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212150-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Mehr weibliche Namen im Bonner Straßenbild

Nummer
212150-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
24.11.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Hauptausschusses 02.12.2021 Kenntnisnahme
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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
212150-01 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
63 Bauordnungsamt
Dezernat:
Dez. III
Mehr weibliche Namen im Bonner Straßenbild
Beratungsfolge
Hauptausschuss 02.12.2021 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Seitens der Verwaltung bestehen keine Bedenken, die folgenden im Antrag
genannten Namen in die Straßenbenennungsliste aufzunehmen:
Katharina Bayerwaltes
Sibylla Cronenberg
Frieda Mager
Aenne Brauksiepe
Sofern sich der Hauptausschuss dem Antrag anschließt, wird die Verwaltung
eine entsprechende Vorlage zur Aufnahme der Namen in die Liste für den Rat,
der Beschlusskompetenz hat, fertigen.
Katharina Bayerwaltes (20.01.1914 – 11.06.2011):
Sie beherbergte die jüdische Familie Salomon und Henriette Jakoby und deren
Tochter Hildegard Schott in ihrem Haus in der Argelanderstraße 44 vom Mai
1943 bis zur Befreiung Bonns durch die US-Armee am 09.03.1945. Zuvor
wurde die Familie von Sibylla Cronenberg in Remagen-Rolandseck versteckt.
Katharina Bayerwaltes war maßgeblich an der Entstehung der
Städtepartnerschaft mit Oxford beteiligt.
Sie wurde 2006 von der Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den
Völkern“ geehrt.
Sibylla Cronenberg (1870 – 1951):
Die jüdische Familie Salomon und Henriette Jakoby und deren Tochter
Hildegard Schott konnte mit Hilfe des Ehepaares Heinz und Josephine
Odenthal aus dem Sammellager Köln-Müngersdorf fliehen und versteckte sich
bei ihnen in Bonn. Nachdem es dort zu gefährlich wurde, beherbergte Sibylla
Cronenberg, Mutter von Josephine Odenthal, die Familie in dem von ihr
betriebenen Rheinhotel „Zum Anker“ in Remagen-Rolandseck. Danach wurde
die Familie von Katharina Bayerwaltes in Bonn versteckt.
Sie wurde 2006 von der Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den
Völkern“ geehrt.Seite 1 von 2
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Frieda Mager (13.04.1912 – 09.04.1994):
Frieda Mager unterstützte ihre jüdische Nachbarin Emma Schubert. Sie
erledigte Einkäufe, besorgte zusätzliches Essen, damit Emma Schubert Pakete
an ihre nach Theresienstadt deportierten Verwandten schicken konnte. Sie hielt
Kontakt zu Emma Schubert und ihrem Mann nach deren Inhaftierung in Kassel
und versteckte die beiden in der Endphase des Krieges im Haus ihrer Mutter.
Sie wurde 2006 von der Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den
Völkern“ geehrt.
Aenne Brauksiepe (23.02.1912 – 01.01.1997):
Sie war Politikerin der CDU. Von 1949 bis 1972 war sie Mitglied des Deutschen
Bundestages und von 1964 bis 1968 stellvertretende Vorsitzende der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Am 16.10.1968 wurde sie als Bundesministerin für Familie und Jugend in die
von Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger geführte Bundesregierung berufen.
Nach der Bundestagswahl 1969 schied sie am 21.10.1969 aus der
Bundesregierung aus. In ihrer kurzen Amtszeit engagierte sie sich vor allem für
mehr Teilzeitarbeit und die Förderung von Ganztagsschulen.
Anlage/n
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Datenstand: 03.11.2026, 02:48 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de