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211826 · Beschlussvorlage

Stipendienprogramm „Künstlerische Stadtutopien“

Nummer
211826
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
12.10.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Kulturausschusses 27.10.2021 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage
öffentlich
211826
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
41 Kulturamt
Dezernat:
Dez. IV
Stipendienprogramm „Künstlerische Stadtutopien“
Beratungsfolge
Kulturausschuss 27.10.2021 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Das Kulturamt und das Stadtmuseum der Bundesstadt Bonn schreiben ein
gemeinsames Stipendienprogramm aus. Es werden insgesamt sechs
Stipendien à 3.000 Euro ausgeschrieben. Dabei handelt es sich um eine
weitere Solidarmaßnahme für Kulturakteur*innen, die aufgrund der
pandemiebedingten Einschränkungen der vergangenen Monate finanzielle
Einbußen erleiden mussten. Die Ausschreibung richtet sich ausschließlich an in
Bonn ansässige Künstler*innen (Nachweispflicht) und soll in Form von
Arbeitsstipendien vergeben werden.
Das Kulturamt folgt damit einer Anregung aus dem Beschluss des Rates vom
04.02.2021 (DS-Nr. 202011-02 AA) zum Solidaritätsfonds II. Für das
vorgeschlagene Stipendienprogramm sollen anstatt der im Beschluss
vorgesehenen eingesparten Sitzungsgelder jedoch Projektmittel des
Kulturamtes verwendet werden, die pandemiebedingt nicht in Eigenprojekte
investiert werden konnten.
Begründung:
Zielsetzung
Im Zuge der auszuschreibenden Stipendien sollen Utopien für das Bonn der
Zukunft erarbeitet werden. Gefördert werden Arbeiten, die eine kritische
Auseinandersetzung mit einzelnen Aspekten oder des gesamten Lebens in der
Stadt Bonn vornehmen und aus der Gegenwart Visionen für die Zukunft
entwickeln. Themen können sein: Gentrifizierungsprozesse, bezahlbarer
Wohnraum und Sichtbarkeit beziehungsweise Repräsentationen in der Stadt,
der Umgang mit Abriss, Neubau und Bestand, Nachhaltigkeit, Mobilität,
Stadtgrün, Gemeinschaft.
Die eingereichten Bewerbungen werden von einer Jury begutachtet und sechs
Kandidat*innen ausgewählt, die im Rahmen eines dreimonatigen
Arbeitsstipendiums eine „künstlerische Stadtutopie“ erarbeiten. Die so
entstandenen sechs Projektideen werden sodann ein weiteres Mal von einer
Jury begutachtet und die Idee der Gewinnerin/des Gewinners wird
voraussichtlich 2022 umgesetzt.Seite 1 von 3
Seite 2
Das Stadtmuseum Bonn begleitet die Arbeiten und verbindet diese zu einer
Weitererzählung der Geschichte Bonns mit Bezügen zur transformatorischen
Gegenwart. Auf diese Weise ermöglicht das Stadtmuseum Bonn eine Reflexion
der Gegenwart der Stadt und der historischen Genese des heutigen Stadtbildes
sowie der heutigen Stadtgesellschaft. Die Arbeiten sollen Menschen verbinden
und es ermöglichen, in den Dialog über das Leben in Bonn zu treten und das
Stadtbild in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft neu zu entdecken. Das
Projekt ist somit Teil der Neukonzeption des Stadtmuseums.
Finanziert wird das Programm aus eingesparten Mitteln bei den Eigenprojekten
des Kulturamtes. Da die Ausschreibung der Stipendien bewusst breit angelegt
ist, können auch die zu erwartenden Projektideen sehr unterschiedlich und das
Gewinnerprojekt in der Umsetzung unterschiedlich kostenintensiv ausfallen. Die
ggf. anfallenden Kosten für die Umsetzung des Gewinnerprojekts sollen daher
über ein Sponsoring gedeckt werden.
Hintergrund
Das Stadtmuseum öffnet sich in seiner Transformation verstärkt Themen der
Gegenwart und Fragen des zukünftigen Stadtbildes. Dabei stehen individuelle
Blicke auf die Stadt als multiperspektivische Bausteine für ein Stadtmosaik im
Zentrum der neuen Ausrichtung. Durch eine künstlerische Auseinandersetzung
mit der Stadt soll der Dialog zwischen den Bonner*innen über ihre Stadt und
das gemeinschaftliche Leben in ihr gewährleistet werden. So kreieren das
Stadtmuseum und die Bonner*innen gemeinsam ein Mosaik der Stadt,
bestehend aus ganz individuellen Bildern, Erinnerungen und Dingen. Ein
Mosaik, das so individuell und bunt ist wie die Stadt Bonn und die Menschen,
die hier leben. Ziel des Dialoges ist es, dieses Mosaik stetig weiterzuentwickeln
und zu verdichten. So sollen die Inhalte des Museums mit der Dynamik der
Stadt in Einklang gehalten werden. Einen wichtigen Beitrag und Dialoganlass
bilden die künstlerischen Stadtutopien.
Bewerbungsmodalitäten
Bewerben können sich freischaffende, professionelle Künstler*innen aller
künstlerischen Sparten, deren Hauptwohnsitz in Bonn liegt und die ihre
künstlerische Tätigkeit im Haupterwerb betreiben. Voraussetzung für die
Antragstellung ist eine aussagefähige künstlerische Biografie, ggf. die
Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse bzw. in einem einschlägigen
Künstlerverband, die Angabe von einer Referenz sowie ein kurzes
Motivationsschreiben. Nachweise und andere Unterlagen müssen auf
Anforderung vorgelegt werden. Der Bewerbung selbst sollen keine weiteren
Anlagen beigefügt werden.
Ausschreibung
Die Ausschreibung erfolgt über eine Pressemeldung, über Multiplikator*innen,
auf bonn.de und über die Social Media-Kanäle der Stadt.
Zeitlicher Ablauf
Ausschreibung: vrstl. Ende Oktober 2021
Bewerbungsschluss: vrstl. im November 2021
Juryverfahren: vrstl. Ende November 2021
Förderbescheide: vrstl. Anfang Dezember 2021
Beginn der Stipendien im Anschluss an den BescheidSeite 2 von 3
Seite 3
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.04.01 Kulturelle Projekte 1.41.00.04.01.01 Kulturelle Projekte
Investive Kosten der Maßnahme
Betrag Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
Finanzsaldo
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Betrag Finanzstelle
/ FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
18.000,00 141000401/
72.1000
2021
Einzahlungen /
Erträge
Haushaltsbelastung
jährlich
18.000,00
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 20:31 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de