211465 · Mitteilungsvorlage
Denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle Bonn; hier: Aktueller Projektstand und weiteres Vorgehen (Stand: Juli 2021)
Kerndaten
- Nummer
- 211465
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 18.08.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Projektbeirates Sanierung Beethovenhalle Bonn Kenntnisnahme
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Untergeordnet
- Denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle Bonn; hier: Aktueller Projektstand und weiteres Vorgehen (Stand: Juli 2021) BBB-Dringlichkeitsantrag zur Vorlage 211465
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Mitteilungsvorlage öffentlich 211465 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 85 Städtisches Gebäudemanagement Bonn Dezernat: Denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle Bonn; hier: Aktueller Projektstand und weiteres Vorgehen (Stand: Juli 2021) Beratungsfolge Projektbeirat Sanierung Beethovenhalle Bonn 01.09.2021 Kenntnisnahme Rat 16.09.2021 Kenntnisnahme Mitteilung: Mit dem nachfolgenden Bericht informiert die Verwaltung vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der denkmalgerechten Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle über die aktuelle Projektsituation sowie das geplante weitere Vorgehen bei der Projektumsetzung. Der Bericht ist nach den für das Großprojekt wesentlichen Parametern „1) Kosten“, „2) Termine“ und „3) Qualitäten“ aufgegliedert. Die jeweiligen Sachstände werden zur besseren Übersicht und auch zur Arbeitserleichterung in den jeweiligen Kapiteln teilweise stichwortartig aufgeführt. 1) Kosten Kostenfortschreibung Tabelle siehe Anlage „Kostenfortschreibung“ Das aktuell prognostizierte Worst-Case-Szenario beträgt weiterhin netto EUR 164,65 Mio €. (Haushaltsbelastung brutto: EUR 166,2 Mio.) In dem vom Rat zuletzt freigegebenen Budget (130,3 Mio € investiv plus konsumtiv ist bereits ein Betrag von rd. EUR 5,6 Mio. enthalten, der dasSeite 1 von 7 Seite 2 bisherige Worst-Case-Szenario von EUR 166,2 Mio. überschreiten würde und im Haushalt 2023 f. zu veranschlagen wäre für den Fall, dass der Sachverständige den Honorarforderungen der beiden Hauptplaner vollständig entspräche (Vgl. Beschluss des Rates vom 28.06.2021, DS- 211095, zum Abschluss einer Ergänzungsvereinbarung mit dem Objektplaner und dem TGA-Planer). Das in diesem Fall fortgeschrieben Worst-Case-Szenario würde sodann EUR 171,8 Mio. einschließlich anteiliger Umsatzsteuer betragen. Maßgebende Sachverhalte, die zu einer Veränderung der Kostenprognose gegenüber den vergangenen Berichtszeitraum führen, sind: - Zuordnung der realistischen Risiken innerhalb der Vergabeeinheiten nach Konkretisierung und Vorlage von Mehrkostenforderungen durch ausführende Gewerke und Planer/Berater/Gutachter - Die Rückstellungen für Unvorhergesehenes wurden auf zusätzliche Risiken aus Bauzeitverlängerung und baubetrieblichen Forderungen verteilt. Der Topf für Unvorhergesehenes ist damit vollständig aufgebraucht Eine Kostenübersicht aller Gewerke liegt als Anlage 1 im nichtöffentlichen Teil bei. VergabenSeite 2 von 7 Seite 3 2) Termine Stand der Terminplanung Der Basisterminplan vom 27.05.2020 wurde im Rahmen von Terminplanungsrunden jeweils zum Monatsende einem Soll/Ist-Vergleich unterzogen und entsprechend bis Februar 2021 aktualisiert. Aufgrund der im März