212313 · Beschlussvorlage
Finanzierung der Ambulanten Dienste der Wohnungslosenhilfe des Caritasverbandes für die Stadt Bonn e.V. in den Jahren 2021 und 2022
Kerndaten
- Nummer
- 212313
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 21.12.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (62.629 Zeichen)
Beschlussvorlage öffentlich 212313 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 50 Amt für Soziales und Wohnen Dezernat: Dez. V Finanzierung der Ambulanten Dienste der Wohnungslosenhilfe des Caritasverbandes für die Stadt Bonn e.V. in den Jahren 2021 und 2022 Beratungsfolge Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit 12.01.2022 Entscheidung Beschlussvorschlag Für die Erbringung seiner bedarfsgerecht entwickelten Ambulanten Dienste der Wohnungslosenhilfe erhält der Caritasverband für die Stadt Bonn e.V. eine Förderung in Höhe von 665.000 € für das Jahr 2021 und 678.300 € für das Jahr 2022. Darüber hinaus wird der kommunale Finanzierungsanteil von 50% für die Fachberatungsstelle (FBS) nach §§ 67 ff. SGB XII des Caritasverbandes aus gesetzlichen Mitteln übernommen. Dieser Betrag beläuft sich für das Jahr 2021 auf 125.053,35 € gem. vorläufigem Zuwendungsbescheid des LV Rheinland vom 22.12.2020. Für 2022 wurde seitens des Trägers der Antrag am 26.11.2021 gestellt. Ein vorläufiger Zuwendungsbescheid liegt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor. Die Angemessenheit der Personalkosten wird durch den LV Rheinland überprüft und festgelegt. Begründung Diese freiwillige Förderung beinhaltet die Finanzierung der folgenden Einzelmodule der Ambulanten Dienste der Wohnungslosenhilfe einschließlich anteiliger Leitungskosten: Straßensozialarbeit Tagesaufenthalt City-Station einschließlich Angebot "Kalte Nächte" Clearing Ambulante Wohnhilfen in eigenem Wohnraum, in Wohngemeinschaften und im Wohnhaus Kaiserstr. 7Seite 1 von 44 Seite 2 Die Leistungen nach § 67 ff SGB XII richten sich an Menschen, bei denen besondere Lebensverhältnisse mit sozialen Schwierigkeiten verbunden und die nicht in der Lage sind, diese Schwierigkeiten aus eigener Kraft zu überwinden. Im Rahmen der Leistungserbringung ist es erforderlich, eine dem Hilfeziel entsprechende Abstimmung verschiedener notwendiger Hilfen vorzunehmen. Dabei sollen auch geeignete Hilfen, die nicht nach dem §§ 67 ff SGB XII erbracht werden, im Sinne der Hilfeziele einbezogen werden. Die Ausrichtung der Angebote erfolgt in einer stetigen Orientierung an den tatsächlichen Bedarfen. Falls erforderlich, werden die Angebote entsprechend angepasst. Die Leistungen sind dabei so zu organisieren, dass Prävention, Alltagsnähe, Integration, Partizipation und Dezentralisierung die Gestaltung des Hilfesystems prägen. Das Jahr 2020 war geprägt durch die Pandemie; so musste einerseits die Verbreitung des Infektionsgeschehens eingedämmt werden, andererseits ist ein existenzsicherndes und teilhabeorientiertes Hilfeangebot für Menschen in Wohnungsnot unverzichtbar. Wichtig unter den Bedingungen der Corona-Pandemie war und ist, dass sich die Betroffenen nicht in eine soziale Isolation zurückziehen, sondern durchgehend wirksame Unterstützung erleben und erfahren. Der Caritasverband der Stadt Bonn e.V. ist aufgrund seiner Kompetenz und Erfahrungen geeignet, die geförderten Leistungen für die genannte Zielgruppe zu erbringen und hat sich seit vielen Jahren in dieser Aufgabenstellung bewährt. Der aktuelle Sachbericht für das Jahr 2020 liegt als Anlage bei. Die Förderung hat sich wie folgt entwickelt: 2019 2020 2021 2022 627.750 € 651.900 € 665.000 € 678.300 € Die Haushaltsansätze für die aktuelle Haushaltsperiode entsprechen dem Bedarf für das Jahr 2020 zzgl. einer Dynamisierung von jährlich 2 %. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.05.06 Förd. Trög. Wohlfahrtspfl., Vereine, sonst. Träger 1.50.00.05.06.0 1 Förd. Trög. Wohlfahrtspfl., Vereine, sonst. TrägerSeite 2 von 44 Seite 3 Investive Kosten der Maßnahme Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 2021: 665.000,00 EUR 2022: 678.300,00 EU R 150000506/ 73.1000 2021: 665.000 € 2022: 678.300 € Einzahlungen / Erträge 2021: 0 EUR 2022: 0 EUR Haushaltsbelastung jährlich 2021: 665.000,00 EU R 2022: 678.300,00 EUR Produktgruppe 1.05.02 Produktgruppenbezeichnung Grundvers. u. Leistungen n.d.SGB XII Produkt 1.50.00.05.02.01 Produktbezeichnung Hilfe bei Einkommensdefiziten Investive Kosten der Maßnahme Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver FinanzsaldoSeite 3 von 44 Seite 4 Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 2021: 125.053,35 EUR 2022: 132.600,00 EUR 150000502 / 73.3000 2021: 125.053,35 EUR 2022: 132.600,00 EUR 2021: 0 EUR 2022: 0 EUR Einzahlungen / Erträge 2021: 0 EUR 2022: 0 EUR Haushaltsbelastung jährlich 2021: 125.053,35 EUR 2022: 132.600,00 EUR Anlage/n 1 Sachbericht 2020 (öffentlich)Seite 4 von 44 Sachbericht 2020 Für Menschen in WohnungsnotSeite 5 von 44 Seite 6 von 44 INHALT Akzente ________________________________________________________ 1 Ambulante Dienste _______________________________________________ 3 Straßensozialarbeit 3 Tagesaufenthalt in der City-Station 5 Notübernachtung 8 Fachberatung 10 Ambulante Wohnhilfe in Wohngemeinschaften 13 Ambulante Wohnhilfe - Wohnhaus Kaiserstraße 14 Betreutes Wohnen ______________________________________________ 16 Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus ____________ 18 Zielgruppe 18 Personalsituation 20 Vernetzung und Kooperation 20 Besondere inhaltliche Aspekte 20 Statistik 22 Ergebnisse der Hilfe 23 Schlüsse und Folgerungen für das Folgejahr 24 Aenne-Mangold-Haus ___________________________________________ 25 Zielgruppe 25 Personalsituation 26 Besondere inhaltliche Aspekte 26 Vernetzung und Kooperation 26 Statistik 27 Ergebnisse der Hilfe 28 Schlüsse und Folgerungen für das Folgejahr 31 Qualitätsnachweise _____________________________________________ 32 Stellenplan Ambulante Dienste 32 Qualitätsnachweis – Prälat-Schleich-Haus 33 Qualitätsnachweis – Aenne-Mangold-Haus 35Seite 7 von 44 Akzente 1 AKZENTE Corona-Pandemie Das Berichtjahr 2020 war ein besonderes Jahr. Geprägt von der Corona-Pandemie galt es, die zusätzlichen Anforderungen zu antizipieren, die im Zuge der Corona- Pandemie an die Wohnungslosenhilfe gerichtet wurden als auch fortlaufend die in diesem Zusammenhang erforderlichen Maßnahmen zu planen und umzusetzen. Einerseits musste die Verbreitung des Infektionsgeschehens eingedämmt werden. Anderseits ist ein existenzsicherndes und teilhabeorientiertes Hilfeangebot für Menschen in Wohnungsnot unverzichtbar. Der Ausbruch eines Infektionsgeschehens in der Mitarbeiterschaft oder unter den Nutzer*innen der Hilfe würden die infizierten Menschen, deren Bezugspersonen und auch das Hilfeangebot gefährden. In dieser herausfordernden Situation setzte die Wohnungslosenhilfe der Caritas Bonn auf die teilhabeorientierte Ausrichtung der Hilfe, die gewachsenen Strukturen der Zusammenarbeit und auf die hohe Motivation der Mitarbeitenden, durchgängig eine qualifizierte Hilfe vorzuhalten. Vor allem zu Beginn der Pandemie wurde im Zusammenwirken mit der Wache GABI insbesondere bei den Personen, die sich auf der Wiese vor dem Prälat-Schleich- Haus aufhalten, darauf hingewirkt, die Abstandsregelungen einzuhalten und die Corona-Pandemie ernst zu nehmen. Die zusätzlich von der Fachstelle für Wohnungsnotfälle in Bonn geschaffenen Unterkunftsmöglichkeiten und die vielfältigen Spenden verhinderten existenzbedrohende Mangelsituationen unter den Bedürftigen, die durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie ausgelöst worden wären. In enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt wurden die erforderlichen Maßnahmen entwickelt und umgesetzt, um eine Ausbreitung der Corona-Pandemie in unseren Wohnangeboten zu vermeiden. Die teilhabeorientierte Ausrichtung spricht die betreuten Menschen als Verantwortungsträger