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212313 · Beschlussvorlage

Finanzierung der Ambulanten Dienste der Wohnungslosenhilfe des Caritasverbandes für die Stadt Bonn e.V. in den Jahren 2021 und 2022

Nummer
212313
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
21.12.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 12.01.2022 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage
öffentlich
212313
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
50 Amt für Soziales und Wohnen
Dezernat:
Dez. V
Finanzierung der Ambulanten Dienste der
Wohnungslosenhilfe des Caritasverbandes für die
Stadt Bonn e.V. in den Jahren 2021 und 2022
Beratungsfolge
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
12.01.2022 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Für die Erbringung seiner bedarfsgerecht entwickelten Ambulanten Dienste der
Wohnungslosenhilfe erhält der Caritasverband für die Stadt Bonn e.V. eine
Förderung in Höhe von 665.000 € für das Jahr 2021 und 678.300 € für das Jahr
2022.
Darüber hinaus wird der kommunale Finanzierungsanteil von 50% für die
Fachberatungsstelle (FBS) nach §§ 67 ff. SGB XII des Caritasverbandes aus
gesetzlichen Mitteln übernommen. Dieser Betrag beläuft sich für das Jahr 2021
auf 125.053,35 € gem. vorläufigem Zuwendungsbescheid des LV Rheinland
vom 22.12.2020. Für 2022 wurde seitens des Trägers der Antrag am
26.11.2021 gestellt. Ein vorläufiger Zuwendungsbescheid liegt zum jetzigen
Zeitpunkt noch nicht vor. Die Angemessenheit der Personalkosten wird durch
den LV Rheinland überprüft und festgelegt.
Begründung
Diese freiwillige Förderung beinhaltet die Finanzierung der folgenden
Einzelmodule der Ambulanten Dienste der Wohnungslosenhilfe einschließlich
anteiliger Leitungskosten:

Straßensozialarbeit

Tagesaufenthalt City-Station einschließlich Angebot "Kalte Nächte"

Clearing

Ambulante Wohnhilfen in eigenem Wohnraum, in Wohngemeinschaften
und im Wohnhaus Kaiserstr. 7Seite 1 von 44
Seite 2
Die Leistungen nach § 67 ff SGB XII richten sich an Menschen, bei denen
besondere Lebensverhältnisse mit sozialen Schwierigkeiten verbunden und die
nicht in der Lage sind, diese Schwierigkeiten aus eigener Kraft zu überwinden.
Im Rahmen der Leistungserbringung ist es erforderlich, eine dem Hilfeziel
entsprechende Abstimmung verschiedener notwendiger Hilfen
vorzunehmen. Dabei sollen auch geeignete Hilfen, die nicht nach dem §§ 67 ff
SGB XII erbracht werden, im Sinne der Hilfeziele einbezogen werden.
Die Ausrichtung der Angebote erfolgt in einer stetigen Orientierung an den
tatsächlichen Bedarfen. Falls erforderlich, werden die Angebote entsprechend
angepasst. Die Leistungen sind dabei so zu organisieren, dass Prävention,
Alltagsnähe, Integration, Partizipation und Dezentralisierung die Gestaltung des
Hilfesystems prägen.
Das Jahr 2020 war geprägt durch die Pandemie; so musste einerseits die
Verbreitung des Infektionsgeschehens eingedämmt werden, andererseits ist ein
existenzsicherndes und teilhabeorientiertes Hilfeangebot für Menschen in
Wohnungsnot unverzichtbar.
Wichtig unter den Bedingungen der Corona-Pandemie war und ist, dass sich
die Betroffenen nicht in eine soziale Isolation zurückziehen, sondern
durchgehend wirksame Unterstützung erleben und erfahren.
Der Caritasverband der Stadt Bonn e.V. ist aufgrund seiner Kompetenz und
Erfahrungen geeignet, die geförderten Leistungen für die genannte Zielgruppe
zu erbringen und hat sich seit vielen Jahren in dieser Aufgabenstellung
bewährt.
Der aktuelle Sachbericht für das Jahr 2020 liegt als Anlage bei.
Die Förderung hat sich wie folgt entwickelt:
2019 2020 2021 2022
627.750 € 651.900 € 665.000 € 678.300 €
Die Haushaltsansätze für die aktuelle Haushaltsperiode entsprechen dem
Bedarf für das Jahr 2020 zzgl. einer Dynamisierung von jährlich 2 %.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.05.06 Förd. Trög. Wohlfahrtspfl.,
Vereine, sonst. Träger 1.50.00.05.06.0
1
Förd. Trög. Wohlfahrtspfl., Vereine,
sonst. TrägerSeite 2 von 44
Seite 3
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
2021:
665.000,00
EUR
2022:
678.300,00 EU
R
150000506/
73.1000
2021: 665.000
€
2022: 678.300
€
Einzahlungen /
Erträge 2021: 0 EUR
2022: 0
EUR
Haushaltsbelastung
jährlich
2021:
665.000,00 EU
R
2022:
678.300,00
EUR
Produktgruppe
1.05.02
Produktgruppenbezeichnung
Grundvers. u. Leistungen
n.d.SGB XII
Produkt
1.50.00.05.02.01
Produktbezeichnung
Hilfe bei Einkommensdefiziten
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle
/ FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
FinanzsaldoSeite 3 von 44
Seite 4
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
2021: 125.053,35
EUR
2022: 132.600,00
EUR
150000502 /
73.3000
2021:
125.053,35
EUR
2022:
132.600,00
EUR
2021: 0 EUR 2022:
0 EUR
Einzahlungen /
Erträge
2021: 0 EUR 2022: 0
EUR
Haushaltsbelastung
jährlich
2021: 125.053,35
EUR
2022: 132.600,00
EUR
Anlage/n
1 Sachbericht 2020 (öffentlich)Seite 4 von 44
Sachbericht 2020
Für Menschen in WohnungsnotSeite 5 von 44
Seite 6 von 44
INHALT
Akzente ________________________________________________________ 1
Ambulante Dienste _______________________________________________ 3
Straßensozialarbeit 3
Tagesaufenthalt in der City-Station 5
Notübernachtung 8
Fachberatung 10
Ambulante Wohnhilfe in Wohngemeinschaften 13
Ambulante Wohnhilfe - Wohnhaus Kaiserstraße 14
Betreutes Wohnen ______________________________________________ 16
Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus ____________ 18
Zielgruppe 18
Personalsituation 20
Vernetzung und Kooperation 20
Besondere inhaltliche Aspekte 20
Statistik 22
Ergebnisse der Hilfe 23
Schlüsse und Folgerungen für das Folgejahr 24
Aenne-Mangold-Haus ___________________________________________ 25
Zielgruppe 25
Personalsituation 26
Besondere inhaltliche Aspekte 26
Vernetzung und Kooperation 26
Statistik 27
Ergebnisse der Hilfe 28
Schlüsse und Folgerungen für das Folgejahr 31
Qualitätsnachweise _____________________________________________ 32
Stellenplan Ambulante Dienste 32
Qualitätsnachweis – Prälat-Schleich-Haus 33
Qualitätsnachweis – Aenne-Mangold-Haus 35Seite 7 von 44
Akzente
1
AKZENTE
Corona-Pandemie Das Berichtjahr 2020 war ein besonderes Jahr.
Geprägt von der Corona-Pandemie galt es, die zusätzlichen
Anforderungen zu antizipieren, die im Zuge der Corona-
Pandemie an die Wohnungslosenhilfe gerichtet wurden als
auch fortlaufend die in diesem Zusammenhang erforderlichen
Maßnahmen zu planen und umzusetzen.
Einerseits musste die Verbreitung des Infektionsgeschehens
eingedämmt werden. Anderseits ist ein existenzsicherndes
und teilhabeorientiertes Hilfeangebot für Menschen in
Wohnungsnot unverzichtbar. Der Ausbruch eines
Infektionsgeschehens in der Mitarbeiterschaft oder unter den
Nutzer*innen der Hilfe würden die infizierten Menschen, deren
Bezugspersonen und auch das Hilfeangebot gefährden.
In dieser herausfordernden Situation setzte die
Wohnungslosenhilfe der Caritas Bonn auf die
teilhabeorientierte Ausrichtung der Hilfe, die gewachsenen
Strukturen der Zusammenarbeit und auf die hohe Motivation
der Mitarbeitenden, durchgängig eine qualifizierte Hilfe
vorzuhalten.
Vor allem zu Beginn der Pandemie wurde im
Zusammenwirken mit der Wache GABI insbesondere bei den
Personen, die sich auf der Wiese vor dem Prälat-Schleich-
Haus aufhalten, darauf hingewirkt, die Abstandsregelungen
einzuhalten und die Corona-Pandemie ernst zu nehmen.
Die zusätzlich von der Fachstelle für Wohnungsnotfälle in
Bonn geschaffenen Unterkunftsmöglichkeiten und die
vielfältigen Spenden verhinderten existenzbedrohende
Mangelsituationen unter den Bedürftigen, die durch die
Einschränkungen der Corona-Pandemie ausgelöst worden
wären.
In enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt wurden
die erforderlichen Maßnahmen entwickelt und umgesetzt, um
eine Ausbreitung der Corona-Pandemie in unseren
Wohnangeboten zu vermeiden.
Die teilhabeorientierte Ausrichtung spricht die betreuten
Menschen als Verantwortungsträger auch für die Gestaltung
des Miteinanders an. Im Zusammenhang mit der
entsprechenden Informationsvermittlung zur Corona-Seite 8 von 44
Akzente
2
Pandemie konnten so die Nutzer*innen unserer Hilfen ihren
wirksamen Beitrag zur Vermeidung einer Ausbreitung des
Corona-Virus leisten.
Die hohe Motivation der Mitarbeitenden, ein qualifiziertes
Angebot vorzuhalten, stellte sicher, dass das Hilfeangebot
durchgängig zur Verfügung stand und die bedürftigen
Menschen Verbindlichkeit erlebten.
Insgesamt stießen so die Maßnahmen zur Vermeidung einer
Ausbreitung der Corona-Pandemie auf sehr hohe und breite
Akzeptanz.
