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211968-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle Bonn; hier: Aktueller Projektstand und weiteres Vorgehen (Stand: 11/2021)

Nummer
211968-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
15.11.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Rates 09.12.2021 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Projektbeirates Sanierung Beethovenhalle Bonn 16.11.2021 Kenntnisnahme
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  1. 211968 Denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle Bonn; hier: aktueller Projektstand und weiteres Vorgehen (Stand: Oktober 2021)

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
211968-01 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
85 Städtisches Gebäudemanagement Bonn
Dezernat:
SGB
Denkmalgerechte Instandsetzung und
Modernisierung der Beethovenhalle Bonn; hier:
Aktueller Projektstand und weiteres Vorgehen
(Stand: 11/2021)
Beratungsfolge
Projektbeirat Sanierung Beethovenhalle Bonn 16.11.2021 Kenntnisnahme
Rat 09.12.2021 Kenntnisnahme
Stellungnahme der Verwaltung:
Mit dem nachfolgenden Bericht informiert die Verwaltung vor dem
Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der
denkmalgerechten Instandsetzung und Modernisierung der
Beethovenhalle über die aktuelle Projektsituation sowie das geplante
weitere Vorgehen bei der Projektumsetzung.
Der Bericht ist nach den für das Großprojekt wesentlichen Parametern
„1) Kosten“, „2) Termine“ und „3) Qualitäten“ aufgegliedert.
Die jeweiligen Sachstände werden zur besseren Übersicht und auch zur
Arbeitserleichterung in den jeweiligen Kapiteln teilweise stichwortartig
aufgeführt.
1) Kosten (Stand: 18.10.2021)
Kosten-
gruppe
Budget
(Ratsbeschluss)
in € netto
inkl.
Budgeterhöhungen
Auftragssumme Zahlungsstand
aktuelle
Prognose
(18.10.21)
in € netto
Abweichung
Budget zu aktueller
Prognose
in € netto
200 3.043.857,84 3.048.517,84 2.923.565,31 3.048.495,06 -4.637,22
300 51.448.506,63 52.118.719,64 35.765.345,73 63.847.569,63 -12.399.063,00
400 31.334.010,12 40.330.095,83 12.188.764,51 42.449.369,83 -11.115.359,71Seite 1 von 9
Seite 2
500 2.695.125,22 1.087.373,24 101.818,77 4.829.731,86 -2.134.606,64
600 2.825.273,64 552.381,68 196.255,55 3.170.758,62 -345.484,98
700 42.342.363,33 30.464.024,80 24.309.932,88 42.933.685,53 -591.322,20
∑I 133.689.136,78 127.601.113,03 75.485.682,75 160.279.610,53 -26.590.473,75
Baupreissteigerung /
Bauzeit 0,00 0,00 0,00
Neuausschreibungen
/ Vergabe 0,00 0,00 0,00
Planungsänderungen 0,00 2.073.614,65 -2.073.614,65
Sonstige realistische
Risiken 0,00 2.302.000,00 -2.302.000,00
∑II 133.689.136,78 127.601.113,03 75.485.682,75 164.655.225,18 -30.966.088,40
Unvorhergesehenes 0,00 0,00
∑III 133.689.136,78 127.601.113,03 75.485.682,75 164.655.225,18 -30.966.088,40
Das fortgeschriebene Worst-Case-Szenario beträgt nunmehr EUR
171,8 Mio. einschließlich anteiliger Umsatzsteuer.
In dem auf EUR 171,8 Mio. brutto angepassten Gesamtbudget ist
ein Betrag von rd. EUR 5,6 Mio. enthalten (vgl. Beschluss des Rates
vom 28.06.2021, DS-211095, zum Abschluss einer
Ergänzungsvereinbarung mit dem Objektplaner und dem TGA-
Planer), der das bisherige Worst-Case-Szenario von EUR 166,2 Mio.
brutto (EUR 164.655.255,18 netto, siehe obige Tabelle) überschreitet
und im Haushalt 2023 f. zu veranschlagen ist.
Die Gutachtervereinbarung zwischen der Bundesstadt Bonn und NSA ist
abgeschlossen. Die Gutachter nehmen kurzfristig ihre Arbeit auf.
Bezüglich der Vereinbarung mit der Fa. Kofler konnte das SGB
inzwischen auf dem Verhandlungsweg erreichen, dass beide Parteien
aktuell wieder nach Lösungen für die Honorierung suchen mit dem Ziel
eine langfristige Honorargrundlage bis Projektende zu schaffen.
Welche konkreten finanziellen Auswirkungen sich aus den
abschließenden Honorarvereinbarungen sowie insbesondere z.T. stetig,
und stärker als bisher planbar, ansteigenden Materialkosten ergeben,
kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht zuverlässig bewertet werden.
