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211011 · Mitteilungsvorlage

Digitales Jugendbarcamp zum Thema „Kommunale Jugendbeteiligung“

Nummer
211011
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
01.06.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie 19.08.2021 Kenntnisnahme
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 1 MB Öffnen ↗

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Mitteilungsvorlage
öffentlich
211011
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
51 Amt für Kinder, Jugend und Familie
Dezernat:
Dez. V
Digitales Jugendbarcamp zum Thema „Kommunale
Jugendbeteiligung“
Beratungsfolge
Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 19.08.2021 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Die Verwaltung der Stadt Bonn ist per Rats-Beschluss vom 23.10.2018 (DS-Nr.
1812796EB3) dazu aufgefordert worden, das Bonner Modell für Kinder- und
Jugendbeteiligung weiterzuentwickeln und den aktuellen Bedürfnissen junger
Menschen in Bonn anzupassen. Diesbezüglich wurde nach einer längeren
Vorbereitungszeit am 13. März 2021 das erste digitale Jugendbarcamp in enger
Zusammenarbeit mit dem Ijab (Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der
Bundesrepublik Deutschland) durchgeführt.
Am Barcamp nahmen 140 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahre teil.
Insgesamt wurden dafür 2500 Jugendliche über ein Zufalls-Panel ausgewählt.
Weitere Jugendliche wurden über Jugendverbände und Jugendorganisationen
per Einladungsschreiben der Oberbürgermeisterin zur Teilnahme motiviert.
Die Teilnehmenden wurden zu Beginn der Veranstaltung aufgefordert, Formate
und Ideen zu sammeln, wie sie sich eine erfolgreiche kommunale
Jugendbeteiligung vorstellen.
Darüber hinaus konnten Themenfelder genannt werden, bei denen Bonner
Jugendliche zukünftig eine intensivere Beteiligung wünschen.
Eine diesbezügliche Dokumentation soll über die Ergebnisse der digitalen
Veranstaltung informieren.
Die Ergebnisse des Jugendbarcamps sollen im neuen Konzept zur
Jugendbeteiligung Berücksichtigung finden, dass derzeit erarbeitet wird. Zudem
plant die Verwaltung auch eine Weiterentwicklung der Kinderbeteiligung und
wird hierzu ebenfalls Veranstaltungen durchführen, um Wünsche, Ideen und
Anregungen von Kindern bis 14 Jahren im Konzept berücksichtigen zu können.
Hierzu steht aber das Format und auch der Termin noch nicht abschließend
fest.
Anlage/n
1 Dokumentation Jugendbarcamp 2021 (öffentlich)Seite 1 von 14
1
Jugend macht mit!
Jugendbeteiligung
für die Stadt Bonn
Dokumentation
Digitales Jugendbarcamp zum Thema „Kommunale
Jugendbeteiligung“
13. März 2021
Bonn, den 26. Mai 2021Seite 2 von 14
2
Die Verwaltung der Stadt Bonn ist per Rats-Beschluss vom 23.10.2018 (Drucksachen-Nr.
1812796) dazu aufgefordert worden, das Bonner Modell für Kinder- und Jugendbeteiligung
weiterzuentwickeln und den aktuellen Bedürfnissen junger Menschen in Bonn anzupassen.
Diesbezüglich wurde nach einer längeren Vorbereitungszeit am 13. März 2021 das erste
digitale Jugendbarcamp in enger Zusammenarbeit mit dem Ijab (Fachstelle für Internationale
Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland) durchgeführt.
Anders als bei einer klassischen Konferenz steht das Programm (Themen/Referenten) eines
Barcamps vor der eigentlichen Durchführung noch nicht fest. Stattdessen entscheiden die
Anwesenden zu Beginn der Veranstaltung gemeinsam darüber, welche Themen besprochen
werden sollen. Diese werden in einem Raster von mehreren Zeitblöcken und Räumen
platziert. Die Teilnehmenden suchen sich selbst aus, welche Themen für sie interessant sind
und in welchen Themenbereichen (Räumen) sie dabei sein wollen.
Dem Barcamp folgt eine Zusammenführung der Ergebnisse und eine
Abschlussdokumentation.