Im Berichtsjahr wurde nur ein Bewohner der
Wohneinrichtungen (bei insgesamt 195 Plätzen) positiv auf
das Corona-Virus getestet. Er hatte sich während eines
Praktikums in einem Pflegeheim mit dem Corona-Virus
infiziert.
Auf dieser Grundlage konnten die Hilfen lediglich mit
geringfügigen Kapazitäts- und Angebotseinschränkungen
durchgängig aufrechterhalten werden.
Weiterentwicklung der
Angebotsstruktur
Um der Wohnungsknappheit entgegen zu wirken, wurde im
Berichtsjahr mit dem Neubau des Apartmenthauses für junge
wohnungslose Männer begonnen. Geplant ist, dass das
Gebäude mit sieben Apartments 2021 in Betrieb geht.
Die Maßnahmen zur Verbesserung des gebäudlichen und
anlagetechnischen Brandschutzes im Prälat-Schleich-Haus
konnte trotz der Corona-Pandemie fortgesetzt werden. In
diese Maßnahme eingeschlossen war die Sanierung von
Sanitärbereichen im Prälat-Schleich-Haus.
Weiterhin wurde der Umbau der Notübernachtung
abgeschlossen.
DANKE Das sehr kräftezehrende Jahr 2020 hat verdeutlicht, dass die
besonderen Herausforderungen ein solidarisches Miteinander
erfordern. Auf Grundlage dieses Miteinanders entstehen die
Lösungen und die Zukunftsperspektiven.
An dieser Stelle gilt es, einen großen Dank an alle
auszusprechen, die wohnungslose Menschen während der
Corona-Pandemie unterstützt haben.Seite 9 von 44
Ambulante Dienste
3
AMBULANTE DIENSTE
Straßensozialarbeit
Corona-Pandemie Zu Beginn der Corona-Pandemie und in wiederkehrenden
Lockdown Phasen wurde seitens der Bundesregierung die
Empfehlung „Bleiben Sie zu Hause“ herausgegeben. Für
Menschen, die auf der Straße leben, ist dies in vielerlei Hinsicht
herausfordernd und zeigt einmal mehr den
gesamtgesellschaftlichen Auftrag der Wohnungslosenhilfe.
Die Wohnungslosenhilfe bringt die Perspektive von
wohnungslosen Menschen ein. Nicht mit der Zielsetzung,
Parallelwelten zu organisieren, sondern den Betroffenen in der
existenzbedrohenden Lebenslage zur Seite zu stehen und die
Chancen auf Teilhabe zu eröffnen.
Nicht mehr praktikable Versorgungstrategien und fehlende
soziale Kontakte konfrontieren Menschen, die ihren
Lebensmittelpunkt auf der Straße haben, mit hohen
zusätzlichen Anforderungen.
Bedeutsam unter den Bedingungen der Corona-Pandemie ist,
dass sich die Betroffenen nicht in eine soziale Isolation
zurückziehen, sondern durchgehend wirksame Unterstützung
erleben und in Beziehung zum Hilfesystem bleiben.
Langfristige Einzelfallhilfe und Motivationsarbeit kann nur
gelingen, wenn die Existenz gesichert ist und kein Mangel an
Versorgung und Schutz entsteht. Bisher funktionierende
Anschlussmöglichkeiten und freie Zugänge zu vorhandenen
Angebotsstrukturen mussten an notwendige Hygiene- und
Schutzmaßnahmen angepasst werden und erschwerten die
Lebensbewältigung für die Betroffenen.
Solidarische
Stadtgesellschaft
Dank vieler Bonner Bürger*innen, Vereinen, Stiftungen und
Notfallmitteln ist es gelungen, Versorgungsengpässen
entgegenzuwirken und ausreichend Schutzmaterialen sowie
Lebensmittel zur Verfügung zu stellen.
Auf verstärkt durchgeführten Versorgungsrundgängen im
Bonner Stadtgebiet konnten z.B. Bäckereigutscheine,
Schutzmasken, Desinfektionsmittel, haltbare Lebensmittel,
Wasser etc. zu den Menschen auf der Straße gebracht werden.
Aufgrund großzügiger Spenden konnten Winterschuhe für
wohnungslose Menschen gekauft werden. Diese wurden,Seite 10 von 44
Ambulante Dienste
4
genauso wie Bekleidungsgutscheine, Schlafsäcke und
Isomatten, bedarfsgerecht verteilt.
Verstärkte Präsenz in
den Sozialräumen
sichert die Verbindung
zum Hilfesystem
Durch die verstärkte sozialarbeiterische Präsenz an den
Lebensmittelpunkten der obdachlosen Menschen wurden über
die materielle Versorgung hinaus Informationen über die
angepasste Angebotsstruktur gestreut. So beispielsweise der
Hinweis auf ein Außenwaschbecken mit freiem Zugang auf
dem Gelände des Prälat-Schleich-Hauses, die Möglichkeit,
nach Anmeldung zu duschen und die Öffnungszeiten der
Kleiderkammer.
Das Ziel von Straßensozialarbeit, obdachlose Menschen zur
Inanspruchnahme von existenzsichernden Hilfen,
Notübernachtung und Versorgung, aber auch Beratung und
perspektivischer Hilfen zu motivieren, konnte durch die gute
Vernetzung zu externen Kooperationspartnern und internen
Hilfestrukturen auch in Pandemiezeiten weiter verfolgt werden.
Insgesamt kam es im Jahr 2020 zu 1.835 Kontakten (2019:
1.469; 2018: 1.503; 2017:1.300). Diese deutliche Steigerung im
Berichtsjahr spiegelt die erhöhte Notwendigkeit der Versorgung
wider. Gerade zu Beginn der Corona-Pandemie wurde die
Straßensozialarbeit durch die Mitarbeiter*innen anderer
Angebote der Ambulanten Dienste unterstützt.
270 Personen sind uns namentlich bekannt (2019: 250; 2018:
250; 2017: 300). Darunter waren 38 Erstkontakte (2019: 34;
2018: 19; 2017: 15) ähnlich zum Vorjahr.
Wirkungen Im Jahr 2020 konnte die Straßensozialarbeit, neben der
Vermittlung psychiatrischer und medizinischer Hilfen…
… 69 Personen durch Vermittlungen in Notübernachtungen
(57) oder weiterführende Wohnhilfen (12) bei der Überwindung
von Obdachlosigkeit unterstützen.
… 32 Personen in einen geregelten Leistungsbezug vermitteln.
…37 Personen nachhaltig in die Suchthilfe vermitteln.
In den Wintermonaten wurden im Berichtsjahr gleichbleibend
zu 2019 80 Frauen und Männer aufgesucht, die obdachlos
waren (2019: 80; 2018: 70; 2017: 90).
Viele Menschen, die im Winter obdachlos sind, besitzen keine
deutsche Staatsbürgerschaft und haben keinen Anspruch auf
Leistungen zur Eingliederung.Seite 11 von 44
Ambulante Dienste
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„Kalte Nächte“ In den Monaten Januar und Februar 2020 waren die
Temperaturen vergleichsweise mild, so dass das Angebot
„Aufenthalt in kalten Nächten“ in der City-Station nicht
vorgehalten wurde. In den Monaten November und Dezember
2020 konnte die City-Station auf Grund des Lockdowns und der
bestehenden Corona-Schutzverordnung weder für ein „Angebot
in kalten Nächten“ noch als Tagesaufenthalt öffnen.
Die Stadt Bonn stellte dankenswerterweise zusätzliche
Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung, so dass eine
ausreichende Versorgungslage jederzeit gegeben war.
2020 konnte leider nur eine medizinische Sprechstunde im
Februar angeboten werden. Es wurden durch den Einsatz einer
ehrenamtlichen Ärztin sechs Personen behandelt bzw.
Regelbehandlungen initiiert. Drei der Personen waren nicht
krankenversichert.
Perspektiven für
obdachlose Frauen
Im Rahmen der Straßensozialarbeit betreuen wir
wohnungslose Frauen, die keinen Zugang zu nachhaltig
wirksamen Hilfestrukturen finden. Sie sind über längere
Zeiträume obdachlos und können die bestehenden
Wohnangebote nicht nutzen. Hier ist es unser Ziel, ein
zusätzliches Wohnangebot zu konzeptionieren, damit diese
Frauen menschenwürdig wohnen können.
Tagesaufenthalt in der City-Station
Die City-Station ist ein wichtiger Treffpunkt und Aufenthaltsort
für Menschen in Wohnungsnot. Die größte Auslastung gibt es
dabei zur Mittagszeit, während des Mahlzeitendienstes. Der
Mahlzeitendienst stellt zum einen eine konkrete
lebenspraktische und existenzsichernde Hilfe dar. Zum
anderen soll durch den Mahlzeitendienst die Einstiegsschwelle
zum Hilfsangebot der gesamten Wohnungslosenhilfe sinken.
Zu Menschen, denen es ansonsten schwerfällt, eine
verbindliche Hilfe anzunehmen, kann hier behutsam Kontakt
aufgebaut werden.
Mit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 musste der
Tagesaufenthalt schließen. Um den Auftrag der
Grundversorgung dennoch sicherzustellen und die Möglichkeit
der Kontaktverstetigung trotz Abstandsregelungen und
sonstigen Schutzmaßnahmen aufrechtzuerhalten, wurde das
Essensangebot auf einen „Mahlzeitendienst to go“ umgestellt.Seite 12 von 44
Ambulante Dienste
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Auch wenn es zwischenzeitlich, insbesondere in den
Sommermonaten, zu einer begrenzten Wiederöffnung des
Gastraumes kam, blieb es bei diesem Verfahren.
Statistik Mahlzeitendienst
2015 2016 2017 2018 2019 2020
Mittagstisch 38.521 39.211 38.311 38.641 37.314 39.976
Frühstück 1.435 1.808 1.826 2.083 2.239 1.072
Die Unterstützung durch Spender*innen war 2020 enorm. Die
Nutzer*innen des Mahlzeitendienstes zahlen einen Euro für
ein Mittagessen. Der Restbetrag von 1,90 Euro wird durch die
Spenden und Eigenmittel gedeckt. Wir bedanken uns ganz
herzlich bei allen Spender*innen, die den Mahlzeitendienst
Jahr 2020 mit 57.063 € unterstützten!
