211187 · Beschlussvorlage
Beitritt der Stadt Bonn zum ICAN Städteappell
Kerndaten
- Nummer
- 211187
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 20.07.2021
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Volltext
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Beschlussvorlage öffentlich 211187 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 02 Amt für Internationals und globale Nachhaltigkeit Dezernat: Dez. OB Beitritt der Stadt Bonn zum ICAN Städteappell Beratungsfolge Ausschuss für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 26.08.2021 Empfehlung Rat 16.09.2021 Entscheidung Beschlussvorschlag Die Stadt Bonn tritt dem ICAN Städteappell bei, der die Bundesregierung dazu auffordert, dem von den Vereinten Nationen verabschiedeten Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beizutreten. Begründung Der Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger hat in seiner Sitzung am 10.03.2021 mit Mehrheit dem Bürgerantrag "Beitritt der Stadt Bonn zum ICAN-Städteappel" zugestimmt (s. Drucksachen-Nr. 202228). ---- Der zugrunde liegende Bürgerantrag hatte folgenden Wortlaut: "Bonner Bündnis für den ICAN-Städteappell Die Antragsteller fordern die Stadt Bonn auf, sich dem ICAN-Städteappell anzuschließen, der die Bundesregierung dazu auffordert, dem von den Vereinten Nationen verabschiedeten Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beizutreten. Der Appell hat folgenden Wortlaut: Unsere Stadt/unsere Gemeinde ist zutiefst besorgt über die immense Bedrohung, die Atomwaffen für Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt darstellen. Wir sind fest überzeugt, dass unsere Einwohner und Einwohnerinnen das Recht auf ein Leben frei von dieser Bedrohung haben. Jeder Einsatz von Atomwaffen, ob vorsätzlich oder versehentlich, würde katastrophale, weitreichende und lang anhaltende Folgen für Mensch und Umwelt nach sich ziehen. Daher begrüßen wir den von denSeite 1 von 3 Seite 2 Vereinten Nationen verabschiedeten Vertrag zum Verbot von Atomwaffen 2017 und fordern die Bundesregierung zum Beitritt auf. Auf den UN-Atomwaffenverbotsvertrag haben sich am 7. Juli 2017 122 von 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen geeinigt. Auf der UNGeneralversammlung im September 2017 unterzeichneten den Vertrag zunächst 53 Staaten. Bis Dezember 2020 haben 84 Staaten den Vertrag unterzeichnet, 50 Staaten haben den Vertrag ratifiziert, am 22.1.2021, 90 Tage nach der 50. Ratifizierung, wird der Vertrag in Kraft treten. Damit sind Atomwaffen völkerrechtlich geächtet, illegal, verboten. In Deutschland haben bisher vier Landesregierungen, fünf Landkreise und Regionen sowie einhundertsieben Städte und Gemeinden beschlossen, diesen Vertrag zu unterstützen (Stand Dezember 2020). Die Entscheidung, sich dem ICAN-Städteappell anzuschließen, ist eine politische Entscheidung, mit der die Stadt Bonn, die von den in rund 80 Kilometern Entfernung lagernden 20 Atombomben in Büchel besonders betroffen ist, die Bundesregierung zu deren Abzug drängen will. Nach Zustimmung des Stadtrates soll die Stadt Bonn sich politisch aktiv für die Inhalte des Appells einsetzen, diesen in der städtischen Öffentlichkeit bekannt machen und den jährlichen Flaggentag der Mayors for Peace am 8. Juli entsprechend politisch ausgestalten. Unterstützerkreis des Antrages Aufstehen Bonn Beueler Friedensgruppe Beueler Friedensinitiative DFG-VK Bonn-Rhein-Sieg" Frauennetzwerk Bonn Frieden Bonn Internationaler Versöhnungsbund - Deutscher Zweig. Regionalgruppe Bonn- Rhein-Sieg Netzwerk Friedenskooperative pax christi Bonn" ---- Die Stellungnahme der Verwaltung lautete: Die Verwaltung verweist auf ihre Stellungnahme DS-Nr.:1911835ST4 vom 3.7.2019. In Ergänzung zur damaligen Stellungnahme wird darauf hingewiesen, dass der Atomwaffenverbotsvertrag am 22.Januar 2021 inSeite 2 von 3 Seite 3 Kraft getreten ist. Weitere Informationen zum ICAN-Städteappell finden sich unter: https://www.icanw.de/ican-staedteappell/, ebenso eine Liste derjenigen Städte, die dem Appell bislang beigetreten sind. ---- 1911835ST4 Die Antragsteller fordern die Stadt Bonn auf, sich dem ICANStädteappell anzuschließen, der die Bundesregierung dazu auffordert, dem von den Vereinten Nationen verabschiedeten Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beizutreten. Auf diesen Vertrag haben sich am 7. Juli 2017 122 von 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen geeinigt. Auf der UNGeneralversammlung im September 2017 unterzeichneten den Vertrag zunächst 53 Staaten. Bis April 2019 haben 70 Staaten unterzeichnet, 23 Staaten den Vertrag ratifiziert. 90 Tage nach der 50. Ratifizierung wird der Vertrag in Kraft treten. Die Mitglieder der NATO lehnen den Vertrag ab. Die Bundesrepublik Deutschland ist dem Abkommen mit der Begründung nicht beigetreten, dass eine Abrüstung nur mit den Nuklearmächten möglich ist. Die Entscheidung, sich dem ICAN-Städteappell anzuschließen, ist eine politische Entscheidung, die die Verwaltung nach entsprechender Beschlussfassung der zuständigen Gremien umsetzen wird. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 23:45 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de