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220208 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich

Bürgerantrag: Keine Maßnahmen gegen die Nutria-Population in der Bonner Rheinaue

Nummer
220208
Art
Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Veröffentlicht
26.01.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 26.01.2022
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 30.03.2022

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 30.03.2022 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 1,7 MB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 220208-01 ST Keine Maßnahmen gegen die Nutria-Population in der Bonner Rheinaue

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Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
öffentlich
220208
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung
Dezernat:
Dez. OB
25.01.2022
Bürgerantrag: Keine Maßnahmen gegen die Nutria-
Population in der Bonner Rheinaue
Beratungsfolge
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
16.02.2022 Entscheidung
Inhalt des Bürgerantrages
Beantragt wird, keine Maßnahmen gegen die Nutria-Population in der Bonner
Rheinaue zu ergreifen sowie die Einrichtung von „Weiherpaten“ nach dem
Vorbild der Stadt Köln.
Einzelheiten zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag.
Anlage/n
1 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich)
2 Bürgerantrag (öffentlich)Seite 1 von 11
Bürgerantrag Online
Datum
25.01.2022
Anrede
Frau
Herr
ohne Anrede
Vorname Nachname
Straße Hausnummer
Postleitzahl Ort
Telefon E-Mail
Betreff
BÜRGERANTRAG JAN2022 - keine Bejagung der Nutriapopulation am Rheinauensee
Ihr Antrag
BÜRGERANTRAG ZUR RETTUNG DER BONNER RHEINAUEN-NUTRIAS
Aufgrund des im Bonner Generalanzeiger veröffentlichten Artikels „Nutria-Population wächst sprunghaft", steht
zu Befürchten, dass die Stadt Bonn Massnahmen gegen diese Tiere ergreift.
Daher sollte dieser Bürgerantrag mit Dringlichkeit bearbeitet werden und noch auf die nächste Tagesordnung
kommen.
Der Rheinauen-Park verkommt seit Jahren immer mehr.
Schuld sind aber nicht die dort lebenden Tiere, auch wenn das immer wieder suggeriert wird.
Für den Zustand des Parks und auch des Sees ist allein die Stadt Bonn verantwortlich.
Begründung des Antrags
Kurzfassung:
Die Nutrias sind eine Attraktion, sie ziehen Besucher an und sind sehr beliebt.
Die niedrigen Kosten, die durch sie entstehen (und die man noch senken könnte) sind kaum der Rede wert im
Vergleich zu Vandalismus-Schäden, die dazu noch Besucher abschrecken.
Sie nehmen keinem anderen Tier einen Platz weg, sondern stellen sogar für viele andere Tiere eine
Nahrungsquelle dar. Graureiher, Greifvögel, Krähen und Raubfische ernähren sich von ihnen, so dass kaum
Jungtiere überleben, meist wird nur eines überhaupt 1 Monat alt.
Ausführliche Begründung siehe PDF
Seite 1 von2
PDF erstellt mit: www.form-solutions.de
Artikel-Nr.: KFAS_01_002
ID=KFAS_0011_000022
KHyXK33BQ
2255..0011..2222 1177::0055Seite 2 von 11
Bürgerantrag Nutrias Jan2022
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BÜRGERANTRAG ZUR RETTUNG DER BONNER RHEINAUEN-NUTRIAS
Aufgrund des im Bonner Generalanzeiger veröffentlichten Artikels „Nutria-Population
wächst sprunghaft", steht zu Befürchten, dass die Stadt Bonn Massnahmen gegen diese Tiere
ergreift.
Daher sollte dieser Bürgerantrag mit Dringlichkeit bearbeitet werden und noch auf die nächste
Tagesordnung kommen.
Der Rheinauen-Park verkommt seit Jahren immer mehr.
Schuld sind aber nicht die dort lebenden Tiere, auch wenn das immer wieder suggeriert
wird.
