212065 · Antrag
Antrag auf Ächtung des N*Wortes
Kerndaten
- Nummer
- 212065
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 09.11.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Integrationsrates Anregung
Dateien
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Antrag öffentlich 212065 Antragsteller/in: Herr Dilbar (SPD) 03.11.2021 Antrag auf Ächtung des N*Wortes Beratungsfolge Integrationsrat 24.11.2021 Anregung Inhalt des Antrags Der Integrationsrat Bonn bittet den Bonner Stadtrat, in Anerkennung der aktuellen UN- Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft, der Diskussion eines Urteils des Landesverfassungsgerichtes Mecklenburg-Vorpommern zu der Nutzung des N*Wortes (2), sowie der aktuellen Diskussion zu kolonialen Klischees und rassistischen Stereotypen in NRW(3), folgendes zu beschließen: Beschlussvorschlag: Der Rat bittet die Verwaltung die Ziele der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft 1. In Bonn umzusetzen und insbesondere anzuerkennen, dass jegliche Verwendung des N*Wortes rassistisch ist, 2. Der Rat setzt sich dafür ein, dass jegliche Verwendung des N*Worts in der Stadt Bonn geächtet wird, um Schwarzen Menschen und PoC ein friedvolles und angenehmes Leben in Bonn zu ermöglichen. Begründung Begründung Das N*Wort wird von vielen schwarzen Menschen und PoC mit Leid, Diskriminierung, Gewalt, Ungleichheit und Entmenschlichung verbunden. Mit dem N*Wort sind eine Vielzahl von rassistischen Stereotypen verbunden. Diese Stereotypen umfassen Sexualrepression, wie Triebhaftigkeit und Naturhaftigkeit, Kulturlosigkeit, Viktimisierung, Infantilisierung sowie Entfremdung (Othering) und führen zu Ohnmachtserfahrungen und psychischen Folgen. Als europäisches Konstrukt der Kolonialzeit, wurde es verwendet, um eine rassistische Unterscheidung herzustellen, Machtverhältnisse zu untermauern und unterdrückende Strukturen zu festigen. Diese Erfahrungen sind auch weiterhin im Bewusstsein verankert. Auch wenn in der jüngeren Zeit vermehrt das N*Wort in satirischen oder komödiantischen Kontexten auftaucht, darf dies nicht über die Verletzungen hinwegtäuschen, die damit einhergehen. Seit 2015 haben die Vereinten Nationen die Dekade für MenschenSeite 1 von 2 Seite 2 afrikanischer Herkunft ausgerufen. Damit erkennt die internationale Gemeinschaft an, dass Menschen afrikanischer Herkunft eine eigenständige Gruppe darstellen, deren Menschenrechte gefördert und geschützt werden müssen. Insbesondere Menschen, die außerhalb von Afrika leben, sollen in dieser Dekade in den Vordergrund gestellt werden. Ziele der Dekade sind die Förderung der Achtung, des Schutzes und der Einhaltung aller Menschenrechte und Grundfreiheiten, die Förderung einer besseren Kenntnis und Achtung des vielfältigen Erbes, der Kultur und des Beitrags von Menschen afrikanischer Herkunft zu Entwicklung von Gesellschaften sowie der Schutz vor Rassismus und Diskriminierung. Bis 2024 sollen alle Staaten sich diesen Zielen verschreiben. (1) Mit N*Wort wird der rassistische Begriff ‚Neger‘ und seine englische Form ‚Nigga’ umschrieben (2) Gerichtsurteil Landesverfassungsgericht Mecklenburg-Vorpommern 19.12.2019: https://www.mv- justiz.de/static/MVJ/Gerichte/Landesverfassungsgericht/Entscheidungen/2019/ 1%20-%2019%20Urteil%2019.12.2019%20anonym.pdf https://www.mv-justiz.de/gerichte-und- staatsanwaltschaften/landesverfassungsgericht/Presse/?id=156204&processor =processor.sa.pressemitteilung (3) Beispiel Köln, Bericht im KStA am 14.2.2020: https://www.ksta.de/koeln/rassismus-debatte-koelner-konditorei-verkauft- schwarzes-gebaeck-mit-knochen-im-haar-36242224 und am 17.02.2020: https://www.ksta.de/koeln/kann-gebaeck-rassistisch-sein-- das-problem-mit-den-koelner--mohrenkoepfen-- 36247964?cb=1635947276156& Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 03:03 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de