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211924 · Mitteilungsvorlage

Wettbewerb Rheinuferpromenade - Masterplan Bonn 2.0

Nummer
211924
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
15.12.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 26.01.2022 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Rates 10.02.2022 Kenntnisnahme
  3. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 20.01.2022 Kenntnisnahme
  4. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 08.02.2022 Kenntnisnahme
  5. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 19.01.2022 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
211924
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Wettbewerb Rheinuferpromenade - Masterplan
Bonn 2.0
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 07.12.2021 Kenntnisnahme
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 23.11.2021 Kenntnisnahme
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 24.11.2021 Kenntnisnahme
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
25.11.2021 Kenntnisnahme
Rat 09.12.2021 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Der ausgelobte Wettbewerb zur Rheinuferpromenade DS-Nr. 210228 wurde mit
der Preisgerichtssitzung am 8. Oktober 2021 entschieden. Es wurden folgende
Preise vergeben:
1.Preis: Planorama Landschaftsarchitektur mit VCDB VerkehrsConsult
Dresden-Berlin GmbH
2.Preis: bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau mit ISAPLAN
Ingenieure
3.Preis: faktorgruen Landschaftsarchitekten BDLA Beratende Ingenieure
mit FICHTNER Water & Transportation GmbH
Anerkennung: Kraft.Raum Landschaftsarchitekten mit Abvi Ambrosius Blanke
Verkehr.infrastruktur
Das Preisgericht empfiehlt der Ausloberin einstimmig, die Arbeit des ersten
Preisträgers der weiteren Entwicklung der Aufgabe zu Grunde zu legen und
das Team des Beitrags zu beauftragen. Ferner empfiehlt das Preisgericht die
Weiterentwicklung des prämierten Beitrages unter Berücksichtigung der in der
Beurteilung formulierten kritischen Anmerkungen.
Gemäß der Auslobung und der Bekanntmachung des VgV-Verfahrens
verhandelt die Verwaltung mit dem ersten Preisträger die weitere
Leistungserbringung. Auf Grund der Höhe des Auftrags wird die Verwaltung die
Beauftragung der Politik zum Beschluss vorlegen.
Für das weitere Verfahren liegt ein beschlossenes Beteiligungskonzept vor. Die
weiteren Schritte werden im Weiteren konkretisiert und präzisiert. Die vom
Preisgericht kritisch angemerkten Punkte sind im Weiteren durch das
beauftragte Büro zu bearbeiten.Seite 1 von 15
Seite 2
Die im weiteren vorliegenden Planungen der einzelnen Bauabschnitte werden
zur Förderung im Rahmen des Masterplans Bonn Innere Stadt 2.0 für die
Städtebauförderung eingereicht.
Anlage/n
2 Wettbewerb Rheinufer - Protokoll des Preisgerichts (öffentlich)Seite 2 von 15
Protokoll zur Preisgerichtssitzung des Wettbewerbs „Neugestaltung der Rheinuferpromenade der Bundesstadt Bonn“
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Wettbewerb zur Neugestaltung der Rheinuferpromenade
der Bundesstadt Bonn
Realisierungswettbewerb nach RPW 2013
Protokoll der Preisgerichtssitzung
Termin: 08.10.2021, 09:30 – 18:10 Uhr
Ort: Präsenzveranstaltung im AMERON Hotel Königshof
1. Konstituierung des Preisgerichts durch die Ausloberin
1.1. Feststellung der Vollzähligkeit des Preisgerichts
Das Preisgericht tritt um 9:40 Uhr zusammen. Für die Ausloberin begrüßt Frau Stottrop von der
ARGE Stottrop-Stadtplanung + Drey die Mitglieder des Preisgerichts und stellt im Anschluss
die Preisrichter*innen namentlich fest.