auch für die Gestaltung des Miteinanders an. Im Zusammenhang mit der entsprechenden Informationsvermittlung zur Corona-Seite 8 von 44 Akzente 2 Pandemie konnten so die Nutzer*innen unserer Hilfen ihren wirksamen Beitrag zur Vermeidung einer Ausbreitung des Corona-Virus leisten. Die hohe Motivation der Mitarbeitenden, ein qualifiziertes Angebot vorzuhalten, stellte sicher, dass das Hilfeangebot durchgängig zur Verfügung stand und die bedürftigen Menschen Verbindlichkeit erlebten. Insgesamt stießen so die Maßnahmen zur Vermeidung einer Ausbreitung der Corona-Pandemie auf sehr hohe und breite Akzeptanz. Im Berichtsjahr wurde nur ein Bewohner der Wohneinrichtungen (bei insgesamt 195 Plätzen) positiv auf das Corona-Virus getestet. Er hatte sich während eines Praktikums in einem Pflegeheim mit dem Corona-Virus infiziert. Auf dieser Grundlage konnten die Hilfen lediglich mit geringfügigen Kapazitäts- und Angebotseinschränkungen durchgängig aufrechterhalten werden. Weiterentwicklung der Angebotsstruktur Um der Wohnungsknappheit entgegen zu wirken, wurde im Berichtsjahr mit dem Neubau des Apartmenthauses für junge wohnungslose Männer begonnen. Geplant ist, dass das Gebäude mit sieben Apartments 2021 in Betrieb geht. Die Maßnahmen zur Verbesserung des gebäudlichen und anlagetechnischen Brandschutzes im Prälat-Schleich-Haus konnte trotz der Corona-Pandemie fortgesetzt werden. In diese Maßnahme eingeschlossen war die Sanierung von Sanitärbereichen im Prälat-Schleich-Haus. Weiterhin wurde der Umbau der Notübernachtung abgeschlossen. DANKE Das sehr kräftezehrende Jahr 2020 hat verdeutlicht, dass die besonderen Herausforderungen ein solidarisches Miteinander erfordern. Auf Grundlage dieses Miteinanders entstehen die Lösungen und die Zukunftsperspektiven. An dieser Stelle gilt es, einen großen Dank an alle auszusprechen, die wohnungslose Menschen während der Corona-Pandemie unterstützt haben.Seite 9 von 44 Ambulante Dienste 3 AMBULANTE DIENSTE Straßensozialarbeit Corona-Pandemie Zu Beginn der Corona-Pandemie und in wiederkehrenden Lockdown Phasen wurde seitens der Bundesregierung die Empfehlung „Bleiben Sie zu Hause“ herausgegeben. Für Menschen, die auf der Straße leben, ist dies in vielerlei Hinsicht herausfordernd und zeigt einmal mehr den gesamtgesellschaftlichen Auftrag der Wohnungslosenhilfe. Die Wohnungslosenhilfe bringt die Perspektive von wohnungslosen Menschen ein. Nicht mit der Zielsetzung, Parallelwelten zu organisieren, sondern den Betroffenen in der existenzbedrohenden Lebenslage zur Seite zu stehen und die Chancen auf Teilhabe zu eröffnen. Nicht mehr praktikable Versorgungstrategien und fehlende soziale Kontakte konfrontieren Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben, mit hohen zusätzlichen Anforderungen. Bedeutsam unter den Bedingungen der Corona-Pandemie ist, dass sich die Betroffenen nicht in eine soziale Isolation zurückziehen, sondern durchgehend wirksame Unterstützung erleben und in Beziehung zum Hilfesystem bleiben. Langfristige Einzelfallhilfe und Motivationsarbeit kann nur gelingen, wenn die Existenz gesichert ist und kein Mangel an Versorgung und Schutz entsteht. Bisher funktionierende Anschlussmöglichkeiten und freie Zugänge zu vorhandenen Angebotsstrukturen mussten an notwendige Hygiene- und Schutzmaßnahmen angepasst werden und erschwerten die Lebensbewältigung für die Betroffenen. Solidarische Stadtgesellschaft Dank vieler Bonner Bürger*innen, Vereinen, Stiftungen und Notfallmitteln ist es gelungen, Versorgungsengpässen entgegenzuwirken und ausreichend Schutzmaterialen sowie Lebensmittel zur Verfügung zu stellen. Auf verstärkt durchgeführten Versorgungsrundgängen im Bonner Stadtgebiet konnten z.B. Bäckereigutscheine, Schutzmasken, Desinfektionsmittel, haltbare Lebensmittel, Wasser etc. zu den Menschen auf der Straße gebracht werden. Aufgrund großzügiger Spenden konnten Winterschuhe für wohnungslose Menschen gekauft werden. Diese wurden,Seite 10 von 44 Ambulante Dienste 4 genauso wie Bekleidungsgutscheine, Schlafsäcke und Isomatten, bedarfsgerecht verteilt. Verstärkte Präsenz in den Sozialräumen sichert die Verbindung zum Hilfesystem Durch die verstärkte sozialarbeiterische Präsenz an den Lebensmittelpunkten der obdachlosen Menschen wurden über die materielle Versorgung hinaus Informationen über die angepasste Angebotsstruktur gestreut. So beispielsweise der Hinweis auf ein Außenwaschbecken mit freiem Zugang auf dem Gelände des Prälat-Schleich-Hauses, die Möglichkeit, nach Anmeldung zu duschen und die Öffnungszeiten der Kleiderkammer. Das Ziel von Straßensozialarbeit, obdachlose Menschen zur Inanspruchnahme von existenzsichernden Hilfen, Notübernachtung und Versorgung, aber auch Beratung und perspektivischer Hilfen zu motivieren, konnte durch die gute Vernetzung zu externen Kooperationspartnern und internen Hilfestrukturen auch in Pandemiezeiten weiter verfolgt werden. Insgesamt kam es im Jahr 2020 zu 1.835 Kontakten (2019: 1.469; 2018: 1.503; 2017:1.300). Diese deutliche Steigerung im Berichtsjahr spiegelt die erhöhte Notwendigkeit der Versorgung wider. Gerade zu Beginn der Corona-Pandemie wurde die Straßensozialarbeit durch die Mitarbeiter*innen anderer Angebote der Ambulanten Dienste unterstützt. 270 Personen sind uns namentlich bekannt (2019: 250; 2018: 250; 2017: 300). Darunter waren 38 Erstkontakte (2019: 34; 2018: 19; 2017: 15) ähnlich zum Vorjahr. Wirkungen Im Jahr 2020 konnte die Straßensozialarbeit, neben der Vermittlung psychiatrischer und medizinischer Hilfen… … 69 Personen durch Vermittlungen in Notübernachtungen (57) oder weiterführende Wohnhilfen (12) bei der Überwindung von Obdachlosigkeit unterstützen. … 32 Personen in einen geregelten Leistungsbezug vermitteln. …37 Personen nachhaltig in die Suchthilfe vermitteln. In den Wintermonaten wurden im Berichtsjahr gleichbleibend zu 2019 80 Frauen und Männer aufgesucht, die obdachlos waren (2019: 80; 2018: 70; 2017: 90). Viele Menschen, die im Winter obdachlos sind, besitzen keine deutsche Staatsbürgerschaft und haben keinen Anspruch auf Leistungen zur Eingliederung.Seite 11 von 44 Ambulante Dienste 5 „Kalte Nächte“ In den Monaten Januar und Februar 2020 waren die Temperaturen vergleichsweise mild, so dass das Angebot „Aufenthalt in kalten Nächten“ in der City-Station nicht vorgehalten wurde. In den Monaten November und Dezember 2020 konnte die City-Station auf Grund des Lockdowns und der bestehenden Corona-Schutzverordnung weder für ein „Angebot in kalten Nächten“ noch als Tagesaufenthalt öffnen. Die Stadt Bonn stellte dankenswerterweise zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung, so dass eine ausreichende Versorgungslage jederzeit gegeben war. 2020 konnte leider nur eine medizinische Sprechstunde im Februar angeboten werden. Es wurden durch den Einsatz einer ehrenamtlichen Ärztin sechs Personen behandelt bzw. Regelbehandlungen initiiert. Drei der Personen waren nicht krankenversichert. Perspektiven für obdachlose Frauen Im Rahmen der Straßensozialarbeit betreuen wir wohnungslose Frauen, die keinen Zugang zu nachhaltig wirksamen Hilfestrukturen finden. Sie sind über längere Zeiträume obdachlos und können die bestehenden Wohnangebote nicht nutzen. Hier ist es unser Ziel, ein zusätzliches Wohnangebot zu konzeptionieren, damit diese Frauen menschenwürdig wohnen können. Tagesaufenthalt in der City-Station Die City-Station ist ein wichtiger Treffpunkt und Aufenthaltsort für Menschen in Wohnungsnot. Die größte Auslastung gibt es dabei zur Mittagszeit, während des Mahlzeitendienstes. Der Mahlzeitendienst stellt zum einen eine konkrete lebenspraktische und existenzsichernde Hilfe dar. Zum anderen soll durch den Mahlzeitendienst die Einstiegsschwelle zum Hilfsangebot der gesamten Wohnungslosenhilfe sinken. Zu Menschen, denen es ansonsten schwerfällt, eine verbindliche Hilfe anzunehmen, kann hier behutsam Kontakt aufgebaut werden. Mit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 musste der Tagesaufenthalt schließen. Um den Auftrag der Grundversorgung dennoch sicherzustellen und die Möglichkeit der Kontaktverstetigung trotz Abstandsregelungen und sonstigen Schutzmaßnahmen aufrechtzuerhalten, wurde das Essensangebot auf einen „Mahlzeitendienst to go“ umgestellt.Seite 12 von 44 Ambulante Dienste 6 Auch wenn es zwischenzeitlich, insbesondere in den Sommermonaten, zu einer begrenzten Wiederöffnung des Gastraumes kam, blieb es bei diesem Verfahren. Statistik Mahlzeitendienst 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Mittagstisch 38.521 39.211 38.311 38.641 37.314 39.976 Frühstück 1.435 1.808 1.826 2.083 2.239 1.072 Die Unterstützung durch Spender*innen war 2020 enorm. Die Nutzer*innen des Mahlzeitendienstes zahlen einen Euro für ein Mittagessen. Der Restbetrag von 1,90 Euro wird durch die Spenden und Eigenmittel gedeckt. