220094 · Beschlussvorlage: Einleitung
Einleitung eines Vergabeverfahrens zur Sanierung der denkmalgeschützten Treppenanlage Kaiser-Friedrich-Straße zum Wilhelm-Spiritus-Ufer
Kerndaten
- Nummer
- 220094
- Art
- Beschlussvorlage: Einleitung
- Veröffentlicht
- 19.01.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Entscheidung federführend
Dateien
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Beschlussvorlage: Einleitung öffentlich 220094 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III Einleitung eines Vergabeverfahrens zur Sanierung der denkmalgeschützten Treppenanlage Kaiser- Friedrich-Straße zum Wilhelm-Spiritus-Ufer Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 08.02.2022 Entscheidung Beschlussvorschlag Der Einleitung des Vergabeverfahrens für die Sanierung der denkmalgeschützten Treppenanlage Kaiser-Friedrich-Straße zum Wilhelm- Spiritus-Ufer wird zugestimmt. Begründung Die Treppenanlage zum Wilhelm-Spiritus-Ufer an der Kaiser-Friedrich-Straße zwischen Villa Spiritus und dem Park der Villa Hammerschmidt wurde um 1900 errichtet. Aus dem Jahre 1985 existiert ein Vertrag, demzufolge der Bauunternehmer Spettmann die Treppenanlage erbaute. Die Kaiser-Friedrich-Straße mündet zur Rheinuferpromenade in einem kleinen Rondell, das als Aussichtsterrasse gestaltet ist. Zwei, symmetrisch zueinander verlaufende Treppenabgänge erschließen die Rheinuferpromenade. Diese im Kern als Betonkonstruktion ausgeführte Anlage ist mit Basaltsteinen verkleidet. Gestalterisch prägnant ist die entlang der Treppenabgänge und der Aussichtsterrasse verlaufende Brüstung. Diese setzt sich aus Terrakottaausfachungselementen in Form von Rundbögen – jeweils begrenzt von Basaltsteinpfosten – zusammen. Ein Ausfachungselement besteht aus 5 Rundbögen, die sich jeweils aus drei verschiedenen Formtypen zusammensetzen. Die einzelnen Terrakottaformteile sind als Hohlkörper konstruiert, die im Inneren mit einem Mörtelkern ausgekleidet sind. In diesen Mörtelkern sind Stahldübel eingebettet, mit denen die einzelnen Terrakottateile verbunden werden. Im Zuge der Erschließung der Rheinpromenade errichtete man um 1900 noch zwei weitere Treppenanlagen am Wilhelm-Spiritus-Ufer und angrenzenden Rathenauufer. Gestalterisch fügt sich diese Treppenanlage damit in eine Reihe von zeitgleich erstellten Treppen am Rheinufer ein. Im Januar 2021 kam es zu einem Autounfall mit Fahrerflucht an der Treppenanlage, bei dem ist die Treppe samt Steinbrüstung reparabel zerstört wurde.Seite 1 von 3 Seite 2 Verzeichnete Schäden in Folge des Unfalls sind: Herabgestürzte Werksteine Gelockerte Pfosten und Abdeckungskonstruktion Gebrochene Werksteine Herabgestürzte und zerstörte Terrakotta-Elemente Gelockerte Terrakotta-Ausfachung Gebrochene Terrakotta-Elemente Abgebrochene Stufenkanten Starke Kratzer auf dem Stahlgeländer (Handlauf) und Verformungen Es ist geplant, die Schäden durch restauratorische und rekonstruierende Maßnahmen zu beseitigen, um die Nutzbarkeit der Treppe wieder herzustellen. Die Treppenanlage steht unter Denkmalschutz, daher wird die weitgehende Erhaltung des historischen Erscheinungsbildes/Bausubstanz angestrebt. Das Bauvorhaben wird durch die Untere Denkmalbehörde der Bundesstadt Bonn plan- und baubegleitend betreut. Nach Abschluss der Entwurfsplanung (Leistungsphase 3) haben Abstimmungen mit der Unteren Denkmalbehörde stattgefunden. Die denkmalschutzrechtliche Genehmigung wurde im Rahmen der Planung erteilt. Geplante Sanierung: Die denkmalgerechte Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahme am Treppenbauwerk beinhaltet im Wesentlichen die folgenden Gewerke: Bergung der herabgestürzten und Demontage der teilgeschädigten Elemente der Brüstung Restaurierung der Basaltsteinelemente Restaurierung der Terrakottaelemente Rekonstruktion der zerstörten Terrakottaelemente Wiederaufbau der Basalt- und Terrakottaelemente mit entsprechenden Verankerungen sowie dazugehörigen Versatz- und Fugenarbeiten Partielle Retusche erneuerter Terrakotten Instandsetzung der teilgeschädigten Beton-Treppenstufen Restaurierung des Stahlgeländers Die Sanierung der Treppenanlage ist für den Frühling 2022 vorgesehen – vorbehaltlich Corona-bedingter Engpässe (Ausführungsfirmen, Material, Sonderfertigungen) – als Bauzeit vor Ort sind ca. 4 Monaten vorgesehen. Vergabeart X öffentlich offen (EU) aufgeforderte Firmen beschränkt nichtoffen (EU) mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb Freihändig bzw. Verhandlungsvergabe Verhandlungsverfahren (EU) X Abweichung von der vorgeschriebenen VergabeartSeite 2 von 3 Seite 3 Vergabekennzahl Vergabe-/Vertragsordnung Ausführungszeitraum Schätzkosten brutto x VOB UVgO VgV 2022 155.000 € Produktgruppennummer Produktgruppenbezeichnung Sachkonto (konsumtiv) / Finanzposition (investiv) CO-Kontierung (konsumtiv) / Finanzstelle (investiv) 1.12.01 Gemeindestraßen 521130 6601510 Verpflichtungsermächtigungen Verwendung von Haushaltsresten Mittel ja x nein ja x nein x freigegeben vorgesehen Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:45 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de