211269 · Mitteilungsvorlage
„Bonn4Future – Wir fürs Klima“ – Sachstand zum Mitwirkungsverfahren (Juli 2021)
Kerndaten
- Nummer
- 211269
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 29.07.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage öffentlich 211269 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III „Bonn4Future – Wir fürs Klima“ – Sachstand zum Mitwirkungsverfahren (Juli 2021) Beratungsfolge Beirat Bürgerbeteiligung 20.08.2021 Kenntnisnahme Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 25.08.2021 Kenntnisnahme Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 26.08.2021 Kenntnisnahme Mitteilung: Anfang 2020 haben „Bonn im Wandel“ und die „Klimawache Bonn“ einen Bürgerantrag zur Beteiligung an der Zielerreichung der Klimaneutralität eingereicht. Dieser wurde am 4. März 2020 beschlossen (DS 200292). In der Folge wurde von den Initiatoren in Abstimmung mit der Stadtverwaltung ein entsprechendes Mitwirkungskonzept erarbeitet (DS 201084). Dieses wurde vom Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger beschlossen und die Verwaltung vom Rat beauftragt, mit „Bonn im Wandel“ einen Kooperationsvertrag zur Koordination und Umsetzung des zweijährigen Verfahrens abzuschließen. Dafür werden bis Ende 2022 Mittel in Höhe von bis zu 719.000€ bereitgestellt. Der Kooperationsvertrag wurde am 27.11.2020 unterzeichnet und am 1. Dezember 2020 ist das Mitwirkungsverfahren Bonn4Future – Wir fürs Klima“ gestartet. Ein erster Sachstandsbericht wurde im Februar 2021 erstellt (DS 210174). Als externes Dokument ist nun der zweite Sachstandsbericht zum Projekt angehängt, verfasst von Bonn im Wandel e.V. in Abstimmung mit den Kooperationspartnern in der Verwaltung. Anlage/n 1 Sachstandsbericht (öffentlich)Seite 1 von 9 1 Bonn4Future – Wir fürs Klima Sachstandsbericht (Stand 23.07.2021) Einleitung Wie wär’s, wenn künftig ein PV-Mobil durch die Straßen von Bonn fährt und die Menschen über Photovoltaik informiert? So ein Vorschlag der Initiative „Klima-Aktive Schwarzrheindorf“. Und wie wär’s, wenn die Initiative zur Erhaltung des Messdorfer Feld und die Initiative Neue Stadtgärtnerei gemeinsam eine Bür- gerveranstaltung organisieren? Das sind nur einige der Ideen und Ergebnisse, die auf dem 1. Klimaaktionstag in der Grünen Spielstadt entstanden sind. Sie zeigen: Es lohnt sich, im schönen Ambiente gemeinsam in die Zukunft zu denken. Denn rein technisch ist Klimaneutralität bis 2035 machbar, kann man in der neuesten Sondierungsstudie „Wuppertal klimaneutral 2035“ lesen1. Klar ist aber auch: Die Stadt al- lein kann das Ziel nicht erreichen. Für die Bewältigung der Klimakrise müssen technische, soziale und biologische Lö- sungen zusammen wirken (siehe Abbildung)2. Sicher ist auch: Niemand will den Klimawandel. Im Gegenteil: Die Sorgen ums Klima und das Umweltbe- wusstsein nehmen zu. Es liegt also nahe, dass die soziale Dimension des Problems in den letzten Jahren nicht angemessen bearbeitet wurde. Die Bundesstadt Bonn und der gemeinnützige Verein Bonn im Wandel e.V. beschreiten mit „Bonn4Future – Wir fürs Klima“ neue Wege. Das Verfahren eröffnet neue Potentiale der Zusammenarbeit durch die bislang einmalige Kooperation zwischen Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft. Wie ist es entstanden? Nach dem Entschluss zur Klimaneutralität bis spätestens 2035 beantragte und konzipierte ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Initiativen