Für den Zustand des Parks und auch des Sees ist allein die Stadt Bonn verantwortlich.
Uns warum sind Nutrias`alles Schuld?
In der Rheinaue leben mindestens 100 mal mehr Kaninchen als Nutrias, beide Tierarten leben
unter ähnlichen Bedingungen.
Kaninchen sind ebenflalls keine heimischen Tiere, sie stammen aus Südeuropa.
positive Aspekte der Nutria-Population
Die Nutrias sind eine Attraktion, sie ziehen Besucher an und sind sehr beliebt.
Die niedrigen Kosten, die durch sie entstehen (und die man noch senken könnte) sind
kaum der Rede wert im Vergleich zu Vandalismus-Schäden, die dazu noch Besucher
abschrecken.
Sie nehmen keinem anderen Tier einen Platz weg, sondern stellen sogar für viele andere Tiere
eine Nahrungsquelle dar. Graureiher, Greifvögel, Krähen und Raubfische ernähren sich von
ihnen, so dass kaum Jungtiere überleben, meist wird nur eines überhaupt 1 Monat alt.
Sie ernähren sich von Wasserpflanzen, Pflanzenresten, Gras, Gehölz, Laub, …Seite 3 von 11
Bürgerantrag Nutrias Jan2022
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Kosten
Als Teil meines Antrages bitte ich die zuständigen Fachabteilungen der Stadt um folgende
Auskünfte in ihrer Stellungnahme:
- Wieviele Bäume werden in der Rheinaue jährlich gefällt. Regulär und durch
Sturmschäden (im Schnitt)?
- Wieviele gesunde Bäume fällt die Stadt Bonn jährlich für bauliche Massnahmen?
- Welche Fläche an Gehölz wird jährlich in der Rheinaue „auf den Stock“ gesetzt?
- Wieviele der ursprünglich gepflanzten Bäume, die zur Landschaftsarchitektur der
Rheinaue gehörten, wurden entfernt? Z.B Rondells, 3er-Anpflanzungen, Bäume an
den Grillstellen?
- Wieviele Bäume werden jährlich (also nicht alle jetzt geschädigten zusammenzählen!)
durch Nutrias so geschädigt, dass man sie fällen muss/sie eine Gefahr darstellen?
- Welche Kosten entstehen dadurch? Die Bäume werden ja, bis auf wenige Ausnahmen,
nicht ersetzt.
- Wieviele Bäume wurden bisher mit einem Frassschutz versehen? Bewährt sich das?
- Welche Kosten würden entstehen, wenn man die Baumstämme schützen würde?
- Welche Kosten enstehen jährlich:
Durch Entsorgung der Müllberge, die zurück gelassen werden?
Durch Instandsetzungsarbeiten nach Vandalismus, z.B. im japanischen Garten, an den
Plakatflächen, Mülltonnen, Rasenschäden, versenkten e-scootern, Graffiti-Entfernung,
Glasscherbenentfernung, …?
Durch Uferschäden aufgrund rausgebrochene Pflaster- und Ufersteine? Bzw. würden
entstehen, wenn man sie ausbessern würde?
Durch Hunde, die Tiere verletzen? Für Tierrettung, Vertragstierarzt, …?
Durch Instandsetzung der Wege, die durch Fahrzeuge der Stadt beschädigt werden?
Durch Entfernung von Grillkohle und Ausbesserung der Grasnarbe danach?
Durch die Events? Selbst jetzt ist die Blumenwiese in keinem ordentlichen Zustand,
obwohl die letzte Grossveranstaltung dort 2,5 Jahre her ist. Durch Säuberung des
Geländes danach durch Bonn Orange?Seite 4 von 11
Bürgerantrag Nutrias Jan2022
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Ausmaß und mögliche Massnahmen gegen Nutria-Schäden
Bäume
Die Nutrias haben einige wenige Bäume angeknabbert und auch die Rinde rund um den
Stamm abgefressen. Es handelt sich um Bäume im Uferbereich, wo ohnehin ständig abgeholzt
und nicht nachgepflanzt wird.
