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211368 · Mitteilungsvorlage

Energie- und Treibhausgasbilanz Bonn – Fortschreibung 2017/2018

Nummer
211368
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
12.08.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 23.09.2021 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
211368
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
67 Amt für Umwelt und Stadtgrün
Dezernat:
Dez. III
Energie- und Treibhausgasbilanz Bonn –
Fortschreibung 2017/2018
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
26.08.2021 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Die vorliegende Energie- und Treibhausgasbilanz stellt die Aktualisierung der
Zeitreihen um die Jahre 2017 und 2018 dar. Der Ausschuss für Umwelt- und
Verbraucherschutz war von der Verwaltung zuletzt am 09.01.2020 über die
Entwicklung der CO2-Emissionen in Bonn von 1990 bis 2016 informiert worden
(DS 190689).
Die aktuelle Fortschreibung erfolgte erstmals nach einem neuen im Auftrag des
Umweltbundesamtes entwickelten bundeseinheitlichen Standard für
kommunale Treibhausgasbilanzierungen (BISKO). Durch Rückrechnung auf die
vergangenen Jahre sind die Zeitreihen zwar in sich konsistent, die absoluten
Werte der einzelnen Jahre sind aber mit denen der Bilanzierungen vergangener
Jahre nicht in jedem Fall vergleichbar. Im externen Dokument „Energie- und
Treibhausgas-Bilanzierung Bonn - Fortschreibung bis 2018“ werden die
Änderungen im Einzelnen und ihre Auswirkungen ausführlich beschrieben.
Im aktuellen Ergebnis sind die Treibhausgas-Emissionen 2018 pro Kopf -
bezogen auf das Referenzjahr 1990 - um 33 % und von 2016 bis 2018 um 5 %
gesunken.
Anlage/n
1 CO2Bilanz2018Bericht (öffentlich)Seite 1 von 16
Seite 1
Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Amt für Umwelt und Stadtgrün, Juli 2021
Amt für Umwelt und Stadtgrün - Leitstelle Klimaschutz
Energie- und
Treibhausgas-Bilanzierung
Bonn
Fortschreibung bis 2018Seite 2 von 16
Seite 2
Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Amt für Umwelt und Stadtgrün, Juli 2021
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung .............................................................................................................................. 3
2 Methodik ................................................................................................................................ 3
Territorialprinzip .......................................................................................................................... 4
Kohlendioxid-Äquivalente ............................................................................................................ 5
Emissionsfaktor für den Strom-Mix ............................................................................................... 6
3 Datengrundlagen Möglichkeiten und Grenzen ......................................................................... 7
4 Entwicklung des Endenergieverbrauchs ................................................................................... 7
5 Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen ............................................................................. 10
Treibhausgas-Emissionen nach Bilanzierungsbereichen ............................................................... 10
Treibhausgas-Emissionen nach Energieträgern ............................................................................ 10
6 Entwicklung der Pro-Kopf-Emissionen .................................................................................... 11
7 Erweiterte Angaben .............................................................................................................. 12
Lokaler Strom-Mix ...................................................................................................................... 12
Flugemissionen .......................................................................................................................... 14
8 Ausblick................................................................................................................................. 15
9 Opendata .............................................................................................................................. 15Seite 3 von 16
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Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Amt für Umwelt und Stadtgrün, Juli 2021
1 Einführung
Die erste CO2-Bilanz für die Stadt Bonn wurde von der Fraunhofer Gesellschaft (FHG-ISI) im Rahmen
des Energie- und Klimaschutzkonzepts 1999 mit Daten des Jahres 1995 erstellt und bezog sich als
Referenz auf das Gründungsjahr des Klima-Bündnis 1987. Später erfolgte eine Anpassung auf das
international übliche Referenzjahr 1990. Seit 2008 führt die Stadt Bonn eine eigene CO2-Bilanzierung
durch, in die die Daten der Fraunhofer-Erhebung integriert wurden, so dass eine mit dem Referenzjahr
1990 beginnende konsistente Zeitreihe entsteht. Die Bilanzierung wird alle zwei Jahre fortgeschrieben.
Eine CO2- oder Treibhausgasbilanz gibt die durch den gesamten Energieverbrauch von privaten
Haushalten, Wirtschaft und Verkehr innerhalb definierter Bilanzgrenzen verursachten Treibhausgas-
(THG-)Emissionen wieder. Die Bilanzierungsergebnisse sind grundsätzlich nicht witterungskorrigiert,
um die tatsächlich emittierten THG-Mengen abzubilden. Lediglich zu Interpretationszwecken der
Zeitreihen wird eine Witterungskorrektur der Endenergieverbräuche durchgeführt. Dazu werden die zur
Gebäudeheizung genutzten Energieanteile um Faktoren korrigiert, die aus den Abweichungen der
Tagestemperaturmittelwerte des betreffenden Jahres zum langjährigen Mittel errechnet werden.
