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211828 · Beschlussvorlage

„Transformation Stadtmuseum Bonn“ – Konzept zum Mitwirkungsprozess

Nummer
211828
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
18.10.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sondersitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 03.11.2021 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung 29.10.2021 Anregung
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  1. 211828-01 „Transformation Stadtmuseum Bonn“ – Konzept zum Mitwirkungsprozess

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Beschlussvorlage
öffentlich
211828
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
41 Kulturamt
Dezernat:
Dez. IV
„Transformation Stadtmuseum Bonn“ – Konzept
zum Mitwirkungsprozess
Beratungsfolge
Beirat Bürgerbeteiligung 29.10.2021 Anregung
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
03.11.2021 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Dem vorgelegten Beteiligungskonzept wird zugestimmt.
Begründung
Mit Stellungnahme der Verwaltung (201936-01 ST) vom 10. Dezember 2020
hat die Dezernentin für Sport und Kultur dem Rat der Bundesstadt Bonn und
dem Kulturausschuss den Prozess für eine Neukonzeption des Stadtmuseums
vorgestellt.
In seiner Sitzung vom 28. Juni 2021 hat der Rat der Bundesstadt Bonn das
weitere Vorgehen zur Umnutzung des Viktoriakarrees in einem
Grundsatzbeschluss verabschiedet (210953-03 ST). Die Verwaltung wurde
beauftragt, den politischen Gremien Vorschläge für einen neuen adäquaten
dauerhaften Standort des Stadtmuseums zeitnah vorzulegen. Die Suche nach
einem neuen dauerhaften Standort für das Institut wird durch die
Kulturverwaltung mit Nachdruck betrieben und erste Ergebnisse sollen den
Gremien zeitnah vorgestellt werden.
Für das Stadtmuseum Bonn soll entsprechend der Stellungnahme vom
10.12.2020 eine Neukonzeption erarbeitet werden, mit der die Attraktivität des
Museums erhöht wird und möglichst viele Menschen für lebendige
Geschichtsarbeit begeistert werden, beispielsweise durch ein erweitertes
Themenspektrum oder interaktive Angebote. Dazu gehört auch die
grundlegende Neukonzeption der Dauerausstellung, die aktuell in ihrer Form
auf die 1990er Jahre zurückgeht.
Das Stadtmuseum 41-5 benennt hierzu eine Projektleitung und koordiniert die
Bürgerbeteiligung.
Das Thema der Beteiligung ist die Neugestaltung des Stadtmuseums Bonn als
modernes kulturhistorisches Museum mit partizipativer Ausrichtung.Seite 1 von 31
Seite 2
Sammlungsschwerpunkte, inhaltliche Ausrichtung, Leitbild und Themensetzung
der neuen Dauerausstellung sind Bestandteil des Beteiligungsprozesses. Dabei
wird auch die gesellschaftliche Relevanz der Institution und ihre Aufgaben
innerhalb der Stadtgesellschaft diskutiert. Das Stadtmuseum ist sich bei der
Wahl seiner Themen und Präsentationen seines pluralistischen Publikums
bewusst, denn es will als kommunale Einrichtung eine möglichst breite
Öffentlichkeit ansprechen. Kinder und Jugendliche mit verschiedenen sozialen
und kulturellen Hintergründen sind eine besonders wichtige Zielgruppe des
Museums. Partizipation, Integration und Inklusion sind Grundprinzipien des
Stadtmuseums.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.04 1.04.08 1.41.50.04.08.01 Sammlung
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
60.000 EUR 141500408 /
72.1000
2021
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
60.000 EUR
Anlage/n
1 Beteiligungskonzept Transformation Stadtmuseum Bonn (öffentlich)Seite 2 von 31
Seite 3 von 31
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2
Wir gestalten das Stadtmuseum Bonn neu! Mit einer tiefgreifenden Transformation
möchten wir das Museum zu einem Ort von allen Bonner*innen für alle Bonner*innen
machen, der im gleichberechtigten Dialog zeigt, wie Bonn war, ist und Raum dafür
schafft, wie Bonn sein könnte. Entstehen soll ein offener Ort, der die Möglichkeit bietet,
zusammenzukommen, in den Dialog über das Leben in Bonn zu treten und die Stadt
in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft neu zu entdecken. Die Bonner Bevölkerung
ist eingeladen, „ihr“ Stadtmuseum aktiv im Sinne eines inklusiven und partizipativen
Museums mitzugestalten.
Dazu beschreiten wir zwei Wege des Dialoges:
Zum einen die Suche nach dem StadtOrt, also nach der neuen Heimat des Museums.
Weniger das konkrete Gebäude steht hier im Zentrum des Austauschs, sondern
vielmehr die Bedürfnisse der Bonner*innen in Bezug auf Funktionen, Aufgaben und
deren Gewichtung sind von Bedeutung. Im Laufe des Prozesses bewegen wir uns vom
Allgemeinen zum Konkreten und nehmen schließlich auch die neue Heimat des
Museums, also das konkrete Gebäude, in den Blick. Dieser Prozess findet ein
Zwischenziel mit der Eröffnung des neuen Hauses, muss dann aber in längeren
Intervallen zur Reflexion und Weiterentwicklung fortgeführt werden. Nur so können die
Institution und ihr Ausstellungshaus mit dem Wandel der Stadt und ihrer Bevölkerung
Schritt halten.Seite 5 von 31
3
Wir wollen die Reichweite des Museums und seines Bildungsauftrages erhöhen und
möglichst viele Menschen für eine aktive Teilhabe und lebendige Geschichtsarbeit
begeistern. Es soll ein Haus der Stadt des 21. Jahrhunderts entstehen. Das gelingt nur
zusammen mit den Bonner*innen – denn wir zeigen ihre Geschichte und ihre
Geschichten, ihre Objekte, ihre Stadt! Wir machen das Stadtmuseum Bonn zu einem
Ort, an dem diskutiert wird, wie die Gesellschaft von heute und morgen aussehen soll.
Die inhaltliche Ausrichtung gestalten wir zusammen im Dialog. Mit Allen für Alle.
Die Fragen und die Antworten an Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Stadt
kommen von Bonner*innen aus allen Generationen und möglichst vielen
Einwohner*innen der Stadt, die zugezogen und eingewandert sind und insbesondere
von Kindern und Jugendlichen. Wir laden Vereine, Initiativen, Schulen,
Künstler*innenkollektive, Jugendclubs, etc. zu einer aktiven Mitarbeit ein!
