212297 · Beschlussvorlage
Aufwertung der Platzfläche in der Auerberger Mitte - Ergebnisse des Werkstattverfahrens und Beauftragung einer Vorentwurfsplanung
Kerndaten
- Nummer
- 212297
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 14.02.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Empfehlung
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Untergeordnet
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (72.670 Zeichen)
Beschlussvorlage
öffentlich
212297
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Aufwertung der Platzfläche in der Auerberger Mitte
- Ergebnisse des Werkstattverfahrens und
Beauftragung einer Vorentwurfsplanung
Beratungsfolge
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 06.04.2022 Empfehlung
Bezirksvertretung Bonn 03.05.2022 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage der Ergebnisse des
Werkstattverfahrens (Anlage 1 - Abschlussbericht) eine Vorentwurfsplanung (2
Varianten) inklusive einer Kostenschätzung für die Platzfläche in der
Auerberger Mitte zu erstellen. Ziel der Planung ist es
die Aufenthaltsqualität auf dem Platz zu steigern,
das Mikroklima zu verbessern und
weiterhin ein breites Spektrum von Nutzungsoptionen zu
ermöglichen.
Zur Zielerreichung sind maßvolle Ergänzungen und Veränderungen
vorzunehmen, die das derzeitige Grundkonzept nicht aufheben, sondern
weiterentwickeln. Die weitere Planung erfolgt unter dem Leitthema „Platz der
Begegnung“.
Die Konzepte werden anschließend den politischen Gremien zur Beratung und
Beschlussfassung vorgelegt.
Begründung
Mit der Errichtung der Auerberger Mitte ist zu Beginn der 2010er Jahre ein
neues Zentrum in Auerberg entstanden. Kernelement der Auerberger Mitte ist
ein weitläufiger, rechtwinkliger und an zwei Seiten begrenzter Platz. Durch die
zentrale Lage und Anbindung, die Rolle als Versorgungszentrum für das
Quartier sowie die Größe und die Gestaltung, erhebt er den Anspruch, auch als
soziales und symbolisches Zentrum für den Stadtteil Auerberg zu fungieren.
Von dem ursprünglichen und im Rahmen einer Bürgerversammlung im Jahr
2003 diskutierten Konzept wurde jedoch abgewichen. So wurde bspw. ein
zunächst vorgesehenes Wasserspiel wegen fehlender Finanzierung nicht
umgesetzt.
Bereits kurz nach der Fertigstellung wurden Zweifel aus der BewohnerschaftSeite 1 von 40
Seite 2
geäußert, ob der Platz seiner herausragenden Bedeutung gerecht werden
konnte. Aufgrund der Vielfalt der angeführten Aspekte wurde im Rahmen der
Erarbeitung des Integrierten Entwicklungskonzeptes (IEK) für Auerberg 2017
der Handlungsbedarf erstmal nicht abschließend konkretisiert, sondern eine
partizipative Weiterentwicklung der Auerberger Mitte vorgeschlagen (siehe
Maßnahme 1 - DS-Nr. 1811628).
Das Planungsbüro BASTA wurde zur Unterstützung bei der Durchführung eines
kooperativen Werkstattverfahrens unter Einbindung der Akteure aus dem
Stadtteil im September 2020 entsprechend beauftragt. BASTA ist bereits seit
2017 als Quartiersmanagement in Auerberg aktiv, so dass hier auf
weitreichenden Vorkenntnissen und Erfahrungen aufgebaut werden konnte.
In einem umfangreichen Beteiligungsverfahren, in welches neben zahlreichen
Fachämtern, der Ortsausschuss Auerberg, die Öffentlichkeit der
Bewohnerschaft und die ansässigen Geschäftstreibenden eingebunden waren,
wurde ein breites Spektrum an Wünschen, Anregungen, Hinweisen, Bedenken
und Empfehlungen zusammengetragen, welches die Grundlage für eine
Vorentwurfsplanung bietet.
Die vielen Eingaben lassen Schwerpunktthemen erkennen, die den Zielen
Steigerung der Aufenthaltsqualität auf dem Platz,
Verbesserung des Mikroklimas und
Erhalt eines breiten Spektrums von Nutzungsoptionen
zugeordnet werden können, aber auch Einschränkungen bei der Gestaltung
erfordern. Insbesondere der Erhalt umfangreicher Nutzungsmöglichkeiten des
öffentlichen Raumes stellt hierbei eine besondere Herausforderung dar und
verlangt Kompromisse bei der Weiterentwicklung des Platzes, der für viele
Menschen eine besondere Bedeutung hat.
Für die Erstellung von 2 Vorentwurfsvarianten (inkl. Kostenschätzung), in
welchen wesentliche Maßnahmen aus den Schwerpunktthemen konkretisiert
und in die vorhandenen Platzstrukturen geeignet integriert werden, ist ein
Fachplaner auf Grundlage der HOAI zu beauftragen.
Im Rahmen des o.g. Prozesses wurde deutlich, dass ein Wasserspiel mit Blick
auf die Schwerpunktthemen und Ziele der Planung in besonderer Weise eine
Vielzahl an Potenzialen in sich vereint (Verbesserung Mikroklima,
gestalterische Aufwertung, spielerische Nutzung), ohne dabei die
Nutzungsvielfalt des gesamten Platzes erheblich einzuschränken. Daher ist ein
Wasserspiel in mindestens einer der Varianten vorzusehen.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.09.01 Raumplanung 1.09.01.02 B-planvorentwürfe, städtebaul.
Pl. und Ber.Seite 2 von 40
Seite 3
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle
/ FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
10.000,00 161000901/
72.1000
2022
Einzahlungen /
Erträge
0,00
Haushaltsbelastung
jährlich
10.000,00
Anlage/n
1 Werkstattverfahren Abschlussbericht (öffentlich)Seite 3 von 40
Abschlussbericht zum
Werkstattverfahren Auerberger Mitte
vorgelegt von
15. Juni 2021
BASTA
Büro für Architektur und Stadtentwicklung
Borsigstr. 1, 44145 Dortmund
www.basta-do.deSeite 4 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
Inhaltsverzeichnis
I Einleitung .............................................................................................................................................. 1
II Verfahrensablauf.................................................................................................................................. 2
Recherche ........................................................................................................................................... 3
Austauschtermin OA ........................................................................................................................... 4
Verwaltungsaustausch ........................................................................................................................ 4
Öffentlichkeitsbeteiligung ................................................................................................................... 5
Beteiligung der Geschäftstreibenden ................................................................................................. 7
III Ergebnisse ........................................................................................................................................... 8
Ergebnisse aus dem Verwaltungsaustausch ....................................................................................... 8
Ergebnisse aus der Öffentlichkeitsbeteiligung .................................................................................. 12
IV Anhänge ............................................................................................................................................ 17
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Abbildung 1: Chronologischer Verfahrensablauf ...................................................................... 2
Abbildung 2: Foto der Wunschboxen ....................................................................................... 5
Abbildung 3: Karte der Wünsche ............................................................................................ 12
Abbildung 4: Legende zur Karte der Wünsche ........................................................................ 13
Abbildung 5: Entwürfe und Skizzen von Teilnehmer*innen der Öffentlichkeitsbeteiligung .. 14
Tabelle 1: Entwicklung der Auerberger Mitte ........................................................................... 3
Tabelle 2: Einschätzungen zu Umsetzungspotenzialen und -schwierigkeiten .......................... 8Seite 5 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
1
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
I Einleitung
Mit der Errichtung der Auerberger Mitte ist zu Beginn der 2010er Jahre ein neues Zentrum in
Auerberg entstanden. Kernelement der Auerberger Mitte ist ein weitläufiger, rechtwinkliger und an
zwei Seiten begrenzter Platz. Durch die zentrale Lage und Anbindung, die Rolle als
Versorgungszentrum für das Quartier sowie die Größe und die Gestaltung, erhebt er den Anspruch,
auch als soziales und symbolisches Zentrum für den Stadtteil Auerberg zu fungieren.
Bereits kurz nach der Fertigstellung wurden Zweifel aus der Bewohnerschaft geäußert, ob der Platz
dieser herausragenden Bedeutung gerecht werde. Aufgrund der Vielfalt der angeführten Aspekte
wurde im Rahmen der Erarbeitung des Integrierten Entwicklungskonzeptes (IEK) für Auerberg 2017
der Handlungsbedarf erst mal nicht abschließend konkretisiert, sondern eine partizipative
Weiterentwicklung der Auerberger Mitte vorgeschlagen. Das Amt für Soziales und Wohnen der Stadt
Bonn, welches die Umsetzung der Maßnahmen aus dem IEK koordiniert, hat daraufhin das
Planungsbüro BASTA zur Unterstützung bei der Durchführung eines kooperativen
Werkstattverfahrens unter Einbindung der Akteure aus dem Stadtteil angefragt und im September
2020 entsprechend beauftragt. BASTA ist bereits seit 2017 als Quartiersmanagement in Auerberg
aktiv, sodass hier auf weitreichenden Vorkenntnissen und Erfahrungen aufgebaut werden konnte.
Der Bericht setzt sich zusammen aus der Methodik und dem Vorgehen des Prozesses sowie einem
Ergebnisbericht. In Kapitel II wird der Ablauf des Werkstattverfahrens anhand der einzelnen
Verfahrensschritte erläutert. Die relevanten Stakeholder, die in Abstimmung mit dem Auftraggeber
identifiziert wurden, werden darin benannt und der Ablauf kontextbezogen erläutert.
Kapitel III enthält die Ergebnisse aus dem Verfahren. Zudem werden Informationen zur Erhebung
geliefert, die zur Interpretation der Ergebnisse und weiteren Bearbeitung von Nutzen sind. Alle
Materialien und Zusammenstellungen, die im Zuge des Verfahrens erstellt wurden und auf die in
diesem Bericht verwiesen wird, sind dem Bericht angehängt.
Die Durchführung des Werkstattverfahrens fiel in eine Zeit der Ungewissheit durch die im ersten
Quartal 2020 ausgebrochene COVID19-Pandemie, sodass das Vorgehen an mehreren Stellen an die
damit einhergehenden außergewöhnlichen Bedingungen und Einschränkungen angepasst werden
musste. Als wesentlichste Abänderung vom ursprünglichen Plan entfielen die vorgesehenen
Beteiligungsworkshops mit Bewohner*innen und Stakeholder*innen. An ihre Stelle trat ein
asynchrones, kontaktfreies Beteiligungsformat in Gestalt eines Aufrufs zur Einsendung von
Verbesserungsvorschlägen, welche in einer „Karte der Wünsche“ festgehalten wurden.
Zweck des Verfahrens war die möglichst breite Erhebung von Ideen und Vorschlägen aus der
Bewohnerschaft und von institutionellen Stakeholdern, welche durch die vorherigen Einschätzungen
aus den Fachämtern sowie kontroversen Ansichten in manchen eingebrachten Vorschlägen an
einigen Stellen relativiert oder kontrastiert werden. Der Bericht liefert ein möglichst genaues Abbild
der Interessen und Anliegen der Bewohnerschaft und der Stakeholder und - wie an den zahlreichen
fundierten Wünschen erkennbar - sind das Interesse, das Engagement und die Erwartungen der
Auerberger*innen hoch.
