211662-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Ergebnis des zweiphasigen städtebaulichen und freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbes Masterplan öffentlicher Raum Bad Godesberg - hier: Dokumentation und Ergebnisbericht Öffentlichkeitsbeteiligung
Kerndaten
- Nummer
- 211662-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 05.11.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Kenntnisnahme
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 211662-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Ergebnis des zweiphasigen städtebaulichen und freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbes Masterplan öffentlicher Raum Bad Godesberg - hier: Dokumentation und Ergebnisbericht Öffentlichkeitsbeteiligung Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 10.11.2021 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Wie in der vorliegenden Mitteilung (DS 211662) angekündigt werden hiermit der Bezirksvertretung die beigefügte Dokumentation des Wettbewerbsverfahrens sowie die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Siegerentwurf auf www.bonn-macht-mit.de/masterplanbago vorgelegt. Über den Fortgang des Verhandlungsverfahrens kann ggf. mündlich in der Sitzung berichtet werden. Anlage/n 1 Beteiligungsergebnisse Online 09.09-26.09.21 (öffentlich) 2 Dokumentation (öffentlich)Seite 1 von 37 Erstellungsd atum Titel Beitragstext Anzahl an Kommentaren Anzahl der Bewertungen Benutzername 15.09.2021 - 20:59 Wegweisender Entwurf Ein hervorragender Entwurf für mehr Urbanität und grüne Lebensqualität in Godesberg, der nach Umsetzung sicher die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt erhöht und möglicherweise auch den Restaurants und Geschäfte den ein oder anderen Kunden mehr bringt. Die Änderungen berücksichtigen auch die Bedürfnisse von jungen Menschen und Familien. Eventuell könnte die Friedrich Ebert Straße noch aufgewertet werden z.B. für Menschen die möglicherweise per Bahn kommen und in der möglicherweise bald erneuten oder neuen Stadthalle (idealerweise mit modernsten Luftfiltern, Elektroakustik, Beleuchtung) Konzerte hören, sich im Rahmen von Festen treffen oder kleine Messen besuchen. Möglicherweise ließe sich hinter der Stadthalle zusätzlich eine größere Freilichtbühne in die Natur integrieren. 0 1 Andreas Ebert 17.09.2021 - 12:52 Wiederholung alter Sünden So wie es z.B. bei der 'Erneuerung' der Godesberger Innenstadt in den 70ern bis hin zu den Designkatastrophen in der Bonner Innenstadt (Bonner Loch/ Urban Soul) geschah setzt sich hier eine ideenlose Fassadengestaltung, die in 10 Jahren veraltet und in 20 als Bausünde erscheint, fort. Kubismus und gerade Oberflächen harmonieren schlecht bis gar nicht mit den Resten von Jugendstil und Gründerzeit. Die Flächen/ Nutzungsaufteilung ist zwar gelungen, aber die Gestaltung der äußeren Erscheinung mehr als verbesserungswürdig. 0 3 KlausGTx 19.09.2021 - 15:32 Verkehr und Mobilität, Abenteuerspielplatz, ÖPNV Vor der Musikschule, dem Kurfürstenbad und dem Rathaus müssen ausreichend Parkplätze erhalten bleiben (eigentlich alle) und die müssen kostenfrei sein. Es ist unmöglich die Kinder mit Instrumenten ohne Parkmöglichkeiten abzuliefern und dafür auch noch bezahlen zu müssen. Der Wegfall des Spielplatzes/Skaterpark an der Rigal'schen Wiese ist für die angrenzenden Wohngebiete eine Frechheit. In den Plänen ist keine Lösung für das Nadelöhr Burgstraße zu finden. Man sieht zur Zeit (ab 10.9.2021) das Verkehrschaos durch die Reduzierung auf eine Fahrspur beim Ännchen. Wenn jetzt auch noch die Ausweichsstrecke am Kurpark wegfallen soll, dann ist das Chaos ein Dauerzustand. Das größte Problem ist jedoch die Verschlechterung des ÖPNV in Schweinheim. Seit Einstellung der Linie 615 können Schulkinder ihre Schulen in der Rheinallee und Umgebung nicht mehr erreichen. Sehr viele Eltern sind jetzt gezwungen ihre Kinder mit dem Auto in die Schule zu bringen und abzuholen. Ohne Wiedereinsetzung der Linie 615 in der alten Linienführung bis Panoramapark ist das ÖPNV Konzept mit den Linien 638/639 gescheitert. 0 2 Henner 19.09.2021 - 16:02 Stadtraum City-Terrassen Bei den City-Terrassen handelt es sich nicht um Stadtraum! Es handelt sich nur um eine Fläche für die Mieter des Altstadt-Centers. Alle anderen Bürger haben keinen Grund, diesen Raum/diese Fläche zu nutzen. 0 1 Henner 19.09.2021 - 16:22 Städtebau: Rot(3) Ersatz Vorbau Villichgasse; Rot(4) So sollen auch noch die wenigen Geschäfte mit Charakter aus Godesberg verschwinden. Es ist eine gelungene Bebauung, die allenfalls etwas Make-Up vertragen könnte. Screen Villichgasse: Wer soll das denn lesen? Die Autofahrer auf Grund der jetzt schon seltsamen Ampelschaltung ohne Unfälle zu bauen? Die Mitbürger in der Linie 639? Dann schon eher eine Anzeigetafel am Lindenblock. 0 1 Henner 19.09.2021 - 16:28 Blau (3) Mobility HUB Burgstraße Die Kreuzung Winterstraße/Burgstraße ist der neuralgische Punkt für die Schweinheimer. Während des Berufsverkehrs staut sich der Autoverkehr bis zur Horionstraße. Wenn die Fläche für den Mobility HUB für Autofahrer eingeschränkt wird (z.B durch Wegfall von einer Abbiegespur) haben wir noch mehr Verkehrschaos. (die Buslinie 639 muss ebenfalls durch das Nadelöhr). 0 1 Henner 19.09.2021 - 16:43 Gelb (8) Gartenpassage Wegfall der Spielgeräte und kein Ersatz vorgesehen. Das war bis jetzt ein gut angenommener Spielbereich für den entspannenden Einkauf mit Kindern. Leider ersatzlos gestrichen. 1 1 Henner 25.09.2021 Spielplatz in der Nähe der Innenstadt belassen Statt einen neuen Spielplatz hinter der Stadthalle zu erdenken, sollte der existierende Spielplatz im Kurpark (in der Nähe der Postfiliale) attraktiver gestaltet und ggfs. vergrößert werden. 0 0 214_704552597 19.09.2021 - 16:54 Blau (11) Aufwertung Löbestraße / Mobility HUB Die Löbestr. ist DER Busknotenpunkt und ein Hauptverbindungsweg der Schweinheimer und Anwohner des Marienforster Tals in Richtung Rhein. Es sind bislang zwei Fahrspuren (in jede Richtung eine) und eine nicht nutzbare Busspur (wird als Pausenhaltestelle missbraucht) vorhanden. Eine Einschränkung der Verkehrsfläche ist unrealistisch. 0 1 Henner 19.09.2021 - 17:05 Blau (13) Umbau Stellplätze Stadthalle; Grün (8) Tennisplätze Bei der eingezeichneten Fläche handelt es sich nicht um die "Stellplätze Stadthalle" sondern um einen sehr gut genutzten Park&Ride Parkplatz der Dank der kostenfreien Nutzung auch gut angenommen wurde. Darüber hinaus ist dies die einzige Fläche in Bad Godesberg, die als Kirmes oder anderen Großveranstaltungen nutzbar ist. Der Wegfall des Spielplatzes/Skaterparks ist nicht akzeptabel. Ein Tennisclub mit nunmehr 9 Plätzen muss nun wirklich nicht in bester Lage in die Innenstadt. 0 2 Henner 19.09.2021 - 20:02 Bebauung Innenstadt - Dachbegrünung Es ist ein interessanter Entwurf mit vielen schattenspendenden Bäumen. Leider wurden geeignete Dachflächen nicht als/mit Dachbegrünung in die Planung integriert. 0 0 Henner 19.09.2021 - 20:22 Umgestaltung Burgstraße Unterhalb der Burg (Zwischen den Punkten Blau (3) und Rot (4)) ist laut Plan eine Begrünung mit Bäumen vorgesehen. Ohne Reduzierung um eine Fahrspur ist dafür kein Platz vorhanden. Alle Fahrspuren werden jedoch benötigt - wir haben viel mehr Verkehr als in den 70er Jahren. Da hatte die Burgstraße nur eine Fahrspur in jeder Richtung. Um die Sicherheit der Radfahrer zu verbessern muss an das Fahren entgegen der Fahrtrichtung (Seite Möbel Franz) unterbinden. Schnelle Hilfe gegen den Taubenkot in der Unterführung auf beiden Bürgersteigen ist notwendig. (Bekämpfung der Ursache!!) Die eingeplanten Fahrradständer im Einmündungsbereich Burgstraße/Villichgasse kann man sich an dieser Stelle sparen. 0 0 Henner 19.09.2021 - 20:30 Innenstadtbereich: Lieferverkehr Egal welche Art von Geschäften man in der Innenstadt wünscht - Lieferfahrzeuge sind notwendig. Schaut man sich die befahrbaren Flächen im Plan an, so sind diese meist durch Außengastronomie nicht nutzbar. Wenn ich vom aktuellen Lieferverkehr mit den großen LKWs ausgehe, bleibt dem Fußgänger durch die Begrünung nicht mehr viel Platz. Wie die LKWs dann wieder sicher rückwärts aus der Fußgängerzone herauskommen sollen, erschließt sich mir nicht. Ein Konzept zum Umladen in kleine elektrische Lieferfahrzeuge war m.W. nicht Bestandteil der Planung. 0 0 Henner 19.09.2021 - 20:38 Behindertenparkplätze Alle Behindertenparkplätze in der Pfarrer-Minarz-Str. und der Villichstr. entfallen lt. Plan. Im Planungsentwurf ist nicht ersichtlich, ob die Behindertenparkplätze Am Kurpark und Löbestr. ebenfalls entfallen. Möchte die Stadt einen kostenfreien Transferservice anbieten? 0 0 Henner 19.09.2021 - 20:47 Kreuzungspunkt Villichgasse/Ännchenplatz Im Ergänzungtext wird dieser Kreuzungsbereich als überdimensioniert beschrieben. Wenn man sich den Verkehr zu Berufsverkehrszeiten einmal ansehen würde, so könnte man nicht von einer Überdimensionierung sprechen. Selbst wenn man die nicht koordinierten Ampelschaltungen in diesem Bereich aufeinander abstimmen würde, kann man den Rückstau in und aus den Seitenstraßen nicht verhindern. Sollte es noch zu einer Fahrbahnreduzierung in der Burgstr. kommen, kann der Rest der Stadt noch so schön sein - es wird täglich zum Verkehrskollaps kommen. 0 1 Henner 20.09.2021 - 8:16 Kurfürstenallee und Stadthalle Der Entwurf hinsichtlich der Verlagerung der Kurfürstenallee an die kurfürstliche Zeile heran sollte auf keine Fall umgesetzt werden und ist aus meiner Sicht nicht durchdacht. An dieser Stelle befindet sich eine Musikschule, ein Kindergarten und ein Altersheim. Den Durchgangsverkehr, der dann ja auch den Verkehr von der Straße "Am Kurpark" aufnehmen soll, absichtlich direkt vor die Haustür dieser Einrichtungen zu legen, ist äußerst befremdlich. Die derzeitige Situation mit der abgesenkten Kurfürstenallee sorgt für eine entspannte Verkehrssituation vor der kurfürstlichen Zeile und nimmt auch nicht den Parkcharakter. Gleichwohl ist eine Umgestaltung der in die Jahre gekommenen Anlage vor der kurfürstlichen Zeile absolut geboten. Außerdem mit einzubeziehen ist die Tatsache, dass in der Stadtverwaltung auch Trauungen stattfinden. Insgesamt handelt es sich also bei der kurfürstlichen Zeile um einen Bereich mit hohem Aufenthaltscharakter im Außenbereich, der eher vergrößert als zerstört werden sollte. Die Parkplatzfrage ist ebenfalls unzureichend behandelt. Ein Wegfall der Parkplätze würde die entspannte Situation an dieser Stelle kaputt machen. Nicht berücksichtigt ist dabei auch, dass ein Neubau des Kurfürstenbads an dieser Stelle einen zusätzlichen Parkplatz- und Aufenthaltsbedarf nach sich zieht. Die bestehende Struktur war funktional eine sehr gut durchdachte Lösung. Gleiches gilt für die Stadthalle. Auch hier wurden die derzeitigen Parkplätze zwecks Rückbaus der Koblenzer Str. gestrichen und auf den P+R Parkplatz gelegt. Auch das ist in der Ansicht hübsch, aber inhaltlich völlig ungenügend, denn dieser Parkplatz ist bereits heute ausgelastet. Nicht unerwähnt bleiben sollte auch, dass für diesen Entwurf alte Bäume an der Kurfürstenallee fallen müssten. 1 3 Martin S. 25.09.2021 Querungshilfen Kurfürstenallee Die Kurfürstenallee sollte nicht verlegt oder umgestaltet werden. Für die Anbindung der Kurfürstlichen Zeile an den Kurpark sind die Fußgängerbrücke und die beiden Fußgängerüberwege an den Ampelkreuzungen ausreichend. Gegebenenfalls könnten Querungshilfen in Höhe der Musikschule und der Bezirksverwaltungsstelle/Rathaus hilfreich sein. 0 0 214_704552597 21.09.2021 - 10:23 Logistik-HUB(s) - LKW Anlieferung und Prekäre Arbeitsverhältnisse Die geplante Lieferung durch Lastenfahrrädern geht nur zu Lasten der Kuriere. Wie man in der letzten Zeit beobachten konnte, werden Fahrradkuriere so prekär bezahlt, das man aufstocken muss um davon zu leben. Wollen wir diese Situation auch in diesem Fall? Es gibt hervorragende kleine elektrische Kastenwagen die bei jedem Wetter eingesetzt werden können - zum Schutz der Fahrer*innen und Waren. Wie der geplante Logistic HUB hinter dem Bahnhof durch große LKW angefahren werden soll ist mir ein Rätsel. Den gesteigerten Lärmpegel direkt beim Hotel und der Wohnbebauung wird man nicht hinnehmen können. Ein Logistik HUB auf der Fläche der neuen Tennisplätzen auf der Rigal'schen Wiese ist für den LKW-Anlieferverkehr eher geeignet. 0 0 Henner 21.09.2021 - 10:33 Logistik-HUB Diese Maßnahme sollte als erstes in Form eines längerfristigen Tests vor irgend welchen Umbaumaßnahmen umgesetzt werden. Zentral ist die Einbeziehung des Godesberger Einzelhandels - ohne wird dieses Vorhaben scheitern. Wie man das Problem mit der Lieferung von gekühlter Ware und den großen Mengen von REWE/Rossmann/DM&Co lösen möchte, ist nicht ersichtlich. Auch eine Lösung für die Arztpraxen und Apotheken scheint man vergessen zu haben. 