211981 · Beschlussvorlage
Generalintendanz für das Theater Bonn ab der Spielzeit 2023/24; hier: Eckpunkte für einen ergänzenden Generalintendantenvertrag für die Zeit vom 01.08.2023 bis zum 31.07.2028
Kerndaten
- Nummer
- 211981
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 03.11.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Empfehlung
- Sitzung des Hauptausschusses Empfehlung
- Sondersitzung des Kulturausschusses Empfehlung
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- Generalintendanz für das Theater Bonn ab der Spielzeit 2023/24; hier: Eckpunkte für einen ergänzenden Generalintendantenvertrag für die Zeit vom 01.08.2023 bis zum 31.07.2028 Antrag zur Vorlage 211981
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Beschlussvorlage öffentlich 211981 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Dezernat IV Dezernat: Dez. IV Generalintendanz für das Theater Bonn ab der Spielzeit 2023/24; hier: Eckpunkte für einen ergänzenden Generalintendantenvertrag für die Zeit vom 01.08.2023 bis zum 31.07.2028 Beratungsfolge Kulturausschuss 18.11.2021 Empfehlung Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 23.11.2021 Empfehlung Hauptausschuss 02.12.2021 Empfehlung Rat 09.12.2021 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Herr Dr. Bernhard Helmich wird weiterhin für die Zeit vom 01.08.2023 – 31.07.2028 als Generalintendant für das Theater Bonn bestellt. Die Verwaltung wird ermächtigt, mit Herrn Dr. Helmich auf der Grundlage der in Anlage 1 beigefügten Eckpunkte einen ergänzenden Vertrag zum bestehenden Dienstvertrag vom 23.05.2012 und dem 1. Ergänzungsvertrag vom 01.06.2016 abzuschließen. 2. Der Rat beauftragt den Generalintendanten mit der Entwicklung und Umsetzung eines Konzeptes, dass eine enge Kooperation mit dem Jungen Theater Bonn (JTB) beinhaltet. Es soll erreicht werden, dass das JTB als eigenständiges, privat getragenes Theater für junges Publikum dauerhaft erhalten und gestärkt wird, sodass es seine Arbeit qualitativ und quantitativ auf dem derzeitigen Niveau langfristig fortsetzen kann. Hier gilt es vor allem, die rechtliche Form der Zusammenarbeit zu klären und festzulegen sowie die finanziellen Auswirkungen darzustellen. Außerdem ist eine intensivierte Zusammenarbeit mit dem Theater Marabu sowie der Bühne der Brotfabrik zu entwickeln, damit diesen keine Nachteile entstehen, sondern das gesamte Theaterangebot für Kinder und Jugendliche in den Jahren 2023 - 2028 stabilisiert werden kann und sich gegenseitig stärker ergänzt.Seite 1 von 18 Seite 2 3. Unter diesen Voraussetzungen, die das Theaterangebot für alle Generationen absichern und qualitative Verbesserungen garantieren, sind weitere Einsparungen im Bereich des Theater Bonn nicht realisierbar. Die von der aufgrund des Ratsbeschlusses DS-Nr.: 1611910EB11, Ziffer 3 mit der Untersuchung der „Einsparpotenziale im Kulturbereich“ beauftragten Firma actori in der zweiten Stufe der Untersuchung festgestellten und im Kulturausschuss am 22.11.2018 vorgestellten Ergebnisse (DS-Nr. 1812981), wurden von der Verwaltung bewertet. Letztlich wurde festgestellt, dass die Einsparvorschläge nicht umsetzbar sind. Einsparungen i.H.v. 300.000,00 Euro wurden im Intendantenvertrag des Theaters durch den 1. Ergänzungsvertrag vom 01.07.2016 bis zur Spielzeit 2022/2023 bereits festgeschrieben. Zudem wurde der Betriebskostenzuschuss aufgrund der Vermietung der Schauspielhalle Beuel um 150.000 € reduziert. Der Beschlussteil der DS-Nr. 1511258EB42 („Pauschale“ Einsparung von insgesamt 3,2 Mio. EUR im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes 2015 bis 2024) wird aufgehoben. Wie bereits im Zusammenhang mit der im Kulturausschuss am 02.05.2018 zur Kenntnis genommenen Mitteilungsvorlage zur externen Untersuchung von Einsparpotenzialen im Kulturbereich – Stufe 1: Theater Bonn, DS-Nr. 1810578, von der Verwaltung vorgeschlagen, soll gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Theaters, der Kulturverwaltung und der Politik ein Dialog aufgenommen werden, um auf Basis des seinerzeit erstellten actori- Gutachtens über Schritte der künftigen Entwicklung zu sprechen und Vorschläge für perspektivische Maßnahmen zu machen. Begründung Einleitung: Profiliertes Aushängeschild Das Theater der Bundesstadt Bonn hat sich unter der Intendanz von Herrn Dr. Helmich trotz der problematischen baulichen Situation der Spielstätten und der Einsparungen bei den Betriebskostenzuschüssen in den vergangenen Jahren äußerst positiv entwickelt. Musiktheater, Schauspiel und die Gastspiele in der Sparte Tanz bieten ein breit gefächertes Angebotsportfolio mit einem klaren künstlerischen