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212333 · Beschlussvorlage

Förderung des „Forum Inklusion lebendig machen“ im Jahr 2022

Nummer
212333
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
20.12.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie 27.01.2022 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage
öffentlich
212333
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
51 Amt für Kinder, Jugend und Familie
Dezernat:
Dez. V
Förderung des „Forum Inklusion lebendig machen“
im Jahr 2022
Beratungsfolge
Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 27.01.2022 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird beauftragt,
1. die Tätigkeit des „Forum Inklusion lebendig machen“ im Jahr 2022 mit
einem Zuschuss von bis zu 57.000 Euro finanziell zu fördern und
2. hierzu einen Fördervertrag für die Laufzeit 01.01.2022 bis 31.12.2022 mit
dem Träger Abenteuer Lernen e.V. als geschäftsführender Stelle des
Forums abzuschließen.
Begründung
Das „Forum Inklusion lebendig machen“ ist ein gemeinsames Projekt von
Abenteuer Lernen e.V., Brücke-Krücke e.V. und der Behindertengemeinschaft
Bonn e. V. in Zusammenarbeit mit dem Inklusionsbüro und dem Amt für Kinder,
Jugend und Familie der Stadt Bonn. Es wurde 2017 gegründet. Die
Geschäftsführung des Projektes liegt bei Abenteuer Lernen e.V. Hierfür wurde
beim Träger eine zusätzliche Stelle mit einem Beschäftigungsumfang von 20
Wochenstunden geschaffen.
Gefördert wurde das Projekt seit 2017 durch Mittel der Aktion Mensch. Im
Sommer 2021 ist diese Förderung ausgelaufen. Weitere Fördergelder der
Aktion Mensch für dieses Projekt können aufgrund der Förderstatuten nicht
beantragt werden.
Ziel des Projektes ist die Stärkung von inklusiven Freizeitangeboten für Kinder
und Jugendliche im Bonner Raum. Dies soll erreicht werden durch:
- - Vernetzung von Trägern und Einrichtungen der Jugendhilfe
- - Entwicklung einer positiven Haltung in der gesamten Gesellschaft
durch eine selbstverständliche Teilhabe von Kindern mit und ohne
Handicap an Freizeitangeboten
- - Schaffung eines praxisnahen Austauschs zum Thema Inklusion u.a.
durch das Angebot verschiedener WorkshopsSeite 1 von 4
Seite 2
- - Beteiligung von Menschen mit und ohne Behinderung an der
Entwicklung und Planung eines inklusiven Freizeitangebotes in Bonn
- - organisatorische und beratende Begleitung der Anbieter von
inklusiven Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche
- - eine Anlaufstelle für die Vermittlung von passenden inklusiven
Freizeitangeboten für Familien
- - Ermutigung von Institutionen zur Umsetzung von inklusiven
Angeboten
- - Etablierung des Labels „Hier ist Inklusion lebendig“.
Mit den regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen und Fachtagungen ist es
dem Forum gelungen, eine Vielzahl weiterer Träger und Fachkräfte für die
Inklusion zu sensibilisieren und ihnen konkrete Anregungen und Hilfestellungen
zur Umsetzung mit auf den Weg zu geben.
Während die ca. 30 Fortbildungsveranstaltungen im Laufe der Projektzeit vor
allem konkrete und praktische Inhalte vermittelten und stets sehr gut besucht
waren, wurden auf den jährlich stattfindenden Fachtagungen neben
theoretischen und praktischen Inputs auch strategische Fragestellungen
behandelt und Lösungen gesucht. Diese Mischung hat neben einer hohen
Zufriedenheit der Teilnehmenden auch dafür gesorgt, dass auf den
Fachtagungen umsetzungsfähige Ideen für die Zukunft entwickelt wurden.
Während der Corona-Pandemie wurden Fortbildungsveranstaltungen und auch
die jährliche Tagung online angeboten. Auch in diesem Format ist es den
Projektverantwortlichen wichtig, ein ausgewogenes und vielfältiges Programm