Dies umreißt den zweiten Dialog: Die Suche nach dem StadtBild, also die inhaltlich-
konzeptionelle Neuausrichtung des Museums und nach Schwerpunkten der späteren
Präsentation. Dieser Prozess findet seinen Abschluss nicht mit der Eröffnung der
neuen Ausstellung des Stadtmuseums, sondern wird dauerhaft fortgeführt. Nur so
kann eine beständige gesellschaftliche Relevanz erreicht, eine Demokratisierung der
Museumsaufgaben erzielt und immerwährende Dialoge zwischen den Bonner*innen
über ihre Stadt und das gemeinschaftliche Leben in ihr gewährleistet werden. So
kreieren wir gemeinsam ein Bild der Stadt, das wie ein Mosaik aus ganz individuellen
Bildern, Erinnerungen und Objekten besteht. Ein Mosaik, das so individuell und bunt
ist wie die Stadt Bonn und die Menschen, die hier leben. Ziel des dauerhaften
Bürgerdialogs ist es, dieses Mosaik stetig weiterzuentwickeln und zu verdichten. So
sollen die Inhalte des neuen Museums mit der Dynamik der Stadt in Einklang gehalten
werden.Seite 6 von 31
4
Inhalt
1 Die Ausgangslage .......................................................................................................... 5
2 Zielsetzung des Gesamtprojekts..................................................................................... 6
2.1 Themen der Beteiligung .......................................................................................... 6
2.2 Ziel der Beteiligung.................................................................................................. 9
2.3 Erfassung und Berücksichtigung der Ideen, Anregungen und Vorschläge ..............11
2.4 Festigung der Akzeptanz ........................................................................................11
3 Rahmenbedingungen ....................................................................................................13
3.1 Einordnung in Bezug auf die Frühzeitigkeit und Ergebnisoffenheit .........................13
3.2 Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume ..........................................................13
3.3 Vorfestlegungen .....................................................................................................14
3.4 Konfliktlagen...........................................................................................................16
4 Festlegung Projektbeauftragter......................................................................................18
5 Auswahl und Ansprache der Beteiligenden....................................................................18
5.1 Beteiligende ...........................................................................................................18
5.2 Barrierefreiheit und Niederschwelligkeit..................................................................19
6 Prozessplanung .............................................................................................................20
7 Prozessgestaltung .........................................................................................................21
8 Umgang mit den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses .............................................24
9 Dokumentation, Auswertung und Reflexion ...................................................................25
10 Zeitrahmen und Finanzierung ........................................................................................28Seite 7 von 31
5
Ausgangslage
Das Stadtmuseum Bonn ist ein Museum mit kulturhistorischem Schwerpunkt. Die
wichtigsten Sammlungsbestände entstammen dem 18. und 19. Jahrhundert. Die seit
der Museumsgründung im Jahre 1989 stetig erweiterte, sehr heterogene Sammlung
umfasst mittlerweile über 12.000 Exponate und vermittelt vielschichtige Einblicke in die
2000-jährige Stadtgeschichte. Für einzelne Epochen besitzt das Museum einzigartige
und zum Teil herausragende, unverwechselbare Objekte. Das Ausstellungskonzept im
ehemaligen Sauna- und Reinigungstrakt des stillgelegten Viktoriabades besteht seit
Eröffnung 1998 unverändert fort.
Das Ausscheiden der Museumsleitung im April 2021 und die Entscheidung über eine
mittelfristige, alternative Nutzung der Ausstellungsräume im Viktoriakarree hat die
Kulturverwaltung zum Anlass genommen, sich intensiv mit der Zukunft des Museums
zu befassen und die Weichen für die Sicherung und Transformation dieser wichtigen
Kultureinrichtung zu stellen. Die Museumsleitung ist seit dem 1. Juni 2021 mit
Dr. Philipp Hoffmann neu besetzt.
Mit Stellungnahme der Verwaltung (201936-01 ST) vom 10. Dezember 2020 hat die
Dezernentin für Sport und Kultur dem Rat der Bundesstadt Bonn und dem
Kulturausschuss den Prozess für eine Neukonzeption des Stadtmuseums vorgestellt.
In seiner Sitzung vom 28. Juni 2021 hat der Rat der Bundesstadt Bonn das weitere
Vorgehen zur Umnutzung des Viktoriakarrees in einem Grundsatzbeschluss
verabschiedet (210953-03 ST). Die Verwaltung wurde beauftragt, den politischen
Gremien Vorschläge für einen neuen adäquaten dauerhaften Standort des
Stadtmuseums zeitnah vorzulegen. Die Suche nach einem neuen dauerhaften
Standort für das Institut wird durch die Kulturverwaltung mit Nachdruck betrieben und
erste Ergebnisse sollen den Gremien zeitnah vorgestellt werden.Seite 8 von 31
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Zielsetzung des Gesamtprojekts
2.1 Themen der Beteiligung: StadtOrt und StadtBild
Für die Bürger*innenbeteiligung sind zwei parallele
Beteiligungsstränge identifiziert worden: Zum einen
betrifft die Inhalte sowie die zukünftige
Themensetzung des Museums in Sammlungs-,
Vermittlungs- und Ausstellungsplanung. Wir nennen
diesen Themenbereich StadtBild. Zukünftig möchte
das Stadtmuseum Bonn Partizipation zu einem
Leitmotiv der gesamten Museumsarbeit machen.
Dieser Beteiligungsprozess ist damit auch nicht mit
der Eröffnung der neuen Ausstellung abgeschlossen,
sondern wird dauerhaft fortgeführt.
o Welche Quellen der Sammlung sind für ein tieferes Verständnis der Stadt Bonn,
meiner Rolle in der Stadt und das gesellschaftliche Zusammenleben
notwendig? Was muss/kann hierzu neu erschlossen werden? Welche
Fehlstellen gibt es? Welche Rolle spielt die Sammlungsgeschichte?
o Welche Autorenschaft soll das Haus haben, damit ich auf Augenhöhe meine
Stadt verstehen und durch Selbstreflexion meine Rolle in der Stadt erkennen
kann? Wer spricht im neuen Museum zu wem, damit ich im Dialog mit anderen
mehr über mich und meine Rolle in der Stadt Bonn lernen kann?
o Mit welchen Themen möchte ich meine Stadt neu erkunden und
o mit welchen Formaten begebe ich mich auf die Reise, um eine nachhaltige und
verbindliche Auseinandersetzung mit mir selber, meiner Nachbarschaft und der
gesamten Stadt zu erleben?
Der zweite Beteiligungsstrang betrifft die Bedürfnisvergewisserung und -formulierung
sowie schließlich die konkrete Ausgestaltung eines neuen Ausstellungshauses.
Diesen Themenbereich nennen wir StadtOrt. Da eine Entscheidung über eine
dauerhafte neue Heimat für das Stadtmuseum zu Beginn der Bürger*innenbeteiligung
noch offen ist, bewegen wir uns thematisch vom Allgemeinen hin zum Konkreten. Wir
beginnen den Dialog über Bedürfnisse, Funktionen und Angebote, ohne konkrete
Gebäude dabei in den Blick zu nehmen. Die späteren Nutzer*innen und ihreSeite 9 von 31
7
Bedürfnisse stehen im Zentrum dieses Dialoges. Sobald eine neue dauerhafte Heimat
für das Stadtmuseum gefunden ist, wird diese in die Prozesse der
Bürger*innenbeteiligung integriert.