Die Obstbäume im südlichen Bereich hatten auch schon Frassschäden, die man aber nicht den
Nutrias anlasten konnte (zu weit weg vom See, Frassspuren anders, evtl. Kaninchen). Diese
Bäume wurden mit einem Kaninchendraht umwickelt, Problem gelöst.
Ende 2021 wurden erstmals 3 der Bäume auf der Bootverleih-Insel angefressen. Zunächst
waren es kleine Stellen. Statt etwas dagegen zu unternehmen, hat man 14 Tage gewartet bis
die Schäden grösser waren, dann einen Sachverständigen geschickt, beraten und nichts weiter
unternommen. Die Bäume wurden seitdem nicht weiter beschädigt, es war eine einmalige
Sache. Die Nutrias fressen Spitzahorne normalerweise garnicht an. Zwei der Bäume sind
kaum geschädigt, der dritte allerdings könnte eingehen.
ES GEHT ALSO UM EINEN BAUM!
Wenn man sich die beiden Vogelinseln ansieht, auf denen Nutrias leben, sieht man, dass dort
fast keine Bäume angenagt wurden, und diese auch nur minimal.
Der Grund ist ebenfalls zu sehen: überall liegt Totholz herum. Dieses wird komplett
zerknabbert. Auch an den großen Ästen, die von der Vogelinsel aus in den See gefallen sind,
kann man das beobachten.
Die Stadt Bonn ist ständig mit Holzarbeiten beschäftigt, leider wird fast alles an Ort und
Stelle geschreddert, größere Holzteile werden unter der Konrad-Adenauer-Brücke
aufbewahrt.
Man könnte also Zeit und Kosten sparen und das Gehölz liegen lassen.
Es gibt natürlich immer wieder grosse offenen Feuer in der Rheinaue, aber häufig reissen
diese Leute ohnehin Äste ab.
Muscheln
Ja, sie haben einige Teichmuscheln gefressen, genauso, wie die Kormorane. Aber jetzt lässt
man während der Sanierung 1000sende dieser Muscheln im Schlamm sterben oder mit ihm
absaugen.
Vertreibung anderer Arten
Nutrias besetzen eine ökologische Nische und vertreiben keine anderen Tiere.
Schon garnicht im Rheinauenpark, der ja künstlich angelegt wurde.
Alle dort lebenden Tiere sind Zugezogenen.
Schilf
Der Vollständigkeithalber:
Die Nutrias in der Rheinaue haben nicht das Schilf gefressen, was immer wieder behauptet
wird!
Der fast komplette Schilfbestand ist im Winter 2016/17 eingegangen, nachdem die Halme
nach einem Sturm im See verrottet sind. Am Kunst!rasen-Ende gibt es noch etwas Schilf.
Dort wohnen auch Nutrias, aber sie fressen es nicht (sonst wäre keins mehr da).Seite 5 von 11
Bürgerantrag Nutrias Jan2022
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Bestand/Bejagung
Nutriafamilien sind standorttreu, sie haben ein Revier
Sie leben in Großfamilien und sind sehr soziale Tiere, die mehrere Nester haben, die sie im
Wechsel benutzen. Dabei Leben Tiere beiden Geschlechts und aller Alterstufen zusammen.
Der Bestand in der Rheinaue besteht fast ausschliesslich aus älteren Tieren von 2-3 Jahren.
Anders als im Generalanzeiger behauptet vermehren sie sich durch Fütterung auch nicht
häufiger oder verkürzen ihre Reproduktionszyklen.
Sie werden generell ganzjährig trächtig, die Tragzeit beträg immer 4,5 Monate. Ältere Tiere
werfen kaum Junge. Von den ca. 5 Jungtieren pro Wurf sterben in der Rheinaue fast alle
innerhalb von 4 Wochen.
