212294 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Bürgerantrag: Bürgerinformation und -beteiligung zur Querschnittsgestaltung Viktoriabücke
Kerndaten
- Nummer
- 212294
- Art
- Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
- Veröffentlicht
- 06.12.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Anhörung
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Entscheidung federführend
Dateien
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Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich öffentlich 212294 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung Dezernat: Dez. OB 05.12.2021 Bürgerantrag: Bürgerinformation und -beteiligung zur Querschnittsgestaltung Viktoriabücke Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 08.02.2022 Anhörung Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 16.02.2022 Entscheidung Inhalt des Bürgerantrages Der Antrag thematisiert die Durchführung einer Bürgerinformationsveranstaltung und eines Bürgerbeteiligungsprozesses zur Querschnittsgestaltung Viktoriabücke. Einzelheiten zu den geforderten Maßnahmen und zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag. Anlage/n 1 Bürgerantrag (öffentlich) 2 Bürgerantrag komplett (nichtöffentlich)Seite 1 von 4 Arbeitskreis lebenswerte Bornheimer Straße - Aufwertung August Macke Haus Umfeld für den Arbeitskreis: Bürgerantrag gemäß § 24 GO NRW Bonn, den 05.12.2021 Verkehrswende gemeinsam gestalten: Bürgerinformation und -beteiligung zur Querschnittsgestaltung Viktoriabücke, Darstellung der Auswirkungen der Anpassung der Verkehrsführung an die Wünsche des ADFC auf das Verkehrswendeprojekt Bornheimer Straße Der Arbeitskreis beantragt: 1. Die Verwaltung wird beauftragt eine Bürgerinformationsveranstaltung durchzuführen und einen Bürgerbeteiligungsprozess zur „Anpassung der Verkehrsführung auf der Viktoriabrücke“ (Vorlage Drucksache-NR. 211960) einzuleiten. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung werden gemeinsam mit den Ergebnissen der Klärung möglicher Auswirkungen auf die Förderung der Projekte Sanierung Viktoriabrücke, Rampe und Viktoriaunterführung, sowie die Masterplanprojekte Verkehrsberuhigung Bornheimer Straße und Fuß- und Fahrradbrücke zwischen Immenburgstraße und der Haltestelle Bonn-West den zuständigen Gremien vor einer endgültigen Entscheidung über die Querschnittsgestaltung der Viktoriabrücke vorgelegt. Bis zur Vorlage vollständiger und belastbarer Entscheidungsgrundlagen wird die Viktoriabrücke provisorisch in der Weise markiert, dass die Viktoriabrücke nach Fertigstellung verkehrssicher und fahrradfreundlich in Betrieb genommen werden kann. 2. Zu der Bürgerinformationsveranstaltung und zum Bürgerbeteiligungsprozess werden insbesondere die KAG - pflichtigen Anlieger der Bornheimer Straße eingeladen. Die Verwaltung stellt folgende Informationen zusammen: - Vergleich der Verkehrsbelastung für die Bornheimer Straße: - die den Plänen von hjp-Planer zu Grunde liegenden Verkehrsbelastungen, - die sich aus der Fortschreibung der Verkehrsprognose vom Zeithorizont 2020 auf den Zeithorizont 2030 (Forderungen der Planfeststellungsbehörde) ermittelten Belastungen, - die prognostizierten Verkehrsbelastungen aufgrund der Anpassungen der Quer- gestaltung der Viktoriabrücke an die Wünsche des ADFC, - Darstellung der Staulängen für die o.g. drei Prognosen auf der Viktoriabrücke einschließlich Rampe, dem Hochstadenring und der Bornheimer Straße sowie Wittelsbaucher Ring und Endenicher Straße, - Darstellung der Auswirkungen auf die Gestaltung der Kreuzung Viktoriabrücke, Hochstadenring, Bornheimer Straße. 