0 0 Henner 21.09.2021 - 10:47 Mobilitäts HUBs Wenn ich den Vorschlag richtig verstanden habe, sollen die Godesberger Bürgen ihre Einkäufe mit Hilfe von Miet-Lastenrädern transportieren. Diese Idee klingt für die Godesberger Stadtteile attraktiv, die sich auf dem gleichen Höhenniveau wie die Innenstadt befinden. Für die Stadtteile am Hang (Heiderhof, Schweinheim, Lannesdorf, Muffendorf und Marienforster Tal) trotz elektrischer Unterstützung für nicht so sportliche Bürger ist dies eine Herausforderung. 0 0 Henner 21.09.2021 - 11:05 1004_Praesentationsplaene.pdf Zeichnung STÄDTEBAU Der jetzt vorhandene P-R Parkplatz ist sehr gut ausgelastet. Verkleinert man jetzt die Grundläche auf 40% kann dies nur durch ein Parkhaus mit drei Parkebenen ersetzt werden. Kommen jetzt , wie eingezeichnet, auch die Parkplätze der Kurfürstenallee hinzu, schätze ich noch mindestens zwei weitere Parkebenen darauf. Solch ein massives Parkhaus dürfte an dieser Stelle wohl nicht genehmigungsfähig sein und es möchte wohl auch keiner haben. Auch wenn es sich bei dem Tennisclub Grün-Weiss e.V. um einen sehr alten (1900) Verein handelt, sehe ich nicht die Notwendigkeit von Tennisplätzen im Innenstadtbereich. Ich könnte mir für den jetzt vorhandenen Parkplatz der Rigal'sche Wiese eine Lösung in zwei Ebenen vorstellen. Eine etwas tiefer gelegte Parkebene und darüber Tennisplätze und Spielplatz/Skaterpark (an alter Stelle) über die gesamte Fläche. 0 2 Henner Ergebnisse der online-Beteiligung zum Wettbewerbsergebnis „Masterplan für den öffentlichen Raum Innenstadt Bad Godesberg“Seite 2 von 37 21.09.2021 - 11:20 Erreichbarkeit des Bad Godesberger Zentrums Die Sieger des Wettbewerbs präsentieren einen Entwurf, der das Erreichen der Bad Godesberger Zentrums für diejenigen Menschen unattraktiv macht, die mit dem Pkw anreisen möchten (statt mit dem ÖPNV, dem Fahrrad oder zu Fuß). Entfallen sollen nach dem Plan sämtliche nahe dem Ortszentrum gelegenen Parkplätze entlang der Kurfürstlichen Zeile bis zur chinesischen Botschaft. Und die zum Parken nutzbare Fläche an der Rigal‘schen Wiese wird etwa um die Hälfte verkleinert, um dorthin die bisher im Stadtpark liegenden Tennisplätze zu verlagern. An der Rigal’schen Wiese parken derzeit werktags zahlreiche Pendler, die ab der Stadthalle die U-Bahn für ihre Weiterfahrt benutzen – bislang ein politisch erwünschtes Verhalten. Das mit den Plänen angestrebte Ziel der gesteigerten Aufenthaltsqualität im Bad Godesberger Zentrum soll zu Lasten der Erreichbarkeitsqualität erzeugt werden. Die dadurch sinkende Kundenfrequenz macht den Standort für Handel, Dienstleistungsbetriebe und Gastronomie unattraktiver. Das Bad Godesberger Zentrum wird durch den Rückzug der Betriebe auf Dauer veröden. Schon heute wendet sich viel Kaufkraft der Bad Godesbergerinnen und Bad Godesberger und aus dem Umland lieber den gut frequentierten Wettbewerbern in den Einkaufszentren in Wachtberg-Berkum und Meckenheim (Neuer Markt) zu. Auch der Plan, den motorisierten Individualverkehr (ausgenommen Anwohner) aus der Straße Am Kurpark auszusperren, signalisiert, dass Auto fahrende Menschen im Bad Godesberger Zentrum zukünftig nicht willkommen sind: denn die aus Westen anfahrenden (und zurück) werden überwiegend die ohnehin sehr stark belastete Burgstraße als Alternative wählen (müssen) und dort für zunehmende Staus sorgen – mit Folgen für die Anwohner. Die demografische Entwicklung beschert uns vorhersehbar eine immer stärker alternde Gesellschaft. Die Zahl der privat genutzten Kraftfahrzeuge nimmt immer noch zu, wenn auch aktuell vermehrt mit elektrischem Antrieb. Hinsichtlich der Erreichbarkeit der Bad Godesberger Innenstadt nimmt der Siegerentwurf auf diese Trends keine Rücksicht. 0 2 Bebi 21.09.2021 - 13:52 Altstadtcenter / Brücke zum Godesberg Der Planungsentwurf legt sehr viel Wert auf Barrierefreiheit (+++) Bein Zugang zum Burgberg geht dieser Ansatz komplett verloren. Zur Zeit gibt es keine Möglichkeit von der Innenstadt mit Rollator/Rollstuhl/Kinderwagen die Godesburg zu erreichen (außer man begibt sich in Gefahr). Der geplante Zugang über die Brücke scheint nur über Stufen erreichbar zu sein. Von der Brücke bis zur Burg kann man nur über die Zugangsstraße (ohne Bürgersteig) barrierefrei die Burg erreichen. 0 1 Henner 21.09.2021 - 15:34 Planung auf Innenstadt konzentrieren - Die Planungen sollten sich auf die Bad Godesberger Innenstadt konzentrieren, denn dort sich Veränderungen am notwendigsten. Der Kurpark kann erstmal außen vor bleiben. - Die Neugestaltung von Brunnen ist richtig, fraglich ist jedoch die Notwendigkeit eines massiven Eingriffs in die Bausubstanz (Bsp. Umgestaltung der Michaelsarkaden/Michaelsplatz, nach diese gerade saniert sind) - Bad Godesberg muss weiter ein gut erreichbares Einkaufszentrum bleiben. Deshalb müssen auch die Verkehrsflüsse des MIV in der Planung Beachtung finden. Die gute Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem PKW darf nicht in Frage gestellt werden 2 2 johnnyce 25.09.2021 Betrieb von Brunnen in Bonn Die Ideen für zusätzliche Brunnen sind kreativ und passen zu Bad Godesberg unter der Voraussetzung, dass der dauerhafte Betrieb durch die Stadt gewährleistet ist. Solange die Stadt den Betrieb und die Pflege ihrer Brunnen vernachlässigt, sollte nicht in weitere Brunnen investiert werden. Brunnen ohne Wasser sind nicht attraktiv. 0 0 214_704552597 25.09.2021 Visionäre Planung am Fronhof und Michaelshof Wenn sich zukünftig irgendwann Möglichkeiten für Umplanungen am Fronhof oder Michaelsplatz/Villichgasse ergeben sollten, ist eine erneute umfassende Bürgerbeteiligung zu empfehlen. Die nach Norden geöffnete U-Form am Fronhof ist wahrscheinlich eine der schlechtesten möglichen Varianten. Im Bereich Michaelshof/Villichgasse erscheinen Abriss (Pavillongebäude und "Schatzinsel") und insbesondere Neubau fragwürdig. 0 0 214_704552597 21.09.2021 - 20:17 Abenteuerspielplatz hinter der Stadthalle 1. Der absolut notwendige Abenteuerspielplatz ist erst für die Phase 3 (2050) geplant, d.h. fast 30 Jahre zu spät. Der Bedarf ist hier und jetzt! 2. Einen und hier meine ich wirklich nur einen Abenteuerspielplatz für Godesberg (ca. 75.000 Einwohner) ist ein passender Ausdruck für die Belange der Kinder 3. Baubeginn sofort! Noch 2021!!!! 4. Den Abenteuerspielplatz auf die Grünfläche gegenüber dem Hotel Eden bauen. Er muss so nahe wie möglich an Schweinheim liegen, da dieser Stadtteil nur einen winzigen Spielplatz besitzt und die Stadt in den letzten 30 Jahren es nicht geschafft hat, einen weiteren Spielplatz für Schweinheim einzurichten. 0 1 Henner 21.09.2021 - 20:23 Spielgeräte in der Innenstadt In den Planungen sind die Belange der Kinder vergessen worden. OK einen Wasserlauf in der Fußgängerzone im Sommer und jede Menge Turngeräte (Fahrradständer). 0 1 Henner 22.09.2021 - 13:28 Neuer Verlauf der Kürfürstenallee – Satire, Planungsfehler oder ernst gemeint? Neuer Verlauf der Kürfürstenallee – Satire, Planungsfehler oder ernst gemeint? Im Siegerentwurf wird die Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs auf die Fassadenseite der Kurfürstlichen Zeile vorgeschlagen. Damit würde dieser Verkehr – nach einem „Zick-Zack“ um den „Vorgarten“ der Redoute - nicht nur unmittelbar vor das ehemalige Rathaus verlagert, sondern in Richtung Lannesdorf auch vor die „Haustüren“ einer Kindertagesstätte, der Jugendmusikschule, eines Altenzentrums und der Rigal’schen Kapelle. Das kann doch nicht ernst gemeint sein?! 0 2 Bebi 22.09.2021 - 13:52 Koblenzer Str. Wenn ich die Zeichnung richtig lese, wird die Koblenzer Str. vor und nach der Haltestelle zu einer Allee mit zwei Baumreihen. Wenn die Bestandsbäume gefällt werden, ist vielleicht noch Platz für eine weitere Baumreihe - dafür aber kein Platz mehr für eine Haltestelle. Wird die Koblenzer Straße im Innnenstadtbereich für den ÖPNV und die Radfahrer gesperrt? 0 0 Henner 22.09.2021 - 14:00 Quelle Auch wenn die Quelle als Identitätsstiftend angesehen wird, so halte ich die Sichtachse von der Innenstadt zur Quelle als überflüssig. Wenn man den Ausschank von Quellwasser in den Innenstadtbereich (z.B. Theaterplatz) verlegen würde (Pfandgläser…) könnte man so wirklich zu einer wachsenden Identität kommen. Welcher junge und hinzugezogene Bürger erfährt überhaupt von dem Ausschank an der Quelle? Wenn man das Wasser wieder in Flaschen abfüllen könnte (nicht zum selbstbefüllen), so könnte man es sogar wieder in der Gastronomie den Gaumenfreunden anbieten. 0 0 Henner 24.09.2021 - 9:18 Mobility HUB Burgstraße Falls die Stadt den Bus 615 nicht wieder einsetzt, brauchen wir noch eine Haltestelle des Buses 639 beim Mobility HUB Burgstraße. Zwischen der Haltestelle Molkteplatz und der Burgschule fehlt am Fuße des Berges eine Einstiegsmöglichkeit. 0 0 Henner 24.09.2021 - 11:31 Kurfürstenallee und Kurfürstliche Zeile, Sichtbarkeit der Godesburg Der Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg nimmt Stellung zum Siegerentwurf des Masterplans. Grundsätzlich unterstützen wir dabei jede Anstrengung zum Aufwerten der Bad Godesberger Innenstadt. Entsprechend dem satzungsgemäßen Vereinszweck steht bei unserer Stellungnahme die Wahrnehmbarkeit der stadtgeschichtlich bedeutsamen, für den Stadtbezirk identitätsstiftenden Gebäude und Denkmale sowie Landschaften im Vordergrund. Im Rahmen des vorgestellten Siegerentwurfs betrifft dies vor allem die Kurfürstliche Zeile und die weiteren, südwestlich davon gelegenen denkmalgeschützten Gebäude entlang der Kurfürstenallee sowie die Godesburg. Positiv ist, dass der Siegerentwurf die Bedeutung der Kurfürstlichen Zeile erkennt und sie stärken will. Im Erläuterungstext zum Siegerentwurf wird die Fläche zwischen der heutzutage tiefer gelegten Verkehrsachse Kurfürstenallee und der unmittelbar vor der Kurfürstlichen Zeile gelegenen Straße (derzeit Parkplätze) beschrieben als „thematisch gestufte ‚Esplanade‘ für den Komfort von Flaneuren und anderen leichten Nutzungen wie Spiel-, Sport- und Wellnessangeboten“. Dafür sind „kulissenhaft konzipierte, niedrige Heckenkörper“ vorgesehen. Der VHH legt dabei Wert darauf, dass der freie Blick auf die historischen Gebäude - und damit ihre Wahrnehmbarkeit - nicht über den vorhandenen Bewuchs hinaus behindert wird. Besonders bedenklich sehen wir allerdings die vorgeschlagene „Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) auf die Fassadenseite der Kurfürstlichen Zeile“. Schon heute ist die Kurfürstenallee von MIV und ÖPNV stark frequentiert. Falls die Straße Am Kurpark – wie im Siegerentwurf vorgesehen – für den MIV gesperrt wird (ausgenommen Anwohner), wird das zu einer Verlagerung und Zunahme des Verkehrs auf der Kurfürstenallee führen. Dadurch wird die Aufenthaltsqualität im Bereich der Kurfürstlichen Zeile und der benachbarten, denkmalgeschützten Gebäude stark beeinträchtigt. Grundsätzlich ist für den Erhalt der Kurfürstlichen Zeile deren künftige Nutzung ausschlaggebend. Anpassungen des Umfelds sollten darauf ausgerichtet sein, so dass der Siegerentwurf auch aus diesem Grund hier keinen finalen Vorschlag unterbreiten kann. Den Erhalt der Sichtachse zur Godesburg unterstützen wir nachdrücklich. Allerdings legen wir Wert auf ein sensibles Vorgehen bei den vorgeschlagenen Maßnahmen. Die Präsentationspläne des Siegerentwurfs zeigen Am Michaelshof eine derzeit nicht vorhandene, zweite Baumreihe. Die Gefahr besteht, dass diese die Sichtbarkeit der für Bad Godesberg überaus wichtigen Godesburg für Personen erheblich beeinträchtigt, die sich vom Kurpark aus dem innerstädtischen Zentrum nähern. Zusätzlich würde nebenher der Blick auf die südwestliche Fassade des (ebenfalls denkmalgeschützten) städtischen Schauspielhauses behindert. Ebenfalls unter dem Aspekt der guten Sichtbarkeit der Godesburg wünschen wir uns, dass die „akzentuierten Kopfbauten der Bestandsgebäude“ durch „zusätzliche Aufbauten“ nicht die Sichtbarkeit der Godesburg aus der Perspektive von Fußgängerinnen und Fußgängern verhindern. Grundsätzlich ist zu bemerken, dass der Siegerentwurf keinen Vorschlag zur besseren Anbindung der Godesburg an die Innenstadt vorsieht, obwohl er an anderer Stelle durchaus Vorschläge zu Änderungen an bestehenden privaten Gebäuden nennt. 0 2 Verein für Heim... 25.09.2021 - 9:39 Kein Halbrund in der Nähe des kleinen Theaters Stattdessen sollte die überdachte Musikmuschel der Stadthalle am Weiher genutzt werden, damit Konflikte zwischen Theaterbetrieb und Veranstaltungen im Park nach Möglichkeit vermieden werden. 