210966-03 · Beschlussvorlage
Umgestaltung der Friedrich-Breuer-Straße
Kerndaten
- Nummer
- 210966-03
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 27.03.2024
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Empfehlung
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Empfehlung
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Beschlussvorlage öffentlich 210966-03 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Umgestaltung der Friedrich-Breuer-Straße Beratungsfolge Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 10.04.2024 Empfehlung Bezirksvertretung Beuel Empfehlung Ausschuss für Mobilität und Verkehr 17.04.2024 Empfehlung Rat 18.04.2024 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Die Verwaltung wird beauftragt, die Planung zur Umgestaltung der Friedrich-Breuer-Straße auf Basis der von der Verwaltung vorgeschla- genen Vorzugsvariante (Variante 1) fortzuführen. Im nächsten Schritt soll eine Vorplanung erstellt werden. 2. Davon unabhängig soll die Einführung einer Tempo-20-Zone (verkehrs- beruhigter Geschäftsbereich) auf der Friedrich-Breuer-Straße zwischen Konrad-Adenauer-Platz und Doktor-Weis-Platz geprüft werden. 3. Für den Zeitraum bis zu einer kompletten Neugestaltung der Friedrich- Breuer-Straße sollen mittelfristig (innerhalb der kommenden 2-3 Jahre) vereinzelt Parkplätze entfallen und eine Umnutzung gemäß den Zielen des ursprünglichen Antrags erfolgen. Begründung Die Bezirksvertretung Beuel hat am 22.06.2021 die Umgestaltung der Friedrich- Breuer-Straße beschlossen (DS 210966). Neben der Erstellung entsprechender Planungsvarianten sollte eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Gewerbetreibenden erfolgen. Ergebnisse der Bürgerbeteiligung: Das Bürgerbeteiligungsverfahren wurde im Herbst 2022 gestartet und bestand aus mehreren Veranstaltungen und Beteiligungsformaten. Das Verfahren selbst war in zwei Phasen unterteilt. In der Visionsphase wurden erste Stoßrichtungen, Wünsche und Forderungen an eine Umgestaltung identifiziert. Anschließend wurden die Ergebnisse in erste Entwurfsskizzen übersetzt.Seite 1 von 41 Seite 2 Grundsätzlich war dabei ein sehr heterogenes Meinungsbild festzustellen. Die ersten Entwurfsskizzen spiegelten diesen Umstand ebenfalls wider und können wie folgt zusammengefasst werden: - Variante 1 mit Fokus auf dem Fußverkehr o U.a. kein ruhender Kfz-Verkehr o Breite Gehwege und wenig Einbauten o Entwurf mit minimalem Trennungsprinzip (z.B. ohne Bordsteine, aber ggf. einer Rinne) - Variante 2 mit einseitigem Park- / Multifunktionsstreifen o Kompromiss aller Rückmeldungen aus dem bisherigen Prozess o Ruhender Kfz-Verkehr einseitig berücksichtigt, daher o asymmetrischer Entwurf o Entwurf mit minimalem Trennungsprinzip (z.B. ohne Bordsteine, aber ggf. einer Rinne) - Variante 3 mit Fokus auf den Status Quo o Geringfügige Anpassungen gegenüber dem Bestand o Weiterhin beidseitig ruhender Kfz-Verkehr o Vereinzelt Umnutzung von Parkplätzen z.B. für Fahrradabstellanlagen Diese drei Varianten wurden in der zweiten Phase der Beteiligung zur Diskussion gestellt und im Rahmen einer Planungswerkstatt konkretisiert. Zum Abschluss dieser Phase wurden die Entwürfe noch einmal im Rahmen einer Onlinebeteiligung diskutiert und kommentiert. Nach der umfangreichen Beteiligung wurden die Entwürfe auf Basis der vielfältigen Rückmeldungen konkretisiert und ausgearbeitet. Eine Zusammenfassung des Beteiligungsprozesses ist in Anlage 1 zu finden. Vorstellung der Planungsvarianten Variante 1: In der ersten Variante liegt der Fokus auf der Verbesserung für die Verhältnisse im Fußverkehr (vgl. Lageplan V1). Grundsätzlich ist in dieser Variante