Maßgebende Sachverhalte, die zu einer Veränderung der
Kostenprognose gegenüber den vergangenen Berichtszeitraum führen,
sind:
- Zuordnung der realistischen Risiken innerhalb derSeite 2 von 9
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Vergabeeinheiten nach Konkretisierung und Vorlage von
Mehrkostenforderungen durch ausführende Gewerke und
Planer/Berater/Gutachter
- Die Reserven für „Unvorhergesehenes“ wurden auf zusätzliche
Risiken aus Bauzeitverlängerung und baubetriebliche
Forderungen verteilt. Das Budget für „Unvorhergesehenes“ ist
damit vollständig aufgebraucht
Eine Kostenübersicht aller Gewerke liegt als Anlage 1 im
nichtöffentlichen Teil bei.
Vergaben:
Die Grafik (Stand: 11.10.2021) ist aus technischen Gründen als Anlage
beigefügt.
2) Termine:
Stand der Terminplanung
Der Basisterminplan vom 27.05.2020 wurde im Rahmen von
Terminplanungsrunden jeweils zum Monatsende einem Soll/Ist-Vergleich
unterzogen und entsprechend bis Februar 2021 aktualisiert. Aufgrund
der im März aufgetretenen wesentlichen Mängel, der
„Lastüberschreitung 4.OG“ sowie der weiter noch nicht abschließend
geklärten Brandschutzmaßnahmen einschließlich Entrauchung Großer
Saal, ist der Ausführungsterminplan auf dem kritischen Pfad, so dass
dieser bis zur Lösungsfindung nicht belastbar fortgeschrieben werden
kann.
Stand der Abstimmung neuer Vertragstermine
Die Abstimmungen über die grundsätzliche Realisierbarkeit des neuen
Terminplanes ist zwischen den Objektüberwachungen und den
vertraglich gebundenen Gewerken bereits im Rahmen der Aufstellung
des neuen Terminplanes erfolgt; die Vereinbarung neuer
Vertragstermine ist jedoch in der Regel auch verbunden mit
Baupreisanpassungen aufgrund der gegenüber den
Kalkulationsgrundlagen eingetretenen Bauzeitverschiebungen bei den
einzelnen Gewerken. Die von den vertraglich gebundenen Unternehmen
hierfür zu liefernden Nachweise werden durch den Bauherrn
gutachterlich geprüft und bewertet; regelmäßig wird ein Vorschlag auf
Grundlage des Gewerke-spezifischen Baupreisindexes desSeite 3 von 9
Seite 4
Bundesamtes für Statistik und des gegenüber den dem Bauvertrag
zugrundeliegenden Ausführungszeiträumen ausgearbeitet. Diese
Vorgehensweise ist mit dem Rechnungsprüfungsamt abgestimmt. In der
Folge legt die Verwaltung dem Rat -auch für die aktuelle Sitzungsfolge-
entsprechende Beschlussvorlagen für Budgetbereitstellungen zur
Preisanpassung in einzelnen Gewerken vor.
Die Vereinbarung neuer Termine erfolgt auf Grundlage einer zwischen
SGB und Projektsteuerung aufgestellten Prioritätenliste, die sich z.B. an
den Kriterien Auftragsvolumen und terminliche Priorität orientiert.
Derzeit ist die Vereinbarung verbindlicher Vertragstermine bis zur
endgültigen Klärung der terminlichen Auswirkungen der o.g.
wesentlichen offenen Planungsthemen wie z.B. Lastüberschreitung
4.OG sowie Entrauchung Saal zurückgestellt.
3) Qualitäten:
Stand der Baustelle und Ausblick
Übersicht Bauteile:
A = Haupttrakt mit Großem Saal
B = Eingangsbereich
C = Südtrakt mit Studio
D = Anbau Seminarräume (Forum Süd)
E = Büro (ehemaliges Wohnhaus)
F = Technikbauwerk
G = Gebäudehülle
Beton- und Stahlbetonarbeiten
Sämtliche Stahlbetonarbeiten sind abgeschlossen; derzeit lediglich noch
Mängelbeseitigung aus Feststellungen bei Teilabnahme. Weitere
Erfordernisse -deren Planung noch nicht finalisiert ist- wurden in einem
LV Rohbaurestarbeiten erfasst.
Tuffsteinfassade
Die Arbeiten sind im Wesentlichen abgeschlossen; die Komplettierung
der Sockelbereiche und der Fassade des Doppeltreppenhauses soll
noch in 2021 abgeschlossen werden.
Klinkerfassaden innen und außen
Steinaustausch und Austausch/Reparatur der Verfugung wurden Ende
Juli abgeschlossen.Seite 4 von 9
Seite 5
Flachdachabdichtungen
Die Arbeiten sind auf Grundlage des mit der Firma abgestimmten
Terminplanes weitgehend fertiggestellt.