Fokus und konnten bis zum Lockdown eine sehr gute Auslastungs- und Erlössituation nachweisen. Die Bonner Oper ist damit eines der führenden Musiktheater in NRW. Mit den in der Regel 28 Neuproduktionen und 8 Wiederaufnahmen, die insgesamt jährlich im Durchschnitt 468 Vorstellungen mit sich brachte und 171.155 Zuschauer*innen erreichten, ist das Theater Bonn eine wesentliche und gesellschaftsrelevante Säule der Bonner Kulturlandschaft.Seite 2 von 18 Seite 3 Zahlreiche Ur- und Erstaufführungen und politische Neuinszenierungen wie zuletzt „Fidelio“ im Jahr 2020 brachten dem Haus und der Stadt eine große positive regionale und nationale Resonanz. Zum weiteren Erfolgsrepertoire des Opernhauses gehören: die in Deutschland einmalige Reihe mit Aufführungen von frühen Opern Giuseppe Verdis, die vom Land NRW mit 1.254.446 Euro im Zeitraum vom 29.07.2020 bis 31.12.2023 geförderte Reihe „Fokus 33“, die sich Opern der Vor- und Nachkriegszeit widmet und die Frage untersucht, wie der Nationalsozialismus die Entwicklung der Oper unterbrochen und nachhaltig beeinflusst hat, sowie Familienopern und Kooperationen mit Opernhäusern in ganz Europa. Das Schauspiel in Bad Godesberg hat sich im Stadtteil nachhaltig verankert und bietet ein vielfältiges Programm mit großen Klassikern für die ganze Familie und mit Inszenierungen, die sich mit spezifischen Bonner Themen auseinandersetzen. Den Grundstein dafür legt ein kontinuierlich hervorragendes Ensemble. Die Sparte bildet auf der Basis von Vielfalt und Diversität von Entwicklungen der aktuellen Ästhetiken des Schauspiels ab. Mit der Umbenennung der Kammerspiele konnte die Schauspielsparte im öffentlichen Bewusstsein aufgewertet werden. Zukunftsprojekte: Perspektiven für die Zeit von 2023-2028 Die erfolgreiche Arbeit von Herrn Dr. Helmich soll fortgesetzt und mit Zukunftskonzepten hinterlegt werden. Das Theater Bonn steht in den kommenden Jahren vor zentralen Herausforderungen: Zum einen steht die bauliche Zukunftssicherung der Theaterimmobilien auf der Agenda, zum anderen müssen die Häuser die immer diverser werdende, nicht mehr primär bildungsbürgerlich geprägte Stadtgesellschaft als Publikum gewinnen und sich damit auch für Menschen öffnen, die nicht automatisch in der Zukunft Besucher*innen der Vorstellungen sein werden. Auch sind die Dauer und die Folgen der Pandemie derzeit nicht abschätzbar, sodass auch weiterhin ein kompetentes Krisenmanagement gefordert ist, für das Herr Dr. Helmich schon jetzt steht. Mit neuen Kooperationen wurden in der Pandemie neue Spielorte erobert und ein solidarischer Schulterschluss mit der freien Szene in Bonn herbeigeführt (z.B. Bühne für Bonn auf dem Areal in Beuel). Folgende Zukunftsvorhaben stehen auf der Agenda: 1. Theater Bonn und Klimaneutralität Das Theater Bonn begreift Nachhaltigkeit als Handlungsprinzip und flankiert mit verschiedenen Maßnahmen das Ziel der Klimaneutralität. Dazu gehören zum einen ökologische Weichenstellungen, wie die Begrünung des Daches, CO2 reduzierte Produktionen, nachhaltige Bühnen (Recycling, Sharing). Bei der Produktion „Unsere Welt neu denken“ im Schauspielhaus wurde erstmals versucht systematisch festzuhalten, in welchen einzelnen Parametern sich alle Faktoren der Inszenierung ökologisch auswirken. Bei zukünftigen Arbeiten soll dies fortgeführt und systematisiert werden.Seite 3 von 18 Seite 4 Ein Arbeitskreis Nachhaltigkeit bündelt alle Aktivitäten und möchte künftig noch stärkere Signale für die Umsetzung der 17 SDG´s aussenden. Insbesondere in strategischer Kopplung mit der UN soll sich das Theater Bonn als „Climate Player“ positionieren. Der Opernplatz ist Bestandteil des Wettbewerbs „Neugestaltung der Rheinuferpromenade“. Ziel des Siegerentwurfes ist es, den Anschluss der Oper an den Rhein herzustellen, Stadt- und Flusslandschaft zu integrieren und neue Verbindungen zwischen Kultur und Natur zu kreieren. Mit einer geplanten Treppenanlage soll das Theater als Ort der Begegnung und Erlebnisort aktiviert werden. 2. Konstruktiver und verantwortungsvoller Umgang mit der pandemischen Situation Während der Pandemie hat das Theater Bonn den Weg gewählt, sorgfältig und mit Augenmaß den künstlerischen Betrieb zu planen und dabei auch Kosten zu sparen. Dies und auch z.B. die Kurzarbeit wird voraussichtlich dazu führen, dass das Theater Bonn die Pandemie wirtschaftlich gut übersteht und für den Neustart gut aufgestellt ist. Die Zielsetzungen der Theaterleitung im Umgang mit der Pandemie spiegeln sich in einer flexiblen Planung des künstlerischen Betriebs, in der Fürsorge für die Mitarbeiterschaft, für Gast-Künstler*innen und das Publikum, in der Ausschöpfung von Möglichkeiten zur Kostenreduktion im Rahmen der Gesamtverantwortung für den Theaterbetrieb und die finanzielle Gesamtsituation der Stadt Bonn und eine realistische Planung mit Blick auf die Spätfolgen der Pandemie. 