Am Barcamp nahmen 140 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahre teil.
Insgesamt wurden dafür 2500 Jugendliche mit Zuhilfenahme eines Zufall-Panels ausgewählt.
Weitere Jugendliche wurden über Jugendverbände und Jugendorganisationen per
Einladungsschreiben der Oberbürgermeisterin zur Teilnahme motiviert.
Das Barcamp wurde als Tagesveranstaltung konzipiert.
Alle Jugendlichen blieben bis zum Ende der Veranstaltung. Das zeigt, dass das Format Jugend-
Barcamp von den Jugendlichen sehr gut angenommen wurde.
Die Teilnehmenden wurden zu Beginn der Veranstaltung aufgefordert, Formate und Ideen zu
sammeln, wie sie sich eine erfolgreiche kommunale Jugendbeteiligung vorstellen.
Darüber hinaus konnten Themenfelder genannt werden, bei denen Bonner Jugendliche
zukünftig eine intensivere Beteiligung wünschen.
Folgende Themen wurden von den Jugendlichen in 4 aufeinanderfolgenden
Breakoutsessions/Sessionsslots genannt und diskutiert:
1. Fahrradstadt Bonn und überdachte Fahrradstellplätze
1.1 Tablets
2. Wahl eines Bonner Jugendparlaments
3. Beteiligung: Was geht da schon in Bonn?
4. Bürgerentscheid/Jugend-Check
5. Jugendbeteiligung über Social Media
6. Bildung von Jugendausschüssen
7. Einfacher Weg der Kommunikation mit Verwaltung und PolitikSeite 3 von 14
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8. Schülersprecher/-innen-Austausch
9. Verschönerung der Stadt
10. Wahlen unter 18 Jahre
11. Aufklärung im Bereich der Digitalisierung
12. Aufklärung über Alltagsrassismus
13. Ausbau des ÖPNV
14. Jährliche Befragung von Jugendlichen
15. Nutzung von Schwimm- und Freibädern
16. Erstellung einer App
17. Podiumsdiskussion mit Politiker/-innen
18. Internationaler Austausch von und mit Jugendlichen
19. Bildung eines Forums zum Austausch zwischen Jung und Alt
20. Jugendbeteiligung durch Kunst
1. Fahrradstadt Bonn und überdachte Fahrradstellplätze
Insgesamt bemängelten die Jugendlichen die Bonner Radverkehrsinfrastruktur. In vielen
Bereichen der Stadt seien die Fahrradwege zu schmal, zu nah an der Straße und somit
gefährlich. Der Ausbau von sicheren Fahrradwegen sollte flächendeckender und zeitnah
umgesetzt werden. Sichere Fahrradwege würden mehr Jugendliche dazu motivieren, das
Fahrrad zu nutzen.
Darüber hinaus kritisierten die Jugendlichen die fehlenden überdachten Fahrradstellplätze im
Bonner Stadtgebiet. Am Rhein würde man zum Beispiel kaum welche finden. Auch an
Bahnhaltestellen gäbe es kaum sichere und vor allem ausreichende Fahrradstellplätze.
Insgesamt würde es auch an Bonner Schulen an diebstahlsicheren und überdachten
Abstellmöglichkeiten für Fahrräder fehlen.
Weitere Punkte wurden von den Teilnehmenden kritisiert:
Mangelhafte Straßenbeleuchtung von Bonn nach Pech
Fahrradwege sollten eine glatte Oberfläche haben. Pflastersteine sollten grundsätzlich
tabu sein.
Die Fahrradwege von Godesberg zum UN-Campus - insbesondere an den
Schrebergärten entlang - müssten besser beleuchtet werden.
Parkhäuser sollten mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder bieten. Diese sollten vor
allem diebstahlsicher konzipiert werden. Die Nutzung sollte kostenlos sein.
Die Stadt sollte Lastenfahrräder zur Verfügung stellen. Diese seien eine gute
Alternative zum Auto.Seite 4 von 14
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1.1 Tablets
Die Teilnehmenden kritisierten die technische Ausstattung an Bonner Schulen.
Um die Situation zu verbessern, müssten auch Lehrer geschult und weitergebildet werden.