0 0 214_704552597 25.09.2021 - 9:52 Öffentliche Flächen im Kurpark statt Tennisplätze Der Pachtvertrag zur Nutzung von Flächen für Tennisplätze sollte seitens der Stadt als Reaktion auf die geplante Bebauung von nicht abbaubaren Tennishallen mitten im Kurpark schnellstmöglich gekündigt werden. Es ist mehr als erfreulich, dass der Masterplan für die Innenstadt Bad Godesbergs diese Flächen wieder für die Öffentlichkeit nutzbar macht, nachdem der Raum für Tennisplätze in der Vergangenheit zunehmend ausgedehnt und überbaut wurde. Der neue Standort von Tennisplätzen auf dem P+R-Parkplatz Rigal’sche Wiese sollte allerdings überdacht werden. 1 0 214_704552597 26.09.2021 Erst ÖPNV-Masterplan, dann Flächenhandel Ich begrüße zwar die Verlagerung der Tennisplätze zur Steigerung der Attraktivität von Wegebeziehungen im Stadtpark, möchte jedoch dazu anregen, zuerst - wenn auch zum X-ten Mal - die Verlängerung der Stadtbahn in den Godesberger Süden zu prüfen. Dadurch könnten Zubringerverkehre bereits andernorts "zwischengelagert" werden, innenstadtnahe Parkplatzflächen könnten neu verhandelt werden. Wenn die aus Innenstadtsicht jenseits des heutigen Parkplatzes gelegenen Angebote für Kinder und Jugendliche im Ergebnis näher an oder gar in die Innenstadt wandern, profitiert bestimmt auch diese davon. 0 0 ihr-solltet-mehr- träumen 25.09.2021 - 9:54 Historischer Bachverlauf Statt gerader Wasserrinnen auf dem Theaterplatz sollten ggfs. leicht gewundene Wasserrinnen bspw. in der Pfarrer-Minartz-Str., der Villichgasse und der Oststr. möglichst ortsnah an den historischen Bachverlauf durch Bad Godesberg erinnern. 1 0 214_704552597 26.09.2021 Lieber Bachlauf erleben als erinnern Warum nicht den Bach im Innenstadtbereich an die Oberfläche zurückholen? Der kanalisierte Bach verläuft in der Innenstadt doch weitestgehend unter den Straßen, welche zudem die am stärksten vernachlässigten Bereiche BGs darstellen. Diese Straßen und Gassen könnten durch das naturnahe Fließgewässer in einer Fußgängerzone insbesondere für Familien interessante Aufenthaltsorte sein und im baulichen Bestand eine Aufwertung durch einen attraktiven öffentlichen Raum erfahren. Sollte kein Bach möglich oder erwünscht sein, möchte ich einen "Bachlauf" vergleichbar dem im Hardtbergbad auf der Treppe/Brücke zur Godesburg anregen. 0 0 ihr-solltet-mehr- träumen 25.09.2021 - 21:13 Nachhaltigkeit? Der Entwurf lässt leider sehr zu wünschen übrig. Das Thema Nachhaltigkeit wird nicht berücksichtigt. Die Wasserspiele bergen auf lange Sicht hohe Kosten, ebenso wie die Projektion. Kinder und Jugendliche werden sollten stärker in den Fokus genommen werden (statt potentieller Wasserspielmöglichkeiten gibt es definitiv viele Möglichkeiten dies stärker zu berücksichtigen). 0 0 chris10 26.09.2021 - 17:08 Spielplatz an der Rigal'schen Wiese erhalten Der Spielplatz an der Rigal'schen Wiese muss für Kinder und Jugendliche erhalten bleiben. 0 1 214_704552597Seite 3 von 37 26.09.2021 - 17:25 Der richtige Ansatz Zunächst einmal: es kann nur besser werden. In der Bad Godesberger Innenstadt ist ein seit Jahren anhaltender Abwärtstrend zu erleben. Hier muss gegengesteuert werden. Dass dabei vieles sich verändern muss, sollte als Chance verstanden werden. Nur was sich ändert, bleibt erhalten! Der Entwurf weist in vielen Punkten in die richtige Richtung . Wichtigster Punkt: Mehr Grün und Wasser in die Stadt! Das hilft bei der notwendigen Anpassung an den Klimawandel. Wir werden noch viele heiße Sommer erleben, und dankbar sein für jeden Baum, der Schatten spendet. Wasserläufe und bespielbare Brunnen sind für Kinder (das kann ich aus eigener Erfahrung in anderen Städten bestätigen) im Sommer das Größte. Besonders den Theaterplatz empfinde ich im Augenblick als Asphaltwüste, da fühle ich mich schon beim Anblick der Entwurdsbilder viel wohler. Zweiter Punkt: das leidige Thema Auto. Auch hier geht der Entwurf in die richtige Richtung, denn Städte sind für Menschen und nicht für Autos gemacht. Leider wurde das jahrzehntelang ignoriert. Wenn es nach den Bedürfnissen der Autolobby ginge, gäbe es z.B. heute noch keine Fußgängerzonen in Deutschland - denn schon damals wurde bei deren Einführung darüber geklagt, dass damit der Niedergang der Geschäftswelt eingeläutet wird. Das Gegenteil war der Fall. Heute erleben wir den Niedergang der Godesberger Geschäftswelt trotz guter Erreichbarkeit mit dem PKW. Meiner Meinung nach ist es aber die Aufenthaltsqualität, die über den Standort Bad Godesberg entscheidet. Und dazu gehört auch, die Belastung mit PKW-Verkehr zu verringern und die Durchlässigkeit für nichtmotorisierten Verkehr zu erhöhen. Auch das leistet der Entwurf ganz gut. Dritter guter Ansatz: mehr Wohnen in der Innenstadt. Die Innenstadt als reine Geschäftswelt hat meiner Meinung nach keine Zukunft. Hier wird in Zukunft mehr Nutzungsmischung sttfinden, dafür muss aber die Innenstadt aber auch als Lebensraum attraktiver gemacht werden. Letzter Punkt: Kultur. Hier finde ich z.B. die Idee, Kulturveranstaltungen auch mal ins Freie zu verlegen, sehr gut. Kultur ist jedenfalls ein Faktor, der die Attraktivität der Godesberger Innenstadt erhöhen kann, und das sollte doch letzten Endes ein gemeinsames Anliegen sein. 0 0 onkeli 26.09.2021 - 22:21 Entsiegelung und Materialwahl Die Pläne der Fußgängerzone werden von Natursteinflächen dominiert. Zwei Anregungen : Weniger versiegelte Flächen sparen neben vielen anderen positiven Effekten Oberflächenmaterial. Granit ist langlebig und wirkt ohne Zweifel wertig. Im Rheinland hat sich jedoch die Grauwacke als lokal zu beziehendes Material etabliert, das nicht nur in Kleinpflasterformaten verlegt wird. 0 0 ihr-solltet-mehr- träumenSeite 4 von 37 Dokumentation Offener zweiphasiger interdisziplinärer Realisierungswettbewerb Masterplan Innenstadt Bad Godesberg - BonnSeite 5 von 37 3 Allgemein Betreuung, Vorprüfung, Redaktion Stadtbauplan GmbH Rheinstraße 40 - 42 64283 Darmstadt vertreten durch: Eva Baumgarten-Weng Telefon: 06151 - 99 57 0 Fax: 06151 - 99 57 30 E-Mail: BN-ISEK-Bad-Godesberg@ stadtbauplan.de Bearbeitung: Barbara Muschol Alexandra Vey-Lanzrath Inanna Treff Stand: Oktober 2021 Bei der Durchführung dieses Wett- bewerbs galten die Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städ- tebaus und des Bauwesens RPW 2013 in der vom Bundesministerium für Ver- kehr, Bau und Stadtentwicklung BMVBS am 31.01.2013 herausgegebenen und mit dem Erlass des Landes Nordrhein- Westfalen vom 05.06.2014 eingeführ- ten Fassung, soweit in einzelnen Punk- ten dieser Auslobung nichts Anderes bestimmt ist. Auslober*innen, Teilnehmer*innen so- wie alle am Verfahren Beteiligten er- kennen den Inhalt der Auslobung als verbindlich an. Die Auslobung wurde mit dem Aus- schuss „Wettbewerbs- und Vergabe- wesen“ der Architekten- und Stadt- planerkammer Nordrhein-Westfalen abgestimmt und unter der Nummer Nr. W01/21 RPW 2013 registriert. Die Auslobung wurde ordnungsgemäß bekannt gemacht (RPW 2013 § 3 Abs. 1). Impressum Auslober Bundesstadt Bonn Stadtplanungsamt Berliner Platz 2 53111 Bonn Projektmanagement: Stadtplanungsamt Berliner Platz 2 53111 Bonn vertreten durch: Amtsleiterin Petra DennySeite 6 von 37 4 5 Inhaltsverzeichnis IMPRESSUM 3 Allgemein 3 Auslober 3 Betreuung, Vorprüfung, Redaktion 3 BESCHREIBUNG DES VERFAHRENS 5 Anlass und Ziel des Wettbewerbs 5 Wettbewerbsteilnehmer*innen 6 Preisgericht und Vorprüfung 7 Beurteilungskriterien 8 Termine 8 Preise 8 Weitere Beauftragung 9 GRUNDLAGEN AUFGABENSTELLUNG 11 ISEK 12 Ergebnisse der Beteiligung 14 Ergebnisse der Expertenworkshops 16 Teilnehmer 16 Vorgaben / Leitlinien 17 WETTBEWERBSAUFGABE 21 Extrakt der Aufgabenstellung 21 Rückfragenbeantwortung Kolloquium II 23 PREISGERICHTSSITZUNG - PHASE I 26 WETTBEWERBSBEITRÄGE PHASE I 27 1. Wertungsrundgang 27 2. Wertungsrundgang 28 Engere Wahl 30 PREISGERICHTSSITZUNG - PHASE II 32 1. PREIS 34 capatti staubach urbane Landschaften, Berlin 34 2. PREIS 42 HochC Landschaftsarchitekten PartGmbB, Berlin 42 2. RUNDGANG 50 mesh landschaftsarchitekten, Hannover 50 OX2 architekten GmbH / stadtplanung – mÜcke, Aachen / Darmstadt 58 Beschreibung des Verfahrens Die Bad Godesberger Innenstadt In vielen Bereichen der Bad Godesberger Innenstadt zeigt sich eine in die Jahre gekommene, nicht mehr zeitgemäße Ge- staltung von Grün- und Freiflächen, Wegen und Plätzen. Die Innenstadt vereint neben ihren zahlreichen historischen Gebäuden im Bereich der Kurfürstlichen Zeile, den aus der Gründerzeit stammenden Ge- bäuden im Bereich der Fußgängerzone und einzelnen Fachwerkhäusern auch die zahlreichen Gebäude aus den 1970er und 1980er Jahren, als Teile der historischen Altstadt abgebrochen wurden. An deren Stelle traten u. a. die sog. City- Terrassen, eine große Freitreppe, die beid- seitig von einem Geschäfts- und Wohn- komplex flankiert wird, als Verbindung zwischen Burgberg der Godesburg und der Fußgängerzone. Aufgrund dieser heteroge- nen Bebauung mit Gebäuden unterschiedli- cher Baualtersklassen wirkt die Innenstadt weder historisch noch modern und bietet kein stimmiges Erscheinungsbild. Die am Rande der Innenstadt gelegene Kur- fürstliche Zeile stellt mit Einrichtungen wie dem Bürgerservice im ehemaligen Rathaus oder der Musikschule noch immer einen wichtigen funktionalen Teilraum der Innen- stadt dar. Das Gebäudeensemble mit seiner historischen Bausubstanz weiß durch seine Architektur zu beeindrucken. Trotz der im- posanten Gebäude begründet die Gestal- tung des öffentlichen Raums im Bereich der Kurfürstlichen Zeile einen Aufwertungsbe- darf. Neben den öffentlichen Plätzen sind auch die verschiedenen Eingangsbereiche in die Fußgängerzone wenig einladend ge- staltet und schlecht erkennbar. Insbeson- dere für vom Bahnhof sowie vom Kurpark und der Kurfürstlichen Zeile kommende Besucher*innen präsentiert sich die Fuß- gängerzone nach innen gekehrt und von der Innenstadt abgeschnitten. Parkanlagen Zentrales Kennzeichen der Innenstadt sind die Parkanlagen und Grünflächen. Die Parks, die sich im sog. Kurviertel befinden, verströmen vielfach noch den Charme vergangener Jahre, als Bad Godesberg als Kurort mit Heilquellen und ergänzenden Gesundheitsangeboten bekannt war. Mitt- lerweile ist die Gestaltung mit verschie- denen Sitzbankmodellen in unterschiedli- chen Qualitäten, einer Pflasterung, die an vielen Stellen Unebenheiten und Schäden aufweist, verwahrlosten Brunnenanlagen, Wasserläufen und Beeten und zahlreichen nicht barrierefrei angelegten Wegen nicht mehr zeitgemäß. Zwar befindet sich in ei- nem der Parks eine Tennisanlage; weitere Sport- und Freizeitmöglichkeiten sowie Be- wegungselemente fehlen jedoch. Integriertes städtebauliches Entwick- lungskonzept (ISEK) Die Bundesstadt Bonn hat gemeinsam mit der Bürgerschaft und Stadt- und Regional- planung Dr. Jansen GmbH ein Leitbild für den Stadtbezirk Bad Godesberg erarbeitet, um ein langfristig tragfähiges Profil für den Stadtteil zu erhalten. Aufbauend auf dem Leitbild für den Stadt- bezirk wurden konkrete Maßnahmen, Zu- kunftsperspektiven und Projekte für die Anlass und Ziel des Wettbewerbs Auszug aus dem ISEK (Büro Dr. Jansen GmbH) Innenstadt in Form eines ISEK erarbeitet, die in einen Zeitraum von ca. 20 Jahren umgesetzt werden sollen. Die Wettbe- werbsinhalte Masterplan Innenstadt Bad Godesberg sowie die Detailplanungen des Realisierungsbereiches sind im ISEK als Maßnahmen verankert. Ziel des Wettbewerbs Ziel des Wettbewerbs ist die Schaffung einer planerischen Grundlage für die Be- seitigung der in der Innenstadt von Bad Godesberg bestehenden gestalterischen, städtebaulichen und funktionalen Mängel des öffentlichen Raums. Hierzu sollen eine überzeugende überge- ordnete Leitidee/Vision (Masterplan) er- arbeitet werden, die Strahlkraft besitzt, um die Godesberger Bürgerschaft und Geschäftsleute für den anstehenden Trans- formationsprozess zu aktvieren und moti- vieren. Des Weiteren sind konkrete Gestaltungs- vorschläge und Nutzungskonzepte für die Neugestaltung prioritärer Räume zu entwi- ckeln. Dabei steht die Identität und Orientierung für „neue“ und „alte“ Bad Godesberger und die Einzigartigkeit des Ortes ebenso im Fo- kus wie die zukunftsfähige, klimaangepass- te und wassersensitive Stadt mit hoher Au- thentizität und Nutzerfreundlichkeit.Seite 7 von 37 6 7 Beschreibung des Verfahrens Wettbewerbsteilnehmer*innen § 4 RPW TEILNAHMEBERECHTIGT WAREN: Landschaftsarchitekt*innen in bindender Zusammenarbeit mit Stadtplaner*innen. Der/die Landschaftsarchitekt*in ist dabei federführend. Verkehrsplaner*innen sind nur teilnah- meberechtigt in Arbeitsgemeinschaft