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211493 · Mitteilungsvorlage

Machbarkeitsuntersuchung P+R und B+R am Haltepunkt Vilich

Nummer
211493
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
06.09.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 30.09.2021 Kenntnisnahme
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Beuel 03.11.2021 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
211493
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Machbarkeitsuntersuchung P+R und B+R am
Haltepunkt Vilich
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 30.09.2021 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung Beuel 06.10.2021 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Für die Anlage von P+R und B+R am Kreuzungshaltepunkt Vilich der
Stadtbahnlinie 66 und der S 13 soll eine Machbarkeitsstudie mit
folgenden Inhalten erstellt werden.
I. RAHMENBEDINGUNGEN
Die DB-Strecke der S-Bahnlinie S 13 von Troisdorf nach Bonn
Oberkassel ist planfestgestellt. Die Finanzierung wurde im Dezember
2014 durch eine Vereinbarung zwischen DB, Land und NVR
sichergestellt. Der Bau begann im Jahr 2017. Die Inbetriebnahme der S
13 soll nach heutigem Stand Ende 2026 bis zum Bf. Beuel erfolgen.
In Höhe der Brücke der Stadtbahnlinie 66 in Bonn-Vilich wird ein
Haltepunkt der S 13 entstehen, der durch ein Kreuzungsbauwerk mit
einer neuen Haltestelle der Stadtbahnlinien 66/67 verbunden wird. Die
Stadtbahnlinien 66/67 sollen in Zukunft eine Taktverdichtung auf einen
gemeinsamen 5-Minuten-Takt in beiden Richtungen über den Tag
erhalten (s. DS-Nr. 1911567EB3).
Der vorhandene P+R-Platz westlich der Gartenstraße zwischen
Stadtbahn und B 56 ist im Zuge der Gleiserneuerung Kennedybrücke
1992 als Provisorium angelegt worden, verfügt über eine teils
wassergebundene Decke und steht im Eigentum der "Elektrische
Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein Sieg-Kreises" (SSB). Er hat eine
direkte Einfahrt von der B 56, während die Ausfahrt über die
Gartenstraße erfolgt. Zwischenzeitlich war auch die Fläche östlich der
Gartenstraße provisorisch befestigt worden und wurde als P+R-Platz
genutzt. Seit Baubeginn der S 13 wurde sie als
Baustelleneinrichtungsfläche in Anspruch genommen.
Zunächst hatte die Planung eines neuen P+R –Platzes einschließlich
Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP) imSeite 1 von 6
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Planfeststellungsverfahren Eingang gefunden. Der neue P+R-Platz soll
auf der Fläche zwischen Gartenstraße/Stadtbahnlinie/DB/B 56
entstehen. Im Planfeststellungsbeschluss vom 24.02.2011 ist der
geplante P+R-Platz vom Eisenbahnbundesamt (EBA) jedoch nicht
planfestgestellt worden, da P+R-Anlagen nicht zu den Aufgaben der DB
gehörten. Somit muss das Baurecht hierfür anderweitig sichergestellt
werden.
Die Bauzeit des neuen Kreuzungshaltepunktes und des benachbarten
Brückenbauwerkes der B 56 liegt in den Jahren 2017 – 2025. Um die
beiden Brückenbauwerke der Stadtbahn und der B 56 bauen zu können,
ist zwischen diesen Verkehrswegen eine provisorische Brücke
errichtet worden, über die zunächst der Verkehr der Bundesstraße
geführt wurde und daran anschließend die Gleise der Stadtbahn gelegt
wurden. Als Bauzufahrt hierzu wird auch die Fläche des zukünftigen
P+R-Platzes zwischen Gartenstraße/Stadtbahnlinie/DB/B 56 benötigt,
sodass ein solcher hier frühestens nach 2025 gebaut werden kann.
Ferner wird im Zuge des S 13-Baus die Brücke der Schultheißstraße
erneuert. Als weitere Maßnahme im Zuge der S 13 wird der
Bahnübergang Gartenstraße über die DB aufgehoben und hier eine
Fußgängerüberführung hergestellt, die Gartenstraße wird mit einer
Unterführung unter der Eisenbahnstrecke mit der Gerhardstraße
verbunden.
Die Kreuzung der Gartenstraße / B 56 wurde im Hinblick auf das
Projekt „Vilicher Arkaden“ (Einzelhandel, Freizeitnutzungen u.a.) sowie
auf die seinerzeit anstehende Vermarktung des städtischen Grundstücks
westlich der Gartenstraße bereits den damit verbundenen neuen
Anforderungen angepasst, indem Linksabbiegemöglichkeiten geschaffen
wurden. Seither wurde das städtische Grundstück mit einem Baumarkt
bebaut.
