211514 · Mitteilungsvorlage
Maßnahmen zum Mikroklima, Artenschutz und zur besseren Versickerung durch Umgestaltung von (Kleinst-) Flächen in der Bonner Innenstadt; fortgeschrittener Ergebnisstand zum Prüfauftrag DS-Nr. 1912296
Kerndaten
- Nummer
- 211514
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 16.10.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
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Mitteilungsvorlage öffentlich 211514 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Maßnahmen zum Mikroklima, Artenschutz und zur besseren Versickerung durch Umgestaltung von (Kleinst-) Flächen in der Bonner Innenstadt; fortgeschrittener Ergebnisstand zum Prüfauftrag DS-Nr. 1912296 Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 25.11.2021 Kenntnisnahme Mitteilung: In der Mitteilungsvorlage „Maßnahmen zum Mikroklima, Artenschutz und zur besseren Versickerung durch Umgestaltung von (Kleinst-) Flächen in der Bonner Innenstadt; Ergebnis zum Prüfauftrag der DS-Nr. 1912296“ (DS-Nr. 200572) schlägt die Verwaltung bereits Maßnahmen zur Verbesserung für die konkret im Beschluss benannten Flächen im Innenhof zwischen Oxfordstraße und Stiftsgasse, am Wilhelms- und Stiftsplatz, im Innenhof hinter der Stiftsgarage (Am Marthashof) sowie im Umgebungsbereich der Oper vor. Zur Umsetzung der in dieser Vorlage benannten Maßnahmen wurden Finanzmittel in Höhe von 133.000€ für den Doppelhaushalt 2021/2022 angemeldet. Die Verwaltung hat sich im Rahmen einer AG weitergehend mit dem Thema Entsiegelung befasst und stellt nachfolgend den Stand der erarbeiteten Ergebnisse dar. Bei der Ermittlung von Entsiegelungspotenzialen spielen insbesondere die Eignung der Fläche zur Entsiegelung und Begrünung (z.B. im Hinblick auf deren Nutzung), die Eigentumsverhältnisse sowie die anschließende Pflege der begrünten Fläche eine Rolle. Die AG Entsiegelung hat mit Bezug auf den Beschluss DS Nr. 200572, aber auch mit Blick auf das Leitbild der Stadt Bonn zu Klimaschutz und Klimaanpassung (DS Nr. 190114) sowie die Planungshinweiskarte aus dem ZURES-Projekt und die Starkregengefahrenkarten Erfordernisse und Möglichkeiten zur Entsiegelung und Begrünung geprüft und in laufende Vorhaben eingebracht: Auerberger Mitte: Das Thema Entsiegelung und Begrünung spielt auch im Rahmen des Werkstattverfahrens zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität der Auerberger Mitte eine recht zentrale Rolle. Im Rahmen eines verwaltungsinternen Begleitgremiums wurden Möglichkeiten der Entsiegelung und Begrünung diskutiert – auch beispielsweise vor dem Hintergrund freizuhaltender Wege für Einsatzfahrzeuge. Die theoretisch vorhandenen Potenziale für eineSeite 1 von 14 Seite 2 Entsiegelung in der Auerberger Mitte werden in den weiteren Prozess und in die Erarbeitung einer Konzeption eingebracht werden. Praktisch werden sich die am Werkstattverfahren teilnehmenden Akteure insbesondere mit der Frage der Flächenkonkurrenzen zwischen gewünschten Nutzungen (z.B. Markt, Außengastronomie, Begrünung) auseinandersetzen müssen. Das beauftragte Büro BASTA hat die Ergebnisse des Werkstattverfahrens dokumentiert. Diese werden der Politik in einer separaten Vorlage zu Verfügung gestellt. Innenstadt Bad Godesberg: Das im Januar 2020 beschlossene Integrierte Stadtentwicklungskonzept Innenstadt Bad Godesberg beinhaltet mit der Maßnahme A1 „Masterplan für den öffentlichen Raum in der Bad Godesberger Innenstadt“ sowie mit der sich daran anschließenden Maßnahme A2 „Detailplanung und Umsetzung der Maßnahmen aus dem Masterplan für den öffentlichen Raum“ auch die Aspekte „Vorschläge zur Reduktion von Hitzebelastungen im öffentlichen Raum“ sowie „Vorschläge für eine ansprechende moderne Bepflanzung unter stadtklimatischen und ökologischen Gesichtspunkten“(siehe DS 190431). Im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens „Masterplan Innenstadt Bad Godesberg“ wird für den Teil der öffentlichen Freiräume das Thema Klimaanpassung bzw. Entwicklung der blau-grünen Infrastruktur eine zentrale Rolle spielen. Die Wettbewerbsauslobung ist unter www.bonn.de, Suchbegriffe: Masterplan Innenstadt Bad Godesberg, abrufbar. Die Ergebnisse des Wettbewerbsverfahrens werden öffentlich ausgestellt. Quartier östlich des Beueler Bahnhofs: Aufgrund des hohen Anteils von gewerblichen und industriellen Nutzungen in diesem Bereich, ist der Anteil an Grünanlagen im gesamten Gebiet sehr gering. Darüber hinaus ist die Erreichbarkeit von kleinen Grünflächen in einem Radius von unter 500 m im Untersuchungsgebiet schlecht. Das integrierte Stadtentwicklungskonzept Beuel Ost (DS Nr. 202312) benennt daher mit dem „Hof- und Fassadenprogramm“ sowie der „Erstellung eines integrierten quartiersbezogenen Klimaanpassungskonzeptes“ zunächst zwei Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Aus dem Integrierten Klimaanpassungskonzept werden nach eingehender Analyse der vor Ort vorhandenen Handlungserfordernisse und Potenziale weitere Maßnahmen hervorgehen. Berücksichtigt werden muss dabei, dass große Teile des Quartiers als Altstandorte registriert sind. Parallel wurden die Firma Gertec sowie der Wissenschaftsladen Bonn e.V. gemeinsam mit der kurzfristigen Durchführung eines Netzwerkprojektes zu Klimaschutz und Klimaanpassung im Bereich des Gewerbegebietes Beuel-Ost beauftragt. Teil dieses Projektes werden u.a. Beratungsleistungen sein, welche gewerbebezogene Maßnahmen zur Erreichung des Ziels der Klimaneutralität 2035 sowie der Verbesserung Klimafolgenanpassung betreffen. Zudem werden in diesem Zusammenhang städtische Förderprogramme (Gebäudebegrünung, Entsiegelung, Photovoltaik) beworben. Maarhofplatz: Als Alternative zur im Rahmen der DS Nr. 200572 vorgeschlagenen mobilen Begrünung, wird die Entsiegelung von bis zu drei Parkplätzen und eine anschließende Bepflanzung mit Bäumen geprüft. Dies würde eine Beschattung und Verdunstungskühle erzeugen - ggf. können die Baumscheiben zudem zu einer örtlichen VersickerungSeite 2 von 14 Seite 3 genutzt werden. Der Einsatz mobiler Begrünung geht nicht mit einer Entsiegelung von Flächen einher und ist zudem sehr pflegeintensiv. Budapester Straße / Bereich Windeckbunker: Die Umgestaltung und Entsiegelung im Bereich der Budapester Straße /Bereich Windeckbunker wurde im Rahmen des Förderantrags Masterplan Innere Stadt nachgemeldet (siehe DS Nr. 202217 Masterplan Innere Stadt, Teilprojekt Grünfläche Budapester Straße Weiterführung zur Entwurfsplanung). Zum Stand informiert die Verwaltung aktuell separat in der DS Nr. 211107. Rathausvorplatz Beuel: Die Bezirksvertretung Beuel beschloss am 24. Februar 2021 die Verwaltung damit zu beauftragen, einen Förderantrag zur Umsetzung von Klimaresilienz-Maßnahmen auf dem Rathausvorplatz Beuel im Rahmen des Sonderprogramms Klimaresilienz in Kommunen des Landes NRW zu stellen und vorab die Umsetzbarkeit vorgeschlagener Maßnahmen zu prüfen. Wie in Anlage 1 aufgeführt bietet der Rathausvorplatz z.B. aufgrund der mehrmals in der Woche stattfindenden Marktnutzung sowie der teilweisen Unterbauung durch eine Tiefgarage kein großes Potenzial zur Entsiegelung zwecks Begrünung. Im Beschluss der Bezirksvertretung werden jedoch weitere im Rahmen des Sonderprogramms Klimaresilienz in Kommunen förderfähige Maßnahmen, welche nicht zwingend mit einer Entsiegelung einhergehen, genannt (z.B. Gebäudebegrünung, mobiles