3. Etablierung eines Forums für Kulturvermittlung Das Theater Bonn hat in den vergangenen Jahren trotz seiner schwierigen finanziellen Situation vier Stellen im theaterpädagogischen Bereich geschaffen und arbeitet darüber hinaus mit zahlreichen Honorarkräften in diesem Bereich. Die Aktivitäten reichen von klassischen Workshops in Schulen über die Arbeit in Stadtteilen bis hin zu mobilen Produktionen für Kinder. Eine Mitarbeiterin kümmert sich fast ausschließlich um community-building im Bereich der Studierenden. Diese Aktivitäten sollen ausgeweitet werden, schon jetzt gibt es Zuschüsse des Landes NRW. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziales und Wohnen/Quartiersentwicklung werden „Hinterhofkonzerte“ durchgeführt, bei denen das Opernensemble in jeweils individuell gestalteten Rahmen Konzerte für die Anwohner durchführt. Die Zusammenarbeit mit dem Beethoven Orchester Bonn im Bereich der Aktivitäten für Kinder und Jugendliche unter dem Label PORTAL wird stetig weiterentwickelt und um Kooperationen mit dem Jungen Theater und dem Theater Marabu ergänzt. Mit dem Ausbau und der Institutionalisierung der Zusammenarbeit zwischen dem Theater Bonn und dem Jungen Theater Bonn kann die theaterpädagogische Arbeit einen Quantensprung machen und neue künstlerische Perspektiven aufwerfen. Im Sinne eines internationalen und transdisziplinären „Künstler*innen-Areals“ sollen mehrsprachigeSeite 4 von 18 Seite 5 Austauschprozesse und neue Künstler*innen Tandems initiiert werden (etwa Tandem Bühnenmaler*in und Literaturtheoretiker*in). 4. Strategische Partnerschaft mit der UN in Bonn Mit der UN in Bonn ist eine Vereinbarung über eine langfristige strategische Zusammenarbeit bereits unterschriftsreif. Sie zielt auf Kooperationen mit Oper und Beethoven Orchester Bonn in zahlreichen Einzelbereichen und wird außer den Mitarbeitenden der UN auch das sonstige große internationale Publikum der Stadt stärker an die Kultureinrichtungen binden. Begonnen wurde mit englischsprachigen Publikationen, Übertitel in der Oper und gemeinsamen Arbeitsgruppen. Eine konkrete Liste mit Einzelprojekten wird im Rahmen einer Pressekonferenz am 22.11.2021 veröffentlicht. Mit dieser zukunftsweisenden Kooperation soll Bonn als internationale Stadt weiter gestärkt und die UN- Mitarbeiter*innen in die städtischen Kultureinrichtungen geholt werden. In Planung sind z.B. englischsprachige Produktionen und Veranstaltungen auf dem UN-Campus. 5. Marktplatz der Demokratie Unter dem Titel "Marktplatz der Demokratie" entsteht nach dem Ende der Corona-Krise eine multiperspektivische Gesprächsreihe im Opernhaus. Sie entwickelt mittelfristig ein breites Diskussionsspektrum, das nationale und internationale Aspekte dieses immer mehr in die Enge getriebenen politischen Prinzips bespricht. Dabei soll auch das Haus stärker geöffnet und als sichtbarer Teil der Architektur der Bonner Republik - einer Zeit besonderer Blüte der Demokratie - in den Fokus gerückt werden. 6. Oper für alle: Weitere Öffnung der Oper in die Stadtgesellschaft Oper weiterdenken: Der „Opernrasen“, initiiert vom Sport- und Kulturdezernat, mit einem breiten Angebot der Teilhabe in den Bereichen Kultur und Sport auf der Wiese vor der Oper, gehört künftig als fester Bestandteil des kulturellen Sommers ebenfalls in das Konzept zur Öffnung des Hauses. Das Theater Bonn steht bereits seit einigen Jahren für eine enge Verbindung von Sport und Kultur und hat bereits verschiedene „Freundschaftsprojekte“ angestoßen (z.B. Besuch der Mannschaft der Telekom-Baskets in der Bonner Oper, Gegenbesuch des Opernchores im Telekom-Dome), die intensiviert und ausgebaut werden sollen. Um den Zugang der Studierenden zu Opern- und Schauspielhaus zu erleichtern, wurde vor einiger Zeit gemeinsam mit den privaten und freien Bonner Bühnen ein Kultursemesterticket eingeführt, dass zugleich der Beginn einer intensivierten Zusammenarbeit aller Bonner Theater wurde. Zur Öffnungsstrategie gehört mittelfristig auch die Reaktivierung und kulturelle Nutzung der Dachterrassen des Opernhauses (Lesungen etc.). 7. Digitale Strategie Im Kontext der Smart City Strategie der Bundesstadt Bonn nimmt das Theater Bonn Digitalität als Gestaltungsaufgabe wahr. Unter den Bedingungen des Lockdowns hat das Schauspiel bereitsSeite 5 von 18 Seite 6 mit digitalen Formaten experimentiert (z.B. mit der Webserie „Bonndemie-Lockdown, Liebe, Lagerkoller“, mit Streamingangeboten, mit digitalen Lesungen und Talks). Diese Ansätze sollen ausgebaut und in Kooperation mit Expert*innen, wie z.B. dem Makerspace Bonn e.V. weitere Formate mit neuen Technologien erprobt werden. 