Die vorliegende Bilanz stellt die Aktualisierung der Zeitreihen um die Jahre 2017 und 2018 dar. Erstmals
erfolgt die Berechnung nach einem neuen im Auftrag des Umweltbundesamtes entwickelten
bundeseinheitlichen Standard für kommunale Bilanzierungen (BISKO). Durch Rückrechnung sind die
Zeitreihen zwar in sich konsistent, die absoluten Werte der einzelnen Jahre sind aber mit denen der
Bilanzierungen vergangener Jahre nicht in jedem Fall vergleichbar. Die wesentlichen Änderungen sind
im Kapitel 2 „Methodik“ näher beschrieben.
Im Ergebnis sind die THG-Emissionen 2018 pro Kopf – bezogen auf das Referenzjahr 1990 – um 33
Prozent gesunken, seit der letzten Fortschreibung von 2016 bis 2018 um 5 Prozent. Für den
Verkehrsbereich zeigt sich für die in dieser Fortschreibung erstmalig angewendete gebietsbezogene
Betrachtungsweise trotz weiter zunehmender Verkehrsleistung ein leichter Rückgang der Emissionen.
Dies dürfte auf die mit der Verwendung neuer Verkehrsdaten gegebene Verfügbarkeit aktueller
Verbrauchs- und Emissionsfaktoren zurückzuführen sein.
2 Methodik
Die vorliegende Bilanzierung erfolgte erstmals nach dem „Bilanzierungsstandard Kommunal“ (BISKO).
Dieser Standard wurde 2014 vom IFEU Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg im
Auftrag des Umweltbundesamtes entwickelt. Finanziell gefördert wurde die Entwicklung durch das
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Stadt Bonn war in einer
Arbeitsgruppe des Klima-Bündnis an der Entwicklung des Standards beteiligt. Wesentliche Merkmale
des BISKO sind eine strikte territoriale Betrachtungsweise auch des Verkehrsbereichs, die
Berücksichtigung auch der Treibhausgase nach Kyoto-Protokoll als Kohlendioxid-Äquivalente sowie
eine einheitliche Berücksichtigung des Bundesstrommixes beim Emissionsfaktor für Strom. Basis für
die Berechnung der Emissionen sind für alle Bereiche nach wie vor die Endenergieverbräuche.
Endenergie ist die Energie, die vom Verbraucher an einem bestimmten Punkt, beispielsweise
Erdgaszähler oder Tankstelle, vom Lieferanten abgenommen wird, ohne Transport- undSeite 4 von 16
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Umwandlungsverluste. Diese werden in weiteren Schritten über entsprechende Faktoren bei der
Berechnung der CO2-Emissionen berücksichtigt.
Im Folgenden werden die wesentlichen Änderungen in der aktuellen Bilanzierung und die dadurch
bedingten Folgen für die Darstellung erläutert.
Territorialprinzip
Im stationären Bereich wurde auch in den bisherigen Bilanzierungen gebietsbezogen bilanziert, das
heißt, Basis ist der Endenergieverbrauch von Haushalten, Gebäuden und Infrastruktur innerhalb des
Stadtgebietes. Unter diesem Aspekt gibt es hier keine Veränderungen. Der Bereich Verkehr bildete
bisher eine Ausnahme. Wegen der unzureichenden Verfügbarkeit geeigneter gebietsbezogener Daten
zu Verkehrsmengen wurde hier in der Vergangenheit verursacherbasiert bilanziert. Datengrundlage
bildete im Bereich Straßenverkehr die Anzahl der in Bonn zugelassenen Fahrzeuge, verknüpft mit
durchschnittlichen spezifischen Fahrleistungsdaten. Im Bereich Schienen- und Flugverkehr wurden
einwohnerspezifische Daten mit der Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner hochgerechnet. Somit
wurden auch Verkehrsleistungen Bonner Einwohnerinnen und Einwohner außerhalb des Stadtgebietes
berücksichtigt, aber beispielsweise die der Einpendelden aus den umliegenden Gemeinden auf Bonner
Gebiet nicht.
