211366 · Antrag
„Wissenschaft im Bonner Stadtrat“
Kerndaten
- Nummer
- 211366
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 01.09.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Untergeordnet
Volltext
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Antrag öffentlich 211366 Antragsteller/in: Frank Fremerey Volt-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Friederike Martin DIE LINKE-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Karin Willnauer SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Alois Saß Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Stefan Freitag 04.08.2021 „Wissenschaft im Bonner Stadtrat“ Beratungsfolge Ausschuss für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 26.08.2021 Empfehlung Rat 16.09.2021 Entscheidung Inhalt des Antrags Die Stadtverwaltung wird gebeten, die Planung einer halbjährlichen Veranstaltungsreihe „Wissenschaft im Stadtrat“ in Bonn zu organisieren / aufzusetzen/ zu übernehmen. Pilotierung Die Verwaltung wird gebeten, zunächst zwei für Bonn relevante Forschungsthemen für einen Testlauf zu identifizieren und diese Veranstaltungen dann zu planen und durchzuführen. Begründung Hintergrund Fachhochschule, Universität, Forschungscluster oder Akademie – Hochschulen sind lebendige Wissenskosmen. Eingebettet in regionale bis internationale Forschungsinitiativen haben sie das Ziel, grundlegende und zukunftsweisende Fragestellungen unserer Gesellschaft zu lösen. Umso bedeutsamer sind diese Zentren auch für die jeweiligen Kommunen, in denen sie liegen.Seite 1 von 3 Seite 2 Bonn versteht sich durch seine Vielzahl an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Wissenschaftsinstitutionen als Wissenschaftsstandort. Die vielseitige Kooperation zwischen der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Stadt steht seit dem „Memorandum of Understanding“ auf schriftlicher Basis. Auch die Hochschulen Rhein-Sieg und Alanus sind Teil des Arbeitskreises „Wissenschaftsregion Bonn/Rhein-Sieg“. Der lebhafte Wissens- und Technologietransfer stärkt die Innovationskraft der Region und wird durch Veranstaltungen wie die „Wissenschaftsnacht Bonn“ ebenfalls in die Zivilgesellschaft gebracht. Exkludiert in dem Trialog zwischen Hochschulen, Verwaltung und Stadtgesellschaft ist dabei die eigentlich entscheidungstragende Politik. Die Mandatsübernahme im Stadtrat kommt mit einer Verantwortung nach aktuellem Stand der Wissenschaft daher. Themen, die in Zukunft richtungsweisend in der Bonner Politik sein werden - wie Klimawandel, Teilhabe, Mobilität, Wohnraum, Nahrungsmittelproduktion, Digitalisierung in Verwaltung und Stadt sowie Flächenverknappung - demonstrieren die Bedeutung der Evidenzbasierung in der politischen Gestaltung. Um die Basis für solche zu legen, fordert Volt für Bonn deswegen die Stärkung und den Ausbau von Strukturen, die auf kommunaler Ebene in einem längerfristigen Austausch mit Politik und Wissenschaft stehen. Neben lokalen wissenschaftlichen Befunden mit Bezug zu Bonn, soll die Politik befähigt werden, Lösungen aus anderen Städten und Ländern kennenzulernen und diese auf Bonn übertragen zu können. Dazu bietet sich aufgrund örtlicher und professioneller Nähe an, mit unseren drei Hochschulen das Konzept „Wissenschaft im Stadtrat“ zu implementieren. KONZEPT Konzeptuell sind in regelmäßigen “Science-Speeddating-Runden” und kürzeren Vorträgen - denkbar sind ein Abend halbjährlich - Forschende und Lehrende der Bonner Hochschulen dazu eingeladen, eigene Forschungsergebnisse oder Zusammenhänge, die sie als relevant für die Bonner Politikgestaltung erachten, dem Stadtrat zu präsentieren. In dem dialogischen Austausch sollen auch Politik und Stadt in den Speeddating-Runden zu Wort kommen und ihre Ansichten austauschen können. Thematisch können die Präsentationen sich um konkrete Projekte der Region handeln; erwünscht sind jedoch ausdrücklich Inhalte, die größere Zusammenhänge im Bereich Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Digitalisierung und Stadtentwicklung darstellen und so einen Mehrwert für Grundsatzentscheidungen bilden können. Wert gelegt werden soll auf einen komplementären “Push&Pull-Seite 2 von 3 Seite 3 Ansatz”, sodass Politik und Stadt Themen anfragen können, während die Einladung in den Stadtrat der Wissenschaft eine gern gesehene Möglichkeit eröffnet, die eigenen Ergebnisse an ein interessiertes Publikum mit Handlungsfähigkeit zu präsentieren. Die Veranstaltung "Wissenschaft im Stadtrat" wird als Sondersitzung des Rats der Stadt Bonn organisiert. Zielpublikum Politik und Verwaltung. (sind explizit der Stadtrat erweitert um die Fraktionen sowie eventuell interessiertes Publikum und nicht separate Ausschüsse. Diese umfängliche Adressierung soll einer Wissensakquise außerhalb der eigenen Informationsblase diesen und Impulse für multiperspektivische und längerfristig voraussehende Ideen für Bonn ermöglichen.) Zuständigkeit Die Durchführung wird beim Amt für Wirtschaftsförderung in der Abteilung für die Wissenschaftsregion angefragt/erbeten. In enger Absprache mit den Hochschulen sollen Fokusthemen festgesetzt und um Vortragende geworben werden. Finanzielle Kosten belaufen sich auf ca. 5% eines VZÄ zzgl. Sitzungskosten für die Sondersitzungen und können daher können als gering eingeschätzt werden. Sie umfassen die Veranstaltungsplanung und Durchführung. Den Vortragenden könnte mit einer kleinen individuellen Aufmerksamkeit gedankt werden. Finanzielle Anreize wären an dieser Stelle unnötig. Best Practice ist in direkter Umgebung das Projekt „Wissenschaft im Rathaus“ in Köln, welches sich noch stärker an die Zivilgesellschaft wendet. Auch die Stadt Magdeburg führt regelmäßig Veranstaltungen im Rahmen ihrer Vortragsreihe „Wissenschaft im Rathaus“ durch. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 06:16 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de