Das Engagement und die Unterstützung gingen jedoch auf
vielfältige Weise über die Spenden für den Mahlzeitendient
hinaus. Neben Sachspenden für die Kleiderkammer,
Schlafsäcken, Thermokleidung etc. konnte durch eine sehr
großzügige Spende des Vereins Weihnachtslicht e.V. damit
begonnen werden, den Gastraum der City-Station an die
notwendigen Hygienestandards anzupassen, z.B. durch die
Sanierung der sanitären Anlagen. Geplant ist, 2021 eine neue,
zeitgemäße Möblierung, die unempfindlicher auf
Desinfektionsmaßnahmen reagiert, anzuschaffen.
Tagesstrukturierende
Aktivitäten
Eine regelmäßige Angebotsstruktur soll…
… den Weg zu nachhaltig wirksamen Hilfen ebnen.
… die Bindung zu unserem Hilfeangebot stärken.
… den Gästen helfen, ihren Alltag zu strukturieren.
Die Gäste werden mit diversen Aktivitäten und Angeboten
durch das Jahr begleitet.
Mit diesem Ziel begann auch das Jahr 2020. Das jährliche
„Inner Wheel Buffet“ mit 65 Personen, sowie ein fröhlicher
Karnevalsnachmittag und die Karnevalssitzung des Vereins
„Knatsch verdötscht e.V.“ ließen das Jahr 2020 wie gewohnt
starten.
Allerdings erforderten die darauffolgenden massiven
Einschränkungen im Rahmen der Pandemie dieSeite 13 von 44
Ambulante Dienste
7
Notwendigkeit, umzudenken. Planungen mussten verworfen
werden, um dem Infektionsschutz Rechnung zu tragen.
Da für viele Klient*innen soziale Isolation durch die
gesellschaftlichen Auswirkungen der Pandemie eine große
Rolle spielte, wurde der Fokus nun auf Angebote, die über
Distanz zu einem Zugehörigkeitsgefühl führen, gelegt.
Darunter fielen beispielsweiße Postkartenaktionen,
Gewinnspiele oder das Fotoprojekt #StayAtHome. Außerdem
wurden Freiluftkonzerte veranstaltet sowie Rätsel und
Basteltüten ausgegeben.
Den Höhepunkt jedes Jahres erleben Klient*innen,
ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende an
Heiligabend. Traditionell steht ein feierliches Weihnachtsessen
in der Kapelle des Prälat-Schleich-Hauses mit Begegnung,
Besinnlichkeit und der Erfahrung von Zugehörigkeit an. Doch
dieses Jahr war Heiligabend geprägt von Unsicherheiten
hinsichtlich der Corona-Pandemie, der Notwendigkeit von
Schutzmaßnahmen und Abwägungen. Es wurde entschieden,
das Angebot des Mahlzeitendienstes an Heiligabend zeitlich
auszuweiten und zu entzerren, um ein „Weihnachtsessen to
go“ anbieten zu können. Die gespendeten Geschenke
verschiedenster Kirchengemeinden und des Familienzentrums
Menschenkinder e.V. wurden bereits in der Weihnachtswoche
verteilt. Insgesamt konnten 250 Weihnachtsessen und ebenso
viele Geschenke verteilt werden.
Situation auf dem
Gelände vor der City-
Station
Die Problematik der gewalttätigen Eskalationen auf dem
Gelände vor dem Prälat-Schleich-Haus hat im Berichtsjahr
abgenommen. Dies ist u.a. damit zu erklären, dass auch der
Personenkreis, der oftmals durch massive
Verhaltensauffälligkeiten, Drogen- und/ oder Alkoholkonsum
oder psychischen Auffälligkeiten in Erscheinung tritt, mit
Unterstützung von Polizei und Ordnungsamt dazu angehalten
wurde, die Corona-Abstandsregeln einzuhalten.
Weiterentwicklung des
Außengeländes
Gemeinsam mit dem Planungsbüro, das die Gestaltung der
Grünflächen rund um die Sanierung der Viktoriabrücke plant,
wurde ein Konzept für die Gestaltung der Wiese vor der City-
Station entwickelt, Die Planung hat das Ziel, die Grünflächen
so zu gestalten, dass sich schutzbedürftige Menschen dort
gerne aufhalten. Hierzu gehört auch, dass die gestalterischen
Maßnahmen einen Beitrag leisten, um Drogenhandel und
gewalttätige Eskalationen an diesem Ort entgegen zu wirken.Seite 14 von 44
Ambulante Dienste
8
Notübernachtung
Das Angebot der Notübernachtung richtet sich ausschließlich
an Männer. Die Aufnahme kann rund um die Uhr erfolgen.
Im Zuge des Umbaus der Notübernachtung war die
Notübernachtung übergangsweise in die Räumlichkeiten einer
neu errichteten Wohngemeinschaft umgezogen. Hiermit
verbunden war ein großzügigeres Raumangebot. Im Zuge der
Corona-Pandemie musste die Aufnahmekapazität der
Notübernachtung jedoch deutlich reduziert werden, um
Infektionsrisiken zu minimieren.
Im Jahr 2020 nutzten 332 Personen die Notübernachtung
(2019: 608). Dabei kam es zu 449 Aufnahmen (2019: 952).
Nutzerzahl und Altersstruktur
2017 2018 2019 2020
18 – 30 Jahre 161 24,7 % 122 20,3 % 136 22,4 % 67 20,2%
31 – 40 Jahre 198 30,4 % 176 29,3 % 170 28.0 % 111 33,4%
41 – 50 Jahre 157 24,1 % 155 25,8 % 162 26,6 % 81 24,4%
51 – 60 Jahre 99 15,2 % 97 16,2 % 93 15,3 % 59 17,8%
61 Jahre und älter 37 5,7 % 50 8,3 % 47 7,7 % 14 4,2%
652 100 % 600 100 % 608 100 % 332 100 %
Belegungstage und Verweildauer pro Nutzer
2017 2018 2019 2020
Belegungstage 3.717 3.763 4085 1906
Verweildauer pro Klient 5,70 6,30 6,72 5,74
Die durchschnittliche Verweildauer betrug je Aufenthalt 4,2
Tage (2019: 4,3Tage).
Die Notübernachtung hat nicht nur die Aufgabe der
unmittelbaren Existenzsicherung. Sie soll im Zusammenwirken
mit der Fachberatung Hilfesuchende so rasch wie möglich in
weiterführende, langfristig wirksame Hilfeangebote vermitteln
und so einen möglichst nachhaltigen Beitrag leisten,
Obdachlosigkeit zu überwinden.Seite 15 von 44
Ambulante Dienste
9
Vermittlung in weiterführende Hilfen
2017 2018 2019 2020
Stationäre Hilfe nach §§ 67 ff SGB XII 52 62 69 40
Andere Betreuungseinrichtung 0 9 7 0
LVR Klinik/Krankenhaus 31 21 19 9
Haus Sebastian/sonstige Notunterkünfte 168 179 191 144
Lebensgefährten/Bekannte/Familie 10 27 15 9
eigene Wohnung 0 0 0 1
Anzahl der Vermittlungen 257 298 301 203
203 Aufenthalte mündeten in eine Anschlusslösung. Das
entspricht einem Anteil von 45 % (2019: 31,6 %).Seite 16 von 44
Ambulante Dienste
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Fachberatung
Die Fachberatung unterstützte im Berichtsjahr 711 Frauen und
Männer (2019: 817). Der Altersdurchschnitt lag bei 42,7
Jahren (2019 42,2 Jahre).
Der Anteil der Frauen betrug 19,7 % (2018: 22,4 %). 254
Betreuungsverläufe wurden aus dem Vorjahr übernommen
(2019: 256). 457 Neuzugänge begannen im Jahr 2020 die
Hilfe (2019: 561). Hierunter waren 322 Erstauftritte (2019:
337) und 135 Wiederauftritte (2019: 224). 333
Betreuungsverläufe wurden im Jahr 2021 fortgesetzt.
Insgesamt hat die Anzahl der Menschen, welche die
Fachberatung nutzen, abgenommen. Vor allem hat die Anzahl
der Menschen abgenommen, welche die Fachberatung im
Zusammenhang mit drohender Wohnungslosigkeit nutzten.
Hintergrund ist möglicherweise der verstärkte
Kündigungsschutz für Mieter*innen im Zuge der Corona-
Pandemie.
Die Wohnsituation der betreuten Klient*innen ist in der
folgenden Übersicht dargestellt:
Fachberatung
Wohnsituation bei Beginn der Hilfe
bzw. bei Übernahme aus dem
Vorjahr am Stichtag 1.1. (alle
Klient*innen )
Wohnsituation bei Abschluss bzw.
Übernahme in das Folgejahr alle
Klient*innen )
Wohnsituation/Jahr 2017 2018 2019 2020 2017 2018 2019 2020
eigene Wohnung 254 246 279 231 271 296 309 247
Familie, Partner 53 69 64 79 45 42 52 62
Betreuungssituation 11 9 9 6 52 82 71 85
Gesundheitssystem 3 4 5 6 5 1 14 4
Summe 321 328 357 322 368 421 446 398
Integrationsquote 44 % 45 % 44 % 45 % 51 % 58 % 55 % 56 %
Bekannte 119 136 175 157 90 93 139 134
Not- /Ersatzunterkunft 94 86 94 70 141 93 157 59
obdachlos 201 177 188 159 129 111 112 119
Haft 0 1 1 3 2 5 3 1
keine Angabe 0 0 2 0 0 5 10 0
Summe 414 400 460 389 367 307 371 313
Gesamt 735 728 817 711 735 728 817 711Seite 17 von 44
Ambulante Dienste
11
Altersstruktur
2017 2018 2019 2020
18 – 30 Jahre 136 18,5 % 155 21,3% 211 25,8% 171 24,1%
31 – 40 Jahre 168 22,9 % 160 22,0% 174 21,3% 153 21,5%
41 – 50 Jahre 196 26,7 % 164 22,5% 182 22,3% 171 24,1%
51 – 60 Jahre 154 21,0 % 161 22,1% 160 19,6% 135 19,0%
61 Jahre und älter 81 11,0 % 88 12,1% 90 11,0% 81 11,4%
735 100 % 728 100 % 817 100 % 711 100 %
Genauso wie im Vorjahr ist die Altersgruppe der 18-30jährigen
die größte Altersgruppe (2020 gemeinsam mit der Gruppe der
41-50jährigen).
