212030 · Mitteilungsvorlage
NEILA Nachhaltige Entwicklung durch Interkommunales Landmanagement in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler
Kerndaten
- Nummer
- 212030
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 02.11.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung noch nicht verknüpft Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage öffentlich 212030 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III NEILA Nachhaltige Entwicklung durch Interkommunales Landmanagement in der Region Bonn/Rhein- Sieg/Ahrweiler Beratungsfolge Ausschuss für Mobilität und Verkehr 16.11.2021 Kenntnisnahme Mitteilung: Die Vorlage des Rhein-Sieg-Kreises ist als Anlage angefügt. Anlage/n 1 RSK Vorlage NEILA (öffentlich)Seite 1 von 4 RHEIN-SIEG-KREIS A N L A G E DER LANDRAT zu TO.-Pkt. 01.1 Stabsstelle Sonderaufgaben V o r l a g e für den öffentlichen Sitzungsteil Gremium Datum Zuständigkeit Planungs- und Verkehrsausschüsse der Bundesstadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises 16.11.2021 Kenntnisnahme Tagesordnungs- punkt NEILA Nachhaltige Entwicklung durch Interkommunales Landmanagement in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler - aktueller Sachstand - Vorbemerkungen: Herr Prof. Wiechmann (Verbundpartner von der TU Dortmund) wird den aktuellen Stand des Projektes in der Sitzung vortragen. NEILA ist im Oktober 2018 gestartet. Als Projektpartner agieren die Technische Universität Dortmund und das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS), die Bundesstadt Bonn, der Rhein-Sieg-Kreis und der Kreis Ahrweiler sowie die Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesellschaft mbH der Stadt Königswinter. Die Kommunen der beiden Kreise und die Projektpartner arbeiten mit eigenem (vom Bund geförderten) Personal daran, neue Instrumente und Maßnahmen für eine abgestimmte Flächenentwicklung in der Region zu entwickeln. Gemeinsam geht es darum, planerisch und politisch die Flächenentscheidungen über die Grenzen hinweg aufeinander abzustimmen. Diese Art der Regionalplanung wird nicht „von oben“ auferlegt, sondern gemeinsam im Dialog erarbeitet – für die Kommunen am Ende eineSeite 2 von 4 Entlastung und ein echter Mehrwert für die Region. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über einen Zeitraum von insgesamt fünf Jahren gefördert. (Weitere Informationen unter www.neila-rak.de) Erläuterungen: Workshop „Wiederaufbauplanung und Hochwasservorsorge“ Am 22.10.2021 fand in der Stadthalle Rheinbach ein Workshop zum Thema Wiederaufbauplanung und Hochwasservorsorge statt. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit dem BMBF und den NEILA Schwesterprojekten NACHWUCHS (Rhein-Erft-Kreis) und DAZWISCHEN (Stadt Düren, Kreis Euskirchen) organisiert. Diese sind, ebenso wie NEILA, Teil der BMBF-Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus. Doppeltes Ziel des Workshops war zum einen die Vermittlung und Diskussion von Prinzipien und erster Konzepte zum Wiederaufbau nach Extremwetterereignissen und zur Schaffung angepasster Siedlungsstrukturen aus wissenschaftlicher Sicht. Zum anderen ging es darum, im Wissenschaft-Praxis-Dialog konkrete Handlungsansätze für die Kommunen sowie Forschungsbedarfe zu identifizieren. Eingeladen waren die Verwaltungsspitzen aller Kommunen in den Projektregionen. Aufgrund der positiven Resonanz wird ein zweiter Workshop angestrebt. Operationalisierung des Kriterienkatalogs und Bewertung von Potentialflächen Die im NEILA-Kriterienkatalog (s. DS-Nr. 201034, Bonner Ratsinformationssystem, M/1336/20, Kreistagsinformationssystem des Sitzungsdienstes des Rhein-Sieg-Kreises) festgelegten Kriterien zur Bewertung von Potentialflächen wurden durch das Projektteam operationalisiert und in messbare Indikatoren überführt. Anschließend wurden diese auf die erfassten Potentialflächen angewendet. Auf Basis dieser regionsweit einheitlichen Erhebung wurden in Abstimmung mit den Kommunen in der Arbeitsgruppe Siedlungsentwicklung und zentralörtliche Funktionen geeignete Bewertungs-Indikatoren für Wohn-, Gewerbe- und Industrieflächen entwickelt. So ist es möglich, vergleichbare Aussagen über die Eignung einer Fläche für die jeweiligen Nutzungen zu treffen. Parallel dazu wurden in der Arbeitsgruppe Grüne Infrastruktur gesonderte Indikatoren für die Eignung von Flächen für Grüne Infrastruktur (z.B. Naherholungspotential, hochwertige Böden, Freiraumnetzwerke) entwickelt. Diese Eignung für Grüne Infrastruktur wird gleichwertig neben den Eignungskriterien für Siedlungsentwicklung (Wohnen, Gewerbe und Industrie) dargestellt. So kann eine Fläche, die eine hohe Wohneignung aufweist, gleichzeitig auch einen hohen Wert für die Grüne Infrastruktur haben. Solche Zielkonflikte abzubilden ist eine Intention der Flächenbewertung, die vor allem eine evidenzbasierte Planung unterstützen soll. Darüber hinaus wurden auch Konfliktpotentiale (z.B. Landschaftsschutzgebiete, Biotopverbund, Grünzüge, Wasserschutzgebiete) erhoben. Im Ergebnis lässt sich so für jede erfasste Fläche in der Region deren Eignung für die verschiedenen Nutzungen und die damit verbundenen Konflikte gleichzeitig ablesen.Seite 3 von 4 Flächenranking in GeoNode Die Ergebnisse der Potentialflächenbewertung sind im sogenannten Flächenranking als Tabelle und im webbasierten Geoinformationssystem (WebGIS) GeoNode hinterlegt. Dabei handelt es sich um ein eigenes Softwaretool, das die Potentialflächen mitsamt der durch das Projekt erhobenen Daten und Indikatoren kartographisch darstellt. Alle Kommunen der Region haben dort jeweils Zugang zu ihren kommunalen Flächen. Workshops zur Flächenbewertung In Zusammenarbeit mit kommunalen Vertreterinnen und Vertretern fanden im Sommer 2021 mehrere Online-Workshops zur Nachjustierung der Flächenbewertung statt. Nachdem die Kommunen über GeoNode Einsicht in die Bewertung nehmen konnten, wurden Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge in diesen Workshops diskutiert. Die Ergebnisse flossen in ein Update der Flächenbewertung ein, die den Kommunen in der Arbeitsgruppe Siedlungsentwicklung und zentralörtliche Funktionen vorgestellt wurde. Die neu berechnete Bewertung wurde in GeoNode hochgeladen und zusammen mit einer neuen kartographischen Darstellung den Kommunen bereitgestellt. Workshops zum Thema Ausgleich In zwei vorbereitenden Workshops wurden mögliche Mechanismen und Instrumente des Ausgleichs und der Kooperation zwischen Kommunen besprochen. Diese werden weiter ausgearbeitet und Anfang nächsten Jahres mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der NEILA-Lenkungsgruppe (Bürgermeisterinnen und Bürgermeister oder ihre Vertretungen) diskutiert. Im Auftrag (Dr. Tengler)Seite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:38 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de