unter Federführung des Vereins Bonn im Wandel e.V. das Mitwirkungsverfahren „Bonn4Future – Wir fürs Klima“ (DS 200292). Die Kernbestandteile sind vier Klimaforen, zwei Klimatage, die Bonner Nachhaltigkeitsplattform und ein partizipatives Kommuni- kationskonzept. Im September 2020 beschloss die große Mehrheit der politischen Parteien die Förderung eines zunächst zweijährigen Beteiligungsverfahrens in Höhe von 719.000€ (DS 201084). Bonn im Wandel bringt im Laufe der Projektzeit mindestens 35.000€ Eigenmittel und Eigenleistun- gen ein. Weitere Informationen finden Sie im 1. Sachstandsbericht (DS 210174), eine Kurzpräsen- tation können Sie hier einsehen https://bonnimwandel.de/warum-es-bonn4future-gibt-und-was- wir-machen/ 1 https://wupperinst.org/a/wi/a/s/ad/7407 2Lin et al 2021. www.thelancet.com/planetary-health Vol 5 July 2021 e481Seite 2 von 9 2 Zusammenarbeit Bonn im Wandel und Stadtverwaltung Die Umsetzung des Projektes erfolgt durch Bonn im Wandel e.V. in Kooperation mit der Stadtverwaltung. Zur Steuerung und Umsetzung der Kooperation gibt es ein Governance-Gremium in dem die Projektmitarbeitenden, Vertreter:innen des Vereins und der Verwaltung zweiwöchentlich zusammenkommen. Außerdem wurden zur Planung und Abstimmung der gemeinsamen Vorgehensweise eine Reihe von Workshops durchgeführt, u.a. Workshop zur Etablierung und Planung der Zusammenarbeit (Moderation Bonn im Wandel e.V.) Mehrere Treffen rund um die Festlegung der Evaluationskriterien und den Bonn4Future- Beirat Mehrere Workshops zur Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit, Einbindung von Bonn-macht - mit.de sowie zur Ausschreibung und Auswahl der grafischen Gestaltung (Moderation Bonn im Wandel e. V.) Workshop Akteursanalyse (Moderation Bonn im Wandel) Mehrere Treffen zum Sachstand Klimaneutralität und Klimabilanz in Bonn (Einführung durch die Leitstelle Klimaschutz) Workshop zur Planung der Klimaforen (Moderation Bonn im Wandel e.V.) Mehrere Treffen der Steuerungsgruppe Bonner Nachhaltigkeitsplattform, bestehend aus Vertreter:innen von Bonn im Wandel e.V., von der Leitstelle Klimaschutz, von der Koordinierungsstelle Bürgerbeteiligung und vom Amt für Internationales und Globale Nachhaltigkeit (Moderation Bonn im Wandel e.V.) In Planung ist außerdem ein Workshop mit Vertreter:innen mehrerer Fachämter der Stadt Bonn. Darin soll das Projekt vorgestellt und die fachlich-inhaltliche Zusammenarbeit für die Klimaforen koordiniert werden. Termin ist voraussichtlich Ende August. Die Moderation liegt bei Bonn im Wandel e. V.Seite 3 von 9 3 Erster Bonner Klimaaktionstag – volles Programm und voller Erfolg Am 3. Juli 2021 hat in der Grünen Spielstadt (Bonn-Dransdorf) der erste von zwei Klimaaktionstagen stattgefunden. Dort trafen sich in lockerer Open-Air-Atmosphäre rund 150 Bürger:innen aus rund 50 Initiativen und Institutionen. Ziel der Veranstaltung war es, einen inspirierenden Rahmen zu schaffen in dem sich Initiativen präsentieren, Menschen miteinander austauschen und gute Ideen entwickeln können. Kern des Programms bildete ein Barcamp: Die Teilnehmenden brachten selbst ihre Themen ein und diskutierten sie in insgesamt 30 selbstorganisierten Workshops. Zahlreiche bekannte, aber auch viele neue Initiativen waren an dem Tag präsent. Auch die Stadtverwaltung und das Theater Bonn waren mit mehreren Workshops vertreten, die großen Anklang fanden. Erste Folgeprojekte