Entscheidend für diesen Entwicklungsstrang ist die Definition der folgenden
Segmente:
o Alle Bonner*innen sollen durch das Haus angesprochen werden. Wie muss
das Haus gestaltet sein, um wirklich alle anzusprechen und einzuladen, am
Dialog teilzunehmen?
o An welchen Orten ist das Museum zukünftig präsent? Wo ist mein
Lebensmittelpunkt? Wo erreicht mich die Arbeit des Museums? Welche
Funktionen sollen diese Orte erfüllen, damit ich sie gerne und immer wieder
ohne Barrieren aufsuchen kann und mich den Dialogen öffne?
Die beiden Beteiligungsstränge StadtBild und StadtOrt sind untrennbar miteinander
verbunden und beeinflussen sich wechselseitig. Die Ausgestaltung des StadtBildes
hat unmittelbaren Einfluss auf die Form des StadtOrtes.
Die Verbindung der beiden Beteiligungsstränge erfolgt durch einen Wechsel von
quantitativen und
qualitativen Formaten, die
in iterativen Abläufen das
StadtBild und den
StadtOrt entwickeln.
Das neue Museum soll
nicht nur offener
Dialogort und Plattform
für die
unterschiedlichen
Facetten der Stadt
Bonn sein, sondern
auch ein Ort, an dem Geschichten, Merkmale und Objekte über Bonn und die
Menschen der Stadt gesammelt werden. Das Sammeln soll aber nicht mehr allein
durch die Mitarbeiter*innen des Museums erfolgen, sondern direkt durch dieSeite 10 von 31
8
Bonner*innen. Hierzu wurden verschiedene Segmente entwickelt – die Segmente
können im Verlaufe des Beteiligungsprozesses modifiziert oder ergänzt werden und
werden fortlaufend auf ihre Funktionstüchtigkeit hin reflektiert – und sollen in
Beteiligungsformaten auch über die Eröffnung des neuen Hauses hinaus gefüllt
werden:
o Hier ist mein Bonn?! Bonner Orte
o Das ist Bonn?! Bonner Objekte
o Ich bin Bonn?! Bonner Menschen
o So ist mein Bonn?! Bonner Merkmale
o Das war mein Bonn?! Bonner Geschichten
o So wird mein Bonn?! Bonner Wünsche
Darüber hinaus sollen im Rahmen der Beteiligung Entscheidungen zur zukünftigen
dauerhaften Bürger*innenbeteiligung getroffen werden. Welche Gremien zur
Beteiligung können etabliert werden? Welche Mitsprache und welche aktive Mitarbeit
soll das Museum zukünftig ermöglichen?Seite 11 von 31
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2.2 Ziel der Beteiligung
Die Ziele der Beteiligung sind die Ausarbeitung der Form (StadtOrt) und des Inhaltes
(StadtBild) des neuen Stadtmuseums. Dabei bestimmt das StadtBild den späteren
StadtOrt in seinen Funktionsbereichen und Schwerpunktsetzungen. Dieses Vorgehen
wird als „Iterativer Leuchtturm“ bezeichnet. Inhalt und Form bauen auf einem
Fundament auf, als welches wir das Leitbild des Museums verstehen. Auch dieses
Leitbild wird im Prozess angepasst und hinterfragt.
Während der Dialog um den StadtOrt ein erstes Teilziel mit der Eröffnung des neuen
Hauses erfährt, ist die Bürger*innenbeteiligung um das StadtBild dauerhaft angelegt.
Der nun startende Prozess ist damit der Anfang einer neuen Arbeitsweise des
Museums und wird auch nach der Eröffnung des neuen Museums nicht abgeschlossen
sein, sondern weitergeführt.
Das Stadtmuseum soll ein Haus für alle Bonner*innen werden, in dem sie sich mit der
Geschichte ihrer Heimatstadt auseinandersetzen, zu den aktuellen Fragen der
Gegenwart Stellung beziehen und die Zukunft der Stadt denken und diskutieren
können. Als modern gestaltetes Haus mit attraktiven Angeboten richtet es sich an alle
Bonner*innen und macht die Vielfalt der Stadt erlebbar. Dies kann nur im engen und
regelmäßigen Austausch mit allen Bonner*innen erfolgen.
Das neue Stadtmuseum soll mit seinen Exponaten und Erinnerungen die
Stadtgeschichte(n) Bonns erzählen. Kulturelle Teilhabe, Diskurs und Diversität stehen
im Fokus. Der Beteiligungsprozess dient vor allem der Etablierung dauerhafter
Strukturen für einen intensiven Dialog über alle inhaltlichen Zielsetzungen des
Museums. Intention ist es, dauerhaft einen offenen Dialog mit der Stadtgeschichte aus
der Gegenwartsperspektive aufzunehmen und möglichst viele Bonner*innen für das
Stadtmuseum zu begeistern, indem sie von Anfang an zu Ko-Kreatoren gemacht
werden.Seite 12 von 31
10
Die Sammlung ist aus der Stadtgesellschaft heraus entstanden. Aus diesem Grund ist
es folgerichtig, die Stadtgesellschaft nun an der Neukonzeption und Arbeit des
Museums zu beteiligen. Mit der Bürger*innenbeteiligung wird ein entscheidender
Beitrag für die Verankerung des Stadtmuseums in der Bonner Kulturlandschaft
angestrebt und die gesellschaftliche Teilhabe gestärkt.
Die Ziele im Einzelnen:
o Der Prozess öffnet die Sammlungsbestände des Museums und setzt diese in
neue Kontexte und Erinnerungen. Dabei werden partizipative Strukturen der
Museumsarbeit aufgebaut und die Stadtbevölkerung zu Ko-Kuratoren
ermündigt.
o Alle Beteiligten erfahren, dass das neue Stadtmuseum nicht nur ein Museum
für die Besucher*innen, sondern auch von den Besucher*innen sein kann.
o Der Prozess lässt das Museum zu einem Attraktor werden, der seine eigene
Gemeinschaft anzieht. Dabei wird Gemeinschaft nicht als Zielgruppe
verstanden. Das Museum steht als Teil dieser Gemeinschaft mittendrin. Auf
diese Weise soll eine intensive Nutzung des Museums schon vor der Eröffnung
am neuen Ort sichergestellt werden.
o Das Stadtmuseum erfährt durch die Einbeziehung der neu zu gewinnenden
Gemeinschaft in die Programmgestaltung eine programmatische, institutionelle
Veränderung, um eine veränderte Bevölkerung stärker zu repräsentieren.