Es sind erschienen:
Als Fachpreisrichter*innen:
1. Herr Prof. Gerd Aufmkolk, Landschaftsarchitekt
2. Frau Prof. Ulrike Beuter, Landschaftsarchitektin
3. Frau Gisela Stete, Verkehrsplanerin
4. Herr Prof. Rolf Westerheide, Architekt/ Stadtplaner, Vorsitzender Gestaltungsbeirat
Bundesstadt Bonn
5. Herr Helmut Wiesner, Dezernent für Planung, Umwelt und Verkehr der Bundesstadt
Bonn
Als Sachpreisrichter*innen:
6. Frau Katja Dörner, OB Bundesstadt Bonn
7. Herr Rolf Beu, Fraktion DIE GRÜNE
8. Herr Arno Hospes, CDU-Fraktion
9. Herr Jochen Reeh-Schall, SPD-Fraktion
10. Herr Holger Schmidt, Fraktion DIE LINKE
11. Herr Dr. Jonas Reuter, Klimabeirat der Bundesstadt BonnSeite 3 von 15
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Als stellvertretende Fachpreisrichter*innen:
12. Herr David Baier, Leiter des Amtes für Umwelt und Stadtgrün der Bundesstadt Bonn
13. Herr Dr. Thomas Baum, Verkehrsplaner/Stadtplaner
14. Herr Dr. Carlo W. Becker, Landschaftsarchitekt
15. Frau Petra Denny, Leiterin Stadtplanungsamt Bundesstadt Bonn
Als stellvertretende Sachpreisrichter*innen:
16. Herr Alois Saß, SPD-Fraktion (Anwesend seit 15:00 Uhr)
17. Herr Frank Fremerey, Fraktion VOLT
Als Beratende:
18. Frau Victoria Appelbe, Amt für Wirtschaftsförderung
19. Herr Dr. Joachim Bauer, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln
20. Frau Dr. Birgit Schneider-Bönniger, Beigeordnete für Kultur und Sport
21. Herr Helmut Haux, Verkehrsplanung
22. Frau Kerstin Hemminger, Stadtplanungsamt
23. Herr Konstantin Walter, Verkehrsplanung
Als Vorprüfende:
24. Frau Sandra Paul, Amt für Umwelt und Stadtgrün
25. Frau Melanie Schulte, Stadtplanungsamt
26. Frau Kirsten Sump, Amt für Umwelt und Stadtgrün
27. Herr Markus Walter, Stadtplanungsamt
28. Frau Prof. Christl Drey, ARGE Stottrop Stadtplanung + Drey, Verfahrensbetreuung
29. Frau Regina Stottrop, ARGE Stottrop Stadtplanung + Drey, Verfahrensbetreuung
30. Frau Anne Russell, ARGE Stottrop Stadtplanung + Drey, Verfahrensbetreuung
31. Frau Leena Middendorf, ARGE Stottrop Stadtplanung + Drey, Verfahrensbetreuung
Entschuldigt waren:
Als Fachpreisrichter*innen
Herr Dr. Michael Baier, Verkehrsplaner
Frau Ina Bimberg, Landschaftsarchitektin, Mitglied Gestaltungsbeirat der Bundestadt BonnSeite 4 von 15
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Vertretungsregelung
Es wird folgende Vertretungsregelung festgelegt:
Herr Dr. Thomas Baum übernimmt die Vertretung für Herrn Dr. Michael Baier
Herr Dr. Carlo Becker übernimmt die Vertretung für Frau Ina Bimberg
Frau Stottrop bestätigt für die Ausloberin die Vollzähligkeit des Preisgerichts und leitet die
Wahl der*s Vorsitzenden ein.
1.2. Wahl des Vorsitzes
Die Ausloberin schlägt Herrn Prof. Aufmkolk als Vorsitzenden des Preisgerichtes vor. Aus dem
Kreis der Juror*innen wird Prof. Aufmkolk einstimmig bei eigener Enthaltung zum Vorsitzenden
des Preisgerichtes gewählt. Der Vorsitzende bestimmt als Protokollführerin das Büro Stottrop
Stadtplanung.
1.3. Versicherung zur vertraulichen Behandlung
Alle zu der Preisgerichtssitzung zugelassenen Personen geben die Versicherung zur
vertraulichen Behandlung der Beratungen. Sie erklären weiter, dass sie bis zum Tage der
Sitzung des Preisgerichts weder Kenntnis von einzelnen Ergebnissen erhalten noch mit
Teilnehmer*innen einen Meinungsaustausch über die Aufgabe geführt haben.
2. Grundsatzberatung
2.1. Bericht der Vorprüfung
Der allgemeine Bericht der Vorprüfung lautet: neun der zwölf zur Teilnahme eingeladenen
interdisziplinären Planungsteams haben ihre Arbeiten eingereicht. Alle Arbeiten wurden
fristgerecht eingereicht. Die Anonymität wurde in allen Arbeiten gewahrt. Die
Verfassererklärungen liegen in verschlossenen Umschlägen vor.