aufgetretenen wesentlichen Mängel, der „Lastüberschreitung 4.OG“ sowie der noch in Planung befindlichen Entrauchungssimulation, ist der Ausführungsterminplan auf dem kritischen Pfad, so dass dieser bis zur Lösungsfindung nicht belastbar fortgeschrieben werden kann. Stand der Abstimmung neuer Vertragstermine Die Abstimmungen über die grundsätzliche Realisierbarkeit des neuen Terminplanes ist zwischen den Objektüberwachungen und den vertraglich gebundenen Gewerken bereits im Rahmen der Aufstellung des neuen Terminplanes erfolgt; die Vereinbarung neuer Vertragstermine ist jedoch in der Regel auch verbunden mit Baupreisanpassungen aufgrund der gegenüber den Kalkulationsgrundlagen eingetretenen Bauzeitverschiebungen bei den einzelnen Gewerken. Die von den vertraglich gebundenen Unternehmen hierfür zu liefernden Nachweise werden durch das Sachverständigenbüro geprüft und bewertet; regelmäßig wird ein Vorschlag auf Grundlage des Gewerke-spezifischen Baupreisindexes des Bundesamtes für Statistik und des gegenüber den dem Bauvertrag zugrundeliegenden Ausführungszeiträumen ausgearbeitet. Diese Vorgehensweise ist mit dem Rechnungsprüfungsamt abgestimmt. In der Folge legt die Verwaltung dem Rat, auch für die aktuelle Sitzungsfolge, entsprechende Beschlussvorlagen für Budgetbereitstellungen zur Preisanpassung in einzelnen Gewerken vor. Die Vereinbarung neuer Termine erfolgt auf Grundlage einer zwischen SGB und Projektsteuerung aufgestellten Prioritätenliste, die sich an den Kriterien Auftragsvolumen, terminliche Priorität und Alleinstellungsmerkmalen orientiert. Derzeit ist die Vereinbarung tragfähiger Vertragstermine bis zur endgültigen Klärung der terminlichen Auswirkungen der derzeit wesentlichen offenen Planungsthemen wie z.B. Lastüberschreitung 4.OG sowie Entrauchung Saal zurückgestellt.Seite 3 von 7 Seite 4 3) Qualitäten Stand der Baustelle und Ausblick Übersicht Bauteile: A = Haupttrakt mit großem Saal B = Eingangsbereich C = Südtrakt mit Studio D = Anbau Seminarräume (Forum Süd) E = Büro (ehemaliges Wohnhaus) F = Technikbauwerk G = Gebäudehülle Beton- und Stahlbetonarbeiten Sämtliche Stahlbetonarbeiten sind abgeschlossen mit folgenden Ausnahmen: Erweiterung Bodenkanäle im Restaurantbereich; Kernbohrarbeiten für TGA-Leitungsführungen im Nachgang der Küchenplanung bzw. Umplanung in Heizzentrale. Weitere Erfordernisse -deren Planung noch nicht finalisiert ist- werden in einem LV Rohbaurestarbeiten erfasst. Tuffsteinfassade Die Arbeiten sind in großem Umfang abgeschlossen; die Komplettierung der Sockelbereiche erfolgt nach Abbau der Fassadengerüste im Kuppelbereich. Klinkerfassaden innen und außen Steinaustausch und Austausch/Reparatur der Verfugung sind abgeschlossen. Flachdachabdichtungen Die Arbeiten sind auf Grundlage des mit der Firma abgestimmten Terminplanes weitgehend fertiggestellt, einschließlich Dachrandausbildung der Attiken im Zusammenspiel mit Betonsanierungen und Einbau von Entrauchungskuppeln. Kuppeldach Großer Saal Die Mängelbeseitigungsmaßnahmen an der Wärmedämmung der Kuppel sind mittlerweile fertiggestellt und seitens des Sachverständigen als mängelfrei testiert; die Eindeckung des Kupferdaches wurde begonnen; die erforderlichen Bereiche für Montageöffnungen zur Einbringung von TGA-Großgeräten werden terminlich nachgezogen. Leichtmetall-Fassadenarbeiten Derzeit ausgeführt werden die neuen Fensteranlagen