Abbildung 2.1: Unterschiedliche Systemgrenzen bei der Verkehrsbilanzierung
Nachdem zunächst gebietsabgegrenzte Daten lediglich für den Schienenverkehr zur Verfügung
standen, entwickelte das IFEU Institut zusammen mit dem Umweltbundesamt auf der Grundlage von
Verkehrszählungen und darauf aufgesetzten Berechnungen ein straßenaufgelöstes Modell, aus dem
sich auch für den motorisierten Individualverkehr die Summe der gefahrenen Kilometer
kommunenscharf für jede Fahrzeugkategorie angeben lässt. Diese Daten ermöglichen nun auch die
gebietsbezogene Berechnung der durch den Kraftfahrzeugverkehr bedingten Energieverbräuche und
Emissionen. Die Abbildung 2.1 verdeutlicht die Zusammenhänge. Für die Bonner Bilanzierung hat dies
zur Folge, dass die Gesamtmengen und damit auch der Anteil des Verkehrs an der Gesamtbilanz
deutlich geringer sind als beim verursacherbasierten Ansatz. So betrug beispielsweise 2018 die in derSeite 5 von 16
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Kategorie PKW von Bonner Einwohnerinnen und Einwohnern insgesamt zurückgelegte Fahrleistung
(nach der verursacherbasierten Betrachtungsweise) 2,9 Mrd. Fahrzeugkilometer. Dagegen lag die auf
dem Bonner Straßennetz (also gebietsbezogen) von PKW in der Summe zurückgelegte Wegstrecke
bei 1,5 Mrd. Fahrzeugkilometer. Durch die vorgenommene Rückrechnung der Daten bis zum Jahr 1990
entstehen in der Zeitreihe allerdings keine methodisch bedingten Brüche. Insgesamt bildet die
gebietsbezogene Betrachtung die spezifische Situation des Verkehrs in Bonn wesentlich besser ab.
Eine Besonderheit ergibt sich bei der Bilanzierung des Flugverkehrs. Der territoriale Ansatz
berücksichtigt nur den Energieverbrauch von Starts und Landungen auf dem Gebiet der Kommune bis
zu einer Flughöhe von 900 m. Weil sich sowohl der Flughafen Köln-Bonn als auch der
Verkehrslandeplatz Bonn/Hangelar nicht auf dem Stadtgebiet befinden, bedeutet dies für Bonn, dass
nach dieser Methodik keine Flugemissionen bilanziert werden. Die Geschäftsbeteiligungen der Stadt
Bonn an beiden Gesellschaften finden hier keine Berücksichtigung. In Abschnitt 7.2 „Flugemissionen“
wird deshalb nachrichtlich über die von Bonner Einwohnerinnen und Einwohner durchschnittlich
verursachten Flugkilometer berichtet.
Kohlendioxid-Äquivalente
Neben Kohlendioxid haben auch andere durch natürliche und anthropogene Vorgänge emittierte
Gase einen Anteil am Treibhauseffekt, beispielsweise Methan, Lachgas, usw. Ihr Anteil an den
Gesamtemissionen ist im Vergleich zum Kohlendioxid sehr gering, ihre Treibhauswirkung aber um ein
Vielfaches höher als die des Kohlendioxids.
Treibhausgase
Treibhausgas GWP*-Faktor Anteil am
Treibhauspotenzial
Kohlendioxid CO2 1 88,2 %
Methan CH4 21 6,0 %
Lachgas N2O 310 4,2 %
Fluorkohlenwasserstoffe
HFKW / FKW 12.400
Schwefekhexafluorid 23.500 1,7 %
Stickstofftrifluorid 16.100
*: GWP: Global Warming Potential (Treibhauspotenzial bezogen auf CO2)
Abbildung 2.2: Treibhausgase nach Kyoto-ProtokollSeite 6 von 16
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Über sogenannte Treibhauspotenzial-Faktoren (engl. Global Warming Potential- oder GWP-Faktoren)
werden die emittierten Mengen der Treibhausgase in ihrer Wirkung auf das Kohlendioxid bezogen.
Der GWP-Faktor gibt also an, wie viel eine bestimmte Menge eines Treibhausgases im Vergleich zur
gleichen Menge CO2 in angenommenen 100 Jahren zur globalen Erwärmung beiträgt. Diese Mengen
werden als CO2-Äquivalent auf die Kohlendioxid-Mengen aufgeschlagen. In der Maßeinheit wird dies
durch den Zusatz eq verdeutlicht. Abbildung 2.2 zeigt eine Aufstellung der Treibhausgase mit den
GWP-Faktoren und den Anteil am Gesamtpotenzial.