Die geforderten Leistungen mit den entsprechenden Unterlagen wurden im Wesentlichen
erbracht und die Pläne und Grafiken stimmen überein. Das detaillierte Ergebnis wird jeder
Preisrichterin und jedem Preisrichter schriftlich in Form des Vorprüfberichts zur Verfügung
gestellt.Seite 5 von 15
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2.2. Entscheidung über die Zulassung der Arbeiten
Das Preisgericht stellt auf der Grundlage des Vorprüfberichtes die wettbewerbsfähigen
Arbeiten mit dem folgenden Ergebnis fest: Alle neun Wettbewerbsarbeiten verbleiben im
Verfahren.
3. Bewertung der Arbeiten
3.1. Informationsrundgang / Vorprüfergebnisse
Das Büro Stottrop Stadtplanung stellt die Wettbewerbsarbeiten ausführlich und wertungsfrei
in einem Informationsrundgang vor den Wettbewerbsarbeiten vor und benennt die Ergebnisse
der Vorprüfung.
Der Informationsrundgang endet um 12:30 Uhr.
Herr Schmidt verlässt die Sitzung und übergibt sein Stimmrecht an Herrn Fremery.
3.2.1. Wertungsrundgang
Der erste wertende Rundgang beginnt nach der Mittagspause um 13:15 Uhr.
Die Wettbewerbsarbeiten werden kritisch beurteilt und auf grundsätzliche Mängel untersucht.
Es werden keine Arbeiten im ersten Rundgang ausgeschieden.
Der erste wertende Rundgang endet um 13:55 Uhr.
Herr Beu verlässt die Sitzung und übergibt sein Stimmrecht an Herrn Baier.
Auch Herr Reeh-Schall verlässt die Sitzung und übergibt sein Stimmrecht an Frau Denny.
3.3 2. Wertungsrundgang
Im zweiten Rundgang werden ab 14:20 Uhr die Entwürfe auf ihre besonderen Vorzüge
untersucht und gemeinsam besprochen, um die weiterführenden Arbeiten zu ermitteln.
Unter kritischer Kontrolle und detaillierter Diskussion der einzelnen Arbeiten im Hinblick auf
die übergeordneten Kriterien werden folgende Entwürfe ausgeschieden (Ausscheiden:
Verbleib):
Nr. 1011 (13:0)
Nr. 1013 (13:0)
Nr. 1014 (8:5)
Nr. 1015 (11:2)Seite 6 von 15
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Nr. 1018 (13:0)
Der zweite wertende Rundgang endet um 15:45 Uhr.
Frau Dörner verlässt die Sitzung und übergibt ihr Stimmrecht an Herrn Saß.
3.4. Engere Wahl
Es verbleiben somit die folgenden vier Arbeiten in der engeren Wahl:
Nr. 1010
Nr. 1012
Nr. 1016
Nr. 1017
3.4 . Antrag auf Rückholung
Aus den Reihen der Preisrichter*innen wird die Rückholung des Entwurfes Nr. 1014 beantragt.
Das Preisgericht entscheidet mehrheitlich mit der folgenden Stimmverteilung (Ausscheiden:
Rückholung):
Nr. 1014 (8: 5)
den Antrag abzulehnen.
Auf Vorschlag des Vorsitzenden werden für alle neun Arbeiten schriftliche Beurteilungen
verfasst. Die Beurteilungstexte der ausgeschiedenen Arbeiten werden von den Vertreter*innen
des Preisgerichts vorgetragen und gemeinsam verabschiedet.
Nach einer Kaffeepause beginnt um 16:50 Uhr die Verlesung der Beurteilungstexte der
Arbeiten der engeren Wahl durch die Vertreter*innen des Preisgerichts. Auch diese werden
gemeinsam verabschiedet.
3.5. Festlegung der Rangfolge
Die Rangfolge der im Verfahren verbliebenen Arbeiten wird wie folgt abgestimmt
(Zustimmung: Ablehnung):
1. Rang Nr. 1012 (13:0)
2. Rang Nr. 1016 (7:6)
3. Rang Nr. 1010 (7:6)
4. Rang Nr. 1017 (12:1)Seite 7 von 15
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3.6. Festlegung der Preise
Das Preisgericht entscheidet einstimmig, dass die Preise der Rangfolge entsprechen. Folgende
Prämierungen werden festgelegt:
1. Preis Nr. 1012
2. Preis Nr. 1016
3. Preis Nr. 1010
Anerkennung Nr. 1017
Die Wettbewerbssumme in Höhe von 70.000 EUR wird entsprechend der festgelegten Preise
einstimmig wie folgt neu verteilt:
1. Preis 31.000,- EUR
2. Preis 19.500,- EUR
3. Preis 12.000,- EUR
Anerkennung 7.500,- EUR
4. Empfehlung des Preisgerichts an die Ausloberin
Das Preisgericht empfiehlt der Ausloberin einstimmig, die Arbeit des ersten Preisträgers der
weiteren Entwicklung der Aufgabe zu Grunde zu legen und das Team des Beitrags zu
beauftragen. Ferner empfiehlt das Preisgericht die Weiterentwicklung des prämierten Beitrages
unter Berücksichtigung der in der Beurteilung formulierten kritischen Anmerkungen.
