← Vorlagen

212375 · Mitteilungsvorlage

Aktueller Sachstand Digitale Stadt / Wirtschaftsförderung

Nummer
212375
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
11.01.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 25.01.2022 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Unterausschusses für Digitalisierung und Organisation 15.02.2022 Kenntnisnahme
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 106,1 KB Öffnen ↗

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (8.069 Zeichen)
Mitteilungsvorlage
öffentlich
212375
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
03 Amt für Wirtschaftsförderung
Dezernat:
Dez. OB
Aktueller Sachstand Digitale Stadt /
Wirtschaftsförderung
Beratungsfolge
Ausschuss für Europa, Internationales,
Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit
25.01.2022 Kenntnisnahme
Unterausschuss für Digitalisierung und
Organisation
15.02.2022 Kenntnisnahme
Die Verwaltung informiert über den aktuellen Sachstand des Smart City
Prozesses im Bereich „Digitale Stadt“.
Mitte 2021 wurde bereits die „Strategiepapiere zur Entwicklung einer Smart
City“ (Ds._Nr. 202357 mit Anlagen) in politischen Gremien beraten. Der Smart
City Prozess unterteilt sich als Querschnittsthematik in die Bereiche „Digitale
Verwaltung“ und „Digitale Stadt“. Die beiden entwickelten Strategiepapiere
bilden den Auftakt zum Prozess und definieren erste Ziele und Maßnahmen.
Das Schwerpunktthema “Digitale Stadt” fokussiert sich auf die Transformation
der Stadt zur Smart City. Es gilt, eine ökologische, sozial nachhaltige und
partizipative Stadtentwicklung unter Einsatz digitaler Technologien und
Anwendungen zu etablieren. Dabei soll eine Smart City mit allen und für alle
geschaffen werden. Ein Handlungsfeld hierbei ist die Partizipation und die
Öffentlichkeitsarbeit mit dem Start der ersten „Denkfabrik“ unter Einbeziehung
einer breiten Digitalisierungsjury mit dem Ziel „Projekt-Fahrplan“ einer Smart
City Bonn.
Um erste Reaktionen auf den Smart City-Ansatz der Stadt und auf die
Gedanken des Strategiepapiers „Digitale Stadt“ zu erhalten, hat die Verwaltung
im 4. Quartal 2021 erste konkrete Maßnahmen angestoßen und durchgeführt.
Diese Maßnahmen dienen auch der Vorbereitung der für das Jahr 2022
geplanten Denkfabrik (Arbeitstitel).
Feedback zum Strategiepapier „Digitale Stadt“ mit KMU
In Kooperation mit der IHK wurde am 08.12.2021 in einer virtuellen
Veranstaltung Feedback zum Strategiepapier "Digitale Stadt" von
Vertreter*innen einiger Bonner KMU eingeholt sowie die Anwendung „Bonn in
3D“ (https://3d.bonn.de/) diskutiert. Es nahmen 25 Personen aus insgesamt
zehn KMU sowie interessierte Personen teil. Die Anwendung „Bonn in 3D“ stellt
das Bonner Stadtgebiet in 3D dar und ermöglicht Funktionen wie bspw.
Streckenmessungen, virtuelles Fliegen über die Stadt oder das Anzeigen von
Verschattungen zu bestimmten Tages- und Uhrzeiten. Aus dem
eingesammelten Feedback zu “Bonn in 3D” ergaben sich zahlreiche AnsätzeSeite 1 von 3
Seite 2
für weitere Funktionalitäten, die die Verwaltung nun prüft. Die Ergebnisse des
Feedbacks sollen einerseits hinsichtlich möglicher Projekte konkretisiert
werden. Andererseits zahlen sie auch als ein partizipativer Beitrag der KMU auf
das Strategiepapier ein, dass damit ständig weiterentwickelt werden soll. Das
grundsätzliche Ziel der Veranstaltung lag darin, die KMU über das
Strategiepapier zu informieren und in einen Austausch zu treten.
Smart City meets Geo
Unter diesem Motto fand am 24.11.2021 eine virtuelle Kickoff-Veranstaltung mit
der ‘geobusiness region bonn’ statt, in der die Wirtschaftsförderung zusammen
mit dem CDO Vertreter*innen der Geocommunity eingeladen hat. Insgesamt 22
Teilnehmende aus neun Unternehmen der Geobranche, Vertreter*innen der
Universität Bonn und Kollegen*innen aus den Fachämtern der Stadtverwaltung
gestalteten den kurzweiligen Austausch. Die Veranstaltung stand unter der
Leitfrage: “Wie kann die ‘geobusiness region bonn’ den Prozess zur Digitalen
Stadt Bonn weiterentwickeln?” Das Ziel dieser Maßnahme bestand darin, das
seit 2004 bestehende Geonetzwerk der Region Bonn mit dem Smart City
Prozess der Stadt Bonn vertraut zu machen und die vielfältige Kompetenz
dieser bedeutenden Querschnittsbranche unter dem Aspekt der freiwilligen
Zusammenarbeit für den Smart City Prozess nutzbar zu machen. Dazu stellte