Während die hauptsächlich bei Verbrennungsvorgängen freigesetzten Kohlendioxidmengen über die
eingesetzten Energiemengen in der Praxis gut zu erfassen sind, ist die separate Erfassung der
größtenteils nichtenergetischen Emissionen der anderen Treibhausgase nicht möglich. Im BISKO-
Standard werden diese Emissionen deshalb vereinfacht durch einen Aufschlag auf die
Emissionsfaktoren (einschließlich Vorkette) berücksichtigt. Die verwendeten Emissionsfaktoren sind
also wie folgt zusammengesetzt:
Stoffbezogene Menge Kohlendioxid gCO2 / kWh
+ Vorkette für Transport und Bereitstellung gCO2 / kWh
+ GWP-Äquivalente Mengen weiterer THG gCO2eq / kWh
= Treibhausgasäquivalente Menge Gesamt gCO2eq / kWh
Emissionsfaktor für den Strom-Mix
Aus Gründen der Konsistenz und Vergleichbarkeit wird der Emissionsfaktor für Strom nach dem
BISKO-Standard grundsätzlich aus dem bundesweiten Strom-Mix berechnet. Andererseits sollen sich
auch die lokalen Anstrengungen und Entwicklungen im Bereich des Strombezugs auf den lokalen
Strommix abbilden lassen und dargestellt werden. Es gibt hier kein richtig oder falsch, das Ergebnis
ist immer abhängig von den Bilanzierungsgrenzen und der -methodik.
In den bisherigen Bonner CO2-Bilanzen wurde ein Emissionsfaktor verwendet, der aus der
Stromkennzeichnung der Stadtwerke Bonn unter Berücksichtigung der im Heizkraftwerk Nord
produzierten eigenerzeugten Strommengen und der Liefermengen von anderen Stromanbietern nur
annähernd ermittelt werden konnte. Dieser unterschied sich zudem auch aufgrund der
Berücksichtigung der Vorkette von dem in der Stromkennzeichnung der Stadtwerke angegebenen
Emissionsfaktor. Im BISKO-Standard ist jetzt vor dem Hintergrund von Konsistenz und
Vergleichbarkeit die Verwendung des Emissionsfaktors für den Bundesstrom-Mix verbindlich
vorgegeben. Am Markt beschaffte Strommengen mit anderen Zusammensetzungen (meist aus
regenerativen Energieträgern) werden nicht berücksichtigt. Nachrichtlich werden jedoch diese sowie
die auf dem Gebiet der Kommune eigenproduzierten Strommengen und der sich daraus ergebende
Emissionsfaktor in Abschnitt 7.1 „Strom-Mix“ dargestellt.
Ein weiteres Argument für die Anwendung des Bundes-Strommixes ist die Tatsache, dass die
Emissionen des Stroms grundsätzlich nicht beim Verbrauch, sondern bei der Erzeugung entstehen.
Im Nationalen Treibhausgas-Inventar, also der bundesweiten Treibhausgas-Bilanzierung, werden
deshalb die Strom-Emissionen nicht den Verbrauchsektoren zugewiesen, sondern in einem
separaten Sektor Energieumwandlung ausgewiesen. Für kommunale Gebiete ist eine solche
Vorgehensweise nicht sinnvoll. Die auf Bonner Gebiet produzierte Strommenge ist sehr viel geringerSeite 7 von 16
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Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Amt für Umwelt und Stadtgrün, Juli 2021
als der Stromverbrauch. Außerdem fließen die Emissionen der lokalen Stromproduktion auch in die
Berechnung des Bundesstrom-Mixes ein. Im BISKO-Standard greift hier der Ansatz der Vorketten-
Betrachtung. Die für das Bonner Stadtgebiet bilanzierten Strommengen sind auf dem Bilanzgebiet
emissionsfrei, Stromerzeugung und Transport (Netz) bilden in diesem Fall die Vorkette. Da die
Vorketten-Emissionen anderer Energieträger, wie zum Beispiel Erdgas, auch aus bundesweiten
Statistiken ermittelt werden, ist es folgerichtig, die (Vorketten-)Emissionen für den Stromverbrauch
auch als bundesweiten Durchschnitt abzubilden.