Integrationsquote 316 Personen lebten zu Hilfebeginn oder bei Übernahme aus
dem Vorjahr in einer eigenständigen Wohnsituation oder in
einer Betreuungssituation (2019: 352), 6 wechselten aus dem
Gesundheitssystem in die Fachberatung (2019: 5). Die
Integrationsquote betrug bei Hilfebeginn bzw. bei Übernahme
aus dem Vorjahr somit 45 % (2019: 44 %). Bei Abschluss der
Hilfe bzw. bei Übernahme in das Folgejahr betrug die
Integrationsquote 56 % (2019: 55 %).
Wohnungslosigkeit
vermeiden
Bei den Personen aus der Gruppe, die bei Übernahme aus
dem Vorjahr bzw. bei Hilfebeginn im Berichtsjahr nicht
wohnungslos waren, weil sie in einer eigenständigen
Wohnsituation oder in einer Betreuungssituation lebten
(n=316) und bei denjenigen, die aus einer stationären
Behandlung zur Fachberatung wechselten (n=6), lag die
Integrationsquote bei Abschluss der Hilfe oder bei Übernahme
in das Folgejahr 2021 bei 92 % (n=290) (2019: 94%; n=337).
Wohnungslosigkeit
überwinden
In der Gruppe, die bei Übernahme aus dem Vorjahr oder bei
Hilfebeginn im Berichtsjahr wohnungslos war (n=389), lebten
bei Abschluss der Hilfe in der Fachberatung bzw. bei
Übernahme in das Folgejahr 2021 104 Personen in einer
eigenständigen Wohnsituation oder in einer
Betreuungssituation (2019: 109). Hierunter lebten 34 in einer
eigenen Wohnung, 3 bei ihrer Familie und 67 in einer
Betreuungssituation (2 Gesundheitssystem). Die
Integrationsquote betrug 27 % (2019: 24 %).Seite 18 von 44
Ambulante Dienste
12
Obdachlosigkeit
überwinden
Von den 159 Personen, die bei Hilfebeginn oder bei
Übernahme aus dem Vorjahr obdachlos waren, konnten 47
die Obdachlosigkeit überwinden, indem sie eine eigene
Wohnung bezogen (5), zur Familie (zurück)-zogen (2) oder
aber in eine Betreuungssituation (40) wechselten.
Weiterhin wechselten…
…12 Personen in eine Not- oder Ersatzunterkunft.
…zwei Personen zu Bekannten.
98 Personen waren sowohl bei Hilfebeginn bzw. Übernahme
aus dem Vorjahr 2019 als auch bei Hilfeabschluss bzw. bei
Übernahme in das Folgejahr 2021 obdachlos. Sie konnten die
Obdachlosigkeit nicht überwinden.
Die Quote der Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft
betrug in dieser Gruppe 55 % (bezogen auf alle Klient*innen in
der Fachberatung 36 %).
Ohne Anspruch auf Eingliederungsleistungen haben diese
Menschen nur dann eine Chance, ihre Notlage zu überwinden,
wenn sie in ihr Heimatland zurückkehren oder wenn sie in
Deutschland einer Erwerbstätigkeit nachgehen.Seite 19 von 44
Ambulante Dienste
13
Ambulante Wohnhilfe in Wohngemeinschaften
Die ambulanten Wohnhilfen in Wohngemeinschaften sind die
Alternative zu einer Unterbringung nach dem
Ordnungsbehördengesetz, wenn andere Hilfeformen nicht in
Frage kommen, um Obdachlosigkeit zu vermeiden, und eine
umfassendere Versorgung zur Alltagsbewältigung, wie sie im
Wohnhaus Kaiserstraße möglich ist, nicht erforderlich ist.
Ziel der Ambulanten Wohnhilfen in den Wohngemeinschaften
ist es, dass die Bewohner an die üblichen Lebensvollzüge (d.h.
an die ökonomische, soziale und kulturelle Umwelt)
anschließen können. Durch situative Hilfe zur
Alltagsbewältigung und sozialarbeiterische Begleitung kann
dies gewährleistet und Obdachlosigkeit verhindert werden.
Diese Hilfe konnte, angepasst an strenge Hygiene- und
Schutzstandards, auch in Zeiten der Pandemie fortgeführt
werden. Es ist uns gelungen, die helfenden Beziehungen
aufrechtzuerhalten und Einsamkeitstendenzen
entgegenzuwirken. Zudem ist ein positiver Effekt
herauszustellen: Im Zusammenhang mit den Einschränkungen
im gesellschaftlichen Leben konnte der Zusammenhalt unter
den Bewohnern gestärkt und positive Effekte im sozialen
Miteinander gefördert werden.
Im Jahr 2020 wurden die Wohnhilfen in Wohngemeinschaften
von 26 Männern in Anspruch genommen (2019:28; 2018: 27).
Wie auch im letzten Jahr lag das Durchschnittsalter bei 50
Jahren.
Alle Hilfeprozesse wurden auch im Folgejahr 2021 fortgesetzt.
2020 betrug die durchschnittliche Verweildauer aller Bewohner
neun Jahre.
Leistungen nach dem SGB II bezogen 15 Bewohner. Acht
Bewohner erhielten Rente oder Sozialhilfe. Einzelne Bewohner
fanden im Zusammenhang mit einer stabilen
existenzgesicherten Lebenssituation eine Erwerbsarbeit. Im
Jahr 2020 verfügten…
…fünf Bewohner über Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit,
wovon zwei Bewohner zusätzlich aufstockende Leistungen
nach dem SGB II bezogen.Seite 20 von 44
Ambulante Dienste
14
…drei Bewohner befanden sich zu Beginn des Berichtsjahres in
Maßnahmen des Jobcenters, die auf Grund der Corona-
Pandemie beendet wurden.
Kontinuierlich wird, gemeinsam mit den Bewohnern, an
räumlichen, einrichtungsspezifischen Verbesserungen
gearbeitet, beispielsweise der Gartenpflege, kleinere
Renovierungen der Zimmer und Verbesserung der Ausstattung.
Ambulante Wohnhilfe - Wohnhaus Kaiserstraße
Die ambulante Wohnhilfe im Wohnhaus Kaiserstraße ist
insbesondere auf die Bedürfnisse wohnungsloser Männer mit
schwerwiegenden Suchterkrankungen und/ oder psychischen
Problemen ausgerichtet. Für viele der Bewohner stellen die
Organisation des Alltags und soziale Interaktionen, wie die
Bewältigung von Konflikten, hohe Anforderungen dar. Fehlende
Akzeptanz eigener Krankheitsbilder und damit verbundene
fehlende Behandlungsbereitschaft machen eine umfassende
Unterstützung und Begleitung notwendig. Mit dem Hilfsangebot
soll Wohnungslosigkeit vermieden werden.
Im Wohnhaus Kaiserstraße wohnten im Berichtsjahr 36 Männer
(2019: 34), Hierunter waren vier Neueinzüge.
Drei Bewohner schlossen die Hilfe in 2020 ab:
Ein Bewohner wurde in ein Pflegeheim vermittelt, ein Bewohner
wurde inhaftiert und ein Bewohner zog zu seinen Verwandten.
Zwei Bewohner sind im Berichtsjahr verstorben.
Die Verweildauer aller Bewohner betrug 6,0 Jahre (2019: 6,3
Jahre).
Altersstruktur
2017 2018 2019 2020
31 – 40 1 2,6% 1 2,8 % 1 2,9% 1 2,8%
41 – 50 5 13,2% 6 16,7 % 4 11,8% 5 13,9%
51 – 60 18 47,4% 16 44,4 % 13 38,2% 14 38,9%
älter als 60 14 36,8% 13 36,1 % 16 47,1% 16 44,4%
38 100 % 36 100 % 34 100% 36 100 %Seite 21 von 44
Ambulante Dienste
15
Der Altersdurchschnitt belief sich 59,6 Jahre.
Eine ergänzende Hilfe zur Pflege nutzten 13 Bewohner (2019:
12; 2018: 13). Die Anzahl der Notwendigkeit einer zusätzlichen
Unterstützung durch eine gesetzliche Betreuung erhöhte sich
im Berichtsjahr auf zwölf Bewohner (2019: 8; 2018: 16).
Zwei Bewohner konnten sich soweit stabilisieren, dass sie einer
regelmäßigen Arbeit nachgehen konnten (2019:3; 2018: 1).
Nahezu alle Bewohner nahmen hausärztliche Hilfen in
Anspruch. Zusätzlich erhöhte sich der Bedarf an
psychiatrischen und neurologischen Behandlungen (10).
Hieraus konnten sich drei Bewohner durch eine engmaschige
Begleitung und Unterstützung auf längerfristige Behandlungen
in Form von Verhaltenstherapien einlassen. Ein Bewohner
brach die Therapie im Laufe des Berichtsjahrs ab.
Die Corona-Pandemie machte auch im Wohnhaus veränderte
Strukturen, angepasste Hygienekonzepte und bauliche
Veränderungen notwendig. Durch großzügige Spenden gab es
zu keiner Zeit einen Mangel an Schutzmaterialen und es gelang
uns, den Hof als Aufenthaltsmöglichkeit, z.B. durch die
Anbringung einer wetterbeständigen Markise, zu nutzen. Somit
konnte die räumliche Situation entzerrt werden.
Der erhöhte Personalbedarf wurde durch Mitarbeiter gedeckt,
die ansonsten in der City-Station tätig sind.