An dieser Stelle noch ein herzlicher Dank an alle, die sich beteiligt und das Werkstattverfahren
unterstützt haben.Seite 6 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
2
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
II Verfahrensablauf
Das Werkstattverfahren zur Auerberger Mitte ist Teil des Vorhabens der Bundesstadt Bonn, die
Aufenthaltsqualität auf dem Platz zu erhöhen. Dieses Ziel, insbesondere der Begriff
„Aufenthaltsqualität“, bezieht sich jedoch nicht alleine auf die Befindlichkeit beim Verweilen auf dem
Platz, sondern schließt andere Bereiche explizit mit ein: etwa welche Anlässe oder welche
Infrastruktur zur Stärkung der Anziehungskraft des Platzes als Wohlfühlort und der Funktion für
vielfältige Aktivitäten als sinnvoll erscheinen.
Es geht daher um jegliche Maßnahmen, dem Platz eine stärkere Rolle und Verankerung im Stadtteil
Auerberg zuzuweisen. Die Aufenthaltsqualität wird hierbei als breit gefasster Überbegriff gesehen,
der durch viele weitere Aspekte komplementiert wird: Emotional betrachtet gilt es, die aktuell
vorhandene „Befremdung“ eines erheblichen Teils der Bewohnerschaft mit dem Platz zu
überwinden. Was also braucht es, damit die Auerberger*innen den Platz annehmen, ihn als
einladend empfinden, sich dort heimisch und wohl fühlen?
Der chronologische Ablauf der Verfahrensschritte wird in Abbildung 1 dargestellt. Anschließend folgt
ein Überblick über die wesentlichen Akteure, die an dem Verfahren beteiligt waren.
Abbildung 1: Chronologischer Verfahrensablauf
Quelle: eigene Darstellung
Neben der umfassenden Beteiligung der Öffentlichkeit, welches das zentrale Element des Verfahrens
bildet, wurden weitere Akteure aufgrund ihrer Zuständigkeit, Betroffenheit oder ihres besonderen
Interesses eingebunden. Sowohl für die Erhebung des Status Quo, als auch für eine Einschätzung der
Möglichkeiten und Grenzen der Weiterentwicklung der Auerberger Mitte fand ein Austausch mit
Vertreter*innen verschiedener Ämter der Stadtverwaltung statt.Seite 7 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
3
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
Der Ortsausschuss Auerberg konnte gleich zu Beginn des Prozesses und darüber hinaus in
zahlreichen weiteren Gesprächen, insbesondere mit dem Auftraggeber (in Abbildung 1 durch die
gestrichelte Linie dargestellt), seine Wünsche für die Gestaltung des Verfahrens einbringen. Auch den
ansässigen Geschäftstreibenden, als wichtige Stakeholder*innen am Platz, wurde eine Gelegenheit
zur Teilnahme geboten. Ursprünglich war darüber hinaus eine Beteiligung von Kindern und
Jugendlichen fest eingeplant, auf die schließlich mit Verweis seitens des Auftraggebers auf die
anstehende Spielleitplanung verzichtet wurde.
Das Quartiersmanagement Auerberg hat einen wesentlichen Anteil an Aufgaben übernommen,
insbesondere bei der Organisation und Durchführung der Öffentlichkeitsbeteiligung. Darüber hinaus
wurden im Rahmen der Arbeit des Quartiersmanagements Anfragen zum Verfahren aus der
Öffentlichkeit beantwortet und ein wesentlicher Teil der Öffentlichkeitsarbeit rund um das Verfahren
betreut.
Recherche
Zum Einstieg in das Verfahren fand eine ausführliche Recherche des Informationsstands zur
Auerberger Mitte statt. Anhand von Beschlüssen und Dokumentationen von Veranstaltungen aus
dem Ratsinformationssystem, Zeitungsartikeln und Austauschen mit verschiedenen Ämtern wurde
der Prozess zur Entstehung der Auerberger Mitte rekonstruiert.
In Tabelle 1 sind die wesentlichen Meilensteine der Entstehung des Platzbereichs der Auerberger
Mitte aufgeführt.
Tabelle 1: Entwicklung der Auerberger Mitte
WANN WAS
2001 Beschluss: Erarbeitung landschaftsplanerischer / städtebaulicher Konzepte
2003 Bürgeranhörung mit ca. 35 bis 40 Bürger*innen: Vier Entwürfe werden vorgestellt und diskutiert
2004 Beschluss: Ausbau auf der Grundlage des Konzepts des Ing. Büros Pesch & Partner
2006
Bürgerversammlung mit ca. 100 Bürger*innen: Zwei Vorentwurfsvarianten werden vorgestellt und
diskutiert,
Variante I mit Wasserlauf wird bevorzugt
2008 Fertigstellung des 1. Bauabschnitts (Südseite des Platzes) Bezug der ersten Geschäfte
2015 Fertigstellung des 2. Bauabschnitts (Nordseite), Eröffnung Bäckerei, Penny- und REWE-Markt
2017-
2018
Prozess zur Entwicklung des IEKs: Wunsch nach Aufwertung wird mehrfach genannt
à Maßnahme 1 des IEKs: Durchführung eines Werkstattverfahrens zur Erhöhung der
Aufenthaltsqualität auf dem Platzbereich der Auerberger Mitte
2020 Ergänzung um einen Stromanschluss, drei zusätzliche Bäume sowie probeweise Etablierung eines
Marktstandbetreibers
2020-
2021
Durchführung des Werkstattverfahrens zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität auf dem Platzbereich
der Auerberger Mitte
Quelle: eigene Darstellung mit Informationen aus BoRIS und BoRIS 2.0
Im Zuge der Recherche wurden zudem bereits genannte Gestaltungswünsche aufgelistet, die in den
Bürgerveranstaltungen zum Bau der Auerberger Mitte und im Rahmen von Veranstaltungen zur
Erarbeitung des Integrierten Entwicklungskonzepts (Stadtteilspaziergänge, Auerberg-Foren und Plan
Portal) geäußert wurden. Kritisiert wurden z. B. fehlende Gestaltungselemente und Bäume zumSeite 8 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
4
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
Wohlfühlen und Verweilen oder fehlende Infrastruktur für verschiedene Aktivitäten auf dem Platz
wie Wochenmärkte. In die Sammlung wurden ebenfalls Informationen aus Austauschgesprächen
innerhalb der Arbeit des Quartiersmanagements mit aufgenommen. Auch diese im Vorhinein
geäußerten Wünsche sind also in das Verfahren und somit auch in die Ergebnisse mit eingeflossen.
Austauschtermin OA
Aufgrund des großen Interesses und Engagements des Ortsausschusses Auerberg an der
Weiterentwicklung der Auerberger Mitte, fand zu Beginn des Verfahrens am 19. August 2020 ein
Austauschtermin im Rahmen einer außerordentlichen Ortsausschusssitzung im Rathaus Beul statt.
Bei dem Ortsausschuss Auerberg handelt es sich um einen nicht eingetragenen Verein bestehend aus
engagierten Auerberger*innen. Im Rahmen des Austauschtermins gemeinsam mit dem Auftraggeber
wurde das ursprünglich vor der Pandemie geplante Werkstattverfahren anhand einer PowerPoint
Präsentation vorgestellt und Fragen dazu beantwortet. Im Anschluss stellte der Ortsausschuss
Auerberg seine Kritikpunkte und Wünsche an die Gestaltung der Auerberger Mitte vor und
präsentierte Fotos von Plätzen, die mittels eines eigenen Fotowettbewerbs gesammelt worden
waren.
Das Gespräch machte deutlich, dass es dem Ortsausschuss ein wichtiges Anliegen ist, dass möglichst
viele Auerberger*innen beteiligt werden und das Verfahren zügig durchgeführt wird, damit die
nächsten Schritte zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität in der Auerberger Mitte zeitnah umgesetzt
werden können. Das Ergebnisprotokoll der Veranstaltung kann dem Anhang entnommen werden.
Verwaltungsaustausch
Am 30. September 2020 fand im Rahmen eines Begleitgremiums ein verwaltungsinterner Austausch
zur Einschätzung der Möglichkeiten und Grenzen zur Weiterentwicklung der Auerberger Mitte statt.
An dem Termin nahmen, zusätzlich zu den Veranstalter*innen des Amts für Soziales und Wohnen,
Vertreter*innen
- des Stadtplanungsamts,
- des Tiefbauamts,
- des Amts für Umwelt und Stadtgrün,
- des Amts für Kinder, Jugend und Familie und
- des Schulamts teil.
In Vorbereitung auf den Termin erhielten die Teilnehmenden Informationen zur Entstehung der
Auerberger Mitte, zum derzeitigen Ausbaustand und zum Stand des Diskurses. Darüber hinaus
wurden die Teilnehmenden darum gebeten, eine Tabelle mit Informationen, die während des
Austauschs erstellt werden sollte, vorauszufüllen. Dies diente insbesondere dazu, dass die
Teilnehmenden gegebenenfalls abstimmungsbedürftige Informationen für den Termin vorbereiten
konnten.
Innerhalb der vorgegebenen zwei Stunden für den Termin fand zunächst eine kurze Erläuterung des
Entstehungsprozesses der Auerberger Mitte und des geplanten Ablaufs des Werkstattverfahrens
statt. Das Hauptaugenmerk des Workshops lag auf den verwaltungsinternen Einschätzungen zu
Umsetzbarkeiten und Zuständigkeiten für die in der Vergangenheit bereits genannten
Gestaltungsideen. Die Ergebnisse daraus sind im Kapitel III aufgeführt.
Die ursprüngliche Planung sah vor, dass die Einschätzungen zu Umsetzbarkeiten in Stakeholder-
Workshops mit einfließen sollten, um die Möglichkeiten und Grenzen der Weiterentwicklung
transparenter zu machen und Klarheit über mögliche Entwicklungspfade schaffen zu können (siehe
nachfolgender Abschnitt). Die Teilnehmer*innen hätten darauf aufbauend abgewogenere
Entscheidungen bezüglich der gewünschten Entwicklung der Auerberger Mitte treffen können. DieSeite 9 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
5
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
Workshops konnten aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht stattfinden, die Ergebnisse aus dem
Begleitgremium geben dennoch eine gewisse Orientierung für den weiteren Prozess.
Öffentlichkeitsbeteiligung
Die Öffentlichkeitsbeteiligung stellt das Herzstück des Verfahrens dar. Ursprünglich waren dafür
Stakeholder-Workshops im November 2020 geplant. Die Workshops hatten die Zielsetzung,
gemeinsam mit den Teilnehmenden Gestaltungs- und Nutzungsideen zur Erhöhung der
Aufenthaltsqualität der Auerberger Mitte zu diskutieren. Aufgrund der pandemiebedingten
Veranstaltungseinschränkungen konnten diese nicht stattfinden.