3 Datengrundlagen Möglichkeiten und Grenzen
Bei der Erstellung von THG-Bilanzen wird versucht, bevorzugt auf sogenannte Primärdaten, das heißt
gemessene und abgerechnete Liefermengen, zurückzugreifen. Die Verbräuche der
leitungsgebundenen Energieträger Strom, Erdgas und Fernwärme beispielsweise liegen als
gemessene Verbrauchssummen vor und werden unter anderem von den Stadtwerken Bonn als
Netzbetreiber zur Verfügung gestellt. Die Daten nicht leitungsgebundener Energieträger wie Heizöl
oder Festbrennstoffe liegen in dieser Form nicht vor. Zur Bestimmung der jeweiligen
Endenergieverbräuche werden für diesen Bereich Daten aus Landesstatistiken auf das Stadtgebiet von
Bonn heruntergerechnet. Die Ergebnisse sind, da hier auch statistische Annahmen einfließen, mit
entsprechenden Unsicherheiten behaftet. Die Verfügbarkeit dieser Statistiken und die notwendige
Aufbereitung der Daten ist einer der Gründe, die dazu führen, dass die Bilanz eines Jahres erst mit
zeitlicher Verzögerung fertig gestellt werden kann.
Aufgrund der erläuterten Unsicherheiten ist bei der Interpretation der Daten auch zu berücksichtigen,
dass eine Energie- und THG-Bilanz in der vorliegenden Form in ihrer Gesamtheit lediglich
gesamtstädtische Entwicklungen aufzeigen kann. Eine Abbildung oder gar Kontrolle einzelner
Maßnahmen kann daraus nicht abgeleitet werden. Hierzu ist eine gesonderte Betrachtung und
Evaluierung einzelner Maßnahmen und Projekte erforderlich.
4 Entwicklung des Endenergieverbrauchs
2018 betrug der gesamte Endenergieverbrauch rund 6,4 Millionen Megawattstunden. Mit Beginn der
Erfassung 1990 ist bis zum Jahr 2004 ein leichter Anstieg des gesamten Endenergieverbrauchs in der
Stadt analog zu den Einwohnerzahlen zu erkennen (Abbildung 4.1).
Erst ab dem Jahr 2005 zeigt sich insbesondere in der witterungsbereinigten Darstellung des Pro-Kopf-
Energieverbrauchs (Abbildung 4.2) eine sinkende Tendenz in den stationären Bereichen, die aber
schon 2010 wieder deutlich an Fahrt verliert. In den letzten fünf Jahren ist der Pro-Kopf-
Endenergieverbrauch witterungsbereinigt nahezu konstant geblieben. Insgesamt sank der Wert seit
1990 um 14 %, im Mittel 0,5 % pro Jahr. Insbesondere im Bereich Private Haushalte ist über die
Zeitreihe allerdings keine signifikante Reduzierung zu erkennen.Seite 8 von 16
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Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Amt für Umwelt und Stadtgrün, Juli 2021
Abbildung 4.2: Entwicklung des Endenergieverbrauchs nach Bereichen ohne Witterungsbereinigung
Abbildung 2: Entwicklung des Endenergieverbrauchs pro Kopf nach Bereichen witterungsbereinigtSeite 9 von 16
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Die Aufteilung auf die Energieträger innerhalb der einzelnen Bereiche zeigt Abbildung 4.3. Es ist zu
erkennen, dass die Sektoren Private Haushalte mit 37 % und Wirtschaft mit rund 32 % am
Gesamtendenergieverbrauch beteiligt sind. Im Sektor Wirtschaft liegt dabei der Schwerpunkt mit 1,61
Millionen Megawattstunden auf dem Bereich Gewerbe/Handel/Dienstleistungen gegenüber dem
Bereich Industrie/Rohstoffe/Produktion mit 0,49 Millionen Megawattstunden. Der Bereich Verkehr hat
nach der stationären Betrachtung einen Anteil von knapp 27 Prozent am Gesamtenergieverbrauch.
Abbildung 4.3: Aufteilung des Endenergieverbrauchs nach Bereichen 2018Seite 10 von 16
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5 Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen
Die Berechnung der CO2-Emissionen erfolgt auf Basis des Endenergieverbrauchs, aber unter
Berücksichtigung der sogenannten Vorkette, also auch der Emissionen, die bei Energieerzeugung, -
transport und -bereitstellung entstehen sowie einem Äquivalenz-Aufschlag für die übrigen
Treibhausgase. Die entsprechenden Emissionsfaktoren für den BISKO-Standard stellt das IFEU zur
Verfügung. Einige entstammen der GEMIS-Datenbank 4.94.