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spender*innen, die den Mahlzeitendienst Jahr 2020 mit 57.063 € unterstützten! Das Engagement und die Unterstützung gingen jedoch auf vielfältige Weise über die Spenden für den Mahlzeitendient hinaus. Neben Sachspenden für die Kleiderkammer, Schlafsäcken, Thermokleidung etc. konnte durch eine sehr großzügige Spende des Vereins Weihnachtslicht e.V. damit begonnen werden, den Gastraum der City-Station an die notwendigen Hygienestandards anzupassen, z.B. durch die Sanierung der sanitären Anlagen. Geplant ist, 2021 eine neue, zeitgemäße Möblierung, die unempfindlicher auf Desinfektionsmaßnahmen reagiert, anzuschaffen. Tagesstrukturierende Aktivitäten Eine regelmäßige Angebotsstruktur soll… … den Weg zu nachhaltig wirksamen Hilfen ebnen. … die Bindung zu unserem Hilfeangebot stärken. … den Gästen helfen, ihren Alltag zu strukturieren. Die Gäste werden mit diversen Aktivitäten und Angeboten durch das Jahr begleitet. Mit diesem Ziel begann auch das Jahr 2020. Das jährliche „Inner Wheel Buffet“ mit 65 Personen, sowie ein fröhlicher Karnevalsnachmittag und die Karnevalssitzung des Vereins „Knatsch verdötscht e.V.“ ließen das Jahr 2020 wie gewohnt starten. Allerdings erforderten die darauffolgenden massiven Einschränkungen im Rahmen der Pandemie dieSeite 13 von 44 Ambulante Dienste 7 Notwendigkeit, umzudenken. Planungen mussten verworfen werden, um dem Infektionsschutz Rechnung zu tragen. Da für viele Klient*innen soziale Isolation durch die gesellschaftlichen Auswirkungen der Pandemie eine große Rolle spielte, wurde der Fokus nun auf Angebote, die über Distanz zu einem Zugehörigkeitsgefühl führen, gelegt. Darunter fielen beispielsweiße Postkartenaktionen, Gewinnspiele oder das Fotoprojekt #StayAtHome. Außerdem wurden Freiluftkonzerte veranstaltet sowie Rätsel und Basteltüten ausgegeben. Den Höhepunkt jedes Jahres erleben Klient*innen, ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende an Heiligabend. Traditionell steht ein feierliches Weihnachtsessen in der Kapelle des Prälat-Schleich-Hauses mit Begegnung, Besinnlichkeit und der Erfahrung von Zugehörigkeit an. Doch dieses Jahr war Heiligabend geprägt von Unsicherheiten hinsichtlich der Corona-Pandemie, der Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen und Abwägungen. Es wurde entschieden, das Angebot des Mahlzeitendienstes an Heiligabend zeitlich auszuweiten und zu entzerren, um ein „Weihnachtsessen to go“ anbieten zu können. Die gespendeten Geschenke verschiedenster Kirchengemeinden und des Familienzentrums Menschenkinder e.V. wurden bereits in der Weihnachtswoche verteilt. Insgesamt konnten 250 Weihnachtsessen und ebenso viele Geschenke verteilt werden. Situation auf dem Gelände vor der City- Station Die Problematik der gewalttätigen Eskalationen auf dem Gelände vor dem Prälat-Schleich-Haus hat im Berichtsjahr abgenommen. Dies ist u.a. damit zu erklären, dass auch der Personenkreis, der oftmals durch massive Verhaltensauffälligkeiten, Drogen- und/ oder Alkoholkonsum oder psychischen Auffälligkeiten in Erscheinung tritt, mit Unterstützung von Polizei und Ordnungsamt dazu angehalten wurde, die Corona-Abstandsregeln einzuhalten. Weiterentwicklung des Außengeländes Gemeinsam mit dem Planungsbüro, das die Gestaltung der Grünflächen rund um die Sanierung der Viktoriabrücke plant, wurde ein Konzept für die Gestaltung der Wiese vor der City- Station entwickelt, Die Planung hat das Ziel, die Grünflächen so zu gestalten, dass sich schutzbedürftige Menschen dort gerne aufhalten. Hierzu gehört auch, dass die gestalterischen Maßnahmen einen Beitrag leisten, um Drogenhandel und gewalttätige Eskalationen an diesem Ort entgegen zu wirken.Seite 14 von 44 Ambulante Dienste 8 Notübernachtung Das Angebot der Notübernachtung richtet sich ausschließlich an Männer. Die Aufnahme kann rund um die Uhr erfolgen. Im Zuge des Umbaus der Notübernachtung war die Notübernachtung übergangsweise in die Räumlichkeiten einer neu errichteten Wohngemeinschaft umgezogen. Hiermit verbunden war ein großzügigeres Raumangebot. Im Zuge der Corona-Pandemie musste die Aufnahmekapazität der Notübernachtung jedoch deutlich reduziert werden, um Infektionsrisiken zu minimieren. Im Jahr 2020 nutzten 332 Personen die Notübernachtung (2019: 608). Dabei kam es zu 449 Aufnahmen (2019: 952). Nutzerzahl und Altersstruktur 2017 2018 2019 2020 18 – 30 Jahre 161 24,7 % 122 20,3 % 136 22,4 % 67 20,2% 31 – 40 Jahre 198 30,4 % 176 29,3 % 170 28.0 % 111 33,4% 41 – 50 Jahre 157 24,1 % 155 25,8 % 162 26,6 % 81 24,4% 51 – 60 Jahre 99 15,2 % 97 16,2 % 93 15,3 % 59 17,8% 61 Jahre und älter 37 5,7 % 50 8,3 % 47 7,7 % 14 4,2% 652 100 % 600 100 % 608 100 % 332 100 % Belegungstage und Verweildauer pro Nutzer 2017 2018 2019 2020 Belegungstage 3.717 3.763 4085 1906 Verweildauer pro Klient 5,70 6,30 6,72 5,74 Die durchschnittliche Verweildauer betrug je Aufenthalt 4,2 Tage (2019: 4,3Tage). Die Notübernachtung hat nicht nur die Aufgabe der unmittelbaren Existenzsicherung. Sie soll im Zusammenwirken mit der Fachberatung Hilfesuchende so rasch wie möglich in weiterführende, langfristig wirksame Hilfeangebote vermitteln und so einen möglichst nachhaltigen Beitrag leisten, Obdachlosigkeit zu überwinden.Seite 15 von 44 Ambulante Dienste 9 Vermittlung in weiterführende Hilfen 2017 2018 2019 2020 Stationäre Hilfe nach §§ 67 ff SGB XII 52 62 69 40 Andere Betreuungseinrichtung 0 9 7 0 LVR Klinik/Krankenhaus 31 21 19 9 Haus Sebastian/sonstige Notunterkünfte 168 179 191 144 Lebensgefährten/Bekannte/Familie 10 27 15 9 eigene Wohnung 0 0 0 1 Anzahl der Vermittlungen 257 298 301 203 203 Aufenthalte mündeten in eine Anschlusslösung. Das entspricht einem Anteil von 45 % (2019: 31,6 %).Seite 16 von 44 Ambulante Dienste 10 Fachberatung Die Fachberatung unterstützte im Berichtsjahr 711 Frauen und Männer (2019: 817). Der Altersdurchschnitt lag bei 42,7 Jahren (2019 42,2 Jahre). Der Anteil der Frauen betrug 19,7 % (2018: 22,4 %). 254 Betreuungsverläufe wurden aus dem Vorjahr übernommen (2019: 256). 457 Neuzugänge begannen im Jahr 2020 die Hilfe (2019: 561). Hierunter waren 322 Erstauftritte (2019: 337) und 135 Wiederauftritte (2019: 224). 