Die Unberechenbarkeit der Pandemiesituation hätte eine Verschiebung auf einen ungewissen
Zeitpunkt bedeutet. Um eine große zeitliche Verzögerung zu vermeiden, wurde schließlich das
geplante Beteiligungskonzept in Präsenz überarbeitet und die im Folgenden vorgestellte asynchrone
und kontaktfreie Beteiligungsmethode zur Erhebung der Wünsche der Auerberger*innen entwickelt
und umgesetzt. Damit wurde insbesondere Rücksicht auf den Wunsch des Ortsausschusses
genommen, der mit seiner Bitte um einen zügigen Abschluss des Verfahrens auch im Nachgang zu
dem Austauschtermin im September 2020 mehrfach an die Verwaltung herangetreten war.
Der Titel der neuen kontaktfreien Beteiligungsmethode lautete Mitte der Wünsche. Im Zeitraum vom
14. Januar bis 19. Februar 2021 füllten die Auerberger*innen die Karte der Wünsche mit ihren
Gestaltungsideen für die Auerberger Mitte. Alle Interessierten hatten in dieser Zeit die Gelegenheit,
Wunschkarten mit ihren Ideen in bunte Wunschboxen (siehe Abbildung 2: Wunschbox) einzuwerfen,
die auf der Auerberger Mitte und am Quartierszentrum aufgestellt wurden. Neben den
Wunschboxen wurden Plakate im Quartier ausgehängt, die über die Aktion informierten. Das
Infoplakat befindet sich im Anhang. Zusätzlich zu den Wunschboxen bestand auch die Möglichkeit,
eine E-Mail oder einen Brief mit den Wünschen an das Quartiersmanagement zu senden.
Abbildung 2: Foto der Wunschboxen
Quelle: Büro BASTASeite 10 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
6
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
Aus dem Grundriss des Platzes und den Ideen, die bereits im Vorfeld eingegangen waren, wurde die
erste illustrative Kartengrundlage generiert. Diese wurde abschnittsweise um die neu
hinzugekommenen Einsendungen ergänzt. Die Karte füllte sich also stets mit den eingehenden
Wünschen nach und nach und alle Interessierten konnten dieses „Wachsen“ online und in
Druckversion als Plakat im Schaufenster des Quartiersbüros und der Apotheke verfolgen. Die Ideen
und Wünsche wurden bewusst nicht maßstabsgerecht und in klassisch technisch-zeichnerischer Art,
sondern durch auch von Fachfremden gut verständliche, witzige Symbole dargestellt, damit die
gesamte Bewohnerschaft aus dem Quartier altersunabhängig die Entwicklung der Karte verfolgen,
verstehen und Freude daran haben konnte. Die illustrative Arbeit wurde im Auftrag durch Laurids
Pesch von KLNPesch Illustration durchgeführt.
Zudem konnten mittels der Symbole mehrere ähnliche Wünsche zum gleichen Thema
zusammengefasst werden, um bei der großen Zahl an Wünschen die Übersichtlichkeit wahren zu
können. Im genannten Zeitraum wurde die Karte der Wünsche dreimal angepasst. Die jeweils
aktuelle Karte wurde im Internet unter www.basta-do.de/karte_der_wuensche_auerberg.html
zugänglich gemacht und im Format DIN A0 auf der Auerberger Mitte und am Quartierszentrum
ausgehängt. Alle drei Versionen der Karte der Wünsche können dem Anhang entnommen werden.
Beworben wurde die Aktion über den Newsletter des Quartiersmanagements Auerberg, nebenan.de
und mit einer Pressemitteilung, die an die Vertreter*innen der Lokalpresse mit Bitte um
Bekanntmachung versendet wurde. Des Weiteren hat die städtische Verwaltung ihre
Kommunikationskanäle bedient und Vertreter*innen verschiedener politischer Parteien haben auf
Facebook über die Aktion informiert. Auf die Wunschbox auf der Auerberger Mitte haben zu Beginn
der Aktion vor Ort zudem Kreidepfeile verwiesen, die Passant*innen zur Wunschbox leiteten. Mit der
Wahl der „wachsenden“ Karte als Medium konnte auch der Wunsch des Ortsausschusses Auerberg
befriedigt werden, der sich kartografische Planungsvorschläge aufbauend auf den Wünschen des
Ortsausschusses gewünscht hatte.
Unterstützt wurde diese Aktion von der Apotheke Neue Mitte Auerberg, die die Wunschbox nachts in
der Apotheke unterstellte und tagsüber auf den Platz setzte, um Vandalismus vorzubeugen. Zudem
konnten das Informationsplakat sowie die Karte der Wünsche im Schaufenster ausgehängt werden.
Darüber hinaus verteilte der Ortsausschuss Auerberg zur Unterstützung der Aktion eigens erstellte
Informationsflyer in vielen Briefkästen im Stadtteil, die zur Beteiligung aufriefen und animierten. Auf
den Flyern waren auch die Wünsche des Ortsausschusses abgedruckt. Im Rahmen dieser
Beteiligungsaktion ist eine sehr umfassende und detaillierte Sammlung an Wünschen und auch
Bedenken für die Gestaltung der Auerberger Mitte entstanden, auf die im Kapitel III näher
eingegangen wird.
Die hier angewandte asynchrone Beteiligungsmethode unterscheidet sich hinsichtlich des Prozesses
sowie der angestrebten Ergebnisse gegenüber den ursprünglich angedachten synchronen
Diskussionsworkshops. Im Nachfolgenden sind die wesentlichen Vorteile der synchronen und
asynchronen Methoden zusammengefasst.
Ein Vorteil von synchronen Diskussionsveranstaltungen liegt darin, dass eine Annäherung und
Bewusstseinsbildung für die Bedürfnisse Anderer stattfinden kann. Im Rahmen von Workshops
können sich Anwohner*innen mit Nutzer*innen, oder auch ältere Menschen mit jungen Familien
direkt austauschen – kurz gesagt Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Sichtweisen. Die
Teilnehmenden wären im Rahmen der geplanten Stakeholder-Workshops auch über die
Einschätzungen zu Umsetzbarkeiten der Verwaltungsstellen informiert worden und hätten zum
Verständnis direkt Fragen an teilnehmende Fachvertreter*innen stellen können. Aufbauend auf dem
Wissen über die Bedürfnisse anderer Nutzer*innen und die Einschätzungen aus der Verwaltung,
hätten die Teilnehmenden bereits Konsenslösungen aushandeln und Abwägungen treffen können.Seite 11 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
7
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
Auch bestehende Konfliktlinien zwischen Interessengruppen wären deutlicher erkennbar und die
Möglichkeit der direkten Konsensfindung wäre gegeben.
Das gewählte asynchrone Beteiligungsangebot hat gegenüber einem synchronen Angebot (wie
beispielswiese einem Workshop) den Vorteil, dass sich Interessierte terminunabhängig einbringen
und entsprechend deutlich mehr Menschen teilnehmen können. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass
durch diese Methode auch Menschen erreicht werden, die sich in einer Präsenzveranstaltung mit
anderen Teilnehmenden zurückgehalten oder gegebenenfalls gar nicht erst teilgenommen hätten. Es
besteht die Tendenz, dass die kommunikationsstarken Teilnehmenden im Rahmen von
Präsenzveranstaltungen einen stärkeren Einfluss auf die Ergebnisse nehmen, als die ruhigeren
Teilnehmenden.
Asynchrone Beteiligungsangebote bieten den Teilnehmenden nicht zuletzt viel Zeit, sich intensiv mit
der Fragestellung auseinanderzusetzen und entsprechend fundierte Vorschläge einzubringen. Zur
Veranschaulichung dieses Punktes: Ein paar Teilnehmende haben im Rahmen der Aktion sehr
ausführliche, mehrseitige Dokumente eingesendet mit Konzepten für den Platz, teilweise mit
Beispielbildern und Fotomontagen zur Visualisierung. Ein Ergebnis in diesem Detaillierungsgrad wäre
im Rahmen der geplanten Workshops nicht möglich gewesen. Einige haben dabei auch ihre
Mitmenschen nicht außer Acht gelassen und beispielsweise Anmerkungen wie „wie das so mit den
Anwohnern und der Geräuschkulisse ist müsste man natürlich beachten“ einfließen lassen. Die
ausführlichen Ergebnisse aus der Öffentlichkeitsbeteiligung werden in Kapitel III abgebildet.
Beteiligung der Geschäftstreibenden
Für die Einbindung der ansässigen Einzelhändler*innen und Dienstleistungen war ein
Austauschtermin für den 14. April 2021 angesetzt worden. Im Rahmen des Termins sollten die
eingebrachten Wünsche in Form von der letzten Version der Karte der Wünsche ergänzt und
hinsichtlich potenzieller Schwierigkeiten oder Einschränkungen diskutiert werden. Eingeladen waren
die Geschäfts- bzw. Filialleitungen von
- der Apotheke Neue Mitte Auerberg,
- der Bäckerei Schneider,
- der Fachdienst für Familien- und Erziehungshilfe (FFE) der Stadtbezirke Bonn
Nordstadt / Auerberg / Graurheindorf / Buschdorf,
- Bon(n) Appétit
- Ernsting’s family,
- Penny,
- Rewe,
- Rossmann und
- die Hausverwaltung Optima GmbH.
Auf die Einladungen, die sowohl postalisch als auch per E-Mail versendet wurden, meldeten sich
lediglich zwei Interessent*innen zurück. Ein direkter Austausch mit dem FFE fand am 14. April 2021
statt und die Erkenntnisse daraus sind in die Ergebnisse mit eingeflossen. Es ist davon auszugehen,
dass die Beteiligungsmöglichkeit über die Wunschboxen auch von Gewerbetreibenden und/oder den
Angestellten genutzt wurden.Seite 12 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
8
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
III Ergebnisse
In diesem Kapitel werden die Ergebnisse aus dem Verwaltungsaustausch und der
Öffentlichkeitsbeteiligung vorgestellt. Zur Einordnung werden zusätzlich Informationen zur Erhebung
der Ergebnisse geliefert.
Ergebnisse aus dem Verwaltungsaustausch
Der Verwaltungsworkshop diente insbesondere einer Einschätzung der technischen und
ökonomischen Möglichkeiten und Grenzen der Weiterentwicklung der Auerberger Mitte. Diese
wurden anhand von elf in der Vergangenheit mehrfach geäußerten Gestaltungsideen erörtert. Die
Ergebnisse daraus können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Die Gestaltungsideen
wurden von den Teilnehmenden hinsichtlich der Aspekte
- Zuständigkeiten für die Umsetzung,
- Potenziale,
- Schwierigkeiten,
- Umsetzbarkeit (in der Tabelle mit blauen Pfeilen dargestellt)
o einfach umsetzbar,
o geringer Aufwand,
o verhältnismäßiger Aufwand,
o erheblicher Aufwand,
o grundsätzlich unmöglich und
- Kosten (hoch, mittel, gering) eingeschätzt.
