212196 · Große Anfrage
Prognosen zum Bevölkerungswachstum in Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 212196
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 17.11.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 212196 Fragesteller/in: Elmar Conrads-Hassel Thomas Fahrenholtz Karin Langer Brigitta Poppe-Reiners 16.11.2021 gez. Reeh-Schall Prognosen zum Bevölkerungswachstum in Bonn Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 07.12.2021 Kenntnisnahme Fragestellung In städtischen Publikationen sowie Stellungnahmen der Verwaltung wird von einem starken Zuwachs der Bonner Bevölkerung ausgegangen. In der Regel spricht man von einem Zuwachs von 37.000 Personen bis 2040. Diese Zahlen stehen im Gegensatz zu den Zahlen einer Studie des Hamburger GEWOS Instituts, welche am 20.11. 2020 in der Tagesschau vorgestellt wurde. In dieser Studie wird eine Wachstumszahl von - 1,3% für Bonn bis 2035 vorausgesagt. Dazu folgende Fragen: 1. Wie schätzt die Stadt Bonn die Untersuchung des Hamburger GEWOS Institut, Hamburg, aus 2020 ein, wonach von einem negativen Bevölkerungswachstum von -1,3 Prozent für die Stadt Bonn bis 2035 ausgegangen wird. Wie erklärt sich die Stadt Bonn die Diskrepanz zu den Prognosen des statistischen Landesamtes, das von einem Wachstum der Bevölkerung auf 367.000 im selben Zeitraum ausgeht? 2. Liegen der Stadt Bonn die Grundlagen und Parameter vor, nach denen das GEWOS Institut zu ihren Ergebnissen gekommen ist? 3. Wie erklärt sich die Verwaltung die Diskrepanz zu den Prognosen des Statistischen Landesamts, das von einem Wachstum der Bevölkerung auf 367.000 in Zeitraum bis 2040 ausgeht? Begründung Immer mehr Beschlussvorlagen erreichen die Bezirksvertretung Bonn, die sich auf Bauvorhaben beziehen, die einen wachsenden Wohnraumbedarf anzeigen und wegen steigender Einwohnerzahlen, zu schnellem Handeln drängen. Damit die Bezirksvertretung Bonn qualifizierte Entscheidungen fällen kann, muss sie sich auf belastbares Zahlenmaterial verlassen können.Seite 1 von 2 Seite 2 Geht man von einem Wachstum in Bonn von 37.000 Personen aus und nimmt man den Bevölkerungsanteil des Bezirks Bonn an der Gesamtbevölkerung zur Grundlage, dann entfallen ca. 50% des angenommenen Zuwachses auf den Bezirk Bonn, das entspricht 18.500 Personen. Eine so hohe Zahl wirft Fragen auf, die die Bezirksvertretung in ihren Entscheidungen berücksichtigen muss: Stimmt der Bedarf mit dem realen Bevölkerungswachstum überein? Wie viel ist schon gebaut worden? Wie hoch ist der Erfüllungsgrad des prognostizierten Baubedarfs? Ist es überhaupt realistisch so viel zu bauen, ohne die Lebensqualität der Bonner/innen massiv zu beeinträchtigen? Die von der Stadtverwaltung oft zitierte Zahl von einem Zuwachs von 37.000 Einwohnern, bedarf, vor dem Hintergrund der GEWOS Studie, einer kritischen Überprüfung. Ziel muss es sein, durch möglichst genaue Prognosen, den Bedürfnissen der Bewohner/innen entgegenzukommen und Fehlplanungen zu vermeiden. Link zur Studie in der Tagesschau vom 20.11.2020 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/metropolen-wachstum-prognose-101.html Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 21:24 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de