333 Betreuungsverläufe wurden im Jahr 2021 fortgesetzt. Insgesamt hat die Anzahl der Menschen, welche die Fachberatung nutzen, abgenommen. Vor allem hat die Anzahl der Menschen abgenommen, welche die Fachberatung im Zusammenhang mit drohender Wohnungslosigkeit nutzten. Hintergrund ist möglicherweise der verstärkte Kündigungsschutz für Mieter*innen im Zuge der Corona- Pandemie. Die Wohnsituation der betreuten Klient*innen ist in der folgenden Übersicht dargestellt: Fachberatung Wohnsituation bei Beginn der Hilfe bzw. bei Übernahme aus dem Vorjahr am Stichtag 1.1. (alle Klient*innen ) Wohnsituation bei Abschluss bzw. Übernahme in das Folgejahr alle Klient*innen ) Wohnsituation/Jahr 2017 2018 2019 2020 2017 2018 2019 2020 eigene Wohnung 254 246 279 231 271 296 309 247 Familie, Partner 53 69 64 79 45 42 52 62 Betreuungssituation 11 9 9 6 52 82 71 85 Gesundheitssystem 3 4 5 6 5 1 14 4 Summe 321 328 357 322 368 421 446 398 Integrationsquote 44 % 45 % 44 % 45 % 51 % 58 % 55 % 56 % Bekannte 119 136 175 157 90 93 139 134 Not- /Ersatzunterkunft 94 86 94 70 141 93 157 59 obdachlos 201 177 188 159 129 111 112 119 Haft 0 1 1 3 2 5 3 1 keine Angabe 0 0 2 0 0 5 10 0 Summe 414 400 460 389 367 307 371 313 Gesamt 735 728 817 711 735 728 817 711Seite 17 von 44 Ambulante Dienste 11 Altersstruktur 2017 2018 2019 2020 18 – 30 Jahre 136 18,5 % 155 21,3% 211 25,8% 171 24,1% 31 – 40 Jahre 168 22,9 % 160 22,0% 174 21,3% 153 21,5% 41 – 50 Jahre 196 26,7 % 164 22,5% 182 22,3% 171 24,1% 51 – 60 Jahre 154 21,0 % 161 22,1% 160 19,6% 135 19,0% 61 Jahre und älter 81 11,0 % 88 12,1% 90 11,0% 81 11,4% 735 100 % 728 100 % 817 100 % 711 100 % Genauso wie im Vorjahr ist die Altersgruppe der 18-30jährigen die größte Altersgruppe (2020 gemeinsam mit der Gruppe der 41-50jährigen). Integrationsquote 316 Personen lebten zu Hilfebeginn oder bei Übernahme aus dem Vorjahr in einer eigenständigen Wohnsituation oder in einer Betreuungssituation (2019: 352), 6 wechselten aus dem Gesundheitssystem in die Fachberatung (2019: 5). Die Integrationsquote betrug bei Hilfebeginn bzw. bei Übernahme aus dem Vorjahr somit 45 % (2019: 44 %). Bei Abschluss der Hilfe bzw. bei Übernahme in das Folgejahr betrug die Integrationsquote 56 % (2019: 55 %). Wohnungslosigkeit vermeiden Bei den Personen aus der Gruppe, die bei Übernahme aus dem Vorjahr bzw. bei Hilfebeginn im Berichtsjahr nicht wohnungslos waren, weil sie in einer eigenständigen Wohnsituation oder in einer Betreuungssituation lebten (n=316) und bei denjenigen, die aus einer stationären Behandlung zur Fachberatung wechselten (n=6), lag die Integrationsquote bei Abschluss der Hilfe oder bei Übernahme in das Folgejahr 2021 bei 92 % (n=290) (2019: 94%; n=337). Wohnungslosigkeit überwinden In der Gruppe, die bei Übernahme aus dem Vorjahr oder bei Hilfebeginn im Berichtsjahr wohnungslos war (n=389), lebten bei Abschluss der Hilfe in der Fachberatung bzw. bei Übernahme in das Folgejahr 2021 104 Personen in einer eigenständigen Wohnsituation oder in einer Betreuungssituation (2019: 109). Hierunter lebten 34 in einer eigenen Wohnung, 3 bei ihrer Familie und 67 in einer Betreuungssituation (2 Gesundheitssystem). Die Integrationsquote betrug 27 % (2019: 24 %).Seite 18 von 44 Ambulante Dienste 12 Obdachlosigkeit überwinden Von den 159 Personen, die bei Hilfebeginn oder bei Übernahme aus dem Vorjahr obdachlos waren, konnten 47 die Obdachlosigkeit überwinden, indem sie eine eigene Wohnung bezogen (5), zur Familie (zurück)-zogen (2) oder aber in eine Betreuungssituation (40) wechselten. Weiterhin wechselten… …12 Personen in eine Not- oder Ersatzunterkunft. …zwei Personen zu Bekannten. 98 Personen waren sowohl bei Hilfebeginn bzw. Übernahme aus dem Vorjahr 2019 als auch bei Hilfeabschluss bzw. bei Übernahme in das Folgejahr 2021 obdachlos. Sie konnten die Obdachlosigkeit nicht überwinden. Die Quote der Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft betrug in dieser Gruppe 55 % (bezogen auf alle Klient*innen in der Fachberatung 36 %). Ohne Anspruch auf Eingliederungsleistungen haben diese Menschen nur dann eine Chance, ihre Notlage zu überwinden, wenn sie in ihr Heimatland zurückkehren oder wenn sie in Deutschland einer Erwerbstätigkeit nachgehen.Seite 19 von 44 Ambulante Dienste 13 Ambulante Wohnhilfe in Wohngemeinschaften Die ambulanten Wohnhilfen in Wohngemeinschaften sind die Alternative zu einer Unterbringung nach dem Ordnungsbehördengesetz, wenn andere Hilfeformen nicht in Frage kommen, um Obdachlosigkeit zu vermeiden, und eine umfassendere Versorgung zur Alltagsbewältigung, wie sie im Wohnhaus Kaiserstraße möglich ist, nicht erforderlich ist. Ziel der Ambulanten Wohnhilfen in den Wohngemeinschaften ist es, dass die Bewohner an die üblichen Lebensvollzüge (d.h. an die ökonomische, soziale und kulturelle Umwelt) anschließen können. Durch situative Hilfe zur Alltagsbewältigung und sozialarbeiterische Begleitung kann dies gewährleistet und Obdachlosigkeit verhindert werden. Diese Hilfe konnte, angepasst an strenge Hygiene- und Schutzstandards, auch in Zeiten der Pandemie fortgeführt werden. Es ist uns gelungen, die helfenden Beziehungen aufrechtzuerhalten und Einsamkeitstendenzen entgegenzuwirken. Zudem ist ein positiver Effekt herauszustellen: Im Zusammenhang mit den Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben konnte der Zusammenhalt unter den Bewohnern gestärkt und positive Effekte im sozialen Miteinander gefördert werden. Im Jahr 2020 wurden die Wohnhilfen in Wohngemeinschaften von 26 Männern in Anspruch genommen (2019:28; 2018: 27). Wie auch im letzten Jahr lag das Durchschnittsalter bei 50 Jahren. Alle Hilfeprozesse wurden auch im Folgejahr 2021 fortgesetzt. 2020 betrug die durchschnittliche Verweildauer aller Bewohner neun Jahre. Leistungen nach dem SGB II bezogen 15 Bewohner. Acht Bewohner erhielten Rente oder Sozialhilfe. Einzelne Bewohner fanden im Zusammenhang mit einer stabilen existenzgesicherten Lebenssituation eine Erwerbsarbeit. Im Jahr 2020 verfügten… …fünf Bewohner über Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit, wovon zwei Bewohner zusätzlich aufstockende Leistungen nach dem SGB II bezogen.Seite 20 von 44 Ambulante Dienste 14 …drei Bewohner befanden sich zu Beginn des Berichtsjahres in Maßnahmen des Jobcenters, die auf Grund der Corona- Pandemie beendet wurden. Kontinuierlich wird, gemeinsam mit den Bewohnern, an räumlichen, einrichtungsspezifischen Verbesserungen gearbeitet, beispielsweise der Gartenpflege, kleinere Renovierungen der Zimmer und Verbesserung der Ausstattung. Ambulante Wohnhilfe - Wohnhaus Kaiserstraße Die ambulante Wohnhilfe im Wohnhaus Kaiserstraße ist insbesondere auf die Bedürfnisse wohnungsloser Männer mit schwerwiegenden Suchterkrankungen und/ oder psychischen Problemen ausgerichtet. Für viele der Bewohner stellen die Organisation des Alltags und soziale Interaktionen, wie die Bewältigung von Konflikten, hohe Anforderungen dar. Fehlende Akzeptanz eigener Krankheitsbilder und damit verbundene fehlende Behandlungsbereitschaft machen eine umfassende Unterstützung und Begleitung notwendig. Mit dem Hilfsangebot soll Wohnungslosigkeit vermieden werden. Im Wohnhaus Kaiserstraße wohnten im Berichtsjahr 36 Männer (2019: 34), Hierunter waren vier Neueinzüge. Drei Bewohner schlossen die Hilfe in 2020 ab: Ein Bewohner wurde in ein Pflegeheim vermittelt, ein Bewohner wurde inhaftiert und ein Bewohner zog zu seinen Verwandten. Zwei Bewohner sind im Berichtsjahr verstorben. Die Verweildauer aller Bewohner betrug 6,0 Jahre (2019: 6,3 Jahre). Altersstruktur 2017 2018 2019 2020 31 – 40 1 2,6% 1 2,8 % 1 2,9% 1 2,8% 41 – 50 5 13,2% 6 16,7 % 4 11,8% 5 13,9% 51 – 60 18 47,4% 16 44,4 % 13 38,2% 14 38,9% älter als 60 14 36,8% 13 36,1 % 16 47,1% 16 44,4% 38 100 % 36 100 % 34 100% 36 100 %Seite 21 von 44 Ambulante Dienste 15 Der Altersdurchschnitt belief sich 59,6 Jahre. Eine ergänzende Hilfe zur Pflege nutzten 13 Bewohner (2019: 12; 2018: 13). Die Anzahl der Notwendigkeit einer zusätzlichen Unterstützung durch eine gesetzliche Betreuung erhöhte sich im Berichtsjahr auf zwölf Bewohner (2019: 8; 2018: 16). Zwei Bewohner konnten sich soweit stabilisieren, dass sie einer regelmäßigen Arbeit nachgehen konnten (2019:3; 2018: 1). Nahezu alle Bewohner nahmen hausärztliche Hilfen in Anspruch. Zusätzlich erhöhte sich der Bedarf an psychiatrischen und neurologischen Behandlungen (10). Hieraus konnten sich drei Bewohner durch eine engmaschige Begleitung und Unterstützung auf längerfristige Behandlungen in Form von Verhaltenstherapien einlassen. Ein Bewohner brach die Therapie im Laufe des Berichtsjahrs ab. Die Corona-Pandemie machte auch im Wohnhaus veränderte Strukturen, angepasste