Kuppeldach Großer Saal
Die Mängelbeseitigungsmaßnahmen an der Wärmedämmung der
Kuppel sind mittlerweile fertiggestellt und seitens des Sachverständigen
als mängelfrei testiert. Mit der Eindeckung des Kupferdaches wurde
begonnen. Die erforderlichen Arbeiten für Montageöffnungen zur
Einbringung von TGA-Großgeräten werden terminlich nachgezogen.
Leichtmetall-Fassadenarbeiten
Derzeit ausgeführt sind die neue Fensteranlage Südseite Bauteil B und
Westseite Bauteil A (Großes Foyer); es folgen die Nordseiten Bauteil B
und Bauteil A (Obergeschoß) sowie Bauteil E.
Estricharbeiten
Die terminkritischen Estricharbeiten sind ausgeführt; nach Überprüfung
der Festigkeiten der restlichen Bestandsrohböden und Festlegung der
qualitativ erforderlichen Maßnahmen sollen diese nunmehr - in
Abstimmung mit den angrenzenden Gewerken - fertiggestellt werden.
Zwischenzeitlich eingetretene Lieferverzüge aus dem Bereich Roh- und
Hilfsstoffe konnten behoben werden.
Putzarbeiten
Die Putzarbeiten sind bis auf Restbereiche überwiegend fertig gestellt.
Trockenbauarbeiten
Die Montage hat begonnen. Die Fortführung nach Fertigstellung weiterer
Vorleistungen erfolgt durch die Technikgewerke.
Überarbeitung Saaldecke
Die technisch erforderlichen Rohrdurchführungen für die Bühnentechnik
wurden im Hinblick auf Arbeitssicherheit planerisch optimiert und können
bei Wiederaufnahme der Montagetätigkeiten im Kuppelbereich montiert
werden.
Sanitär
Die Rohrleitungsmontagen und Unterputzinstallationen in den WC-
Bereichen werden aktuell durchgeführt.
Heizung / Kälte
Die Arbeiten in der neuen Zentrale im Bauteil F (unter dem Anlieferhof)
sind inklusive Rohrleitungsbau und Isolierungen abgeschlossen; die
Montagen in der Heizzentrale Bauteil A wurden begonnen.
Lüftung
Die Lüftungszentrale in Bauteil A ist weitgehend montiert und installiert.Seite 5 von 9
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Nach Klärung der Lastsituation im Kuppeltragwerk konnte die
Montageplanung hierfür wiederaufgenommen werden.
Elektro
Die Trassenmontagen und Kabelverlegungen in den Untergeschossen
wurden begonnen. Eine Netzersatzanlage in Bauteil F wurde eingebaut.
Brandschutz: Stand Klärung der Entrauchung des Großen Saals
Zur Klärung der noch offenen Fragestellungen hinsichtlich der
Entrauchungssimulation und der Entrauchungsquerschnitte in der
Rabitzdecke wurde ein zusätzlicher Gutachter beauftragt. Die
Ergebnisse der gutachterlichen Stellungnahme liegen vor und befinden
sich derzeit in der Auswertung und Abstimmung, die Detailausbildung
der Entrauchungsöffnungen durch die Planer wird final bearbeitet. Die
Planungsergebnisse werden sodann mit den zuständigen Behörden
abgestimmt.
Lastüberschreitung 4. OG
Zwischenzeitlich wurden die ersten Ergebnisse der statischen
Neuberechnung des Dachtragwerks durch den Tragwerksplaner
vorgelegt. Die Ergebnisse zeigen, dass mit zusätzlichen
Lasteinsparungen und Verstärkungsmaßnahmen an dem Stahlbau der
Lastabtrag wieder sichergestellt werden kann. Die notwendigen
Planungsleistungen inkl. Kostenangaben liegen vor. Die finale
Festlegung, welche der vier Varianten in Abwägung der statischen
Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit erforderlich sein wird, kann erst
getroffen werden, wenn die endgültigen Lasten feststehen.
Baugenehmigung: Stand Tektur
Die Tektur (= Anpassung des Bauantrages) befindet sich weiterhin in
Bearbeitung.
Vor Einreichung der Tektur ist insbesondere planerisch zu lösen:
 Platzierung der Schalldämpfer Bauteil D
 Entrauchung Großer Saal und Planung Fortlufthof
 Überlastung Dachtragwerk 4.OG
 Abgeschlossene Entrauchungssimulation
Die Themen befinden sich in Bearbeitung.
Anlage/nSeite 6 von 9
Seite 7
1 Anlage 1: Kostenübersicht aller Gewerke (nichtöffentlich)
2 Anzahl Vergaben (öffentlich)
3 Plan Beethovenhalle (öffentlich)Seite 7 von 9
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Seite 9 von 9

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Datenstand: 02.11.2026, 23:22 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de