Das soziale Miteinander im Rahmen von gemeinsamen
Aktivitäten und Festen musste komplett eingestellt werden.
Diese Maßnahmen zum Infektionsschutz gehen mit dem Risiko
von Vereinsamungstendenzen einher. Diesem Risiko wurde mit
verstärkter Einzelfallhilfe entgegengewirkt.
Ende des Jahres erkrankte ein Bewohner an Covid-19. Durch
die getroffenen Maßnahmen und die enge Abstimmung mit dem
Gesundheitsamt wurde kein weiterer Bewohner und kein*e
Kolleg*in angesteckt.
Durch den Einbau einer neuen Brandmeldeanlage konnte der
Schutz der Bewohner deutlich erhöht werden.Seite 22 von 44
Betreutes Wohnen
16
BETREUTES WOHNEN
Im Jahr 2020 wurden 57 Personen betreut (2019: 62). Zehn
Nutzer*innen wurden neu aufgenommen (2019: 17). Unter den
57 Nutzer*innen waren sechs Frauen. Von den Neuaufnahmen
nutzten sechs im Vorfeld die stationäre Hilfe nach §§ 67 ff SGB
XII und vier die Fachberatung.
Das Durchschnittsalter der Nutzer´*innen lag bei 51 Jahren
(2019: 50,9).
Von den 57 Nutzer*innen wohnten alle in eigenem Wohnraum,
hiervon 18 in Wohnraum, den die Caritas Bonn als
Zwischenmieter angemietet hat.
Die Caritas Bonn leistet so einen wesentlichen Beitrag im Sinne
des Grundsatzes „ambulant vor stationär“.
Von den 57 Leistungsberechtigten fielen 53 in die Zuständigkeit
des LVR.
Insgesamt wurden 4.242,5 Dienstleistungsstunden
abgerechnet.
Ergebnisse Vier Nutzer*innen schlossen die Hilfe in 2020 ab. Zwei Nutzer
verstarben. Die durchschnittliche Verweildauer der Beender
betrug 843 Tage (2019: 818 Tage).
Von den vier Nutzer*innen, welche die Hilfe abschlossen,
wechselte einer in das Wohnhaus Kaiserstraße 7, drei Nutzer
beendeten die Hilfe planmäßig und lebten bei Abschluss in ihrer
eigenen Wohnung.
Zwei Nutzer verstarben im Zusammenhang mit
schwerwiegenden Erkrankungen.
Von den 57 Nutzer*innen waren 45 erwerbsfähig. Von diesen
gingen im Berichtsjahr 26 einer Erwerbstätigkeit nach.
Insgesamt entspricht dies einer Erwerbsquote von 58 % (2019:
46 %). Von den 26 erwerbstätigen Nutzer*innen waren acht
sozialversicherungspflichtig bei der Caritas Bonn beschäftigt.
Personelle Situation 2020 waren drei VK Sozialarbeit/Sozialarbeiterin eingesetzt und
eine Studentin der Sozialarbeit im Umfang von 0,125 VK, die im
Betreuten Wohnen im Rahmen ihres Dualen Studiums ihren
Praxisteil leistet. Ab Dezember 2020 ist weiterhin ein
Sozialarbeiter im Anerkennungsjahr im Betreuten Wohnen tätig.Seite 23 von 44
Betreutes Wohnen
17
Schwerpunkt Arbeit Eine Erwerbsperspektive oder eine Erwerbsarbeit sind für die
Nutzer*innen von sehr großer Bedeutung. Für viele ist es
wichtig, „nicht mehr zum Amt zu müssen“ und etwas Sinnvolles
zu tun. Die Erwerbsquoten unter den erwerbsfähigen
Nutzern*innen liegen nun schon seit mehreren Jahren bei um
die 50 %. Dies ist auch deshalb möglich, weil die Caritas Bonn
vorangeht und ehemals wohnungslose Menschen
sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
Schwerpunkt
Vernetzung
Die Wohnungslosenhilfe der Caritas Bonn versteht sich als Teil
des „üblichen Hilfesystems“ und nicht als „Parallelstruktur für
Obdachlose“. So wird nun Teilhabe gefördet, indem ergänzend
zu den Hilfen nach § 67 SGB XII auch die übrigen Hilfen den
Menschen zur Verfügung stehen.
Das Betreute Wohnen nach § 67 SGB XII ist eingebunden in
das Hilfesystem der Wohnungslosenhilfe. Es profitiert in diesem
Zusammenhang von den fach- und trägerübergreifenden
Kooperationen der Caritas Bonn und der Wohnungslosenhilfe.
Das Betreute Wohnen ist vertreten in den Gremien unseres
Spitzenverbandes, der Katholischen Arbeitsgemeinschaft
Wohnungslosenhilfe und in den Kooperationsgremien, die das
Zusammenwirken von Polizei, Ordnungsamt und
Sozialverbänden in der Bonner Innenstadt koordinieren.
Supervision Supervision ist integraler Bestandteil der Qualitätssicherung.
Der in 2019 begonnene Supervisionsprozess wurde in 2020
bedingt durch die Corona-Pandemie nur eingeschränkt
fortgesetzt.
Schwerpunkt Corona-
Pandemie
Das Betreute Wohnen hat sich streng und pandemiekonform an
alle vorgegebenen Richtlinien gehalten. Es gab eine stetige
Abwägung zwischen notwendiger Face-to-Face
Kontaktaufnahme innerhalb der pandemiebedingten
Schutzmaßnahmen und dem Entgegenwirken sozialer Isolation
mittels telefonischer bzw. medialer Kontaktaufnahme.
Insgesamt intensivierte diese Situation den Bedarf der
Nutzer*innen des Betreuten Wohnens. Das Handeln des
Betreuten Wohnens unter den Schutzmaßnahmen zeigt sich für
die Nutzer*innen als große Hilfe und Unterstützung, um in
dieser Situation Stabilität zu bewahren, den Alltag zu
bewältigen und sozialer Isolation zu entgehen.Seite 24 von 44
Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus
18
STATIONÄRE HILFE NACH § 67 SGB XII IM PRÄLAT-SCHLEICH-HAUS
Im Prälat-Schleich-Haus stehen 84 Plätze für die stationäre
Betreuung nach §§ 67 SGB XII zur Verfügung. Das Angebot
richtet sich ausschließlich an Männer.
Zielgruppe
2020 nutzten 162 Bewohner die stationären Wohnhilfen im
Prälat-Schleich-Haus (2019: 161). Dabei gab es 30.379
Belegungstage (2019: 30.355).
Zur Aufnahme von Bewohnern wurden im Jahr 2020 149 (2019:
182) Infogespräche mit Interessenten geführt. 114 Interessenten
kamen auf die Warteliste (2019: 129). Hiervon wurden 81
Bewohner in die stationären Wohnhilfen aufgenommen (2019:
78).
Die neuaufgenommenen Bewohner gaben folgende Anlässe für
den Wohnungsverlust an:
2018 2019 2020
Konflikte im Wohnumfeld 15 17 14
Mietschulden 12 10 7
Haftantritt 11 12 7
Familiäre Konflikte 11 19 23
Ortswechsel 4 7 8
Arbeitsplatzverlust 3 4 2
Unbekannt 3 0 0
Krankheit 2 0 4
langjährig wohnungslos 1 6 14
Beendigung einer Betreuungsmaßnahme 1 3 2
63 78 81
Bei den meisten Bewohnern spielten Konfliktsituationen beim
Entstehen von Wohnungslosigkeit eine bedeutende Rolle.
Neben den Anlässen, die in die Wohnungslosigkeit führten,
brachten die Bewohner eine Vielzahl an weiteren individuellen
Problemlagen mit, die im Einzelfall kumulieren, sich
wechselseitig verstärken und zu sozialen Schwierigkeiten und
Wohnungslosigkeit führen.Seite 25 von 44
Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus
19
Diese individuellen Exklusionsrisiken gilt es aufzuarbeiten, so
dass Teilhabe an den üblichen Lebensvollzügen (wieder)
möglich wird.
Den teilhabeorientierten Anstrengungen und Bemühungen der
Bewohner wirken die strukturellen Exklusionsrisiken – v.a. der
Nachfrageüberhang am Wohnungsmarkt – entgegen.
Anhand der nachfolgenden Darstellung lassen sich die
Problemstellungen, die von den Bewohnern bei Aufnahme in die
Einrichtung genannt werden, nachvollziehen
(Mehrfachnennungen):
2018 2019 2020
Wohnen, Wohnungsverlust 100 % 100 % 100 %
Umgang mit Behörden 79% 95% 83%
Ausbildung/Beruf/Arbeitslosigkeit 83% 86% 74%
mangelnde materielle Absicherung 60% 77% 59%
Überschuldung 72% 73% 73%
soziale Beziehungen 77% 73% 69%
soziale Isolation/Einsamkeit 66% 69% 57%
Suchtproblematik 74% 64% 75%
psychische Störungen 69% 53% 53%
körperliche Erkrankung/Behinderung 38% 42% 44%
Doppeldiagnose 54% 41% 47%
Gewalterfahrung 23% 22% 17%
Diskriminierungserfahrung 6% 12% 11%
Die Problemstellungen bzw. Schwierigkeiten der einzelnen
Bewohner kumulieren, so dass die Situation bei Aufnahme in
die Einrichtung oft ausweglos erscheint.
Die individuellen, kumulierenden Schwierigkeiten machen einen
ganzheitlichen professionell gesteuerten Hilfeprozess zur
Überwindung der besonderen sozialen Schwierigkeiten
erforderlich und unumgänglich.
Hervorzuheben ist der Anteil der Neuaufnahmen, der sowohl
unter einer Suchtproblematik als auch unter einer psychischen
Störung leidet („Doppeldiagnose“). Hier bestehen besondere
Anforderungen dahingehend, gemeinsam mit den Bewohnern
tragfähige Hilfeprozesse zu entwickeln.Seite 26 von 44
Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus
20
Personalsituation
Siehe Qualitätsnachweis.
