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212104 · Beschlussvorlage

Jahrespartnerschaft 2022 mit FEMNET e. V.

Nummer
212104
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
10.11.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 30.11.2021 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage
öffentlich
212104
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
02 Amt für Internationals und globale Nachhaltigkeit
Dezernat:
Dez. OB
Jahrespartnerschaft 2022 mit FEMNET e. V.
Beratungsfolge
Ausschuss für Europa, Internationales,
Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit
30.11.2021 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Die Stadt Bonn geht für das Jahr 2022 eine Jahrespartnerschaft mit FEMNET
e. V. ein.
Seit dem Jahr 2000 geht die Stadt Bonn Jahrespartnerschaften ein. Sie dienen
dazu, die Arbeit des jeweiligen Jahrespartners einer breiten Öffentlichkeit
vorzustellen und so den Ruf der Stadt Bonn als Sitz internationaler
Organisationen weiter zu festigen.
Seit dem Jahr 2011 entscheidet der Ausschuss für Internationales und
Wissenschaft über die Auswahl der Jahrespartner (siehe Drucksachen-Nr.
1011085NV4).
Für die Wahl der Jahrespartner haben sich zwei Kriterien bewährt: Erstens
muss es sich um eine internationale Organisation mit ihrem Hauptsitz in Bonn
handeln, zweitens soll es einen besonderen Anlass für die Jahrespartnerschaft
geben, wie z. B. ein thematisches Jahr oder ein Jubiläum.
Die Verwaltung schlägt als Jahrespartner für 2022 FEMNET e. V. vor.
FEMNET kann im Jahr 2022 auf sein 15jähriges Bestehen zurückblicken. Der
Verein wurde 2007 unter dem Namen „Mitgedacht“ gegründet und hat sich
2010 in FEMNET e.V. umbenannt. 2017 fand in der Brotfabrik die Feier des
10jährigen Bestehens statt.
FEMNET engagiert sich für die Arbeits- und Menschenrechte von Frauen. Das
Engagement ruht auf drei Säulen:
1. Kampagnen und politische Mitsprache
Über Kampagnen und Protestaktionen mobilisiert FEMNET die Öffentlichkeit,
macht auf Missstände aufmerksam und übt Druck auf Unternehmen und Politik
aus, damit sie Ausbeutung und Arbeitsrechtsverletzungen in der gesamtenSeite 1 von 3
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Wertschöpfungskette entgegenwirken.
2. Bildung und Aufklärung
Die FEMNET Bildungsarbeit an Hochschulen richtet sich an die
Entscheider*innen von morgen. Die Organisation informiert Studierende der
modebezogenen und wirtschaftswissenschaftlichen Fachgebiete sowie der
Lehramtsstudiengänge über die komplexen Zusammenhänge der globalen
Bekleidungsindustrie. Besonders im Fokus stehen dabei Arbeits- und
Menschenrechte, Sozial- und Umweltstandards und die Verantwortung von
Unternehmen.
Mit Vorträgen, Projekten und Veranstaltungen an Schulen führt FEMNET auch
Jugendliche an diese Themen heran.
Regelmäßig werden Vortragsreisen mit Arbeiter*innen, Gewerkschafter*innen
und Aktivist*innen aus den Produktionsländern organisiert, die aus erster Hand
über ihre Erfahrungen berichten.
Im Rahmen des Projektes Faire Öffentliche Beschaffung berät FEMNET Städte
und Kommunen beim Einkauf von Berufsbekleidung, die zumindest den derzeit
erreichbaren Standard einer ökologisch und sozial fairen Produktion erfüllt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist die Verbraucherinformation. Mit einem
bundesweiten Fair Fashion Guide sowie Einkaufsführern für Bonn ("Faire
Mode, schöne Mode") und Köln ("Buy good stuff") gibt die Organisation Tipps
und Informationen rund um den nachhaltigen Einkauf und Umgang mit
Kleidung.
3. solidarische Arbeit
Mit Spenden unterstützt FEMNET Projekte seiner langjährigen
Partnerorganisationen in Indien und Bangladesch. Sie bieten Arbeiter*innen,
die von Ausbeutung und Arbeitsrechtsverletzungen, von Gewalt oder
Diskriminierung betroffen sind, juristische Beratung und Beistand, Trainings und
finanzielle Soforthilfe im Notfall, damit sie ihre Rechte kennen und dafür
eintreten können.
Gleichzeitig werden die Partnerorganisationen mit Projekten und
Kampagnenarbeit unterstützt, beispielsweise „#GegenGewalt an
Textilarbeiterinnen“ in Bangladesch und Indien, "#GegenModerneSklaverei in
indischen Spinnerein" in Tamil Nadu/Indien sowie „#Werpasst auf? Mütter und
Kinder in Fabriken" in Bangalore/Indien.
Für die Jahrespartnerschaft mit der Stadt Bonn hat FEMNET bereits erste
Ideen. So soll zum Beispiel der Bonner Einkaufsführer für Kleidung aktualisiert
und ggf auch als App herausgebracht werden, um auch besonders jüngere
Zielgruppen zu erreichen.Seite 2 von 3
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Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 20:24 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de