II. Untersuchungsumfang der Machbarkeitsstudie
Die Erfahrungen mit den Ein- und Ausfahrten der o.g. beiden
provisorischen P+R-Plätze in der unmittelbaren Nähe zur Kreuzung
Gartenstraße / B 56 auf den sehr kurzen Streckenabschnitt der
Gartenstraße zwischen B 56 und Bahnübergang (BÜ) der Stadtbahn
haben bereits gezeigt, dass hierdurch die Leistungsfähigkeit und
Sicherheit der gesamten Zufahrtsituation, des BÜ und der Kreuzung
beeinträchtigt wird.
Zunächst soll durch eine Leistungsfähigkeitsbetrachtung des Knotens B
56 – Gartenstraße einschließlich des kurzen Abschnitts der
Gartenstraße zwischen der B 56 und der Stadtbahn und der
Kreuzungssituation mit der Stadtbahn die freien Kapazitäten dieses
Knotens im Hinblick auf eine zukünftige zusätzliche P+R-Nutzung an
dieser Stelle ermittelt werden. Hierbei sollte auch die zukünftige
Taktverdichtung der Stadtbahnlinie am BahnübergangSeite 2 von 6
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Gartenstraße/Ewigstraße mitbetrachtet werden.
Aufbauend auf diesen ermittelten Kapazitäten sollen
Lösungsmöglichkeiten für einen P+R-Platz und ggf. für die Situation der
Ein- und Ausfahrten im Kontext zum Knoten B 56 – Gartenstraße und
dem Bahnübergang an dieser Stelle aufgezeigt werden.
Des Weiteren steht die Fläche östlich der DB zwischen Beueler Straße
und Stadtbahn als mögliche P+R-Fläche und B+R-Standort in der
Diskussion. Diese befindet sich jedoch in privatem Eigentum und ist mit
Altablagerungen belastet. Hierbei spielt auch eine mögliche Zufahrt über
die B 56 eine Rolle.
Die Förderung der Nahmobilität (Fußverkehr, Radverkehr, ÖPNV) hat
im Allgemeinen in der Verkehrsplanung in Bonn Vorrang vor P+R, da der
P+R-Verkehr möglichst weit vor der Stadt abgefangen werden soll und in
Bonn kaum Flächen in der gebührenden Entfernung zur Verfügung
stehen; ebenso besteht die Gefahr, dass die Buslinien in den
Stadtrandgebieten weniger Fahrgäste bekommen, da durch P+R oft
auch die Tarifgrenzen übersprungen werden.
Im städtischen Parkraumkonzept, welches zur Zeit erarbeitet wird, sollen
für Vilich und Neu-Vilich Parkraumbewirtschaftungsmaßnahmen
entwickelt werden, um die angrenzenden Wohnstraßen nicht durch
P+R-Verkehr zu beeinträchtigen.
Ferner soll auch die Gartenstraße zwischen Adelheidisstraße und
Ewigstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt werden und lediglich für
die Anlieger und die Fahrradfahrer und Fußgänger geöffnet bleiben (vgl.
DS-Nr. 1910135ST5).
LEISTUNGEN im Rahmen der Studie:
I: Grundlagen für eine Machbarkeit von P+R und B+R am
Haltepunkt Vilich
1. Zählungen
 Bestehender P+R-Platz (hierbei sind auch Luftbilder aus
der Zeit vor dem S-Bahn-Bau auszuwerten, die schon eine
Ausdehnung der Parktätigkeiten auf die Nachbarfläche zeigen)
 Knoten Gartenstraße / B 56 einschließlich Bahnübergang
der Stadtbahn (alle Verkehrsarten / 6:00-10:00, 15:00-19:00)
 Fahrräder B+R
2. Parkplätze Vilicher Arkaden und Bauhaus (Interviews)
 Gibt es Probleme mit P+R?
 Welche Maßnahmen wurden ggf. dagegen ergriffen?Seite 3 von 6
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3. Leistungsfähigkeitsbetrachtung (vormittags + nachmittags) Kreuzung
B 56 / Gartenstraße mit Ein-/Ausfahrt P+R und Schrankenschließzeiten
an der Stadtbahn unter der Maßgabe: Wieviel zusätzlicher Verkehr
(Zielverkehr P+R) ist hier noch verkehrstechnisch abwickelbar?
Auswirkungen Taktverdichtung auf Schrankenschließzeiten.