Grün, Verschattungsanlagen, Wasserspiele; DS Nr. 202360). Derzeit läuft hierzu die durch die Bezirksverwaltungsstelle Beuel koordinierte, ämterübergreifende Abstimmung zur Umsetzbarkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen. Stiftsplatz: Um der wichtigen stadträumlichen und funktionalen Bedeutung des Stiftsplatzes für das innerstädtische Quartier gerecht zu werden, soll durch eine zusätzliche Freiraumgestaltung ein wichtiger Beitrag zum Klima (Entsiegelung, Begrünung) geleistet werden. Konkret werden folgende multifunktionalen Ziele angestrebt: Biodiversität durch heimische & klimaresistente Bepflanzungen (insektenfreundlich), CO2- Reduktion, Schaffung von Schattenspendern, Förderung von nachhaltiger Mobilität (E-Ladesäulen für Autos und Räder; Fahrradparkhaus), sozialer attraktiver Begegnungsort im Grünen. Die Umgestaltung erfolgt im Rahmen des Förderprogramms Masterplan Bonn Innere Stadt. Dabei werden auch die Bürger*innen beteiligt. Die Verwaltung informiert hierzu gesondert (DS-Nr. 211463). Parallel hierzu stellte die Verwaltung fristgerecht zum 15.03.2021 einen Antrag mit dem Titel „*Klimaanpassungen für das Quartier* Entsiegelung und klimaresiliente Umgestaltung des Stiftsplatzes unter Nutzung von Potentialen der Schwammstadt (Bunkeranlage als Wasserreservoir)“ auf Förderung im Rahmen des „Bundesprogramm zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“. Der Projektantrag sah die Prüfung von Entsiegelungsoptionen des Stiftsplatzes (z.B. durch Wegfall von Parkplätzen) sowie die entsprechende Umgestaltung vor. Bei der Neugestaltung sollten dabei im Sinne der Schwammstadt Maßnahmen zur Begrünung und ortsnahen Regenwasserversickerung bzw. Speicherung genutzt werden. Hierzu wurde geprüft, inwieweit vorhandene alte unterirdische Bunker bzw. Wasserspeicher effektiv integriert werden können. Es handelte sich in diesem Programm um einSeite 3 von 14 Seite 4 zweistufiges Verfahren, in welchem nun zunächst die Projektskizze eingereicht wurde. Der Antrag auf Förderung wurde am 21.07.2021 durch das Bundesamt für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) abgelehnt. Öffentliche Plätze: Einige öffentliche Plätze in Bonn sind recht stark versiegelt, daher oft Hitzehotspots und erwecken den Anschein großer bislang nicht realisierter Entsiegelungspotenziale. Die Verwaltung hat vor diesem Hintergrund einige Plätze geprüft, konnte im Ergebnis jedoch keine nennenswerten Entsiegelungsmöglichkeiten identifizieren. Anlage 1 erläutert das Prüfergebnis. Losgelöst von räumlich-konkretisierten Flächenpotenzialen möchte die Verwaltung auf folgende Maßnahmen zur Entsiegelung im Bestand sowie zur Begrenzung der Neuversiegelung hinweisen: Entsiegelung im Bestand: Grundsätzlich werden bei Neupflanzungen von Bäumen bereits vorhandene Baumscheiben auf eine Größe von mindestens 2*4m erweitert. Auf Basis des Ratsbeschlusses DS-Nr. 190500 „Begrünung von Haltestellendächern“ legte die Verwaltung in der MV DS-Nr. 200303 die entsprechenden Optionen auf Basis einer Abstimmung mit den SWB sowie der Firma Ströer dar. Demnach sind von derzeit 420 in Bonn bestehenden Fahrgastunterständen 16 statisch geeignet, um die Auflast einer wassergesättigten Dachbegrünung tragen zu können. Eine mögliche Maßnahme wäre somit die nachträgliche Begrünung der genannten 16 Fahrgastunterstände sowie die Begrünung von Fahrgastunterständen, die künftig im Rahmen ggf. notwendiger Ersatzmaßnahmen neu aufgestellt werden. Die Firma Ströer bietet ein System aus Drainagematte, Substrat (8cm) und Sedum für 5.000€ je Begrünung/Fahrgastunterstand an. Im Rahmen einer Kooperation mit der Firma Ströer wurde bereits ein Haltestellendach