Vernetzung und Kooperation
Im Zusammenhang mit gelebten Kooperationen gelingt es v.a.,
die Durchlässigkeit zu vorrangigen Hilfen sicherzustellen. Ein
Ziel der Hilfe ist, die Bewohner an die bedarfsgerechten
vorrangigen Hilfesysteme heranzuführen, wenn dies im
Zusammenhang mit den individuellen Schwierigkeiten geboten
ist. Als vorranginge Hilfesysteme seien z.B. die Suchthilfe, die
Sozialpsychiatrie, das Gesundheitssystem, die
Beschäftigungsförderung oder die Pflege genannt.
Einerseits wird so die Hilfe nach §§ 67 ff SGB XII
bedarfsgerecht ergänzt. Andererseits kann so der langfristige
und nachhaltige Anschluss an die üblichen Lebensvollzüge
gelingen.
Dabei vertreten wir die Auffassung, dass Wohnungslosigkeit
nicht den Menschen charakterisiert und kategorisiert, sondern
die Lebenslage beschreibt. Vor diesem Hintergrund ist es für
uns umso wichtiger, dass mögliche Kooperationspartner
unvoreingenommen auf unsere Bewohner zugehen.
Die Vernetzungen und Kooperationen zeigten sich auch im
Zuge der Corona-Pandemie als hilfreich. Die Bewohner
mussten allerdings deutlich mehr unterstützt werden, um den
Zugang zu ergänzenden und weiterführenden Leistungen und
Hilfen zu erhalten, da die Zugangsbarrieren aufgrund der
Corona-Pandemie i.d.R. deutlich erhöht wurden.
Besondere inhaltliche Aspekte
Die Corona-Pandemie
durch Verantwortung
bekämpfen…
Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurde das
Hygiene-Konzept kontinuierlich angepasst. Durch die
strukturellen Maßnahmen hat sich deshalb der
Einrichtungsalltag in vielfältiger Weise verändert.
Das Hygiene-Konzept kann allerdings nicht gegen die
Bewohner umgesetzt werden. Insofern ist es die vorrangigste
Aufgabe, die Bewohner und die Mitarbeitenden dabei zu
unterstützen, ihre Eigenverantwortung zur Bewältigung derSeite 27 von 44
Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus
21
Corona-Pandemie wahrzunehmen – schließlich wird das
Corona-Virus von außen in die Einrichtung getragen.
Im Berichtsjahr konnte das Auftreten einer Corona-Infektion bei
den Bewohnern der Einrichtung abgewendet werden. In enger
Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wurde in Verdachtsfällen
schnell und umfassend reagiert. Dabei wurden zeitweise zwei
zusätzliche Apartments eines Wohnhauses als Quarantäne-
Apartments vorgehalten, um mögliche Isolierungen kurzfristig zu
ermöglichen. Gleichzeitig wurden umfassend PCR-Testungen
durchgeführt.
Insgesamt konnten die Mitarbeitenden bei den Bewohnern eine
hohe Akzeptanz und Mitwirkungsbereitschaft hinsichtlich der
Maßnahmen erzeugen.
Sinnstiftende
Beschäftigung
Im Jahr 2020 wurden zusätzlich zum Stellenplan drei Bewohner
eingestellt, die über die Instrumente des SGB II (§ 16i und § 16e)
gefördert werden. Sie werden nun in einem geschützten
Rahmen an die Anforderungen einer Erwerbsarbeit und somit an
die gesellschaftliche Teilhabe herangeführt.
Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen dem
Bewohner, dem/der zuständigen Sozialarbeiter*In, dem
Arbeitstherapeuten und dem Arbeitgeber, um den Bewohner
adäquat fördern zu können.Seite 28 von 44
Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus
22
Statistik
In der stationären Hilfe nach §§ 67 ff SGB XII wurden 162
Bewohner betreut. 139 Bewohner waren deutsche Staatsbürger
(2019: 128).
Die folgenden Tabellen stellen die Altersstruktur und den
Familienstand der betreuten Männer dar:
Altersstruktur
2017 2018 2019 2020
18 – 30 Jahre 27 17,6 % 13 8,7 % 20 12,42% 24 14,81%
31 – 40 Jahre 25 16,3 % 36 24,2 % 39 24,22% 27 16,67%
41 – 50 Jahre 41 26,8 % 42 28,2 % 41 25,47% 39 24,07%
51 – 60 Jahre 36 23,5 % 30 20,1 % 29 18,01% 43 26,54%
61 Jahre und älter 24 24 % 28 18,8 % 32 19,88% 29 17,90%
153 100 % 149 100 % 161 100 % 162 100 %
Familienstand
2017 2018 2019 2020
geschieden 39 25,5 % 23 15, 4 % 22 13,66% 22 13,58%
getrennt lebend 7 4,6 % 12 8,1 % 11 6,83% 10 6,17%
ledig 102 66,7 % 106 71,1 % 119 73,91% 111 68,52%
verheiratet 3 2,0 % 4 2,7 % 3 1,86% 12 7,41%
eingetragene
Lebensgemeinschaft 2 1,24% 2 1,23%
verwitwet 2 2 % 4 2,7 % 4 2,48% 5 3,09%
153 100 % 149 100 % 161 100 % 162 100 %Seite 29 von 44
Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus
23
Schulausbildung
2017 2018 2019 2020
kein Eintrag/ sonstiges 3 2,0 % 4 2,7 % 1 0,6% 0 0,0%
Gymnasium/ Fachhoch-
schulreife 20 13,1 % 16 10,7 % 19 11,8% 23 14,2%
Realschule/ Mittlere
Reife 37 24,1 % 38 25,5 % 37 23,0% 34 21,0%
Hauptschule/
Volksschule 70 45,8 % 67 45,0 % 77 47,8% 79 48,8%
Sonderschule 7 4,6 % 11 7,4 % 8 5,0% 7 4,3%
ohne Abschluss 16 10,5 % 13 8,7 % 19 11,8% 19 11,7%
153 100 % 149 100 % 161 100 % 162 100 %
Ergebnisse der Hilfe
Die durchschnittliche Verweildauer der 78 Beender betrug 571
Tage (2019: 291 Tage).
Von den Beendern wechselten…
…26 in eine weiterführende Betreuungssituation, hiervon sechs
in eine eigene Wohnung mit Betreutem Wohnen nach § 67 SGB
XII,
…13 in eine eigene Wohnung ohne weitergehende Betreuung
des Betreuten Wohnens,
…zehn in eine somatische oder psychiatrische
Behandlungssituation,
…sieben zur Familie.
Von den 19 Bewohnern, die in eine eigene Wohnung
wechselten, bezogen vier eine Wohnung, die von der Caritas
Bonn als Zwischenmieter vermietet wird.
Die Integrationsquote betrug somit 72 % gegenüber 52 % im
Jahr 2019.Seite 30 von 44
Stationäre Hilfe nach § 67 SGB XII im Prälat-Schleich-Haus
24
Schlüsse und Folgerungen für das Folgejahr
Bewältigung der
Corona-Pandemie
Vorrangiges Ziel ist, die Corona-Pandemie zu bewältigen und
das Angebot in der erforderlichen Qualität fortzusetzen.
Dabei geht es vor allem darum, weiterhin mögliche
Infektionsgeschehen von der Einrichtung, ihren Bewohnern und
Mitarbeitenden abzuwenden und die notwendige Kapazität in
der erforderlichen Qualität aufrecht zu erhalten.
Fortsetzung des
Umbaus
In der Folge der Corona-Pandemie konnte der Umbau nicht in
der erwünschten Geschwindigkeit umgesetzt werden. Aufgrund
dessen ist geplant, den Umbau in der realistischen
Geschwindigkeit fortzusetzen.Seite 31 von 44
Aenne-Mangold-Haus
25
AENNE-MANGOLD-HAUS
Zielgruppe
Das Aenne-Mangold-Haus ist eine gruppenorientierte
Sozialisierungseinrichtung für junge Männer im Alter von 18
bis 30 Jahren mit einem Bedarf im Sinne der §§ 67 SGB XII
oder des § 41 SGB VIII. Dort gibt es insgesamt 19 Plätze.
Die Leistungen sind unter den Leistungstypen LT 28 und LT
30 zusammengefasst. 2020 nutzten 35 junge Männer die
Hilfen im Aenne-Mangold-Haus (2019: 40; 2018: 41). Die
Einrichtung war durchgängig voll belegt.
Bei fünf neu aufgenommenen Interessenten (2019: 4; 2018:
7) wurde 2020 eine Betreuungsperiode in der stationären
Hilfe nach §§ 67 SGB XII oder in der Notübernachtung im
Prälat-Schleich-Haus vorgeschaltet. Dabei ging es um die
Deckung des Hilfebedarfes bei akuter Obdachlosigkeit. Die
Interessenten sollen, auch wenn die Einrichtung voll belegt
ist, in einen Hilfeprozess eingebunden werden, um eine
weitere Eskalation des Exklusionsprozesses zu vermeiden.
In der Aufnahmesituation gaben die Bewohner folgende
vorrangige Probleme an:
2017 2018 2019 2020
Wohnen, Wohnungsverlust 100 % 100 % 100 % 100 %
Umgang mit Behörden 86 % 83 % 80 % 100 %
Arbeitslosigkeit 100 % 98 % 100 % 94 %
mangelnde materielle Absicherung 50 % 49 % 55 % 69 %
Suchtproblematik 43 % 39 % 43 % 50 %
psychische Störungen 36 % 44 % 40 % 69 %
Überschuldung 14 % 54 % 53 % 69 %
Doppeldiagnose 7 % 15 % 18 % 44 %
körperliche Erkrankung/Behinderung 18 % 17 % 5 % 19 %
Gewalterfahrung 25 % 24 % 28 % 25 %
Gewaltbereitschaft 14 % 12 % 10 % 25 %
ausländerrechtliche Probleme 4 % 10 % 8 % 25 %
Diskriminierungserfahrung 0 % 0 % 3 % 0 %Seite 32 von 44
Aenne-Mangold-Haus
26
Personalsituation
Siehe Qualitätsnachweis.