mit einem/einer Landschaftsarchitekt*in und einem/einer Stadtplaner*in. Zugelassen waren Einzelbewerber*innen und Bewerbergemeinschaften. Die Teilnahmeberechtigung galt für natürli- che und juristische Personen, die die gefor- derten fachlichen Anforderungen erfüllen. Bei natürlichen Personen waren die fach- lichen Anforderungen erfüllt, wenn sie gemäß Rechtsvorschrift ihres Heimat- staates berechtigt sind, am Tage der Bekanntmachung die Berufsbezeich- nung Landschaftsarchitekt*in bzw. Stadtplaner*in zu führen. Ist die Berufsbezeichnung im jeweiligen Heimatstaat gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die oben genannten fachlichen Anforderungen, wer über ein Diplom, Prü- fungszeugnis oder sonstigen Befähigungs- nachweis verfügt, dessen Anerkennung der Richtlinie 2005/36/EG und den Vorgaben des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABI. EU Nr. L 255 S. 22) entspricht. Bei juristischen Personen waren die fach- lichen Anforderungen erfüllt, wenn zu ih- rem satzungsgemäßen Geschäftszweck Planungsleistungen gehören, die der an- stehenden Planungsaufgabe entsprechen, und wenn die bevollmächtigte Vertretung der juristischen Person und der Verfasser der Wettbewerbsarbeit die fachlichen An- forderungen erfüllen, die an die natürlichen Personen gestellt werden. Bewerbergemeinschaften natürlicher und juristischer Personen waren ebenfalls teil- nahmeberechtigt, wenn jedes Mitglied die- ser Bewerbergemeinschaft teilnahmebe- rechtigt ist. Sachverständige Berater*innen und Fachplaner*innen unterliegen nicht den Teilnahmebedingungen. NACHWEIS DER TEILNAHME- BERECHTIGUNG Folgende Nachweise waren zu erbringen: – Nachweis der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung durch beigefügte Kopie der Eintra- gungsurkunde in eine Architekten- kammer (Landschaftsarchitekt*in und Stadtplaner*in); – bei jurist. Personen ein aktueller Handelsregisterauszug. In Ermange- lung eines solchen eine gleichwertige Bescheinigung einer Gerichts- o. Verwaltungsbehörde des Ursprungs- o. Herkunftslandes (von jedem Mitglied einer Bewerbergemeinschaft); – Eigenerklärung zu den Ausschlussgrün- den nach § 79 Abs. 2 VgV sowie in einem separaten, verschlossenen Umschlag pro Wettbewerbsarbeit: – Verfassererklärung gemäß § 5 Abs. 3 RPW 2013 Jeder hat seine Teilnahmeberechtigung ei- genverantwortlich zu prüfen! Die Unterlagen für den Nachweis der Teilnahmeberechtigung werden nur von den Preisträgern am Ende des Wettbe- werbsverfahrens angefordert. Unbenommen hiervon ist von allen Teilnehmern am Wettbewerb die Verfassererklärung (zur Wahrung der An- onymität in einem separaten, verschlosse- nen Umschlag) zusammen mit dem Wett- bewerbsbeitrag je Phase abzugeben. PREISRICHTER (in alphabetischer Reihenfolge) Fachpreisrichter*innen 1. Ina Bimberg, Landschaftsarchitektin, Iserlohn, Städtebau- und Gestaltungsbeirat der Stadt Bonn 2. Prof. Dr. Constanze Petrow, Landschaftsarchitektin, Hochschule Geisenheim, Institut für Freiraumentwicklung 3. Prof. Rolf Egon Westerheide, Bauassessor, Architekt und Stadtpla- ner, Aachen Städtebau- und Gestaltungsbeirat der Stadt Bonn 4. Helmut Wiesner, Dezernent Dezernat für Planung, Umwelt und Verkehr, Bonn Vertretung Fachpreisrichter*innen 5. David Baier, Amtsleitung, Amt für Umwelt und Stadtgrün Bonn 6. Petra Denny, Amtsleitung, Stadtplanungsamt Bonn 7. Christian Jürgensmann, Landschaftsarchitekt, Duisburg Sachpreisrichter*innen 1. Dr. Ulrich Barth, SPD 2. Christoph Jansen, CDU 3. Michael Wenzel, Die Grünen Vertretung Sachpreisrichter*innen 4. Prof. Dr. Norbert Jacobs, CDU 5. Gabriel Kunze, SPD 6. Klaus Peter Zühlke-Robinet, Die Grünen SACHVERSTÄNDIGE (IN ALPHABETISCHER REIHENFOLGE; OHNE STIMMRECHT) 7. Victoria Appelbe, Amtsleitung, Amt für Wirtschaftsförderung Bonn 8. Katrin Bisping, Stadtkonservatorin, Stadt Bonn 9. Larissa Blumenauer, Referentin der Schauspieldirektion, Theater Bonn Beschreibung des Verfahrens Preisgericht und Vorprüfung § 6 ABS. 1 RPW 10. Peter Esch, Amtsleitung, Tiefbauamt Bonn 11. Kerstin Hemminger, Stadtplanungsamt Bonn 12. Uta Kaiser, Amt für Umwelt und Stadtgrün Bonn 13. Stefan Kruse, Geograph, Büro Junker + Kruse 14. Manuel Mayer, Stadtplanungsamt Bonn 15. Bettina Müller, Stadtplanungsamt Bonn 16. Nils-Simon Schütt, Stadtplanungsamt Bonn 17. Konstantin Walter, Tiefbauamt Bonn VORPRÜFUNG Stadtbauplan GmbH Rheinstraße 40 - 42 64283 Darmstadt Telefon: 06151 - 99 57 0 Fax: 06151 - 99 57 30 vertreten durch: Eva Baumgarten-WengSeite 8 von 37 8 9 Die im Folgenden aufgeführten Kriterien für die Prüfung bzw. Preisrichterbeurteilung waren: Phase 1 und 2 – Robustheit und Zukunftsfähigkeit der übergeordneten Strategie, auch im Hinblick auf stadtklimatische und öko- logische Gesichtspunkte – Stärkung der blauen und grünen Infra- struktur – Überzeugungskraft und Aktivierungs- potential der räumlich-funktionalen Leitidee/Vision – Beitrag zur Identitätsstiftung – Nutzungsangebot, Funktionalität, Aufenthaltsqualität und sozialräumliche Gebrauchsfähigkeit, auch im Hinblick auf die unterschiedlichen Nutzergrup- pen – Gestalterische Qualität – Verknüpfung der Innenstadt mit umlie- genden Bereichen – Barrierefreiheit – Wirtschaftlichkeit/Nachhaltigkeit Die Reihenfolge der aufgeführten Beurteilungskriterien stellt grundsätzlich keine Gewichtung dar. Preisrichtervorbesprechung Phase 1: (als Videokonferenz) 14.Januar 2021 Bekanntmachung/Downloadmöglichkeit der Wettbewerbsunterlagen: ab dem 22. Januar 2021 Kolloquium Phase 1 (digital) 11. Februar 2021 Abgabetermin Pläne Phase 1: 16. April 2021 Preisgerichtssitzung Phase 1: 26. Mai 2021 Kolloquium Phase 2: 08.Juni 2021 Abgabetermin Pläne Phase 2: 09. August 2021 Preisgerichtssitzung Phase 2: 08. September 2021 Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten: 09. - 26. September 2021 TermineBeurteilungskriterien § 5 ABS. 1 RPW Beschreibung des Verfahrens Die Ausloberin wird gemäß § 8 Abs. 2 RPW unter Berücksichtigung der Empfehlung des Preisgerichtes den Gewinner mit den folgenden Planungsleistungen beauftragen, sofern kein wichtiger Grund der Beauftra- gung entgegensteht: – städtebaulicher Entwurf gem. Merk- blatt 51 der AKBW/Anlage 9 HOAI 2013, LPH 1-3 – Objektplanung Freianlagen gem. §39 HOAI für einen ca. 15.000 m² großen Bereich (die Abgrenzung hierzu wird nach Phase 1 festgelegt), LPH 1 (antei- lig), 2, 3, 5 und 6 – Objektplanung Verkehrsanlagen gem. §47 HOAI für einen ca. 15.000 m² großen Bereich (die Abgrenzung hierzu wird nach Phase 1 festgelegt), LPH 1 bis 3, 5 und 6 zzgl. besondere Leistungen (u.a. künstleri- sche Oberleitung der Freianlagen). Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Der Auftraggeber schätzt die Planungsan- forderungen wie folgt ein: – städtebaulicher Entwurf, Merkblatt 51 AKBW, Zone II von Satz – Objektplanung Freianlagen, §39 HOAI, Zone IV von Satz – Objektplanung Verkehrsanlagen, §47 HOAI, Zone IV von Satz Die Regelungen der HOAI 2021 werden zum Zweck der Honorarberechnung der Hono- rarvereinbarung zugrunde gelegt. Nach Abschluss des Wettbewerbs führt hierzu die Ausloberin gemäß §14 Abs. 4 Ziff. 8 VgV ein Verhandlungsverfahren ohne Teil- nahmewettbewerb durch. Die Ausloberin wird zunächst nur mit dem Gewinner des 1. Preises und im Fall des Nichtzustandekom- mens eines Vertragsverhältnisses mit dem 2. Preisträger verhandeln. Verhandlungsgegenstand sind ein fachli- chen Angebot und dessen Erläuterung in einem Vergabegespräch sowie ein Honora- rangebot. Im fachlichen Angebot sind die nachfolgen- den Aspekte darzulegen: – Struktur und Zusammensetzung des Projektteams, projektbezogener Per- sonaleinsatz/Zuständigkeiten, interne Organisation, Präsenz vor Ort – Abstimmung/Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber und weiteren Pla- nungsbeteiligten – Herangehensweise/Umgang mit An- passungs-/Änderungsanforderungen zu Defiziten/Mängeln des eigenen WBW- Beitrages aus dem Preisgerichtspro- tokoll und seitens des Auftraggebers/ Politik/Öffentlichkeit – Herangehensweise und erste Ansätze zur Umsetzung des/der eigenen WBW- Beitrages/Qualitäten mit Darstellung der konkreten Maßnahmen zur Einhal- tung der Termine und Kosten Falls durch einstimmigen Beschluss des Preisgerichtes ein 3. Preis vergeben wird und kein Vertrag mit dem ersten bzw. zwei- ten Preisträger zustande kommt, wird mit dem 3. Preisträger verhandelt. Weitere Beauftragung § 8 ABS. 2 RPW Bevor die Ausloberin den Auftrag im beschriebenen Umfang erteilt, ist nach § 42 (1) und § 80 (1) VgV zu prüfen, ob die Preisträger geeignet sind. Von den Preisträgern sind daher zum Verhandlungs- verfahren zudem nachfolgende Nachweise ihrer Eignung gemäß § 75 i.V.m. §§ 45, 46 VgV zu erbringen: Hinweis: Zum Nachweis der Eignung können klei- nere Büroorganisationen oder Berufs- anfänger eine Bewerbergemeinschaft bilden (bereits zum Wettbewerbsver- fahren) oder sich der sog. Eignungsleihe (siehe § 47 VgV) bedienen. Zum Nachweis der Eignung wurden seitens des Auftraggebers Formblätter zur Verfü- gung gestellt, die entsprechend zu verwen- den sind. 1. vollständig ausgefüllter Nachweis der Mindesteignung mit Anlagen (Form- blatt); 2. bei Bewerbergemeinschaften (BG) (sind schon zum Wettbewerbsverfah- ren zu benennen) eine von sämtlichen Mitgliedern unterschriebene (Scan ausreichend) ‚Bewerbergemeinschafts- erklärung’ mit der Benennung eines bevollmächtigten Vertreters (die Be- werbergemeinschaft besteht im Falle der Aufforderung zur Angebotsabgabe als Bietergemeinschaft fort und wird Beschreibung des Verfahrens Für den Wettbewerb nach RPW 2013 stellt der Auslober nach Abschluss der Bearbeitung eine Wettbewerbssumme von 175.000 Euro (netto, zzgl. der aktuell gültigen MwSt.) zur Verfügung. Phase 1 (offen) Es erfolgt keine Vergütung. Phase 2 Es wurden Bearbeitungshonorare für alle Teilnehmer der Phase 2, die fristgerecht ei- nen prüffähigen Beitrag abgeben, in Höhe von 37.500 Euro ausgeschüttet. Der Beitrag wird gleichmäßig verteilt, die Höhe ist ab- hängig von der Teilnehmerzahl. Außerdem werden folgende Preise und An- erkennungen (zzgl. aktuell gültigen MwSt.) ausgelobt: 1. Preis: 82.500 Euro 2. Preis: 55.000 Euro Das Preisgericht ist berechtigt, durch ein- stimmigen Beschluss, die Aufteilung der Preis- und Anerkennungssummen sowie die Anzahl der Preise und Anerkennungen zu ändern. Preise § 7 ABS. 2 RPWSeite 9 von 37 10 11 Weitere Beauftragung § 8 ABS. 2 RPW Beschreibung des Verfahrens im Falle der Zuschlagserteilung als Arbeitsgemeinschaft tätig) 3. bei dem Einsatz von Nachunternehmer*innen zum Nach- weis der Leistungsfähigkeit und Fach- kunde das ausgefüllte und unterschrie- bene (Scan ausreichend) Formblatt ‚Nachunternehmerverpflichtungserklä- rung‘ (§ 47 Abs. 1 VgV). Die vom Nach- unternehmer (NU) zu erbringenden Leistungen sind nach Art und Umfang im Formblatt zu benennen; 4. ggfs. Angaben zur wirtschaftlichen Verknüpfung mit Dritten (bei Bewerber- gemeinschaft von jedem Mitglied und der Nachunternehmer); 5. Eigenerklärung zu den Ausschlussgrün- den nach VgV § 42 Abs. 1 und nach GWB §§ 123, 124; 6. Verpflichtungserklärung zu Tarif-treue und Mindestentlohnung für Dienst- und Bauleistungen unter Berücksichtigung der Vorgaben des Tariftreue- und Vergabegesetz Nordrhein-Westfalen (TVgG NRW); 7. Eigenerklärung zu einer bestehenden Berufshaftpflichtversicherung von allen Mitgliedern einer Bewerbergemein- schaft - im Falle einer Beauftragung ist eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von 1,5 Mio. EUR für Personenschäden und 1.5 Mio. EUR für sonstige Schäden nachzuweisen. Der Nachweis einer bestehenden Versiche- rung ist als Kopie beizulegen. Wirtschaftliche und finanzielle Leis- tungsfähigkeit: Mind. 140.000 € netto durchschnittlicher Umsatz der letzten 3 Jahre für vergleichbare Leistungen der Objektplanung Freianlagen und Objektplanung Verkehrsanlagen sowie mind. 100.000 € netto durchschnittlicher Umsatz der letzten 3 Jahre für vergleichba- re Leistungen städtebaulicher Entwurf (LPH 1-3 gemäß Merkblatt 51 AKBW). Der Um- satz von Arge-Partnern und der Umsatz von Nachunternehmern für deren jeweiligen Auftragsanteil wird addiert. Technische Leistungsfähigkeit: Referenzprojekte der letzten 7 Jah- re (Abschluss der Leistungen (LPH 5) nicht vor 2013) mit Leistungen der Ob- jektplanung Freianlagen mit mind. den LPH 2, 3 und 5 gem.