Treibhausgas-Emissionen nach Bilanzierungsbereichen
Die absoluten CO2-Emisionen haben sich im Bilanzierungszeitraum von rund 2,92 Mio. Tonnen in 1990
auf 2,12 Mio. Tonnen in 2018 um 27 % verringert. In Abbildung 5.1 lässt sich auch ablesen, dass die
Emissionen im stationären Bereich (Privathaushalte, Wirtschaft) von 2,39 Mio. Tonnen in 1990 auf 1,55
Mio. Tonnen in 2018 sogar um rund 35 % gesunken sind, während für den Verkehrsbereich keine
signifikante Abnahme zu erkennen ist.
Abbildung 5.1: Treibhausgas-Emissionen nach Bereichen
Treibhausgas-Emissionen nach Energieträgern
Bezogen auf die einzelnen Energieträger (Abbildung 5.2) sind die durch den Stromverbrauch
verursachten CO2-Emissionen im Betrachtungszeitraum 1990 bis 2018 trotz angestiegenenSeite 11 von 16
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Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Amt für Umwelt und Stadtgrün, Juli 2021
Stromverbrauchs um rund 40.% gesunken. Maßgeblich dafür ist, dass der Anteil erneuerbarer Energien
an der deutschen Stromproduktion in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist. Im Jahr 2018 betrug
der Anteil 34,9 Prozent. Auch die Emissionen aus der Fernwärme sind durch den Umstieg auf Erdgas
und Mülldampf und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung im Heizkraftwerk Nord deutlich reduziert
worden. Deutlich sinkende Tendenzen sind auch beim Verbrauch von Heizöl und Kohle zu erkennen.
Den größten Anteil an den Treibhausgas-Emissionen im stationären Bereich hat neben dem Strom der
Energieträger Erdgas.
Im Verkehrssektor dominieren nach wie vor die fossilen Kraftstoffe das Emissionsgeschehen.
Hauptemittent stellt hier der Straßenverkehr dar. Der Anteil biogener Kraftstoffe durch Beimengungen
von Bioethanol bzw. Biodiesel betrug 2018 4,4 Prozent bzw. 5,0 Prozent. Der Emissionsanteil
strombetriebener Kraftfahrzeuge lag bei Anwendung des Emissionsfaktors aus dem Bundesstrommix
bei etwa 0,05 Prozent.
Abbildung 5.2: Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen nach Energieträgern
6 Entwicklung der Pro-Kopf-Emissionen
Betrachtet man die für das Monitoring der CO2-Minderungsziele im Rahmen des Covenant of Mayors
maßgeblichen spezifischen CO2-Emissionen pro Kopf, so lässt sich ein Rückgang der Emissionen von
9,6 Tonnen pro Kopf im Jahr 1990 auf 6,4 Tonnen pro Kopf in 2018 um 33 % feststellen (s. Abbildung
6.1).Seite 12 von 16
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Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Amt für Umwelt und Stadtgrün, Juli 2021
Abbildung 6.1: Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen pro Kopf nach Energieträgern
7 Erweiterte Angaben
Wie in Abschnitt 2 „Methodik“ erwähnt, macht der Kommunale Bilanzierungsstandard BISKO strikte
Vorgaben in Bezug auf die territoriale Betrachtungsweise. Dadurch werden im Ergebnis unter
Umständen bestimmte Bereiche oder Aspekte, die in bisherigen Bilanzierungen enthalten waren,
nicht mehr dargestellt. Insbesondere sind dies die Darstellung eines lokalen Strom-Mixes und die
durch Flüge verursachten Emissionen, die im Folgenden nachrichtlich beschrieben werden.
Lokaler Strom-Mix
Wie in Abschnitt 2.3 „Emissionsfaktor für den Strom-Mix“ bereits beschrieben, gibt der BISKO-
Standard die Verwendung des Emissionsfaktors für den nationalen Strom-Mix vor. Zum einen jedoch
produzieren die Stadtwerke Bonn im Heizkraftwerk Nord Strom aus Erdgas und Mülldampf unter
Auskopplung von Fernwärme. Dieses Verfahren gleichzeitiger Produktion von Strom und Wärme führt
zu niedrigeren Emissionsfaktoren. Zum anderen kaufen die Stadtwerke am Markt herkunftsbezogene
Strommengen, die vorrangig aus erneuerbaren Energien produziert werden. Diese werden ebenfalls
in der lokalen Stromkennzeichnung dargestellt, so dass sich bilanziell ein gegenüber dem Bundes-
Mix niedrigerer Emissionsfaktor für den von den Stadtwerken in Bonn verkauften Strom errechnet.