in Bonn Bad Godesberg (Löbestraße) exemplarisch begrünt. In Federführung der Leitstelle Klimaschutz beantragte die Stadt Bonn das Projekt „mutabor“ im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie im Förderschwerpunkt kommunale Leuchtturmvorhaben (siehe DS Nr. 190019). Die Bewilligung des Projektes erfolgte im Dezember 2020 (siehe DS Nr. 202261). Inhalt des Vorhabens wird u.a. eine gesamtstädtische Analyse des Potenzials zur Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Reduktion von Wärmebelastung sein. Da von der Entsiegelung und Begrünung von Flächen eine kühlende Wirkung ausgeht, wird auch die Identifizierung entsprechender Potenziale Thema im Rahmen des 2-jährigen Projektes sein. Als eine der Maßnahmen aus dem Paket zum Klimanotstand (DS Nr. 200016) hat die Verwaltung ein Förderprogramm Begrünung (DS Nr. 201243) vorgeschlagen, welches am 01.09.2020 vom Rat beschlossenSeite 4 von 14 Seite 5 wurde. Im Rahmen dieses Programms soll mit einem Budget von insgesamt 100.000€ die Begrünung von Dächern und Fassaden sowie die Entsiegelung und anschließende Begrünung von Flächen gefördert werden. Um das für Maßnahmen zur Gebäudebegrünung sowie zur Entsiegelung und Begrünung zur Verfügung stehende Budget deutlich zu erhöhen, den kommunalen Haushalt jedoch nicht weiter zu belasten, stellte die Verwaltung im Dezember 2020 einen Förderantrag im Rahmen des „Sonderprogramms Klimaresilienz in Kommunen“ des Landes NRW. Beantragt wurde eine Summe i.H.v. 300.000€ zur Weiterleitung an Dritte zur Förderung der Begrünung von Dächern und Fassaden privat oder gewerblich genutzter Gebäude. Der Antrag auf Förderung wurde Ende März durch den zuständigen Projektträger Jülich bewilligt. Nach Beschlussfassung der Richtlinie startete das Förderprogramm Gebäudebegrünung im Mai 2021. Die in den städtischen Haushalt eingebrachte Summe von 100.000€ soll nun vollständig für Maßnahmen zur Entsiegelung und Begrünung eingesetzt werden. Die Verwaltung erarbeitet derzeit eine Förderrichtlinie für ein Programm zur Entsiegelung und Begrünung. Geplant ist ein Start des Förderprogramms im Herbst 2021. Mobiles Grün kann eine Option zur Aufwertung von Flächen sein, deren Nutzung eine Entsiegelung nicht zulässt. Zu beachten ist hierbei u.a. der höhere Pflegeaufwand im Vergleich zu Grünanlagen mit Bodenanschluss sowie die teils reduzierte Entwicklungsmöglichkeit der Pflanzen aufgrund des geringeren Wurzelraums. Die Verwaltung hat die temporäre Installation eines „Grünen Zimmers“ zur Bewerbung des Förderprogramms Begrünung sowie einen Wettbewerb zur Vergabe weiterer „Grüner Inseln“ vorgeschlagen (siehe DS Nr. 210250). Die Vorlage wurde am 01.06.2021 geändert vom Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda beschlossen. Umgesetzt werden soll der Wettbewerb um weitere „Grüne Inseln“, die Installation eines „Grünen Zimmers“ wird nicht realisiert. Begrenzung der Neuversiegelung: Neben dem dieser Vorlage im Wesentlichen zu Grunde liegenden Bestreben bereits versiegelte Flächen zu entsiegeln, weist die Verwaltung auf das Erfordernis hin, parallel die Neuversiegelung von Flächen aus den gleichen Gründen (Erhalt natürlicher Bodenfunktionen wie z.B. der Bodenkühlleistung) nach Möglichkeit zu begrenzen. Grundsätzlich regelt die Landesbauordnung NRW §8 bereits: „(1) Die nicht mit Gebäuden oder vergleichbaren baulichen Anlagen überbauten Flächen der bebauten Grundstücke sind 1. wasseraufnahmefähig zu belassen oder herzustellen und 2. zu begrünen oder zu bepflanzen, soweit dem nicht die Erfordernisse einer anderen zulässigen Verwendung der Flächen entgegenstehen. Satz 1 findet keine Anwendung, soweit Bebauungspläne oder andere Satzungen Festsetzungen zu den nicht überbauten Flächen treffen.