Besondere inhaltliche Aspekte
Aufgrund der Corona-Pandemie wurden strukturelle
sozialpädagogische Abläufe innerhalb der Einrichtung
angepasst und das Hygienekonzept kontinuierlich
weiterentwickelt. Gruppenangebote wurden nicht mehr
angeboten, in verschiedenen Abstufungen gab es die
Möglichkeit einer individuellen Fallbearbeitung.
Die Mitarbeitenden wurden in zwei Teams gesplittet und
hatten abwechselnd Homeoffice- und Office-Schichten. Somit
konnte im Falle einer möglichen Infektion das Risiko eines
gesamten Ausfalls des Teams auf ein Mindestmaß reduziert
werden. Bei Lockerungen aufgrund eines sinkenden
Inzidenzwertes wurde adaptiv strukturelle Veränderungen
vorgenommen und Lockerungen in Form von beispielsweise
Kleingruppenangeboten angeboten. Dank der agilen
Teambeschaffenheit war es der Einrichtung möglich, auf
jegliche Veränderung innerhalb der Pandemie zeitnah und
adäquat zu reagieren.
Vernetzung und Kooperation
Das Hilfeangebot im Aenne-Mangold-Haus ist umfangreich
vernetzt. Damit verfolgen wir insbesondere folgende Ziele:
1.) Einbindung der Bewohner in bestehende Beschäftigungs-
und Qualifizierungsmöglichkeiten. Dafür nutzten wir die
Zusammenarbeit mit der Radstation, dem Bike House, der
Deutschen Angestellten Akademie, dem Internationalen Bund,
der Vesbe e.V., den GVP Gemeinnützigen Werkstätten, der
Diakonie Michaelshoven in Köln, der Berufsberatung des
Jobcenters und mit diversen allgemeinbildenden Schulen und
Sprachschulen.
2.) Gezielte Nutzung der örtlichen Hilfsangebote bei
Suchtmittelmissbrauch oder psychischen Problemen. Dazu
erfolgte die Abstimmung mit dem Angebot der Klinik im
Wingert und Update, der „Jungen Sucht“ der LVR–Klinik, dieSeite 33 von 44
Aenne-Mangold-Haus
27
Nutzung der ambulanten Tagesklinik des LVR in Meckenheim,
die ambulanten und stationären Angebote der Uniklinik Bonn
für psychiatrische Behandlungen und den Fachbereich ADHS
im Erwachsenenalter, sowie die Zusammenarbeit mit
niedergelassenen Ärzten und Psychologen zu Behandlungs–
und Diagnosezwecken.
3.) Nachhaltige Überwindung der Überschuldungssituation
durch intensive Zusammenarbeit mit der Schuldnerberatung.
4.) Intensive Zusammenarbeit mit den örtlichen Stellen der
Straffälligen Hilfe, um bei den Bewohnern eine straffreie
Lebensführung zu fördern (Jugendgerichtshilfe,
Bewährungshilfe, Sprungbrett e.V.).
Statistik
Im Aenne-Mangold-Haus wurden 2020 insgesamt 35
Bewohner betreut. Darunter hatten 28 Bewohner die deutsche
Staatsbürgerschaft.
Altersstruktur und Familienstand
2017 2018 2019 2020
18 – 20 Jahre 6 21,4 % 10 24,4 % 14 35 % 10 29 %
21 - 25 Jahre 17 61,7 % 23 56,1 % 23 57,5 % 19 54 %
älter als 25 Jahre 5 17,8 % 8 19,5 % 3 7,5 % 6 17 %
28 100 % 41 100 % 40 100 % 35 100 %
83 % der Bewohner waren 25 Jahre oder jünger (2019: 92 %;
2018: 80 %). Der Altersdurchschnitt lag bei 22,1 Jahren (2019:
21,5; 2018: 22,2). Der Altersdurchschnitt der 16
Neuaufnahmen betrug 21,8 Jahre (2019. 20,5; 2018: 20,9;
2017: 22,1).
Alle 35 Bewohner waren zum Zeitpunkt ihrer Aufnahme ledig.Seite 34 von 44
Aenne-Mangold-Haus
28
Schulausbildung
2017 2018 2019 2020
kein Eintrag/ sonstiges 0 0,0 % 0 0,0 % 1 2,5 % 1 2,9 %
Gymnasium/
Fachhochschulreife 2 7,1 % 2 4,9 % 0 0,0 % 1 2,9 %
Realschule/ Mittlere Reife 6 21,4 % 9 21,9 % 10 25,0 % 8 22,9 %
Hauptschule/ Volksschule 13 46,4 % 20 48,8 % 19 47,5 % 12 34,2 %
Sonderschule 0 0,0 % 0 0,0 % 1 2,5 % 1 2,9 %
ohne Abschluss 7 25,0 % 10 24,4 % 9 22,5 % 12 34,2 %
28 100 % 41 100 % 40 100 % 35 100 %
Berufsausbildung
2017 2018 2019 2020
Facharbeiter/ Angestellter 0 0,0 % 0 0,0 % 1 2,5 % 1 2,9 %
ohne Ausbildung 28 100,0 % 41 100,0 % 39 97,5 % 34 97,1 %
Hochschulausbildung 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 %
Sonstige Ausbildung 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 %
ohne Angabe 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 %
33 100 % 41 100 % 40 100 % 35 100 %
Insgesamt ist die Schulausbildung der Bewohner
unterdurchschnittlich. Eine abgeschlossene Berufsausbildung
konnte lediglich ein Bewohner zu Beginn der Hilfe vorweisen.
Ergebnisse der Hilfe
Von den 35 Bewohnern beendeten 16 die Hilfe in 2020 (2019:
21; 2018: 23; 2017: 9). Die durchschnittliche Verweildauer der
Beender betrug insgesamt 383 Tage (2019: 327; 2018: 388;
2017: 550).Seite 35 von 44
Aenne-Mangold-Haus
29
Wohnsituation Zum Ende der Hilfe ist es sechs Bewohnern gelungen, eine
eigene Wohnung zu beziehen. Zwei Bewohner zogen zu ihrer
Familie oder in die Wohnung ihrer Partnerin.
Zwei Bewohner wechselten in eine stationäre Einrichtung der
Sozialpsychiatrie.
Drei Bewohner zogen zu Bekannten und drei machten keine
Angaben über ihren anschließenden Aufenthalt.
Damit beträgt die Integrationsquote 62,5 % (2019: 48 %; 2018:
61 %; 2017: 89 %).
Einkommen Von den 16 Bewohnern, die im Berichtsjahr die Hilfe
beendeten, bezogen
 sechs Bewohner bei Hilfebeginn keine Einnahmen,
 sieben Bewohner Leistungen nach dem SGB II,
 ein Bewohner Einkommen aus Erwerbsarbeit,
 ein Bewohner Leistungen nach dem SGB XII,
 ein Bewohner Leistungen nach dem SGB VIII.
Nach Abschluss der Hilfe bezogen
 2 Bewohner Einkommen aus Erwerbsarbeit,
 12 Bewohner Leistungen nach dem SGB II,
 ein Bewohner Leistungen nach dem SGB XII,
 ein Bewohner stand im Bezug von BAföG.
Beschäftigung Die Bewohner erlebten 2020 einen sich deutlich verändernden
Arbeitsmarkt und dessen Rahmenbedingen. Ein schwächerer
Arbeitsmarkt reduzierte die Möglichkeiten, beruflich tätig zu
werden. Die Umsetzung der Teilhabe am Arbeitsleben wurde
erschwert.
Durch die Corona-Einschränkungen wurde im Berichtsjahr die
Anforderung an die Bewohner gestellt, digital zu
kommunizieren. Die notwendigen Voraussetzungen dafür
konnten alle Bewohner erfüllen. Jeder Bewohner, der an einer
Form des Unterrichts oder einer Maßnahme digital teilnehmen
sollte, verfügte bereits im Vorfeld über die erforderlichen
Geräte und einen Internetzugang. An dieser Stelle wirkt es
sich positiv aus, dass die Bewohner über ausreichendSeite 36 von 44
Aenne-Mangold-Haus
30
finanzielle Mittel verfügen, um sich eigene Computer
anzuschaffen und um Internetverträge abschließen zu können.
Zum Abschluss der Hilfe arbeiteten zwei Bewohner auf dem
ersten Arbeitsmarkt, wovon ein Bewohner sich in einer
Berufsausbildung befand.
Ein Bewohner begann mit einer Maßnahme zur
Arbeitsförderung in einem Berufsbildungswerk, mit dem Ziel,
dort ebenfalls eine Ausbildung zu absolvieren.
Sieben Bewohner gingen einer Beschäftigung auf dem dritten
Arbeitsmarkt nach.
Vier Bewohner gingen zum Ende der Hilfe keiner
Beschäftigung nach und waren arbeitslos. Zwei besuchten
Schulen mit dem Ziel, einen ersten Abschluss zu erreichen
oder um den nächsthöheren Schulabschluss zu erreichen.
Um die Zugangsvoraussetzungen für eine betriebliche
Ausbildung zu verbessern, haben 2020 insgesamt 15
Bewohner an unterschiedlichen Maßnahmen der beruflichen
Qualifizierung und der Wiedereingliederung teilgenommen. Bei
sieben Bewohnern, die an beruflichen
Qualifizierungsmaßnahmen teilnahmen, wurde gleichzeitig ein
höherer Schulabschluss angestrebt. Weitere drei Bewohner
besuchten Schulen, die ebenfalls einen höheren
Schulabschluss zum Ziel hatten.
Drei Bewohner mit Migrationshintergrund verbesserten ihr
Sprachniveau durch Teilnahme an Deutschkursen.Seite 37 von 44
Aenne-Mangold-Haus
31
Schlüsse und Folgerungen für das Folgejahr
Tagesstrukturierende
Aktivitäten
Mit allen Bewohnern der Einrichtung wollen wir eine stabile
helfende Beziehung aufbauen und erhalten. Auf dieser
Grundlage verfolgen wir gemeinsam individuelle Ziele, die auf
Teilhabe ausgerichtet sind. Wir erarbeiten Maßnahmen und
Wege, die dauerhaft zu einer persönlichen Verbesserung der
jeweiligen Lebenssituation beitragen sollen. Ein besonderes
Augenmerk richten wir dabei mittel- wie langfristig auf die
berufliche Entwicklung des Einzelnen.