8. Sicherung und Weiterentwicklung der Infrastruktur der Theaterimmobilien in Bonn, Bad Godesberg und Beuel.(s. DS-Nr. 211955) Zu 1.: Der derzeitige Vertrag mit Herrn Generalintendant Dr. Bernhard Helmich endet zum 31.07.2023 (s. Beschluss des Rates vom 30.06.2016, DS-Nr.: 1611910EB11). In dem ursprünglichen Vertrag vom 23.05.2012 haben sich die Vertragspartner darauf verständigt, spätestens 24 Monate vor Ablauf des Vertrages Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung aufzunehmen. Diese Regelung gilt auch für den Ergänzungsvertrag vom 01.06.2016. Wegen der Planbarkeit des Spielbetriebes eines Theaters, insbesondere im Musiktheater, sollten die Verhandlungen möglichst bis zum 31.10.2021 abgeschlossen sein. Auf der Grundlage der o. a. Schwerpunkte hat Herr Dr. Helmich seine Bereitschaft erklärt, die Generalintendanz für das Theater Bonn über den 31.07.2023 hinaus bis zum 31.07.2028 fortzuführen. Die Eckpunkte für einen 2. Ergänzungsvertrag zum bestehenden Anstellungsvertrag vom 23.05.2012 sind als Anlage 1 beigefügt. Die finanziellen Auswirkungen bis 2028 sind in Anlage 2 dargestellt – aufgeteilt nach Haushaltsjahren und nach Spielzeiten. Im Haushaltsentwurf 2021/22 ff. sind die finanziellen Auswirkungen ab der Spielzeit 2023/2024 noch nicht ersichtlich. Hier wurde aufgrund der bisherigen Beschlusslage eine weitere Einsparung i.H.v. 3.200.000,00 € berücksichtigt. 1.1 Ausgangslage Herr Dr. Bernhard Helmich ist seit 01.08.2013 Generalintendant des Theater Bonn (TB), der Vertrag läuft bis 31.07.2023. Der ursprünglich mit einer Laufzeit von fünf Jahren versehene Vertrag wurde ab 01.08.2018 um weitere fünf Jahre verlängert. Der ab 2013 geschlossene Vertrag mit Herrn Dr. Helmich beinhaltete eine Reduzierung des Betriebskostenzuschusses (26.980.700 EUR ab Spielzeit 2013/14) gegenüber den tatsächlichen Ausgaben des Vorgängers (in Höhe von ca. 30.011.800 EUR laut Jahresabschluss in der Spielzeit 2012/13) um ca. 3.031.100 EUR. Mit der Vertragsverlängerung im Jahr 2016 hat die Theaterleitung einer sukzessiven weiteren Reduzierung ab 2018 bis 2023 bis zu jährlich 300.000 EUR zugestimmt. Außerdem wurde der Betriebskostenzuschuss aufgrund der VermietungSeite 6 von 18 Seite 7 der Schauspielhalle Beuel an das Pantheon um 150.000 EUR reduziert. Über eine Vertragsverlängerung des Intendantenvertrages waren bis zum Sommer 2021 mit Herrn Dr. Helmich Gespräche aufzunehmen, dies ist geschehen und Herr Dr. Helmich hat seine Bereitschaft signalisiert, für weitere fünf Jahre als Generalintendant des Theater Bonn zu arbeiten. 1.2 Einsparungen des Theaters Bonn in den vergangenen Spielzeiten Bereits in den Vorjahren hat es wiederholt erhebliche Einsparungen beim Theateretat gegeben mit erheblichen Auswirkungen auf die Personalstruktur. Diese wirken sich teilweise bis in die Gegenwart aus und müssen von der derzeitigen Theaterleitung im Rahmen des aktuellen Etats korrigiert werden. Alle Einsparungen, die das Theater Bonn mit dem Beginn der stufenweisen Absenkung der Zuschüsse des Bundes auf null EUR und auch infolge der Verringerung der städtischen Betriebsmittelzuschüsse vorgenommen hat, wurden innerhalb der bestehenden Strukturen (Musiktheater, Schauspiel, Tanz bzw. Tanzgastspiele; 3 Standorte mit 5 Spielstätten/Bühnen) realisiert. Die Einsparungen betrafen damit immer das Personal und die Produktionskosten. Im Zeitraum von der Spielzeit 1999/2000 bis zur Spielzeit 2013/2014 wurden die Betriebsmittelzuschüsse um insgesamt rd. 23 Mio. EUR/Jahr reduziert. (Näheres s. DS-Nr.: 1611910). Im Jahr 2012 kam es im Rat zu einer Debatte über die Theaterstrukturen - mit der Option einer Auflösung des Musiktheaters. In diesem Zusammenhang wurde ein jährliches Einsparvolumen von mindestens 8,5 Mio. EUR in den Raum gestellt, welches sukzessive, ohne ein berechenbares Fundament, mit einem Betrag in Höhe von 3,5 Mio. EUR in die mittelfristige Finanzplanung der Stadt Bonn aufgenommen wurde, allerdings nicht verbunden mit einer Strukturveränderung des Theaters, sondern als pauschale „Forderung“ an den Kulturbereich. 