o Der Prozess hinterfragt die Entstehungsgeschichte und Gründungsidee des
Stadtmuseums Bonn. Stadtmuseen repräsentierten bislang immer nur eine
spezifisch bürgerliche Repräsentationsvorstellung der Stadt. Ziel muss es sein,
jene Bilder und Narrative aufzuzeigen, die die Stadt bewohnen und mit Leben
füllen, die mitgebracht wurden und die in ihr entwickelt werden. Außerdem die
Sichtbarmachung der daran beteiligten Traditionen, Ideen und Akteure. Die
Stadt wird als Raum von Bewegung und Begegnung verstanden, als Raum von
Konflikten und Verständigungen.
o Durch transparente Informationen und gegenseitigen Austausch erfährt die
Museumsarbeit Verständnis und Akzeptanz.Seite 13 von 31
11
2.3 Erfassung und Berücksichtigung der Ideen, Anregungen und
Vorschläge
Die Ideen, Anregungen und Vorschläge werden in den folgenden Formaten erfasst:
o Künstlerische Interventionen an Dritten Orten zur Reflexion von
Geschichtsbildern, Erinnerungsräumen und der Institution Museum (digitales
Teilprojekt „City Stories"). City Stories basiert auf einer digitalen Stadtkarte,
auf der Orte markiert und mit Geschichten und Wissen der Bonner*innen
erweitert werden. Künstler*innen mischen diese Geschichten zu neuen
Erinnerungsbausteinen, die neue Perspektiven eröffnen.
o Nutzung des Portals Bonn-macht-mit.de zur Information über die
Beteiligungsmöglichkeiten und für den Dialog mit den Bürger*innen sowie zur
Dokumentation und Abstimmung der Ergebnisse. Hierbei wird verstärkt die
Möglichkeit der kartenbasierten Interaktion eingesetzt.
o Aufbau des Online-Citizen-Science-Projektes Topothek Bonn.
o Aufbau einer umfassenden Social-Media-Plattform zur Interaktion und
Kommunikation.
o In szenographisch und didaktisch aufwändigen, sich durch die Ideen,
Anregungen und Vorschläge ständig verdichtenden Installationen im
Ausstellungsraum studio_bnx. Der Ausstellungsraum lädt auch
Spontanbesucher ein, Ideen, Anregungen und Vorschläge einzubringen und
an den Teilergebnissen weiterzuarbeiten.
o Im neuen Konzept des Stadtmuseums sowie der Sammlungsstrategie, des
Vermittlungskonzeptes, dem Veranstaltungskonzept und schließlich der
szenographisch-didaktischen Umsetzung des Ausstellungskonzeptes.
2.4 Festigung der Akzeptanz
o Die Arbeit findet auf Augenhöhe statt (siehe Qualitätskriterien in den Leitlinien
Bürger*innenbeteiligung).
o Durch die Möglichkeit für Alle, am team_bnx oder dem teamkreis_bnx
teilzunehmen (vgl. 7. Prozessgestaltung).
o Transparenz der Ergebnisse durch eine aktive Kommunikation des Prozesses
und der Ergebnisse sowie deren Präsentation im Ausstellungsraum
studio_bnx.Seite 14 von 31
12
o Transparente Entscheidungen im team_bnx oder teamkreis_bnx. (vgl. 7.
Prozessgestaltung).
o Eine Akteur*innenanalyse und -ansprache sorgt für die gezielte Ausweitung des
Beteiligtenkreises. Das Projektteam erstellt ein Diversitätsbarometer, welches
im Prozess die Diversitäts-Lücken aufzeigt. Mit den beobachteten Diversitäts-
Lücken werden in der Gegenbewegung Perspektiven von spezifischen
Menschen eingesammelt.
o Zudem sind ein Bewerbungsverfahren bzw. eine Einladung und ggf. Auswahl
„per Zufall“ durch repräsentative Panels geplant.
o Durch die zentrale Koordinationsstelle im Stadtmuseum, die ansprechbar ist
und flexibel auf Anforderungen reagieren kann.
o Systematische Iterationsschleifen zwischen qualitativen und quantitativen
Formaten gewährleisten das immerwährende Mitspracherecht Aller durch die
Rückfragen und Evaluation von Ergebnissen.Seite 15 von 31
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Rahmenbedingungen
3.1 Einordnung in Bezug auf die Frühzeitigkeit und Ergebnisoffenheit
Mit Stellungnahme der Verwaltung (201936-01 ST) vom 10. Dezember 2020 hat die
Sport- und Kulturdezernentin dem Rat der Bundesstadt Bonn und dem
Kulturausschuss den Prozess für eine Neukonzeption des Stadtmuseums auf
Grundlage einer Bürger*innenbeteiligung vorgestellt.
In seiner Sitzung vom 28. Juni 2021 hat der Rat der Bundesstadt Bonn das weitere
Vorgehen zur Umnutzung des Viktoriakarrees in einem Grundsatzbeschluss
verabschiedet (210953-03 ST). Die Kulturverwaltung rechnet damit, dass der
Museumsbetrieb am jetzigen Standort bis in das Jahr 2023 möglich sein wird.
Die Verwaltung wurde beauftragt, den politischen Gremien zeitnah Vorschläge für
einen neuen adäquaten dauerhaften Standort des Stadtmuseums vorzulegen. Die
Suche nach einem neuen dauerhaften Standort für das Institut wird zurzeit durch die
Kulturverwaltung mit Nachdruck betrieben und erste Ergebnisse sollen den Gremien
bald vorgestellt werden. Die Entscheidung über einen neuen Standort ist aufgrund der
Komplexität und Sensibilität nicht Teil der Bürger*innenbeteiligung, wohl aber die
Definition von Funktionsbereichen und Ausstellungsschwerpunkten
(Dauerausstellungs- und Sonderausstellungsflächenanteile, Open-Space-Bereiche,
offene Plattformen, Aufenthaltsbereiche, Barrierefreiheit, Niederschwelligkeit etc.).
Anders als bei herkömmlichen Beteiligungsverfahren geht es in diesem Prozess nicht
nur um eine zeitlich begrenzte Beteiligung, sondern um die aktive und dauerhafte
Mitgestaltung des Stadtmuseums an seinem neuen Standort durch möglichst viele
Akteur*innen und gesellschaftliche Gruppierungen.
3.2 Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume
Die Kulturverwaltung ist davon überzeugt, dass ein Stadtmuseum wichtiger Bestandteil
der kulturellen Bildung sowie des Gedächtnisses der Stadt ist. Daher wird als
Vorentscheidung auch das Fortbestehen der Institution definiert. Offen sind jedoch die
inhaltliche Ausrichtung der Institution sowie die konkrete räumliche Neukonzeption.
Zudem soll sich das künftige Stadtmuseum als Forum für den Diskurs über Geschichte,
Gegenwart und Zukunft Bonns verstehen.Seite 16 von 31
14
3.3 Vorfestlegungen
Nach aktuell gültiger Definition der ICOM, dem Internationalen Museumsrat, ist ein
Museum wie folgt definiert:
„Ein Museum ist eine dauerhafte Einrichtung, die keinen Gewinn erzielen will,
öffentlich zugänglich ist und im Dienst der Gesellschaft und deren Entwicklung steht.