anzubieten und den Dialog der Teilnehmenden zu fördern.
Im Laufe der Projektzeit konnten – auch als Ergebnisse der jährlichen
Tagungen – wichtige Impulse für die Inklusion in der Jugendarbeit gesetzt und
konkrete Aktionen gestartet werden:
- - Das „Forum Inklusion lebendig machen“ entwickelte eine Checkliste
zur Selbsteinschätzung der verschiedenen Anbieter von
Ferienmaßnahmen, ob ihr Angebot inklusiv ist. Seitdem werden
entsprechende Angebote in den Veröffentlichungen des Jugendamtes
als inklusiv gekennzeichnet. Diese Kennzeichnung ist eine wichtige
Hilfestellung für Familien auf der Suche nach Freizeitmöglichkeiten für
ihre Kinder. Gleichzeitig werden die Anbieter angeregt, sich weiter mit
der Inklusion auseinanderzusetzen. Der Anteil, der als inklusiv
gekennzeichneten Ferienangebote, konnte seit der
Sommerferienbroschüre 2018 von 50 Prozent auf 75 Prozent in der
Herbstferienbroschüre 2019 (aufgrund der Corona-Pandemie können
für die Jahre 2020 und 2021 keine aussagekräftigen Vergleichszahlen
genannt werden) gesteigert werden!
- - Mit dem Label „Hier ist Inklusion lebendig“ wurde eine Zertifizierung
von Angeboten der Offenen Jugendarbeit, Offenen Ganztagsschulen
und anderer Einrichtungen geschaffen. Diese können das Label
erlangen, in dem sie an einer Einführungsveranstaltung teilnehmen und
sich verpflichten verschiedene Punkte zur Etablierung der Inklusion in
ihren Einrichtungen umzusetzen. Dabei liegt der Fokus darauf,Seite 2 von 4
Seite 3
(Teilhabe)Barrieren abzubauen und Inklusion in den Einrichtungen
weiterzuentwickeln und lebendig zu machen. Das Label versteht sich
als Motor eines Prozesses und will nicht nur ein Ergebnis begutachten.
Für die Umsetzung des Labels und die Unterstützung der
Mitarbeiter*innen in den Einrichtungen wurden umfassende,
unterstützende Arbeitsmaterialien entwickelt. Die Verpflichtung der
teilnehmenden Einrichtungen zur Beteiligung im Netzwerk sorgt
weiterhin dafür, Inklusion lebendig zu machen und zu halten. Trotz der
Corona-Pandemie konnten bereits in der Startphase etwa 25 Träger
und Einrichtungen gewonnen werden, sich zu beteiligen und das Label
zu erwerben.
Die Verwaltung begrüßt diese Initiative ausdrücklich und hat sie von Anfang an
unterstützt. Die Vernetzung der drei Kooperationspartner war ein erster
wichtiger Schritt, um mehr inklusive Freizeitangebote für junge Menschen zu
schaffen und weitere Partner miteinzubinden. Nachdem eine weitere Förderung
durch die Aktion Mensch nicht mehr möglich ist und auch keine weiteren
Drittmittel in ausreichendem Umfang und mit ausreichender Planungssicherheit
eingeworben werden konnten, benötigt das Projekt eine Förderung aus
städtischen Mitteln von jährlich bis zu 57.000 Euro zur Fortsetzung der Arbeit.
Aus dieser Förderung sollen ein*e feste*r Mitarbeiter*in mit einem
Beschäftigungsumfang von 20,00 Stunden wöchentlich, eine Verwaltungskraft
(BU 4,00 Stunden wöchentlich) und die Sachkosten (u.a. Tagungen,
Fortbildungsveranstaltungen, Arbeitsmaterialien, Öffentlichkeitsarbeit) finanziert
werden.
Haushaltsmittel stehen im Budget des Amtes für Kinder, Jugend und Familie
zur Verfügung.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.06.05 Sonstige Leistungen zur
Förderung junger Menschen
und Familien
1.06.05.01 Allgemeine Förderung der
Erziehung in der Familie
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten (2022)
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
57.000,00 € 151000605/
73.1000
57.000,00 € FSt. 151000602/
73.1000Seite 3 von 4
Seite 4
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
Anlage/n
KeineSeite 4 von 4

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Datenstand: 03.11.2026, 02:13 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de