§ 38 ff. HOAI für ein vergleichbares Projekt „Gestaltung ei- nes innerstädtischen Bereichs (z.B. Plätze, Fußgängerzonen, Grünverbindun- gen)“ mit mind. HZ IV und mind. 0,1 ha. Mindesteignung: 1 wertbare Referenz Hinweis Referenzen aus früheren Tätigkeiten in anderen Büros werden zugelassen, so- weit eine Bescheinigung des AG oder des früheren Arbeitgebers vorliegt, dass diese Referenzen in leitender Position bearbeitet wurden. Werden die geforderten Eignungsnach- weise zum Zeitpunkt des Verhandlungs- verfahrens nicht vorgelegt, so wird der Preisträger*innen/Bieter*innen unge- achtet des Wettbewerbsergebnisses ausgeschlossen. Grundlagen Aufgabenstellung Beschlusslage Inhalte des Masterplans aus dem ISEK-Prozess Im vorangeschalteten ISEK-Prozess wurden bereits Inhalte für den Masterplan definiert, die den grundsätzlichen Rahmen dieser Aufgabenstellung definieren. Diese sind auf den nachfolgenden Seiten dargestellt. Einige der darin beschriebenen Punkte kön- nen nicht im Rahmen dieses Wettbewerbs umgesetzt werden, finden aber im Nach- gang in der Ausarbeitungsphase bzw. durch andere Beauftragungen Berücksichtigung. Ein wesentlicher Baustein des Master- plans ist beispielsweise die Beteiligung der Bad Godesberger Akteurs- und Bür- gerschaft und raumspezifischer Nutzer- gruppen, die im Anschluss an den Wettbe- werb intensiv weiterbetrieben werden soll. Auch die Abstimmung mit weiteren Fach- planungen wie dem Mobilitätskonzept ist in der anschließenden Weiterbearbeitung des Masterplans zu berücksichtigen. Feedback aus der Beteiligung Die Zusammenfassung des Feedbacks aus der Beteiligung zum Entwurf der Auslobung zeigt noch einmal die Schwerpunkte, die seitens der Bürgerschaft für den Master- plan gesehen werden. 1. Kurfürstliche Zeile, mit Musikschule, Rathaus, als Hochschulpotential; 2. Tourismus, Sichtachsen, Sehenswür- digkeiten, Walk of Fame; 3. Bach, Wasser, Bad; 4. Anbindung der Innenstadt (Grün, Ver- kehr, Rhein); 5. Aufenthaltsqualität Tag und Nacht sowie Attraktivität insbesondere für Kinder- und Jugendliche Die vollständigen Unterlagen sind als Anla- ge beigefügt. (vgl. Anlage 09) Konkretisierung der Aufgabenstellung durch Expertenwokshop Die Ergebnisse des Expertenworkshops konkretisieren bzw. schärfen die darin ge- troffenen Aussagen und bilden, unterstützt durch die Anregungen und Empfehlungen der Fachämter, die Aufgabenbeschreibung.Seite 10 von 37 12 13 Masterplan Projektbereich ISEK Grundlagen Aufgabenstellung ISEK Projektbereich Für die Erarbeitung des Maßnahmenkon- zepts im Rahmen des Integrierten Stadt- teilentwicklungskonzepts wurde die Innen- stadt von Bad Godesberg als der Bereich mit dem größten Handlungsbedarf im Stadtbezirk in den Mittelpunkt der Betrach- tung gerückt. Der Projektbereich wurde wie folgt abge- grenzt: Der Innenstadtraum zwischen der Paul-Kemp-Straße im Osten, dem Platz mit Kiosk sowie dem Parkplatz zu Beginn der Rheinallee bzw. Beethovenallee, dem Von- Groote-Platz (ohne Häuserzeile) entlang der DB-Bahngleise Richtung Norden, dem Tunnel zu Beginn der Godesberger Allee, der Bonner Straße bis zur Weißenburgstra- ße, entlang des Rheinhöhenwegs durch den Grünzug bis zur Straße Am Burgfried- hof, der Winterstraße, der Burgstraße und von dort die Marienforster Promenade und die Straße Am Draitschbusch querend bis zur Drachenfelsstraße, dem Redoutenpark entlang der Elisabethstraße, der Friedrich- Ebert-Straße, der Kurfürstenallee, den Ge- bäuden von Geobasis NRW zwischen Muf- fendorfer Straße und Deutschherrenstraße und der Theodor-Heuss-Straße im Osten. Quelle: eigene Darstellung, Plangrundlage Stadt Bonn/ Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH ND N.D. N.D. Realisierungsbereich Grundlagen Aufgabenstellung ISEK Das neue Leitbild für den Stadtbezirk Bad Godesberg Ziel des Leitbildprozesses ist es, für den Stadtbezirk als Ganzes eine neue Stand- ortbestimmung zu erarbeiten. Im Sinne ei- ner integrierten Betrachtung werden dabei nicht nur das Stadtzentrum, sondern alle Ortsteile in ihren unterschiedlichen Prä- gungen einbezogen. Aufbauend auf dem Leitbild für den Stadtbezirk, das neben grundlegenden Zielen und Leitlinien auch konkrete Umsetzungsschritte beinhaltet, werden konkrete Maßnahmen und Projekte für die Innenstadt erarbeitet. Mit dem neuen Leitbild wird dem Stadt- bezirk Bad Godesberg ein tragfähiges und langfristiges Profil gegeben, nach dem der Stadtbezirk zukunftsfähig gestaltet wird. Das gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Bad Godesberger Ak- teursschaft erarbeitete Leitbild umschreibt diese Zukunftsperspektive für den Stadtbe- zirk und soll eine Wirkung für die nächsten ca. 20 Jahren entfalten. In den Leitbildkon- ferenzen und weiteren Beteiligungsveran- staltungen wurden die Inhalte erfragt, be- raten und darüber abgestimmt. Die im Leitbild für verschiedene Themen aufgeführten Ziele und möglichen Maßnah- men zur Zielerreichung beziehen sich auf das Handeln aller – das heißt aller Bewoh- nerinnen und Bewohner Bad Godesbergs, Vereine, Bürgerinitiativen, Politik, Bundes- stadt, Akteure etc. Das Leitbild beschreibt dabei die Zukunft der Stadt im lokalen und regionalen Kontext. Die neun Leitbildthemen Folgende neun Leitbildthemen wurden de- finiert, die in ihrer Gesamtheit den Rahmen für die Sicherung und den zukünftigen Aus- bau der hohen Lebensqualität in Bad Go- desberg darstellen: 1. Innenstadt: Eine lebendige Mitte mit Lebensqua- lität 2. Kurfürstliche Zeile: Multifunktionales Aushängeschild für Bad Godesberg 3. Sicherheit: Verbesserung des subjektiven Sicher- heitsgefühls 4. Respekt und Toleranz: Zusammenleben in Bad Godesberg 5. Arbeit und Forschung: innovativ und international 6. Kultur, Freizeit, Tourismus und Sport: Kulturstandort mit Zukunft 7. Wohnen und Infrastruktur: sozial ausgewogen und generationen- gerecht 8. Neue Mobilität: Bad Godesberg steigt um 9. Image: Selbstwahrnehmung verbessern, Stär- ken hervorheben Für jedes Thema wurden dabei die Ziele de- finiert und Vorschläge für Maßnahmen und konkrete Schritte auf diesem Weg benannt. Die Erläuterungen zu allen Leitbildthemen können der Anlage 06 zur Auslobung, „ISEK Bad Godesberg 2020“, S. 98 ff. entnommen werden.Seite 11 von 37 14 15 Ergebnisse der Beteiligung Grundlagen Aufgabenstellung Beteiligung Fußgängerzone Am 17. November 2018 wurden auf dem Theaterplatz in der Fußgängerzone von Bad Godesberg im Rahmen einer Beteiligungs- aktion erste entwickelte Maßnahmen des ISEKs vorgestellt. Anregungen bei der Beteiligungsaktion bezogen sich auf die Aufwertung der In- nenstadt und die Aufenthaltsqualität öf- fentlicher Plätze. Genannt wurde hierzu die Begrünung durch z.B. Blumenkübel oder Bäume, weniger versiegelte Flächen, Dach- begrünung, die Errichtung von weiteren Bänken auf dem Theaterplatz, eine Neuge- staltung des Moltkeplatzes, eine bessere Pflege der Parkflächen oder die Aufwertung der vorhandenen Spielplätze. Ebenso könn- ten neue gastronomische Angebote und Einzelhandel die Attraktivierung der Innen- stadt begünstigen. Auch die Einrichtung ei- nes Bücherschranks auf dem Theaterplatz könne die Aufenthaltsqualität verbessern. Der Markt solle generell als „Bürgerplatz“ gestaltet werden. Unter dem Aspekt Mobilität wurden die Verbesserung der Gehwege und der Aus- bau der Radwege, z. B. zu Fahrradstraßen, vorgeschlagen. Insbesondere der Sicher- heitsaspekt war ein Thema bei der Betei- ligungsaktion. So wünschen sich mehrere Bürgerinnen und Bürger einen sicheren und breiteren Fahrradweg nach Bonn, da die jetzige Wegeverbindung als gefährlich eingeschätzt wird. Die Errichtung einer Mobilitätsstation am Bahnhof wurde grund- sätzlich befürwortet. Für ein übergeordne- tes Mobilitätskonzept schlugen die Teilneh- menden autofreie Innenstadtbereiche bzw. eine autofreie Innenstadt, die Aufwertung des ÖPNV oder eine Verbesserung der An- bindung zur Universität Bonn vor. Neben den bisher genannten Punkten wurden die Themen Kurzzeitparken, die Einrichtung ei- nes Flughafenbusses oder die Erweiterung des Bahnangebots um eine IC-Verbindung genannt. Auch eine E-Fährverbindung von Mehlem nach Bad Godesberg wurde mehr- fach gewünscht. Im Bereich Wirtschaft und Einzelhandel nannten die Bürgerinnen und Bürger die Förderung von Neueröffnungen, Neugrün- dungen, Kleinhandel und Einzelhandel so- wie die Verlängerung der Öffnungszeiten in der Innenstadt. Außerdem gab es Stimmen für den Erhalt der Sparkassenfiliale an der Rheinallee, die Ansiedlung einer Markthal- le oder eines Kaufhauses und die Idee der Einrichtung von sogenannten Co-Working- Spaces im Innenstadtbereich. Außerdem wurde die Aufwertung des „Nachtlebens“ genannt, z. B. durch Kneipen und Aktio- nen. Im Rahmen dessen wurde erneut die Aufstellung eines Sicherheitskonzepts ins Gespräch gebracht. Das Thema Sicher- heit hatte bei der Beteiligungsaktion eine große Bedeutung. Dies spiegelt sich bei- spielsweise in der hohen Zustimmung für die Durchführung einer Kampagne für mehr Sicherheit. Im Rahmen dessen wurde eine verstärkte Präsenz der Polizei und des Ord- nungsamts im Innenstadtbereich gefordert. Beim Thema Freizeit standen speziell die Angebote für Jugendliche im Mittelpunkt. So wurden beispielsweise mehr Jugendzen- tren oder ein Jugendcafé als Begegnungs- treffpunkt gefordert. Die Zentralität dieser Angebote wird dabei als entsprechend wichtig eingestuft. Im Innenstadtbereich soll es zudem mehr öffentliche Verweil- und Spielplätze für alle Generationen ge- ben. Neben den bereits genannten Punkten wurde die Sanierung bzw. der Neubau von Sporthallen thematisiert. Auch die Maßnahme der Einrichtung eines Begegnungszentrums fand Zuspruch und wurde um weitere Ideen ergänzt. So könn- te ein zentrales Gemeinschaftshaus einge- richtet werden, das eine Essensausgabe, Aktionen und die Funktion einer Begeg- nungsstätte vereint. Auch der Ausbau des Kurparks zu einem Begegnungsort wurde angeregt. Allge- mein wünschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Förderung des Mitei- nanders und eine bessere Mischung der unterschiedlichen Kulturen am Standort. Darüber hinaus wurden gemeinschaftliche Aufräumaktionen vorgeschlagen. Im Rah- men dessen könne das Zugehörigkeits- bewusstsein zu Bad Godesberg gestärkt werden. Das Thema Tourismus war für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein weite- rer Diskussionspunkt. Zunächst wurde ein Tourismusbüro am Bahnhof vorgeschlagen, zum Beispiel in Kooperation und am Stand- ort des Stadtmarketings. Außerdem fehlen Beschilderungen und Wegweiser, die so- wohl in der Innenstadt als auch von der Au- tobahn auf die Angebote in Bad Godesberg Ergebnisse der beteiligung Grundlagen Aufgabenstellung Beteiligung Kinder und Jugendliche Unter der Fragestellung „Wie wird die In- nenstadt von Bad Godesberg für Kinder und Jugendliche attraktiver?“ wurden im Zuge des Leitbildprozesses Kinder- und Jugend- liche in Workshops und Innenstadtrundgän- gen in Kooperation mit einer Schule, einem Jugendzentrum sowie der städtischen Ju- gendpflege beteiligt. Zusammenfassend sind folgende allgemei- nen Wünsche und Forderungen in Bezug auf die Innenstadt von Bad Godesberg und die Angebote im öffentlichen Raum von den Kindern- und Jugendlichen geäußert wor- den: – Gastronomieangebot für Jugendliche erweitern – Mobilitätsverhalten verbessern (Straßen, Bus und Bahnverkehr auch für Behinderte zugänglich machen) – Breiteres Angebot des Einzelhandel- Freizeitangebote schaffen (z.B. Fußballtore im Park, mehr Biblio- theken) – Sicherheitsgefühl verbessern Auf die Frage, welcher Ort den Kindern- und Jugendlichen in Bad Godesberg besonders wichtig ist, wurde das Kinopolis am Molt- keplatz zusammen mit der Innenstadt und dem Kurpark am häufigsten genannt. Das Kinopolis ist für die Befragten wichtig, da hier Freundinnen und Freunde getroffen werden. Im Kurpark sollte ein breiteres Sport- und Freizeitangebot zur Verfügung gestellt werden. Im Zuge des hiermit ausgelobten Wett- bewerbes ist die erneute Beteiligung von Kindern- und Jugendlichen anhand der Er- gebnisse der zweiten Wettbewerbsphase geplant. Anhand der konkreten Planentwür- fe können die Beteiligten vor dem Verhand- lungsverfahren, welches eine Überarbei- tungsphase enthalten kann, bewerten, ob Ihren Ansprüchen und Wünschen an eine zukunftsfähige Innenstadtgestaltung durch die Beiträge der/die Preisträger*innen ent- sprochen wird. hinweisen. Zudem solle Bad Godesberg die anerkannten Heilquellen als touristischen Standortfaktor stärker nutzen und ver- markten. Beim Thema Tourismus ist einigen Teilneh- menden jedoch auch ein entsprechender Nutzungsmix wichtig, der ein Gleichgewicht zwischen touristischen Nutzungen und Be- wohnernutzungen gewährleistet. Auch der Medizintourismus wurde diskutiert. So wur- de zum einen eine Einschränkung des Medi- zintourismus gefordert, zum anderen wur- den mehr gewerbliche Unterkünfte für den Medizintourismus ins Gespräch gebracht. Häufig regten Bürgerinnen und Bürger die Einrichtung einer öffentlichen Toilette am Bahnhof Bad Godesberg an. Viele