4. Anforderungsprofil Mobilitäts-Hub
 Ausstattung festlegen: Leihfahrräder, Sharingangebote
(PKW, E-Scouter), Ladesäulen, Fahrradboxen, überdachte
Fahrradständer, Fahrradparkhaus inklusive Erschließung, On-
Demand-Verkehre, Kiosk, Taxistand …
 Flächenbedarf einschl. Erweiterungsflächen
 Standort in Nähe zum Haltepunkt
II. Machbarkeit P+R-Platz und B+R
1. neuer P+R-Platz und B+R-Standort auf Fläche zwischen
Gartenstraße/Stadtbahnlinie/DB/B 56
 Kapazitätsreserven des Knotens Gartenstraße / B 56 (s. o.) =
Anzahl einzurichtender Parkplätze
 Ist ggf. eine Beibehaltung des vorhandenen P+R-Platzes
sinnvoll und / oder notwendig?
 Prüfung einer direkten Einfahrt von der B 56
 OPTION: Umgestaltung des Knotens B 56 / Gartenstraße für
eine größtmögliche P+R-Nutzung mit entsprechender
Leistungsfähigkeit
 OPTION: Befestigung des vorhandenen P+R-Platzes mit
Markierung der Parkstände einschl. Klärung der Notwendigkeit einer
LBP
 Überschlägige Prüfung eines Parkhauses / Parkpaletten
(generelle Machbarkeit; kein architektonischer Entwurf, aber
Kubatur, Außenmaße, Anordnung und Anzahl Parkplätze, Ein- und
Ausfahrt)
 Berücksichtigung weiterer Planungsparameter:
o Gasleitung, Überbaubarkeit
o Notwendigkeit einer Überarbeitung der vorliegenden LBP
o Hinweis auf Schallschutz (Ergebnisse aus der
Planfeststellung S 13,
o Notwendigkeit einer neuen Betrachtung klären)
 Standort für Mobilitäts-Hub einschließlich Flächen fürSeite 4 von 6
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überdachtes B+R
 OPTION: Sperrung des BÜ Gartenstraße der Stadtbahn
für den MIV prüfen
 Plan 1:1000 ggf. einschließlich OPTION Knotenausbau
Gartenstraße / B 56
 Vereinfachte Querschnittsskizze: Darstellung Parkhaus /
Parkpalette mit Bebauung in der Nachbarschaft.
2. P+R-Platz und B+R-Standort an der Beueler Straße zwischen DB und
THW
 Privater Eigentümer
 Vorübergehende Inanspruchnahme durch S 13:
Baustelleneinrichtungsfläche und Bereitstellungsfläche für
Oberboden
 Altablagerungen: Hinweis auf notwendige Untersuchungen,
grobe Abschätzung der Machbarkeit und der finanziellen
Auswirkungen
 Erschließung über Beueler Straße: Bewertung hinsichtlich
zu erwartendes Verkehrsaufkommen in Ortsdurchfahrt Vilich und
Vilich-Müldorf und in Bezug auf den Schulweg
 Mögliche Vorschläge zur Erschließung über B 56 und einer
Querung Stadtbahn prüfen
 Standort für Mobilitäts-Hub einschließlich Flächen für
überdachtes B+R
 Plan 1:1000
3. Anbindung Busverkehr
 Welche Stadtteile sollen angebunden werden?
 Welche bestehenden Buslinien kommen in Betracht?
 Oder: Ist eine neue Buslinie angebracht?
 Lage der Haltestelle
 Genauere Linienführung bleibt der weiteren Planung
überlassen!
 Lage der Haltestelle in den Plänen (s. o.) darstellen
4. Kosten und Förderung
 Überschlägige Schätzkosten der jeweiligen MaßnahmenSeite 5 von 6
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 Aussagen zur Förderung
 Aussagen zu einer evtl. Bewirtschaftung des P+R-Platzes
(Förderfähigkeit, Beispiele, Trägerschaft, Betrieb, Vermeidung von
Dauerparken von Fluggästen)
ANGESTREBTER ZEITPLAN
 09/2021: Information Ausschüsse über Inhalte der
Machbarkeitsstudie
 11/2021: Angebotseinholung
 01/2022: Vergabe
 06-09/2022: Vorstellung der Ergebnisse in Ausschüssen und
Bürgerversammlung
 12/2022: Ratsbeschluss
- - -
Die Finanzierung der Untersuchung erfolgt voraussichtlich über die
ÖPNV-Pauschale (100 % Landesmittel).
Anlage/n
KeineSeite 6 von 6

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Datenstand: 02.11.2026, 20:52 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de