Bei der Interpretation der Ergebnisse der Erhebung ist zu beachten, dass es sich hierbei um
Schätzungen und keine belastbaren, standortkonkreten Fakten handelt, insbesondere in Bezug auf
die Kosten. Hinzu kommt, dass an der Erhebung nicht alle Ämter teilgenommen haben, die
voraussichtlich in die Umsetzung eingebunden wären. Beispielsweise sind keine Einschätzungen von
Vertreter*innen der Wirtschaftsförderung und des Marktamts eingeflossen. Die Einschätzungen
bezüglich der Umsetzbarkeit und Kosten für die betroffenen Wünsche könnten unter Einbeziehung
dieser Ämter entsprechend abweichen.
Tabelle 2: Einschätzungen zu Umsetzungspotenzialen und -schwierigkeiten
IDEE ZUSTÄNDIGKEIT DISKUSSION POTENZIALE SCHWIERIGKEITEN UMSETZ-
BARKEIT
KOSTEN
€
€€
€€€
MARKT
Bürgerdienste Gestattungsantrag
notwendig
Platz als Marktplatz
betitelt
Flächenkonkurrenz mit
anderen Nutzungen auf
der Fläche
Einfach
umsetzbar €
Marktamt Stärkung des Zentrums
Ggf. in Konflikt mit
Entsiegelungsmaßnahmen
(je nach gewünschter und
realisierbarere Größe
eines Markts)
Geringe
Hürde, bzw.
einfach
+ (Einnahmen
von
Marktstand-
betreibern)
Tiefbauamt Versorgungsfunktion
stärken
Konkurrenz für anliegende
Geschäfte (z. B. Caféroller
und Bistro)
Aber auch
abhängig von
Marktstand-
betreibern
Urbaner Charakter Wo stehen Stände (z. B.
Brandschutz)?
Agglomerations-
vorteile
Symbolische Funktion
(auch Identifikation)Seite 13 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
9
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
WASSERELEMENT
Tiefbauamt
(Herstellung)
Wünsche haben sich
schon verkleinert,
eher Wasserspiel
Stadtklima verbessern
Von Wartung und
Unterhaltung und Technik
sehr teuer und aufwendig
Erheblicher
Aufwand
€€€
(laufende
Kosten)
SGB (Betrieb)
Differenzierung:
Kunst oder Spiel
oder
Trinkwasserbrunnen
?
Anziehungsfunktion,
insb. für Kinder
Bei Kinderspiel: Spezieller
Belag für Kinder
Abhängig von
Gestaltung
und Dimension
Ca. 150.000 bis
250.000 € für
die Erstellung
(Abhängig von
Ausführung)
Thema Hygiene bei
Trinkwasserbrunnen
schwierig
Abkühlung bei Hitze Potenziale hoch, aber
auch Schwierigkeiten hoch
Wasserleitung mit
zirkulierendem
Wasser
Wasserspiel würde Druck
aus der Spielleitplanung
nehmen
Kein Wasseranschluss
vorhanden à
geschlossenes System
könnte diesen Punkt lösen
Oder Wasserspiel
mit Wassertank
möglich (temporär),
geschlossenes
System
Symbol und Spielplatz in
einem
Quellstein oder
Queller möglich
Mehrere Potenziale mit
einer Maßnahme
Wasserspiel war in
ursprünglicher Planung
vorgesehen, wurde
jedoch nicht umgesetzt.
GASTRONOMIE
Tiefbauamt
(Nutzungsände
rung)
Fläche im
Außenbereich wird
immer vorhanden
sein (halbsteinerner
Platz)
Belebung des Platzes
Es gibt keine freien
Ladenlokale für
Gastronomie am Platz
Geringer
Aufwand €
Wirtschafts-
förderung
Gibt es Betreiber und
Interessenten?
Steigerung der
Attraktivität Kein WC
Von
Verwaltungs-
seite aber
wenig Einfluss
möglich
+
QM Bestuhlung? Gute Durchmischung
(Bevölkerung)
Kommunikations- und
Begegnungsfördernd
Z. B Café auf Rollen,
keine feste Gastronomie,
dennoch draußen sitzen
können
Food Trucks mit festem
Mobiliar möglich
ENTSIEGELUNG Tiefbauamt
Beet-Patenschaft
möglich,
gestalterisch nicht so
gut
Stadtklima (Hitze im
Sommer)
Pflege und Wässern ist
aufwendig
Verhältnis-
mäßiger
Aufwand
€€
Amt für
Umwelt und
Stadtgrün
Grünfläche vor Bonn
Appetit umdenken? Biodiversität Gesamtplan herstellen Ca. 150 € pro
qm
Attraktivität Flächenkonkurrenz mit
anderen NutzungenSeite 14 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
10
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
Handlungserfordernis
wird gesehen
Feuerwehr bei der
Umsetzung mitbedenken
Spielraum sehr
eingeschränkt
BÄUME, HECKEN
Amt für
Umwelt und
Stadtgrün
Siehe Entsiegelung Siehe Entsiegelung Siehe Entsiegelung
Verhältnis-
mäßiger
Aufwand
€€
Einschätzung: Keine
Bäume notwendig,
weil erst neu
gepflanzt,
Kronendurchmesser
8 m
Baumsetzung mit
mindestens 1,50 m Tiefe
im Erdreich
4.300 € bis
5.300 € pro
Baum
FASSADENBEGRÜNUNG
Tiefbauamt
Förderprogramm für
Dachbegrünung/
Fassadenbegrünung
Stadtklima
Auf privates Engagement
angewiesen
(Eigentümersache)
Verhältnis-
mäßiger
Aufwand
Förderung der
Stadt Bonn
möglich
Amt für
Umwelt und
Stadtgrün
Auch Förderung für
Begrünung von
Bushäuschen
möglich
Sekundarbiotop Feuerwehr
Eigentümer Vandalismus Abwehr
(Graffiti)
Für Eigentümer
bautechnische
Herausforderungen und
Pflegekosten
SWB
Versiegelung der
Auerberger Mitte
aufgelockert
QM
SITZMÖBEL
Tiefbauamt Mit Rückenlehne
Aufenthaltsqualität
(insbesondere auch für
ältere Menschen)
Einbezug der Jugendlichen
für Standort
Erheblicher
Aufwand
€€ je nach
Ausführung
Beispiel
Riesengebirgsstraße Belebung Könnten Problemgruppen
anziehen
Wird nur
ausgetauscht oder
neuer Standort?
Kommunikation
„Quartier Sitzmöbel“ Inklusion
SPIEL UND BEWEGUNGSELEMENTE,
„FITNESSELEMENTE“
Tiefbauamt
Spielbereich auf
Auerberger Mitte
nicht sinnvoll
Bewegungsbedarf ist da
Flächenkonkurrenz mit
anderen Nutzungen: Bei
Spielgerät 9 qm Fläche
notwendig (spezieller
Bodenbelag)
Erheblicher
Aufwand Von € bis €€€
Amt für
Kinder, Jugend
und Familie
Abstimmung mit
Spielleitplanung mit
Kindern, wenn dann
nur einzelne
Elemente
Wer nutzt das und wann
wird es genutzt?
Spielgeräte nur für
bestimmte Zielgruppe
ansprechend.
Aufwendige
Geräte sind
unmöglich
Auch Fitnessgeräte
(Laufbahn, Skaten
etc.)?
Einfache
Bewegungs-
elemente sind
möglich
Bodenbemalung,
z. B. HüpfkästchenSeite 15 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
11
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
DHL STATION Nicht auf dem Platz,
da genug
Flächenkonkurrenz
vorhanden
Bewohner könnten sich
gestört fühlen,
Erheblicher
Aufwand
DHL muss auf Platz fahren
ÖFFENTLICHES WC
Tiefbauamt
Beschlussvorlage, im
Rahmen der
Bürgerhaushalte zu
„Nette Toilette“
Unterhaltung teuer und
aufwendig
Erheblicher
Aufwand €€€
SGB
Gewerbetreibende
finanziell
unterstützen
Wasseranschluss Schwierig und
teuer 350.000 €
Vorhandene Räume
nutzen (z. B. FFE),
dann
Umstrukturierung in
den Räumen nötig
Lohnt sich
nicht an
diesem
Standort
PFLASTERUNG
Tiefbauamt
Gewerbetreibende und
Anwohner müssen ggf.
dafür zahlen (Umlage)
€€
150 € pro qm
Quelle: eigene Darstellung
Bei dem Austausch ist deutlich geworden, dass übergeordnet insbesondere der Aspekt der
Flächenkonkurrenz eine große Rolle spielt. Es gibt viele Wünsche und Ideen für die bauliche
Weitergestaltung des Platzes, aber nur eine begrenzte Fläche, die teilweise auch weiterhin frei
bleiben muss für Veranstaltungen und die gewünschten Märkte.
Thema war auch, dass es sich bei der Auerberger Mitte um einen recht jungen und gesamtstädtisch
betrachtet eher nachrangigen Platz in einem neuwertigen Zustand handelt. Die Dringlichkeit der
Aufwertung sei hier auch eben in Relation zu den anderen Plätzen Bonns zu sehen. Entscheidungen
über den Umfang weiterer Maßnahmen müssen stets in Abwägung gesamtstädtischer Interessen
getroffen werden. Die Teilnehmenden waren sich jedoch auch einig, dass eine Unzufriedenheit
insbesondere vor dem Hintergrund nachvollziehbar ist, dass die aktuelle Gestaltung von der
ursprünglich kommunizierten Planung abweicht. Für die Auerberger Mitte wurde die Gestaltung mit
einem prägnanten Wasserelement (Wasserlauf und –tisch) in Aussicht gestellt, welches letztlich nicht
umgesetzt werden konnte.Seite 16 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
12
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
Ergebnisse aus der Öffentlichkeitsbeteiligung
Im Rahmen der Beteiligungsaktion „Mitte der Wünsche“ waren insgesamt 137 Einsendungen
eingegangen mit über 145 verschiedenen Ideen für Veränderungen auf der Auerberger Mitte. 116
Wunschkarten bzw. Flyer wurden manuell ausgefüllt und 21 Beiträge wurden per E-Mail
eingesendet. Die gesammelten Ideen wurden zu 21 Oberkategorien zusammengefasst, die mit
Symbolen auf der nachfolgend abgebildeten Karte der Wünsche dargestellt sind. Auch die Ideen, die
in der Vergangenheit bereits geäußert und im Rahmen der Recherche ermittelt wurden, sind in die
Sammlung mit eingeflossen (siehe Kapitel II, Recherche).
