220106 · Große Anfrage
CDU-Große Anfrage: Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen an den Schulen und Schulturnhallen in Bad Godesberg
Kerndaten
- Nummer
- 220106
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 13.01.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 220106 Fragesteller/in: Inge Stauder Elke Melzer Jens Röskens CDU Bezirksfraktion Bad Godesberg 12.01.2022 gez. Jansen CDU-Große Anfrage: Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen an den Schulen und Schulturnhallen in Bad Godesberg Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 02.02.2022 Kenntnisnahme Fragestellung 1. In welchen Schulgebäuden der Bad Godesberger Schulen sind dringende Sanierungsmaßnahmen, die zurzeit noch nicht in der etatisierten aktuellen Monitoring-Liste Schulbauten für Bad Godesberg (DS 212146-01 ST) aufgeführt sind, notwendig? 2. Sind in der Zukunft auch Sanierungsmaßnahmen in den renovierungsbedürftigen Gebäudetrakten A und D am Nicolaus-Cusanus- Gymnasium vorgesehen? 3. Werden die Planungen für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen an der Gertrud-Bäumer-Realschule so wie vorgesehen in 2022 beginnen und sind dort aufgrund der stark steigenden Schülerzahlen auch Erweiterungs- und Aufstockungsmaßnahmen geplant? 4. Sind außer der Grundsanierung der Gebäudetrakte G, H und J am Friedrich- List-Berufskolleg in Zukunft weitere Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen, u.a. auch zur Verbesserung der Verpflegungssituation am Friedrich-List- Berufskolleg, vorgesehen? 5. Wann soll die Turnhalle am Friedrich-List-Berufskolleg und wann die kleine Turnhalle mit dem Gymnastikraum am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium saniert werden? 6. Wurden die bestellten Lüftungsanlagen für die Schulen, u.a. für das Friedrich-List-Berufskolleg, inzwischen geliefert und installiert? 7. Konnte der weitere WLAN-Ausbau an den Bad Godesberger Schulen im letzten Jahr termingerecht durchgeführt werden? An wie vielen Grundschulen in Bad Godesberg besteht zurzeit noch dringender Handlungsbedarf?Seite 1 von 5 Seite 2 8. Erfolgt eine regelmäßige Bestandsaufnahme von Seiten der Verwaltung an den Bad Godesberger Schulen mit den Schulleitungen, um gravierende Mängel und notwendige Sanierungsmaßnahmen möglichst schnell zu beheben? Begründung Zu 1. Zu den Voraussetzungen für ein hochwertiges Bildungsangebot für die Schülerinnen und Schüler gehört auch ein gutes Raumangebot mit einer adäquaten Ausstattung mit Lehr- und Lernmitteln. Zu diesem Zweck müssen die erforderlichen Finanzmittel bereitgestellt werden. Bei vielen Schulen im Stadtbezirk Bad Godesberg gibt es einen Sanierungstau insbesondere im energetischen Bereich. Für eine energetische Sanierung brauchen die Schulen eine Ausstattung mit einer Gebäudedämmung, gut funktionierenden Heizungen, Photovoltaikanlagen, entsprechende Beleuchtungsanlagen sowie funktionierende Lüftungsanlagen. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie sollten Schulgebäude saniert, ggf. erweitert und so ausgestattet werden, dass die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte nicht gefährdet wird. Dazu gehören angemessene große Unterrichtsräume, ausreichend große Lehrerzimmer und ein gutes Raumklima mit einer angemessenen Be- und Entlüftungstechnik. Nach dem letzten Statusbericht aller etatisierten investiven Schulbaumaßnahmen des Wirtschaftsplans 2021 werden bei dem Monitoring Schulbauten (DS 212146-01 ST) die zurzeit geplanten und laufenden Sanierungsmaßnahmen an folgenden Schulen in Bad Godesberg aufgeführt: § Johannes-Rau-Schule: Brandschutzsanierung, § Carl-Schurz-Realschule: 2.baulicher Rettungsweg, § Donatusschule: Mensa-Neubau im Rahmen des Programms „Gute Schule 2020“ § Friedrich-List-Berufskolleg: Grundsanierung der Gebäude G, H und J + Außenstelle (Fenster-, Fassaden- und