Manche Eltern sind spendenbereit, um Digitalisierungsprozesse in den Schulen zu
unterstützen und zu beschleunigen. Diese Angebote sollten flächendeckend genutzt werden.
Auch könnten Fördervereine den weiteren digitalen Ausbau unterstützen.
Lernmaterialien wie Bücher oder Skripts sollten digitalisiert werden. Entsprechende und
aufeinander abgestimmte Lernprogramme würden das Lernen erleichtern und zugleich
bereichern.
2. Wahl eines Bonner Jugendparlaments
Die Teilnehmenden sprachen sich mit großer Mehrheit für die Umsetzung eines
Jugendparlaments aus. Knüpften diesen Wunsch aber auch an Bedingungen.
So sollte eine Mitgliedschaft niederschwellig gestaltet werden. Die Angehörigen eines
Jugendparlaments sollten unabhängig von bestehenden Gruppen agieren können. Eine
Verknüpfung mit Parteien sollte vermieden werden, um eine Unabhängigkeit der
Parlamentarier zu garantieren.
Damit ein Jugendparlament nicht zu einem politischen Feigenblatt mutiere, müssten im
Vorfeld zahlreiche Fragestellungen geklärt werden:
Macht und Befugnisse eines Jugendparlaments
Nur beratende und interessensbildende Institution?
Finanzielle und personelle Ressourcen für eine gelingende Umsetzung
Moderation des Jugendparlaments
Ähnliche Funktion wie der Integrationsrat?
Anzahl der Parlamentarier
Bis zur Gründung eines Jugendparlaments könnten die Ratsmitglieder Jugendliche bereits jetzt
über digitale Medien nach ihrer Meinung befragen. Insbesondere könnten Schulen die
Verbreitung von Umfragen unterstützen.
Es ist nach Auffassung der Teilnehmenden wichtig, dass Politiker die Wünsche und
Vorstellungen von jungen Menschen in der Stadt mitbekommen und ernstnehmen und diese
in ihren Beschlüssen stärker als bisher berücksichtigen.Seite 5 von 14
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3. Beteiligung – Was geht da schon in Bonn?
In dieser Session wurden insbesondere bereits bestehende Beteiligungsformate diskutiert
aber auch Beteiligungsmodelle, die möglicherweise zeitnah umgesetzt werden könnten. Dabei
wurden folgende Anregungen und Ideen diskutiert:
Die Nutzung von digitalen Medien im Bereich Schule könnte die politische Beteiligung
von jungen Menschen fördern und unterstützen. Zugangsbeschränkungen sollten
beseitigt werden. Eine App könnte diesen Prozess beschleunigen.
Kommunale Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen werden in Bonn zu wenig
beworben. Man könnte schon jetzt an Haltestellen oder Bahnhöfen auf das Thema
aufmerksam machen.
Über ein Zufalls-Panel könnten Jugendliche einmal im Jahr schriftlich kontaktiert
werden, um sich zu bestimmten Themen zu äußern.
Es könnte ein Jugendrat installiert werden, der aus Schülersprecher/-innen besteht.
Die Teilnehmenden wünschen sich eine kommunale politische Verknüpfung mit den
Unterrichtsinhalten an Bonner Schulen. Politiktage, Workshops zur Partizipation,
Diskussionsrunden mit Kommunalpolitikern sind nur einige Beispiele, um Jugendliche
über politische Beteiligungsmöglichkeiten zu informieren.
Auch Parteien seien gefordert, junge Menschen für die Politik zu begeistern. Dazu
müssten aber Parteiprogramme auf jugendliche Nutzer zugeschnitten werden, um
Aufmerksamkeit zu erzielen.
Das bestehende „Wahlalter“ könnten Jugendliche als Barriere für ihr demokratisches
Engagement empfinden. Hier sollten sich die Bundesländer insgesamt stärker
verständigen, um auch jungen Menschen ein flächendeckendes Wahlrecht
einzuräumen.