Abbildung 3: Karte der Wünsche
Quelle: Laurids Pesch im Auftrag von BASTASeite 17 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
13
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
Abbildung 4: Legende zur Karte der Wünsche
Quelle: eigene DarstellungSeite 18 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
14
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
Auf der Legende zur Karte der Wünsche, die zusammen mit der Karte veröffentlicht wurde, werden
zusätzlich zu den Oberkategorien, die einzelnen Ideen aufgeführt. Unter der Oberkategorie
„Regelmäßige Märkte“ werden beispielsweise die Ideen „Wochenmarkt“, „Flohmarkt“ und
„Weihnachtsmarkt“ zusammengefasst. Häufig wurden die Ideen mit weiteren Details ausgeführt.
Beispielsweise sind für die Idee „Wochenmarkt“ Details eingegangen wie „lokal“, „regional“, „von
Bauern aus dem Vorgebirge“, „international“, „Bio“, „Fairtrade“, „mit Essensständen“ und viele
weitere. Zur Wahrung der Übersichtlichkeit konnten nicht alle Details in der Legende zur Karte mit
aufgenommen werden. Die eingegangenen Details zu den Ideen können vollständig der Spalte
„Details zu den Wünschen und Anmerkungen von Einzelnen“ der Tabelle „Wünsche für die Mitte“ im
Anhang entnommen werden. Außerdem finden sich im Anhang bildliche Einreichungen, wie
Beispielbilder, Entwürfe und Skizzen. Die nachfolgende Collage gibt einen kleinen Vorgeschmack.
Abbildung 5: Entwürfe und Skizzen von Teilnehmer*innen der Öffentlichkeitsbeteiligung
Quelle: Teilnehmer*innen der Öffentlichkeitsbeteiligung
Neben den Ideen, gingen auch kritische Anmerkungen und Bedenken ein, die in der Legende zur
Karte mit einem roten Blitz gekennzeichnet werden. Auch diese sind in die Auswertung mit
eingegangen. In der Tabelle im Anhang Nr. 4 in der Spalte „Details zu den Wünschen und
Anmerkungen von Einzelnen“ sind die Gründe für die Kritik aufgeführt. Zum Beispiel gab es zu der
Idee „Liegewiese“ unter „Begrünung“ die kritischen Anmerkungen
- „im Sommer zu anfällig gegen die Hitze (sieht nicht mehr einladend aus)“,
- „Hundeklo-Gefahr“ und
- „gibt es bereits auf der Allee“.
Dazu ist anzumerken, dass die Punkte mit einem Blitz nicht zwangsläufig kritischer gesehen werden
als jene ohne Blitz. Der Entstehungsprozess der Karte der Wünsche hatte hierauf einen
entscheidenden Einfluss: Einige Ideen sind früher auf der Karte erschienen als andere. Dadurch gabSeite 19 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
15
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
es die Möglichkeit sich darauf (auch kritisch) zu beziehen. Auffällig ist außerdem, dass es
insbesondere jene Punkte betrifft, die der Ortsausschuss mit seinem Flyer beworben hat. Auch
hierfür gilt, dass diese Punkte durch ihre Nennung zur Diskussion gestellt wurden.
Ein paar wenige Einreichungen waren unverständlich oder sind aus der vorherigen Recherche
eingeflossen und wurden in der Zwischenzeit bereits umgesetzt (wie beispielsweise die
Umbenennung der Haltestelle von „Pariser Straße“ in „Auerberger Mitte“). Diese Punkte lassen sich
ebenfalls der Tabelle „Wünsche für die Mitte“ entnehmen, zumindest jene, die entziffert werden
konnten. Außerdem sind Ideen eingegangen, die sich nicht auf die Auerberger Mitte, sondern auf
andere Räume im Stadtteil beziehen, wie beispielsweise die Auerberger Allee, den Grünzug, den
Mondorfer- bzw. Rheindorfer Bach, die Kölnstraße oder den gesamten Stadtteil. Diese können im
Einzelnen der Tabelle „Wünsche für andere Orte in Auerberg“ dem Anhang Nr. 5 entnommen
werden.
In der Gesamtschau der Ergebnisse zeigt sich ein buntes Bild an Wünschen für die Weiterentwicklung
der Auerberger Mitte. Dabei verhalten sich manche „Visionen“ vermeintlich widersprüchlich
zueinander: Auerberger*innen, die sich eine dicht bepflanzte, schattige Oase wünschen mit
organisch geschwungenen Linien stehen andere Auerberger*innen gegenüber, die möglichst viel
Fläche wahren möchten für Veranstaltungen oder zum Fahrrad- und Rollschuhfahren und eine klare
Geometrie und Übersichtlichkeit als essentiell für einen zentralen Quartierplatz ansehen. Wünsche
nach einem bunten Treiben mit bequemen Verweilmöglichkeiten, Spielangeboten und
Gestaltungselementen mit besonderer Anziehungskraft (wie beispielsweise ein Wasserelement)
stehen Befürchtungen bezüglich zunehmender nächtlicher Lärmbelästigung, Vermüllung und
Vandalismus gegenüber.
Diese zugespitzte Gegenüberstellung einer Auswahl von Wünschen und Befürchtungen macht
deutlich, dass es bei der Planausgestaltung/Lösungsfindung eines guten Mittelwegs bedarf. Bei der
Gestaltung eines viel genutzten öffentlichen Raumes mit einer besonderen Bedeutung für viele
Menschen geht es sicherlich immer auch um Kompromisse.
Ein Interessanter Ansatz bei der Auswahl unter der Vielzahl der Einreichungen könnte sein, die
synergetischen Potenziale einiger der Ideen in der Kombination miteinander ins Auge zu fassen. Es
folgen ein paar Beispiele dafür, die allesamt von Teilnehmer*innen eingebracht wurden:
- Eine Umsetzung des Wunsches nach mehr Begrünung kann auch den Bedürfnissen nach
o Umweltschutz und
o einer Verbesserung des Mikroklimas auf dem Platz Rechnung tragen, sowie
o (je nach Gestaltung) ein Sitz- und Liegeangebot schaffen (z. B. als Einfassung von
Pflanzinseln durch Holzbalken oder als Umrandung um die Bäume),
o als Barriere zur Pariser Straße zum Sichtschutz und zur Sicherheit für Kinder dienen
(z. B. in Form von einer Hecke) oder
o als Fassadenbegrünung die störende Außenwerbung ersetzen.
- Ein Wasserelement kann
o ebenfalls einen positiven Einfluss auf das Mikroklima haben und,
o je nach Ausführung, als Spielangebot (zum Beispiel mit Fontänen, kleinen
Wasserkanälen, Becken, sperrbaren Abflüssen oder einem Mini-Wasserfall) und
o als identitätsförderndes Element dienen und
o Sitzgelegenheiten vorhalten (z. B. Brunnenrand oder große Steine).
- Ein Bewegungselement kann, neben der möglichen Kombination mit einem Wasserelement,
o als identitätsförderndes Element umgesetzt werden (z. B. ein „Auerberg“ zum
Klettern oder eine Fortführung der Holzfiguren vom Grünzug) oderSeite 20 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
16
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
o dem Wunsch nach einer Auflockerung des Bodenbelags entsprechen (z. B. in Form
von einer Gestaltung mit Hüpfkästchen oder einem riesigen Schachbrett).
- Regelmäßige Märkte können, zumindest temporär dem Wunsch nach einem vielfältigeren
o Konsum- und
o Gastronomieangebot (zum Beispiel mit Food Trucks, einem Eiswagen oder Kaffee
auf Rollen) begegnen und als
o regelmäßige Veranstaltung für eine stärkere Belebung des Platzes sorgen.
- Ein freistehender Pavillon auf dem Platz kann als Kombination eines
o öffentlichen WCs mit
o einem Konsumangebot, wie beispielsweise einem Kiosk mit einem Spielverleih oder
o einem Gastronomieangebot, wie beispielsweise einem Café oder einer Teestube mit
(bezahlten) Sitzgelegenheiten und Schatten spendenden Sonnenschirmen
umgesetzt werden.
Sicherlich lassen sich einige weitere Potenziale in den Einreichungen finden, die sich aus einer
Kombination der Wünsche ergeben.
Aus dem großen Interesse an der Beteiligung lässt sich erkennen, dass sich die Bewohnerschaft auf
jeden Fall einen attraktiven und identitätsstiftenden Platz in „ihrer Mitte“ wünscht. Es erscheint
daher unabdingbar, sich dieses Potenzial bei der weiteren Planung, Gestaltung und Umsetzung am
Platz zunutze zu machen. Die bisherigen Beteiligungsschritte sollten mit dem Ende des
Werkstattverfahrens nicht ein Ende finden, sondern vielmehr als Auftakt zur weiteren Beteiligung
gesehen werden.Seite 21 von 40
Abschlussbericht zum Werkstattverfahren Auerberger Mitte
17
BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung
IV Anhänge
1. Protokoll OA Austauschtermin
2. Infoplakat „Mitte der Wünsche“
3. Alle 3 Versionen der Karte der Wünsche
4. Tabelle „Wünsche für die Mitte“
5. Tabelle „Wünsche für andere Orte in Auerberg“
6. Sammlung der Beispielbilder, Skizzen und Entwürfe aus den Mails und von den
Wunschkarten: Veröffentlichung aufgrund nicht vorliegender Einverständniserklärungen nicht
möglich. Zusammenfassung siehe unter "Ergebnisse aus der Öffentlichkeitsbeteiligung“Seite 22 von 40
1
Anhang Nr. 1
Teilnehmende
Bernd Grießbach (Amt für Soziales und Wohnen), Anna Lena Willems (Büro BASTA), Vera Schultze
(Büro BASTA), Almut Heimbach, Dirk Halbach, Marco Lücher, Peter Kelz, Andreas Becker, Ulrike
Blumenreich, Bettina Fischer-Starcke, Michael Schwaegermann, Herbert Hirtz, Martin Riedel,
Joachim Rott, Martina Lambert, Christian Rößler
Tagesordnungspunkte
Nr. Thema Ergebnis
1 Begrüßung
2 Präsentation zum Werkstattverfahren (Frau Willems, Büro BASTA)
3 Diskussion
4 Präsentation Ortsausschuss (Herr Schwaegermann)
1. Begrüßung
Die Veranstaltung wurde durch Herrn Bernd Grießbach vom Amt für Soziales und Wohnen
(Zuständigkeit Sozialplanung und Quartiersentwicklung) eröffnet. Nach der Begrüßung ging Herr
Grießbach auf das geplante Werkstattverfahren zur Auerberger Mitte ein. Hierbei erhalten die
Bewohner*innen Auerbergs eine neue Möglichkeit zur Meinungsäußerung. Ende des Jahres werden
die Ergebnisse des Werkstattverfahrens zur Auerberger Mitte der Politik vorgelegt.
2. Präsentation Werkstattverfahren Frau Willems (Büro BASTA)
Im Anschluss stellte Frau Willems vom Büro BASTA das Vorgehen zum Werkstattverfahren Auerberger
Mitte mit Hilfe einer Präsentation vor. Das Büro BASTA wird beim kompletten Werkstattverfahren eine
moderierende Rolle einnehmen. Das Herzstück des Werkstattverfahrens bilden die
Beteiligungsprozesse mit den Bewohner*innen. Im Vorhinein findet seitens des Büro BASTA eine
ausgiebige Recherche und Vorarbeit zum Platz Auerberger Mitte statt. Das Produkt des
Werkstattverfahrens bildet ein Endbericht, welcher der Politik vorgelegt wird.