5. Abschluss der Preisgerichtssitzung
5.1. Feststellung der Verfasser*innen
Nach der Öffnung der Umschläge werden die Namen der Verfasser*innen wie folgt festgestellt:
1010: faktorgruen Landschaftsarchitekten BDLA Beratende Ingenieure, Freiburg mit FICHTNER
Water & Transportation GmbH, Freiburg
1011: Greenbox Landschaftsarchitekten PartGmbB, Köln mit BPR Dipl.-Ing. Bernd F. Kuenne &
Partner, Köln
1012: Planorama Landschaftsarchitektur, Berlin mit VCDB VerkehrsConsult Dresden-Berlin
GmbH, DresdenSeite 8 von 15
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1013: Lohaus Carl Köhlmos PartGmbB, Hannover mit SHP Ingenieure, Hannover
1014: scape Landschaftsarchitekten GmbH, Düsseldorf mit Fischer Teamplan Ingenieurbüro
GmbH, Erftstadt
1015: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Köln mit Lindschulte Ingenieurgesellschaft
mbH, Düsseldorf
2016: bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau, Berlin mit ISAPLAN Ingenieur,
Leverkusen
1017: Kraft.Raum Landschaftsarchitekten, Düsseldorf mit Abvi Ambrosius Blanke
Verkehr.infrastruktur, Bochum
1018: Planstatt Senner GmbH, Überlingen mit Breinlinger Ingenieure Tiefbau GmbH, Tuttlingen
5.2. Entlastung Vorprüfung
Der Vorsitzende entlastet die Vorprüfung und bedankt sich für die sorgfältige Vorbereitung
und Durchführung der Sitzung. Er dankt den Preisrichterinnen und Preisrichtern für die gute,
engagierte und konstruktive Zusammenarbeit. Herr Prof. Aufmkolk gibt den Vorsitz mit Dank
an die Ausloberin zurück und wünscht der Ausloberin viel Erfolg bei der Umsetzung.
5.3. Abschluss der Sitzung
Herr Wiesner bedankt sich bei Herrn Prof. Aufmkolk, den Vertreter*innen der Bundestadt Bonn
und allen Mitgliedern des Preisgerichtes für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und schließt
gegen 18:10 Uhr die Sitzung.Seite 9 von 15
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Schriftliche Beurteilungen der Arbeiten:
1012 (1. Preis)
Die Erhaltung und Ergänzung vegetativer Baumbestände, die Fortsetzung der vorgefundenen
Linearität sowie das Herausarbeiten der räumlichen Besonderheiten werden in einem
spannenden Entwurf integriert. Die Verbindung von Uferbereich und hereinführenden
Stadtstrukturen wird durch unterschiedliche Gestaltsprache vorgenommen. Die durchgängige
neue Fahrradstraße dient erfreulicherweise auch zur Aufnahme der im Wettbewerb geforderten
Erschließungs- und Anlieferungsnotwendigkeiten. Die Definition der Verbindung als
Radschnellweg ist nicht zielführend. Jedoch ist die Führung in Bereichen der Plätze
(Langsamverkehr) noch nicht ausreichend durchgearbeitet. Gewürdigt wird von der Jury der
durchgängig glatte Asphaltbelag. Kontrovers wird diskutiert, ob aus funktionalen
Gesichtspunkten die Platzzäsuren besonders geschwindigkeitsreduziert, quasi als Stopper,
herausgearbeitet werden sollten. Die Neuinterpretation des Opernplatzes und die Inszenierung
der Treppe zum Rheinufer werden als eine sinnvolle Geste zur Integration der Höhenniveaus
und als Chance zur Verbindung zwischen Innenstadt und Rheinufer begrüßt. Allerdings wird
der hohe Aufwand wegen des Eingriffs in die Operngarage angemerkt. . Die frei polygonalen
Baumscheiben begrenzen nach wie vor den Raum am Uferstreifen der Opernanlage. Die
abweichende Formsprache der erhaltenen Baumfelder in diesen Abschnitt gibt der ansonsten
strengen, robusten Gradlinigkeit eine besondere Betonung. Der Endpunkt der Ausbaustufe des
Wettbewerbsgebiets mit dem Rheinpavillon ist mit dem Nutzungsangebot sehr gut gelungen.
