220209-02 AA · Änderungsantrag
CDU-Antrag: Angsträume in Bonn Antrag zur Vorlage 220209
Kerndaten
- Nummer
- 220209-02 AA
- Art
- Änderungsantrag
- Veröffentlicht
- 30.08.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Hauptausschusses Entscheidung federführend
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Anhörung
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Änderungsantrag öffentlich 220209-02 AA Antragsteller/in: Dr. Ursula Sautter Feyza Yildiz Sabine Kramer Bert Moll Julia Polley Jürgen Wehlus CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bonn 30.08.2022 gez. Jansen CDU-Antrag: Angsträume in Bonn Antrag zur Vorlage 220209 Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 07.09.2022 Anhörung Hauptausschuss 15.09.2022 Entscheidung Inhalt des Änderungsantrags Die Verwaltung wird beauftragt, 1.) die Bonner Einwohnerschaft zu befragen (unter Einbeziehung möglichst vieler Bevölkerungsgruppen, d.h. z.B. Alte/Junge, Migranten, Frauen, Menschen mit Behinderung, Personen ohne festen Wohnsitz), wo im städtischen Raum Angsträume wahrgenommen werden und 2.) ein auf dieser Befragung basiertes Konzept zur Vermeidung dieser Angsträume zu entwickeln. Dieses soll nicht nur grundsätzliche Ausführungen, sondern auch konkrete Maßnahmen für die Stadtplanung und für besondere örtliche Gegebenheiten beinhalten und unter Einbeziehung der Polizei, des Polizeibeirates und unter Beteiligung der Bezirksvertretungen erstellt werden. Begründung Bonn zählt zu den sicheren Städten in NRW. Trotzdem gibt es hier Orte, die Gefühle von Unsicherheit und /oder Ängste wecken. Die Ursachen für Angst- oder Unsicherheitsgefühle sind vielfältig und unterscheiden sich von Bevölkerungsgruppe zu Bevölkerungsgruppe und von Mensch zu Mensch: Jedes Individuum bewertet seine Umgebung nach den eigenen Empfindungen und Gefühlen und empfindet jeweils unterschiedliche Orte als Angsträume. Es ist daher nicht möglich, Angsträume allein durch objektive KriterienSeite 1 von 2 Seite 2 festzulegen, d.h. sie sind nicht notwendigerweise mit sog. Gefahrenorten identisch. Vielmehr spielen hier die subjektiven Einschätzungen der einzelnen Personen(gruppen)eine entscheidende Rolle. Um Erkenntnisse dazu zu erlangen, welche Bereiche in Bonn aus welchen Gründen als Angsträume wahrgenommen werden, sollten die Einwohnerinnen und Einwohner differenziert und ergebnisoffenbefragt werden und die Ergebnisse im Anschluss als Basis für konkrete Verbesserungsmaßnahmen dienen. Das Soziologische Institut der Universität Bonn (Lehrstuhl Prof. Dr. Clemens Albrecht), an dem zurzeit eine Dissertation zum Thema „Angsträume“ durchgeführt wird, würde eine solche Befragung unterstützen: Es ist angedacht, im Sommersemester 2023 zu diesem Zweck eine Lehrveranstaltung abzuhalten, deren Teilnehmende entsprechende Feldbefragungen vornehmen würden. Im Rahmen dieser Aktivitäten würde auch ein Abgleich zwischen den Gefahrenorten und den abgefragten Angsträumen erfolgen und eine „Angstraum-Karte“ erstellt. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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