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211781 · Mitteilungsvorlage

Anmietung von Räumen zu Wohnzwecken im Objekt Goetheallee 1 – ehemaliges Hotel Willkens

Nummer
211781
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
04.10.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit 04.11.2021 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen 24.11.2021 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
211781
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
50 Amt für Soziales und Wohnen
Dezernat:
Dez. V
Anmietung von Räumen zu Wohnzwecken im
Objekt Goetheallee 1 – ehemaliges Hotel Willkens
Beratungsfolge
Ausschuss für Soziales, Migration und
Gesundheit
04.11.2021 Kenntnisnahme
Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 24.11.2021 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Mit dieser Mitteilungsvorlage soll über den Stand zur Anmietung von Räumen
zu Wohnzwecken im Objekt Goetheallee 1 – ehemaliges Hotel Willkens -
informiert werden.
Es wird um Kenntnisnahme gebeten.
Bereits seit dem Frühjahr 2021 wird das Hotelobjekt Goetheallee 1 (Hotel
Willkens), über dessen künftige Nutzung sowohl in der Medienberichterstattung
als auch im Rahmen der Großen Anfrage der CDU-Fraktion, DS-Nr. 210639,
am 28.04.2021 in der BV Beuel berichtet wurde, zum Verkauf angeboten. Die
VEBOWAG steht seit einigen Monaten mit den Eigentümern in Kontakt und
wird bei erfolgreichen Kaufverhandlungen sowie entsprechendem politischen
Beschluss ihrem Aufsichtsrat einen entsprechenden Erwerbsvorschlag
unterbreiten.
Parallel hierzu wird in die Sitzung der Bezirksvertretung Beuel am 06.10.2021
und die Betriebsausschusssitzung des SGB am 27.10.2021 eine
Beschlussvorlage eingebracht, die vorsieht, die Verwaltung damit zu
beauftragen, das Objekt von der VEBOWAG anzumieten und zu Wohnzwecken
herrichten zu lassen.
Darüber hinaus wurden den Beueler Bürger*innen und allen anderen
Interessierten am 29.09.2021 im Rahmen einer Informationsveranstaltung im
Brückenforum Beuel die Pläne zur künftigen Nutzung des Objekts vorgestellt.
Auf die Veranstaltung wurde mit einem Bürgerbrief und in der Presse
hingewiesen.
Der Ankauf von geeigneten Gebäuden im Bonner Stadtgebiet durch die
VEBOWAG und die anschließende gewerbliche Vermietung an die Stadt Bonn
stellt ein Baustein eines neuen Konzeptes der Verwaltung dar, mit dem
einerseits die Qualität der Unterbringung von (ehemals) geflüchteten Menschen
in Bonn verbessert und andererseits freie Kapazitäten in den
Sammelunterkünften geschaffen werden sollen. Gerade kleinere
Wohneinheiten lassen sich nach den Erfahrungen in Bonn und in anderenSeite 1 von 3
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Kommunen sehr gut in Ortsteile und ihre jeweilige Struktur integrieren.
Aufgrund ihrer bereits vorhandenen Ausstattung können auch Hotelimmobilien
als individuell nutzbarer Wohnraum geeignet sein.
Das genannte Konzept hat der Rat am 20.09.2021 ohne Änderung beschlossen
(siehe DS-Nr. 211256). In der Beratungsfolge stimmten dem Konzept zuvor der
Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit (26.08.2021) und der
Integrationsrat (02.09.2021) ebenfalls ohne Änderung zu.
Im Hotel Willkens in Beuel soll keine neue Unterkunft für geflüchtete Menschen
entstehen, sondern ein Wohnprojekt für ca. 45 Menschen, die bereits seit
Jahren in Sammelunterkünften leben, häufig geregelter Arbeit nachgehen und
schon längst einen Bleibestatus in Deutschland haben. Sie verzichten seit
Jahren auf jegliche Privatsphäre in den Sammel- und Containerunterkünften
und haben keinen privaten Sanitärbereich. Alleine der angespannte
Wohnungsmarkt in Bonn steht einer erfolgreichen Wohnungsvermittlung im
Segment des geförderten Wohnens in vielen Fällen entgegen.
Durch ein durch die Sozialverwaltung geregeltes Zuzugsmanagement werden
gezielt diejenigen Menschen angesprochen, die die Voraussetzungen für das
Wohnen in dieser Wohnform bereits erfüllen.
Die Mitarbeitenden des sozialen Dienstes des Amtes für Soziales und Wohnen
werden den langjährig bestehenden Kontakt zu den Bewohner*innen halten.
Eine Art Concierge soll den Zutritt in das Haus regeln, ansprechbar und vor Ort
präsent sein. In den vorhandenen Gemeinschaftsräumen sollen sukzessive
gezielte Angebote zur Unterstützung der weiteren Integrationsbemühungen
vorgehalten werden. So sind zum Beispiel Sprachkurse und gezielte
Beschäftigungsangebote denkbar, vorzugsweise unter Einbindung lokaler
Ehrenamtsstrukturen. Auch bieten sich diese Räume an, um Veranstaltungen
zur Öffnung in das Quartier durchzuführen und Besucher*innen aus Beuel
zuzulassen. Ideen und entsprechende Konzepte sollen nach Einzug der
Menschen mit diesen und interessierten Nachbar*innen gemeinsam entstehen.
Das Objekt Goetheallee 1 möchte die Vermieterin VEBOWAG an die
Bundesstadt Bonn langfristig, d.h. 20 Jahre vermieten.
Gebühren für das Bewohnen der Wohneinheiten werden gemäß der
Gebührensatzung der Stadt Bonn erhoben, so dass ein Teil der Mietkosten
über das Erwerbseinkommen der Bewohner*innen, bzw. anteilige vom
Leistungsträger zu erbringende Kosten der Unterkunft refinanziert wird.
Die Aufwände für Security (hier wird lediglich eine Empfangskraft vorgesehen)
und Sozialarbeit fallen in diesem Objekt aufgrund der Bewohner*innenstruktur
deutlich geringer aus als in Sammelunterkünften.
In der VEBOWAG als Eigentümerin hat die Stadt Bonn und haben die
Beuelerinnen und Beueler eine verlässliche Partnerin. Sowohl das gepflegte
Erscheinungsbild der Immobilie wird erhalten, als auch die Entwicklung des
Areals rund um den Beueler Bahnhof unterstützt.Seite 2 von 3
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Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 22:38 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de