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212300 · Antrag

CDU-Antrag: Runder Tisch Geburtshilfe

Nummer
212300
Art
Antrag
Veröffentlicht
07.12.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 07.12.2021
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 03.02.2022

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Hauptausschusses 03.02.2022 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie 27.01.2022 Empfehlung
  3. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 12.01.2022 Empfehlung
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Untergeordnet

  1. 212300-01 ST CDU-Antrag: Runder Tisch Geburtshilfe

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Antrag
öffentlich
212300
Antragsteller/in:
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Dr. Ursula Sautter
Feyza Yildiz
Georg Goetz
Alfred Giersberg
07.12.2021
CDU-Antrag: Runder Tisch Geburtshilfe
Beratungsfolge
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
12.01.2022 Empfehlung
Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 27.01.2022 Empfehlung
Hauptausschuss 03.02.2022 Entscheidung
Inhalt des Antrags
Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für die Etablierung eines in
regelmäßigen Abständen tagenden „Rundes Tisches Geburtshilfe“ zu
erarbeiten
 an dem alle Stakeholder, die an der hiesigen Versorgung in der
Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett beteiligt sind,
teilnehmen (d.h. insbesondere Hebammenvertreterinnen,
Elternvertreter*innen, Gynäkolog*innen, Kostenträger als auch
Krankenhausleitungen)
 der gegebenenfalls an die Kommunale Gesundheitskonferenz
angegliedert ist
 der den Ist-Zustand der Geburtshilfe in Bonn erhebt (Anzahl Geburten
auch von Frauen aus dem Umland, Anzahl/Personenstunden der
Hebammen und die von diesen angebotenen Dienstleistungen etc.)
 Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der hiesigen klinischen und
außerklinischen Geburtshilfe entwickelt
und
 der über seine Tätigkeit sowohl jeweils im Nachgang einer Sitzung
gegenüber den zuständigen Ratsausschüssen Bericht erstattet sowie
an deren Umsetzung koordinierend mitwirkt.
Begründung
Die Anzahl der von den Bonner Standesämtern beurkundeten Geburten ist (von
geringen Abweichungen abgesehen) in den letzten Jahren kontinuierlich
gestiegen (2012: 5.390; 2015: 6.039; 2020: 6.258). Nach Aussage vonSeite 1 von 2
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Elternvertreter*innen ist jedoch das Angebot von Geburtshilfedienstleistungen
nicht in gleichem Maße gewachsen. Dies ist insbesondere deshalb kritisch, da
in den letzten Jahren zahlreiche Geburtsstationen in Krankenhäusern im
Bonner Umland geschlossen wurden (in Beuel, Bad Godesberg, Waldbröl,
Siegburg, Eitorf, St. Augustin, Hardtberg und Bad Honnef) und deshalb ein
verstärkter Zustrom von schwangeren und gebärenden Frauen angenommen
werden muss – was sich in den standesamtlichen Statistiken (s.o.) jedoch nicht
niederschlägt, da diese Frauen dort nicht registriert werden.
Die Kreißsäle der Krankenhäuser müssen sich häufiger über kürzere oder
längere Zeiträume, von der Notfallversorgung beim Rettungsdienst abmelden.
Dabei ist auch wichtig zu erfahren, welche Rolle bei den Sperrungen
Personalengpässe spielen.
Laut AOK-Bericht nimmt der Anteil der Teilzeit oder geringfügig beschäftigten
Hebammen stetig zu (AOK, 2018). Der Verein Mother Hood e.V. berichtet für
den Bereich Bonn/Rhein-Sieg-Kreis über viele abgelehnte Anfragen für die
Wochenbettbetreuung und eine geringe Anzahl von Hebammen, die
Geburtsbegleitungen und Geburtsvorbereitungskurse anbieten. Auch das
Hebammenzentrum Rhein-Sieg/Bonn konnte zahlreiche Anfragen nicht
vermitteln (17,0-40,0%). Über die Hälfte der befragten Hebammen hatte schon
mal darüber nachgedacht den Beruf aufzugeben. Es liegen jedoch keine
belastbaren Zahlen vor.
Daher erscheint es dringlich, die gegenwärtige Situation in Bonn zu erheben,
d.h. festzustellen, ob eine Mangelversorgung vorliegt bzw. droht, und mittels
eines ressortübergreifenden Rundes Tisch nachhaltige Lösungen für die
Zukunft zu entwickeln.
Anlage/n
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Datenstand: 03.11.2026, 04:12 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de