Hygienekonzepte und bauliche Veränderungen notwendig. Durch großzügige Spenden gab es zu keiner Zeit einen Mangel an Schutzmaterialen und es gelang uns, den Hof als Aufenthaltsmöglichkeit, z.B. durch die Anbringung einer wetterbeständigen Markise, zu nutzen. Somit konnte die räumliche Situation entzerrt werden. Der erhöhte Personalbedarf wurde durch Mitarbeiter gedeckt, die ansonsten in der City-Station tätig sind. Das soziale Miteinander im Rahmen von gemeinsamen Aktivitäten und Festen musste komplett eingestellt werden. Diese Maßnahmen zum Infektionsschutz gehen mit dem Risiko von Vereinsamungstendenzen einher. Diesem Risiko wurde mit verstärkter Einzelfallhilfe entgegengewirkt. Ende des Jahres erkrankte ein Bewohner an Covid-19. Durch die getroffenen Maßnahmen und die enge Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wurde kein weiterer Bewohner und kein*e Kolleg*in angesteckt. Durch den Einbau einer neuen Brandmeldeanlage konnte der Schutz der Bewohner deutlich erhöht werden.Seite 22 von 44 Betreutes Wohnen 16 BETREUTES WOHNEN Im Jahr 2020 wurden 57 Personen betreut (2019: 62). Zehn Nutzer*innen wurden neu aufgenommen (2019: 17). Unter den 57 Nutzer*innen waren sechs Frauen. Von den Neuaufnahmen nutzten sechs im Vorfeld die stationäre Hilfe nach §§ 67 ff SGB XII und vier die Fachberatung. Das Durchschnittsalter der Nutzer´*innen lag bei 51 Jahren (2019: 50,9). Von den 57 Nutzer*innen wohnten alle in eigenem Wohnraum, hiervon 18 in Wohnraum, den die Caritas Bonn als Zwischenmieter angemietet hat. Die Caritas Bonn leistet so einen wesentlichen Beitrag im Sinne des Grundsatzes „ambulant vor stationär“. Von den 57 Leistungsberechtigten fielen 53 in die Zuständigkeit des LVR. Insgesamt wurden 4.242,5 Dienstleistungsstunden abgerechnet. Ergebnisse Vier Nutzer*innen schlossen die Hilfe in 2020 ab. Zwei Nutzer verstarben. Die durchschnittliche Verweildauer der Beender betrug 843 Tage (2019: 818 Tage). Von den vier Nutzer*innen, welche die Hilfe abschlossen, wechselte einer in das Wohnhaus Kaiserstraße 7, drei Nutzer beendeten die Hilfe planmäßig und lebten bei Abschluss in ihrer eigenen Wohnung. Zwei Nutzer verstarben im Zusammenhang mit schwerwiegenden Erkrankungen. Von den 57 Nutzer*innen waren 45 erwerbsfähig. Von diesen gingen im Berichtsjahr 26 einer Erwerbstätigkeit nach. Insgesamt entspricht dies einer Erwerbsquote von 58 % (2019: 46 %). Von den 26 erwerbstätigen Nutzer*innen waren acht sozialversicherungspflichtig bei der Caritas Bonn beschäftigt. Personelle Situation 2020 waren drei VK Sozialarbeit/Sozialarbeiterin eingesetzt und eine Studentin der Sozialarbeit im Umfang von 0,125 VK, die im Betreuten Wohnen im Rahmen ihres Dualen Studiums ihren Praxisteil leistet. Ab Dezember 2020 ist weiterhin ein Sozialarbeiter im Anerkennungsjahr im Betreuten Wohnen tätig.Seite 23 von 44 Betreutes Wohnen 17 Schwerpunkt Arbeit Eine Erwerbsperspektive oder eine Erwerbsarbeit sind für die Nutzer*innen von sehr großer Bedeutung. Für viele ist es wichtig, „nicht mehr zum Amt zu müssen“ und etwas Sinnvolles zu tun. Die Erwerbsquoten unter den erwerbsfähigen Nutzern*innen liegen nun schon seit mehreren Jahren bei um die 50 %. Dies ist auch deshalb möglich, weil die Caritas Bonn vorangeht und ehemals wohnungslose Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Schwerpunkt Vernetzung Die Wohnungslosenhilfe der Caritas Bonn versteht sich als Teil des „üblichen Hilfesystems“ und nicht als „Parallelstruktur für Obdachlose“. So wird nun Teilhabe gefördet, indem ergänzend zu den Hilfen nach § 67 SGB XII auch die übrigen Hilfen den Menschen zur Verfügung stehen. Das Betreute Wohnen nach § 67 SGB XII ist eingebunden in das Hilfesystem der Wohnungslosenhilfe. Es profitiert in diesem Zusammenhang von den fach- und trägerübergreifenden Kooperationen der Caritas Bonn und der Wohnungslosenhilfe. Das Betreute Wohnen ist vertreten in den Gremien unseres Spitzenverbandes, der Katholischen Arbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe und in den Kooperationsgremien, die das Zusammenwirken von Polizei, Ordnungsamt und Sozialverbänden in der Bonner Innenstadt koordinieren. Supervision Supervision ist integraler Bestandteil der Qualitätssicherung. Der in 2019 begonnene Supervisionsprozess wurde in 2020 bedingt durch die Corona-Pandemie nur eingeschränkt fortgesetzt. Schwerpunkt Corona- Pandemie Das Betreute Wohnen hat sich streng und pandemiekonform an alle vorgegebenen Richtlinien gehalten. Es gab eine stetige Abwägung zwischen notwendiger Face-to-Face Kontaktaufnahme innerhalb der pandemiebedingten Schutzmaßnahmen und dem Entgegenwirken sozialer Isolation mittels telefonischer bzw. medialer Kontaktaufnahme. Insgesamt intensivierte diese Situation den Bedarf der Nutzer*innen des Betreuten Wohnens. Das Handeln des Betreuten Wohnens unter den Schutzmaßnahmen zeigt sich für die Nutzer*innen als große Hilfe und Unterstützung, um in dieser Situation Stabilität zu bewahren, den Alltag zu bewältigen und sozialer Isolation zu entgehen.Seite 24 von 44 Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus 18 STATIONÄRE HILFE NACH § 67 SGB XII IM PRÄLAT-SCHLEICH-HAUS Im Prälat-Schleich-Haus stehen 84 Plätze für die stationäre Betreuung nach §§ 67 SGB XII zur Verfügung. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Männer. Zielgruppe 2020 nutzten 162 Bewohner die stationären Wohnhilfen im Prälat-Schleich-Haus (2019: 161). Dabei gab es 30.379 Belegungstage (2019: 30.355). Zur Aufnahme von Bewohnern wurden im Jahr 2020 149 (2019: 182) Infogespräche mit Interessenten geführt. 114 Interessenten kamen auf die Warteliste (2019: 129). Hiervon wurden 81 Bewohner in die stationären Wohnhilfen aufgenommen (2019: 78). Die neuaufgenommenen Bewohner gaben folgende Anlässe für den Wohnungsverlust an: 2018 2019 2020 Konflikte im Wohnumfeld 15 17 14 Mietschulden 12 10 7 Haftantritt 11 12 7 Familiäre Konflikte 11 19 23 Ortswechsel 4 7 8 Arbeitsplatzverlust 3 4 2 Unbekannt 3 0 0 Krankheit 2 0 4 langjährig wohnungslos 1 6 14 Beendigung einer Betreuungsmaßnahme 1 3 2 63 78 81 Bei den meisten Bewohnern spielten Konfliktsituationen beim Entstehen von Wohnungslosigkeit eine bedeutende Rolle. Neben den Anlässen, die in die Wohnungslosigkeit führten, brachten die Bewohner eine Vielzahl an weiteren individuellen Problemlagen mit, die im Einzelfall kumulieren, sich wechselseitig verstärken und zu sozialen Schwierigkeiten und Wohnungslosigkeit führen.Seite 25 von 44 Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus 19 Diese individuellen Exklusionsrisiken gilt es aufzuarbeiten, so dass Teilhabe an den üblichen Lebensvollzügen (wieder) möglich wird. Den teilhabeorientierten Anstrengungen und Bemühungen der Bewohner wirken die strukturellen Exklusionsrisiken – v.a. der Nachfrageüberhang am Wohnungsmarkt – entgegen. Anhand der nachfolgenden Darstellung lassen sich die Problemstellungen, die von den Bewohnern bei Aufnahme in die Einrichtung genannt werden, nachvollziehen (Mehrfachnennungen): 2018 2019 2020 Wohnen, Wohnungsverlust 100 % 100 % 100 % Umgang mit Behörden 79% 95% 83% Ausbildung/Beruf/Arbeitslosigkeit 83% 86% 74% mangelnde materielle Absicherung 60% 77% 59% Überschuldung 72% 73% 73% soziale Beziehungen 77% 73% 69% soziale Isolation/Einsamkeit 66% 69% 57% Suchtproblematik 74% 64% 75% psychische Störungen 69% 53% 53% körperliche Erkrankung/Behinderung 38% 42% 44% Doppeldiagnose 54% 41% 47% Gewalterfahrung 23% 22% 17% Diskriminierungserfahrung 6% 12% 11% Die Problemstellungen bzw. Schwierigkeiten der einzelnen Bewohner kumulieren, so dass die Situation bei Aufnahme in die Einrichtung oft ausweglos erscheint. Die individuellen, kumulierenden Schwierigkeiten machen einen ganzheitlichen professionell gesteuerten Hilfeprozess zur Überwindung der besonderen sozialen Schwierigkeiten erforderlich und unumgänglich. Hervorzuheben ist der Anteil der Neuaufnahmen, der