4. Bürgerentscheid/Jugend-Check
Einmal im Jahr sollten die Jugendlichen an einem Bürgerentscheid teilnehmen dürfen. Dazu
erhalten die Jugendlichen automatisch eine Benachrichtigung mit den entsprechenden
Zugangsdaten. Nur Personen mit den entsprechenden Zugangsdaten dürfen an der Wahl
teilnehmen. Eine App oder eine Webseite könnte das Wahlprozedere unterstützen und
vereinfachen.
Die Ergebnisse des Jugend-Bürgerentscheids (Jugend-Check) werden von den Politikern bei
ihren Beschlüssen berücksichtigt.Seite 6 von 14
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5. Jugendbeteiligung über Social Media
Viele Jugendliche werden über digitale Medien erreicht. Es ist deshalb ein nützliches Medium,
um Kinder- und Jugendbeteiligung in der Breite zu ermöglichen.
Dabei sollte überprüft werden, welche Medien von jungen Menschen besonders genutzt
werden. Jugendliche sollten die Möglichkeit erhalten, die entsprechenden Accounts
selbständig zu verwalten.
Über digitale Medien könnten zahlreiche Themenfelder diskutiert werden, wie zum Beispiel
aktuelle kommunale Themen aus den Bereichen Kunst, Kultur und Stadtleben.
Beauftragte der Stadt sollten dafür sorgen, dass die digitalen Medien von den Jugendlichen
„sicher“ genutzt werden können. Diesbezüglich könnte auch eine Bonner-Jugend-App
installiert werden, die insbesondere datenschutzrechtliche Aspekte berücksichtigt.
Nutzt man weiterhin Instagram, WhatsApp oder Facebook, müsste für eine jugendgemäße
Nutzung gesorgt werden.
Die Teilnehmenden machten weitere Vorschläge zur Ausgestaltung von digitalen Medien:
Verknüpfung mit Schulen
Sicherheitsaspekte berücksichtigen, was eine Kontrolle durch Erwachsene notwendig
macht
Aktuelle Themen offenlegen und Diskussionen ermöglichen
Gemeinsame Ausgestaltung der Jugendbeteiligungs-App: Was sollte die App bieten?
Versendung von Informationen in leichter Sprache
Damit viele Jugendlichen erreicht werden, ist die Nutzung von verschiedenen
„Kanälen“ hilfreich.
Die Altersbegrenzung bei der Anwendung von verschiedenen digitalen Medien könnte
eine Barriere darstellen.
Social Media als allgemeine politische Informationsplattform nutzen: Was bedeuten
zum Beispiel die Berliner Beschlüsse für Bonn? Haben sie kommunale Auswirkungen?
6. Bildung von Jugendausschüssen
Neben dem Jugendparlament diskutierten die Teilnehmenden in dieser Session insbesondere
die Sinnhaftigkeit von Jugendausschüssen.
Man war sich einig, dass nicht alle Themen im Jugendparlament besprochen werden können.
Es müssten deshalb Unterausschüsse gebildet werden, die sich themenfokussiert (Z.B. zu den
Themen: Klimaschutz, Rassismus, Bildung, Digitalisierung im Bildungssystem, ÖPNV,
Sportanlagen etc.) zusammenfinden.Seite 7 von 14
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7. Einfacher Weg zur Kommunikation mit Verwaltung und Politik
Die Teilnehmenden einigten sich darauf, dass die Verbindung zwischen Jugend, Verwaltung
und der Politik insbesondere von der Kinder- und Jugendbeauftragten hergestellt werden
sollte. Die Frage des „Wies“ wurde etwas intensiver von den Jugendlichen diskutiert.
Folgende Vorschläge wurden genannt:
Es sollte ein digitales Jugendforum installiert werden.
Frage: Wer moderiert das Forum?
Eigene Ideen und Vorschläge der Jugendlichen sollen zukünftig über eine digitale
Pinnwand ihren Platz auf der städtischen Internetseite erhalten.
Digitale Medien nutzen, um tagesaktuell zu sein.
Frage: Wer macht das?
Es sollte eine neue E-Mail-Adresse der Kinder- und Jugendbeauftragten für diesen
Zweck eingerichtet werden.
8. Schülersprecher/-innen-Austausch
Die Teilnehmenden wünschen sich einen stärkeren Austausch zwischen den Schulen. Dieser
sollte nicht zwangsläufig über die Schülersprecher/-innen erfolgen.