Ergebnisprotokoll
Sitzung: Tagung des Ortsausschusses Bonn Auerberg zum
Werkstattverfahren Auerberger Mitte
Termin:
19.08.2020
Zeitraum:
18 – 20 Uhr
Ort:
Bonn Beuel Rathaus
Protokollführerin: Vera Schultze
Büro BASTA
Protokolldatum:
24.09.2020Seite 23 von 40
2
Ablauf Werkstattverfahren Auerberger Mitte
Baustein Inhalt Teilnehmerkreis
Baustein A:
Recherchephase
Umfassender Überblick über
- technische Gegebenheiten
- bereits durchgeführte Veranstaltungen
zum Thema
- ökonomische Grenzen
- Umsetzungszeitraum
Verwaltung
Büro BASTA
Baustein B:
Entwicklung
Planungsvorschlag
- Beteiligungsworkshops
- Äußerung von Ideen und Wünschen der
Bewohner*innen, Gewerbetreibenden
etc.
- Priorisierung von Ideen während
Workshops
- Bewertung von Ideen hinsichtlich der
zeitlichen Umsetzbarkeit
- Anschließende Präsentation der
Ergebnisse in Presse, Aushänge im QM,
Internetseite der Stadt Bonn
Lokale Stakeholder
Verwaltung
Büro BASTA
Baustein C:
Endbericht
- Grundlage für weitere Entscheidungs-
und Planungsprozesse
Büro BASTA
3. Diskussion
Die Präsentation mündete in einer Diskussion mit dem Ortsausschuss, in welcher Fragen diskutiert und
beantwortet werden konnten.
Frage Antwort
Zeitrahmen? Das Verfahren wird Ende dieses Jahres mit einem Endbericht abgeschlossen.
Warum wird
Baustein A
vorgeschoben?
Baustein A wird durchgeführt um Hintergrundinformationen zu praktischen
Gegebenheiten auf dem Platz zu erlangen. Zudem sollen
Rahmenbedingungen abgesteckt werden.
Wie werden
Stakeholder
ausgewählt?
Es sollen sich alle beteiligen können, die sich beteiligen wollen. Zudem
werden lokale Institutionen proaktiv eingeladen. Die Ideensammlung findet
zudem über einen Aufruf in der Presse, nebenan.de, Plakate und per Mail
und Telefon statt.
Das Büro BASTA strukturiert und sammelt Ideenvorschläge und diskutiert
diese anschließend in den Stakeholder Workshops.
Inwiefern wird
BAUSTEIN A
transparent
gemacht?
Die Infos aus Baustein A werden innerhalb der Stakeholder Workshops
vorgestelltSeite 24 von 40
3
Wie findet
Priorisierung der
Ideen statt?
Eine Priorisierung der Ideen findet innerhalb der Stakeholder Workshops
durch die Bewohner*innen sowie Gewerbetreibende statt. Alle Ideen
werden im Endbericht abgebildet.
Wie können sich
alle beteiligen in
Zeiten von Corona?
Das Büro BASTA möchte über einen ganzen Tag verteilt verschiedene Time
Slots mit mehreren Menschengruppen anbieten. Durch eine vorherige
Anmeldung kann die Beteiligung koordiniert werden.
Herr Grießbach sichert mit Hilfe des städtischen Gebäudemanagements zu,
passende Räumlichkeiten in Auerberg zur Verfügung zu stellen.
Ist eine Online-
Beteiligung für
ältere Menschen
möglich? (Gefahr
vor Infektion auf
Veranstaltung)
Das Büro BASTA hält einen persönlichen Austausch für sehr wichtig, um
kreative Prozesse anzustoßen. Zudem wird in Frage gestellt, ob sich ältere
Menschen durch eine Online-Beteiligung angesprochen fühlen, da diese
Personengruppen digitale Formate eher nicht nutzen.
Herr Gießbach betont, dass aufgrund der Pandemie auf Abstände und
weitere Corona-Maßnahmen geachtet wird.
Wieso wird
Baustein A nicht
vor Workshops
transparent
gemacht, z. B. mit
einem
Zwischenbericht?
Durch eine vorherige Veröffentlichung der Ergebnisse aus BAU A wird die
Kreativität der Teilnehmenden eingeschränkt. Man möchte durch die
Präsentation der Ergebnisse von BAU A auf den Workshops ein gutes
Mittelmaß zwischen „keine Luftschlösser bauen und Ideen entwickeln“
erreichen.
Wird der
Ortsausschuss am
Workshop für
Gewerbetreibende
und
Bewohner*innen
teilnehmen.
Ja, der Ortsausschuss kann an beiden Terminen teilnehmen.
Wird der
Endbericht
veröffentlicht?
Der Bericht wird innerhalb der Verwaltung in Gremien gehen. Der Bericht
wird im 2. Schritt veröffentlicht, wenn er in der Politik auf der Tagesordnung
steht.
Vom Ortsausschuss wird gefordert, dass örtliche Parteivertreter am Prozess
beteiligt werden. Zudem soll der Endbericht auf der Seite des QMs
veröffentlicht werden.
Wie sieht der
verwaltungsinterne
Prozess aus, bis mit
dem Umbau
begonnen wird?
Der Endbericht wird in die Politik gereicht, danach gibt die Verwaltung einen
Auftrag an das Planungsbüro auf, anschließend wird mit Planung und Bau
begonnen.Seite 25 von 40
4
4. Präsentation Herr Schweagermann (Ortsausschuss)
Bemängelt wird vom Ortsausschuss, dass die Auerberger Mitte keine erkennbare Struktur aufweist. Es
ist dort zu heiß im Sommer, es gibt keinen sichtbaren Mittelpunkt, keine öffentlichen Toiletten und
nur eine Gaststätte. Zudem werden die Bänke als unschön bewertet.
Der Ortsausschuss Auerberg hat im Vorhinein zu einem Fotowettbewerb aufgerufen mit dem Titel
„Andere schöne Plätze“. Hierdurch wurden bereits Ideen gesammelt, wie sich die Auerberger Mitte
zum positiven verändern kann.
Ideen
è Grünzonen um Bäume herum, Blumen, mehr Grün
è Neue, bequeme Bänke (Beispiel Tannenbusch-Mitte)
è Baumbezogene Bänke im Halbkreis um Baum herum
è Springbrunnen -> Luft wird durch Springbrunnen gekühlt
è Schöner eingebauter Bouleplatz
è Kleinerer Spielplatz
è Positives Beispiel: Platzbereich vor Bundeskunsthalle, einzelne Stühle, schöne Pflasterung
Forderung
è Teilgrünbereich, erkennbarer Abbau der Betonplatten
è Kühlender Springbrunnen im Zentrum
è DHL Paketstation muss entfernt werden
è Öffentliche Toiletten
è Vernünftige Bänke
è 3-4 Bäume mit Schattenwurf
è Entfernung der störenden Plakatwerbung
Fazit
Der Ortsausschuss wünscht sich einen Platz zum Wohlfühlen. Die Forderung nach einem
Springbrunnen wird nochmals unterstrichen. Zudem soll eine Verlängerung der Grünachse
vorangetrieben werden, hierfür müssen Betonsteine abgebaut werden. Zudem wird der Wunsch nach
einem Spielplatz geäußert.Seite 26 von 40
Anhang Nr. 2Seite 27 von 40
1
Anhang Nr. 4
Wünsche für die Mitte Auerberg
Legende für diese
Tabelle:
vor der Aktion "Die Mitte Ihrer Wünsche" geäußert (IEK Prozess, Austausche im Rahmen des QM Auerberg)
im Rahmen der Aktion "Die Mitte Ihrer Wünsche" UND vorher geäußert
unverständlich/ unleserlich
nicht auf der Karte der Wünsche
Titel/Oberthema Idee Details zu den Wünschen und Anmerkungen
von Einzelnen
Begrünung
grundsätzlich mehr Grün (-flächen) Vandalismus sicher,
naturnahe Bepflanzung,
heimische Vegetation (Wildblumen und Gehölz),
um die Artenvielfalt (Insekten, Vögel,
Kleinsäuger) zu stärken,
bienen- und insektenfreundliche Pflanzen
↯ nicht zu viel Grün kein Wald,
dezent,
sollte Charakter eines Dorfplatzes behalten und
vielfältige und wechselnde Nutzungen
ermöglichen – das geht nur auf Pflaster,
sobald die bestehenden Bäume größer sind
werden sie einen stärken Einfluss auf die
Begrünung und Beschattung haben
Entsiegelung vollständig/ teilweise,
Park,
Unterboden mit Gemisch aus grob- und
feinkörningem Substrat (Nullanteil),
Fläche mit wassergebundener Decke zw.
Prager/Warschauer Str. durch Grün/ Wiese
ersetzen
Grüne Achse stärken zw. Grünzug und Auerberg Allee
als Verbindungselement
mit zusammenhängender Grünfläche,
zwischen Müllestumpe (östlich) und Breslauer
Straße (westlich),
damit die Verbindung zwischen Auerberger Allee
und der Fußwegeverbindung Richtung Rhein
deutlich wird
↯ Achse unterbrechen Sichtachsen und Windzug unterbrechen
Beete/ Pflanzinseln mit Blumen,
mit Bäumen,
leicht erhöht,
mit Tonkügelchen zum Wasserspeichern für
ausreichende Bewässerung im Sommer,
Labyrinth aus hochwachsenden Gräsern und
Wildblumen (mit Patenschaften und Prämierung
des schönsten Beets),
Beete und Pflaster verschmelzen (Beispielbilder
per Mail),
große, vielleicht sogar begehbare Pflanzinseln
(mit Schattenwurf) mit groben Holzbalken als
Einfassung auf denen man auch sitzen kann
(Beispielbilder per Mail)
Hochbeete fixe Hochbeete anstelle von mobilen
Pflanzkübeln,
an Bänken für Schatten
Büsche, Sträucher, Hecken Beerensträucher,
vor Bonn Appétit,
aus Sonnenrichtung an den Bänken für
Schatten,
(mehr) Pflanzkübel mit Bäumen,
mit bunten Blumen,
als Markierung für Sitzecken,
von Geschäftseigentümern gepflegtSeite 28 von 40
2
↯ Pflanzkübel anders runde statt eckige Pflanzkübel,
zu den Bäumen rücken,
naturnahe Bepflanzung
↯ keine Pflanzkübel tragen langfristig nicht zum Bild eines zentralen
Dorfplatzes bei,
unzureichend gepflegt
(mehr) Bäume größer für Schatten,
Kastanien,
Obstbäume,
Büsche im Grünbereich vor Bonn Appétit durch
hochstämmige Bäume austauschen,
3 bis 4 weitere Bäume
Baumscheibengestaltung
Fassadenbegrünung gegen Werbeflächen austauschen
Liegewiese/ Rasen Blumenwiese
↯ kein(e) Liegewiese/ Rasen im Sommer zu anfällig gegen die Hitze ("sieht
nicht mehr einladend aus"),
Hundeklo Gefahr,
gibt es bereits auf der Allee
Urban Gardening Gemeinschaftsfläche gemeinschaftlich und zusätzlich einzelne
Abschnitte zur Bewirtschaftung verpachten
Sharing Angebote
Bücherschrank mit Leseecke (für 4 - 6 Personen) und
Witterungsschutz,
Bücherkarussel,
Bsp.: Bücherkarren in Graurheindorf
Foodsharing Schrank
Wasserelement
grundsätzlich ein Wasserelement mit schattenspendender Begrünung,
mit Sitzgelegenheiten (aus Holz, Bänke,
Brunnenrand),
mit großen Steinen drum herum zum Sitzen und
Balancieren,
mit Spielgeräten für Kinder kombinieren
↯ kein Wasserelement Vermüllung,
Vandalismusgefahr,
Lärm,
Enttäuschung vorprogrammiert weil Erstellung
und Betrieb zu kostenaufwendig
(Spring-)brunnen
begehbar (Skizze auf OA Flyer),
klein,
modern,
als Mittelpunkt des Platzes,
mit Rinnsal bzw. Bachlauf (Bsp. Frankenbad),
Bsp.: Marktplatz in Tuttlingen,
rund und mit Baum in der Mitte mit Schatten für
spielende Kinder (Beispielbilder per Mail)
Trinkbrunnen
↯ Wasserelement nicht mit Trinkwasser speisen aus ökologischen Gründen
Wasserspiel (-platz) ebenerdig/ begehbar,
mit (unterschiedlichen, flachen) Fontänen (Bsp.
