220230 · Beschlussvorlage
Einrichtung der neuen Beschulungsform „Ganztagsberufsschule in der gesunden Schule (GigS)“ für die Fachklasse im dualen Ausbildungsberuf „Elektroniker/Elektronikerin mit der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik“ am Heinrich-Hertz-Europakolleg zum Schuljahr 2022/2023
Kerndaten
- Nummer
- 220230
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 31.01.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Schulausschusses Empfehlung
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 220230 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 40 Schulamt Dezernat: Dez. V Einrichtung der neuen Beschulungsform „Ganztagsberufsschule in der gesunden Schule (GigS)“ für die Fachklasse im dualen Ausbildungsberuf „Elektroniker/Elektronikerin mit der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik“ am Heinrich-Hertz-Europakolleg zum Schuljahr 2022/2023 Beratungsfolge Schulausschuss 01.03.2022 Empfehlung Rat 17.03.2022 Entscheidung Beschlussvorschlag 1) Die Stadt Bonn befürwortet gem. § 81 Abs. 2 SchulG NRW i.V.m. APO-BK (Verordnung über die Ausbildung und Prüfung in den Bildungsgängen des Berufskollegs), Anlage A (Bildungsgänge der Berufsschule), den Antrag des Heinrich-Hertz-Europakollegs, ab dem Schuljahr 2022/2023 die neue Beschulungsform „Ganztagsberufsschule in der gesunden Schule (GigS)“ für die Fachklasse im dualen Ausbildungsberuf „Elektroniker/Elektronikerin mit der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik“ am Heinrich-Hertz-Europakolleg anzubieten. 2) Die Verwaltung wird beauftragt, den Antrag des Europakollegs und die Zustimmung des Schulträgers an die Bezirksregierung Köln als obere Schulaufsichtsbehörde zu kommunizieren, um eine Genehmigung des neuen Bildungsgangs zu erreichen. 3) Es wird ausdrücklich ausgeschlossen, dass für den Schulträger sowohl im Schuljahr 2022/2023 als auch in den kommenden Jahren zusätzliche Kosten durch die Einrichtung der neuen Fachklasse entstehen: Das Heinrich-Hertz- Europakolleg versichert ausdrücklich, dass die personellen, sächlichen und schulorganisatorischen Voraussetzungen in Zuständigkeit des Schulträgers für den Betrieb des neuen Bildungsgangs am Berufskolleg bereits gegeben sind. BegründungSeite 1 von 13 Seite 2 Die „Ganztagsberufsschule in der gesunden Schule (GigS)“ kann nach einem vorangegangenen Schulversuch, der vom Land Nordrhein-Westfalen mit Begleitung der Universität Köln durchgeführt, an Berufskollegs angeboten werden. Die drei Innungen der Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg der Malerinnen/Maler und Lackiererinnen/Lackierer, der Elektronikerinnen/Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik sowie der Anlagenmechanikerinnen/Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik haben im Jahr 2015 Anträge zur Einführung der Ganztagsberufsschule in der gesunden Schule (GigS) gestellt. Im Schuljahr 2019/2020 wurde mit einer Fachklasse der Malerinnen/Maler und Lackiererinnen/Lackierer am Heinrich-Hertz-Europakolleg begonnen (s. DS-Nr. 1910051) die Fachklasse im dualen Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker/Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik folgte zum Schuljahr 2020/2021 (s. DS-Nr. 191069). Da das Europakolleg die bisherigen Erfahrungen damit als positiv bezeichnet, soll nun der dritte Bildungsgang „GigS“ folgen. Die Innung für Elektrotechnik Bonn / Rhein-Sieg hat ihre Zustimmung aktuell erneuert. Zudem werden seitens der Verwaltung noch die Einschätzungen der Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg sowie der Agentur für Arbeit zum neuen Bildungsgang zeitnah erfragt. Auch die Schulkonferenz des Heinrich-Hertz-Europakollegs hatte der Einführung der neuen Beschulungsform „Ganztagsberufsschule in der gesunden Schule (GigS)“ bei einer Enthaltung einstimmig zugestimmt. Die Ziele von „GigS“ am Heinrich-Hertz-Europakollegs sind einerseits, die Leistungsfähigkeit der Auszubildenden zu steigern sowie die