daher das Ziel, die Seitenbereiche für Fußgänger*innen nutzbar zu machen und alle störenden Elemente (ruhender Kfz-Verkehr, unnötige Einbauten wie Poller, etc.) auf ein Minimum zu reduzieren. Die GehwegeSeite 2 von 41 Seite 3 werden auf beiden Straßenseiten gleichbreit geplant und die Fahrbahn wird mit 7 m bemessen. Zum einen soll damit gewährleistet werden, dass auch der Radverkehr noch ausreichend Platz zum Befahren hat und zum anderen, dass ausreichend Abstand zwischen Straßenbahn und Seitenbereichen besteht. Der zweite Punkt ist insbesondere im Hinblick auf die nicht mehr benötigten Poller zu bewerten. Darüber hinaus soll der Übergang zwischen Seitenbereichen und Verkehrsfläche mit einer nur weichen Trennung (z.B. Rinne) erfolgen, sodass stets ein barrierefreier Wechsel der Straßenseiten möglich wird. Neben ausreichend Platz für den Fußverkehr sind in dieser Variante punktuell Fahrradabstellanlagen, Sitzmöbel, Baumbeete sowie Außengastronomie denkbar. Die Entwürfe zeigen dabei grundsätzlich einen Gestaltungsvorschlag, der in der weiteren Planung im Detail konkretisiert werden kann (z.B. exakte Standorte für Sitzmöbel, Fahrradständer, etc.). Die Haltestelle Rathaus wird beidseits barrierefrei geplant. In Abstimmung mit der Behindertengemeinschaft sollen die Haltestellen mit einem Geländer zum angrenzenden Fußweg geplant werden. Das Geländer soll so gestaltet werden, dass keine Fahrräder daran angeschlossen werden können (z.B. mittels Glaselementen). Die Kosten für Variante 1 werden nach aktuellem Stand auf rund 3,99 Mio. € geschätzt. Zudem ist aufgrund der notwendigen Gleisverschiebung ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen. Variante 2: Eine Haupterkenntnis aus dem Beteiligungsprozess ist das sehr heterogene Meinungsbild hinsichtlich der zukünftigen Gestaltung der Friedrich- Breuer-Straße (vgl. Lageplan V2). Die zweite Variante versucht daher den größtmöglichen Kompromiss aller Eingebungen aus dem Prozess zu erreichen. Die Fahrbahn ist ebenfalls mit 7 m bemessen, um ausreichend Sicherheitsabstand zwischen Bahn und Seitenbereich zu gewährleisten (insbesondere Abstand zum ruhenden Kfz-Verkehr). Grundsätzlich sollen dabei die Verhältnisse im Fußverkehr ebenfalls verbessert werden (z.B. durch Reduktion nicht notwendiger Einbauten oder der weichen Trennung der Seitenbereiche von der Fahrbahn). Hinzu kommt in dieser Variante, dass weiterhin ruhender Kfz-Verkehr (einseitig) zugelassen wird. Daraus ergibt sich ein asymmetrischer Entwurf, der einen breiten Seitenstreifen mit Gehweg und Multifunktionsstreifen im Süden sowie einem reinen Gehweg im Norden vorsieht. Es ist aber auch denkbar, dass der Multifunktionsstreifen im Norden und der reine Gehweg im Süden der Straße geplant wird. Hier können die Erkenntnisse aus der temporär geänderten Verkehrsführung (siehe auch Verkehrskonzept, unten) aufzeigen, welcher Entwurf sich schlussendlich besser eignet. Der Multifunktionsstreifen ist grundsätzlich dazu da, ruhenden Kfz- Verkehr aufzunehmen und in regelmäßigen Abständen Ladezonen anzubieten. Weiterhin sind Radabstellanlagen, Sitzmöbel, o.