Sie erwirbt, bewahrt, beforscht, präsentiert und vermittelt das materielle und
immaterielle Erbe der Menschheit und deren Umwelt zum Zweck von Studien, der
Bildung und des Genusses.“
Damit haben Museen und ihre Träger die Aufgabe, das materielle und immaterielle
Natur- und Kulturerbe zu schützen und für die Gesellschaft dauerhaft zugänglich zu
machen. Große Teile der Sammlung wurden dem Museum durch Stiftungen und
Schenkungen vermacht. Insbesondere die Kernsammlung, die auf die 1886 initiierte
Sammlung des Bonner Heimat- und Geschichtsvereins zurückgeht, wurde der Stadt
1956 zur dauerhaften Bewahrung und Präsentation übereignet.
Laut Geschäftsverteilungsplan übernimmt das Stadtmuseum zurzeit die folgenden
Aufgaben:
- Museale Präsentation der Stadtgeschichte
- Erfassung, Inventarisierung und Katalogisierung des Museumsbestandes
- Unterhaltung und Ausbau des Museumsbestandes
- Objektdokumentation von Leihgaben und Dauerleihgaben im Stadtmuseum
Bonn
- Vorbereitung/Überarbeitung, Durchführung und Begleitung von Dauer- und
Wechselausstellungen sowie Veranstaltungen in den Räumen des Museums
- Wissenschaftliche Erforschung und Darstellung von Themen zur
Stadtgeschichte und zur Kulturgeschichte des Bonner Raumes
- Museumspädagogische Angebote, Bildungs- und Vermittlungsformate mit und
ohne Ausstellungskontext
Für den Start der Bürger*innenbeteiligung hat das Projektteam ein Visions- und ein
Missionsstatement erarbeitet. Diese dienen als unsere interne Philosophie und unser
Leitbild für die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen. Im laufenden
Beteiligungsprozess sollen Vision und Mission angepasst und hinterfragt werden:Seite 17 von 31
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„Unsere Vision ist es, offene Orte gemeinsam mit diversen Menschen auf
Augenhöhe zu schaffen, die die Möglichkeit bieten, zusammenzukommen, in den
Dialog über das Leben in Bonn zu treten, lustvoll das Stadtbild in Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft neu zu entdecken. Diese Orte wollen wir stetig
weiterentwickeln.“
„Wir entwickeln Stadt-Orte und Stadt-Bilder, die menschlich und selbstkritisch
sind, gleichberechtigt mit und für alle. Wir wollen zeigen, wie Bonn war und ist, und
Raum für Visionen schaffen, wie Bonn sein kann. Wir wollen, dass Bonn ein durch den
Dialog von Visionen und Menschlichkeit getragener Ort wird, weil wir daran glauben,
dass Bonn eine Stadt mit interessanten Menschen und bewegenden und wertvollen
Geschichten, sowie unausgeschöpften Potenzialen ist.“Seite 18 von 31
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3.4 Konfliktlagen
Die bestehende Dauerausstellung ist sowohl räumlich als auch inhaltlich stark
überarbeitungsbedürftig. Eine Abkehr des stark vergangenheitsorientierten und
kulturhistorischen Profils des Museums hin zu einer Weitererzählung der Geschichte
Bonns mit Bezug zur transformatorischen Gegenwart wurde nicht unternommen. Die
Besucherzahlen sind in den vergangenen Jahren stetig gesunken. Über die Zukunft
des Viktoriakarrees wird seit 2010 intensiv diskutiert und in diesem Zusammenhang
auch über eine neue dauerhafte Unterbringung des Museums. Gerade um den
Jahreswechsel 2021 und in den ersten Monaten des Jahres 2021 führte das
Ausscheiden der langjährigen Museumsleitung zu zahlreichen Medienberichten und
Anfragen aus der Politik zur Zukunft des Museums. Auch verschiedene Vereine und
Initiativen meldeten sich mit eigenen Zukunftskonzepten in der Diskussion zu Wort.
Die öffentlichen Reaktionen zeigen eine deutliche Sensibilität der Bonner*innen im
Hinblick auf die Zukunft des Stadtmuseums. Konflikte können sich demnach aus einer
unzureichenden Einbindung der Meinungsführer*innen in dieser Diskussion in den
Bürger*innenbeteiligungen ergeben.
Konfliktlagen stellen auch die weiterhin ungewisse Zukunft der räumlichen
Unterbringung des Stadtmuseums dar, da diese noch offene Variable von großer
Bedeutung für die Realisierbarkeit der Ergebnisse des Dialogprozesses angesehen
wird.
Mit dem Transformationsprozess stellt sich das Stadtmuseum Bonn in seiner
Präsentation, Kommunikation und allen internen Prozessen neu auf. Dabei spielt auch
die Frage nach einer Wiedergewinnung gesellschaftlicher Relevanz eine
entscheidende Rolle. Damit bricht das Stadtmuseum Bonn mit dem tradierten Bild
eines Stadtmuseums und auch seiner eigenen bisherigen Ausrichtung deutlich. Die
Zeiten der Selbstreferenzialität werden in der internationalen Museumslandschaft
immer stärker hinterfragt. Diesem Prozess schließt sich das Stadtmuseum Bonn an
und nimmt die damit verbundenen Konflikte auf, um diese im engen Dialog
gemeinschaftlich zu lösen. Das Museum soll als Lern- und Gemeinschaftsort eine
Verbindung zwischen den aktuellen Themen der Stadt und der musealen Arbeit
aufbauen. Um diese stadtgesellschaftlichen Themen abzubilden, braucht die
Institution Wissen über individuelle Bonner Lebensgeschichten. Dafür geben wir
unsere tradierte Deutungshoheit zugunsten multiperspektivischer Darstellungen auf.Seite 19 von 31
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Wir geben den Menschen eine eigene Stimme. Das geschieht weniger über rein
wissenschaftliche Objektpräsentationen als über die Verknüpfung mit dem eigenen
Umfeld. Zukünftig definieren wir unsere Arbeit über Antworten auf Fragen, die unsere
eigene Existenz hinterfragen: Was würde passieren, wenn man das Stadtmuseum
Bonn schließen würde? Wer würde es vermissen und warum? Und was wären die
Alternativen für die Sammlung und die Stadt Bonn? Dazu trennen wir uns von unserer
eigenen Vergangenheit und von historischen Kontexten als
Hauptbetrachtungsgegenstand. Für uns dienen diese als Werkzeug, um
gesellschaftliche Verhältnisse zu reflektieren und mit den Menschen ins Gespräch zu
kommen. Relevanz definieren wir als Strategie der Freiräume und Perspektivwechsel.Seite 20 von 31
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Festlegung Projektbeauftragter
Für die Startphase des Prozesses: Dr. Philipp Hoffmann, Leitung Stadtmuseum Bonn.
