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220004 · Antrag

"Alt mietet Neu und kleiner, Jung mietet Alt und größer“- Wohnungstauschbörse erproben

Nummer
220004
Art
Antrag
Veröffentlicht
02.02.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 02.02.2022
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 23.02.2022

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Rates 10.02.2022 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 26.01.2022 Empfehlung
  3. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 16.02.2022 Empfehlung
  4. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 23.02.2022 Empfehlung
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 74,7 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 220004-07 Abschlussbericht Alt mietet Neu und kleiner, Jung mietet Alt und größer
  2. 220004-05 AA Änderungsantrag CDU: "Alt mietet Neu und kleiner, Jung mietet Alt und größer“- Wohnungstauschbörse erproben Antrag zur Vorlage 220004
  3. 220004-06 "Alt mietet Neu und kleiner, Jung mietet Alt und größer“- Wohnungstauschbörse erproben
  4. 220004-01 ST "Alt mietet Neu und kleiner, Jung mietet Alt und größer“- Wohnungstauschbörse erproben
  5. 220004-02 AA "Alt mietet Neu und kleiner, Jung mietet Alt und größer“- Wohnungstauschbörse erproben Antrag zur Vorlage 220004
  6. 220004-04 ST "Alt mietet Neu und kleiner, Jung mietet Alt und größer“- Wohnungstauschbörse erproben

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Antrag
öffentlich
220004
Antragsteller/in:
Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
Dr. Daniel Rutte
Karin Robinet
SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Peter Kox
Gabriel Kunze
DIE LINKE.-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Holger Schmidt
Volt-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Frank Fremerey
03.01.2022
"Alt mietet Neu und kleiner, Jung mietet Alt und
größer“- Wohnungstauschbörse erproben
Beratungsfolge
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 26.01.2022 Empfehlung
Rat 10.02.2022 Entscheidung
Inhalt des Antrags
Die VEBOWAG wird gebeten, in Zusammenarbeit mit der Verwaltung ein
Konzept für Wohnungstausch zwischen alten und jungen Menschen zu
entwickeln und in einem Pilotprojekt zu erproben. Ziel ist es bis 2023/24
mindestens 30 Wohneinheiten für Familien auf diesem Wege im Rahmen eines
Modellprojektes zu vermitteln und in gleichem Umfang altengerechten
Wohnraum bereitzustellen. Diese sollen den Mieter*innen angeboten
werden, die Familienwohnraum freimachen.
Zur Entwicklung und Umsetzung soll ein befristetes Projekt (mit
entsprechenden Personalressourcen) eingerichtet werden, um bis Mitte 2022
das Konzept zu entwickeln und bis Mitte 2023 umzusetzen.
Die Anfangskaltmiete soll im Neubau 9,50 € nicht überschreiten und möglichst
auch im freiwerdenden Wohnraum eingehalten werden.
Das Konzept sollte folgende Elemente umfassen:
1. Ein Ansprachekonzept für potentiell umzugswillige Senior*innen (z.B. über
Infoveranstaltungen, z.B. bei der offenen Tür Bad Godesberg) durch die
Wohnungsbaugesellschaft und gegebenenfalls das Amt für Soziales und
Wohnen, damit angemessener familiengerechter Wohnraum freigemacht wird
(jeweils mindestens 4 Zimmer), der auch an Familien vergeben wird. Zudem
bedarf es eines Umsetzungs- und Finanzierungskonzeptes.
2. Die Bereitstellung von angemessenem seniorengerechtem Wohnraum durch
die VEBOWAG, die zugleich auch freiwerdenden Wohnraum Familien anbieten
kann.Seite 1 von 2
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3. Die Bereitstellung umfänglicher Umzugshilfen für die Senior*innen - mit oder
ohne Zuschuss. Diese soll so konkret wie möglich durch Zusammenarbeit mit
beispielsweise Umzugsunternehmen, Quartiersmanagement, Vereinen oder
Sozialträgern erfolgen (siehe Empfehlung BAGSO)
4. Bei Bewährung des Modell soll ein Internetportal "Wohnungstausch in Bonn"
eingerichtet werden.
Begründung
Familien suchen preiswerten Wohnraum und müssen oftmals auf
flächenintensiven Neubau im Umkreis der Städte ausweichen, während viele
ältere Menschen in zu großen Wohnungen leben, aber aus unterschiedlichen
Gründen dort verweilen. Nicht zuletzt auch deswegen, weil die Bestandsmieten
langsamer steigen als die Neuvertragsmieten. Somit lohnt es sich für viele
Leute nicht umzuziehen.
Um diesem potentiell umzugswilligen Personenkreis zu ermöglichen, zu
vertretbaren Bedingungen in eine kleinere Wohnung umzuziehen und damit
flächensparend mehr Wohnraum für Familien zu schaffen, sollte ein Konzept
entwickelt werden, das auch den Erkenntnissen der
Bundesarbeitsgemeinschaft Senioren Rechnung trägt. Sie kam zu dem
Ergebnis, dass es nicht reicht, altengerechten Wohnraum bereitzustellen,
sondern es bedarf der „persönlichen Ansprache“: „Notwendig sei, dass jemand
mit den alten Menschen gemeinsam die neue Wohnung besichtige, mit ihnen
die Vor- und Nachteile abwäge und schließlich auch zusammen den Umzug
plane. Es sei nicht damit getan, dass der Staat den Möbelwagen bezahlt.
Mindestens für eine Woche bräuchten alte Menschen jemanden, der ihnen hilft,
den eigenen Haushalt zu verkleinern.“
Ansonsten sind solchen Projekten oftmals nur sehr geringe Erfolgschancen -
auch bei der Zahlung von Umzugskostenbeihilfen - einzuräumen. Da
Flächenersparnis in einer wachsenden Stadt ein wichtiges Nachhaltigkeitsziel
ist, soll hier mit einem Modellprojekt das Potenzial ausgelotet werden, das die
Stadtverwaltung alleine für den Bereich Buschdorf auf 6 - 7% der Haushalte
geschätzt hat.
Anknüpfen könnte man hier an die Erfahrungen aus anderen Städten wie
Berlin, Potsdam, Darmstadt (vgl. Anreize für den Wohnungstausch: Programm
von Stadt und Bauverein AG soll passenden Wohnraum für Familien,
Senior*innen und Alleinlebende bringen) etc.
Ein gutes Beispiel für eine Internetplattform findet sich unter
www.wohnungstauschduesseldorf.de.
Anlage/n
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Datenstand: 02.11.2026, 18:17 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de