Vielen der in der Bürgerveranstaltung angeregten Nutzungsbausteine fehlt in dem Entwurf
noch eine Positionierung. Die Jury bemängelt, dass die wassergebundene Wegeführung in den
linearen Baumfeldern mit 3,5 Metern deutlich zu gering ausfällt.
Der auf Nachhaltigkeit der Grünstruktur angelegte Gestaltungsansatz, der neben Wiese auch
auf ein artenreiches Spektrum in den Pflanzstrukturen setzt, wird besonders geschätzt. Den
Aspekten der Nachhaltigkeit wird in der Arbeit ein besonderer Schwerpunkt gesetzt, Einsatz
von Energiereduzierten Lampen, wiederverwendbare Materialien, robuste heimische und
fremde Bäume etc.
Insgesamt entsteht mit den unterschiedlichen Gestaltungsbausteinen und den Qualitäten
verschiedener Aufenthalts- und Begegnungsräume ein robuster, entwicklungsfähiger Beitrag.
1016 (2. Preis)
Die Rheinpromade wird als ein zusammenhängender Uferbogen verstanden, der trotz seiner
Unterschiedlichkeiten als eine Einheit gestaltet wird. In Teilabschnitten reagiert der Entwurf
dabei wiederum auf die städtebaulichen Unterschiedlichkeiten und verschiedenen
Bestandsituationen. Damit wird eine Neuordnung erreicht, die sich aus dem Bestand heraus
entwickelt.Seite 10 von 15
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Eine besondere Stärke entwickelt der Entwurf, indem er sowohl stadträumlich als auch visuell
die Beziehungen zur bestehenden Stadt aufnimmt und so diese aus der Tiefe des Raumes bis
an das Wasser führt. Dies bildet sich auch im Belag der Schnittstellen ab. Auch ohne die
geplanten Balkone an diesen Orten funktioniert dieses Gestaltkonzept (Eingriff in die
Bundesschifffahrtsstraße).
Der Entwurf unterscheidet Stadt und Uferband und kommt damit zu einer klaren
Raumstrukturierung.
In dem landseitigen Stadtband werden die verkehrlichen Funktionen aufgewickelt. Die
Fahrradstraße nimmt auch den notwendigen Andienungsverkehr auf. Dabei wird deutlich, dass
dieser untergeordnet ist und das Ufer nicht durchgängig befahren kann. Abschnittsweise
werden Baumpflanzungen ergänzt und der Grünanteil im Bereich ehemaliger Verkehrsflächen
erhöht.
Das Uferband ist den Fußgängern und dem Aufenthalt vorgehalten. Es wird mit den geplanten
Intarsien ein robustes Raumgerüst geschaffen, das flexibel entwickelbar ist. Sie werden für
Sport, Bewegung, Wasserspiel, Treffen, Entspannung oder Sicherung historischer
Gartenelemente und Erhöhung des Grünanteils genutzt. Inwieweit die wassergebundene
Decken der Alleenabschnitte in ihrem Grünanteil erhöht werden sollen, werden kritisch
gewürdigt.
Kritisch wird bei der Arbeit gesehen, dass der Höhensprung zwischen Oper und der Promenade
nicht als Chance genutzt wird, um den Freiraumbezug herzustellen (z.B. über eine Freitreppe
vom geplanten Opernplatz zur Promenade).
Die Verwendung der Beläge ist nicht immer eindeutig dargestellt.
Die Anforderungen der Klimaanpassung werden in das Konzept integriert, der Grünanteil
erhöht, Schattenplätze geschaffen. Das Regenwasser wird als Ressource genutzt, um Bäume
und Grünflächen zu bewässern. Damit werden Prinzipien der Schwammstadt berücksichtigt.
Zusammenfassend ist festzustellen:
Mit dem Entwurf gelingt es den Verfasser*innen, eine robuste und überzeugende
Raumstruktur, die auch Spielräume für die weitere Entwicklung ermöglicht, zu entwickeln. Es
gelingt mit den vielfältigen und gut platzierten Interventionen eine gestalterisch überzeugende
Lösung für die Rheinpromenade.