Kom- mentare unterstreichen den Erhalt der Stadthalle und des Trinkpavillons, der z. B. als Eventhalle genutzt werden könnte. Eine Umnutzung der Stadthalle wurde mehrfach nicht gewünscht. Auch bezahlbarer Wohn- raum kam in der Beteiligung zur Sprache. So wünschen sich einige Bürgerinnen und Bürger mehr bezahlbaren Wohnraum für Normalverdiener und die Einschränkung der Zweckentfremdung von Wohnraum. Zudem wurden Potenzialflächen für eine etwaige Nutzung mit der Fläche der Poli- zeiwache und der Michaels-Schule in der Beteiligung genannt.Seite 12 von 37 16 17 Übergreifende Teilnahme 1. Petra Denny, Amtsleitung, Stadtplanungsamt Bonn 2. Jessica Löffler, Amt für Umwelt und Stadtgrün Themengruppe „Akteure und Nutzun- gen“ 3. Victoria Appelbe, Amtsleitung, Amt für Wirtschaftsförderung Bonn 4. Larissa Blumenauer, Referentin der Schauspieldirektion, Theater Bonn 5. Fred Humblé, Architekt, Mitglied des Gestaltungsbeirats 6. Stefan Kruse, Stadtplaner Büro Junker + Kruse Themengruppe „Klima, Grün und Was- ser“ 7. David Baier (entschuldigt), Amtsleitung, Amt für Umwelt und Stadtgrün Bonn 8. Ina Bimberg, Landschaftsarchitektin, Mitglied des Gestaltungsbeirats 9. Prof. Dr. Jan Dieterle, Hochschule Geisenheim 10. Prof. Dr. Marc Illgen, Hochschule Kaiserslautern Themengruppe „Mobilität und Barriere- freiheit“ 11. Anke Borcherding, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozi- alforschung 12. Prof. Dr. Stefanie Bremer (entschuldigt), Mitglied des Gestaltungsbeirats, Universität Kassel 13. Helmut Haux, Stadtplanungsamt Bonn Themengruppe „Räume, Identität und Sicherheit“ 14. Elke Hamacher, Gebietsreferentin Bau- und Kunstdenk- malpflege, LVR-Amt für Denkmalpflege Bonn 15. Christoph Jansen, Bezirksbürgermeister Bad Godesberg, Stadt Bonn 16. Dr. Julian Petrin (entschuldigt), Stadtplaner, Urbanista Hamburg 17. Prof. Dr. Constanze Petrow, Landschaftsarchitektin, Hochschule Geisenheim 18. Jan Schumacher, Stadtplaner, Polizei NRW 19. Prof. Rolf Westerheide (entschuldigt), Architekt und Stadtplaner, Mitglied des Gestaltungsbeirats Gruppe 1: Akteure und Nutzungen Gruppe 4: Räume, Identität und Sicherheit Im Rahmen eines 2-tägigen Workshops ha- ben sich Experten aus den Bereichen Stadt- planung, Architektur, Einzelhandel, Kultur, Umwelt, Mobilität, Identität und Sicher- heit getroffen, um gemeinsam mit lokalen Akteur*innen über die Anforderungen und Inhalte des Wettbewerbs zu diskutieren. Die Zukunft des Einzelhandels Während der Ortsbesichtigung wurde fest- gestellt, dass Bad Godesberg immer noch eine große Anzahl an „guten“ Geschäften hat; es gibt wenig Leerstand, höchstens in den Randbereichen. Bad Godesberg verfügt über eine solide, miteinander ver- bundene „Netzstruktur“, die im Gegensatz zu einer lineareren Abfolge von Geschäfts- konzentrationen weniger leerstehende Lücken aufweist. Die Vorhersagen gehen davon aus, dass nach der Corona-Zeit eine höhere Leerstandquote eintreten wird. Diese Krise wird voraussichtlich auch das Einkaufen als Aktivität verändern. Die Umgestaltung der Innenstadt muss daher vorausschauend die Veränderungen einbeziehen und den Freizeitaspekt des Einkaufens in Verbindung mit Gastronomie und kulturellen Aktivitäten berücksichti- gen. Es wurde auch festgestellt, dass die Aufenthaltsqualitäten in Bad Godesberg nicht überall gegeben sind. Es gibt viele „zerstörte“ Ränder, die Architektur aus der 1970er Jahre macht hier und da einen negativen Eindruck. Es ist ratsam, einen Prozess zur Umge- staltung des Zentrums einzuleiten, in dem der Einzelhandelsbestand funktional konzentriert und beschränkt wird, sowie die Kulturinstitutionen, die dieser Stadt- bezirk zu bieten hat, zusammen mit einer Konzentration des Gastronomiebetrieben mit attraktiven Räumen. Die Bahnhofsstra- ße und die jüngst umgestaltete Koblenzer Straße zeigen schon ein besseres Bild, sollten aber als Teil eines größeren Ganzen mitberücksichtigt und eingebunden wer- den. Für diesen Vorgang muss eine flexible Strategie entwickelt werden, bei der neue, aber auch freie Bereiche vorübergehend mit z. B. Popup-Shops und alternativen Nutzungen gefüllt werden können, um Experimente durchzuführen und von den Ergebnissen zu lernen. Einkaufen und Wohnen Die flexible Funktionszuordnung von In- teressen, Gastronomie und Kultur ist ein wichtiges Thema zusammen mit einer Kon- zentration des Geschäftsbereiches. Rand- bereiche können verstärkt für Wohnen genutzt werden, wobei die größeren Innen- bereiche der Baublöcke wie der Huberti- numshof eine vorbildliche Funktion erfüllen können. Die Einführung des Lebens in inne- ren Bereichen bedeutet, dass die äußere Hülle in Zukunft dem Beispiel folgen kann. Die Verdichtung des Wohnens erfordert ein Parkierungskonzept. Aktuell gibt es immer noch eine Fragmentierung kleiner Park- plätze in den Innenhöfen und Zufahrten zu Parkhäusern. Themen und Leitmotive Der gesamte Stadtpark sowie die darin be- findlichen Tennisplätze und der störende Parkplatz vor der Redoute sind in den Mas- terplan einbezogen. Insbesondere mit den Möglichkeiten, die Straße Am-Kurpark ver- kehrsberuhigt anzulegen und gleichzeitig ein kulturelles Dreieck zwischen Stadtthea- ter Redoute und Stadthalle zu schaffen. Ein Park zum Verweilen erfordert mehr Grenzen und Nähe als wir es heute sehen. In der ers- ten Phase des Wettbewerbs sollte es nicht so sehr darum gehen, einen von Wand zu Wand neu entworfenen Bodenbelag in der Grundebene durch die ganze Stadt auszu- rollen. Es geht eher um eine fragmentierte Untersuchung von unterschiedlichen Stel- len in der Stadt. Die erste Phase ist noch nicht direkt eine Gestaltungsfrage, sondern eher eine Untersuchung von Themen und Leitmotiven mit strategischen Ausgangs- punkten, die im Laufe der Zeit umgesetzt werden können. „Designprobleme“ können in der zweiten Wettbewerbsphase stärker angegangen werden. In der Aufgabenbe- schreibung aus dem ISEK wird noch häufig über „Gestaltung“ und „Gestaltungstrate- gie“ geschrieben. Zunächst geht es jedoch um die weichen Kanten der Nutzung. Eine übergeordnete Strategie ist ge- fragt Die (Wieder-) Einführung des Wohnens in der Stadt kann ein gutes Leitszenario sein, aber es ergibt noch kein Bild, das wir alle unterstützen können und worauf wir uns freuen können, das typisch zu Bad Godes- berg gehört. Die Entwicklung einer Stra- tegie, eines Leitszenarios, beginnt mit der Mobilisierung aller Vorgänge in der Stadt, Grundlagen Aufgabenstellung Ergebnisse der Expertenworkshops Teilnehmer Ergebnisse der Expertenworkshops Vorgaben / Leitlinien Grundlagen AufgabenstellungSeite 13 von 37 18 19 gefolgt von dem Verständnis der Proble- me, gefolgt von dem Entwurf verschiedener Szenarien und am Ende der Umsetzung der Vorschläge in der vorhandenen Umgebung. Neben dem Leitszenario benötigen wir deshalb auch ein Leitmotiv. Ein überwälti- gendes Image, das während des gesamten Entwurfs- und Implementierungsprozesses, über alle Verfahren hinweg und über einen längeren Zeitraum intakt bleibt. Dies können Sichtlinien oder von Bäumen gesäumte Alleen oder Denkmäler sein, wo- mit wir die Stadtentwicklung übergreifend bestimmen können. Hier in Bad Godesberg ist es für die Aufnahme eine starke visu- elle Verbindung zwischen Stadtpark und Godesberg herzustellen und vor allem die Begrünung der Stadt als Ausgangspunkt zu nehmen. Die Denkmäler und die kulturellen Einrichtungen können besser miteinander verbunden und zusammen wahrgenommen werden. Die Sehenswürdigkeiten müssen ein stär- kerer Bestandteil des Stadtbildes werden als attraktiver Ort. Sicherheit Die Polizei der Stadt Bonn hat die Straftaten in der Bonner Innenstadt nach Art und Häu- figkeit inventarisiert. Die Kriminalität liegt in Bonn unter dem Landesdurchschnitt. Der Sicherheitsaspekt muss im Wettbewerbs- verfahren berücksichtigt werden. Die Frage, in welcher Stadt wir nach dieser Transformation leben wollen, muss inmitten aller Parameter, die diese Aufgabe beein- flussen, zentral bleiben. Es müssen Räume geschaffen werden, die von verschiede- nen Gruppen nebeneinander genutzt wer- den können - sowohl beispielsweise junge Migrant*innen als auch alteingesessene Godesberger. Grundlagen Aufgabenstellung Ergebnisse der Expertenworkshops Vorgaben / Leitlinien Ergebnisse der Expertenworkshops Vorgaben / Leitlinien Gruppe 2: Klima, Grün, Wasser Für die erste Phase des Wettbewerbsver- fahrens sind nicht vorrangig Gestaltungs- vorschläge im Sinne eines „einheitlichen Designs“ gefragt. Vielmehr ist ein Master- plan gefordert, der für die in Bad Godes- berg vorgefundenen typischen Situationen und Problemstellungen mit „Leitszena- rien“ ein Instrumentarium beispielhafter Lösungsvorschläge oder prinzipieller Her- angehensweisen zusammenstellt, um das Plangebiet klimaangepasst und wassersen- sitiv zu entwickeln. In der zweiten Wettbewerbsphase sollen daraus für prioritäre Räume konkrete Ge- staltungsvorschläge und Nutzungskonzep- te entwickelt werden. Der Masterplan muss aber flexibel, das Instrumentarium ausrei- chend perspektivisch und „offen“ angelegt sein und dabei Potentiale nutzt und stärkt, um damit Teilaufgaben auch über einen län- geren Zeitraum konzeptkonform umsetzen zu können. Empfehlungen im Einzelnen: Wegen der inhaltlichen Verknüpfung vieler Aspekte von Klima, Wasser und Grün und wegen der notwendigen Multicodierung der verfügbaren Flächen sind jeweils integrale Lösungsvorschläge gefragt. Generell werden starke und entschiedene Akzente erwartet: „nicht alles überall“, son- dern Schwerpunktsetzungen bei Angebo- ten und Raumausbildungen für Aufenthalt, Spiel, repräsentatives Grün oder Wasser - begründet, konzentriert und richtig veror- tet. Stärkung der blauen Infrastruktur: – Aussagen zu möglichen Entsiegelungs- bereichen / Berücksichtigung der Möglichkeit von Bodenanschluss und sinnvollem Wasserabfluss – Aussagen zum Godesberger Bach / weniger im Sinne einer Offenlegung und Renaturierung denn als punktu- elle/partielle Sichtbarmachung und Öffnung – Aussagen zu Wasserelementen in der Stadt durch Neuanlage oder Reakti- vierung von Wasserflächen, Brunnen und Teichen / Berücksichtigung von Wasser unter Nutzungs- und Erholung- saspekten, aber auch als potenzielle Retentionsräume oder Verdunstungs- flächen oder als Identifi-kationsele- ment für eine historische Kurstadt – Aussagen zu Abflusswegen und Mög- lichkeiten bei Starkregenereignissen im Zusammenhang bspw. mit der Neuanla- ge von Straßen und Plätzen und bei der Ausbildung neuer Flächenprofile Ämterhinweis: Bislang wurde eine ökologische Aufwer- tung des Godesberger Baches im Be- reich der Godesberger Innenstadt, auf Grund der hier herrschenden baulichen Randbedingungen ausgeschlossen. Al- lerdings ist die Situation bei einer Neu- gestaltung der Godesberger Innenstadt anders zu bewerten. Es muss im Rah- men einer Neugestaltung eingehend geprüft werden, inwieweit eine Offenle- gung technisch möglich und umsetzbar ist. Stärkung der grünen Infrastruktur: – Öffnung, Aufwertung und Akzentuie- rung vorhandener Grünzüge, Grünräu- me, Baum- und Vegetationsstrukturen – Ausweisung von geeigneten Baums- tandorten und differenzierten Baumar- ten / Beachtung des erforderlichen Wurzelraums, einer nachhaltig befriedi- genden Wasserversorgung und Fragen der Biodiversität – Beispiele für sinnvolle Bauwerks-, Fas- sadenbegrünung und vertikales Grün zur Erhöhung der Vegetations- und Verdunstungsflächen, ggf. als Sicht- schutz und als Trittsteine zur Biotop- vernetzung – Differenzierte Vorschläge für Dach- begrünung v.a. im öffentlichen Raum unter Beachtung einer ausreichenden Wasserversorgung – Vorschläge zu qualitätvollem Mobilen Grün / Beachtung einer nachhaltig Grundlagen Aufgabenstellung befriedigenden Wasserversorgung und Pflege – Vorschläge für andere, ästhetisch und ökologisch bereichernde Vegetations- strukturen und/oder deren Unterhal- tung und Pflege Stärkung der stadträumlichen Funktio- nen von Grün: – Vorschläge zur Ausbildung, Freistellung oder Wiederherstellung bedeutsamer Bezüge, Achsen und Sichtverbindungen – Vorschläge zur Verknüpfung der Innen- stadt mit den umliegenden Grünflä- chen und Quartieren über den „Ring“ Burgstraße/Schwertberger Straße/ Am Kurpark hinweg. Ämterhinweis: – Inhalte des Labeling-Verfahrens „Stadt- grün naturnah“ können angestrebt werden. – Das Konzept einer „Schwammstadt“ kann mitgedacht werden.Seite 14 von 37 20 21 Gruppe 3: Mobilität und Barrierefreiheit Aufgaben/Herausforderungen: Aufgrund der sich durch die „Ringerschlie- ßung“ ergebenden Probleme muss im Wett- bewerbsverfahren geprüft werden, wie die Verbindung von den umliegenden Quartie- ren und Grünanlagen (insbesondere Kur- park) in die Fußgängerzone