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211988 · Mitteilungsvorlage

NEILA - Nachhaltige Entwicklung durch Interkommunales Landmanagement in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler - aktueller Sachstand -

Nummer
211988
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
10.01.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 26.01.2022 Kenntnisnahme
  2. Gemeinsame Sitzung der Ausschüsse für Mobilität und Verkehr und für Wohnen, Planung und Bauen der Bundesstadt Bonn mit dem Ausschuss für Planung und Verkehr des Rhein-Sieg-Kreises 16.11.2021 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
211988
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
NEILA - Nachhaltige Entwicklung durch
Interkommunales Landmanagement in der Region
Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler - aktueller Sachstand -
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 16.11.2021 Kenntnisnahme
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 26.01.2022 Kenntnisnahme
Vorbemerkung
Herr Prof. Wiechmann (Verbundpartner von der TU Dortmund) wird
den aktuellen Stand des Projektes in der Sitzung vortragen.
NEILA ist im Oktober 2018 gestartet. Als Projektpartner agieren die
Technische Universität Dortmund und das Institut für Landes- und
Stadtentwicklungsforschung (ILS), die Bundesstadt Bonn, der Rhein-
Sieg-Kreis und der Kreis Ahrweiler sowie die Wirtschaftsförderungs-
und Wohnungsbaugesellschaft mbH der Stadt Königswinter. Die
Kommunen der beiden Kreise und die Projektpartner arbeiten mit
eigenem (vom Bund geförderten) Personal daran, neue Instrumente
und Maßnahmen für eine abgestimmte Flächenentwicklung in der
Region zu entwickeln. Gemeinsam geht es darum, planerisch und
politisch die Flächenentscheidungen über die Grenzen hinweg
aufeinander abzustimmen. Diese Art der Regionalplanung wird
nicht „von oben“ auferlegt, sondern gemeinsam im Dialog
erarbeitet – für die Kommunen am Ende eine Entlastung und ein
echter Mehrwert für die Region. Das Projekt wird vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung über einen Zeitraum
von insgesamt fünf Jahren gefördert. (Weitere Informationen unter
www.neila-rak.de)
Workshop „Wiederaufbauplanung und Hochwasservorsorge“Seite 1 von 4
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Am 22.10.2021 fand in der Stadthalle Rheinbach ein Workshop zum
Thema Wiederaufbauplanung und Hochwasservorsorge statt. Dieser
wurde in Zusammenarbeit mit dem BMBF und den NEILA
Schwesterprojekten NACHWUCHS (Rhein-Erft-Kreis) und DAZWISCHEN
(Stadt Düren, Kreis Euskirchen) organisiert. Diese sind, ebenso wie
NEILA, Teil der BMBF-Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus. Doppeltes
Ziel des Workshops war zum einen die Vermittlung und Diskussion von
Prinzipien und erster Konzepte zum Wiederaufbau nach
Extremwetterereignissen und zur Schaffung angepasster
Siedlungsstrukturen aus wissenschaftlicher Sicht. Zum anderen ging es
darum, im Wissenschaft-Praxis-Dialog konkrete Handlungsansätze für
die Kommunen sowie Forschungsbedarfe zu identifizieren. Eingeladen
waren die Verwaltungsspitzen aller Kommunen in den
Projektregionen. Aufgrund der positiven Resonanz wird ein zweiter
Workshop angestrebt.
Operationalisierung des Kriterienkatalogs und Bewertung von
Potentialflächen
Die im NEILA-Kriterienkatalog (s. DS-Nr. 201034, Bonner
Ratsinformationssystem, M/1336/20, Kreistagsinformationssystem
des Sitzungsdienstes des Rhein-Sieg-Kreises) festgelegten Kriterien zur
Bewertung von Potentialflächen wurden durch das Projektteam
operationalisiert und in messbare Indikatoren überführt. Anschließend
wurden diese auf die erfassten Potentialflächen angewendet. Auf
Basis dieser regionsweit einheitlichen Erhebung wurden, in
Abstimmung mit den Kommunen in der Arbeitsgruppe
„Siedlungsentwicklung und zentralörtliche Funktionen“, geeignete
Bewertungs-Indikatoren für Wohn-, Gewerbe- und Industrieflächen
entwickelt. So ist es möglich, vergleichbare Aussagen über die Eignung
einer Fläche für die jeweiligen Nutzungen zu treffen.
Parallel dazu wurden in der Arbeitsgruppe „Grüne Infrastruktur“
gesonderte Indikatoren für die Eignung von Flächen für Grüne
Infrastruktur (z.B. Naherholungspotential, hochwertige Böden,
Freiraumnetzwerke) entwickelt. Diese Eignung für Grüne Infrastruktur
wird gleichwertig neben den Eignungskriterien für
Siedlungsentwicklung (Wohnen, Gewerbe und Industrie) dargestellt.
So kann eine Fläche, die eine hohe Wohneignung aufweist, gleichzeitig
auch einen hohen Wert für die Grüne Infrastruktur haben. Solche
Zielkonflikte abzubilden ist eine Intention der Flächenbewertung, die
vor allem eine evidenzbasierte Planung unterstützen soll. DarüberSeite 2 von 4
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hinaus wurden auch Konfliktpotentiale (z.B. Landschaftsschutzgebiete,
Biotopverbund, Grünzüge, Wasserschutzgebiete) erhoben. Im
Ergebnis lässt sich so für jede erfasste Fläche in der Region deren
Eignung für die verschiedenen Nutzungen und die damit verbundenen
Konflikte gleichzeitig ablesen.
Flächenranking in GeoNode
Die Ergebnisse der Potentialflächenbewertung sind im sogenannten
Flächenranking als Tabelle und im webbasierten
Geoinformationssystem (WebGIS) GeoNode hinterlegt. Dabei handelt
es sich um ein eigenes Softwaretool, das die Potentialflächen mitsamt
der durch das Projekt erhobenen Daten und Indikatoren
kartographisch darstellt. Alle Kommunen der Region haben dort
jeweils Zugang zu ihren kommunalen Flächen.
Workshops zur Flächenbewertung
In Zusammenarbeit mit kommunalen Vertreterinnen und Vertretern
fanden im Sommer 2021 mehrere Online-Workshops zur
Nachjustierung der Flächenbewertung statt. Nachdem die Kommunen
über GeoNode Einsicht in die Bewertung nehmen konnten, wurden
Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge in diesen Workshops
diskutiert. Die Ergebnisse flossen in ein Update der Flächenbewertung
ein, die den Kommunen in der Arbeitsgruppe Siedlungsentwicklung
und zentralörtliche Funktionen vorgestellt wurde. Die neu berechnete
Bewertung wurde in GeoNode hochgeladen und zusammen mit einer
neuen kartographischen Darstellung den Kommunen bereitgestellt.
Workshops zum Thema Ausgleich
In zwei vorbereitenden Workshops wurden mögliche Mechanismen
und Instrumente des Ausgleichs und der Kooperation zwischen
Kommunen besprochen. Diese werden weiter ausgearbeitet und
Anfang nächsten Jahres mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern
der NEILA-Lenkungsgruppe (Bürgermeisterinnen und Bürgermeister
oder ihre Vertretungen) diskutiert.
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Datenstand: 03.11.2026, 10:02 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de