ä. auf diesen Flächen denkbar. Variante 2 bietet zwar den größtmöglichen Kompromiss im Hinblick auf das Beteiligungsverfahren, weist jedoch auch Zwangspunkte auf. Im Bereich der Haltestelle Rathausstraße wird es aufgrund des geplanten barrierefreien Ausbaus zu einer Engstelle kommen. Grundsätzlich werden die Haltestellen dabei analog zu dem Vorschlag unter Variante 1 geplant (mit Geländer zum angrenzenden Gehweg). Der Gehweg wird hier entlang der Haltestelle nur 1,25m breit ausgebildet werden können. Ein alternierender Entwurf bei dem jeweils der breite Seitenbereich auf Höhe der Haltestelle geplant wird, istSeite 3 von 41 Seite 4 aufgrund des dann sehr starken Gleisverschwenks nicht zu realisieren. Darüber hinaus ist der Gehweg in Variante 2 zumindest auf einer Straßenseite schmaler gegenüber dem heutigen Bestand. Die Kosten für Variante 2 werden nach aktuellem Stand auf rund 3,92 Mio. € geschätzt. Zudem ist aufgrund der notwendigen Gleisverschiebung ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen. Variante 3: Zusätzlich zu den bereits vorgestellten Planungsvarianten wurde eine Variante ohne Gleisverschiebung betrachtet. Zum einen wurde diese Variante im Beteiligungsprozess häufiger diskutiert. Zum anderen soll vor dem Hintergrund der für Variante 1 und 2 geschätzten Kosten, eine kostengünstigere Alternative betrachtet werden. Variante 3 zeigt die heutige Straßenraumaufteilung unter Berücksichtigung der Ziele aus Variante 1 (klarer Fokus auf den Fußverkehr, kein ruhender Kfz- Verkehr, vgl. Lageplan V3). Die Problematik der heutigen Aufteilung des Straßenraums liegt in der Tatsache, dass sich damit ein barrierefreier Ausbau der Haltestelle Beuel Rathaus voraussichtlich nicht realisieren lässt. Aufgrund der aktuellen Gleislage und des geringeren Fahrbahnquerschnitts ist bei einem barrierefreien Haltestellenausbau punktuell keine Begegnung von Straßenbahn und Schwerverkehr (auch Bus) möglich. In dieser Variante müsste daher entweder auf den barrierefreien Ausbau der Haltestelle Rathaus verzichtet werden oder es müsste für die Busse eine Warteposition für den Begegnungsfall Straßenbahn / Bus eingerichtet werden. Es ist zu erwarten, dass dieser Fall aufgrund er hohen Frequenz des ÖPNV auf der Friedrich- Breuer-Straße häufiger eintreten wird. Die SWB stehen dieser Regelung daher äußerst kritisch gegenüber und befürworten diese nicht. Die Kosten für die Variante 3 werden nach aktuellem Stand auf rund 2,6 Mio. € geschätzt. Verkehrskonzept und Projekt Stadtterrassen Ergänzend zu den in dieser Vorlage genannten Maßnahme soll zeitnah eine temporäre Änderung der Verkehrsführung auf der Friedrich-Breuer-Straße erfolgen. Darüber hinaus strebt die Verwaltung an das Projekt Stadtterrassen für den Zeitraum Juni/Juli 2024 auf der Friedrich-Breuer-Straße umzusetzen. Einzelheiten zu diesem Vorhaben können der DS 210966-04 entnommen werden. Der Erkenntnisse dieser beiden Bausteine sollen mittel- bis langfristig in die Gestaltung der Friedrich-Breuer-Straße einfließen. Darüber hinaus soll die Einführung einer Tempo-20-Zone auf dem Abschnitt der Friedrich-Breuer-Straße zwischen Konrad-Adenauer-Platz und Doktor-Weis- Platz geprüft werden. Dieser Punkt sowie die in den Varianten 1 + 2 notwendige Gleisverschiebung haben stadtweite Auswirkungen insbesondere auf den schienengebundenen ÖPNV. Aus diesem Grund liegt die Beschlusskompetenz beim Rat.Seite 4 von 41 Seite 5 Fördermöglichkeiten Im Rahmen der Variantenerstellung wurden verschiedene Förderprogramme hinsichtlich Ihrer Eignung für die Umgestaltung der Friedrich-Breuer-Straße betrachtet. Da die weitere Planung noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur eine vorläufige Einschätzung möglich. Insbesondere die sich stets verändernde Förderkulisse trägt dazu bei, dass hier nur ein Sachstand mitgeteilt werden kann. Für die Umgestaltung der Friedrich- Breuer-Straße kommen nach jetzigem Stand z.B. die FöRi-Nah, oder auch die Städtebauförderrichtlinie NRW infrage. Es ist vorgesehen Mittel für die Planung für den nächsten Doppelhaushalt nachzumelden. Zusammenfassung Die Friedrich-Breuer-Straße ist die zentrale Einkaufsstraße für den Ortsteil Bonn-Beuel. Mit ihrer hohen