1010 (3. Preis)
Die Arbeit zeichnet sich durch eine klare Haltung aus, die sehr deutlich die Stadtstruktur als
Taktgeber für das Rheinufer nutzt und jeweils den Blick aus der Stadt auf den Rhein öffnet. Es
wird sehr begrüßt, dass die Vernetzung mit der Stadt gesucht wird und Niederschlag in den
Verknüpfungspunkten findet. Die Jury bezweifelt jedoch, ob die Baumreihen in den teilweise
engen Straßenräumen realisiert werden können.Seite 11 von 15
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Diese konsequente Haltung ist auch in der Strukturierung der Promenade erkennbar, die die
vorhandenen Sequenzen von Alleeabschnitten und Platzsituation an den besonderen Orten
gestalterisch weiterentwickelt.
Die Promenade wird als Einheit von der Stadtkante bis zum Rheinufer begriffen und damit
deutlich aufgewertet. So werden Rad- und evtl. notwendige Anlieferungsverkehre über eine
schlanke "Fahrradstraße" an der Stadtkante entlang organisiert, die deutlich untergeordnet
über die besonderen Platzbereiche geleitet wird. Ob lediglich ein Belagswechsel als
Aufmerksamkeitszeichen an diesen belebten Orten ausreicht, wurde jedoch hinterfragt. Auch
wurde eine mögliche Befahrbarkeit des Opernabschnitts kritisch gesehen. Die Darstellungen
für den fließenden Individualverkehr sind nicht deutlich erkennbar.
Der gewonnene Raum auf der Promenade wird, besonders im Hinblick auf die gewünschte
Klimaverbesserung, optimal genutzt, indem auf der Westseite die Neupflanzung einer weiteren
Baumreihe im Bereich der Alleen vorgesehen ist. Zudem wird in den Platzbereichen vor den
Solitärbauten die lockere Bepflanzung zur Schattierung des Raumes verstärkt und so
besondere Atmosphären erzeugt. Gleichzeitig werden diese Platzbereiche zu attraktiven
Aufenthalts- und Spielorten.
Dies zeigt sich besonders deutlich an der Oper, die als wichtiger Attraktor durch eine
großzügige, baumbestandene Treppenanlage mit der Promenade verbunden wird und so eine
vorzügliche Tribüne für den Blick auf das Geschehen auf dem Platz mit seinem Fontänen- bzw.
Nebelfeld bildet. Diese Schwerpunktsetzung verstärkt zudem die hier vorhandene sehr gute
Anbindung an die Innenstadt. So sehr diese Verknüpfung durch die Treppenanlage auch
begrüßt wird, bleibt dennoch die Frage, ob der hierfür notwendige starke Eingriff in die
Substanz gerechtfertigt ist.
Die untere Mauer, die zu einer starken Teilung der Promenade führt, wird mit einer weiteren
Stufenanlage mit Holzauflagen überspielt und schafft so eine stärkere Verknüpfung der
Promenadenbereiche.
Der Lennégarten wird respektiert und bildet mit der zentralen Fontäne den Focus des Zugangs
vom alten Zoll.
Die Alleenbereiche werden als Flaniermeile mit bereichsweise begleitenden Stauden-und
Gräserstreifen in ihrer Linearität betont, gleichzeitig durch Sitzstufen auf das Rheinufer
ausgerichtet. So entstehen auch an den Alleen attraktive Aufenthaltsbereiche.
Insgesamt bietet die Arbeit ein solides Konzept für die Transformation der Promenade in einen
zeitgemäßen Begegnungs- und Aktionsraum.
1017 (Anerkennung)
Die Arbeit zeichnet sich durch ein klares lineares Konzept aus, das durch eindeutig ablesbare
Raumfolgen Bezüge zur bestehenden Stadtstruktur schafft. Diese unterschiedlichen
Stadträume weisen spezifische Qualitäten auf, die stark an die angrenzenden NutzungenSeite 12 von 15
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anknüpfen. Im Bereich der Innenstadt gestalten sich die Räume kleinteiliger, im Norden und
Süden werden größere Strukturen mit einem höheren Vegetationsanteil vorgesehen.
Der Entwurf lässt eine intensive Beschäftigung mit den Anregungen aus der Bürgerbeteiligung
erkennen. zahlreiche Nutzungsideen finden Eingang in die Arbeit, wirken jedoch in ihrer
Anordnung willkürlich.