sowohl unter einer Suchtproblematik als auch unter einer psychischen Störung leidet („Doppeldiagnose“). Hier bestehen besondere Anforderungen dahingehend, gemeinsam mit den Bewohnern tragfähige Hilfeprozesse zu entwickeln.Seite 26 von 44 Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus 20 Personalsituation Siehe Qualitätsnachweis. Vernetzung und Kooperation Im Zusammenhang mit gelebten Kooperationen gelingt es v.a., die Durchlässigkeit zu vorrangigen Hilfen sicherzustellen. Ein Ziel der Hilfe ist, die Bewohner an die bedarfsgerechten vorrangigen Hilfesysteme heranzuführen, wenn dies im Zusammenhang mit den individuellen Schwierigkeiten geboten ist. Als vorranginge Hilfesysteme seien z.B. die Suchthilfe, die Sozialpsychiatrie, das Gesundheitssystem, die Beschäftigungsförderung oder die Pflege genannt. Einerseits wird so die Hilfe nach §§ 67 ff SGB XII bedarfsgerecht ergänzt. Andererseits kann so der langfristige und nachhaltige Anschluss an die üblichen Lebensvollzüge gelingen. Dabei vertreten wir die Auffassung, dass Wohnungslosigkeit nicht den Menschen charakterisiert und kategorisiert, sondern die Lebenslage beschreibt. Vor diesem Hintergrund ist es für uns umso wichtiger, dass mögliche Kooperationspartner unvoreingenommen auf unsere Bewohner zugehen. Die Vernetzungen und Kooperationen zeigten sich auch im Zuge der Corona-Pandemie als hilfreich. Die Bewohner mussten allerdings deutlich mehr unterstützt werden, um den Zugang zu ergänzenden und weiterführenden Leistungen und Hilfen zu erhalten, da die Zugangsbarrieren aufgrund der Corona-Pandemie i.d.R. deutlich erhöht wurden. Besondere inhaltliche Aspekte Die Corona-Pandemie durch Verantwortung bekämpfen… Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurde das Hygiene-Konzept kontinuierlich angepasst. Durch die strukturellen Maßnahmen hat sich deshalb der Einrichtungsalltag in vielfältiger Weise verändert. Das Hygiene-Konzept kann allerdings nicht gegen die Bewohner umgesetzt werden. Insofern ist es die vorrangigste Aufgabe, die Bewohner und die Mitarbeitenden dabei zu unterstützen, ihre Eigenverantwortung zur Bewältigung derSeite 27 von 44 Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus 21 Corona-Pandemie wahrzunehmen – schließlich wird das Corona-Virus von außen in die Einrichtung getragen. Im Berichtsjahr konnte das Auftreten einer Corona-Infektion bei den Bewohnern der Einrichtung abgewendet werden. In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wurde in Verdachtsfällen schnell und umfassend reagiert. Dabei wurden zeitweise zwei zusätzliche Apartments eines Wohnhauses als Quarantäne- Apartments vorgehalten, um mögliche Isolierungen kurzfristig zu ermöglichen. Gleichzeitig wurden umfassend PCR-Testungen durchgeführt. Insgesamt konnten die Mitarbeitenden bei den Bewohnern eine hohe Akzeptanz und Mitwirkungsbereitschaft hinsichtlich der Maßnahmen erzeugen. Sinnstiftende Beschäftigung Im Jahr 2020 wurden zusätzlich zum Stellenplan drei Bewohner eingestellt, die über die Instrumente des SGB II (§ 16i und § 16e) gefördert werden. Sie werden nun in einem geschützten Rahmen an die Anforderungen einer Erwerbsarbeit und somit an die gesellschaftliche Teilhabe herangeführt. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Bewohner, dem/der zuständigen Sozialarbeiter*In, dem Arbeitstherapeuten und dem Arbeitgeber, um den Bewohner adäquat fördern zu können.Seite 28 von 44 Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus 22 Statistik In der stationären Hilfe nach §§ 67 ff SGB XII wurden 162 Bewohner betreut. 139 Bewohner waren deutsche Staatsbürger (2019: 128). Die folgenden Tabellen stellen die Altersstruktur und den Familienstand der betreuten Männer dar: Altersstruktur 2017 2018 2019 2020 18 – 30 Jahre 27 17,6 % 13 8,7 % 20 12,42% 24 14,81% 31 – 40 Jahre 25 16,3 % 36 24,2 % 39 24,22% 27 16,67% 41 – 50 Jahre 41 26,8 % 42 28,2 % 41 25,47% 39 24,07% 51 – 60 Jahre 36 23,5 % 30 20,1 % 29 18,01% 43 26,54% 61 Jahre und älter 24 24 % 28 18,8 % 32 19,88% 29 17,90% 153 100 % 149 100 % 161 100 % 162 100 % Familienstand 2017 2018 2019 2020 geschieden 39 25,5 % 23 15, 4 % 22 13,66% 22 13,58% getrennt lebend 7 4,6 % 12 8,1 % 11 6,83% 10 6,17% ledig 102 66,7 % 106 71,1 % 119 73,91% 111 68,52% verheiratet 3 2,0 % 4 2,7 % 3 1,86% 12 7,41% eingetragene Lebensgemeinschaft 2 1,24% 2 1,23% verwitwet 2 2 % 4 2,7 % 4 2,48% 5 3,09% 153 100 % 149 100 % 161 100 % 162 100 %Seite 29 von 44 Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus 23 Schulausbildung 2017 2018 2019 2020 kein Eintrag/ sonstiges 3 2,0 % 4 2,7 % 1 0,6% 0 0,0% Gymnasium/ Fachhoch- schulreife 20 13,1 % 16 10,7 % 19 11,8% 23 14,2% Realschule/ Mittlere Reife 37 24,1 % 38 25,5 % 37 23,0% 34 21,0% Hauptschule/ Volksschule 70 45,8 % 67 45,0 % 77 47,8% 79 48,8% Sonderschule 7 4,6 % 11 7,4 % 8 5,0% 7 4,3% ohne Abschluss 16 10,5 % 13 8,7 % 19 11,8% 19 11,7% 153 100 % 149 100 % 161 100 % 162 100 % Ergebnisse der Hilfe Die durchschnittliche Verweildauer der 78 Beender betrug 571 Tage (2019: 291 Tage). Von den Beendern wechselten… …26 in eine weiterführende Betreuungssituation, hiervon sechs in eine eigene Wohnung mit Betreutem Wohnen nach § 67 SGB XII, …13 in eine eigene Wohnung ohne weitergehende Betreuung des Betreuten Wohnens, …zehn in eine somatische oder psychiatrische Behandlungssituation, …sieben zur Familie. Von den 19 Bewohnern, die in eine eigene Wohnung wechselten, bezogen vier eine Wohnung, die von der Caritas Bonn als Zwischenmieter vermietet wird. Die Integrationsquote betrug somit 72 % gegenüber 52 % im Jahr 2019.Seite 30 von 44 Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus 24 Schlüsse und Folgerungen für das Folgejahr Bewältigung der Corona-Pandemie Vorrangiges Ziel ist, die Corona-Pandemie zu bewältigen und das Angebot in der erforderlichen Qualität fortzusetzen. Dabei geht es vor allem darum, weiterhin mögliche Infektionsgeschehen von der Einrichtung, ihren Bewohnern und Mitarbeitenden abzuwenden und die notwendige Kapazität in der erforderlichen Qualität aufrecht zu erhalten. Fortsetzung des Umbaus In der Folge der Corona-Pandemie konnte der Umbau nicht in der erwünschten Geschwindigkeit umgesetzt werden. Aufgrund dessen ist geplant, den Umbau in der realistischen Geschwindigkeit fortzusetzen.Seite 31 von 44 Aenne-Mangold-Haus 25 AENNE-MANGOLD-HAUS Zielgruppe Das Aenne-Mangold-Haus ist eine gruppenorientierte Sozialisierungseinrichtung für junge Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren mit einem Bedarf im Sinne der §§ 67 SGB XII oder des § 41 SGB VIII. Dort gibt es insgesamt 19 Plätze. Die Leistungen sind unter den Leistungstypen LT 28 und LT 30 zusammengefasst. 2020 nutzten 35 junge Männer die Hilfen im Aenne-Mangold-Haus (2019: 40; 2018: 41). Die Einrichtung war durchgängig voll belegt. Bei fünf neu aufgenommenen Interessenten (2019: 4; 2018: 7) wurde 2020 eine Betreuungsperiode in der stationären Hilfe nach §§ 67 SGB XII oder in der Notübernachtung im Prälat-Schleich-Haus vorgeschaltet. Dabei ging es um die Deckung des Hilfebedarfes bei akuter Obdachlosigkeit. Die Interessenten sollen, auch wenn die Einrichtung voll belegt ist, in einen Hilfeprozess eingebunden werden, um eine weitere Eskalation des Exklusionsprozesses zu vermeiden. In der Aufnahmesituation gaben die Bewohner folgende vorrangige Probleme an: 2017 2018 2019 2020 Wohnen, Wohnungsverlust 100 % 100 % 100 % 100 % Umgang mit Behörden 86 % 83 % 80 % 100 % Arbeitslosigkeit 100 % 98 % 100 % 94 % mangelnde materielle Absicherung 50 % 49 % 55 % 69 % Suchtproblematik 43 % 39 % 43 % 50 % psychische Störungen 36 % 44 % 40 % 69 % Überschuldung 14 % 54 % 53 % 69 % Doppeldiagnose 7 % 15 % 18 % 44 % körperliche Erkrankung/Behinderung 18 % 17 % 5 % 19 % Gewalterfahrung 25 % 24 % 28 % 25 % Gewaltbereitschaft 14 % 12 % 10 % 25 % ausländerrechtliche Probleme 4 % 10 % 8 % 25 % Diskriminierungserfahrung 0 % 