“Seite 5 von 14 Seite 6 Zudem erhielt die Verwaltung mit dem Beschluss des Antrages „Nachhaltiges Bauen“ DS Nr. 190441 den vielschichtigen Auftrag, sich vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeitsstrategie u.a. mit den Themen umweltverträgliche Flächenausweisung, flächenressourcenschonendes Bauen sowie doppelte Innenentwicklung auseinanderzusetzen und ein entsprechendes Konzept vorzulegen. Derzeit läuft hierzu ein umfangreicher ämterübergreifender Abstimmungsprozess. Anlage/n 1 Prüfergebnis Entsiegelungspotenziale (öffentlich)Seite 6 von 14 Anlage 1 Prüfergebnis Entsiegelungspotenziale Rathausplatz Beuel Abbildung 1: 100-jährl. Regenereignis Abbildung 2: Planungshinweiskarte (Hitze, Tagsituation) Handlungserfordernis: Fläche bei Starkregen nur punktuell betroffen (Einfahrt Tiefgarage (TG) erscheint als Regenwasser“sammelstelle“, liegt an der Art der Modellierung) Fläche in sommerlichen Hochdruckwetterlagen sehr stark sonnenexponiert, daher sehr hohe bis extreme bioklimatische Belastung am Tag Abbildung 3: Lufbild Rathausplatz Beuel Situation Vorplatz ist Veranstaltungsfläche (Weihnachtsmarkt, Brauchtum, Markt etc.) Flächen sind teils privat Fläche ist teils mit einer Tiefgarage unterbaut, Baumpflanzungen sind in diesen Bereichen daher aufgrund geringer Substrataufbauhöhen nicht möglich Keine nennenswerten Entsiegelungsmöglichkeiten aufgrund der TG im Untergrund kein Versickerungspotential im Boden Potenzial: Ggf. Aufwertung der Dachbegrünung des Beueler Rathauses + Fassadenbegrünung (gesonderte Eignungsprüfung durch SGB erforderlich) Ggf. Mobiles Grün – hier ist allerdings der sehr hohe Pflegeaufwand zu berücksichtigenSeite 7 von 14 Remigiusplatz Abbildung 4: 100-jährl. Regenereignis Abbildung 5: Planungshinweiskarte (Hitze, Tagsituation) Handlungserfordernis: • Fläche bei Starkregen nur punktuell betroffen • während sommerlicher Hochdruckwetterlagen extreme bioklimatische Belastung Abbildung 6: Luftbild Remigiusplatz Situation Außengastronomie/ Sondernutzungen Baumbeet ist ein Hochbeet und kann nicht ohne Weiteres vergrößert werden Teils unterirdische Gewölbekeller Lieferverkehr Nutzbarkeit der Verkehrsfläche erforderlich Platz wurde zuletzt unter Nutzung von Städtebaufördermitteln umgestaltet weshalb eine zeitliche Bindung vorliegt aufgrund von Bauten in Untergrund kein Versickerungspotential im Boden für Regenwasser Potenzial: Begrünungspotenziale stellen die Dachflächen der privat und gewerblich genutzten Gebäude dar.Seite 8 von 14 Oper Abbildung 7: 100-jährl. Regenereignis Abbildung 8: Planungshinweiskarte (Hitze, Tagsituation) Handlungserfordernis Fläche bei Starkregen gering betroffen Günstige bis sehr günstige bioklimatische Situation Abbildung 9: Luftbild Oper Situation Nutzungen Strandbar/Außengastronomie Asphaltierte Fläche dient als Aufstellfläche für Rettungsfahrzeuge (Feuerwehr) 41-9 und SGB arbeiten aktuell im Rahmen des Klimanotstands eine Maßnahme zur insektenfreundlichen Begrünung der Oper aus Der Opernbereich wird im Rahmen des Masterplans Innere Stadt Bonn Projektes Rheinuferpromenade berücksichtigt. Ziel ist diesen Bereich bei dem Wettbewerb als Ideenteil (Themen Klimaanpassung, Vernetzung, Sport und Kultur) zur Umgestaltung der Rheinuferpromenade mit zu betrachten und in die zukünftigen Entwicklungen einzubeziehen. aufgrund der TG im Untergrund kein Versickerungspotential im Boden Potenzial kein nennenswertes Potenzial zur Entsiegelung Enorm große Dachfläche, die zur Begrünung genutzt werden könnte (Eignungsprüfung SGB erforderlich)Seite 9 von 14 Bahnhofsvorplatz Abbildung 10: 100-jährl. Regenereignis