Bedingt durch die Corona-Pandemie und die damit
einhergehenden Auflagen konnten die sonst üblichen
tagesstrukturierenden Aktivitäten nicht im vollen Umfang
fortgesetzt werden.
Zum einen wirkte sich dies auf die unmittelbare
Zusammenarbeit in der Einrichtung aus, zum anderen waren
zeitweise sämtliche Bewohner in schulischen oder beruflichen
Maßnahmen als auch in beruflichen Situationen vom
Lockdown betroffen.
Im Zusammenwirken der unterschiedlichen Hilfsangebote und
deren Nutzung erzielen die Bewohner dennoch gute
Ergebnisse, welche sich wiederum positiv auf deren
Identitätsentwicklung auswirken.
gemeindeintegrierte
Betreuungsoptionen
Nach einer mehrjährigen Planungsphase konnte nun mit der
Errichtung von sieben Appartements begonnen werden, deren
Fertigstellung für Mitte 2021 geplant ist.
Diese Appartements werden vorrangig an ehemalige
Bewohner des Aenne-Mangold-Hauses vermietet. Der auf
diese Weise neu geschaffene Wohnraum wird in Verbindung
mit dem Betreuten Wohnen nach §§ 67 ff SGB XII einen
wesentlichen Beitrag zur Entspannung der
Kapazitätsengpässe leisten.
Durch die enge Begleitung der Bewohner im Rahmen des
Betreuten Wohnens werden wir von Beginn an sicherstellen,
dass eine gute Integration in das Wohngebiet und die
unmittelbare Nachbarschaft gewährleistet ist.Seite 38 von 44
Qualitätsnachweise
32
QUALITÄTSNACHWEISE
Stellenplan Ambulante DiensteDiplom Sozialarbeit/
Sozialpädagogik
Betreuung
Bewirtschaftung/
Hauswirtschaft
Hauswirtschaftliche
Hilfskraft - Wäscherei
Pforte
Verwaltung
Hausmeister
Reinigungskraft
Summe
Straßensozialarbeit/
Betreuung und
Tagesstrukturierende
Angebote
1,25 1,25
Tagesaufenthalt in der
City-Station 3,7 0,5 4,2
Notübernachtung 0,38 0,5 0,5 0,14 0,63 2,15
Clearing 1,0 1,0
Fachberatung 3,0 0,5 3,5
Ambulante Wohnhilfe 1,52 1,0 0,5 3,02
Leitung 0,75 0,75
Gesamtbeschäftigungs-
umfang in
Vollzeitstellen
6,52 2,0 4,2 0,38 1,0 1,0 0,14 0,63 15,87Seite 39 von 44
Qualitätsnachweise
33
Qualitätsnachweis – Prälat-Schleich-Haus
Strukturqualität
Einrichtung: Prälat-Schleich-Haus, Thomastraße 36 und Heerstraße 185a,
53111 Bonn
Träger: Caritasverband für die Stadt Bonn e.V., Fritz-Tillmann-Str. 8-12,
53113 Bonn
Berichtszeitraum: 01. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020
Platzzahl der Einrichtung: 84 ab 2016
Die Durchschnittsbelegung der Einrichtung betrug im Berichtszeitraum: 98 %
Betriebsnotwendige Anlagen
 Im Berichtszeitraum sind keine Veränderungen bei den betriebsnotwendigen
Anlagen eingetreten.
 Es sind folgende Änderungen eingetreten: entfällt
ab: 01.2020 Veränderung: Einbau einer flächendeckenden Brandmeldeanlage
Fachkonzeption
 Im Berichtszeitraum sind keine Veränderungen eingetreten.
Personal gemäß Leistungs- und Prüfungsvereinbarung mit vereinbartem
Stellen-Soll gültig am 31. Mai 2016.
Leitung
 Die Kosten der Leitung sind in den Sachkosten/Umlage enthalten.
 Für Leitungsaufgaben wurde ab dem 31. Mai 2016 folgende
Personalausstattung vereinbart: 1,3 Stellen
Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Solls.
Betreuung
 Für den Betreuungsdienst wurde ab dem 31. Mai 2016 folgende
Personalausstattung vereinbart: 15,22 Stellen
davon:
9,0 Stellen Sozialarbeit/Sozialpädagogik
1,0 Stelle für Anleitung, Unterstützung und Übernahme bei der täglichen
Lebensführung (hauswirtschaftlicher Bereich)
5,22 Stellen mit anderer Qualifikation: Betreuungsdienste
Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug
100% des Solls der Stellen für Sozialarbeit/SozialpädagogikSeite 40 von 44
Qualitätsnachweise
34
100% des Solls der Stellen für Anleitung etc.
100% des Solls der Stellen mit anderer Qualifikation
Verwaltung
 Die Kosten für Verwaltungspersonal sind in den Sachkosten/Umlage enthalten.
 Für die Verwaltungsaufgaben wurde mit Wirkung ab dem 31. Mai 2016 folgende
Personalausstattung vereinbart: 2,12 Stellen.
Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Solls;
 zzgl. Fremdleistung.
Sonstiges Personal
 Die Kosten für das sonstige Personal sind in den Sachkosten/Umlage enthalten.
 Für das sonstige Personal wurde mit Wirkung ab dem 31. Mai 2016 folgende
Personalausstattung Vereinbart: 15,32 Stellen.
1,0 Stelle in der Funktion: Werkstattleitung
4,5 Stellen in der Funktion. Pforten-und Telefondienst
1,4 Stellen in der Funktion: Hausmeister
6,3 Stellen in der Funktion: Küche
0,75 Stellen in der Funktion: Wäsche
1,37 Stellen in der Funktion: Reinigung
Hiervon sind 2,15 Stellen mit der Umstrukturierung der Notübernachtung den
Ambulanten Diensten zugeordnet.
Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Solls;
zzgl. Fremdleistung.
Wir bestätigen, dass die vorstehenden Angaben vollständig und zutreffend sind.
Ort, Datum Unterschrift des Trägers der EinrichtungSeite 41 von 44
Qualitätsnachweise
35
Qualitätsnachweis – Aenne-Mangold-Haus
Einrichtung: Aenne-Mangold-Haus, Noeggerathstraße 10, 53111 Bonn
Träger: Caritasverband für die Stadt Bonn e.V., Fritz-Tillmann-Str. 8-12,
53113 Bonn
Berichtszeitraum: 01. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020
Platzzahl der Einrichtung: 19
Die Durchschnittsbelegung der Einrichtung betrug im Berichtszeitraum: 99 %
Betriebsnotwendige Anlagen
 Im Berichtszeitraum sind keine Veränderungen bei den betriebsnotwendigen
Anlagen eingetreten.
 Es sind folgende Änderungen eingetreten: entfällt
ab:_________ Veränderung:__________________
Fachkonzeption
 Im Berichtszeitraum sind keine Veränderungen eingetreten.
Es sind folgende Veränderungen eingetreten: entfällt
_______________entfällt________________
Der LVR hat der Veränderung
 zugestimmt  bisher nicht zugestimmt
Die Veränderung befindet sich zurzeit in der Abstimmung mit dem LVR.
_____________________
Der Nachweis der Qualität ist auf der Basis der Leistungs- und
Prüfungsvereinbarung gültig ab__________(Stand___________) zu führen.
Zutreffendes bitte ankreuzen
Personal gemäß Leistungs- und Prüfungsvereinbarung mit vereinbartem
Stellen-Soll gültig ab 1999 (LVR).
Leitung
 Die Kosten der Leitung sind in den Sachkosten/Umlage enthalten.
 Für Leitungsaufgaben wurde ab folgende
Personalausstattung vereinbart:
Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug des Solls.Seite 42 von 44
Qualitätsnachweise
36
Betreuung
Für den Betreuungsdienst wurde ab 1999 folgende
Personalausstattung vereinbart: 4,0 Stellen
davon:
3,0 Stellen Sozialarbeit/Sozialpädagogik (inklusive Leitungsfunktion)
1,0 Stellen für Anleitung, Unterstützung und Übernahme
bei der täglichen Lebensführung (hauswirtschaftlicher Bereich)
Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug
100% des Solls der Stellen für Sozialarbeit/Sozialpädagogik
100% des Solls der Stellen für Anleitung etc.
Verwaltung
 Die Kosten für Verwaltungspersonal sind in den Sachkosten/Umlage enthalten.
 Für die Verwaltungsaufgaben wurde mit Wirkung ab 1999 folgende
Personalausstattung vereinbart: 0,7 Stellen
Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100 % des Solls;
 zzgl. Fremdleistung.
Sonstiges Personal
 Die Kosten für das sonstige Personal sind in den Sachkosten/Umlage enthalten.
 Für das sonstige Personal wurde mit Wirkung ab 1999 folgende
Personalausstattung vereinbart: 0,2 Stellen.
Davon 0,2 Stellen Hausmeister
Die Besetzung im Berichtszeitraum betrug 100% des Solls;
 zzgl. Fremdleistung.
Wir bestätigen, dass die vorstehenden Angaben vollständig und zutreffend sind.
Ort, Datum Unterschrift des Trägers der EinrichtungSeite 43 von 44
Qualitätsnachweise
37
Viele Menschen und Organisationen haben
die Arbeit der Wohnungslosenhilfe im Laufe
des Jahres unterstützt.
Wir sagen allen ganz herzlich
Danke!
Das Team der Wohnungslosenhilfe
Herausgeber und Autoren Wohnungslosenhilfe der Caritas Bonn
Bilder Caritas Bonn
Kontakt Gerhard Roden, Telefon: 0228 98532-0
E-Mail psh@caritas-bonn.de
Internet www.caritas-bonn.de
Stand 07/2021Seite 44 von 44

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Datenstand: 02.11.2026, 23:10 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de