Durch flankierende Bepflanzungen zum Promenadenbereich erfährt das Rheinufer eine starke
Separation zwischen befahrbaren Bereichen und Flächen mit hoher Aufenthaltsqualität für
Fußgänger*innen. Die großzügige Promenade direkt am Rhein wird somit in ihrer Funktion als
Verweil- und Erholungsort gestärkt.
Eine Fahrradstraße ermöglicht eine Anbindung der Flächen für alle Verkehrsarten von Süden
kommend bis zum Uniclub. Nach Norden schließt sich ein separater Radweg sowie in
Teilbereichen eine zusätzliche Fahrstraße, teilweise mit Anwohnerparken, an. Die Jury bewertet
dieses MIV-bezogene Konzept negativ. Die Kreuzungspunkte dieses Verkehrsbandes mit den
Fußgänger*innen auf den Platzflächen werden wegen ihrer durchgängigen Gestaltung kritisch
gesehen.
Die starke Geste der breiten Freitreppe an der Oper als Tribüne wird in der Gestaltung der
Rasenfläche vor der Oper nicht aufgegriffen und lässt eine klare Orientierung in diesem Bereich
vermissen. Die genaue Ausgestaltung der Freitreppe bleibt unklar. Zudem weist die Jury auf
den hohen Aufwand in Bezug auf den Eingriff in die Operngarage hin.
Die Jury kritisiert die Gestaltung der südlichen Bereiche, in denen eine klare Strukturierung
fehlt. Insgesamt stellt die Arbeit ein solides Gerüst für die Aufgabe dar, kann jedoch
insbesondere in Bezug auf das starke Separationsprinzip nicht in Gänze überzeugen.
1011
Die Grundidee der Arbeit mit der Unterteilung der Rheinuferpromenade in sogenannte
Sequenzen mit Taktgebern als bestimmende Elemente wird gewürdigt. Allerdings überzeugen
die daraus abgeleiteten Gestaltungselemente nur eingeschränkt. Auch die Idee einer Arena im
Bereich des Opernplatzes (Ideenteil) wird kritisch gesehen. Am zentralen Taktgeber Opernplatz
wird die bestehende Treppenlage vom Platz zum Rhein zurückhaltend mit Sitzstufen erweitert,
was angesichts der Geste einer großen Kulturbühne unzureichend erscheint.
Die Ausbildung von zwei Bändern für eine konsequente Trennung von Fuß- und Radverkehr
(Rheinseitig Fußverkehr, Stadtseitig Radverkehr) mit Bewegungs- und Aufenthaltsräumen
zwischen den Baumalleen ist richtig. Nicht gut gelöst ist die Gestaltung der
Radverkehrsführung im Bereich der Plätze. Die Unterbindung einer durchgehenden
Befahrbarkeit mit Kfz über Schleifen ist ein richtiger Ansatz bei dem die Potenziale allerdings
nicht vollständig ausgeschöpft sind.Seite 13 von 15
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1013
Die Arbeit zeichnet sich dadurch aus, dass sie als „Kontinuum“ der gesamten Rheinpromenade
– zwar mit unterschiedlichen Materialien, aber in gleicher Farbgebung der wassergebundenen
Bereiche – eine durchgängige Gestaltung bzw. Linie geben will.
Die als „Zäsuren“ bezeichneten Orte, wie Oper, Alter Zoll etc. werden in ihrer Funktion als
Gelenke und Anbindung an die angrenzenden Stadtstrukturen nur unzureichend ausformuliert
bzw. gestaltet. Während der Platz mit dem Pavillon der KD gar nicht dargestellt wird, ist der
Bereich an der Oper problematisch. Die breite Staudentreppe mit der Rutsche vermag nicht zu
überzeugen. Der vorgeschlagene Übergang zwischen Treppe und Radweg löst den Konflikt
zwischen Radfahrenden, rutschenden Kindern und Fußgänger*innen nicht überzeugend.
Die Verkehre werden straßenverkehrsrechtlich wohl über eine Fahrradstraße abgewickelt, die
teilweise Radschnellweg sein soll. Die Strecke wird an den „Zäsuren“ durch „shared spaces“
unterbrochen, was kritisch bewertet wird und insbesondere im Bereich des Ideenwettbewerbs
an der Oper, die oben benannten Konflikte erzeugt.
Die Arbeit nimmt die Chance zur Entsiegelung nicht wahr und leistet keinen besonderen
Beitrag zur klimaresilienten Stadtentwicklung.