Nutzungsmischung kommt ihr eine zentrale Bedeutung für Beuel zu. Bereits im ursprünglichen Antrag wird dabei deutlich, dass die Vielzahl an Ansprüchen aufgrund des begrenzten Straßenquerschnitts kaum parallel Berücksichtigung finden kann. Unter breiter Beteiligung aller relevanten Akteure wurden verschiedene Varianten betrachtet und diskutiert. Unter Berücksichtigung der Beteiligungsergebnisse sowie der Inhalte des Ursprungsantrags empfiehlt die Verwaltung den Beschluss von Variante 1 als Vorzugsvariante. Zwar weist diese Variante die voraussichtlich höchsten Kosten auf, stellt aber dennoch das bestmögliche Ergebnis dar. Es handelt sich um eine Planung für die kommenden Jahrzehnte, welche einen klaren Fokus auf der Gestaltungsvielfalt der Seitenbereiche legt. Darüber hinaus ist eine Umsetzung der Vorzugsvariante u.a. aufgrund des notwendigen Planfeststellungsverfahrens nicht zeitnah geplant. Darüber ist die weitere Planung auch von den personellen Kapazitäten in der Verwaltung abhängig. Für den Zwischenzeitraum hat die Verwaltung entsprechende Vorschläge gemacht, die einen weichen Übergang zwischen dem heutigen Bestand und der zukünftigen Gestaltung der Friedrich-Breuer-Straße ermöglichen. Nicht zuletzt findet damit ein zentraler Punkt des Beteiligungsprozesses nach einer schrittweisen Umsetzung Berücksichtigung. Wegen der stadtweiten Auswirkungen auf den schienengebundenen ÖPNV liegt die Beschlusskompetenz beim Rat. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.12 Verkehrsflächen und 1.12.01 GemeindestraßenSeite 5 von 41 Seite 6 -anlagen, ÖPNV Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen 200.000€ 5660812013172/ 785200 Nachmeldung Doppelhaushalt 2025/2026 Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich Anlage/n 1 Abschlussbericht BBT Friedrich-Breuer-Straße (öffentlich) 2 Lageplan_V1 (öffentlich) 3 Lageplan_V2 (öffentlich) 4 Lageplan_V3 (öffentlich) 5 Kostenschätzung_V1 (öffentlich) 6 Kostenschätzung_V2 (öffentlich)Seite 6 von 41 Umgestaltung der Friedrich-Breuer-Straße Dokumentation der Entwurfsphase August 2023 Oliver Märker Katharina Schlünder Lea Richter Zebralog GmbH Niederlassung Bonn Adenauerallee 15 53111 Bonn www.zebralog.de info@zebralog.deSeite 7 von 41 Inhalt 1 Bürger*innenbeteiligung 3 2 Visionsphase – Ein kurzer Rückblick 4 3 Entwurfsphase 5 4 Ergebnisse der Entwurfsphase 8 5 Impressionen der Entwurfsphase 16 6 Anhang 17Seite 8 von 41 3 1 Bürger*innenbeteiligung Seit Herbst 2022 fand in Beuel eine umfangreiche Bürger*innenbeteiligung zur Umgestal- tung der Friedrich-Breuer-Straße statt. Das Hauptziel dieser Beteiligung war es, Ideen und Wünsche der Bürger*innen einzuholen und wichtige Hinweise sowie Anregungen zu den ersten Entwürfen zu erhalten. Der Beteiligungsprozess wurde in zwei Phasen untergliedert. In der Visionsphase wurden möglichst viele Ideen gesammelt, um eine Vielfalt an Perspektiven einzufangen und Visio- nen zu entwickeln. In diesem Rahmen wurde ein Gewerbeforum, eine aufsuchende Beteili- gung, einen Online-Dialog und eine Visionswerkstatt durchgeführt. In der Entwurfsphase wurden verschiedene Gestaltungsvorschläge skizziert und getestet. Es fanden Diskussionen zu den Entwürfen statt, bei denen die Ideen aus der Visionsphase geprüft und ggf. eingearbeitet wurden. Die Entwurfsphase wurde durch eine Planungs- werkstatt und ein zweites Gewerbeforum begleitet. In der dritten Phase werden die Entwürfe im Anschluss finalisiert.Seite 9 von 41 4 2 Visionsphase – Ein kurzer Rückblick Die sogenannte Visionsphase fand zwischen November 2022 und Januar 2023 statt. In die- sem Zeitraum wurden die Ideen der Bürger*innen und wichtiger Stakeholder