entstehen bereits. So planen beispielsweise die Initiative zur Erhaltung des Messdorfer Feldes und die Initiative Neue Stadtgärtnerei eine gemeinsame Veranstaltung. Den Abschluss des Klimaaktionstages machten fünf Workshops mit „Tools4Change“ (Werkzeuge des Wandels) rund um Klimawandel, Engagement und Kommunikation. Entstanden ist eine Sammlung guter Ideen und Anregungen zum Weiterdenken. Hier finden Sie die Pressemeldung: https://bonnimwandel.de/bonn4future-klimaaktionstag-klima-retten- das-geht-nicht-nebenbei/ den Kurzfilm: https://youtu.be/zYNnZg33ZKE den ersten Kurzbericht: https://bonnimwandel.de/die-welt-ist-voller-loesungen-ein- rueckblick-auf-den-ersten-bonner-klimaaktionstag/ eine Auswahl von Fotos: https://www.flickr.com/photos/140693708@N04/albums/72157719486031949 Artikel aus dem Generalanzeiger: https://ga.de/bonn/hardtberg/initiativen-fordern-einen- klimaplan-von-der-stadt_aid-60658937Seite 4 von 9 4 Artikel aus dem Schaufenster: https://www.rheinische- anzeigenblaetter.de/region/bonn/bonn-soll-klimaneutral-werden-klimaaktionstag-in-der- gruenen-spielstadt-38901578 Bericht des Bonn Sustainability Portal https://bonnsustainabilityportal.de/de/2021/07/bonn4future-klimaaktionstag-klima- retten-das-geht-nicht-nebenbei/ Die Ergebnisse werden außerdem über Social Media und Newsletter gestreut. Das Graphic Recording des 1. Bonner Klimaaktionstages auf vier Pinnwänden ist in der temporären Bonn4Future Projektzentrale im ehemaligen Kirchenpavillon in der Budapester Straße 7 im Schaufenster zu sehen.Seite 5 von 9 5 Die Klimaforen: Vision – Analyse – Planung Die Klimaforen folgen einem Grobdesign in drei Phasen: Ausgehend von den Herausforderungen und Chancen der Klimakrise und der Situation in Bonn werden die Teilnehmenden des ersten Klimaforums gemeinsam Zukunftsbilder einer klimaneutralen und lebenswerten Stadt 2035 entwickeln. Sie bilden die Grundlage für die Weiterarbeit in den Folgeforen. Im März 2022 werden im Klimaforum 2 und 3 ausgewählte Handlungsfelder genauer analysiert und Maßnahmenideen entwickelt (Analyse). Das letzte Klimaforum im Juni 2022 soll die Frage beantworten: Wer muss was wann tun, damit unsere Stadt klimaneutral wird? Und damit einen Beitrag zu einem Bonner Klimaplan leisten. Das erste von insgesamt vier Klimaforen findet am 10. und 11. September 2021 statt. Eingeladen sind 100 Bürger:innen, die zufällig aus dem Melderegister gezogen werden. Hinzu kommen 50 Akteur:innen aus der Stadtgesellschaft, die mit ihrer Perspektive den Arbeitsprozess befruchten können, zum Beispiel Vertreter:innen der Wirtschaft, aus Religionsgemeinschaften, Jugend oder Migrant:innenorganisationen. Hierfür gibt es unter www.bonn4future/klimaforum ein Online- Formular zur Interessenbekundung (Frist 18.08.21). Die Auswahl geschieht anhand von Kriterien, die zuvor dem Verfahrens-Beirat vorgelegt wurden. Bonn macht mit Das Verfahren wird zusätzlich auf der städtischen Beteiligungsplattform Bonn-macht-mit.de begleitet. In einem ersten Online-Dialog erreichten uns bisher 64 Beiträge. Sie fließen als Inspirationsquelle in die verschiedenen Projektbausteine ein (Ideen Klimaneutralität → Klimaforen, Ideen Prozessgestaltung und Klimakommunikation → Konzeptionsarbeit). Der Start des zweiten Online-Dialogs ist für den 22. Juli 2021 vorgesehen.Seite 6 von 9 6 Online-Nachhaltigkeitsplattform Im Rahmen des Bonn4Future-Verfahrens baut das Team in enger Absprache mit