Südseite Bauteil B und Westseite Bauteil A (Großes Foyer); es folgen die NordseitenSeite 4 von 7 Seite 5 Bauteil B und Bauteil A (Obergeschoß) sowie Bauteil E. Estricharbeiten Die terminkritischen Estricharbeiten sind ausgeführt; nach Überprüfung der Festigkeiten der restlichen Bestandsrohböden und Festlegung der qualitativ erforderlichen Maßnahmen sollen diese nunmehr abschließend unter Beachtung der angrenzenden Gewerke fertig gestellt werden. Derzeit existieren jedoch erhebliche Lieferverzüge im Bereich Roh- und Hilfsstoffe, sodass es ggfs. zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann Putzarbeiten Bis auf Restbereiche weitestgehend fertig gestellt; derzeit Putzarbeiten im Bereich Orchesterräume UG. Trockenbauarbeiten Montagebeginn ist erfolgt; Fortführung nach Fertigstellung weiterer Vorleistungen durch die Technikgewerke. Überarbeitung Saaldecke Die technisch erforderlichen Rohrdurchführungen für die Bühnentechnik wurden im Hinblick auf Vorschriften aus der Arbeitssicherheit planerisch überarbeitet und können bei Wiederaufnahme der Montagetätigkeiten im Kuppelbereich montiert werden. Heizung / Kälte Die Arbeiten in der neuen Zentrale im Bauteil F (unter dem Anlieferhof) sind inklusive Rohrleitungsbau und Isolierungen abgeschlossen; es folgen die Montagen in der Heizzentrale Bauteil A (Montageplanung wird derzeit finalisiert). Lüftung Aufgrund der unklaren Lastsituation im Kuppeltragwerk konnte die Montageplanung für die Lüftungszentrale in Bauteil A noch nicht wieder aufgenommen werden. Elektro Die Trassenmontagen und Kabelverlegungen in den Untergeschossen wurden begonnen und wurde im Zwischengeschoss im Bereich Stimmzimmer fortgesetzt; Netzersatzanlage in Bauteil F wurde eingebaut. Brandschutz: Stand Klärung der Entrauchung des Großen Saals Zur Klärung der noch offenen Fragestellungen hinsichtlich der Entrauchungssimulation und der Entrauchungsquerschnitte in der Rabitzdecke wurde ein zusätzlicher Gutachter beauftragt. Die Ergebnisse der gutachterlichen Stellungnahme werden Anfang August erwartet, sodass auf dieser Grundlage die Entrauchungssimulation sowieSeite 5 von 7 Seite 6 die Detailausbildung der Entrauchungsöffnungen durch die Planer final bearbeitet werden können. Die Planungsergebnisse werden sodann mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Lastüberschreitung 4. OG Zwischenzeitlich wurden die ersten Ergebnisse der statischen Neuberechnung des Dachtragwerks durch den Tragwerksplaner vorgelegt. Die Ergebnisse zeigen, dass mit zusätzlichen Lasteinsparungen und Verstärkungsmaßnahmen an dem Stahlbau der Lastabtrag wieder sichergestellt werden kann. Die notwendigen Planungsleistungen inkl. Kostenangaben sowie die statischen Nachweise sollen voraussichtlich bis Ende September vorliegen. Baugenehmigung: Stand Tektur Die Tektur (= Anpassung des Bauantrages) befindet sich weiterhin in Bearbeitung. Vor Einreichung der Tektur ist insbesondere planerisch zu lösen: Platzierung der Schalldämpfer Bauteil D Entrauchung Großer Saal und Planung Fortlufthof Überlastung Dachtragwerk 4.OG Abgeschlossene Entrauchungssimulation Die Themen befinden sich in Bearbeitung. Anlage/n 1 Anlage 1 (nichtöffentlich) 2 Anlage Kostenfortschreibung (öffentlich)Seite 6 von 7 Seite 7 von 7
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 09:16 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de