211479 · Beschlussvorlage
Weiterführung des Programms „Kita-Helfer*innen“ zur Entlastung der Erzieherinnen und Erzieher in der Corona-Pandemie für die Zeit vom 01.08.2021 bis 31.07.2022
Kerndaten
- Nummer
- 211479
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 19.08.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (6.603 Zeichen)
Beschlussvorlage öffentlich 211479 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 51 Amt für Kinder, Jugend und Familie Dezernat: Dez. V Weiterführung des Programms „Kita-Helfer*innen“ zur Entlastung der Erzieherinnen und Erzieher in der Corona-Pandemie für die Zeit vom 01.08.2021 bis 31.07.2022 Beratungsfolge Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 19.08.2021 Entscheidung Begründung der Dringlichkeit: Bei der Fortsetzung des Programms „Alltagshelfer*innen in Kitas“ geht es darum, den städtischen Kitas kurzfristig – und möglichst nahtlos an das letzte Kita-Jahr anschließend – diese wichtige personelle Unterstützung weiterhin zukommen zu lassen. Gerade angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen ist die Fortführung wichtig. Durch die Sommerpause war ein reguläres Antragsverfahren nicht möglich. Beschlussvorschlag Die Stadt Bonn wird beauftragt, das bis zum 31.07.2021 vom Land NRW finanzierte Alltagshelfer-Programm im Kita-Jahr 2021/2022 aus eigenen Mitteln fortzuführen. Begründung Bis zum 31.07.2021 hatte die Landesregierung aus dem NRW-Rettungsschirm im Rahmen der Corona-Krise kurzfristig und befristet Billigkeitsleistungen im Bereich „Alltagshelferinnen und -helfer in Kitas“ für die Anstellung von Hilfskräften sowie für Arbeitsschutz- und Hygienemaßnahmen zur Verfügung gestellt. Das Alltagshelfer-Programm wurde in allen Einrichtungen mit 2.100 Euro pro Monat gefördert. Der überwiegende Teil der Alltagshelfer*innen wurde in den städtischen Kitas über den Anbieter „Studitemps“ gedeckt, der insbesondere Studierende vermittelt. Über eigene Einstellungen bei der Stadt oder durch Stundenerhöhungen von Hauswirtschaftskräften konnten weitere Stunden abgedeckt werden. Das Förderprogramm ist zum 31.07.2021 ausgelaufen, obwohl die Rahmenbedingungen sich nicht grundlegend verbessert haben (Fachkräftemangel und Mehraufwände durch Corona). Nicht nur die steigenden Infektionszahlen zeigen, dass weiterhin Bedarf zurSeite 1 von 3 Seite 2 Unterstützung in städtischen Kitas besteht. Es müssen weiterhin Hygienemaßnahmen umgesetzt werden, Eltern können das An- und Ausziehen in der Bring- und Abholsituation nicht übernehmen, Gruppentrennungen sind weiterhin möglich etc.. In dieser Situation können Alltagshelfer*innen folgende Aufgaben wahrnehmen: Unterstützung bei der aufgrund der durch die Pandemie erhöhten hygienischen Versorgung der betreuten Kinder (häufigeres Händewaschen etc.) Unterstützung bei der Einhaltung von Vorgaben des Infektionsschutzes in den Gruppen Unterstützung im hauswirtschaftlichen Bereich insbesondere Essensversorgung (Zubereitung, Auf-, Abdecken, Einkäufe), Reinigung, Küchendienst, Wäschepflege, Desinfektion u.a. Unterstützung bei den Bring- und Abholzeiten, Begleitung bei Ausflügen Materialbeschaffung Unterstützung bei der Vorbereitung von Veranstaltungen Unterstützung auf dem Außengelände Vor dem Hintergrund der erheblichen Zahl an nicht besetzten Fachkraftstellen (zurzeit ca. 65 Vollzeitstellen) werden weiterhin Alltagshelfer*innen in den Kitas benötigt. Die Rückmeldung der Kita-Leitungen ist sehr positiv. Der Einsatz der