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220197 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich

Bürgerantrag: Die rechtsrheinische Elsa-Brändström-Straße wird zur Fahrradstraße umgewidmet, wenn Rheinauenroutenausbau nur mit Baumfällungen möglich ist

Nummer
220197
Art
Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Veröffentlicht
25.01.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 25.01.2022
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 25.05.2022

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 25.05.2022 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 798,1 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 220197-01 ST Stellungnahme zum Bürgerantrag: Die rechtsrheinische Elsa-Brändström-Straße wird zur Fahrradstraße umgewidmet, wenn Rheinauenroutenausbau nur mit Baumfällungen möglich ist

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Text anzeigen (8.037 Zeichen)
Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
öffentlich
220197
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung
Dezernat:
Dez. OB
24.01.2022
Bürgerantrag: Die rechtsrheinische Elsa-
Brändström-Straße wird zur Fahrradstraße
umgewidmet, wenn Rheinauenroutenausbau nur
mit Baumfällungen möglich ist
Beratungsfolge
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
16.02.2022 Entscheidung
Inhalt des Bürgerantrages
Der Antrag ist auf die Umwidmung der rechtsrheinischen Elsa-Brändström-
Straße gerichtet, wenn der Rheinauenroutenausbau nur mit Baumfällungen
möglich ist.
Einzelheiten zu den Antragsinhalten und zur Begründung ergeben sich aus
beigefügtem Bürgerantrag.
Anlage/n
1 Bürgerantrag (öffentlich)
2 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich)Seite 1 von 9
Bürgerantrag Online
Datum
24.01.2022
Institution / Verein
Initiative „BONN2.0 – Fahrrad, Mobilität und Umwelt“
Anrede
Frau
Herr
ohne Anrede
Vorname Nachname
Straße Hausnummer
Postleitzahl Ort
Telefon E-Mail
Betreff
Die rechtsrheinische Elsa-Brändström-Straße wird zur Fahrradstraße umgewidmet, wenn
Rheinauenroutenausbau nur mit Baumfällungen möglich ist
Ihr Antrag
Der Antrag stellt im Anhang ausführlich die Chancen dar:
Begründung des Antrags
Siehe Anhang
Seite 1 von2
PDF erstellt mit: www.form-solutions.de
Artikel-Nr.: KFAS_01_002
ID=KFAS_0011_000022
dHFBkEyy
2244..0011..2222 0099::5555Seite 2 von 9
Initiative „BONN2.0 – Fahrrad, Mobilität und Umwelt“
Als Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer setzen wir uns für einen nachhaltigen,
zukunftsorientieren und ökologischen Ausbau des Fahrradwegenetzes als klimafreundliche
Alternative zum motorisierten Straßenverkehr in Bonn ein.
Wir halten die Realisierung einer Radwegeführung ohne Baumrodungen gesunder Bäume
im Bereich des Beueler wie auch der linksrheinischen Rheinaue für machbar.
Es wird daher zur Beschlussfassung und zur ziffernweisen Abstimmung beantragt:
1. Durchführungen von Radwegeverbreiterungen und -instandsetzungen in der
Rheinaue werden, neben der Beachtung von natur- landschaftsschutz- und
denkmalrechtlichen Bedingungen, nur noch unter der Voraussetzung geplant und
ausgeführt, dass der gesamte Baumbestand im Planungsgebiet erhalten bleiben
kann.
2. Maßnahmenvorschläge von Fachgremien wie z.B. dem Naturschutzbeirat werden in
Zukunft berücksichtigt. Dazu gehört z.B. die Ausführung von Wegstrecken mit
wassergebundener Decke sowie der Einsatz von Wurzelbrücken.
3. Die Stadt Bonn stoppt die Ausschreibung zur Fällung gesunder Bäume in der
rechtsrheinischen Rheinaue. Ein etwaig bereits erteilter Auftrag wird widerrufen.
Ergänzend ergeht unabhängig von der Entscheidung der o.g. genannten Punkte weiterer
Antrag wie folgt:
4. Die rechtsrheinische Elsa-Brändström-Straße wird zur Fahrradstraße umgewidmet.
Sollte der vorhandene Straßenbereich dafür nicht ausreichen, so wird dieser durch
die Reduzierung von Parkplätzen bzw. die Umwidmung zur Kfz-Einbahnstraße
geschaffen. Baumfällungen zur Schaffung weiteren Platzes werden ausgeschlossen.
5. Sofern in der Elsa-Brändström-Straße Parkflächen zur Schrägaufstellung
ausgewiesen sind, werden diese demarkiert und auf die baulich ausgewiesenen
Parkbuchten in Längsrichtung zurückgebaut. Sollte es für den Ausbau als
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Fahrradroute erforderlich sein, werden Parkplätze zurückgebaut oder nur noch
einseitig vorgesehen.
6. Der Landgrabenweg, auf dem derzeit der Kfz-Verkehr raummäßig stark bevorzugt
wird, erhält ausreichend breite, rot markierte Bikelanes in beiden Richtungen.
7. Entlang der neuen Bikelane Landgrabenweg wie auch in der
Elsa-Brändström-Straße wird nach niederländischem Vorbild jeweils ein
Wurfmülleimer für Fahrradfahrer bewilligt.