Für die vorliegende Bilanzierung wurde der Emissionsfaktor für die von den Stadtwerken an ihre
█ Diesel
█ Benzin
█ Erneuerbare
█ Steinkohle
█ Braunkohle
█ Flüssiggas
█ Fernwärme
█ Erdgas
█ Heizöl EL
█ Strom
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020
Tonnen CO2eq pro KopfSeite 13 von 16
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Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Amt für Umwelt und Stadtgrün, Juli 2021
eigenen Kunden verkauften Strommengen aus den in der Stromkennzeichnung 2018 der Stadtwerke
Bonn angegebenen Mengenanteilen neu berechnet. Dazu wurden für die einzelnen Energieträger
jene Emissionsfaktoren verwendet, die das IFEU-Institut auch zur Berechnung des Bundes-Mixes
verwendet. Somit enthält dieser Strom-Emissionsfaktor auch Anteile für Vorkette und Äquivalente und
kann so direkt mit dem Faktor für den Bundes-Mix verglichen werden. Da die genaue
Zusammensetzung für die durch das Verteilnetz der Stadtwerke geleiteten Strommengen anderer
Stromanbieter nicht bekannt ist, wurde für diese Anteile der Emissionsfaktor für den Bundes-Mix
angenommen und aus beiden unter Berücksichtigung der gelieferten Mengen ein lokaler Gesamt-
Emissionsfaktor berechnet. Mit 221 gCO2eq/kWh für den „Stadtwerke“-Strom und 544 gCO2eq/kWh
für die restlichen Mengen ergibt sich dieser Gesamt-Emissionsfaktor für das Jahr 2018 zu 373
gCO2eq/kWh
In Abbildung 7.1 sind die Emissionsfaktoren, national und lokal, für die Jahre 1990 und 2018
gegenübergestellt. Die Höhe der Balken veranschaulicht den Emissionsfaktor, die Aufteilung zeigt
jedoch die Mengenverhältnisse der eingesetzten Energieträger. Hier wird deutlich, dass sich auch im
Bundes-Strommix der Einsatz erneuerbarer Energien seit 1990 deutlich erhöht hat.
Abbildung 7.1: Stromzusammensetzung - Mengenanteile und Emissionsfaktoren
Vergleich Bundes-Mix und Lokaler Mix Bonn
Auf die Bonner Bilanz angewendet führt diese Betrachtung zu einer bilanziellen Reduzierung der
Treibhausgas-Emissionen um weitere 294.000 Tonnen entsprechend einer Reduzierung pro Kopf um
0,89 Tonnen. Die Gesamtreduzierung seit 1990 beträgt damit absolut 1.094.000 Tonnen Äquivalente
entsprechend 37 % bzw. pro Kopf 4,1 Tonnen Äquivalente entsprechend 42 %.
In Abbildung 7.2 ist diese Reduzierung für die einzelnen Bilanzierungsbereiche dargestellt. Da die
Stadt Bonn für alle eigenen Liegenschaften und infrastrukturellen Einrichtungen zertifizierten
Ökostrom bezieht, wurde für den Bereich der kommunalen Einrichtungen hier mit einem
Emissionsfaktor 0 gerechnet.
█ Erneuerbare
█ Kernenrgie
█ Fossil Erdgas
█ Fossil Sonstige
█ Fossil Kohle
Bundes-
Mix
1990
Lokaler
Mix
1990
Bundes-
Mix
2018
Lokaler
Mix
2018
872
gCO2eq/kWh
544
gCO2eq/kWh
373
gCO2eq/kWh
872
gCO2eq/kWhSeite 14 von 16
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Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Amt für Umwelt und Stadtgrün, Juli 2021
Abbildung 7.2: Aufteilung der THG-Emissionen nach Bereichen und Energieträgern 2018
bei Betrachtung unterschiedlicher Strom-Emissionsfaktoren
Durch die unterschiedlichen Anteile von Strom und Wärmeenergie in den einzelnen Bereichen
verschieben sich die dargestellten prozentualen Anteile an den Gesamtemissionen entsprechend.
Flugemissionen
In Abschnitt 2.1 „Territorialprinzip“ wurde bereits angesprochen, dass nach dem BISKO-Standard keine
Flugemissionen für Bonn dargestellt werden. Der territoriale Ansatz berücksichtigt nur den
Energieverbrauch von Starts und Landungen von einem Flughafen auf dem Gebiet einer Kommune bis
zu einer Flughöhe von 900 m. Diese Daten sind zwar für alle Verkehrsflughäfen und -landeplätze
verfügbar, aber sowohl der Flughafen Köln-Bonn als auch der Verkehrslandeplatz Bonn/Hangelar
befinden sich nicht auf Bonner Stadtgebiet. Es sollen deshalb an dieser Stelle nachrichtlich die
Flugemissionen dargestellt werden, die Bonner Bürgerinnen oder Bürger verursacht haben.