Lübecker Innenstadt),
mit Wechselspiel
linear angeordnet,
mit rauen Steinen gegen Rutschgefahr,
mit sehr robusten Spielgeräten wie z. B. kleine
Becken, sperrbare Abflüsse, Mini-WasserfallSeite 29 von 40
3
Bachlauf/ Wasserkanäle vom Grünzug aus kommend (wie ursprünglich
geplant),
mit Quellstein wie am Bottlerplatz,
mit Spielgeräten (Bsp. Sterntor und
Beispielbilder per Mail),
Bsp: Fußgängerzone Brühl, Bergheim-Erftstadt
("Steine rund zum Drehen"),
Brunnen mit mehreren Wasserwegen/ Kanälen
(wie in Bonner Innenstadt nähe C&A)
Pumpe mit Solarenergie betreiben aus ökologischen Gründen
Öffentliche Toilette
Toilettenhaus errichten auf wassergebundener Fläche
Prager/Warschauer Str,
kostenpflichtig (0,50 EUR)
Nutzbarmachung der vorhandenen Toiletten Bäckerei/ REWE/ Penny/ Stadtteilbibliothek,
z. B. mit Schlüssel, der ausgehändigt wird
Bewegungselement(e)
generationenübergreifende Bewegungselemente
Spielgerät(e) allgemein mit weichen (und rund geformten) Matten
unterlegen,
mit Sitzgelegenheiten,
Für bestimmte Zielgruppen: für Kleinkinder, für
Grundschulkinder, für Kinder von 10 - 11 Jahren,
Sportgeräte für Erwachsene,
bunt zum Thema Boot (Skizze auf Wunschkarte),
Spielplatz mit Schatten
↯ keine Spielgeräte/ kein Spielplatz auf dem Platz Spielgeräte auf dem Grünzug oder auf der
Auerberger Allee unterbringen,
nächster Spielplatz ist nicht weit,
den Platz nicht zustellen (siehe Oberthema
"Freie Fläche bewahren")
Fitnessgeräte wie auf Brüserberg
Tischtennis auf wassergebundener Fläche
Prager/Warschauer Str.
Kicker
Holztiere auf Platz fortsetzen (wie im Grünzug) können als Spielgerät und Dekoration dienen (z.
B. Schafe, Schweine und Küken)
Wippe für Kinder
Wipptiere für Kinder
Schaukeln Tierschaukeln
Balance Balken weiter hinten auf dem Platz (Richtung Grünzug)
in Boden eingelassenes Trampolin Bsp.: www.fairplay-sporthandel-
shop.de/eurotramp-kids-tramp-
playground?gclid=EAIaIQobChMIx6vgvNf27gIV2
JrVCh0CGwlnEAQYBiABEgIh4PD_BwE
in Boden eingelassene Klangplatten
aber Lautstärke für Anwohnende beachten,
(fehlerhafter Link mit Bsp. per Mail)
Bodengestaltung mit Spielen mit Spielfeldern und/oder Hüpfkästchen für
Kinder,
mit riesigem Schachfeld (mit großen Figuren)
Spieleverleih am Platz z. B. in einem Kiosk wie am Alpener Platz in Köln
Boule Platz/ Boccia Bahn ausbauen mit Schatten (Bäume),
mit Stromanaschluss,
mit Zugang zu Toiletten,
an wassergebundener Fläche
Prager/Warschauer Str.,
wassergebundene Fläche zu stark geneigtSeite 30 von 40
4
↯ Boule Platz vorzugsweise nicht auf der Mitte sondern
wieder an den ehemaligen Platz an der Festwiese
Fußballplatz mit Banden
Hundespielplatz
Apfelspiel
Spiderman Anzug
Hund
Betonsteine
(Bodenbelag)
teilweise ersetzen durch farblich unterschiedliche Steine um
den sterilen Charakter aufzulockern (dem
Charakter einer Aufmarschfläche
entgegenwirken),
durch Steine, die in der Nach leuchten ersetzen
(aber nicht vorrangig, weil durch Gestaltung der
Gesamtfläche würden die graue Fläche nicht
mehr auffallen)
↯ nicht austauschen ein Austausch wäre teuer und wenig sinnvoll;
nicht austauschen, sondern entsiegeln;
würde nicht zur Auflockerung des Platzes
beitragen;
klare Gestaltung soll beibehalten werden
Veranstaltungen
allgemein regelmäßige Events/ Aktionen
Open-Air-Kino www.wanderkino.de,
Bsp.: Auf Dach der Bundeskunsthalle
Spielmobil 1 bis 2 x pro Woche
Feste Stadtteilfeste,
Straßenfeste,
Sommerfest,
Straßenkunstfeste (regelmäßig, z. B. mit Clown,
Jonglage und Musik samstags von 11 bis 13
Uhr)
Begegnungsfest,
Streetfood-Festival,
Karneval
Konzerte 2x im Monat oder an jedem Wochenende mit
Musiker*innen der Musikschule Bonn,
mit Schutz vor Wind, Regen und Sonne für die
Musikanten
Fußballturnier
Wasseranschluss für Veranstaltungen
Stromanschluss für Veranstaltugen (bereits umgesetzt)
Provisorisches Zelt für Events
Weihnachtstanne lebendige Tanne auf der Fläche vor Bonn
Appétit,
Bodenhülse integrieren
Maibaumständer
↯ kein Maibaumständer weil es bereits ein Maifest an der Bernhardkirche
gibt
Regelmäßiger Infostand des QMs
Freies WLANSeite 31 von 40
5
Regelmäßige Märkte
Wochenmarkt (dauerhafter mit mehreren Ständen)
lokal/ regional (von Bauern aus dem Vorgebirge),
international (unterschiedlich internationales
Angebot im Wechsel),
Bio,
Fairtrade,
mit Essensständen (z. B. Hähnchenbräterei),
mit Lebensmittelständen (Fisch-, Fleisch-, Wurst-
und Milchprodukte, Obst und Gemüse, Feinkost,
Gewürze und Gewürzpflanzen),
mit Wein- oder Bierstand,
mit Sortiment, das Supermärkte nicht bieten,
Marktschwärmer,
immer samstags,
auf dem hinteren Teil des Platzes und auf dem
Schotterweg
Flohmarkt häufiger
Weihnachtsmarkt
Sitz- oder
Liegeelemente
grundsätzlich mehr mit Mülleimern,
mit Tisch(ch)en,
einbetoniert
↯ nicht mehr sondern andere/ anders den Platz nicht zustellen (siehe Oberthema
"Freie Fläche bewahren"),
Sitzecke vor Bonn Appétit aufwerten zum
Beispiel mit Pergola und Tischen
gemütliche/ bequeme Sitzgelegenheiten mit Rückenlehne
↯ nicht überall bequemer gemütliche Sitzbänke laden "gelangweilte
Jugendliche zu später Stunde" ein
(Lärmbelästigung für die Anwohnenden), darum
gemütliche Sitzgelegenheiten nur vor Bonn
Appétit, weil hier soziale Kontrolle höher
kommunikationsfördernd angeordnet für Gruppen,
gegenüberliegend (für Gruppen) angeordnet,
im Kreis anordnen,
kleine Podeste (Sitzquader kreisförmig
anordnen),
Treppenstufen (terrassenartig angelegte
Sitzreihen mit Begrünung dazwischen),
Sitzecke zwischen der Apotheke und dem FFE
Sitzbänke im Schatten in Kombination mit Bäumen und/ oder
Sträuchern,
laubenähnlich,
Bänke unter die Bäume rücken
Als Gestaltungselement aus Holz als Umrandung um die Bäume, Bsp.:
neue Ortsmitte Künzel (Beispielbilder per Mail)
und Bsp. Pflanzinseln (Beispielbilder per Mail),
rote runde Steine (Sitzlinsen), Bsp.: Auerberger
Allee,
mit Mosaik, z. B. durch Schulklassen gestaltet,
Bsp. Park Güell in Barcelona
Liegen aus Holz,
zw. Rossmann und Apotheke wechselseitig
angeordnet (Beispielbilder per Mail),
Bsp. Marktplatz (?)
Sitzmöglichkeit an der Bushaltestelle
mit Bankpatenschaften (Angebot zur Übernahme einer Patenschaft in
Mail)Seite 32 von 40
6
Identitätsfördernde
Elemente
Kunstelement(e) Ein "Auerberg": Robuste Skulptur zum Klettern
für Kinder (Kombi Spiel und Kunst) als
Mittelpunkt des Platzes,
INSCRIRE Kunstprojekt realisieren (Bsp.: Garten
der Menschenrechte im Rhododendronpark
Bremen),
VAW Industriedenkmal (ehemaliges
Unternehmen zur Herstellung von Aluminium mit
Sitz in Auerberg),
Girlanden zwischen den Laternen
Uhrengruppe mit den unterschiedlichen Zeiten der
verschiedenen Nationen, die in Auerberg wohnen in der Mitte
Standuhr Als Mittelpunkt
Umbenennung der Auerberger Mitte zum "Pariser Platz"
↯ Name beibehalten weil er durch seinen Namen identitätsfördernd
wirkt, Diskussion wurde in Vergangenheit bereits
geführt
Hinweisschilder zu anderen Orten in Auerberg z. B. Kath. Bernhardkirche/ Ev. Gemeindeforum/
Müllestumpe usw.