Es müssten flächendeckend Schülerräte (Schulgremien, Schülerarbeitskreise) bestehend aus
Klassensprecher/-innen und Schülersprecher/-innen installiert werden.
Die Klassensprecher/-innen hätten so die Möglichkeiten, Themen aus den Klassen an den
Schülerrat weiterzuleiten. Informationen zu Schülerratsentscheidungen und -beschlüssen
könnten dann auf umgekehrtem Wege über die Klassensprecher mit den Klassen
kommuniziert werden.
Insgesamt wurde der sehr eingeschränkte Gestaltungsspielraum an Bonner Schulen
bemängelt. So gelingt es zwar, auf den Schulalltag in gewisser Weise Einfluss zu nehmen, nicht
jedoch auf die Lerninhalte und die methodisch/didaktische Wissensvermittlung.
9. Verschönerung der Stadt
ÖPNV
Vergleicht man den öffentlichen Nahverkehr mit anderen Kommunen, dann fällt auf, dass die
U-Bahnen und Busse in einem sehr schlechten Zustand sind. Aufgrund von Vandalismus sind
viele Fenster und Sitze beschädigt.
Um die ÖPNV-Nutzung attraktiver zu gestalten, sollten Schülertickets preisgünstiger werden.
Schulen
Die Schulen befinden sich zum Teil in einem sehr renovierungsbedürftigen Zustand und sind
nicht mehr zeitgemäß.Seite 8 von 14
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Neben der Renovierung von Toilettenanlagen könnte man die Schulen begrünen.
Arbeitsgemeinschaften könnten dazu beitragen, dass sich die Schülerinnen und Schüler mehr
für den Erhalt von Schulgebäuden einsetzen.
Öffentliche Gebäude
Öffentliche Gebäude sollte man stärker pflegen. So befindet sich das Bonner Stadthaus seit
Jahren in einem sehr desolaten Zustand.
E-Autos
E-Autos werden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren in naher Zukunft ablösen. Dennoch gibt
es immer noch viel zu wenige Ladestationen in Bonn.
Damit die Nutzung von E-Autos attraktiver wird, sollten Parkplätze für E-Autos grundsätzlich
kostenfrei sein.
Grünflächen und Beete
In Bonn gibt es immer noch viel zu wenige Grünflächen. Es sollten „essbare“ Grünflächen mit
Gemüse und Kräutern angelegt werden.
Auch müssten verstärkt Insekten in den Fokus genommen werden. Wildblumen, Bienenhotels
und Blühstreifen an Straßen wären weitere wichtige Maßnahmen, um die Stadt
umweltfreundlicher zu gestalten.
Auch müssten in Parkanlagen noch mehr Nistkästen angebracht werden, um die heimischen
Vogelarten zu schützen.
Das Anlegen von Steinbeeten im Sinne von Steinwüsten müsste untersagt werden.
Betonflächen sollten mit Moos oder Sträuchern bepflanzt werden.
Im Bonner Stadtgebiet fehlen Bänke. Hier müsste die Stadt nachrüsten, um den Erholungswert
insbesondere in Parkanlagen zu steigern.
Wald
Derzeit befindet sich der Bonner Wald in einem sehr schlechten Zustand. Tonnenweise
Totholz verbleibt derzeit in den Wäldern und verhindert, dass sich neue Sämlinge ausbreiten
können. Monokulturen fördern das Ausbreiten von Krankheiten.
Nur schleppend schreitet die Wiederaufforstung voran.
Nach Meinung der Jugendlichen ist es deshalb umso wichtiger, die noch bestehenden
gesunden Grünflächen zu schützen und nicht weiter abzuholzen bzw. durch weitere
Baumaßnahmen zu verdrängen. Das gesamte Stadtgebiet müsste dauerhaft nachhaltig
beforstet werden, insbesondere mit Baumarten, die trockene Jahreszeiten überstehen
können.Seite 9 von 14
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Müll
Derzeit gibt es in Bonn zu wenige Müllbehälter. Zu viel Müll würde sich nach Meinung der
Teilnehmenden regelmäßig neben den Abfalleimern stapeln. Hier müsste ein neues
Müllentsorgungskonzept entwickelt werden, das nicht nur eine Überlastung der Müllbehälter
anzeigt, sondern auch Vögel davon abhält, die Behältnisse zu leeren.