Bei der Berechnung wird davon ausgegangen, dass sich das Reiseverhalten der Bonnerinnen und
Bonner nicht wesentlich vom bundesweiten Durchschnitt unterscheidet. Eine Statistik des UBA über
Verkehrsleistungen gibt für den Flugverkehr in 2018 70,6 Mrd. Personenkilometer an. Das heißt, jede
Bundesbürgerin, jeder Bundesbürger legt im statistischen Mittel pro Jahr eine Strecke von etwa 850
km mit dem Flugzeug zurück. Aus spezifischen Faktoren für den Kerosinverbrauch und die Emissionen
lassen sich dann für jede Bonnerin und jeden Bonner im Durchschnitt Emissionen für den
Kerosinverbrauch von 0,1 Tonnen pro Kopf ermitteln. Zur Berücksichtigung des Global Warming
Potentials der Non-CO2-Emissionen insbesondere der Emissionen in Flughöhen über 9 km wird dieser
Industrie VerkehrPrivate
Haushalte
Gewerbe/Handel/
Dienstleistungen
Kommunale
Einrichtungen
0
100.000
200.000
300.000
400.000
500.000
600.000
700.000
800.000
900.000
1.000.000
Bundes-
Mix
Lok ale r
Mix
Bundes-
Mix
Lok ale r
Mix
Bundes-
Mix
Lok ale r
Mix
Bundes-
Mix
Lok ale r
Mix
Bundes-
Mix
Lok ale r
Mix
THG-Emissionen [Tonnen]
Diesel
Benzin
Erneuerbare
Energien
Sonstige fossil
Heizöl
Fernwärme
Erdgas
Strom
35 %
27 %
1,6 %
7,6 %
30 %
35 %
25 %
3,4 %
8,0 %
27 %Seite 15 von 16
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Herausgeberin: Die Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Amt für Umwelt und Stadtgrün, Juli 2021
Wert mit einem Faktor von 0,27 multipliziert. Die Herleitung dieses Faktors ist in einer Publikation der
atmosfair gGmbH beschrieben (atmosfair Flug-Emissionsrechner - Dokumentation der Methode und
Daten - https://www.atmosfair.de/wp-content/uploads/flug-emissionsrechner-dokumentation-
berechnungsmethode-1.pdf). Die atmosfair gGmbH berücksichtigt diese Aspekte bei der Berechnung
von Kompensationsbeiträgen für Flugreisen.
Die Gesamt-Emissionen aus Flugreisen betragen also pro Bonnerin und Bonner im Durchschnitt 0,27
Tonnen CO2-Äquivalente. Zum Vergleich, für einen Hin und Rückflug von Köln-Bonn in den
Mittelmehrraum mit einer Gesamtstrecke von 2.700 km errechnet atmosfair Flugemissionen von 0,63
Tonnen CO2-Äquivalente.
8 Ausblick
Im sogenannten European Green Deal haben sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen
Union im Dezember 2019 zum Ziel der Klimaneutralität bis 2050 bekannt. Das EU-Minderungsziel bis
2030 von derzeit 40 % gegenüber 1990 wurde inzwischen auf 55 % angehoben. Auch der Covenant of
Mayors for Climate and Energy, den die Stadt Bonn im Januar 2019 unterzeichnet hat, hat diese Ziele
übernommen. Mit dem Beschluss des Hauptausschusses „Unsere Stadt wird bis 2035 klimaneutral“
hat die Bonner Politik ebenfalls einen neuen Zielrahmen vorgegeben, der sich nun in entsprechenden
Maßnahmenkonzepten wiederfinden muss. Die Stadtverwaltung hat sich bereits nach einem
gesonderten Ratsbeschluss auf den Weg gemacht, das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 für die
Verwaltung selbst und ihre Gesellschaften mit Beteiligungsmehrheit zu erreichen und wird für den
„Konzern Stadt Bonn“ eine über die gesamtstädtische Bilanzierung hinausgehende differenziertere
Bilanzierung nach dem Greenhouse Gas Protocol vorlegen.
9 Opendata
Dieser Bericht sowie ein Tabellenanhang im Excel-Format werden auch auf dem Portal „Offene Daten
Bonn“ unter opendata.bonn.de zum Download bereitgestellt.Seite 16 von 16

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Datenstand: 02.11.2026, 17:32 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de