Zusammenarbeit zwischen den Lehrerinnen und Lehrern mit den Auszubildenden zu intensivieren, anderseits aber auch die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe durch die Erhöhung der Praxistage in den Betrieben zu steigern. Das Konzept des Heinrich-Hertz-Europakollegs (s. Anlagen B und C des Antrags) erläutert ausführlich und detailliert sowohl das umzusetzende Ernährungs- als auch das geplante Bewegungsprogramm. Besonders nennt das Heinrich-Hertz-Europakolleg u.A. noch folgende Rahmenbedingungen der Einführung: ▪ In allen Jahrgängen findet ein Berufsschultag pro Woche statt, an diesem werden 10 Stunden Unterricht erteilt. In einem Ausbildungsjahr findet ein Schulhalbjahr ein zweiter Unterrichtstag mit 10 Stunden statt. Somit ist gewährleistet, dass die vorgeschriebene Anzahl an Unterrichtsstunden erreicht und somit auch die Unterrichtsinhalte laut Bildungsplan bearbeitet werden können. ▪ Der Unterricht findet in der Zeit von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr - inkl. kleinerer Pausen und einer Mittagspause - statt. ▪ Der Großteil der Verpflegung (Frühstück, Mittagessen, Obst für den Nachmittag) wird durch die Ausbildungsbetriebe finanziert (ca. 5,00 €); ein geringer Beitrag ist von den Auszubildenden zu leisten (ca. 2,00 €). ▪ Die Verpflegung ist nach gesundheitlichen Aspekten ausgerichtet und folgt einem Ernährungskonzept (siehe Anlage B). ▪ Das Lernen im Unterricht wird durch Konzentrations- und Bewegungsübungen unterstützt (siehe Bewegungskonzept in der Anlage C).Seite 2 von 13 Seite 3 ▪ Jährlich findet (im Frühjahr) ein Ausbilder*innen-Arbeitskreis statt, zu dem die Innung einlädt. Hier werden seitens der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Ausbilderinnen und Ausbilder die Erfahrungen mit GigS ausgetauscht. ▪ Es erfolgt eine Unterstützung durch Fachberaterinnen und Fachberater anderer Schulen und der Landesregierung. Beabsichtigt ist, dass ab dem Schuljahr 2022/23 alle Auszubildenden des ersten Ausbildungsjahres im Beschulungsmodell GigS beschult werden und die nachfolgenden Jahrgänge entsprechend. Die Verwaltung befürwortet das ausgesprochen ausführliche und umfassende Konzept des Europakollegs, das dieser Beschlussvorlage beigefügt ist, als qualitativ hochwertige Ergänzung des Berufsschulangebotes - auch mit Blick auf notwendigen Maßnahmen zur Fachkräftesicherung in Bonn - uneingeschränkt. Die Förderung der dualen Ausbildung ist außerdem auch eines der erklärten Ziele des Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf NRW (KAoA)“, an dem die Stadt Bonn als Region gemeinsam mit dem Rhein-Sieg-Kreis teilnimmt, so dass die Verwaltung auch vor diesem Hintergrund gerne die Bemühungen des Heinrich-Hertz-Europakollegs um eine qualitativ hochwertige und außerdem - sowohl für mögliche Auszubildende als auch für bestehende/zukünftige Ausbildungsbetriebe - attraktive Weiterentwicklung des dualen Ausbildungsangebotes ausdrücklich unterstützt. Das Heinrich-Hertz-Europakolleg versichert ausdrücklich, dass die personellen, räumlichen und sächlichen Voraussetzungen für die Einrichtung der oben beschriebenen Beschulungsform dort vorhanden sind; insbesondere durch den Neubau mit der Mensa am Heinrich-Hertz-Europakolleg seien die Voraussetzungen für eine Ganztagsberufsschule in der gesunden Schule (GigS)“ geschaffen worden. Die Stadt Bonn schließt ausdrücklich etwaige spätere finanzielle Forderungen, die aus dem Beschluss und der nachlaufend beantragten Genehmigung durch die Bezirksregierung Köln hervorgehen könnten, mit Blick auf die bestehende Haushaltslage allerdings bereits zum jetzigen Zeitpunkt definitiv aus. Anlage/n 1 Antrag_HHEK_GigS+Anlagen_ANLAGE (öffentlich)Seite 3 von 13 Seite 4 von 13 Seite 5 von 13 Seite 6 von 13 Seite 7 von 13 Seite 8 von 13 Seite 9 von 13 Seite 10 von 13 Seite 11 von 13 Seite 12 von 13 Seite 13 von 13
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 21:09 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de