0 % 3 % 0 %Seite 32 von 44 Aenne-Mangold-Haus 26 Personalsituation Siehe Qualitätsnachweis. Besondere inhaltliche Aspekte Aufgrund der Corona-Pandemie wurden strukturelle sozialpädagogische Abläufe innerhalb der Einrichtung angepasst und das Hygienekonzept kontinuierlich weiterentwickelt. Gruppenangebote wurden nicht mehr angeboten, in verschiedenen Abstufungen gab es die Möglichkeit einer individuellen Fallbearbeitung. Die Mitarbeitenden wurden in zwei Teams gesplittet und hatten abwechselnd Homeoffice- und Office-Schichten. Somit konnte im Falle einer möglichen Infektion das Risiko eines gesamten Ausfalls des Teams auf ein Mindestmaß reduziert werden. Bei Lockerungen aufgrund eines sinkenden Inzidenzwertes wurde adaptiv strukturelle Veränderungen vorgenommen und Lockerungen in Form von beispielsweise Kleingruppenangeboten angeboten. Dank der agilen Teambeschaffenheit war es der Einrichtung möglich, auf jegliche Veränderung innerhalb der Pandemie zeitnah und adäquat zu reagieren. Vernetzung und Kooperation Das Hilfeangebot im Aenne-Mangold-Haus ist umfangreich vernetzt. Damit verfolgen wir insbesondere folgende Ziele: 1.) Einbindung der Bewohner in bestehende Beschäftigungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten. Dafür nutzten wir die Zusammenarbeit mit der Radstation, dem Bike House, der Deutschen Angestellten Akademie, dem Internationalen Bund, der Vesbe e.V., den GVP Gemeinnützigen Werkstätten, der Diakonie Michaelshoven in Köln, der Berufsberatung des Jobcenters und mit diversen allgemeinbildenden Schulen und Sprachschulen. 2.) Gezielte Nutzung der örtlichen Hilfsangebote bei Suchtmittelmissbrauch oder psychischen Problemen. Dazu erfolgte die Abstimmung mit dem Angebot der Klinik im Wingert und Update, der „Jungen Sucht“ der LVR–Klinik, dieSeite 33 von 44 Aenne-Mangold-Haus 27 Nutzung der ambulanten Tagesklinik des LVR in Meckenheim, die ambulanten und stationären Angebote der Uniklinik Bonn für psychiatrische Behandlungen und den Fachbereich ADHS im Erwachsenenalter, sowie die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und Psychologen zu Behandlungs– und Diagnosezwecken. 3.) Nachhaltige Überwindung der Überschuldungssituation durch intensive Zusammenarbeit mit der Schuldnerberatung. 4.) Intensive Zusammenarbeit mit den örtlichen Stellen der Straffälligen Hilfe, um bei den Bewohnern eine straffreie Lebensführung zu fördern (Jugendgerichtshilfe, Bewährungshilfe, Sprungbrett e.V.). Statistik Im Aenne-Mangold-Haus wurden 2020 insgesamt 35 Bewohner betreut. Darunter hatten 28 Bewohner die deutsche Staatsbürgerschaft. Altersstruktur und Familienstand 2017 2018 2019 2020 18 – 20 Jahre 6 21,4 % 10 24,4 % 14 35 % 10 29 % 21 - 25 Jahre 17 61,7 % 23 56,1 % 23 57,5 % 19 54 % älter als 25 Jahre 5 17,8 % 8 19,5 % 3 7,5 % 6 17 % 28 100 % 41 100 % 40 100 % 35 100 % 83 % der Bewohner waren 25 Jahre oder jünger (2019: 92 %; 2018: 80 %). Der Altersdurchschnitt lag bei 22,1 Jahren (2019: 21,5; 2018: 22,2). Der Altersdurchschnitt der 16 Neuaufnahmen betrug 21,8 Jahre (2019. 20,5; 2018: 20,9; 2017: 22,1). Alle 35 Bewohner waren zum Zeitpunkt ihrer Aufnahme ledig.Seite 34 von 44 Aenne-Mangold-Haus 28 Schulausbildung 2017 2018 2019 2020 kein Eintrag/ sonstiges 0 0,0 % 0 0,0 % 1 2,5 % 1 2,9 % Gymnasium/ Fachhochschulreife 2 7,1 % 2 4,9 % 0 0,0 % 1 2,9 % Realschule/ Mittlere Reife 6 21,4 % 9 21,9 % 10 25,0 % 8 22,9 % Hauptschule/ Volksschule 13 46,4 % 20 48,8 % 19 47,5 % 12 34,2 % Sonderschule 0 0,0 % 0 0,0 % 1 2,5 % 1 2,9 % ohne Abschluss 7 25,0 % 10 24,4 % 9 22,5 % 12 34,2 % 28 100 % 41 100 % 40 100 % 35 100 % Berufsausbildung 2017 2018 2019 2020 Facharbeiter/ Angestellter 0 0,0 % 0 0,0 % 1 2,5 % 1 2,9 % ohne Ausbildung 28 100,0 % 41 100,0 % 39 97,5 % 34 97,1 % Hochschulausbildung 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % Sonstige Ausbildung 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % ohne Angabe 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 33 100 % 41 100 % 40 100 % 35 100 % Insgesamt ist die Schulausbildung der Bewohner unterdurchschnittlich. Eine abgeschlossene Berufsausbildung konnte lediglich ein Bewohner zu Beginn der Hilfe vorweisen. Ergebnisse der Hilfe Von den 35 Bewohnern beendeten 16 die Hilfe in 2020 (2019: 21; 2018: 23; 2017: 9). Die durchschnittliche Verweildauer der Beender betrug insgesamt 383 Tage (2019: 327; 2018: 388; 2017: 550).Seite 35 von 44 Aenne-Mangold-Haus 29 Wohnsituation Zum Ende der Hilfe ist es sechs Bewohnern gelungen, eine eigene Wohnung zu beziehen. Zwei Bewohner zogen zu ihrer Familie oder in die Wohnung ihrer Partnerin. Zwei Bewohner wechselten in eine stationäre Einrichtung der Sozialpsychiatrie. Drei Bewohner zogen zu Bekannten und drei machten keine Angaben über ihren anschließenden Aufenthalt. Damit beträgt die Integrationsquote 62,5 % (2019: 48 %; 2018: 61 %; 2017: 89 %). Einkommen Von den 16 Bewohnern, die im Berichtsjahr die Hilfe beendeten, bezogen sechs Bewohner bei Hilfebeginn keine Einnahmen, sieben Bewohner Leistungen nach dem SGB II, ein Bewohner Einkommen aus Erwerbsarbeit, ein Bewohner Leistungen nach dem SGB XII, ein Bewohner Leistungen nach dem SGB VIII. Nach Abschluss der Hilfe bezogen 2 Bewohner Einkommen aus Erwerbsarbeit, 12 Bewohner Leistungen nach dem SGB II, ein Bewohner Leistungen nach dem SGB XII, ein Bewohner stand im Bezug von BAföG. Beschäftigung Die Bewohner erlebten 2020 einen sich deutlich verändernden Arbeitsmarkt und dessen Rahmenbedingen. Ein schwächerer Arbeitsmarkt reduzierte die Möglichkeiten, beruflich tätig zu werden. Die Umsetzung der Teilhabe am Arbeitsleben wurde erschwert. Durch die Corona-Einschränkungen wurde im Berichtsjahr die Anforderung an die Bewohner gestellt, digital zu kommunizieren. Die notwendigen Voraussetzungen dafür konnten alle Bewohner erfüllen. Jeder Bewohner, der an einer Form des Unterrichts oder einer Maßnahme digital teilnehmen sollte, verfügte bereits im Vorfeld über die erforderlichen Geräte und einen Internetzugang. An dieser Stelle wirkt es sich positiv aus, dass die Bewohner über ausreichendSeite 36 von 44 Aenne-Mangold-Haus 30 finanzielle Mittel verfügen, um sich eigene Computer anzuschaffen und um Internetverträge abschließen zu können. Zum Abschluss der Hilfe arbeiteten zwei Bewohner auf dem ersten Arbeitsmarkt, wovon ein Bewohner sich in einer Berufsausbildung befand. Ein Bewohner begann mit einer Maßnahme zur Arbeitsförderung in einem Berufsbildungswerk, mit dem Ziel, dort ebenfalls eine Ausbildung zu absolvieren. Sieben Bewohner gingen einer Beschäftigung auf dem dritten Arbeitsmarkt nach. Vier Bewohner gingen zum Ende der Hilfe keiner Beschäftigung nach und waren arbeitslos. Zwei besuchten Schulen mit dem Ziel, einen ersten Abschluss zu erreichen oder um den nächsthöheren Schulabschluss zu erreichen. Um die Zugangsvoraussetzungen für eine betriebliche Ausbildung zu verbessern, haben 2020 insgesamt 15 Bewohner an unterschiedlichen Maßnahmen der beruflichen Qualifizierung und der Wiedereingliederung teilgenommen. Bei sieben Bewohnern, die an beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen teilnahmen, wurde gleichzeitig ein höherer Schulabschluss angestrebt. Weitere drei Bewohner besuchten Schulen, die ebenfalls einen höheren Schulabschluss zum Ziel hatten. Drei Bewohner mit Migrationshintergrund verbesserten ihr Sprachniveau durch Teilnahme an Deutschkursen.Seite 37 von 44 Aenne-Mangold-Haus 31 Schlüsse und Folgerungen für das Folgejahr Tagesstrukturierende Aktivitäten Mit allen Bewohnern der Einrichtung wollen wir eine stabile helfende Beziehung aufbauen und erhalten. Auf dieser Grundlage verfolgen wir gemeinsam individuelle Ziele, die auf Teilhabe ausgerichtet sind. Wir erarbeiten Maßnahmen und Wege, die dauerhaft zu einer persönlichen Verbesserung der jeweiligen Lebenssituation beitragen sollen. Ein besonderes Augenmerk richten wir dabei mittel- wie langfristig