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220153-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Probleme durch Rattenplage in Auerberg

Nummer
220153-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
05.02.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 08.02.2022 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 220153 CDU-Große Anfrage: Probleme durch Rattenplage in Auerberg

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
220153-01
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
33 Bürgerdienste
Dezernat:
Dez. I
Probleme durch Rattenplage in Auerberg
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
1. Ist der Verwaltung der massive Rattenbefall im Wohngebiet zwischen
Eupener Straße/Saarbrückener Straße/Kölnstraße bekannt?
Den zuständigen Fachämtern (Tiefbauamt für die unterirdische und
Ordnungsamt für die oberirdische Beköderung) ist ein Rattenbefall im Bereich
der genannten Straßen nicht bekannt. Die letzte Meldung von Ratten auf
öffentlicher Fläche in der Saarbrückender Str. stammt aus dem April 2021.
Rattenmeldungen auf der Kölnstraße hingegen kommen in regelmäßigeren
Abständen vor. Diese betreffen aber den Straßenabschnitt in Buschdorf. Einen
weiteren Schwerpunkt gab es in der Klemens-Hofbauer-Straße. Dieser konnte
allerdings getilgt werden und wird aktuell in einem Monitoring auf erneute
Zuwanderung kontrolliert.
2. Was tut die Stadt zur Bekämpfung dieser Rattenplage?
Die Schädlingsbekämpfungsfirma wurde aufgrund der Anfrage beauftragt, in
dem Bereich großzügig zu beködern. Weiter wurde die Kirche, welche im Besitz
des Grundstückes um die Kirche und den Kindergarten ist, angeschrieben und
aufgefordert gegen das Rattenaufkommen vorzugehen. Für den
ordnungsgemäßen Zustand eines Grundstückes, worunter auch die
Bekämpfung von Schädlingen fällt, ist immer die oder der Eigentümer*in
verantwortlich. Aus diesem Grund müssen auch die
Grundstücksbesitzer*innen, bei denen Ratten im Garten auftreten, handeln. Nur
bei gemeinsamer Bekämpfung kann eine Verbesserung erzielt werden. Eine
befallsunabhängige Dauerbeköderung durch die Verwaltung ohne
entsprechende Meldungen ist nicht möglich.
Ratten halten sich dort auf, wo sie Nahrungsquellen finden. Werden
Speisereste in der Toilette entsorgt, steigt erfahrungsgemäß die
Rattenpopulation in der näheren Umgebung schnell an. Gleiches gilt für offene
Mülleimer oder -tüten sowie Fleischreste auf Komposthaufen. Auch alte KanäleSeite 1 von 2
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mit vielen stillgelegten seitlichen Anschlüssen bieten hervorragende
Rückzugsmöglichkeiten für Ratten.
Ratten sind nach aktuellem Wissensstand im Umkreis von 250-500 m um ihr
Nest auf Futtersuche. Überall dort, wo sie Futter erhalten oder finden (durch
z.B. Vogel- oder Katzenfütterung im Außenbereich, Obstbäumen und -
sträuchern, unsachgemäße Müllentsorgung), lassen sie sich nieder.
3. Berücksichtigt die Stadt bei der Bekämpfung der Ratten mögliche
Resistenzen gegen gängiges Rattengift?
Die zuständigen Fachämter sind sich der Problematik der möglichen
Resistenzen gegen aktuell verwendete Giftköder bewusst. Daher wird nur sehr
gezielt und nach vorhergehendem Monitoring (giftfrei) auf hochpotente Gifte
zurückgegriffen. Durch gezielte Bekämpfungsmaßnahmen, die bis zur Tilgung
einer Population weitergeführt werden, können Resistenzen im Bonner
Stadtgebiet derzeit ausgeschlossen werden.
4. Wie sieht das weitere Vorgehen der Stadt zur Eindämmung des
massiven Rattenbefalls in diesem Bereich aus?
Nachdem die Verwaltung nun über den Rattenbefall in Kenntnis gesetzt wurde,
wird in diesem Bereich auch im Kanal eine großflächige Bekämpfung initiiert.
Parallel wurde wie beschrieben die oberirdische Beköderung in Auftrag geben.
Anlage/n
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