3. Die Verwaltung wird beauftragt, mögliche aus der Bürgerschaft entwickelte Vorschläge zur zukunftsgerechten Querschnittsgestaltung der Viktoriabrücke sorgfältig zu prüfen.Seite 2 von 4 Begründung: zu 1: Der Arbeitskreis hatte bereits im Mai 2021 auf mögliche gravierende Kollateralschäden verursacht durch eine an die Wünsche des ADFC angepasste Querschnittsgestaltung der Viktoriabrücke mit einem Bürgerantrag hingewiesen. Leider müssen die Antragsteller feststellen, dass die Verwaltung nach wie vor noch keine umfassenden und belastbaren Entscheidungsgrundlagen vorgelegt hat und anscheinend die Umsetzung der Verkehrs- wende einseitig und vorrangig an den Wünschen des ADFC ausrichtet. Mit der Vorlage „Anpassung der Verkehrsführung auf der Viktoriabrücke“ weicht die Verwaltung von dem bisher erzielten Konsens zur Neuordnung der Verkehrsführung im Rahmen des Masterplans Innere Stadt ab. Die Folgen für das Verkehrswendeprojekt Bornheimer Straße werden nicht genannt. Den AnwohnerInnen wurde keine Gelegenheit zur Mitwirkung geben. Das finden wir sehr enttäuschend. Bei der Umsetzung der Verkehrswende sollten alle mitgenommen werden. Denn bei der Verkehrswende geht es nicht nur einseitig um wünschenswerte Verbesserungen für den Radverkehr, sondern um eine umfassende Steigerung der Aufenthaltsqualität der öffentlichen Räume und damit der Lebensqualität für alle. Die Reduktion verkehrsbedingter Umweltbelastungen (Lärm- und Abgasminderung) entsprechend der vom Rat beschlossenen Nachhaltigkeitsstrategie halten wir für ein ebenso wichtiges und zukunftsgemäßes Ziel der Verkehrswende wie den Ausbau der Fahrradinfrastruktur. Zudem ist der Eindruck entstanden, dass der Beschluss der Bezirksvertretung Bonn vom 05.10.2021 nicht interessieren würde, „die Projekte Viktoriabrücke inkl. Rampe zum Kreisverkehr am Alten Friedhof und Umgestaltung der Bornheimer Straße prioritär ohne Gefährdung der Förderfähigkeit weiterzuführen.“ https://www.bonn.sitzung-online.de/public/to020?TOLFDNR=2010071&SILFDNR=438 Das Masterplanprojekt Verkehrsberuhigung Bornheimer Straße/Rampe an der Viktoriabrücke ist aufgrund eines intensiven Bürgerbeteiligungsprozesses entstanden und als Förderprojekt in den Masterplan Innere Stadt 1.0 aufgenommen worden. Auf die versprochene Verkehrsentlastung und Verkehrsberuhigung warten die Anwohner der Bornheimer Straße seit 10 Jahren, weil es der Verwaltung nicht gelungen war, die für den Abruf der Fördermittel erforderlichen Pläne zu erstellen. Die Verkehrsberuhigung Bornheimer Straße ist Bestandteil der Förderung Masterplan Innere Stadt 2.0. Um die Fördergelder nicht zu gefährden, muss mit dem Umbau der Bornheimer Straße 2022 begonnen werden. Laut einer aktuellen Stellungnahme der Verwaltung soll mit dem Umbau Ende 2022 begonnen werden. Deshalb ist die Fertigstellung der Ausführungspläne einschließlich der Kreuzung mit der Viktoriabrücke und dem Hochstadenring mehr als dringlich. https://www.bonn.sitzung-online.de/public/vo020?VOLFDNR=2003901&refresh=false zu 2: Ziel des Masterplanprojektes ist die Steigerung der Wohnqualität und die Aufwertung des August Macke Haus Umfelds, eines Museums, das eine Strahlkraft weit über Bonn hat. Die den Anliegern vor einigen Jahren vorgestellten Umgestaltungspläne von hjp-Planer gingen von deutlichen Verkehrsentlastungen aus und haben großen Zuspruch erhalten. Eine im letzten Jahr durchgeführte Unterschriftenaktion hatte ergeben, dass über 400 AnwohnerInnen nach wie vor voll hinter der Umsetzung dieser Pläne stehen. Die den Anwohnern vorgestellte Umbauplanung basierte auf einer Verkehrsprognose, derSeite 3 von 4 zwei Fahrstreifen in Richtung Wittelsbacher Ring/Endenicher Straße und freilaufende Rechtsabbieger sowie ein zweistreifiges Abbiegen von der Rampe auf die Viktoriabrücke (Linkeabbieger und eine kombinierte Abbiegespur nach links und rechts) zugrunde lagen. Damit weicht die vom ADFC gewünschte Verkehrsführung gravierend von den Grundlagen der hjp-Planung ab. Die Voraussetzungen für die notwendige Verkehrsentlastung werden nicht mehr gewährleistet. Der Gutachter weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Spurreduzierung im motorisierten Verkehr möglich ist, wenn Rückstau- und Verlagerungs- effekte hingenommen werden. Während der gesamten Sanierungsphase wurde deutlich, dass eine einstreifige Führung des motorisierten Verkehrs auf der Viktoriabrücke regelmäßig zu erheblichen Rückstaus auf dem Hochstadenring und der Bornheimer Straße sowohl aus Richtung City als auch Norden ebenso wie auf dem Wittelsbacher Ring und der Endenicher Straße führt. Zudem soll die Fortschreibung der Verkehrsprognose von 2020 auf 2030 eine Erhöhung des durchschnittlichen täglichen Verkehrs um ca. 2000 KFZ auf der Bornheimer Straße erbracht haben. Die Abweichung von den bisherigen Planungsvoraussetzungen für die Verkehrs- beruhigung der Bornheimer Straße hat erhebliche Irritationen verursacht. Nicht nachvoll- ziehbar ist, dass eine nur einstreifige Führung der Verkehre auf der Viktoriabrücke und der Rampe in Richtung Weststadt, die selben Entlastungseffekte für die Bornheimer Straße bringen soll, wie eine zweistreifige Führung, die die Grundlage bildet für die mit großer Mehrheit von den Anwohnern gewünschte und beschlossene Umgestaltung. Es ist der Eindruck entstanden, dass sich die Verwaltung von den ursprünglichen Zielen des Masterplans Innere Stadt verabschiedet und aus dem Städtebauförderprojekt eine Art Mogelpackung „Stau garniert mit Bäumen“ wird. Im Rahmen der bisherigen Bürgerbeteiligung haben auch die zahlungspflichtigen Anlieger ihre Zustimmung mit großer Mehrheit bekundet. Es wird daher für dringend erforderlich gehalten, die entstandenen Unsicherheiten alsbald auszuräumen und die Anlieger der Bornheimer Straße zu informieren und sie bei der Verkehrswende mitzunehmen. Der Umbau der Kreuzung Bornheimer Straße, Hochstadenring, Viktoriabrücke ist neben einer leistungsfähigen Rampe von entscheidender Bedeutung für die Verkehrsentlastung der Bornheimer Straße von Durchgangsverkehren zwischen dem Bonner Norden und der City. Da mit dem Umbau der Bornheimer Straße bereits im kommenden Jahr begonnen werden soll, besteht ein hoher Handlungsbedarf. Der Arbeitskreis erwarten, dass zeitnah eine Klärung der Kreuzungsgestaltung erfolgt, zumal die Sperrung für die Durchgangs- verkehre für die Verbindung City/Bonner Norden auch Gegenstand des des vor einem Jahr gestellten Förderantrags ist. zu 3: Die Antragsteller begrüßen die Bemühungen der Stadt, eine möglichst autofreie Innenstadt umzusetzen, und damit die Lebensqualität für alle zu steigern. Die Gestaltung der Verkehrswende sollte die vielen Facetten einer lebenswerteren Stadt gleichermassen berücksichtigen und sich nicht einseitig an den Wünschen des ADFC orientieren. Der Viktoriabrücke wird auch im Rahmen eines Konzepts für eine autofreie Innenstadt ihre wichtige Funktion als Verbindung zur Innenstadt für alle VerkehrsteilnehmerInnen behalten. Die Antragsteller sind der Auffassung, dass es bessere Lösungen für die Verkehrsführung auf der Viktoriabrücke gibt, die die Ansprüche aller Nutzergruppen auf der Viktoriabrücke und in ihrem direkten Umfeld angemessener berücksichtigen können. Die Verwaltung sollte ebenso offen sein, die aus der Bürgerschaft im Rahmen eines Beteiligungsprozesses vorgetragenen Ideen aufzunehmen und ergebnisoffen zu prüfen.Seite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:23 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de