Begründung:
Die Planungen zu Radschnellrouten bzw. dem massiven Ausbau von Radwegen in der
Bonner Rheinaue wird derzeit kontrovers diskutiert. Neben den Sorgen um den
Erholungscharakter des Rheinauenparks sind viele Bürger, aber auch Naturschutzverbände
vor allem über den enorm hohen Baumverlust, der durch Rodungen, Rückschnitte und
Wurzeländerungen mit den Erweiterungen einhergeht, entsetzt. Die Frage, ob der massive
Ausbau von Fahrradstraßen auf unversiegelten Flächen und auf Nebenstrecken klimatisch
sinnvoll ist, wird von vielen Bürgern zudem verneint. Im links- wie auch rechtsrheinischen
Planungsgebiet fällt auf, dass ausreichend Alternativrouten vorhanden sind, die aber
derzeit
überproportional für den motorisierten Verkehr genutzt und bereit gestellt werden. Ein
Rückbau der Kfz-Nutzung ist auf diesen Routen nicht geplant, stattdessen wird auf den
Ausbau im Naherholungsgebiet, dass derzeit durch großen gesunden Baumbestand geprägt
ist, fokussiert. Dies liegt vor allem daran, dass die Gesamtförderung EFRE als Teilförderung
eine Radschnellroute bzw. den massiven Radwegeausbau in den Bonner Rheinauen
bedingt. Dies aber behindert eine ergebnisoffene Debatte um eine sinnvolle
Streckenführung. Es ist mehr als fraglich, ob dieser zusätzliche Ausbau von
Radschnellrouten auf Nebenstrecken bei gleichzeitiger Beibehaltung der
Straßenflächennutzung in unmittelbarer Nähe für den motorisierten Verkehr eine
signifikante
Auswirkungen auf die Verbesserung des Stadtklimas haben kann.
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Aus diesem Grund wird beantragt, hier Vernunft walten zu lassen und das in Bonn
ausreichende und großflächige Straßenverkehrsnetz im Sinne des Klimaschutzes gerechter
aufzuteilen.
Nach einer Prüfung der Alternativrouten fällt zudem auf, dass dem KFZ-Verkehr, fließend
wie ruhend, unverhältnismäßig viel Platz auf der Elsa-Brändström-Straße gewidmet wurde,
und das über die baulichen Maßnahmen hinaus. So wurden baulich angelegte Parkbuchten
und Straßenbereich für Parkaufplätze in Schrägaufstellung markiert. Diese
Schrägaufstellung führt nicht nur zur Einschränkung des verfügbaren Straßenraumes auch
für Fahrradfahrende, sondern stellt auch eine Gefahr für diese dar, weil das
Rückwährtsausparken aus dieser Schrägposition eine Sicht auf dahinter fahrenden
Fahrradfahrer massiv einschränkt. Da zudem diese Straße eine ruhige Anwohnerstraße ist
und parallel zur Rheinaue verläuft, wäre der Ausbau zur Radstrecke hier aus
Naturschutzaspekten völlig unbedenklich.
Gleiches gilt für den Landgrabenweg.
Ablehnende Begründungen und Stellungnahmen der Stadt Bonn gegen den konsequenten
Ausbau von Elsa-Brändström-Straße und Landgrabenweg für den Fahrradverkehr
erscheinen im Lichte der auf den Rheinauenpark fokussierten EFRE Förderungen zwar
finanziell begründet, aber klima- und naturschutzrechtlich äußerst fragwürdig.
Dies, zumal von der Stadt bislang noch nicht begründet worden ist, wieso genau auf dieser
Streckenführung durch die Rheinaue mit so vielen Umsteigern von Kfz auf Fahrrad
gerechnet wird.
Dem Beispiel der Niederlande, wo Fahrradstraßen selbstverständlich entlang der
Hauptverkehrsrouten und nicht priorisiert in naturschutzrechtlich bedeutsamen Gebieten
ausgebaut werden, fordern wir zudem die Aufstellung von Fahrradwurfmülleimern, mit
denen
es möglich ist, während der Fahrt Müll umweltfreundlich zu entsorgen. Diese sollen Bürger
und Stadt daran erinnern, dass Umweltschutz und Fahrradwegeausbau nicht konfrontativ,
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sondern zusammengehend geplant und ausgeführt werden können.
Im Anhang fügen wir zur Erläuterung Fotos bei. Die Bildqualität ist auf Grund der aktuellen
Witterungsverhältnisse etwas eingeschränkt.
Blick Richtung Süden. Derzeitige Parkplatzmarkierungen in Schrägaufstellungen in der
Elsa-Brändström-Straße.
Diese verhinderm derzeit eine Nutzung als alternative Radschnellroute. (Foto:
Antragsteller)
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Blick Richtung Norden. Änderung der baulichen Parkbuchten und Markierungen für
Schrägaufstellung, Priorisierung des ruhenden Kfz-Verkehrs zum Nachteil von
Fahrradfahrenden. (Foto: Antragsteller)
Mögliche neue Streckenführung (Fotos: Antragsteller)
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Höhe Kreuzherrenstraße (Fotos: Antragsteller)
Zu Pkt 7: Wurfmülleimer für Fahrradfahrende
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Quelle: Erik1980 at Dutch Wikipedia,
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en
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Datenstand: 02.11.2026, 22:50 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de