Für die Durchführungsphase: Die Stelle der Projektleitung mit einem Stellenanteil von
100 % ist zum 15. Oktober 2021 neu besetzt worden. Die Projektleitung koordiniert
die internen Abläufe und die Zusammenarbeit mit den externen Büros in enger
Abstimmung mit der Museumsleitung.
Zudem ist die Projektleitung erste Ansprechpartnerin für die Bürger*innen.
Auswahl und Ansprache der Beteiligenden
5.1 Beteiligende
Der Anspruch an den Prozess ist die Entwicklung eines Museums von allen
Bonner*innen für alle Bonner*innen. Aus einer intersektionalen Perspektive verbieten
sich daher konkrete Zielgruppenbeschreibungen, denn sie erzeugen bereits die
Ausgrenzung aus Sicht der Erstellenden. Deswegen muss es unbedingt Ziel sein, im
Prozess mit Kommunikationsformaten und Evaluationstools größtmögliche Diversität
und größtmögliche Perspektivenvielfalt abzubilden.
Abgeschlossene Orte wie Museen, Theater oder Rathäuser erzeugen Barrieren.
Deswegen soll mit Outreach-Formaten1 eine aufsuchende Beteiligungsarbeit erfolgen.
Nach dem Prinzip „Vom Allgemeinen zum Speziellen“ wird im ersten Schritt eine
allgemeine Gruppe von Menschen an allgemeinen, öffentlichen Orten mit allgemeinen,
niederschwelligen Fragen angesprochen. Dabei wird auch eine Mitwirkung auf
Quartiersebene berücksichtigt. Hier sollen die bestehenden, lokalen
Quartiersmanagements einbezogen werden.
Um transparent zu machen, wie divers die Gruppe der Beitragenden ist, füllen die
Beteiligten einfache, anonymisierte Steckbriefe aus. Mit diesen Daten wird ein
Diversitätsbarometer erstellt, welches im Prozess die Diversitäts-Lücken aufzeigt. Mit
den beobachteten Diversitäts-Lücken werden in der Gegenbewegung an spezifischen
1 „Outreach ist ein systematischer Prozess, bei dem die Kulturinstitution strategische Maßnahmen
abteilungsübergreifend plant, durchführt und evaluiert, um Gesellschaftsgruppen einzubeziehen, die das
Kulturangebot aus unterschiedlichen Gründen nicht eigeninitiativ wahrnehmen. Dieser Prozess bewirkt eine
Veränderung in der Haltung der Institution, der Diversität des Personals, ihrer Programmgestaltung und
Kommunikation. Ziel ist eine diversere, die Gesellschaft widerspiegelnde Besucherschaft“,
Scharf/Wunderlich/Heisig: Museen und Outreach, 2018.Seite 21 von 31
19
Orten zu spezifischen, ergänzenden Fragen Perspektiven von spezifischen Menschen
eingesammelt. In einem iterativen Prozess verdichtet sich so das Bild.
5.2 Barrierefreiheit und Niederschwelligkeit
Auch Barrierefreiheit und Niederschwelligkeit sind im gesamten Prozess immanent
inbegriffen. Neben dem Aufsuchen der Menschen sowie dem aktiven Einladen – hier
soll eine Auswahl „per Zufall“ durch repräsentative Panels erfolgen – soll auch die
Qualität der Formate selbst vor allem verständlich, aktivierend und erlebnis- bzw.
handlungsorientiert sein. Barrieren werden weitestgehend proaktiv abgebaut; konkret
sollen im Rahmen von Förderungen und Übersetzungsleistungen über verschiedenste
Dimensionen hinweg ermöglicht werden. In allen Einladungen und Veröffentlichungen
soll das Angebot gemacht werden, barriereabbauende Maßnahmen, wie zum Beispiel
bei Veranstaltungen Dolmetschen in DGS oder Schriftdolmetschen, zu ergreifen, um
eine möglichst diverse Beteiligung zu ermöglichen. Gleichzeitig werden alle Beteiligten
in Veranstaltungen und Schriftkommunikation immer wieder aufgefordert, aktiv
Barrieren wahrzunehmen und an deren Auflösung mitzuwirken. Zum Beispiel werden
bei Veranstaltungen Sprecher*innen angehalten, für Sehbehinderte die Situationen,
Bilder oder Gegenstände beim Sprechen aktiv zu beschreiben oder für Menschen mit
Lernbehinderungen alle Aussagen möglichst einfach zu formulieren. Für digitale
Kommunikation gilt die weitreichendste Auslegung der Barrierefreie
Informationstechnik-Verordnung (BITV). Das Projektteam strebt für die gesamte
Bürger*innenbeteiligung eine enge Zusammenarbeit mit der Behinderten-
Gemeinschaft Bonn e. V. und anderen Vereinen, Verbänden und Initiativen an.
Insgesamt tritt das Projektteam mit dem offen kommunizierten Bewusstsein für
Barrieren an und bietet allen Menschen die ehrliche Bereitschaft, im direkten Kontakt
Barrieren mit allgemeinen und spezifischen Lösungen zu reduzieren.Seite 22 von 31
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Prozessplanung
Ausgehend von unserer Haltung „Von Allen für Alle“ wollen wir dem hohen Anspruch
an einen inklusiven Prozess durch konsequent gelebte Offenheit, Transparenz,
Ehrlichkeit und Gemeinschaft gerecht werden.
Dabei ist dem Team bewusst, dass die Ansprache Aller ein affirmativer und nie
endender Prozess ist. Zu dieser Haltung ist uns Kohärenz in der Gestaltung und
Planung aller Formate maßgeblich. Gründend auf der Annahme, dass das Endprodukt
den Prozess widerspiegelt, muss der Prozess offen, agil und gemeinschaftlich
gestaltet werden, damit am Ende das Ergebnis, als ein „ein Ort für Alle“ unsere
Grundwerte von Offenheit, Transparenz, Ehrlichkeit und Gemeinschaft wiedergeben
kann. Kurz: Das Ergebnis kann nur das sein, wie sein Prozess es formt. Ziel ist es
möglichst diverse Geschichten und Identitäten aufzudecken, um von Anfang bis zum
Ende diverses Denken abzubilden und zu fördern.
Der iterative Prozess besteht aus zwei Beteiligungssträngen; StadtBild und StadtOrt.
In den Beteiligungssträngen wird im Wechsel zwischen befragenden, kreativen und
evaluativen Formaten in iterativen Abläufen die Identitäten der Stadt Bonn in
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufgedeckt und der StadtOrt gestaltet.
Eine Iterationsschleife kann hierbei
folgendermaßen aussehen:
o Startend mit dem Beteiligungsstrang
StadtBild, werden in qualitativen
Umfrageformaten Geschichten und Identitäten
ermittelt. Sie dienen als Inspirationsquelle
(Bausteine) für den weiteren Kreativprozess.