auf die berufliche Entwicklung des Einzelnen. Bedingt durch die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Auflagen konnten die sonst üblichen tagesstrukturierenden Aktivitäten nicht im vollen Umfang fortgesetzt werden. Zum einen wirkte sich dies auf die unmittelbare Zusammenarbeit in der Einrichtung aus, zum anderen waren zeitweise sämtliche Bewohner in schulischen oder beruflichen Maßnahmen als auch in beruflichen Situationen vom Lockdown betroffen. Im Zusammenwirken der unterschiedlichen Hilfsangebote und deren Nutzung erzielen die Bewohner dennoch gute Ergebnisse, welche sich wiederum positiv auf deren Identitätsentwicklung auswirken. gemeindeintegrierte Betreuungsoptionen Nach einer mehrjährigen Planungsphase konnte nun mit der Errichtung von sieben Appartements begonnen werden, deren Fertigstellung für Mitte 2021 geplant ist. Diese Appartements werden vorrangig an ehemalige Bewohner des Aenne-Mangold-Hauses vermietet. Der auf diese Weise neu geschaffene Wohnraum wird in Verbindung mit dem Betreuten Wohnen nach §§ 67 ff SGB XII einen wesentlichen Beitrag zur Entspannung der Kapazitätsengpässe leisten. Durch die enge Begleitung der Bewohner im Rahmen des Betreuten Wohnens werden wir von Beginn an sicherstellen, dass eine gute Integration in das Wohngebiet und die unmittelbare Nachbarschaft gewährleistet ist.Seite 38 von 44 Qualitätsnachweise 32 QUALITÄTSNACHWEISE Stellenplan Ambulante DiensteDiplom Sozialarbeit/ Sozialpädagogik Betreuung Bewirtschaftung/ Hauswirtschaft Hauswirtschaftliche Hilfskraft - Wäscherei Pforte Verwaltung Hausmeister Reinigungskraft Summe Straßensozialarbeit/ Betreuung und Tagesstrukturierende Angebote 1,25 1,25 Tagesaufenthalt in der City-Station 3,7 0,5 4,2 Notübernachtung 0,38 0,5 0,5 0,14 0,63 2,15 Clearing 1,0 1,0 Fachberatung 3,0 0,5 3,5 Ambulante Wohnhilfe 1,52 1,0 0,5 3,02 Leitung 0,75 0,75 Gesamtbeschäftigungs- umfang in Vollzeitstellen 6,52 2,0 4,2 0,38 1,0 1,0 0,14 0,63 15,87Seite 39 von 44 Qualitätsnachweise 33 Qualitätsnachweis – Prälat-Schleich-Haus Strukturqualität Einrichtung: Prälat-Schleich-Haus, Thomastraße 36 und Heerstraße 185a, 53111 Bonn Träger: Caritasverband für die Stadt Bonn e.V., Fritz-Tillmann-Str. 8-12, 53113 Bonn Berichtszeitraum: 01. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 Platzzahl der Einrichtung: 84 ab 2016 Die Durchschnittsbelegung der Einrichtung betrug im Berichtszeitraum: 98 % Betriebsnotwendige Anlagen Im Berichtszeitraum sind keine Veränderungen bei den betriebsnotwendigen Anlagen eingetreten. Es sind folgende Änderungen eingetreten: entfällt ab: 01.2020 Veränderung: Einbau einer flächendeckenden Brandmeldeanlage Fachkonzeption Im Berichtszeitraum sind keine Veränderungen eingetreten. Personal gemäß Leistungs- und Prüfungsvereinbarung mit vereinbartem Stellen-Soll gültig am 31. Mai 2016. Leitung Die Kosten der Leitung sind in den Sachkosten/Umlage enthalten. Für Leitungsaufgaben wurde ab dem 31. Mai 2016 folgende Personalausstattung vereinbart: 1,3 Stellen Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Solls. Betreuung Für den Betreuungsdienst wurde ab dem 31. Mai 2016 folgende Personalausstattung vereinbart: 15,22 Stellen davon: 9,0 Stellen Sozialarbeit/Sozialpädagogik 1,0 Stelle für Anleitung, Unterstützung und Übernahme bei der täglichen Lebensführung (hauswirtschaftlicher Bereich) 5,22 Stellen mit anderer Qualifikation: Betreuungsdienste Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Solls der Stellen für Sozialarbeit/SozialpädagogikSeite 40 von 44 Qualitätsnachweise 34 100% des Solls der Stellen für Anleitung etc. 100% des Solls der Stellen mit anderer Qualifikation Verwaltung Die Kosten für Verwaltungspersonal sind in den Sachkosten/Umlage enthalten. Für die Verwaltungsaufgaben wurde mit Wirkung ab dem 31. Mai 2016 folgende Personalausstattung vereinbart: 2,12 Stellen. Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Solls; zzgl. Fremdleistung. Sonstiges Personal Die Kosten für das sonstige Personal sind in den Sachkosten/Umlage enthalten. Für das sonstige Personal wurde mit Wirkung ab dem 31. Mai 2016 folgende Personalausstattung Vereinbart: 15,32 Stellen. 1,0 Stelle in der Funktion: Werkstattleitung 4,5 Stellen in der Funktion. Pforten-und Telefondienst 1,4 Stellen in der Funktion: Hausmeister 6,3 Stellen in der Funktion: Küche 0,75 Stellen in der Funktion: Wäsche 1,37 Stellen in der Funktion: Reinigung Hiervon sind 2,15 Stellen mit der Umstrukturierung der Notübernachtung den Ambulanten Diensten zugeordnet. Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Solls; zzgl. Fremdleistung. Wir bestätigen, dass die vorstehenden Angaben vollständig und zutreffend sind. Ort, Datum Unterschrift des Trägers der EinrichtungSeite 41 von 44 Qualitätsnachweise 35 Qualitätsnachweis – Aenne-Mangold-Haus Einrichtung: Aenne-Mangold-Haus, Noeggerathstraße 10, 53111 Bonn Träger: Caritasverband für die Stadt Bonn e.V., Fritz-Tillmann-Str. 8-12, 53113 Bonn Berichtszeitraum: 01. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 Platzzahl der Einrichtung: 19 Die Durchschnittsbelegung der Einrichtung betrug im Berichtszeitraum: 99 % Betriebsnotwendige Anlagen Im Berichtszeitraum sind keine Veränderungen bei den betriebsnotwendigen Anlagen eingetreten. Es sind folgende Änderungen eingetreten: entfällt ab:_________ Veränderung:__________________ Fachkonzeption Im Berichtszeitraum sind keine Veränderungen eingetreten. Es sind folgende Veränderungen eingetreten: entfällt _______________entfällt________________ Der LVR hat der Veränderung zugestimmt bisher nicht zugestimmt Die Veränderung befindet sich zurzeit in der Abstimmung mit dem LVR. _____________________ Der Nachweis der Qualität ist auf der Basis der Leistungs- und Prüfungsvereinbarung gültig ab__________(Stand___________) zu führen. Zutreffendes bitte ankreuzen Personal gemäß Leistungs- und Prüfungsvereinbarung mit vereinbartem Stellen-Soll gültig ab 1999 (LVR). Leitung Die Kosten der Leitung sind in den Sachkosten/Umlage enthalten. Für Leitungsaufgaben wurde ab folgende Personalausstattung vereinbart: Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug des Solls.Seite 42 von 44 Qualitätsnachweise 36 Betreuung Für den Betreuungsdienst wurde ab 1999 folgende Personalausstattung vereinbart: 4,0 Stellen davon: 3,0 Stellen Sozialarbeit/Sozialpädagogik (inklusive Leitungsfunktion) 1,0 Stellen für Anleitung, Unterstützung und Übernahme bei der täglichen Lebensführung (hauswirtschaftlicher Bereich) Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Solls der Stellen für Sozialarbeit/Sozialpädagogik 100% des Solls der Stellen für Anleitung etc. Verwaltung Die Kosten für Verwaltungspersonal sind in den Sachkosten/Umlage enthalten. Für die Verwaltungsaufgaben wurde mit Wirkung ab 1999 folgende Personalausstattung vereinbart: 0,7 Stellen Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100 % des Solls; zzgl. Fremdleistung. Sonstiges Personal Die Kosten für das sonstige Personal sind in den Sachkosten/Umlage enthalten. Für das sonstige Personal wurde mit Wirkung ab 1999 folgende Personalausstattung vereinbart: 0,2 Stellen. Davon 0,2 Stellen Hausmeister Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Solls; zzgl. Fremdleistung. Wir bestätigen, dass die vorstehenden Angaben vollständig und zutreffend sind. Ort, Datum Unterschrift des Trägers der EinrichtungSeite 43 von 44 Qualitätsnachweise 37 Viele Menschen und Organisationen haben die Arbeit der Wohnungslosenhilfe im Laufe des Jahres unterstützt. Wir sagen allen ganz herzlich Danke! Das Team der Wohnungslosenhilfe Herausgeber und Autoren Wohnungslosenhilfe der Caritas Bonn Bilder Caritas Bonn Kontakt Gerhard Roden, Telefon: 0228 98532-0 E-Mail psh@caritas-bonn.de Internet www.caritas-bonn.de Stand 07/2021Seite 44 von 44
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:10 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de