dem Amt für Internationales und globale Nachhaltigkeit, der Leitstelle Klimaschutz und der Koordinierungsstelle Bürgerbeteiligung eine Online-Nachhaltigkeitsplattform auf. Sie wird schrittweise entwickelt und soll zu einem zentralen lokalen Ort für Information und Vernetzung in Sachen Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung im Sinne der Agenda 2030 werden, bestehende Nachhaltigkeitsangebote, -ideen und –initiativen im Kontext der 17 SDGs verorten und zur Beteiligung einladen. Eine erste Funktion ist bereits online: Initiativen und Institutionen können sich auf einer Karte eintragen und darstellen. 57 Organisationen und Initiativen sind schon sichtbar, von der Uni Bonn bis Zero Waste. Unternehmen sollen 2022 folgen. Eine Schnittstelle und Zusammenarbeit mit anderen Webseiten und Portalen sind in Planung (z.B. bonn.de, bonn-macht-mit.de, bonnsustainabilityportal.de). Presse und Kommunikation „Bonn4Future- Wir fürs Klima“ ist ein Mitwirkungsverfahren und keine Informationskampagne. Das steht schon im Konzept. Dennoch hat Bonn im Wandel sich vorgenommen, mehr Menschen zu erreichen und setzt dafür auf die Kraft des Netzwerkes. Multiplikator:innen werden in Trainings fit für eine wertschätzende Klimakommunikation gemacht. Ein erstes Training hat bereits stattgefunden – Einen Bericht finden Sie hier: https://bonnimwandel.de/haltung-zeigen-illusionen- erkennen-wege-fuer-eine-verbindende-und-motivierende-klimakommunikation/. Weitere Trainings befinden sich in der Konzeptionsphase. Das Kommunikationsnetzwerk wird 2022 seine Arbeit aufnehmen. Am 14.04.2021 fand außerdem die gemeinsame Pressekonferenz statt mit dem Titel „Mitwirkungsverfahren fürs Klima: Das sind die Meilensteine von Bonn4Future“.Seite 7 von 9 7 Bonn4Future Beirat Am 20. April konstituierte sich ein Verfahrens-Beirat, der das Projektteam in der Umsetzung berät. Mitglieder sind: Marion Stock (Vorsitzende, Stiftung Mitarbeit), Stephan Willinger (Vorsitzender, Bundesinstitut für Bau,- Stadt- und Raumforschung), Carolina Zibell (Aktion Mensch), Luca Samlidis (Fridays for Future), Anne Berg (Regionalgruppe Gemeinwohlökonomie Köln/Bonn), Christoph Rullmann (Schutzgemeinschaft Deutscher Wald), Darius Darek (artainable), Wolfgang Schmiedecken (Ev. Kirchenkreis Bonn), Okka Lou Mathis (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik), Prof. Dr. Hans-Joachim Pieper (Alanus Hochschule), Prof. Dr. Stephan Wimmers (IHK), Jannis Vassilliou (Einzelhandelsverband), Birgit Klesper (Deutsche Telekom), Rainer Bohnet, (DGB Köln-Bonn), Alexander Fröde (selbstständiger Facilitator), Anne Segbers (Kinder- und Jugendring Bonn), Dr. Erika Luck-Haller (Abenteuer Lernen e.V.), Ines Bresler (Stv. Vorsitzende Klimaschutzbeirat), Andreas Unrau (Vorsitzender Beirat Bürgerbeteiligung), Binnaz Öztoprak (Vorsitzende Integrationsrat), Ursula Bach (Grüne), Dr. Ursula Sautter (CDU), Gabriele Klingmüller (SPD), Hanno von Raußendorf (Linke), Susanne Heinrichs (Volt), Elisabeth Struwe (BBB), Prof. Dr. Wilfried Löbach (FDP). In einer zweiten Sitzung im Mai konnte der Beirat Empfehlungen zur Zusammensetzung der gesellschaftlichen Akteur:innen auf dem ersten Klimaforum liefern. Evaluation und Forschung Zur Evaluation der Ziele, Qualität und Ergebnisse des Verfahrens entwickelte das Projektteam von Bonn4Future in Abstimmung mit der Verwaltung eine Liste mit Projektergebnissen, die nun im Rahmen der Evaluation mit