(Beispiele für qualitative Formate sind das
Interviewprojekt „Stimmen der Straße“ oder aber
die Nachhaltigkeitskonferenz „Building on…“ in
Zusammenarbeit mit dem UND Institut Wuppertal)
o In Workshopformaten wird auf der Grundlage
der Bausteine des StadtBildes die Gestaltung
des StadtOrtes im Designthinkingprozess in einem interdisziplinären Team ausSeite 23 von 31
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diversen Bürger*innen und professionellen Museumsmitarbeiter*innen in
Zusammenarbeit gestaltet.
o Die Ergebnisse der Workshops werden zum einen öffentlich diskutiert wie auch
in quantitativen Abstimmungsformaten in und von der Öffentlichkeit evaluiert.
In der etappenhaften Planung leitet dabei der Grundsatz „Vom Allgemeinen zum
Speziellen“ durch den Prozess. Dies bedeutet, dass von den anfänglichen
Inspirationen des allgemeinen Publikums in aufsuchenden Formaten ausgehend hin
zu einladenden Workshopformaten Lösungen für spezifische Fragen zum StadtOrt
verdichtend ermittelt werden.
Das immerwährende
Mitspracherecht Aller durch
Rückfragen und Evaluation von
Ergebnissen ist dabei ein
zentrales Element. So kommt
die Inspiration, aber auch die
Entscheidung von Allen. Hierbei
werden die Formate iterativ Menschen- und situationsbezogen entwickelt. Die unter
„7. Prozessgestaltung“ beschriebenen Formate basieren deshalb auf Szenarios
und beschreiben viel mehr ein antizipiertes Handeln als eine konkretisierte
Planung. Diese würde die zu entwickelnden Ergebnisse einschränken und unserer
Haltung der Offenheit widersprechen.
Prozessgestaltung
Langfristiges Ziel ist es, alle Teilnehmenden einzuladen, Teil eines großen Kreises
team_bnx zu werden und den StadtOrt zu nutzen sowie das StadtBild fortlaufend
mitzugestalten. Jede/r Bonner*in kann jederzeit – speziell, wenn die gestellten Fragen
relevant sind – im team_bnx mitmachen.Seite 24 von 31
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Aus diesem sehr offenen, unverbindlichen
Kreis können komplexe Fragen im
teamkreis_bnx weiter beraten werden,
wobei die Entscheidungen im größeren
team_bnx mit diversem Feedback
vorbereitet werden.
Der Gesamtprozess und auch die später
entstehende Nachfolgeinstitution des
Museums werden darüber hinaus begleitet von einem informellen fachkreis_bnx,
bestehend aus professionellen Berater*innen (aus Museen, Verwaltung, Politik,
Beteiligungs- und Kommunikationsperspektiven).
Sollten im Prozess komplexere Fragestellungen bzw. Entscheidungen notwendig
werden, wird zu einem Entscheidungskreis (ähnlich einem Bürgerrat) offen
eingeladen. Mitglieder des Entscheidungskreises können die Mitglieder von
teamkreis_bnx und fachkreis_bnx sein.
Formatebene 1
Frage: Was ist Bonn?
Projektphase: Start/Vorlauf
Beteiligte: Allgemeinheit, aufsuchend
Beteiligungsort: z. B. Straßenbahn, Markt, Park, Portal bonn-macht-mit.de
Kommunikationsformat: z. B. Umfragen, Abstimmungen, Interviews, 1–3 Minuten
Zweck: Perspektiven für StadtBild & StadtOrt
Formatebene 2
Frage: Was könnte der StadtOrt sein?
Projektphase: Auftakt
Beteiligte: spezifisch, eingeladen (+ Allgemeinheit)
Beteiligungsort: Ladengeschäft studio_bnxSeite 25 von 31
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Kommunikationsformat: Pop-up-Ausstellung + Feedback, Workshops, Worldcafé,
Erzählcafé
Zweck: Entwicklung von Ansätzen für StadtOrt; konkrete Ergänzung Perspektiven für
StadtBild & StadtOrt
Um erste Ideen für den StadtOrt zu vermitteln hat dieses Format Eventcharakter.
Von einer Pop-up-Ausstellung über die Geschichten der Stadtbewohner*innen
inspiriert, treten die Workshopteilnehmer*innen in den Austausch über die Stadt durch
eine auf Augenhöhe geführte Diskussion über das Leben und Bonns Identitäten ein.
In der zweiten Phase des Workshops kann gemeinsam durch Designthinking-
Prozesse erste Überlegungen zum StadtOrt und seiner Ausgestaltung erfolgen.
Formatebene 3
Frage: Welche Ideen gefallen Euch?
Projektphase: Vorbereitung Ergebnis
Beteiligte: Allgemeinheit, aufsuchend & einladend
Beteiligungsort: Stadtraum + digital
Kommunikationsformat: Entscheidungsfragen bzw. Abstimmung mit (Kaugummi-)
Automaten, Instagram-Voting, bonn-macht-mit.de, „Wahlurnen“
Zweck: partizipative Rückkopplung von Ansätzen
Formatebene 4
Frage: Wer fehlt?
Projektphase: Vorbereitung Ergebnis
Beteiligte: spezifisch, aufsuchend
Beteiligungsort: spezielle Orte (z. B. Kindergarten, Tattoo-Studio)
Kommunikationsformat: Erzählcafés, qualitative Interviews
Zweck: fokussierte Rückkopplung von Ansätzen mit Schwerpunkt DiversitätSeite 26 von 31
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Mit Blick auf die Lücken im Diversitätsbarometer suchen wir Menschen an speziellen
Ort auf.
Formatebene 5
Frage: Wer entscheidet das?
Projektphase: Abschluss Ergebnis
Beteiligte: Spezifisch, einladend
Beteiligungsort: Ladenlokal studio_bnx
Kommunikationsformat: bei Bedarf basisdemokratische Abstimmung durch
gemischten, offenen Entscheidungsrat team_bnx aus einem Bürger*innen-Rat
teamkreis_bnx und einem Fach-Rat fachkreis_bnx
Zweck: fokussierte Entscheidung in Anlehnung an vorbereitete Ansätze und
Konzeptionen
o Das Stadtmuseum Bonn ist projektverantwortlich und koordiniert die
Bürgerbeteiligung intern in Zusammenarbeit mit verschiedenen externen
Partnern, die für die einzelnen Formate beauftragt werden.
o Die Koordinierungsstelle Bürgerbeteiligung ist in die Planung und Durchführung
der Beteiligungen eingebunden.
o Der Beirat Bürgerbeteiligung wird kontinuierlich über den Prozess informiert.
o Der Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Lokale Agenda
sowie der Kulturausschuss werden bedarfsweise über Mitteilungsvorlagen
informiert.