1.3 Einsparungen ab der Spielzeit 2019/2020 (Stufe 1) Mit seinem Beschluss vom 25.02.2016, Ziffer 4, (DS-Nr.: 1513881NV7), hat sich der Rat für eine Fortführung des „Spielbetriebs von Musiktheater und Schauspiel in bisheriger Qualität und Quantität“ ausgesprochen. Dazu sollten die notwendigen finanziellen Mittel unter Zugrundelegung des beschlossenen Doppelhaushaltes 2015/16 einschließlich Finanzplanung und des HSK zur Verfügung gestellt werden. Die Betriebsmittelzuschüsse für das Theater Bonn (Stand Spielzeit 2017/18: 26.980.700 EUR ohne die jeweiligen Tarifsteigerungen) auch unter Berücksichtigung der Einnahmen aus der Vermietung der Halle Beuel (150.000 EUR) wurden mit dem 1. Ergänzungsvertrag wie folgt abgesenkt:Seite 7 von 18 Seite 8 · Spielzeit 2018/19 um 250.000 EUR sowie um 150.000 EUR auf 26.580.700 EUR, · Spielzeit 2019/20 um 260.000 EUR sowie um 150.000 EUR auf 26.570.700 EUR, · Spielzeit 2020/21 um 270.000 EUR sowie um 150.000 EUR auf 26.560.700 EUR, · Spielzeit 2021/22 um 280.000 EUR sowie um 150.000 EUR auf 26.550.700 EUR, · Spielzeit 2022/23 um 300.000 EUR sowie um 150.000 EUR auf 26.530.700 EUR. Durch die 300.000 EUR, die das Theater zwischenzeitlich als Reduzierung beiträgt, verbleiben von den o.g. einzusparenden 3,5 Mio. EUR noch 3,2 Mio. EUR. Die darüber hinaus prognostizierten Tarifsteigerungen bis 2028 sind in der Anlage 2 dargestellt. 1.4 Zusammenfassende Übersicht über die Veränderungen gegenüber dem bisherigen Haushaltssicherungskonzept: Wie bereits unter Ziff. 1.3 dieser Vorlage dargestellt, hat der Rat am 25.02.2016 Entscheidungen zur Zukunft des Theater Bonn getroffen, auf deren Grundlage vorhergehende Überlegungen, die Eingang in das Haushaltssicherungskonzeptes gefunden hatten, maßgeblich verändert wurden. Dies führt dazu, dass die vorgesehenen Einsparungen von 3,2 Mio. EUR jährlich im Kulturbereich, die nach dem bisherigen Haushaltssicherungskonzept im Haushaltsjahr 2021 erreicht werden sollten, erst im Haushaltsjahr 2024 in voller Höhe erreicht werden. Zu 2.: Starkes Kinder- und Jugendtheater Während in vergleichbaren Städten das Stadttheater eine eigene Kinder- und Jugendsparte mit entsprechendem Programm vorsieht, ist das in Bonn aus historischen Gründen anders. Theater Bonn und Junges Theater agieren unabhängig voneinander und bis vor einigen Jahren auch ohne Absprachen zu programmatischen Inhalten und z.B. theaterpädagogischer Zusammenarbeit auch in Konkurrenz zueinander. Dies gilt auch für das erfolgreiche Theater Marabu, das vielfach für seine Theaterkunst ausgezeichnet wurde und regelmäßig zu regionalen, nationalen und internationalen Theaterfestivals eingeladen wird. Durch künftige strukturelle Synergien, intensivierte Kooperationen und Vernetzung soll das Nebeneinander zu einem Miteinander gestaltet und eine starke Kinder- und Jugendsparte etabliert werden. Zu 3.: 3.1 Einsparungen ab der Spielzeit 2023/24 (Stufe 2) Mit Beginn der Spielzeit 2023/24 am 01.08.2023 sollte der Zuschussbedarf für den Kulturbereich um weitere 3,2 Mio. EUR (mit den Einsparungen im Theater i. H. v. 300.000 EUR ergibt sich ein Betrag i. H. v. 3,5 Mio. EUR) jährlich vermindert werden. Im Haushaltssicherungskonzept wurde der zusätzliche Einsparbetrag von 3,2 Mio. EUR zunächst nachrichtlich im Haushalt, ProduktgruppeSeite 8 von 18 Seite 9 „Theater Bonn“, ausgewiesen. Dies findet sich so auch in der Finanzplanung des Haushalts 2021/22 ff., die vom Rat in seiner Sitzung am 24.06.2021 beschlossen wurde. Die Theaterleitung war im Zuge der Vertragsverlängerung im Jahr 2016 damit einverstanden, durch externe Gutachter prüfen zu lassen, ob und gegebenenfalls welche Einsparpotenziale bestehen, die bei Realisierbarkeit eine weitere Reduzierung des Betriebskostenzuschusses ermöglichen. Dies hat Herr Dr. Helmich auch im Rahmen seiner Vertragsverlängerung zugesichert. Tatsächlich wurden durch die Firma actori verschiedene Gutachten erstellt, Hinweise hierauf finden sich in dieser Vorlage. 3.2 Externe Untersuchung zu Einsparpotentialen im Kulturbereich Der Rat hatte die Verwaltung mit Beschluss vom 30.06.2016 (s. DS-Nr.: 1611910EB11, Ziffer 3) beauftragt, eine externe Untersuchung in Auftrag zu geben, die zunächst in einer ersten Stufe im Rahmen einer Bestandsaufnahme mögliche Einsparpotenziale verifizieren sollte, die unmittelbar unter Beibehaltung der bisherigen Qualität und Quantität von Musiktheater und Schauspiel umsetzbar sind. In einer zweiten sich unmittelbar anschließenden Stufe dieser Untersuchung sollten dann Szenarien für die Zukunft des Bonner Kulturangebots - unter Einbeziehung der geplanten nachhaltigen Profilierung Bonns als Beethovenstadt - entwickelt werden. Im Ergebnis sollte die Untersuchung den gefassten Haushaltsbeschlüssen und der mittelfristigen Finanzplanung, die von einer zusätzlichen Gesamteinsparung von 3,5 Mio. EUR ab dem 01.08.2023 ausgehen, Rechnung tragen. In der Gesamteinsparung enthalten sind bereits die oben dargestellten Einsparungen beim