innen auf die Straße ausweichen müssen. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es keine Geh- wegsicherung und die Gehwege sind oft zugeparkt.Seite 14 von 15 14 Bild 15: Radfahrer*innen mit Anhänger wird vom Pkw ohne Sicherheitsabstand überholt; aufgrund der Steigung in der Vili- cher Str. fahren Radfahrer*innen relativ langsam. Es gibt keine Ausweichmöglichkeiten.Seite 15 von 15
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