eingesam- melt. Aus den Ergebnissen wurden verschiedene Szenarien für die Friedrich-Breuer-Straße abgeleitet, die in erste Entwürfe übersetzt wurden. Die Ergebnisse der Visionsphase und die Beschreibung der durchgeführten Formate sind in den jeweiligen Abschlussberichten festgehalten. Folgende Formate wurden durchgeführt: • Aufsuchende Beteiligung auf dem Marktplatz • Visionswerkstatt mit Spaziergängen, Kunst-Atelier und Thementischen • Online-Dialog (1) • Gewerbeforum (1) • Postkartenumfrage Fotos: © Jörg Farys / Die ProjektorenSeite 10 von 41 5 3 Entwurfsphase Die Entwurfsphase startete Ende Januar 2023 mit der Erarbeitung verschiedener Ent- würfe auf Grundlage der Ergebnisse aus der Visionsphase. Es entstanden vier Entwürfe, die verschiedene Stoßrichtungen abbilden. Die Entwürfe wurden bei einem Gewerbefo- rum am 05.05.2023 und in einer Planungswerkstatt mit Bürger*innen am 06.05.2023 vor- gestellt. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, die Pläne ausführlich zu bewerten und zu kommentieren. Die Entwürfe, die vorgestellt wurden, unterschieden sich vor allem hinsichtlich ihrer ver- kehrlichen Nutzung: Entwurf 1a: Diese Entwurfsskizze fokussiert sich auf den Fußverkehr. Er beinhaltet eine deutliche Verbreiterung der Gehwege und die Umwidmung der Parkplätze. Der motorisierte Individualverkehr (MIV) wird aus der Straße herausgenommen, der öf- fentliche Nahverkehr (ÖPNV) mit Straßenbahn und Bus bleibt bestehen. Entwurf 1b: Es wird vorgeschlagen, die Schienen zu verlegen und einen Grünstreifen oder eine Baumreihe in der Mitte der Straße zu errichten. Der MIV wird aus der Straße herausgenommen, der ÖPNV mit Straßenbahn und Bus bleibt bestehen. Entwurf 2: Der zweite Entwurf beinhaltet eine verkehrsberuhigte Straße, die den ÖPNV integriert. Der MIV wird eingeschränkt. Entwurf 3: Dieser Entwurf sieht vor, den aktuellen Bestand mit kleinen Veränderun- gen und Verbesserungen beizubehalten. Es gibt keine Reduzierung des MIV. Die Entwurfspläne wurden gedruckt auf Weichschaumplatten aufbereitet. Die Teilnehmen- den konnten so entlang verschiedener Dialogfragen Pins mit ihren verschriftlichten Anmer- kungen in den jeweiligen Plan stecken: Dialogfragen • „Stellen Sie sich vor, Sie möchten in Zukunft auf der Friedrich-Breuer-Straße ...“ o … mit dem Auto fahren? o … die Straßenbahn oder den Bus nutzen? o ...mit dem Fahrrad oder E-Roller fahren? o … zu Fuß die Straße queren? o … verweilen oder bummeln? • Welche Chancen und Risiken sehen Sie, wenn diese Variante umgesetzt wird? Feedback an den Plänen und Pinnwänden • Rückmeldungen zum Entwurf nach Stärken (grün), Schwächen (rot), Neut- ral (gelb)Seite 11 von 41 6 • Allgemeine Fragen, Anregungen, Ideen und Wünsche Verschiedene maßstabsgetreue Elemente/“Puzzleteile“ (z.B. Radstellplätze, Ladezone, Auto, Baumscheibe etc.) konnten außerdem zur Veranschaulichung auf den Plänen verschoben werden. Veranstaltungsabläufe • Gewerbeforum, Freitag, 05.05.2023; 19.00 – 21.00 Uhr 19:00 Uhr Begrüßung 19:10 Uhr Inhaltlicher Einstieg: Ausgangssituation und Beteiligungsprozess 19:20 Uhr Entwürfe zur Friedrich-Breuer-Straße 19:30 Uhr Erläuterung der Methode und Rundgang zu den Entwürfen 19:45 Uhr Kartendialog und Austausch 20:45 Uhr Ausblick 21:00 Uhr Ende der Veranstaltung • Planungswerkstatt, Samstag, 06.05.2023; 10.00 – 12.30 Uhr und 13.30 – 16.00 Uhr Die Planungswerkstatt fand in zwei identischen Durchgängen statt. Insgesamt nahmen rund 100 Personen teil, die zum großen Teil durch ein Zufallsverfahren eingeladen wurden. Außerdem waren Vertreter*innen verschiedener Verbände und Gewerbetreibende aus Beuel vor Ort. Durchgang 1/2: 10:00 Uhr Begrüßung durch