Eine Zunahme des Bestandes in den letzten 5 Jahren habe ich nicht beobachtet, es sind eher
weniger Tiere geworden. Sie haben auch mehrere Nester, die sie wechslend benutzen. Wenn
man sie nicht kennt, kann man sie leicht mehrfach zählen.
Die vorhandenen Nutrias leben in Familienverbänden friedlich zusammen und haben feste
Reviere. Dazu gibt es einige Einzelgänger.
Auch am Rheinufer leben überall Nutrias. Wenn die Rheinauen-Nutrias getötet werden,
rücken innerhalb kürzester Zeit Tiere vom Rhein nach, die sich in mehrere Familien teilen
und alle Nachwuchs bekommen werden.
Die Bejagung der Tiere wird in ganz Deutschland seit Jahrzehnten erfolglos betrieben!
Der Effekt geht gegen Null, da die noch vorhandenen Tiere, oder zuwandernde Tiere
dann ein leeres Revier finden, in dem sie sich prächtig vermehren können.
Die Nutria-Tötung ist nicht nachhaltig, sie führt nur zu mehr Nutrias, die man dann auch tötet.
Dies kann man leicht der Presse entnehmen, wo beklagt wird, dass man immer mehr tötet,
aber es trotzdem mehr werden.
Im Januar 2020 hatte ich einen Bürgerantrag gestellt, in dem es um Lenkung des Bestandes
durch Kastration ging. Dies wurde damals abgelehnt und damit begründet, dass sie kaum
Schaden anrichten.
Nicht zu vergessen:
Sehr viele Nutrias verlieren ihr Leben durh freilaufende Hunde.Seite 6 von 11
Bürgerantrag Nutrias Jan2022
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Fütterung
Ein Fütterungsverbot in der Rheinaue ist insbesondere im Winterhalbjahr Tierquälerei.
Zur Zeit kann man während der Sanierung gut sehen, was im See ist.
Der Boden besteht aus Beton, am Rand liegen Steine und Müll und weiter zur Mitte
Matsch.
Zurecht machen sich viele Leute Sorgen um die Tiere.
Eine sinnvolle Lösung währen ehrenamtliche „Weiherpaten“ (Nutria-Scouts, Nutria-Paten,..),
wie die Stadt Köln sie einsetzt.
Ich hatte das schon häufiger vorgeschlagen, auch der Generalanzeiger hatdarüber berichtet.
Diese Leute klären die Besucher nicht nur über Fütterung auf, sondern können auch Fragen zu
den Tieren beantworten, was vielen Besuchern ein Anliegen ist.
Dazu stelle ich zeitgleich einen weiteren Bürgerantrag.
Die Leute werden die Nutrias immer gucken kommen, egal ob Fütterungsverbot oder nicht.
Es sind sehr liebenswerte Tiere, die man direkt ins Herz schliesst.
Wenn man die Leute darüber informiert, warum man sie nicht mit Keksen etc. füttern darf,
werden sie es verstehen, sie wollen den Tieren ja nicht schaden.Seite 7 von 11
Bürgerantrag Nutrias Jan2022
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Fotos
Da bereits zahlreiche Fotos der angeblichen Nutriaschäden vorliegen dürften, beschränke ich
mich auf die anderen Schäden.
kaputte umrandung, davor nutrianest
bienenhotelSeite 8 von 11
Bürgerantrag Nutrias Jan2022
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japanischer garten: 2021 mehrfach demoliert, zaun zerstört
im see, mülltonnen und anderesSeite 9 von 11
Bürgerantrag Nutrias Jan2022
Seite 8von 9
zerstörte grasfläche durch laubentfernung
vogelinsel: wenn die nutrias viele bäume zerstören würden, dürfte hier keiner mehr stehen!Seite 10 von 11
Bürgerantrag Nutrias Jan2022
Seite 9von 9Seite 11 von 11

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Datenstand: 02.11.2026, 23:56 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de