Umgang mit den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses
Entscheidend für eine Realisierung des neuen Stadtmuseums wird die Einbringung
der erarbeiteten Vorschläge, Ideen und Empfehlungen in die politische Diskussion.
Damit die Impulse und Ideen der Bonner*innen bei der politischen
Entscheidungsfindung berücksichtigt werden können, sind die folgenden Maßnahmen
geplant:Seite 27 von 31
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o Das Konzept zur Neukonzeption des Stadtmuseums wurde frühzeitig durch das
Dezernat für Sport und Kultur in die politischen Gremien eingebracht und
diskutiert. Regelmäßige Mitteilungen der Kulturverwaltung bzw. des
Stadtmuseums informieren fortlaufend über den Sachstand der Neukonzeption
sowie der Bürger*innenbeteiligung.
o Der kontinuierliche Austausch mit allen Parteien soll eine dauerhafte
Transparenz und einen kontinuierlichen Informationsfluss gewährleisten.
o Bei den Veranstaltungen der Bürger*innenbeteiligung ist die Politik zur aktiven
Mitarbeit eingeladen. Schon im Vorfeld waren kulturpolitische Sprecher*innen
aktiv in den Vorbereitungsworkshops vertreten.
o Die Ergebnisse werden für die politische Entscheidungsfindung aufbereitet.
o Die Wiederholungen der Veranstaltungen sowie die Präsentation der
Ergebnisse im Ausstellungsraum studio_bnx ermöglichen einen fortlaufenden
“Umsetzungscheck”.
Das Kommunikationsteam begleitet alle Veranstaltungen und kommuniziert die
Ergebnisse an die Öffentlichkeit und relevante Akteursgruppen. Bonn-macht-mit.de
ist die zentrale Online-Ressource für die Dokumentation des Prozesses im engeren
Sinne. Eigene Social-Media-Kanäle und die Museumshomepage bündeln stadtweite
Aktivitäten.
Dokumentation, Auswertung und Reflexion
Die etappenhaften Planung mit dem Grundsatz „Vom Allgemeinen zum Speziellen“
ermöglicht eine schrittweise Erarbeitung der Ideen und Anregungen. Die iterative
Prozessgestaltung ermöglicht es, dass Lösungen verdichtend ermittelt werden.
Die prozessbegleitende Dokumentation findet durch die Projektleitung der
Neukonzeption in enger Zusammenarbeit mit der Museumsleitung statt. Die
Dokumentation und Auswertung erfolgt über die Homepage des Museums, das Portal
Bonn-macht-mit.de, die Social-Media-Kanäle sowie den öffentlich und barrierefrei
zugänglichen Ausstellungsraum studio_bnx. Ergebnisse werden sukzessive in den
laufenden Prozess rückgekoppelt.
Gemäß der Leitlinien Bürgerbeteiligung wird der Beirat für Bürgerbeteiligung zu Rate
gezogen, um Auswertungskriterien und Indikatoren zu definieren, die Wirksamkeit und
Erfolg des Prozesses sichtbar machen.Seite 28 von 31
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Das Stadtmuseum Bonn entwickelt seine Planung im Rahmen eines
Qualitätsmanagementsystems, das auf den Richtlinien und Werten der nationalen und
internationalen Fachverbände Deutscher Museumsbund (DMB) und International
Council of Museums (ICOM) basiert.
Zur Evaluation von Prozessen und Ergebnissen arbeitet das Stadtmuseum Bonn mit
dem Institut für Archäologie und Kulturanthropologie der Universität Bonn zusammen.
Es besteht ein Kooperationsvertrag für die Zeit der Bürgerbeteiligung. Die
interdisziplinäre „AG Stadtmuseum“ begleitet den partizipativen Prozess
wissenschaftlich. In Lehrforschungsprojekten werden urbane Kulturen und
alltagsweltliche Entwicklungen erforscht und ins Stadtgedächtnis transferiert
(Lehrforschungsprojekte). Zudem entsteht am Lehrstuhl für Kulturanthropologie eine
Masterarbeit zu Wirksamkeit und Durchführung der Bürger*innenbeteiligung.
Zudem adaptiert das Projektteam das Prinzip des „Generic Learning Outcomes“
(GLO), ein Raster zur Identifizierung von Lernergebnissen.
Neben Wissen und Verständnis (knowledge & understanding) sind dies:
o Handlungskompetenzen, soziale, körperliche und kommunikative
Kompetenzen (skills),
o Einstellungen und Werte (attitudes & values),
o Freude, Inspiration und Kreativität (enjoyment, inspiration, creativity),
o Aktivität, Verhaltensweisen, Entwicklung (activity, behaviour & progression).
generic
learning
outcomes
knowledge &
understanding
skills
atittudes &
calues
enjoyment,
inspiration,
creativity
activity,
behaviour,
progessionSeite 29 von 31
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Ergebnis der Bürger*innenbeteiligung soll ein in offenen und transparenten
Entscheidungsprozessen abgestimmtes Konzept für ein Raumprogramm und
inhaltlich-programmatische Neuausrichtung des Stadtmuseums Bonn als
Entscheidungsgrundlage für den Rat der Stadt Bonn sein.Seite 30 von 31
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Zeitrahmen und Finanzierung
Der Beteiligungsprozess startet im dritten Quartal 2021 und wird voraussichtlich bis in
die erste Jahreshälfte 2023 laufen.
Die Ergebnissicherung und die anschließende Erarbeitung der Neukonzeption werden
voraussichtlich im 2. Quartal 2023 abgeschlossen sein.
Für den zweijährigen, partizipativen Transformationsprozess (2021/2022) wurden
Fördermittel beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) beantragt und in Höhe von
68.300,00 Euro bewilligt. Zusätzlich bringt das Stadtmuseum zweckgebundene
Eigenmittel von 10.000 Euro in den Prozess ein.
Zusätzlich sind für die Bürger*innenbeteiligung im Haushalt des Stadtmuseums
60.000 Euro reserviert.
Somit stehen für den Gesamtprozess 138.300,00 EUR zur Verfügung.
Weitere zusätzliche Mittel sind bei der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des
Förderprogramms „dive in. Programm für digitale Interaktionen“ beantragt und sollen
zur Realisierung des digitalen Projektes „City Stories“ verwendet werden. Zusätzlich
ist eine Förderung zur Digitalisierung der Sammlungsbestände und Kontextualisierung
derselben als Citizen Science-Projekt über das NRW-Förderprogramm „Digitalisierung
von Forschungsmuseen“ beantragt. Die entsprechenden Eigenanteile deckt das
Stadtmuseum aus seinem laufenden Budget. Ebenso wird die Herrichtung des
Ladengeschäftes in der Franziskanerstraße aus dem allgemeinen Museumsbudget
gedeckt.Seite 31 von 31

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Datenstand: 02.11.2026, 19:23 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de