← Vorlagen

212150-02 · Beschlussvorlage

Mehr weibliche Namen im Bonner Straßenbild

Nummer
212150-02
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
20.12.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Rates 10.02.2022 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 80,8 KB Öffnen ↗

Übergeordnet

  1. 212150 Mehr weibliche Namen im Bonner Straßenbild

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (2.954 Zeichen)
Beschlussvorlage
öffentlich
212150-02
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
63 Bauordnungsamt
Dezernat:
Dez. III
Mehr weibliche Namen im Bonner Straßenbild
Beratungsfolge
Rat 10.02.2022 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Die im Folgenden genannten Namen werden in die Straßenbenennungsliste
aufgenommen:
Katharina Bayerwaltes
Sibylla Cronenberg
Frieda Mager
Aenne Brauksiepe
Begründung
Der Hauptausschuss hat in seiner Sitzung am 02.12.2021 die o. g. Empfehlung
einstimmig an den Rat ausgesprochen.
Diese Empfehlung geht zurück auf einen gleichlautenden Antrag der Fraktion
DIE GRÜNEN, der SPD-Fraktion, der Fraktion DIE LINKE und der Volt-Fraktion
vom 11.11.2021.
Erläuterungen zu den Persönlichkeiten:
Katharina Bayerwaltes (20.01.1914 – 11.06.2011):
Sie beherbergte die jüdische Familie Salomon und Henriette Jakoby und deren
Tochter Hildegard Schott in ihrem Haus in der Argelanderstraße 44 vom Mai
1943 bis zur Befreiung Bonns durch die US-Armee am 09.03.1945. Zuvor
wurde die Familie von Sibylla Cronenberg in Remagen-Rolandseck versteckt.
Katharina Bayerwaltes war maßgeblich an der Entstehung der
Städtepartnerschaft mit Oxford beteiligt. Sie wurde 2006 von der Gedenkstätte
Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.
Sibylla Cronenberg (1870 – 1951):
Die jüdische Familie Salomon und Henriette Jakoby und deren Tochter
Hildegard Schott konnte mit Hilfe des Ehepaares Heinz und JosephineSeite 1 von 2
Seite 2
Odenthal aus dem Sammellager Köln-Müngersdorf fliehen und versteckte sich
bei ihnen in Bonn. Nachdem es dort zu gefährlich wurde, beherbergte Sibylla
Cronenberg, Mutter von Josephine Odenthal, die Familie in dem von ihr
betriebenen Rheinhotel „Zum Anker“ in Remagen-Rolandseck. Danach wurde
die Familie von Katharina Bayerwaltes in Bonn versteckt. Sie wurde 2006 von
der Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.
Frieda Mager (13.04.1912 – 09.04.1994):
Frieda Mager unterstützte ihre jüdische Nachbarin Emma Schubert. Sie
erledigte Einkäufe, besorgte zusätzliches Essen, damit Emma Schubert Pakete
an ihre nach Theresienstadt deportierten Verwandten schicken konnte. Sie hielt
Kontakt zu Emma Schubert und ihrem Mann nach deren Inhaftierung in Kassel
und versteckte die beiden in der Endphase des Krieges im Haus ihrer Mutter.
Sie wurde 2006 von der Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den
Völkern“ geehrt.
Aenne Brauksiepe (23.02.1912 – 01.01.1997):
Sie war Politikerin der CDU. Von 1949 bis 1972 war sie Mitglied des Deutschen
Bundestages und von 1964 bis 1968 stellvertretende Vorsitzende der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Am 16.10.1968 wurde sie als Bundesministerin
für Familie und Jugend in die von Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger geführte
Bundesregierung berufen. Nach der Bundestagswahl 1969 schied sie am
21.10.1969 aus der Bundesregierung aus. In ihrer kurzen Amtszeit engagierte
sie sich vor allem für mehr Teilzeitarbeit und die Förderung von
Ganztagsschulen.
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 03.11.2026, 03:19 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de