verbessert, die von den Straßenzügen ausgehende Barrie- rewirkung abgebaut und eine damit verbun- dene städtebauliche Aufwertung erfolgen kann.In diesem Zusammenhang sind Maß- nahmen für eine bessere Überquerung/An- bindung - z.B. für den fußläufigen Verkehr – an geeigneten Stellen einzuplanen. Sol- che Maßnahmen bietet sich insbesondere im Bereich der Straße „Am Kurpark“ an, um für eine bessere Verknüpfung zwischen der Innenstadt und dem Kurpark bzw. für ein angemessenes Entreé (im Rahmen einer Umgestaltung) zu sorgen. Ähnliches gilt für die Verbindungen vom Bahnhofsumfeld und aus dem Villenvier- tel in die Innenstadt. Hierbei könnte die Achse Rheinallee-Alte Bahnhofstraße eine wesentliche Rolle spielen. Der erheblichen Trennwirkung der Burgstraße könnte ggfls. durch bauliche Veränderungen entgegenge- wirkt werden. Auf den übrigen Straßenab- schnitten der Ringerschließung (Schwert- berger Straße, Brunnenallee, Löbestraße und Moltkestraße) sind ebenfalls die städ- tebaulichen und verkehrsplanerischen Qualitäten zu prüfen und Verbesserungs- möglichkeiten aufzuzeigen. In diesem Zu- sammenhang kann auch die Flächeninan- spruchnahme des ruhenden Kfz-Verkehrs (Anzahl an oberirdischen Pkw-Stellplätzen in den Seitenbereichen) kritisch beleuchtet werden. Fußgänger, insbesondere gehandicapte und ältere Menschen sollen ebenso wie Kinder von den o.g. Maßnahmen an der „Ringer- schließung“ profitieren. Das Radwegenetz ist zu überprüfen und für den Bereich der Innenstadt anzupassen. Hierbei ist auch daran zu denken, weitere Bereiche der Fuß- gängerzone für den Radverkehr zu öffnen. Hinsichtlich der Fahrradförderung sind da- rüber hinaus Stellflächen für weitere Ab- stellmöglichkeiten aufzuzeigen, die auch überdacht sein sollen. Hierbei sollte auch mindestens eine Anlage geplant werden, die eine Bewachung (z.B. bewachte Plätze, Fahrradboxen) ermöglicht. Hierbei muss auch an eine Förderung von Lasten- bzw. Cargobikes gedacht werden, die auch für die Aus- oder Belieferung hinsichtlich des Einzelhandels von Interesse sein können. Die unrechtmäßige Befahrbarkeit der Fuß- gängerzone sollte durch entsprechende Maßnahmen auf ein Minimum reduziert werden. Wettbewerbsaufgabe Extrakt der Aufgabenstellung Erste Wettbewerbsphase In der ersten Phase des Wettbewerbs steht die Erarbeitung einer überzeugenden über- geordneten Leitidee/Vision im Fokus, die auf den Leitbildprozess ISEK aufbaut und die eine Strahlkraft besitzt, um die Godes- berger Bürgerschaft und Geschäftsleute für den anstehenden Transformationsprozess zu aktvieren und motivieren. Dieses identitätsstiftende Leitmotiv soll als übergeordnetes Merkmal für alle weiteren Entwurfs- und Implementierungsprozesse im Wettbewerbsgebiet dienen und ein ge- wandeltes Selbstbild des Stadtteils reprä- sentieren, auch nach außen in Konkurrenz zu anderen Städten/Stadtteilen. Hierbei sind mutige und innovative Ansätze gefragt. Gleichzeitig muss das Konzept in seiner Grundlage robust sein und Bestand haben. Als übergeordnetes Ziel für die Gesamtent- wicklung steht die zukunftsfähige, klima- angepasste und wassersensitive Stadt mit hoher Authentizität und Nutzerfreundlich- keit. Die Identität sowie die Orientierung für „neue“ und „alte“ Bad Godesberger ist durch die Aufarbeitung vorhandener touris- tischer und geschichtlicher Merkmale und durch die Entwicklung von neuen, identi- tätsstiftenden Gestaltungsmerkmalen im gesamten Innenstadtbereich zu stärken. Die Einzigartigkeit des Ortes soll herausge- stellt werden. Erwartet wird die Aktivierung der Innen- stadt durch vernetzte und aufeinander abgestimmte Nutzungsangebote, die sich gegenseitig stärken und beleben können. Möglichkeiten zur Verwirklichung unter- schiedlicher Lebensstile sind anzubieten. Es ist zu untersuchen, wie der Einzelhan- delsbestand funktional konzentriert sowie die Kulturinstitutionen zusammen mit einer Konzentration der Gastronomiebetriebe zu einem neuen auch kulturell attraktivem Zentrum umgestaltet werden kann, das auch abends zum Verweilen einlädt. Wohnen in der Innenstadt soll ausgebaut und attraktiver gestaltet werden. Für diesen notwendigen Transformations- prozess gilt es, eine flexible Strategie zu entwickeln, bei der neue, aber auch freie Bereiche vorübergehend mit z. B. Popup- Shops und alternativen Nutzungen gefüllt werden können, um aus Experimenten zu lernen. Darüber hinaus ist eine starke visuelle Ver- bindung zwischen Kurpark und Godesburg herzustellen. Die Begrünung der Stadt ist hierbei als Ausgangspunkt zu nehmen, um Denkmäler und kulturelle Einrichtungen visuell miteinander zu verbinden und ge- meinsam erlebbar zu machen. Zwischen Stadttheater, Redoute und Stadthalle soll ein kulturelles Dreieck entstehen. Inbesondere der unmittelbar an die Innen- stadt angrenzende denkmalgeschützte Kur- park muss mehr in den Blick der Bewohner und Besucher rücken und als besonderes innerstädtisches Highlight ausgebaut wer- den. Hierzu sind neue Angebote und Qua- litäten zu schaffen, die den Park lebendig werden lassen. Einen wesentlichen Beitrag kann hierzu auch die Umnutzung der Kurfürstlichen Zeile und der angrenzenden Freianlagen leisten, für die eine überzeugende Idee zu entwicklen ist. Die Offenlegung des Godesberger Bachs wird diskutiert. Hierzu soll im Rahmen des Wettbewerbs Stellung bezogen werden. An- gebote zur „blauen Infrastruktur“ sind aus- drücklich gewünscht. Generell werden starke und entschiedene Akzente erwartet: „nicht alles überall“, son- dern Schwerpunktsetzungen bei Angebo- ten und Raumausbildungen für Aufenthalt, Spiel, repräsentatives Grün oder Wasser - begründet, konzentriert und richtig veror- tet. Ein besonderer Fokus liegt bei Angebo- ten für Kinder und Jugendliche. Wegen der inhaltlichen Verknüpfung vieler Aspekte von Klima, Wasser und Grün und wegen der notwendigen Multicodierung der verfügbaren Flächen sind jeweils integrale Lösungsvorschläge gefragt. Grundlagen Aufgabenstellung Ergebnisse der Expertenworkshops Vorgaben / Leitlinien Neue multimodale Mobilitätsoptionen bieten ebenfalls eine Chance, den flie- ßenden und ruhenden Kfz-Verkehr (inkl. Wirtschaftsverkehr) durch neue Angebote zurückzudrängen. Insofern müssen Ver- kehrsangebote, die den Umweltverbund fördern, gestärkt werden. Hierbei sind z.B. (E-) Carsharing, Fahrradverleihsystem, E- Scooter, aber auch On-Demand-Angebote sowie Sharing-Konzepte in der Logistik- branche zu nennen. Flächen dazu sollten im Untersuchungsbereich ausgewiesen werden.Seite 15 von 37 22 23 Wettbewerbsaufgabe Extrakt der Aufgabenstellung Alte Bahnhofstraße (Quelle: Stadt Bonn) Die Redoute (Quelle: Stadt Bonn) Es sollte geprüft werden, wie die Anbindung aus den Quartieren und Grünanlagen (ins- besondere Kurpark) in die Fußgängerzone verbessert werden, die von den Straßenzü- gen ausgehende Barrierewirkung abgebaut und eine damit verbundene städtebauliche Aufwertung erfolgen kann. Das Radwegenetz war zu überprüfen und für den Bereich der Innenstadt anzupassen. Neue multimodale Mobilitätsoptionen zur Reduzierung des fließenden und ruhenden Kfz-Verkehrs (inkl. Wirtschaftsverkehr) wa- ren mitzubetrachten. Zweite Wettbewerbsphase In der zweiten Wettbewerbsphase sollten die Ausarbeitung des Masterplans erfolgen und für die Neugestaltung der prioritären Räume auf 1,5 ha konkrete Gestaltungsvor- schläge und Nutzungskonzepte entwickelt werden. Dabei waren wesentliche Gestal- tungspinzipien als eine Art „Baukasten“ herauszuarbeiten, der bei zukünftigen Maß- nahmen angewendet werden kann. Aus derzeitiger Sicht kommen dem Thea- terplatz und dem Platz Am Fronhof beson- dere Bedeutung zu. Die genaue Lage und Abgrenzung des Realisierungsbereichs soll sich aber aus den Erkenntnissen der ersten Phase generieren. Die so definierten Flächen sollen nach Ab- schluss des Wettbewerbsverfahrens bau- lich realisiert werden. Wettbewerbsaufgabe Extrakt der Aufgabenstellung Rückfragenbeantwortung Kolloquium II Frage 1 Müssen alle Bestandsbäume innerhalb des Realisierungsbereiches erhalten bleiben? Oder könnten Sie entwurfsabhängig ge- fällt werden? Die Bestandsbäume auf dem Theaterplatz stehen aktuell dicht an den vorhandenen Bebauungen und ihr Zustand scheint auch nicht gut zu sein. Können Sie die erhaltenswerten Bäume verorten und benennen? Antwort: Ob ein Baum erhaltenswert ist oder nicht, lässt sich nicht pauschal beurteilen. Vor dem Hintergrund des Klimanotstandes ha- ben gerade große Bäume einen hohen Stel- lenwert wegen ihrer Blattmasse und ihrer Beschattungsfunktion. Da sich der Wettbewerb gezielt an Landschaftsarchitekt*innen richtet, wird um eine eigene fachliche Bewertung gebe- ten. Unter folgendem Link kann zu jedem Baum- standort die Bauart und das Alter des Bau- mes abgerufen werden. https://stadtplan.bonn.de/cms/cms.pl?A mt=Stadtplan&set=0_0_0_0&act=0 unter: Umweltschutz - Stadtgrün-Informati- onen – Stadtbäume Frage 2 In der Auslobung werden Möglichkeiten der Fassadenbegrünung und Dachbegrü- nung des Bestandsgebäudes erwähnt - wäre es perspektivisch realisierbar, die vorhandenen Dachflächen (meistens pri- vat!) und Fassaden zu begrünen und/oder sogar öffentlich zugängig zu machen? Antwort: In der Vertiefung des Realisierungsbereichs ist die Vision/das Zielbild darzustellen. Dies gilt auch für private Flächen und Gebäude. Für die Jahre 2024/2025 ist ein Hof- und Fassadenprogramm geplant, zudem gibt es aktuell ein Förderprogramm für private Dachflächenbegrünung. Begrünungen an privaten Gebäuden kön- nen also dargestellt werden, allerdings sind darüber hinaus für die zentralen entwurfs- relevanten Bereiche in einem Ausschnitt/ Lupe die kurzfristig umsetzbaren Lösungs- ansätze für den Interimszustand zu zeigen. Frage 3: Wie oft und welche Veranstaltungen wer- den genau im Stadtzentrum stattfinden? Wieviel Platz und welche Dimensionen werden dafür benötigt? Bitte präzisieren Sie diese Angaben. Antwort: Eine Liste mit regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen wird zur Orientierung zur Verfügung gestellt (Anlage 01). Der exakte Platzbedarf kann beispielhaft anhand von Stellplänen der aktuell größten Veranstal- tungen in der Innenstadt zur Verfügung ge- stellt werden (Stadtfest und Nikolausmarkt, Anlage 02). Grundsätzlich finden in der Innenstadt pu- blikumswirksame Feste statt. Hierfür sind der Aufbau größere Bühnen sowie deren Zugänglichkeit und Anlieferung (mit großen LKW) zu berücksichtigen. Dies sollte bei der Planung der Platzmöb- lierung und -Gestaltung ggf. berücksichtigt werden. Frage 4: Warum wurde die Fahrbahn der Villichgas- se von dem Realisierungsbereich rausge- nommen? Umgestaltung eines Straßen- raums ergibt nur Sinn, wenn der gesamte Raum inkl. der Verkehrsfläche betrachtet wird. Antwort: Teile der Fahrbahn Villichgasse wurden vor kurzer Zeit saniert. Die augenscheinliche Lösung wäre die Fortführung der bereits sa- nierten Bereiche (Stichstraße) mit Farbas- phalt. Die Randbereiche der Gasse befinden sich in Privatbesitz. Dennoch wünscht sich die Ausloberin im Rahmen des Masterplans eine Idee für die Umgestaltung der gesamten Gasse. Frage 5: Der Pachtvertrag für die Tennisplätze läuft bis 2049. Dies bedeutet, dass der Master- plan für die nächsten 20 Jahre angewendet wird, müssen wir also bestehende Tennis- plätze so akzeptieren, wie sie sind? Antwort : Die Tennisplätze sind bis 2049 verpachtet und haben Bestandsschutz, eine Entfer- nung der Tennisplätze ist bis zu diesem Zeitraum nicht zu erwarten. Dies ist bei der Planung zu bedenken. Der Masterplan soll jedoch das Zielbild zei- gen. Falls der Bestand überplant wird, ist er zur besseren Nachvollziehbarkeit als rote Umgrenzungslinie darzustellen.Seite 16 von 37 24 25 WettbewerbsaufgabeWettbewerbsaufgabe Extrakt der Aufgabenstellung Rückfragenbeantwortung Kolloquium II Extrakt der Aufgabenstellung Rückfragenbeantwortung Kolloquium II Frage 6: Wie ist in der weiteren Planung mit der Ge- bäudesubstanz umzugehen? Gibt es eine Übersicht, welche Gebäude perspektivisch umgenutzt oder ggf. sogar abgerissen und durch im Entwurfskonzept verankerte neue städtebauliche Bausteine ersetzt werden können? Oder geht es mehr oder weniger um die Umnutzung und tem- poräre Nutzungsideen für die leerstehen- den Erdgeschoßbereiche? Antwort: Die geforderten Nutzungsvorschläge bezie- hen sich nicht nur auf temporäre Ideen für leerstehende Erdgeschossbereiche, son- dern um die Nachverdichtungs- und Nut- zungspotentiale der gesamten Innenstadt. Der Masterplan soll eine Vision für den öffentlichen Raum als auch für die städte- bauliche Gestalt der Innenstadt von Bad Godesberg zeigen. Gegebenenfalls in Zeitschichten ist dar- zustellen, wie und wo eine Reparatur