Die Stadt sollte ferner dafür sorgen, dass nur noch recycelbare Waren, wie Taschen oder
Flaschen verwendet werden.
Auch müsste auf Plastik Pfand erhoben werden, damit entsprechende Behältnisse nicht
einfach weggeworfen werden.
Weitere Müllaufräumprojekte (z.B. „Bonn Picobello“) könnten dafür sorgen, dass die
Bürgerinnen und Bürger ein neues und zugleich nachhaltiges Bewusstsein für ihre Stadt
entwickeln. Dafür müsste die Stadt deutlicher werben.
Einzelhandel
Die Jugendlichen sprachen sich für mehr Vielfalt des Bonner Einzelhandels aus. Es müssten
Voraussetzungen geschaffen und festgeschrieben werden, die vorgeben, wie
Einzelhandelsflächen zukünftig vergeben werden.
Dazu sollten die Bonner Bürgerinnen und Bürger befragt werden. Dies ist nach Ansicht der
Jugendlichen eine wichtige Voraussetzung, um einer drohenden Verweisung der Bonner
Innenstadt entgegenzuwirken.
Auch könnten die Bürgerinnen und Bürger bei der Gestaltung der Bonner Innenstadt
turnusmäßig eingebunden werden, damit eine Identifikation mit der eigenen Stadt erfolgen
kann.
Graffitis
Immer mehr Graffitis prägen das Bonner Stadtbild.
Hier müssten Gelder in die Hand genommen werden, um die Graffiti-Schmierereien zeitnah
zu entfernen. Auch sollten Graffitischutzmaßnahmen getroffen werden.
Schön gestaltete und damit künstlerisch wertvolle Graffitis müssten aber in Bonn mehr Raum
erhalten. Auflagen und Konzepte müssten dafür sorgen, dass nur noch „attraktive“ und vor
allem geplante und angemeldete Graffitis zugelassen werden.
10. Wahlen unter 18 Jahre
Nach Auffassung der Teilnehmende sollten Jugendliche generell ab 16 Jahren wählen dürfen.
Bürgerentscheide sollten Jugendlichen bereits ab 14 Jahren die Möglichkeit geben,
mitzuentscheiden. Insbesondere wenn es um Jugendinteressen geht, werden jungeSeite 10 von 14
10
Menschen bei dieser Form der Willensäußerung nicht berücksichtigt. Hier besteht ein starkes
Ungleichgewicht zwischen Jung und Alt.
11. Aufklärung im Bereich der Digitalisierung
Schülerinnen und Schüler sollten flächendeckend mit Laptops ausgestattet sein. Vielen
Schülerinnen und Schülern würde immer noch eine adäquate Unterstützung im
Homeschooling fehlen.
Viele Schulen verfügen noch nicht über eine ausreichende WLAN-Infrastruktur. Dieser Zustand
sollte zeitnah behoben werden.
12. Aufklärung über Alltagsrassismus
Noch immer sind junge Menschen mit Migrationshintergrund Alltagsrassismus ausgesetzt. Es
müssten gemeinsam mit Expertinnen und Experten unter dem Stichwort „Rassismus-
Prävention“ Konzepte erarbeitet werden, die diesen Zuständen entgegenwirken.
Die Jugendlichen schlagen hierzu offene Dialogformate, Begegnungen mit Betroffenen und
Experten/-innen-Treffen an Schulen vor.
Schüler/-innen können zu Mentoren ausgebildet werden und sich mit anderen Schülerinnen
und Schülern über das Thema austauschen.
13. Ausbau des ÖPNV
Die Jugendlichen kritisierten die viel zu vollen Busse zu Stoßzeiten. Insbesondere in diesen
Zeiten sollten weitere Busse eingesetzt werden.
Viele Busse sind unpünktlich oder fallen regelmäßig aus.
Die Ticketpreise sind zu hoch und müssten gesenkt werden.