Abbildung 11: Planungshinweiskarte (Hitze, Tagsituation) Handlungserfordernis Fläche bei Starkregen wenig betroffen hier noch alte Bebauung als Grundlage der Modellierung der Starkregengefahrenkarte Extrem starke bioklimatische Belastung bei sommerlichen Hochdruckwetterlagen Abbildung 12: Luftbild Bahnhofsvorplatz Situation Schmale, enge Häuserschluchten z.B. an der Maximilianstraße sind für Baumpflanzungen nicht gut geeignet aufgrund der Unterführung, U-Bahn, etc. im Untergrund kein Versickerungspotential in den Boden Bereich wurde gerade erst fertiggestellt, Begrünung wurde nicht vorgesehen Potenzial Ggf. Mobiles Grün / Sitzgelegenheiten Begrünung im Rahmen der Umgestaltung ZOBSeite 10 von 14 Moltkeplatz Abbildung 13: 100-jährl. Regenereignis Abbildung 14: Planungshinweiskarte (Hitze, Tagsituation) Handlungserfordernis Moltkeplatz liegt in HWgefahrenbereich bei einem HQ100 und HQextrem Bereich wird im gesetzlich festgelegten Ü- Gebiet des Godesberger Bachs liegen (soll lt. Bezirksregierung Köln in Frühjahr 2021 festgesetzt werden) Extrem starke bioklimatische Belastung bei sommerlichen Hochdruckwetterlagen Abbildung 15: Luftbild Moltkeplatz Situation • Außengastronomie / Sondernutzung • Gänzjährige Nutzung durch den Markt • Fläche bei Starkregen betroffen • Leitungen im Untergrund • Die zuletzt erfolgte Umgestaltung wurde über Fördermittel realisiert weshalb hier noch eine zeitliche Bindung existiert. Aufgrund der Wassermengen bei HQ100&HQextrem können diese wahrscheinlich nicht über entsiegelte Flächen versickert und erheblich reduziert werden Potenzial In Anbetracht der Situation kein nennenswertes Potenzial zur Entsiegelung ersichtlichSeite 11 von 14 Budapester Straße Abbildung 16: 100-jährl. Regenereignis Abbildung 17: Planungshinweiskarte (Hitze, Tagsituation) Handlungserfordernis Fläche bei Starkregen kaum betroffen (dunkelblaue Färbung = Einfahrt TG) Starke bis extrem starke bioklimatische Belastung bei sommerlichen Hochdruckwetterlagen Abbildung 18: Luftbild Budapester Straße Situation Bereits naturnahe Staudenmischfläche und Naschhecke an den Randbereichen der Zufahrt zur Markgarage installiert aufgrund von TG, etc. in Untergrund kein Versickerungspotential für Regenwasser Potenzial Im Rahmen des Masterplans Innere Stadt Bonn wurde ein Förderantrag zur Umgestaltung der Grünfläche Budapester Straße gestellt. Mit dem Förderbescheid ist im Sommer 2021 zu rechnen, so dass die Umgestaltung ab Ende 2021 vorgesehen ist. Mit dem Ziel, den Anteil der entsiegelten und begrünten Fläche zu erhöhen, Aufenthaltsqualitäten und attraktive Spielflächen zu schaffen, sowie das Thema Wasser(spiel) aufzugreifen. In diesem Rahmen soll der Straßenraum Budapester Straße bis zur Unterführung Haus der Bildung, wenn möglich in Teilbereichen entsiegelt begrünt sowie allgemein aufgewertet werden.Seite 12 von 14 Dreieck Abbildung 19: 100-jährl. Regenereignis Abbildung 20: Planungshinweiskarte (Hitze, Tagsituation) Handlungserfordernis Fläche bei Starkregen wenig betroffen Extrem starke bioklimatische Belastung bei sommerlichen Hochdruckwetterlagen Abbildung 21: Luftbild Dreieck Situation Recht schmale Situation, die für Lieferverkehr und Zufahrten für Rettungsfahrzeuge freigehalten werden muss Außengastronomie / Sondernutzungen kein Versickerungspotential für Regenwasser im Untergrund Potenzial In Anbetracht der Situation kein nennenswertes Potenzial zur Entsiegelung ersichtlichSeite 13 von 14 Legenden: Abbildung 22: Legende der Starkregengefahrenkarte Abbildung 23: Auszug aus der Legende der Planungshinweiskarte (Tagsituation) für die SiedlungsflächenSeite 14 von 14
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