des Städtebaus erfolgen soll. Hierzu sind Poten- tialflächen und –Gebäude zu identifizieren und punktuelle und passgenaue Lösungen für diese im Masterplan zu visualisieren. Eine Veränderung im Maße der vergange- nen Flächensanierung erscheint mit Blick auf eine Umsetzungsperspektive nicht ziel- führend. Es liegt keine Übersicht des leerstehen- den Bestandes vor, jedoch kann gesagt werden, dass das Sparkassengebäude an der Rheinallee mittelfristig durch ei- nen Neubau ersetzt werden soll (Funk- tion bleibt erhalten). Der Ännchenkom- plex (Ännchenplatz 1-13) stehen unter Denkmalverdacht. Die Denkmäler sind in der Auslobung sowie im online-Stadtplan verortet. Frage 7: Können im Rahmen der städtebaulichen Vision (Masterplanung) auch Eingriffe/Auf- stockungen/Umnutzungen z.B. in privater Bausubstanz/Privatflächen vorgeschlagen werden, wenn diese das Konzept stärken (Frage der Realisierbarkeit), oder sollten sich die Maßnahmen ausnahmslos auf städtische Liegenschaften und Freiräume beschränken? Antwort: Im Rahmen des Masterplans und in der Ver- tiefung des Realisierungsbereichs ist die Vi- sion/Leitbild darzustellen. Der überplante Bestand ist zur besseren Nachvollziehbar- keit als rote Umgrenzungslinie zu zeigen. Für zentrale, entwurfsrelevante Bereiche sollen aber in einem Ausschnitt die kurzfris- tig umsetzbaren Lösungsansätze für den In- terimszustand gezeigt werden. Frage 8: Ist der in den Anlagen beigefügte „Re- alisierungsbereich“ komplett (zusam- menhängend) in 1:200 darzustellen (vgl. Auslobung, Seite 15, Wettbewerbsleis- tungen, Punkt 3: Vertiefung Teilbereich 1:200)? Antwort: Der Realisierungsbereich kann nicht zu- sammenhängend, sondern auf 2 DIN A0 Blättern dargestellt werden. (Vgl. Probelayout, Anlage 13) Frage 9: Zur weiteren Bearbeitung wären folgen- de Informationen sehr hilfreich: - Feuerwehr/Brandschutzpläne / Kön- nen Sie uns Informationen über die Feu- erwehrzufahrt und Aufstellfläche inner- halb des Realisierungsbereichs geben? Müssen alle Gebäude von den angren- zenden Straßen oder Plätzen aus anleit- bar sein? Antwort 9.1: Leider können kurzfristig kei- ne Angaben zu Feuerwehraufstellflächen übermittelt werden. Grundsätzlich handelt es sich bei einer öffentlichen Verkehrsflä- che in der Innenstadt um eine potenzielle Feuerwehrzufahrt. Feuerwehrzufahrten auf privatem Gelände sind mit entsprechenden Hinweisschildern versehen. Generell müssen alle Gebäude von den an- grenzenden Straßen und Plätzen anleiter- bar verbleiben. - Anlieferungsflächen Antwort 9.2: Es sind keine Übersichtspläne verfügbar. Generell werden Ladenflächen in der gesamten Innenstadt regelmäßig belie- fert. - Planungsunterlagen Böhm-Bauten/Pla- nungsunterlagen Gebäude in der Villich- gasse (Arcadia und REWE Gebäude) Antwort 9.3: Es sind keine Planunterlagen verfügbar, es handelt sich um Privatgebäu- de. - Plan/Darstellung „Unterbauter Raum“ / Lage der Tiefgaragen mit Zufahrten Antwort 9.4: Vgl. Beschriftung, Zu-/Aus- fahrtsmarkierungen in CAD Grundlage, allgemeine Informationen zu Parkhäusern und Stellplätzen im Innenstadtbereich sind unter Planen, Bauen -> Verkehr im Online- Stadtplan abrufbar ( https://stadtplan.bonn.de/cms/cms.pl?A mt=Stadtplan&set=0_0_0_0&act=0 ) - CAD Leitungspläne Antwort 9.5: Die Leitungspläne wurden bei den Stadtwerken Bonn angefragt und wer- den zeitnah zur Verfügung gestellt. - CAD Plan des Straßen- und Wegenetzes der Innenstadt Antwort 9.6: Vgl. Plangrundlage CAD: Layer „Topo“ (diverse), „Fahrrad Radwegenetz“. - Zugangserlaubnis ELVIS / Kommunika- tionsplattform Antwort 9.7: Der Zugang zur Kommunika- tionsplattform ELVIS ist für leider nur für registrierte Nutzer nach wie vor uneinge- schränkt verfügbar. Die weitere Kommunikation in Phase II inkl. der Bereitstellung von Unterlagen erfolgt jedoch über die Projekt E-Mailadresse bn-isek-bad-godesberg@stadtbauplan.de an in den Verfassererklärungen angegebe- nen E-Mail-Adressen. Bitte benachrichtigen Sei uns, wenn weite- re E-Mailadressen in den Verteiler aufge- nommen werden sollen. Frage 10: Wann wird die Form der Bearbeitungs- honorare bekannt gegeben? Antwort: Die verbleibenden TeilnehmerInnen erhal- ten ein Honorar von 7.500 € für die Bear- beitung der zweiten Wettbewerbsphase. Aufgrund des Verbleibs von 5 statt maximal 7 TeilnehmerInnen im Wettbewerbsverfah- ren verteilt sich die Preissumme folgender- maßen: 1. Preis: 82.500 € 2. Preis: 55.000 € Frage 11: Welche Limitierungen gibt es beim Ab- bruch der Bebauung der Innenstadt im Rahmen der Vision des Masterplan? Antwort: Die aktuelle Bebauung der Innenstadt re- sultierte auf einer Flächensanierung, die im Buch „die Geschichte von Bad Godesberg“ von Wilfried Rometsch näher erläutert wird. Die relevanten Auszüge werden als Anlage zur Verfügung gestellt (Anlage 03). Frage 12: Welche Gebäude sind von Veränderun- gen ausgeschlossen (z.B. Arcadia Pas- sage, City-Terrassen), was steht unter Denkmalschutz? Antwort: Weder die Arcadia Passage noch City Ter- rassen stehen unter Denkmalschutz: Beide Gebäude befinden sich allerdings in Privat- besitz. Daher sollte ein Konzept zur Reali- sierung diesen Umstand hinsichtlich der Umsetzungsperspektive berücksichtigen. Frage 13: Kann ein Radwegenetz/-Konzept zur Verfügung gestellt werden, welches insb. die Anknüpfungspunkte zur Fuß- gängerzone darstellt? Antwort: Ja, das übergeordnete Radwegenetz wird zur Verfügung gestellt (Anlage 04). Zudem finden Sie auf der folgenden Internetseite eine Übersichtskarte: https://w w w.bonn.de/themen - entde - cken/verkehr-mobilitaet/orientierungshil- fen-radverkehr.php#:~:text=Radfahren%20 in%20der%20 Frage 14: Der Realisierungsbereich schließt klei- nere Flächen bis zu den Gebäudegren- zen aus. Wie sind diese Flächen zu be- rücksichtigen? Antwort 14: Bei den ausgeschlossenen Flächen handelt es sich um Privatbesitz, die nicht für eine kurzfristige Umgestaltung zur Verfügung stehen. Beim Realisierungsbereich handelt es sich um Flächen, die in städtischem Be- sitz sind und für eine zeitnahe Umgestal- tung zur Verfügung stehen.Seite 17 von 37 26 27 Preisgerichtssitzung - Phase I Ablauf der Preisgerichtssitzung Vor dem Hintergrund der aktuellen Co- vid19 Pandemie wurde die Veranstaltung als Hybridveranstaltung durchgeführt: 15 Teilnehmer*innen sind anwesend, während sich 11 weitere Teilnehmer*innen virtuell per Online-Konferenz dazu schalteten. Das Preisgericht trat am 26.05.2021 um 10.00 Uhr zusammen. Für die Ausloberin begrüßte der Dezernent für Planung, Um- welt und Verkehr der Stadt Bonn, Helmut Wiesner die anwesenden Mitglieder des Preisgerichts und eröffnete die Sitzung. Frau Baumgarten-Weng (Stadtbauplan) erläuterte kurz den geplanten Ablauf der Preisgerichtssitzung, prüfte die Anwesen- heit der Mitglieder des Preisgerichts und stellte die Beschlussfähigkeit des Gremi- ums fest. Konstituierung des Preisgerichts Aus dem Kreis der Fachpreisrichter*innen wurde Prof. Rolf Egon Westerheide bei eige- ner Enthaltung einstimmig zum Vorsitzen- den des Preisgerichts gewählt. Prof. Rolf Egon Westerheide übernahm den Vorsitz des Preisgerichts. Als Protokollführer be- stimmte er die Mitarbeiter*innen des Büros Stadtbauplan. Prof. Westerheide erläuter- te den formalen Ablauf des Verfahrens. Es waren 13 Arbeiten eingegangen. Das Preisgericht erklärte, dass die Anonymität aller Arbeiten aus seiner Sicht gewahrt sei. Das Preisgericht hielt einstimmig auf der Grundlage des Vorprüfberichts fest, dass alle Arbeiten beurteilungsfähig sind und im Verfahren verbleiben. Informationsrundgang Das detaillierte Ergebnis der Vorprüfung wurde den Preisrichter*innen und den Sachverständigen in Form eines Vorprüfbe- richts schriftlich zur Verfügung gestellt. Die Arbeiten wurden während des Informa- tionsrundgangs von der Vorprüfung ausführlich und wertungsfrei in einer digita- len Präsentation erläutert. Wertungsrundgänge Im ersten Wertungsrundgang stellte das Preisgericht bei drei Arbeiten programma- tische und konzeptionelle Mängel fest und schloss diese einstimmig vom weiteren Verfahren aus. Die verbliebenen zehn Arbeiten wurden im anschließenden zweiten Wertungsrund- gang detailliert beurteilt und diskutiert. Unter Würdigung der konzeptionellen Merk- male, aber auch unter Berücksichtigung vorwiegend typologischer Schwächen, ver- blieben fünf Arbeiten im zweiten Rundgang (1004, 1006, 1008, 1010 und 1012). Engere Wahl Das Preisgericht beschloss einstimmig sämtliche fünf Arbeiten der Engeren Wahl für die Bearbeitung der Wettbewerbsphase II auszuwählen. Die in der Engeren Wahl verbliebenen Arbei- ten wurden von dem Preisgericht schriftlich beurteilt. Dabei wurden die Erkenntnisse der Diskussionen in den Rundgängen sowie die Anforderungen der Auslobung unter Berücksichtigung der Er- läuterungsberichte der Arbeiten zusam- mengefasst und um kritische Kommentare der Sachverständigen ergänzt. Unterstützt wurde das Preisgericht hierbei durch Infor- mationen seitens der Vorprüfung und der Sachverständigen. Empfehlungen für Phase II Vor dem Hintergrund eines zweiphasigen Wettbewerbsverfahrens und in Kenntnis aller Wettbewerbsbeiträge hat sich nach einem intensiven Diskussionsprozess ge- zeigt, dass sich alle Arbeiten in der 2. Phase - wie in einem solchen Verfahren vorgese- hen - gemäß den komplexen Anforderungen und Rahmenbedingungen der Auslobung weiterentwickeln müssen. Abschluss der Sitzung Der Vorsitzende des Preisgerichts bedank- te sich bei allen Mitgliedern der Jury und bei der Ausloberin für die konstruktive Zusam- menarbeit und lobte das vielversprechende Wettbewerbsergebnis der ersten Wettbe- werbsstufe. Er dankte der Vorprüfung für die Vorbereitung und Begleitung der Sit- zung und gab den Vorsitz zurück. Um die Anonymität der im Verfahren ver- bleibenden Arbeiten zu gewährleisten, er- folgte die Aufhebung der Anonymität durch eine externe Kanzlei. Im Anschluss wurde die Kommunikation mit den Teilnehmern ohne Zuordnung zu den Tarnzahlen durch das Büro Stadtbauplan vorgenommen. Wettbewerbsbeiträge Phase I 1. Wertungsrundgang VERFASSERTEAM LANDSCHAFTSARCHITEKTUR: Prof. Burkhard Wegener,Frank Flor, Jörg Homann, Götz Klose STADTPLANUNG: Sonja Moers club L94 Landschaftsarchitekten GmbH, Köln mit raumwerk GmbH, Frankfurt am Main VERFASSERTEAM LANDSCHAFTSARCHITEKTUR: Ulrike Platz STADTPLANUNG: Robert Broesi die 3 landschaftsarchitektur Brückmann/Platz Landschaftsarchitekten PartGmbB, Bonn mit MUST Städtebau GmbH, Köln Kraft.Raum Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung, Krefeld mit Thielecke Stadtplaner/New Architekten, Köln VERFASSERTEAM LANDSCHAFTSARCHITEKTUR: René Rheims STADTPLANUNG: Ralf Thielecke, Michael Weichler, Fritz KeuthenSeite 18 von 37 28 29 Wettbewerbsbeiträge Phase I 2. Wertungsrundgang PLANORAMA Landschaftsarchitektur, Berlin mit Machleidt GmbH, Berlin Stephan Lenzen, RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn bbz landschaftsarchitekten berlin gmbh mit Studio Schultz Granberg, Berlin VERFASSERTEAM LANDSCHAFTSARCHITEKTUR: Maik Böhmer, Dipl.- Ing. Landschaftsarchitekt STADTPLANUNG: Benjamin Wille, Dipl.- Ing. Stadtplaner VERFASSERTEAM LANDSCHAFTSARCHITEKTUR: Stephan Lenzen STADTPLANUNG: Philip Haggeney VERFASSERTEAM LANDSCHAFTSARCHITEKTUR: Timo Herrmann STADTPLANUNG: Joachim Schultz-Granberg Wettbewerbsbeiträge Phase I 2. Wertungsrundgang Studio RW Stadtplanung & Landschaftsarchitektur, Berlin Studio grüngrau Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf mit Molestina Architekten + Stadtplaner GmbH, Köln VERFASSERTEAM LANDSCHAFTSARCHITEKTUR: Heiko Ruddigkeit STADTPLANUNG: Heiko Ruddigkeit VERFASSERTEAM LANDSCHAFTSARCHITEKTUR: Prof. Thomas Fenner STADTPLANUNG: Prof. Juan Pablo MolestinaSeite 19 von 37 30 31 Wettbewerbsbeiträge Phase I Engere Wahl VERFASSERTEAM LANDSCHAFTSARCHITEKTUR: Lioba Lissner, Dipl.-Ing. STADTPLANUNG: Michael Koch HochC Landschaftsarchitekten PartGmbB, Berlin mit yellow Z - Abel Bormann Koch PartGmbB, Berlin VERFASSERTEAM LANDSCHAFTSARCHITEKTUR: Masashi Nakamura, Martin Prominski, Angela Prominski STADTPLANUNG: Prof. Dipl.-Ing. Susanne Gross mesh landschaftsarchitekten Prominski/Nakamura/Prominski PartGmbB, Hannover mit kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH, Köln Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten Stadtplaner, München mit OX2architekten GmbH, Aachen mit Stadtplanung Mücke, Darmstadt VERFASSERTEAM LANDSCHAFTSARCHITEKTUR: Prof. Rainer Schmidt STADTPLANUNG: Ina-Marie Orawiec, Moritz Mücke Wettbewerbsbeiträge Phase I Engere Wahl VERFASSERTEAM LANDSCHAFTSARCHITEKTUR: Bertel Bruuns STADTP
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 12:09 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de