verschiedenen Methoden evaluiert werden. Der Beirat beauftragte mit der Projekt-Evaluation ein Team mit umfassenden Kenntnissen und Erfahrungen im Bereich Bürgerbeteiligung in Bonn: Michael Lobeck (promediare), Prof. Claus Wiegandt und Prof. Kathrin Hörschelmann (Geographische Institut der Universität Bonn). Die Evaluation startete mit einer ersten Befragung zufällig ausgewählter Bonner*innen (N=2.500) vom 22.6. bis 2.7.2021 zum Stand der Kenntnis über das Thema „Klimaneutralität“ in der Bevölkerung vor dem Klimaaktionstag am 3. Juli. Ein erster Zwischenbericht wird zum Ende des Jahres vorliegen. Es laufen auch weitere Forschungsarbeiten, u.a. eine Masterarbeit eines Studenten aus Flensburg, betreut von Frau Prof. Dr. Hörschelmann, Universität Bonn. Bereits abgeschlossen wurde eine Bachelorarbeit an der Hochschule Bonn Rhein-Sieg, die das Konzept des Verfahrens untersuchte. Es gibt außerdem zahlreiche Forschungsanfragen, aber auch Anfragen aus anderen Städten nach Austausch über das Bonner Modell, die aus Kapazitätsgründen aktuell nicht bedient werden können. Zwischenstand Aufwände und Finanzmittel Die Aufwände und Finanzmittel von Bonn4Future wurden im Vorfeld sorgfältig geplant. Allerdings gibt es kein vergleichbares Verfahren, aus dem sich Aufwände und Kosten im Vorhinein sicher abschätzen lassen. Denn das Verfahren muss immer wieder auf neue Anforderungen flexibel reagieren können. Auch sind die enge Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen Stadtverwaltung und Verein für beide Seiten Neuland. Der Verein Bonn im Wandel e.V. und auch die Stadtverwaltung haben sich daher auch auf ein Experiment eingelassen. Nach einer Laufzeit von sieben Monaten kann Bonn im Wandel folgende vorläufige Einschätzung geben: Personalmittel werden nach Plan verausgabt (2,38 Vollzeitäquivalente) sowie weitere durchlaufende Posten (Hilfskräfte). Die Durchführung des Klimaaktionstages war im Rahmen des Budgets mit hoher Eigenleistung möglich. Eigenleistungen für Projektmanagement und Teambegleitung durch Bonn im Wandel e.V. liegen derzeit doppelt so hoch wie geplant.Seite 8 von 9 8 Coronabedingt wird bei den Klimaforen erhöhter Moderationsaufwand durch Kleingruppen und hybride Formate anfallen. Eine abschließende Einschätzung kann Bonn im Wandel erst nach Durchführung des ersten Klimaforums geben. Ein nicht unerheblicher Anteil an Kapazitäten fließt in die Verwaltung der Mittel wie zum Beispiel durch Ausschreibungsverfahren. Unerwartet hoch war auf beiden Seiten der zeitliche Aufwand für die Einrichtung des Beirates. Nicht Bestandteil und auch nicht leistbar für die 2,38 Stellen des Mitwirkungsverfahrens ist die Beratung von einzelnen Bürger:innen mit Unterstützungsbedarf für ihre individuellen Ideen zum Klimaschutz. Dafür müssen noch Lösungen gefunden werden. Jetzt schon erreichen uns Anfragen und Wünsche von Initiativen die auf eine Fortsetzung des Verfahrens nach den zwei Jahren drängen und vor allem auf die Beteiligung vor Ort in Stadtvierteln. Denn letztendlich kann man nur dort, wo die Menschen wohnen, leben und arbeiten einen hohen Beteiligungsgrad erreichen. Weitere Informationen unter: www.bonn4future.de und www.bonn-macht-mit.de/bonn4future.de Kontakt zum Bonn4Future-Projektteam bei Bonn im Wandel e.V. kontakt@bonn4future.deSeite 9 von 9
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 22:38 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de