211383 · Antrag
Grundlagenstudie Erneuerbare Energien
Kerndaten
- Nummer
- 211383
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 24.07.2023
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Hauptausschusses Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Empfehlung
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Volltext
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Antrag öffentlich 211383 Antragsteller/in: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Friederike Dietsch SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Dr. Stephan Eickschen DIE LINKE.-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Hanno von Raußendorf Volt-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Dr. Dominik Maxein 05.08.2021 Grundlagenstudie Erneuerbare Energien Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 26.08.2021 Empfehlung Hauptausschuss 07.09.2021 Entscheidung Inhalt des Antrags Eine nachhaltige, umweltfreundliche und klimaneutrale Energieversorgung ist weltweit möglich und damit auch für Bonn. Bonn soll bis 2035 klimaneutral werden. Ein Kernbestandteil muss neben dem Treibhausgas-Monitoring auch ein entsprechender Pfad zu 100% Erneuerbaren Energien sein. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der lokale Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie von Speicherkapazitäten deutlich beschleunigt werden. Eine Grundlagenstudie soll beauftragt werden, um den genauen Ausbaubedarf zu ermitteln und angemessene Maßnahmen zu bestimmen. Ziel soll zudem eine realistische Abschätzung der Kosten einer 100% Erneuerbaren Energieversorgung sein. Hierbei ist ein besonderer Fokus auf die Sektorkopplung zu legen. Außerdem soll ein festgelegtes Ziel sein, Kooperationspotentiale der Stadt Bonn mit den umliegenden Kommunen (insbesondere dem Rhein-Sieg-Kreis) für eine Energiewende zu eruieren. Die Grundlagenstudie soll Auskunft darüber geben: • Wie die Energieversorgung in Bonn heute aussieht und welchen Anteil Erneuerbare und fossile Energien in den jeweiligen Sektoren derzeit haben; • Wie hoch die Potenziale für Erneuerbare Energien - aufgeschlüsselt nach Technologie - vor Ort sind; • Wo Energieeinsparungspotenziale bestehen; • Welche Investitionen in die Erneuerbare Energiegewinnung notwendig sind und welche finanziellen Auswirkungen durch den Verzicht auf fossile Energieträger zu erwarten sind; • Welche Energiespeicherlösungen geeignet sind; • Wie die Sektoren Wärme und Verkehr elektrifiziert werden könnenSeite 1 von 2 Seite 2 Für die Beauftragung einer Grundlagenstudie zur Erreichung des 100% Erneuerbare Energie-Ziels wurden im Haushalt 2021/22 für das Haushaltsjahr 2021 einmalig 40T€ bereitgestellt. Vorbild kann die „Bad Kissingen-Studie“ (2020) der Energy Watch Group sein, die die Möglichkeiten der Erneuerbaren Energie-Versorgung in den verschiedenen Sektoren untersucht hat. Ein Fokus soll auch auf einer Entwicklung in Richtung dezentraler Energieversorgung liegen. Begründung 2008 wurde mit der Studie „EnergieRegion RheinSieg“ bereits ein Grundstein gelegt, der jedoch einen Fokus auf den Rhein-Sieg-Kreis legt und auf überholten Daten beruht. Seit dem Erscheinen dieser Studie sind Anschaffungskosten von Erneuerbaren Energietechnologien, vor allem der Photovoltaik, stark gesunken und Effizienzgrade gestiegen. Zudem gab es weitreichende technologische Entwicklungen bei den (dezentralen) Speichertechnologien. Eine dekarbonisierte Energieversorgung bedeutet die Kopplung aller Sektoren. Bislang verläuft die Energiewende jedoch vor allem im Stromsektor. Auf dem Weg zu 100% Erneuerbare Energien müssen somit immer alle (Energie- )Sektoren, insbesondere Strom, Wärme und Verkehr, gemeinsam betrachtet werden. Um schnellstmöglich ein modernes und zuverlässiges dezentrales Energiesystem zu erreichen, sind auch Strom- und Wärmespeicherlösungen essentiell, deren Potenziale die Studie ermitteln soll. Die Ergebnisse einer solchen Studie sollen für eine konkrete Wärmeleitplanung genutzt werden können. Solch detaillierte Berechnungen und Prognosen liegen für die Stadt Bonn bislang nicht vor, sind jedoch von großer Bedeutung für ein modernes Energiesystem und Bonns Weg in eine klimafreundlichere Zukunft. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:24 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de