E-Scooter würden derzeit keine Alternative darstellen, da ihre Lebensdauer zu gering sei.
Außerdem würden sie das Stadtbild verschandeln. Einige davon würden in Seen und Flüssen
aufgefunden. Eine Alternative hierzu wären kostenlose Leihfahrräder, die Schülerinnen und
Schüler mit einem gültigen ÖPNV-Ticket kostenlos nutzen könnten.
Man war sich einig, dass die Stadt verstärkt in Wasserstoff betriebene Busse investieren
müsse.
Auch müssten Jahrestickets verstärkt angeboten und beworben werden. So könnte jeder
ÖPNV-Nutzer uneingeschränkt Bus und Bahn fahren.Seite 11 von 14
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14. Jährliche Befragung von Jugendlichen
Mindestens einmal im Jahr sollten Jugendliche zu unterschiedlichsten Themen befragt
werden. Jugendliche sollten darüber hinaus aber die Möglichkeit einer dauerhaften
Beteiligung erhalten. Auch wären Umfragen an Schulen sinnvoll.
Eine Beteiligungs-App könnte Online-Befragungen unterstützen. Diese sollte attraktiv
gestaltet sein, damit Jugendliche sich diese App auf ihrem Handy auch installieren.
15. Nutzung von Schwimm- und Freibädern
Renovierungsarbeiten sollten nachhaltig sein und insgesamt weniger Zeit in Anspruch
nehmen. Lange Schließungszeiten in den Sommermonaten seien kaum hinnehmbar. Es macht
nach Meinung der Teilnehmenden wenig Sinn neue Bäder zu bauen, bevor die Renovierung
von maroden Schwimmbädern abgeschlossen ist. Darüber hinaus sollte sichergestellt werden,
dass Renovierungsarbeiten eine Zunahme der Attraktivität innerhalb der Bäderlandschaft
erzielen.
16. Erstellung einer App
Damit Jugendbefragungen einfacher und funktionaler durchgeführt werden können, ist die
Verbindung einer App mit einer kommunalen Webseite von Vorteil.
Über Push-Nachrichten könnten die Jugendlichen informiert werden, wenn neue Umfragen
oder Beteiligungen anstünden.
17. Podiumsdiskussion mit Politiker/-innen
Schülerinnen und Schüler können sehr viel lernen, wenn kommunalpolitische Vertreter/-
innen Schulen besuchen, um sich mit den Jugendlichen über aktuelle politische Fragen
auszutauschen. Dazu schlugen die Teilnehmenden regelmäßige schulübergreifende
Diskussionsforen vor.
18. Internationaler Jugendaustausch von und mit Jugendlichen
Über eine Bonner Webseite könnte man eine internationale Jugendseite einrichten. Hier
sollten internationale Veranstaltungen gebündelt werden.
Integrationspaten könnten dort ihre Unterstützung anbieten, damit es junge Menschen mit
Migrationshintergrund leichter haben, sich zu integrieren und die Stadt kennenzulernen.
Darüber hinaus könnten hierüber gemeinsame Ausflüge geplant werden. Auch Lernangebote,
wie Sprachkurse könnten auf dieser Webseite aufgelistet werden.Seite 12 von 14
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Ferner würde eine internationale Jugendseite dazu führen, Vorurteile abzubauen und
interkulturelle Hürden zu überwinden.
Auch das Thema „Antirassismus“ könnte hier seinen Platz finden.
19. Bildung eines Forums zum Austausch zwischen Jung und Alt
Um Generationenkonflikte zu überwinden, sollten junge und ältere Menschen mehr
Möglichkeiten des Austausches erhalten.
So könnten regelmäßige Diskussionsforen dazu beitragen Vorurteile abzubauen und
voneinander zu lernen.
20. Jugendbeteiligung durch Kunst
Jugendliche haben das Bedürfnis, sich auszudrücken. Kunstaktionen könnten dazu beitragen,
die Meinungen und Gefühle der jungen Generationen in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu
rücken.Seite 13 von 14
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Auswertung des Jungendbeteiligungs-BarcampsSeite 14 von 14

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Datenstand: 02.11.2026, 18:27 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de