211388 · Antrag
Klimaschutz und zur Förderung der Klimaresilienz
Kerndaten
- Nummer
- 211388
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 06.08.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Volltext
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Antrag öffentlich 211388 Antragsteller/in: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Krischan Ostenrath SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Dr. Stephan Eickschen DIE LINKE.-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Hanno von Raußendorf Volt-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Moritz Niemann 05.08.2021 Klimaschutz und zur Förderung der Klimaresilienz Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 26.08.2021 Entscheidung Inhalt des Antrags Die verabschiedeten Haushaltsmittel für Klimaschutz und zur Förderung der Klimaresilienz sollen folgendermaßen eingesetzt werden: Die Verwaltung wird gebeten, kurz- und mittelfristig umsetzbare Projekte bei Drittmittelgebern (auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene) zur Förderung vorzuschlagen, die einen möglichst unmittelbaren Beitrag dazu leisten, die Stadt Bonn bis 2035 klimaneutral zu gestalten sowie auf die Folgen der Klimaerwärmung vorzubereiten. Hierzu soll sie eine Projektliste erstellen die klare sachliche und monetäre Bedarfe benennt. Zu den jeweiligen Projekten soll die Leitstelle Klimaschutz eine unabhängige Stellungnahme zum Nutzen und Priorität der Maßnahme abgeben. Projekte für Klimaschutz sind u.a. die energetische Stadtsanierung, der Ausbau erneuerbarer Energie, die klimaneutrale Stadtverwaltung und das nachhaltige Wirtschaften in den Unternehmen im städtischen Eigentum: Zentrale Handlungsfelder im Zusammenhang mit der kommunalen Klimaresilienz sind u.a.: die Anpassung des Grünflächenmanagements und in der Forstbewirtschaftung an die sich veränderten klimatischen Bedingungen die Verbesserung der Kaltluftzufuhr in die Stadt durch Erhalt und ggf. Ausbau von Kaltluftschneisen folgend der Darstellung in ZURES und IFS die Begrünung, Entsiegelung und Beschattung von Gebäuden, Höfen und PlätzenSeite 1 von 3 Seite 2 die naturnahe Anpassung des Hochwasserschutzes an Starkregenereignisse die Entwicklung und Umsetzung eines Hitzeaktionsplans die stadtweite Platzierung von (Trink-)Brunnen und anderer kühlender Wasserelemente die wärmemindernde Oberflächengestaltung von Gebäuden, Straßen und Plätzen Zu diesem Zweck soll Rückgriff auf die im Haushalt der Jahre 2021/22 vorgesehenen Mittel i.H.v. 3 Mio. Euro pro Jahr genommen werden. Diese Mittel sollen ausschließlich der Gewährleistung der Eigenmittelanteile bei Förderprogrammen dienen. Die Verwaltung kann auf der Basis der zuvor von den Gremien der Stadt beschlossenen Liste bis zu einem Eigenmittelanteil von 50.000 Euro selbstständig entscheiden. In diesen Fällen ist die Freigabe der Eigenmittelfinanzierung des jeweiligen Projektes durch die Leitstelle Klimaschutz obligatorisch. Oberhalb dieser Grenze liegt die Entscheidung über die Mittelverwendung beim AUKLA bzw. dem Rat der Stadt Bonn. Begründung Die Stadt Bonn hat 2019 den Klimanotstand ausgerufen und damit die Eindämmung des Klimawandels als Aufgabe höchster Priorität benannt. Dies muss mit entsprechenden Haushaltsmitteln hinterlegt werden, wobei sich die unterschiedlichen Handlungsfelder des kommunalen Klimaschutz in allen städtischen Gremien und Ausschüssen niederschlägt. Selbst unter Maßgabe eines gegenüber der Vergangenheit deutlich erhöhten Einsatzes zur Vermeidung von Klimaschäden auf kommunaler Ebene wird es aber nach menschlichem Ermessen kaum möglich sein, die Folgen des Klimawandels von der Bonner Bevölkerung vollständig abzuwenden. Dementsprechend müssen parallel zum verstärkten Einsatz für den kommunalen Klimaschutz auch die Anstrengungen zur kommunalen Klimaresilienz verstärkt werden. Die obigen Beispiele machen deutlich, dass ein verstärkter Einsatz nicht nur eine kurzfristige Intervention, sondern eine langfristige Investition in die Lebensqualität der Bonner Bürger*innen ist. An vielen Stellen sind weitere Mittel und Maßnahmen erforderlich - beispielsweise im Bereich des Bevölkerungsschutzes müssen mehr Maßnahmen erfolgen als jene, die durch diesen Antrag gedeckt werden.Seite 2 von 3 Seite 3 Angesichts begrenzter finanzieller Möglichkeiten der Stadt Bonn scheint der Zugriff auf durchaus reichlich vorhandene Förderprogramme unterschiedlichster Ebenen angebracht. Allerdings wird von den Fördermittelgebern sowohl bei investiven wie auch nicht-investiven Vorhaben ein entsprechender Einsatz der davon profitierenden Kommune erwartet, der sich wesentlich in der Höhe der Eigenanteile ausdrückt. Gleichzeitig liegt in der Zweckbindung von Eigenmitteln für Maßnahmen zum Klimaschutz bzw. zur Förderung der Klimaresilienz ein äußerst wirksamer Hebel zur Umsetzung von Schutzmaßnahmen. Hier ist es in der Vergangenheit schon zu Engpässen gekommen, die zu Misserfolgen in der kommunalen Projektakquise geführt haben. Um dies künftig zu vermeiden, soll der Fachverwaltung ein Budget bereitgestellt werden, dass ausschließlich und zielgenau für Eigenmittelanteile der Projekte im Bereich Klimaresilienz einzusetzen ist. Es ist hierbei darauf zu achten, dass dieses Budget nicht zur Querfinanzierung bereits geplanter Maßnahmen verwendet, sondern mit ihm reale Neuinvestitionen ausgelöst werden. Ebenso ist darauf abzustellen, dass mit diesen Mitteln nicht bereits laufende Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und –resilienz teilfinanziert werden. Um auch kurzfristig Vorhaben zur Stärkung der Klimaresilienz zu erreichen, scheint es sinnvoll, der Verwaltung zu eigenständigen Entscheidungen zur Mittelverwendung unterhalb einer Grenze von 50.000 Euro zu ermächtigen. Oberhalb dieser Grenze sollten konkrete Vorhaben dem AUKLA bzw. dem Rat der Stadt Bonn zur Entscheidung vorgelegt werden. Unabhängig davon wird die Verwaltung gebeten, möglichst zeitnahe Vorschläge zu Projekten vorzulegen und über den Umsetzungsstand auch regelmäßig zu berichten. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 18:23 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de