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211056-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

CDU-Antrag: Alte Bonner Synagoge am Rheinufer

Nummer
211056-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
17.08.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Unterausschusses Denkmalschutz 31.08.2021 Kenntnisnahme
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 24.08.2021 Kenntnisnahme
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  1. 211056 CDU-Antrag: Alte Bonner Synagoge am Rheinufer

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
211056-01 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
67 Amt für Umwelt und Stadtgrün
Dezernat:
Dez. III
CDU-Antrag: Alte Bonner Synagoge am Rheinufer
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 24.08.2021 Kenntnisnahme
Unterausschuss Denkmalschutz 31.08.2021 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
zu Punkt 1: Reinigung, Ergänzung und Verfestigung sämtlicher Mauerteile
und
zu Punkt 2: Reinigung aller Gedenktafeln aus Metall, damit die Inschriften
wieder lesbar werden
Das Objekt wurde erst kürzlich von Schmierereien und Dreck
befreit. Die Verwaltung wird die Anlage noch einmal in
Augenschein nehmen und – falls notwendig – Reparaturen bzw.
eine Reinigung durchführen lassen.
Zu Punkt 3: Beseitigung von Unrat, Wildwuchs und Dixi-Toiletten im näheren
Umfeld
Der Bereich des Rheinufers um die Alte Synagoge am Moses-
Hess-Ufer wird regelmäßig von bonnorange AöR von Unrat
gereinigt. Die öffentlichen Grünflächen werden regelmäßig
gärtnerisch gepflegt und Wildwuchs entfernt. Mobil-Toiletten
waren bei einem Ortstermin am 07.07.2021 in der näheren
Umgebung nicht mehr vorhanden.
Zu Punkt 4: Wiederherstellung der Sichtachse zu dem Bodendenkmal der
östlichen Fundamentmauer auf der anderen Straßenseite,
Beseitigung, bzw. Rückschritt der Bepflanzung
Die Bepflanzung auf der gegenüberliegenden Straßenseite
befindet sich in Privateigentum. Bei Annahme des Antrags wird
der Eigentümer gebeten, die Hecken niedriger zu schneiden und
den Wildwuchs um die Fundamentreste der ehemaligen
Synagoge zu entfernen.
Zu Punkt 5: Gespräche mit den Eigentümern, bzw. Hotelbetreibern zur
Beseitigung der Beschriftungen an der TerrassenmauerSeite 1 von 2
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Bei Annahme des Antrages wird die Verwaltung entsprechend
verfahren.
Zu Punkt 6: Prüfung ob der Datumsfehler an der Gedenktafel am
Treppenaufgang zur Kennedybrücke korrigiert und die Tafel
insgesamt näher am Mahnmal platziert werden kann
Bei der Gedenktafel, eine Arbeit des Bonner Kunstschmieds Karl
König, handelt es sich um eine der frühen Tafeln dieser Art in
Deutschland (1963), sie stellt somit ein historisches Objekt dar.
Möchte man einen Eingriff in die historische Tafel vermeiden und
trotzdem das historisch korrekte Datum der Zerstörung der
Bonner Synagoge deutlich machen, könnte eine zusätzliche
kleinere Tafel (bspw. aus Plexiglas) mit einem kurzen
erklärenden Text ergänzt werden. Die Tafel des
gegenüberliegenden Mahnmals nennt das korrekte Datum. Die
Gedenktafel sollte nicht näher an das Mahnmal platziert werden,
weil sie jetzt näher am historischen Ort der Synagoge ist.
Zu Punkt 7: Klärung des Verbleibs der Exponate aus den
Ausstellungsvitrinen, die in den Anfangsjahren des
Hotelbetriebes über die historischen Bezüge informiert haben
Nach Auskunft des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege sind alle
Exponate der Ausstellungsvitrinen an das LVR-Landesmuseum
Bonn zurückgegangen. Es handelte dabei sich um auf dem
Baugrundstück ausgegrabene Fundstücke aus der Römerzeit
und um ein Modell einer römischen Holz-Erde-Mauer.
Eine Tafel wies auf den Standort der ehemaligen Synagoge hin
(vgl. zur Art der Exponate auch Nicole Bemmelen, Die Neue
Judengasse in Bonn – Entstehung und Zerstörung, in: Bonner
Geschichtsblätter 51/52 (2001/2002), S. 197-284).
Fragmente der Synagoge von 1879 befinden sich in der
Ausstellung der Gedenkstätte; diese gehörten nicht zu den
Ausstellungsstücken der Hotelvitrinen.
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

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