Theater, die sich aus dem Intendantenvertrag ergeben (sukzessive Kürzung des Betriebsmittelzuschusses ab der Spielzeit 2018/2019 bis zur Spielzeit 2022/23 auf insgesamt 300.000 EUR). Somit reduziert sich das darüberhinausgehende Einsparziel auf 3,2 Mio. EUR. Die Ergebnisse der Stufe 1 der durch die Firma actori durchgeführten Untersuchung „Einsparpotenziale beim Theater Bonn unter Beibehaltung von Qualität und Quantität“, wurden dem Kulturausschuss bereits am 02.05.2018 (DS-Nr.: 1810578) in öffentlicher Sitzung vorgestellt. Die Ergebnisse der Untersuchungen zur Stufe 2 „Einsparpotenziale im Kulturbereich“ wurden von actori im Kulturausschuss am 22.11.2018 vorgestellt (DS-Nr. 1812981). Folgende Szenarien hatte actori im Rahmen dieser Untersuchung entwickelt und hinsichtlich ihrer Auswirkungen untersucht: Szenario 0: Realisierung von Optimierungseffekten beim Theater Bonn, Beim Beethoven Orchester Bonn und beim Kunstmuseum BonnSeite 9 von 18 Seite 10 - Einsparsummen 2023: rd. 840.000 EUR, 2024: 940.000 EUR Szenario 1: Kürzung Beethovenfest, Reduzierung der Förderung nicht städt. Kultureinrichtungen, sowie Optimierungen gem. Szenario 0 – Einsparsumme 2023: 3,2 Mio. EUR Szenario 2: Breite Kürzungen beim Beethovenfest, den nicht städt. Einrichtungen, bei den Angeboten von Schauspiel, Musiktheater und Konzerten, auch verbunden mit einem Personalabbau – Einsparsummen 2023: 2,4 Mio. EUR, 2027: 3,6 Mio. EUR Szenario 3: Schließung der Schauspielsparte verbunden mit Personalabbau – Einsparsummen 2023: 2,7 Mio. EUR, 2033: 5,3 Mio. EUR Szenario 4: Kürzungen Theater Bonn und Beethoven Orchester verbunden mit Stellenabbau – Einsparsummen 2023: 1,7 Mio. EUR, 2032: 4,8 Mio. EUR Szenario 5: Kürzung Beethoven Orchester verbunden mit Stellenabbau und Integration des BOB in das Theater Bonn – Einsparsummen 2023: 1,9 Mio. EUR, 2037: 6,0 Mio. EUR Neben den monetären Effekten bewertet actori die Szenarien auch nach nicht-monetären Gesichtspunkten und stellt jeweils die Auswirkungen auf den Kulturstandort Bonn dar. Im Ergebnis wurde bereits im Jahr 2018 von der Verwaltung festgestellt, dass die Umsetzung der Szenarien 1 bis 5 die Bonner Kulturszene in erheblicher Weise beschädigen würde. Damit würde das Kulturangebot Bonns nicht nur unter dem von vergleichbar großen deutschen Städten liegen, sondern auch dem Anspruch Bonns als UN-Standort, internationalem Wissenschaftsstandort und Sitz global agierender Unternehmen internationale Stadt zu sein, nicht gerecht werden. Darüber hinaus muss davon ausgegangen werden, dass derart drastische Einschnitte und die damit einhergehende negative Berichterstattung (national und international) dem Ansehen der Bundesstadt Bonn nicht zuträglich wären. Seinerzeit wurde eine Umsetzung des Szenarios 0 als eventuell umsetzbar erachtet. In den vergangenen Jahren, seit der Beauftragung der Firma actori Mitte 2017, haben sich die Rahmenbedingungen jedoch erheblich verändert, nicht zuletzt durch die Auswirkungen der Pandemie- Lage der vergangenen Monate, sind die Ergebnisse der Untersuchung unter Normalbedingungen hinfällig geworden. Die Kulturverwaltung und die Theaterleitung möchten in einem direkten Dialog mit der Politik eine gemeinsame Basis und Zielsetzungen für die künftige Entwicklung erarbeiten und hierzu eine Arbeitsgruppe einrichten.Seite 10 von 18 Seite 11 Umstellung der Systematik der Landesregierung für die Förderung der kommunalen Theater und Orchester Das Land NRW hat mit der Erhöhung der Förderung der kommunalen Theater und Orchester (für Bonn mit Steigerungen ab 2018 von bis dahin 1,6 Mio. p.a. auf 3,4 Mio. EUR p.a. in 2022) verpflichtend eine Erhöhung der jeweiligen Theater- und Orchesterbudgets verbunden, damit die erhöhten Zuschüsse den geförderten Kultureinrichtungen in voller Höhe zugutekommen. Die kommunalen Zuschüsse können während des Förderzeitraums nicht gekürzt werden. Dies hat so auch Eingang in die vom Rat am 27.09.2018 beschlossenen Fördervereinbarungen gefunden (siehe DS-Nr. 1811936). Wie im Kulturausschuss am 04.10.2018 (DS-Nr. 1812511) angekündigt, hat die Verwaltung mit Blick auf die Untersuchung durch actori, Stufe 2, im Jahr 2019 weitere Gespräche mit dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft geführt. Thematisiert wurde dabei, ob evtl. künftige Einsparungen beim Theater Bonn und beim Beethoven Orchester Bonn ab 2023 Auswirkungen auf die Höhe der Landesförderung hätten. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft hat in dieser Fragestellung eindeutig klargestellt, dass mittelfristige Einsparvorhaben der Stadt bei Theater und Orchester negative Auswirkungen auf die erhöhte Landesförderung haben werden, da dies den Fördergrundsätzen (erhöhte Landesmittel müssen im Ergebnis vollumfänglich den Kultureinrichtungen zugutekommen) widerspricht. Kürzungen der Zuschüsse beider Einrichtungen werden nach heutiger Kenntnis zu mindestens entsprechenden Kürzungen des Landeszuschusses führen, wodurch die Kürzungen und damit die Auswirkungen auf das Theater Bonn und das Beethoven Orchester Bonn noch deutlich gravierender ausfallen würden, als in den actori-Szenarien dargestellt. Anlage/n 1 Anlage 1 - Ergänzungsvertrag Helmich 2021-Eckpunkte (öffentlich) 2 Anlage 2 - zum Ergänzungsvertrag Helmich 2021 (öffentlich)Seite 11 von 18 Anlage 1 Eckpunkte für einen 2. Ergänzungsvertrag zum bestehenden Generalintendanten-Vertrag mit Herrn Dr. Helmich vom 23.05.2012 (Stand: 25.10.2021) künftiger Intendantenvertrag (01.08.2023 - 31.07.2028 derzeitiger Intendantenvertrag (01.08.2018 – 31.07.2023) ursprünglicher Intendantenvertrag (01.08.2013 – 31.07.2018) Vertragsdauer 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre Gehalt Unverändert Unverändert rd. 180.000 EUR/Spielzeit zuzüglich Alters- und Hinterbliebenenversorgung der VDB sowie entsprechende Anpassung, wenn sich die Gehälter der in § 1 NV Bühnen genannten Bühnenmitglieder rechtsverbindlich ändern Spielstätten Opernhaus Bonn einschl. Werkstattbühne, Kammerspiele Bad Godesberg; Theatergelände Beuel mit Werkstätten und Probebühnen – mit Ausnahme der Halle Beuel Opernhaus Bonn einschl. Werkstattbühne, Kammerspiele Bad Godesberg; Theatergelände Beuel mit Werkstätten und Probebühnen – mit Ausnahme der Halle Beuel, die bereits zum 04.07.2016 aufgegeben wird Opernhaus Bonn einschl. Werkstattbühne, Kammerspiele Bad Godesberg, Halle Beuel Zusammenarbeit mit dem unverändert zum aktuellen Entscheidungen über den der GMD trägt dieSeite 12 von 18 Generalmusikdirektor Vertrag Spielplan der Oper, etc. trifft der Generalintendant im Benehmen mit dem GMD; bei Neuproduktionen in der Oper unter der musikalischen Leitung des GMD entscheiden GMD und Generalintendant im Einvernehmen (gleichlautend mit neuem GMD-Vertrag) Verantwortung für die musikalische Qualität im Musiktheater Beschluss des Rates vom 25.02.2016 (DS-Nr.: 1513881NV7) (Vermietung Halle Beuel an Pantheon) unverändert Ratsbeschluss bleibt Bestandteil des Vertrages Ratsbeschluss wird Bestandteil des Vertrages - - - - - Betriebsmittelzuschuss Spielzeit 2023/24: • 26.530.700 EUR; Spielzeit 2024/25: • 26.530.700 EUR; Spielzeit 2025/26: • 26.530.700 EUR; Spielzeit 2026/27: • 26.530.700 EUR; Spielzeit 2027/28: • 26.530.700 EUR Unter Berücksichtigung der Ziffer 3 des Ratsbeschlusses vom 25.02.2016 und der Einnahmen aus der Ver- mietung der Halle Beuel: Spielzeit 2018/19: 26.580.700 EUR; Spielzeit 2019/20: 26.570.700 EUR; Spielzeit 2020/21: 26.560.700 EUR; Spielzeit 2021/22: 26.550.700 EUR; Spielzeit 2022/23: 26.530.700 EUR je Spielzeit: 26.980.700 EUR; zuzügl. Anpassungshilfen in den ersten drei Spielzeiten i. H. v. insgesamt 2.000.000 EUR – finanziert aus der satzungsgemäßen Rücklage des TheatersSeite 13 von 18 Einsparpotentiale nach externer Untersuchung - - - - - Ab der Spielzeit 2019/2020 vermindern sich die o. a. Betriebsmittelzuschüsse soweit gutachterlich Einspar- potenziale aufgezeigt werden können, die die bisherige Qualität und Quantität in der Oper und im Schauspiel des Theaters Bonn nicht berühren. Der Intendant wird vertraglich verpflichtet, diese Einspa- rungen umzusetzen. Infolge- dessen kann sich der Betriebsmittelzuschuss ohne Vertragsanpassung bis zum Vertragsende am 31.07.2023 ggf. stufenweise verringern. - - - - - Tarifsteigerungen (s. hierzu Anlage 2) unverändert unverändert Erhöhung des Zuschusses um die effektiv anfallenden Tarifsteigerungen für tatsächlich besetzte Stellen Einnahmen aus der Vermietung der Halle Beuel unverändert Einnahmen des Theaters Bonn aus der Vermietung der Halle Beuel vermindern den Betriebsmittelzuschuss entsprechend (150.000 EUR je Spielzeit) und sind in den o. a. Zahlen bereits berücksichtigt. - - - - - Einsparungen ab der Spielzeit 2023/24 Der Einsparbeschluss über 3,2 Mio. EUR wird aufgehoben. In einem Arbeitskreis wird mit Vertreter*innen des Theaters Bonn, Kulturverwaltung und Politik an Perspektiven für Einsparvolumina und Optimierungen gearbeitet. Vor dem Hintergrund einer weiteren externen Unter- suchung für den Kulturbereich insgesamt und eines infolge- dessen möglicherweise ab der Spielzeit 2023/24 erheblich abgesenkten städtischen Betriebsmittelzuschusses wird der Generalintendant - - - - -Seite 14 von 18 vertraglich verpflichtet, entweder a) einem möglichen Nach- folger zur Vorbereitung