Alltagshelfer*innen wurde als sehr entlastend empfunden. Darum schlägt die Verwaltung vor, das Programm fortzusetzen. Dies haben auch andere Kommunen so in die Wege geleitet. Bekannt sind der Fachverwaltung Wuppertal und Sankt Augustin. Die Finanzierung der entstehenden Kosten erfolgt innerhalb des KiBiz-Budgets über die nichtgedeckten Fachkraftstellen. Es wird mit einem Gesamtkostenbudget von ca. 882.000 Euro gerechnet. Aufgrund des hohen Interesses der Kita-Teams, das bereits eingearbeitete Personal einzusetzen und der guten und effizienten Zusammenarbeit mit der Fa. „Studitemps“ soll die Firma auch den Folgeauftrag bis zum 31.07.2022 erhalten. Die Kinder in den Einrichtungen kennen „ihre“ Alltagshelfer*innen und es besteht bereits ein Vertrauensverhältnis. Die Durchführung eines Ausschreibungsverfahren würde viel Zeit in Anspruch nehmen, zeitliche Lücken und einen Beziehungsabbruch entstehen lassen und bietet keine Garantie, dass qualifizierte Personen gefunden werden. Das Unternehmen „Studitemps“ erfüllt wesentliche Voraussetzungen, um den Kindertageseinrichtungen mit qualitativen Alltagshelfern zusätzliche Personalressourcen zur Verfügung zu stellen. Zum einen handelt es sich um ein Unternehmen, welches vorrangig Studierende einsetzt. Es war und ist in der Lage, sehr kurzfristig Personal, welches eine hohe Affinität zu Kindern hat, zur Verfügung zu stellen. Da eine Reihe der bisher in den Kitas eingesetzten Kräfte ein pädagogisches Studium absolvieren und/oder in ihrer Freizeit bereits Erfahrung in der Kinderbetreuung sammeln konnte, lernen sie das Berufsfeld „Kita“ kennen und entscheiden sich vielleicht langfristig dort arbeiten zu wollen. Es erscheint nicht sinnvoll, Arbeitsverträge direkt zwischen der Stadt Bonn und den Studierenden zu schließen, da dies aufgrund längerer Einstellungsverfahren im öffentlichen Dienst ebenfalls zu einer deutlichen Verzögerung führen würde. Auch trüge die Stadt Bonn durch den Arbeitnehmerüberlassungsvertrag ein geringeres Arbeitgeberrisiko und es kannSeite 2 von 3 Seite 3 bei Ausfall eines/-r Alltagshelfer*in zeitnah Ersatz zur Verfügung gestellt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass – falls in einer Kita eine Fachkraftstelle besetzt werden kann - die Stunden der Alltagshelfer*in zeitnah reduziert werden können. Es wird darauf hingewiesen, dass die Umsetzung/ Fortführung des Projektes und der aufgezeigten Finanzierung möglicherweise zu überplanmäßigen Aufwendungen im Bereich des Personalkostenbudgets führen könnte, sofern die derzeit vakanten Fachkraftstellen in einem größeren Umfang besetzt werden könnten. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 151000602 Tageseinrichtungen für Kinder 1.51.10.06.02.06/ 5190201 Städt. Einrichtungen/ Städt. Kitas Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten (01.08.2021-31.12.2021) Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 367.500 EUR 151000602/ 74.1000 2021 367.500 EUR Personalbudget Amt 10 (KiBiz-FK- Stellen) Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 367.500 EUR Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten (01.01.2022-31.07.2022) Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 514.500 EUR 151000602/ 74.1000 2022 514.500 EUR Personalbudget Amt 10 (KiBiz- FK-Stellen) Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 514.500 EUR Anlage/n KeineSeite 3 von 3
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:25 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de