Gastronomie
grundsätzlich mehr Angebote im leerstehenden Ladenlokal (ehemals
Nagelstudio)
höherwertige Angebote
preiswerte Angebote
mit Außengastronomie mit Sonnenschirmen,
Biergarten
als Pavillon auf dem Platz mit Sitzgelegenheiten,
mit viel Glas gestaltet,
wie auf Plätzen in Lissabon,
mit Café, Teestube, Frittenbude, Kiosk oder
Eisdiele
Eiscafé/ Eisdiele
Café bewohnerschaftlich geführt im leerstehenden
Ladenlokal
Café der Kulturen Begegnungsraum
Teestube
mobile Stände Café auf Rollen (wie auf dem Platz am
Frankenbad oder an der Kreuzkirche),
Foodtrucks (Crêpes oder mit wechselnden
Angeboten - z. B. jeden Samstag ein anderer),
Eiswagen
Imbiss McDonald's, Frittenbude
Bistro
Kneipe
Konsumangebote
grundsätzlich mehr/ größere Auswahl
Kiosk mit Außengastronomie,
Bsp.: Mischung aus Kiosk, öffentlichem WC und
Aussichtsplattform als Pavillon (nähere Infos in
Mail)
Süßigkeitenladen in mini
Spielzeugladen
Klamottenladen
DM
Briefmarkenautomat z. B. in Packstation ergänzen
Yajak (oder Kajak?) StoreSeite 33 von 40
7
Außenwerbung der
anliegenden
Geschäftstreibenden
reduzieren insbesondere die REWE Werbung
REWE Werbung durch identitätsstiftende Fotos ersetzen
Klima auf dem Platz
Windschutz durch Bepflanzung,
"Windfang"
Sonnenschutz/ mehr Schatten größere Bäume und andere Pflanzen,
Sonnenschirme (im Sommer),
(große, bunte) Sonnensegel (zwischen den
Gebäuden, die sich am nächsten stehen, mit
Stahlseilverstrebungen spannen, Beispielbilder
per Mail),
Lauben,
Pergolen und Rankelemente,
Laubengang,
Dachkonstruktion mit Ranken z. B. an Boulebahn
oder Brunnen (Beispielbilder per Mail)
Sammelmöglichkeit
für
Nachbarschaftsinfos
Schwarzes Brett
Litfaßsäule
Lösung für
verwahrloste DHL-
Packstation finden
aufwerten
↯ an einen anderen Ort umziehen ist bereits Angstraum, neuer Ort sollte von außen
von allen Seiten einsehbar sein, um Angstraum-
Charakter zu vermeiden
Sauberkeit
allgemein sauberer insbesondere Rewe und Penny-Parkplatz und
Stellplatz für Einkaufswagen
Mülleimer mehr,
größer,
schöner (bunt/ bemalt),
robuster
motivierende Schilder in verschiedenen Sprachen zum
Thema Müll
Bsp. für Aufschrift: "Großartig, dass ihr es
geschafft habt, Eure Abfälle in die Mülltonne zu
werfen! Ihr seid unsere Helden!" (Beispielbilder
per Mail)
Hundekotbeutelangebot
Umweltschutz
insektenfreundliche Gestaltung Insektenhotel,
Insektenpflanzen
Regenwassernutzung Nutzung des Regenwassers der umliegenden
Gebäude (Versickerung und/oder Speisung
eines offenen Beckens - Stichwort
Schwammstadt) zur Bewässerung des Grüns
Rigolen zwischen den Bäumen (Verweis auf Artikel zum wassersensiblen Planen
und Bauen in DAB Regional 07/2020 unter
www.byak.de/architektenkammer/wir-fuer-
sie/deutsches-architektenblatt/dabregional-
2020.html)
Freie Fläche bewahren
grundsätzlich keine weitere Bebauung zum Fahrrad-, Inliner- und Rollschuhfahren und
Ballspielen für Kinder
Bereiche freihalten für Veranstaltungen und Märkte und zum Spielen
von Kindern,
Laufachse an Rewe und Apotheke vorbei zum
Grünzug hin sollte frei bleiben und "alles andere
kann und sollte aufgelockert werden"Seite 34 von 40
8
Verkehr, Sicherheit und
Ordnung
Barriere zur Pariser Straße zur Sicherheit für Kinder (alle Fahrradständer,
die jetzt zum Teil in der Mitte des Platzes sind,
dorthin versetzen und davor noch niedrige
Büsche pflanzen),
zum Sicht-, Staub- und Lärmschutz z. B. Hecke
oder Allee (Skizze auf OA Infoflyer)
↯ keine (optische) Barriere am Fußgängerüberweg "Fußgängerüberweg durch Querungs-
schutzgeländer so weit verschwenkt, dass eine
auch optisch wahrnehmbare funktionale
Verbindung zum angrenzenden Grünbereich des
Wohnviertels kaputtgemacht wird"
geschwindigkeitsverringernde Maßnahmen an Pariser
Straße
Anhebung Übergange zur Haltestelle und
Tempolimit 20-30 km/h (min. in diesem Bereich)
Querverkehr über Schotterfläche (Prager/Warschauer Str.)
unterbinden
Fahrrad- und Fußgängerweg auf dem Platz und den Rest des Platzes begrünen
Parkplätze ergänzen für Anwohnende und Besuchende auf der Auerberger Allee und/ oder auf der
Auerberger Mitte zw. Apotheke und Rossmann
Laternen/ Bodenspots weitere,
schönere,
weniger Lärm nächtliches Feiern und Treffen auf der Mitte
unterbinden,
Lärmschutz für Anwohner am Penny-/ REWE
Parkplatz, um von nächtlichen Zulieferern nicht
gestört zu werden
Aufwertungsmaßnahmen ohne weitere Lärm- und
Lichtbelästigung der Anwohnenden
regelmäßige Kontrollen nachts Unsicherheitsgefühl durch Jugendliche,
schon heute herrscht reges nächtliches Treiben,
darum Attraktivitätssteigerung nur in
Kombination mit konsequenten nächtlichen
Kontrollen des Ordnungsamts und
Apothekenbeleuchtung nachts ausschalten
(außer bei Notdienst)
↯ Jugendliche brauchen auch Aufenthaltsräume es bietet auch Potential für positive Austausche
und Erlebnisse
dem Drogendealen entgegenwirken
Haltestelle "Pariser Straße" in "Auerberger Mitte"
umbenennen (bereits umgesetzt)
Lösung für gefährliche Verkehrssituation für Fahrräder
finden
an der Pariser Straße (Überschreitung der
zulässigen Geschwindigkeit durch Autofahrer,
Radstreifen in direkter Nähe zu den dort
parkenden Autos?) und vereinzelt hohe
Bordsteinkanten und wechselnder Untergrund an
der Warschauer Straße
Allgemeines
rechteckige Form aufbrechen mit organischen Gestaltungselementen,
nicht so streng quadratisch
Elemente zur besseren Strukturierung der großzügigen
Platzfläche einsetzen
Mittelpunkt des Platzes stärken durch markantes Element (z. B. Kunst- oder
Wasserelement)
Anwohner bedenken und in den weiteren Entscheidungs-
und Umsetzungsprozess involvieren
Multifunktionsplatz
wird nicht als Zentrum wahrgenommen
Ambiente/ Unterhaltung
Eingang vom REWE zu Belebungszwecken auf den Platz
verlegen? weitere Details in MailSeite 35 von 40
1
Anhang Nr. 3Seite 36 von 40
2Seite 37 von 40
3Seite 38 von 40
1
Anhang Nr. 5
Wünsche für andere Orte in Auerberg
Legende für
diese
Tabelle:
vor der Aktion "Die Mitte Ihrer Wünsche" geäußert (IEK Prozess, Austausche im Rahmen des QM Auerberg)
im Rahmen der Aktion "Die Mitte Ihrer Wünsche" UND vorher geäußert
unverständlich/ unleserlich
nicht auf der Karte der Wünsche
Ort Idee/Anregung Ergänzungen/ Details zu den Wünschen von Einzelnen
Auerberg und
Graurheindorf
Zugang zum Rhein fußläufig von der Auerberger Mitte erschließen via Graurheindorf
inklusive einer Beleuchtung der gesamten Zone
Auerberg
insgesamt
attraktive/ schöne Spielplätze in Auerberg einrichten
Verein von Ehrenamtlichen für gegenseitige Hilfsangebote (Behördengängen, Arztbesuchen,
Kinderbetreuung, Schulferien etc.), durch die Stadt organisatorisch unterstützt (Mehr Details in Mail von Birkenstock, Helmi vom 19.02.21)
Auerberger Moschee (siehe Skizze auf OA Infoflyer)
Hundekotproblem lösen Bonn-Orange sollte beiden bestehenden Spender befüllen, alten
Behälter in der Kopenhagener Straße wieder anbringen (Bushaltestelle)
Auerberger
Allee und
Grünzug und
Mitte
Motivierende Schilder in verschiedenen Sprachen zum Thema Müll Bsp. für Aufschrift: "Großartig, dass ihr es geschafft habt Eure Abfälle in
die Mülltonne zu werfen! Ihr seid unsere Helden!" (Mail Herkendell,
Franz vom 18.02.21)
Auerberger
Allee und
Grünzug
Regelmäßigere Entfernung des Abfalls
Auerberger
Allee
mehr pflegen Begrünung,
Rasenfläche
Mülleimer weitere,
größere,
robustere
Grünzug Mülleimer weitere,
größere,
robustereSeite 39 von 40
2
Lösung für das Hundekotproblem finden Kontrolle durch das Ordnungsamt bezüglich Hundekot,
Schilder aufstellen, die auf Pflicht der Hundehalter zum Aufsammeln des
Hundekots hinweisen
mehr Spielmöglichkeiten Motorik-Pfad, Sandkasten, Schaukeln, Rutsche am Hang bei Eseln
(siehe Bilder in Mail Wolpensinger, Anna vom 14.02.21)
Picknick Bänke (mit Tischen) aufstellen (siehe Bild in Mail Wolpensinger, Anna vom 14.02.21)
Mondorfer/
Rheindorfer
Bach
an einer Stelle zugänglich machen mit kleinem Kies-Strand zum Spielen für Kinder aber auch weiterhin schützen für die Tiere (siehe
Bilder in Mail Wolpensinger, Anna vom 14.02.21)
REWE/
Penny
Parkplatz
sauberer halten
REWE aufwerten
Pariser
Straße
Busspur auf der Stadtbahntrasse
"Wohnklötze" verschandeln das Stadtbild
Zusätzliche Ladestation für Autos
Car Sharing Angebot
Fläche hinter
dem JUZE
(Fest-/
Bürgerwiese)
Boulplatz wieder herrichten mit Zugang zur Toilette und Strom
Kölnstraße mehr Aufmerksamkeit für das Gebiet um die KölnstraßeSeite 40 von 40 Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 00:38 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de