211214 · Beschlussvorlage
Finanzierung des Nachbarschaftszentrums Brüser Berg im Jahr 2021
Kerndaten
- Nummer
- 211214
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 21.07.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg Anregung
- Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit Entscheidung federführend
Dateien
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Beschlussvorlage öffentlich 211214 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 50 Amt für Soziales und Wohnen Dezernat: Dez. V Finanzierung des Nachbarschaftszentrums Brüser Berg im Jahr 2021 Beratungsfolge Bezirksvertretung Hardtberg 31.08.2021 Anregung Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit 23.09.2021 Entscheidung Beschlussvorschlag Das Diakonische Werk Bonn und Region gGmbH erhält als Träger des Nach- barschaftszentrums Brüser Berg im Jahre 2021 zur Finanzierung der angemessenen, nachgewiesenen und ungedeckten Personal-, Sach- und Overheadkosten einen Betrag in Höhe von bis zu 203.700,00 €. Begründung Seit dem 01.10.2009 wird der Betrieb des Nachbarschaftszentrums Brüser Berg in Trägerschaft des Diakonischen Werkes Bonn und Region gGmbH (Diakonisches Werk Bonn) gefördert. Zuletzt war mit Beschluss vom 02.04.2019 die Förderung für die Jahre 2019 und 2020 beschlossen worden (DS-Nr.: 1910707). Mit der Förderung werden die Personalkosten für 0,77 VZÄ Leitung, 1,24 VZÄ Sozialarbeit und 0,2 VZÄ Verwaltung, sowie die darauf entfallenden Sach- und Overheadkosten gefördert. Die Anerkennung von Verwaltungsanteilen erfolgt auf Antrag des Trägers erstmalig. Ein Anteil von 0,51 VZÄ für Küche/Reinigung wird im Rahmen des Beschäftigungsprogramms „Integrieren und Rückhalt geben“ vom Jobcenter Bonn und dem Amt für Soziales und Wohnen gefördert. Der Träger beantragt eine Stellenerweiterung der Sozialarbeit um 0,51 VZÄ. Aufgrund der langanhaltenden Schließung des Hauses, soll in Absprache mit dem Träger die weitere Entwicklung eines solchen Bedarfes an zusätzlicher Sozialarbeit zur Finanzierung ab 2022 eruiert werden, sobald die pandemische Lage wieder einen Regelbetrieb zulässt. Aus diesem Grund soll zunächst nur für das Jahr 2021 eine Finanzierung beschlossen werden. Zielgruppe des Nachbarschaftszentrums Brüser Berg sind sämtlicheSeite 1 von 4 Seite 2 Bürgerinnen und Bürger – unabhängig von Herkunft, Alter, kulturellem Hintergrund oder der individuellen Lebenssituation. Die breit gefächerten Angebote in den Bereichen Beratung, Bildung, Freizeit, Bewegung, Kunst und Kultur erfreuen sich großer Beliebtheit und werden rege in Anspruch genommen. Auch dienen die Räume des Nachbarschaftszentrums – insbesondere in den Abendstunden –unterschiedlichen Gruppen und Interessengemeinschaften als Treffpunkt. Ziel des Nachbarschaftszentrums ist es, in Abstimmung und Vernetzung mit anderen Institutionen im Stadtteil, das soziale Miteinander der Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern und eine gesellschaftliche Teilhabe für alle zu ermöglichen. Die Angebotsstruktur hat sich in den letzten Jahren an die veränderten Bedarfe der Bewohnerschaft des Stadtteils angepasst. So wurden insbesondere für die Gruppe der Neuzugewanderten mit Migrationshintergrund Sprachkurse, Hausaufgabenhilfen und Begegnungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kooperationspartnern und ehrenamtlich Tätigen geschaffen. Besonders hervorzuheben ist das bürgerschaftliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern im Stadtteil, ohne deren Hilfe das Angebotsspektrum nicht durchgeführt werden könnte. Darüber hinaus werden von der im Nachbarschaftszentrum angesiedelten Ehrenamts-Koordinatorin Freiwillige in unterschiedliche Unterstützungsangebote im Stadtteil vermittelt (z.B. im Bereich der Sprachförderung, Formularhilfen, Nachhilfeangebote, Seniorenbegleitung, Unterstützung von Familien etc.). Unter der Federführung der Einrichtungsleitung tagt in regelmäßigen Abständen eine Lenkungsgruppe, der neben wichtigen Akteuren des Stadtteils auch Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung angehören. Ziel ist es, auf aktuelle Entwicklungen eingehen zu können, Bedarfe festzustellen und die Angebote des Nachbarschaftszentrums kontinuierlich weiterzuentwickeln. Auswirkungen der Corona-Pandemie Die Einrichtung war von Mitte März bis August 2020 für persönliche Besuchskontakte geschlossen. Das Nachbarschaftszentrum war zu