1014
Die Verfassenden der Arbeit 1014 stellen deren Wettbewerbsbeitrag unter die Überschrift
„Urbanität und Flusslandschaft“. Dabei werden unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte an
verschiedenen Teilräumen des Rheinufers gesetzt. Diese leiten sich, wie beispielsweise die
Unterbringung von Spiel-/ Bewegungsanlagen und Wasserangeboten zwischen Oper und
Altem Zoll, direkt von der umfangreichen Bürgerbeteiligung im Vorfeld ab. Diese
Wertschätzung der Grundlagen und Beschäftigung mit der planerischen Umsetzung wird
seitens des Preisgerichts ebenso positiv hervorgehoben wie der sehr hohe, ausdifferenzierte
Grün- und Entsiegelungsanteil im gezeigten Wettbewerbsbeitrag. Im Rahmen dessen wird
zudem der sorgsame Umgang mit den Bestandsbäumen als wichtiges Element, u. a. im Rahmen
der dringend gebotenen Klimaanpassung, lobend erwähnt, ebenso die Anbindung der
Innenstadt über den Opernvorplatz im Ideenteil. Die dargestellte Verkehrslenkung der
Radfahrenden über einen so genannten „Fahrradhighway“ mit der Erfordernis eines zweiten
Erschließungsweges, u .a. für den erforderlichen Anliegerverkehr, in der gezeigten Form parallel
zum Radweg wird jedoch als nicht zielführend und Schwäche der Arbeit erkannt. Darüber
hinaus erscheint die komplette Überplanung des vorhanden Lennégartens dem Preisgericht
als unpassend und unbedingt zu vermeiden. Eine lineare, erkennbare, gestalterische
Vernetzung über den gesamten Planungsraum ist zudem nicht klar genug als tragendes
Gesamtgerüst des Wettbewerbsbeitrags zu erkennen.
1015Seite 14 von 15
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Die Grundidee der Arbeit, einer Dreiteilung der Promenade, bei der das „Grüne Band“ die
Flaniermeile am Wasser von dem Radschnellweg entlang der Stadtseite trennt, wird im
Grundsatz begrüßt, allerdings vermag ihre Ausgestaltung nicht zu überzeugen.
Wichtige Wegeverbindungen werden erkannt, jedoch durch die Entscheidung für einen
„Radschnellweg“ durch dessen Trasse unterbrochen. Die Jury wertet dies als erhebliche
Trennung der Promenade von der Innenstadt.
Stadträumlich wird aufbauend auf dem Baumbestand vor allem die Treppenanlage auf das
Opernplateau mit einem erkennbaren Eingriff in die Konstruktion der Tiefgarage konzipiert.
Die benannte Rampe zur Herstellung eines barrierefreien Platzes vor der Oper wird als starker
Eingriff in die Gestaltung der Ufermauer gewertet. Gestaltungsansätze, wie die Begrünung der
Bereiche unter den Alleebäumen und die Balkone am Rhein, können ebenso wenig
überzeugen.
1018
Das Gesamtkonzept dieses Entwurfs ist nachvollziehbar und auch tragfähig, Die Baumalleen
bilden das Grundgerüst und werden zum Teil noch erweitert. Die Uferräume vor den
Solitärbauten erhalten eine eigene, auf die Nutzung bezogene Gestaltung.
Jedoch ist nicht nachvollziehbar warum die verkehrliche Anordnung und die konkrete
Ausgestaltung der Verkehrstrassen nicht diesem Gesamtkonzept folgen. Durch die separate
Ausweisung eigener und voneinander getrennter Trassen wird das Potential des Gesamtraums
nicht ausgenutzt. Zudem wird die Chance zur Verbindung des Opernvorplatzes mit dem
Rheinufer nicht erkannt.
Die Ausweisung von Nutzungsfunktionen ist nicht nachvollziehbar und scheint noch nicht
ausreichend detailliert und ausgearbeitet zu sein. So stellt sich auch die Frage, warum im Süden
ein Bereich als „Rhein-Mangroven“ ausgewiesen wird. Im Sinne einer Nachhaltigen
Ausgestaltung, hätte erwartet werden können, dass das Thema Regenwasserversickerung im
Gesamtbereich hätte Anwendung finden sollen.
Die unzureichende Detaillierung, der das Gesamtkonzept stützenden Elemente, zeigt sich in
den fehlenden Aussagen zur Materialität der Bodenbeläge, die jedoch für die Gestaltung der
neuen Uferpromenade von großer Bedeutung gewesen wären.Seite 15 von 15

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Datenstand: 03.11.2026, 10:44 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de