die Stadtverwaltung zunächst das Strategiepapier “Digitale Stadt" sowie die
bisherigen und bevorstehenden Aktivitäten / Maßnahmen vor. Anschließend
folge ein reger Austausch über die gemeinsame Weiterentwicklung des Smart
City Prozesses. In kleinen Gruppen wurden erste Ideen zu Use Cases
entwickelt, die in kontinuierlichen Folgeterminen weiter geschärft werden.
Design Thinking Workshops mit Studierenden
Weiterhin haben die Wirtschaftsförderung und der CDO gemeinsam mit dem
Beratungsunternehmen Detecon und gefördert vom Ministerium für Wirtschaft,
Innovation, Digitalisierung und Energie im November 2021 drei aufeinander
aufbauende Workshops mit Studierenden im Coworkingspace “THE 9TH”
durchgeführt, um neue Ideen und Prototypen für die Smart City Bonn anhand
eines sog. “Design-Thinking-Prozesses" zu erarbeiten. “Design Thinking” ist
eine Methode für die Lösung von komplexen Problemen (sog. „Design
Challenges“) und die Entwicklung neuer Ideen. Ein starker Fokus lag dabei auf
den identifizierten Bedürfnissen und Anforderungen der späteren Nutzer*innen.
Drei Teams haben je einen Prototypen entwickelt, der ein Problem aus den
Bereichen Innenstadt oder Mobilität lösen kann.
Team 1 konzipierte eine App namens „Eye guide you“, die teilweise und
vollständig seheingeschränkten Menschen hilft, von A nach B zu gelangen, z.
B. per Bus. Mittels einer Sprachsteuerung werden Hinweise zum aktuellen
Standort gegeben, zum richtigen Bussteig navigiert und eine
Haltestellenansage sowie Ausstiegsunterstützung ausgegeben. Eine
benutzer*innenangepasste Farbgestaltung der App ermöglicht zusätzlich die
vereinfachte Nutzung. Sehuneingeschränkte Menschen können sich als
„Helfer*innen“ in der App registrieren, um im Notfall bspw. per Push-Nachricht
informiert zu werden, wenn ein seheingeschränkter Mensch in unmittelbarer
Nähe Hilfe benötigt.
Team 2 baute ein Dashboard, welches anhand einer Datenschnittstelle zu
gängigen Social Media Kanälen, Daten (Hashtags) kartographisch und visuell
vielfältig darstellt, z. B. in Form einer Headmap über dem Bonner Stadtgebiet.Seite 2 von 3
Seite 3
So kann bspw. herausgefunden werden, wo in Bonn am meisten der Hashtag
#beethoven gepostet wurde. Weitere Beispiele sind Informationen zu
Fragestellungen wie „Wozu werden welche kommunalen Grünflächen genutzt?“
und „Welche Gebiete im Innenstadtgebiet ziehen am meisten Social.Media-
Aufmerksamkeit auf sich?“.
Das letzte Team baute ebenfalls eine App „Bonn bei Nacht“, die das Bonner
Nachtleben attraktiver gestalten soll. Die App soll die Nachfrage- und
Angebotsseite näher zueinander bringen. Den Anbietenden sollen gezielte
Mechanismen erleichtern, ihre Zielgruppe/n zu finden und zu erreichen. Den
Nachfragenden wiederum werden Anreize zum Entdecken der
Szene gesetzt und Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch geboten. Anreiz
soll ein payback-ähnliches System für z. B. Bonner Bars, Clubs und
gastronomische Einrichtungen geben.
Eine Jury aus Vertreter*innen der Verwaltung hat die Ergebnisse anhand
verschiedener Kriterien (Rechercheaufwand, Umsetzbarkeit, Innovation,
Nutzen für Zielgruppe/n, surprise and delight („Überraschung“)) bewertet. Jedes
Team erhält je nach Platzierung ein Preisgeld. Alle Teilnehmenden erhalten
zudem ein Teilnahmezertifikat. Der weitere Nutzen der Prototypen wird von der
Verwaltung geprüft.
Nach den erfolgreich durchgeführten Veranstaltungen auf Basis des
Strategiepapiers sind für 2022 weitere Maßnahmen in Planung, unter anderem
Folgetermine mit der ‚geobusiness region bonn‘, weiteres Feedback zu dem
Strategiepapier "Digitale Stadt" sowie die Konkretisierung der
Veranstaltungsreihe „Denkfabrik“.
Die Wirtschaftsförderung hat bereits zahlreiche Berührungspunkte, Aktivitäten
und aktive Netzwerke zur Digitalwirtschaft. Beispielsweise zu nennen sind das
Netzwerk der Geoinformationsinitiative der Region Bonn, Veranstaltungen zur
Innovationsförderung im Rahmen der digitalen Transformation, die intensive
Gründungsunterstützung und die aktive Kooperation mit dem Digital Hub
Region Bonn. Ebenfalls engagiert sich die Wirtschaftsförderung intensiv beim
Cyber Security Cluster Bonn e.V. und hat dieses auch mit initiiert.
Die Verwaltung wird weiterhin über den aktuellen Sachstand im Bereich
„Digitale Stadt“ informieren.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 03.11.2026, 05:04 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de