211417 · Mitteilungsvorlage
Klimakunst-Projektförderung 2022
Kerndaten
- Nummer
- 211417
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 18.08.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Kulturausschusses Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (6.460 Zeichen)
Mitteilungsvorlage öffentlich 211417 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 41 Kulturamt Dezernat: Dez. IV Klimakunst-Projektförderung 2022 Beratungsfolge Kulturausschuss 14.09.2021 Kenntnisnahme Mitteilung: Das Kulturamt der Bundesstadt Bonn schreibt für das Jahr 2022 eine Projekt- förderung zum Thema „Klimakunst“ aus, in deren Rahmen sich in Bonn ansäs- sige Künstler*innen transdisziplinär den Themenfeldern Klima, Klimawandel und Nachhaltigkeit widmen sollen. Einleitung Bonn trägt als deutscher UNO-Standort und Sitz des UN-Klimasekretariats (UNFCCC) eine besondere Verantwortung für die Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Auf kommunaler Ebene ist Nachhaltigkeit zentrale Leit- linie städtischen Handelns, dargelegt in der ersten Bonner Nachhaltigkeitsstra- tegie. In dieser werden die Zielvorgaben der SDGs (Sustainable Development Goals), die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030, in kommunale Handlungsschritte übertragen. 2019 wurde von der Stadt zudem eine „Maß- nahmenliste Klimanotstand“ verabschiedet – Ergebnis eines durch die Stadt- verwaltung sowie durch politische Beschlussfassung initiierten Prozesses an- lässlich der Unterstützung der „Resolution zur Ausrufung des Klimanotstands“ (Climate Emergency). Die Bundesstadt Bonn hat sich 2020 außerdem als eine der ersten Kommunen dem „Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Me- dien“ (ANKM) angeschlossen, das als zentrale, spartenübergreifende Anlauf- stelle für das Thema Betriebsökologie in Kultur und Medien fungiert. Die Stadt Bonn möchte diesem Leitbild auch in der Kultur programmatisch und infrastrukturell Rechnung tragen. Ziel ist es, eine kollektive Zukunftsverantwor- tung für Nachhaltigkeit zu mobilisieren, Umweltstrategien und -diskurse zum selbstverständlichen Bestandteil von Kultur werden zu lassen und das emanzi- patorische Potenzial der Künste auszuschöpfen – für Weltveränderung und die Gestaltung einer solidarischen, mündigen und mutigen Gesellschaft. Projektförderung Klimakunst Kunst und Kultur sind von herausragender Bedeutung als transformative Ge- staltungsmedien, als Vehikel zur Bewältigung der globalen Klimakrise und ihrer Folgen sowie für die alternativlose Transformation hin zu einer nachhaltig orien- tierten, klima- und ressourcenschonenden Gesellschaft. Künstlerische Praxis und künstlerische Forschung können dabei gleichermaßen als Nährboden und Katalysator fungieren. Das Kulturamt der Stadt Bonn lobt daher für das JahrSeite 1 von 3 Seite 2 2022 eine Projektförderlinie zum Thema „Klimakunst“ aus. Es können Projektanträge in den Bereichen bildende Kunst (z. B. Street und Urban Art), darstellende Kunst (z. B. Performance), Musik, zeitbasierte Medien (z. B. Videokunst oder Film) und Literatur (z. B. Poetry Slam) eingereicht wer- den, die sich mit den Themenfeldern Klima, Klimawandel und Nachhaltigkeit beschäftigen. Die einzureichenden Projektanträge sollen einen innovativen künstlerischen Beitrag – Diskurs, partizipativer Prozess oder konkretes Werk – zu globaler Erderwärmung, Energiewende, Ressourcenschonung und Konsum, Klimapolitik und Klimafolgenanpassung sowie Modellen nachhaltiger Lebens- weisen leisten und in der Stadt Bonn realisiert werden. Auch Rechercheprojek- te können gefördert werden. Interdisziplinäre Projekte und Partnerschaftspro- jekte sind ausdrücklich erwünscht. Die geplanten Projekte sollen dabei jene entscheidenden Herausforderungen unserer Gesellschaft nicht einfach illustrierend oder dokumentierend abbilden oder darstellen, sondern diese in genuin künstlerischer Weise transformieren. Kunst wird in diesem Zusammenhang als alternative Wissensforschung und -produktion begriffen, die in der Lage ist, Wirklichkeit anders und neu zu den- ken. Die Themen Klima, Klimaschutz und Nachhaltigkeit sollen mit Hilfe künst- lerischer Mittel kritisch befragt werden und neue, transformative Denkanstöße, Diskurse und Prozesse, weniger Lösungsvorschläge, erzielt werden. Die Form der Projekte ist dabei frei wählbar. Es können analoge oder digitale Projektide- en eingereicht werden, die in Konzeption und Durchführbarkeit bereits ebenfalls nachhaltig gedacht sein sollen. Bewerben können sich Einzelkünstler*innen, Künstlergruppen und Institutionen mit (Wohn-) Sitz bzw. Arbeitsschwerpunkt in Bonn. Kommerzielle Anbieter*innen sind ausgeschlossen. Die eingereichten Bewerbungen werden von einer interdisziplinär besetzten Jury begutachtet. Die Projektfördermittel in Höhe von insgesamt 50.000 Euro dienen anteilig dazu, die prämierten Projektideen in der Stadt Bonn zu realisie- ren. Komplementäre Eigenmittel in Höhe von mindestens 15 % der beantragten Gesamtsumme müssen nachgewiesen werden. Ziel ist es, nicht nur bei den Bürger*innen der Stadt Bonn, das Bewusstsein für die Themen Klima, Klimawandel und Nachhaltigkeit zu schärfen. Budget Verteilung des vorhandenen Budgets je nach Bewerbungslage und Kostenin- tensität der förderwürdigen Projektideen (Vorgehen analog zur klassischen Pro- jektförderung des Kulturamts). Auswahlverfahren Juryverfahren sind in nahezu allen Bereichen der Kulturförderung längst aner- kannte Praxis zur Entscheidungsfindung. Ein Juryverfahren sichert Transpa- renz in der Entscheidungsfindung und folgt einer fachlichen Expertise. Ein ver- antwortungsvolles Bewertungs- und Vergabeverfahren ist so sichergestellt. Es wird eine fachlich versierte Jury (5-7 Personen) eingesetzt, die sowohl die künstlerischen Disziplinen, als auch den Bereich Klima/Nachhaltigkeit an sich abdeckt. Bei der Bewerbung einzureichen sind u. a. eine Skizze zur Projektidee inklusive eines Vorschlags zur Realisierung und die Darlegung der eigenen Motivation.Seite 2 von 3 Seite 3 Die Bewerbungen sind ausschließlich digital einzureichen. Die Ausschreibung soll breit gestreut erfolgen (klassische Pressemitteilung, Social Media, Hochschulen, Multiplikator*innen, etc.) Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbe- zeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.04.02 Kulturförderung freie Trä- ger 4102188 Projektförderung Investive Kosten der Maßnahme Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 50.000,00 141000402/ 73.1000 2022 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 50.000,00 Anlage/n KeineSeite 3 von 3
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:39 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de