den normalen Büroöffnungszeiten telefonisch erreichbar und konnte so für die Besucherschaft sowohl soziale Kontaktmöglichkeiten bieten, als auch Hilfsangebote vermitteln und Ansprechpartner für verschiedene Problemlagen bieten. Die für die Osterferien geplante Schließung wurde abgesagt, damit das NBB durchgehend für Hilferufe aus der Bevölkerung erreichbar war. Das NBB entwickelte gemeinsam mit dem Stadtteilbüro Medinghoven Aushänge in diversen Sprachen, um Nachbarschaftshilfe vor Ort zu organisieren. Flyer wurden in den noch geöffneten Geschäften des Brüser Bergs und in den großen Wohnblocks von Medinghoven ausgelegt und aufgehängt. In Kooperation mit der Freiwilligenagentur wurde Nachbarschaftshilfe organisiert (Hundespaziergänge, Einkaufsdienste). Die ehrenamtliche Hausaufgabenhilfe konnte über technische Medien sichergestellt werden. Dazu wurden die ehrenamtlichen Hausaufgabenbetreuer von den Mitarbeitern des NBB zur Nutzung verschiedener Online-Tools geschult und gemeinsam neue Online-Seite 2 von 4 Seite 3 Formate entwickelt. Mitte August bis Ende Oktober 2020 Da die notwendigen Mindestabstände im Innenraum nicht eingehalten werden konnten, musste die Offene Tür als Angebot geschlossen bleiben. Einzelveranstaltungen und Kurse konnten wieder an den Start gehen, wenn auch mit begrenzter Personenzahl, entsprechend der zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten. Für Nachhilfeunterricht und Besprechungen stehen 5 transportable Plexiglas-Trennscheiben zur Verfügung, um sichere Gespräche und Unterricht zu ermöglichen. Trotz der corona-bedingte Einschränkungen waren viele Menschen froh im Nachbarschaftszentrum einen Ort zur Begegnung zu finden, an dem man sich unter entsprechenden hygienischen Bedingungen relativ gefährdungsfrei treffen konnte. Die Einsamkeit, besonders älterer Bürger*innen, hat durch den Lockdown zugenommen. Das NBB versuchte durch neue Veranstaltungsformate, wie z.B. den regelmäßigen Treff am Donnerstagnachmittag und Dienstagvormittag einen „geordneten“ Ort der Begegnung zu schaffen. Mitte Oktober gab es eine weitere Verschärfung der Veranstaltungsbedingungen. Pro Veranstaltung durften sich nur noch 5 Haushalte begegnen. Durch das große Engagement der Mitarbeiterinnen und der Kursleiterinnen konnten die Kurse weitergeführt werden (Kurse wurden halbiert, weitere Veranstaltungsräume belegt, im Rotationsverfahren getagt). Ausblick Seit 1.11.2020 ist die Einrichtung für persönliche Besuchskontakte geschlossen. Die Einrichtungsleitung geht davon aus, nach den Sommerferien wieder öffnen zu können. Die entwickelten Online-Formate sollen weiter genutzt werden, ersetzen aber nicht den persönlichen Kontakt. Es wurde deutlich, dass die Gefahr, der Vereinsamung besteht. Durch persönliche Ansprache der Mitarbeiterinnen sollen diese Menschen wieder an das Haus angebunden werden. Das Nachbarschaftszentrum Brüser Berg stellt einen wichtigen Baustein im sozialen Netz der Bundesstadt Bonn dar und dient der Sicherung des sozialen Friedens. Die weitere Förderung wird von der Verwaltung befürwortet. Die Förderung hat sich wie folgt entwickelt: 2019 2020 171.200 € 174.700 € Der Träger ist aufgrund seiner Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen geeignet, die geförderten Leistungen zu erbringen. Der Träger hat sich seit vielen Jahren in dieser Aufgabenstellung bewährt. Die mit der Förderung verbundenen formellen Auflagen (insbesondere die Vorlage eines Antrages sowie eines Verwendungsnachweises) wurden vom Träger bislang stets ordnungsgemäß erfüllt. Die Zuschussgewährung ist zeitlich unaufschiebbar und sachlich notwendig,Seite 3 von 4 Seite 4 um den Betrieb des Nachbarschaftszentrums Brüser Berg aufrecht zu erhalten. Die Regelungen des § 82 GO werden eingehalten. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt bis zur Genehmigung des Haushaltes 2021/2022 nur bis zu einer Höhe von 80%. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.50.06 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,Vereine,sonst.Träg. 1.50.00.05.06.01 Förd.Träg.Wohlf.pfl.,Vereine Investive Kosten der Maßnahme Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 203.700,00 EUR 150000506 / 73.1000 2021 0,00 EUR Einzahlungen / Erträge 0,00 EUR Haushaltsbelastung jährlich 203.700,00 EUR Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:53 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de