Dachsanierung) § Gotenschule: Neubau und Turnhalle § Konrad-Adenauer-Gymnasium: Erweiterung von G8 auf G9 sowie energetische Sanierung Dach/Fassade, Sanierung Turnhalle § Nicolaus-Cusanus-Gymnasium: Erweiterung von G8 auf G9 § Französische Grundschule: Sanierung der Turnhalle Diese Maßnahmen sind notwendig und begrüßenswert. Nach der Liste „Monitoring Schulbauten“ sollen die Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen auch im angesetzten Zeitplan umgesetzt werden können.Seite 2 von 5 Seite 3 Außer den oben aufgeführten Sanierungsmaßnahmen gibt es allerdings noch einen großen Handlungsbedarf zur Sanierung an vielen Schulen in Bad Godesberg, die möglichst bald geplant werden sollten. Alle notwendigen Sanierungsmaßnahmen an den Bad Godesberger Schulen sollten bald erfasst und priorisiert werden, um den Sanierungsstau in den nächsten Jahren konsequent abzubauen. Zu 2. Die vorgesehenen Erweiterungsmaßnahmen von G8 nach G9 am NCG mit dem Bau von drei neuen Klassenräumen und drei neuen Differenzierungsräumen sind sehr zu begrüßen, ebenso die Verlagerung und Erweiterung des Lehrerbereichs mit sechs Beratungs- und Besprechungsräumen, Garderobe, Teeküche, Neubau von WCs, Kopierraum usw.. Die Planung und Durchführung dieser Maßnahmen haben absolute Priorität, da der Ausbau nach G9 schnell erfolgen muss, da bereits erste Jahrgänge nach G9 beschult werden. Allerdings besteht außerhalb dieses Maßnahmenpakets auch ein dringender vor allem energetischer Sanierungsbedarf in den alten Gebäudetrakten A und D, die in den 50-er Jahren gebaut wurden. Im Trakt A sind Deckenteile lose, im Gebäudetrakt D sind Fenster verschraubt. In der Aula regnet es zurzeit hinein und man befürchtet im Hinterraum 008 eine Schimmelbildung. Nach der Vorlage zum Ausbau von G8 nach G9 (DS 212005) soll in der Aula eine neue Lüftungsanlage installiert werden. Daher gehen wir davon aus, dass auch andere Renovierungsmaßnahmen wie eine Dachreparatur in der Aula vorgesehen sind. Notwendig ist auch eine Erneuerung der Schulhoffläche, die nach den Umbau- und Ausbaumaßnahmen in Angriff genommen werden sollte, möglichst unter Beachtung ökologischer Aspekte. Zurzeit gibt es auf dem Schulhof mehrere tiefe Löcher. Auch der Parkplatz der Schule ist sanierungsbedürftig. Zu 3. Am 25.08.2020 wurde in der BV Bad Godesberg bereits eine Große Anfrage zu Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen an der Gertrud-Bäumer-Realschule (DS 200820-1) gestellt. Die Verwaltung teilte mit, dass nach dem damaligem Stand die Planung 2022 beginnen und die Umsetzung dann ab 2023 erfolgen würde. Daher hat die CDU-Fraktion einen Änderungsantrag für den Wirtschaftsplan zur Sanierung der Gertrud-Bäumer-Realschule im letzten Jahr gestellt. Beim Gebäudetrakt A (Pavillonklassen) müssen dringend die Dächer, Fassaden und Fensteranlagen erneuert werden, da inzwischen der Efeu durch die Wände wächst und die Dächer keinerlei Isolierung haben. Angesichts der steigenden Schülerzahlen wäre es sinnvoll, an Stelle der Pavillonklassen ein zweistöckiges Gebäude zu errichten, um die räumlichen Engpässe so schnell wie möglich zu beseitigen, da die Realschule mitSeite 3 von 5 Seite 4 inzwischen 553 Schülerinnen und Schüler einen starken Zuwachs bekommen hat. Die Gertrud-Bäumer-Realschule ist ab der Klasse 7 durchgängig vierzügig. Außerdem gibt es an der Gertrud-Bäumer Realschule noch zwei Vorbereitungsklassen. Der Reibungsverlust durch die Auslagerung der Jahrgänge 7 und 9 in die Räumlichkeiten der ehemaligen Carl-Schurz-Realschule und der Johannes- Rau-Schule ist enorm. Den betroffenen Schülerinnen und Schülern fehlt der soziale Kontakt nach unten und nach oben. Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es zurzeit weitere räumliche Einschränkungen. So kann z.B. der Förderunterricht nur im Klassenverband stattfinden. Dringend notwendig ist auch eine Vergrößerung des Lehrerzimmers, da die Zahl der Lehrkräfte inzwischen auf über 40 angewachsen ist. Die Erweiterung des Lehrerzimmers soll aus synergetischen Gründen im Rahmen der avisierten Fassadensanierung mit umgesetzt werden. Zu 4. Im Bautrakt B des Friedrich-List-Berufskollegs wäre dringend eine energetische Sanierung angebracht. Auf jeden Fall müssten die maroden löchrigen Holzfenster ausgetauscht werden. Im Bautrakt B gibt es keinen zweiten Fluchtweg, der nach außen führt. Der naturwissenschaftliche Raum für den Physik- und Biologieunterricht müsste dringend erneuert werden. Die Verpflegungssituation am Friedrich-List-Berufskolleg sollte verbessert werden. Zurzeit gibt es nur ein kleines Schülercafé mit einem transportablen Wagen. Es werden belegte Brote und Brötchen angeboten. Wünschenswert wäre die Installation eines Containers auf dem Schulgelände, damit ein Caterer dort gesunde Speisen anbieten könnte. Aufgrund der jetzt laufenden Umbaumaßnahmen wurden für die Baucontainer bereits die notwendigen Stromanschlüsse bereitgestellt, die man später nutzen könnte. Zu 5. Am Friedrich-List-Berufskolleg ist eine Turnhalle in einem sehr schlechten Zustand. Das Dach ist mit einem Netz abgesichert, die Wände sind zum Godesberger Bach abgesackt. Die Halle müsste dringend energetisch und lüftungstechnisch saniert werden. Die Sanitäranlagen sind für zwei Geschlechter zu klein. Am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium ist die kleine Turnhalle einschließlich Gymnastikraum einsturzgefährdet und daher bereits seit ca. 1 ½ Jahren für den Schulunterricht gesperrt. Davon ist der gesamte Sportunterricht betroffen. Bei schlechtem Wetter kann der Sportunterricht nicht im Freien durchgeführt werden. Die gesamte Stundenplangestaltung gestaltet sich aufgrund der Sperrung der kleinen Turnhalle schwierig. Die große Schulsportturnhalle ist ebenfalls sanierungsbedürftig.Seite 4 von 5 Seite 5 Zu 6. An einigen Schulen, u.a. am Friedrich-List-Berufskolleg, sind die Lüftungsmaßnahmen nicht ausreichend. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden entsprechende Luftfilter bestellt, die aber aufgrund der hohen Nachfrage und der Knappheit am Weltmarkt in 2021 nicht mehr lieferbar waren. Zu 7. Bei etlichen Schulen sollte der WLAN-Ausbau in 2021 fertiggestellt worden sein. Nach einer Anfrage der CDU-Fraktion zur Sitzung der BV am 17.02.21 (DS 202073-01 ST letzten Jahres sollte eine stadtweite Ausschreibung der restlichen Schulen ab Anfang 2021 erfolgen und die Fertigstellung aller Schulstandorte soll in 2024 erfolgen. Für das städtische Fokusprojekt BIDW wurden Fördermittel aus „Gute Schule 2020“, „DigitalPakt Schule“ und dem Bundesförderprogramm zum Breidbandausbau eingesetzt. Gerade während der Corona-Pandemie hat der Ausbau einer digitalen Infrastruktur auch an den Godesberger Grundschulen eine hohe Priorität. Der Betrieb, der Support und die Wartung der digitalen Infrastruktur müssen ebenso sichergestellt werden. Zu 8. Ein regelmäßiger Austausch zwischen den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Städtischen Gebäudemanagements, dem Schulamt und den Schulleitungen führen zu mehr Transparenz und Planungssicherheit für die betroffenen Schulen. Auch wenn nicht alle notwendigen Sanierungsmaßnahmen sofort durchgeführt werden können, ist ein regelmäßiger Austausch mit den zuständigen Fachämtern sinnvoll, damit nicht der Eindruck entsteht, dass gravierende Schäden von der Stadtverwaltung auf längere Zeit nicht behoben werden. In der Vergangenheit wurde von mehreren Schulen eine mangelnde Kommunikation mit dem SGB und den Fachämtern beklagt. Eine jährliche Bestandsaufnahme im Hinblick auf eine sinnvolle Gestaltung von Lernräumen für ein effektives Lehren und Lernen wäre ein guter Weg. Anlage/n KeineSeite 5 von 5
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