der Spielzeiten 2023/24 ff. zu gestatten, die erforderlichen Einsparentscheidungen ab 01.08.2022 zu treffen, oder b) im Falle einer erneuten Vertragsverlängerung diese Einsparentscheidungen frühzeitig selbst herbeizuführen. Ausbau der Aktivitäten im Kinder- und Jugendbereich Entwicklung und Umsetzung eines Konzeptes für eine enge Kooperation mit dem Jungen Theater Bonn. Die Finanzierung muss aus dem bereitgestellten Betriebsmittelzuschuss finanziert und zeitlich an die Dauer des Intendantenvertrages gebunden werden.Seite 15 von 18 Kulturamt Anlage 2 Stand: 25.10.2021 Theater der Stadt Bonn a) Aufstellung nach Haushaltsjahren für die Jahre 2018 bis 2028 b) Zuschussgewährung nach Spielzeiten für 2017/2018 bis 2028/2029Seite 16 von 18 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 2027 2028 EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR Grundbetrag gemäß GI- Vertrag unter Berücksichtigung von Mieteinnahmen v. 150.000,00 € je Spielzeit 26.980.700 € (konsumtiv und investiv) bis 31.07.2018 26.580.700 ab 01.08.2018, 26.570.700 € ab 01.08.2019 26.560.700 € ab 01.08.2020, 26.550.700 € ab 01.08.2021, 26.530.700 € ab 01.08.2022, 23.330.700 ab 01.08.2023 Zuschuss konsumtiv 26.244.800 26.136.550 26.126.550 26.116.572 26.102.367 26.090.700 26.090.700 26.090.700 26.090.700 26.090.700 26.090.700 Anspruch aus Ratsbeschluss vom 12.12.2002* 511.292 Tarifsteigerungen 2.601.390 3.096.000 3.623.050 4.272.204 4.833.101 5.406.541 5.993.839 6.591.737 7.200.446 7.820.181 8.451.162 Ausgleich Tarifkostensteigerung aus Spielz. 19/20 92.095 Zwischensumme 28.846.190 29.743.842 29.749.600 30.480.871 30.935.468 31.497.241 32.084.539 32.682.437 33.291.146 33.910.881 34.541.862 Entnahme aus der satzungsmäßigen Rücklage 382.000 754.424 2.899.477 Transferaufwendungen konsumtiv 28.846.190 30.125.842 29.749.600 31.235.295 33.834.945 31.497.241 32.084.539 32.682.437 33.291.146 33.910.881 34.541.862 Transferaufwendungen investiv 440.000 440.000 440.000 440.000 440.000 440.000 440.000 440.000 440.000 440.000 440.000 Entnahme invest. Rückl./Sonderposten IKZ 510.000 225.000 nicht verbrauchte Mittel aus Entnahme Sonderposten IKZ -70.715 Gesamtsumme 29.286.190 31.075.842 30.343.885 31.675.295 34.274.945 31.937.241 32.524.539 33.122.437 33.731.146 34.350.881 34.981.862 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 2027 2028 Nachrichtlich: EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR a) Bauunterhaltung konsumtiv 888.240 1.006.000 1.012.100 5.075.700 3.625.000 2.300.000 5.815.000 2.300.000 wird noch geplant b) Bauunterhaltung investiv 2.531.000 694.000 0 0 0 wird noch geplant c) Gebäudeabschreibungen, Stand 18.05.2021 1.017.089 1.017.089 1.017.089 1.017.089 1.017.089 740.419 740.419 740.419 740.419 740.419 740.419 d) Planungsmittel 0 2.180.769 5.088.462 5.088.461 5.088.462 7.269.231 5.815.385 5.815.385 0 0 0 * Anspruch wurde im Haushalt 2019 für die Spielzeit 2019/2020 eingeplant. Die Summe sollte im Zusammenhang mit dem Beethovenjubiläumsjahr 2020 zur Abgeltung von Mehraufwendungen infolge der Bereitstellung des Opernhauses für Veranstaltugen des Beethovenjubiläums 2020 verwendet werden. Die Mittel wurden aufgrund der Corona- Pandemie jedoch nicht benötigt und daher dem Gesamthaushalt wieder zur Verfügung gestellt. Theater der Stadt Bonn Aufstellung nach HaushaltsjahrenSeite 17 von 18 Spielzeit 2017/2018 2018/2019 2019/2020 2020/2021 2021/2022 2022/2023 2023/2024 2024/2025 2025/2026 2026/2027 2027/2028 2028/2029 EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR Zuschuss konsumtiv 26.540.700 26.290.700 26.280.700 26.270.700 26.260.700 26.240.700 26.240.700 26.240.700 26.240.700 26.240.700 26.240.700 26.240.700 zuzüglich investiver Zuschuss 440.000 440.000 440.000 440.000 440.000 440.000 440.000 440.000 440.000 440.000 440.000 440.000 abzüglich Einnahmen aus vermietung Halle Beuel -150.000 -150.000 -150.000 -150.000 -150.000 -150.000 -150.000 -150.000 -150.000 -150.000 -150.000 Zuschuss gem. GI- Verträgen unter Berücksichtigung 26.980.700 26.580.700 26.570.700 26.560.700 26.550.700 26.530.700 26.530.700 26.530.700 26.530.700 26.530.700 26.530.700 26.530.700 der Mieteinnahmen zuzüglich Tarifsteigerung 2.328.440 2.878.000 3.493.245 4.040.215 4.596.988 5.163.658 5.746.576 6.340.007 6.944.160 7.559.247 8.185.488 8.823.106 Gesamtsumme 29.309.140 29.458.700 30.063.945 30.600.915 31.147.688 31.694.358 32.277.276 32.870.707 33.474.860 34.089.947 34.716.188 35.353.806 Theater der Stadt Bonn Zuschussgewährung nach SpielzeitenSeite 18 von 18
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:10 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de