die Moderation und Bezirksbürgermeister Guido Pfeiffer 10:10 Uhr Inhaltlicher Einstieg: Ausgangssituation und Beteiligungsprozess 10:30 Uhr Input durch Fachplanung: Entwürfe zur Friedrich-Breuer-Straße 10:45 Uhr Kartendialog an den Entwürfen 12:00 Uhr Blitzlichtrunde: Kurzvorstellung der Ergebnisse 12:30 Uhr Ende der VeranstaltungSeite 12 von 41 7 Foto: Zebralog Im Anschluss an die beiden Veranstaltungen wurden die Pläne auf Basis der Rückmel- dungen angepasst. Änderungen und Hinweise der Bürger*innen wurden eingearbeitet. Zwei Entwürfe, die unterschiedliche Schwerpunkte hinsichtlich der MIV-Nutzung zeigen, wurden in einem zweiten Online-Dialog vom 13.06. bis 02.07.2023 zur Diskussion gestellt.Seite 13 von 41 8 4 Ergebnisse der Entwurfsphase Ergebnisse des 2. Gewerbeforums und der Planungswerkstatt Die Anmerkungen der Beueler*innen waren – wie auch in der ersten Beteiligungsphase – vielfältig. Ebenso das Feedback der Gewerbetreibenden, das schon wie im ersten Gewerbe- forum von einem Wunsch nach Fußgängerzone bis zum Wunsch nach keiner Veränderung reichte. Neben vielen wichtigen individuellen Hinweisen zeichnete sich das Bild ab, dass Veränderung auf jeden Fall gewünscht ist – in einem gewissen Rahmen und unter Berück- sichtigung einiger Bedürfnisse. Solche Bedürfnisse betrafen zum Beispiel die Erreichbarkeit des Ärztehauses, aber auch die Intensität eines Umbaus. Da die Straßenbahnschienen in der Friedrich-Breuer-Straße in einigen Jahren saniert und erneuert werden müssen, ergibt sich langfristig eine Gelegenheit im Zuge einer anderen notwendigen Baumaßnahme, Veränderungen zur Neugestaltung anzugehen. Für viele Teil- nehmenden der Planungswerkstatt klang dies nach einem gangbaren Weg: Kurzfristig kleine Maßnahmen umzusetzen und zu evaluieren und größere Umgestaltungen in der Zu- kunft anzugehen. Die Entwürfe 1a und 2 erhielten die meiste Zustimmung unter den Teilnehmenden. Ein- zelne Elemente in den Plänen wurden diskutiert und als Schwächen oder Stärken bewertet. Die Entwürfe wurden dahingehend überarbeitet und in einem Online-Dialog abermals zur Diskussion gestellt. Die Ergebnisse der Planungswerkstatt sind im Anhang dargelegt.Seite 14 von 41 9 Fotos: Zebralog Zusammenfassung der Rückmeldungen zu den Entwürfen 1. Entwurf 1a: Fokus auf Fußverkehr Dieser Teil beinhaltet eine deutliche Verbreiterung der Gehwege und die Umwid- mung der Parkplätze. Am wichtigsten war den Bürger*innen in diesem Entwurf, dass es mehr Platz für Aufenthalt und Angebote für alle gibt (7 Nennungen). Außerdem wurde fünfmal darauf hingewiesen, dass der Radverkehr in diesem Entwurf eine „Fußgänger*innenzone“ beeinträchtigen könnte, eingeschlossen der Abstellplätze für Räder. Eine Barrierefreiheit der Gehwege wurde begrüßt. Hinweise kamen außerdem zum MIV-Verbot in diesem Entwurf. Den Bür- ger*innen ist es wichtig, dass das Ärztehaus weiterhin erreichbar ist und Laden und Liefern garantiert wird. Als problematisch wurde angesehen, dass der MIV- und ggf. Busverkehr in den umliegenden Straßen stark ansteigen könnte. Kommentar: Der Entwurf „Fokus auf Fußverkehr“ war den Bürger*innen zwar grundsätz- lich sympathisch als optische Aufwertung und Aufwertung der Lebensqualität. Viele Bür- ger*innen sahen aber Konfliktpotential in der Umsetzung und konnten sich kurzfristig keine intensiven Änderungen vorstellen. Denkbar wären zeitlich begrenzte Zufahrt für MIV oder nur auf einem Teil der Straße. 2. Entwurf 1b: Fokus auf Fußverkehr – Bäume mittig In diesem Teil wird vorgeschlagen, die Schienen zu verlegen und einen Grünstrei- fen oder eine Baumreihe in der Mitte der Straße zu errichten. Dieser Entwurf stand aufgrund seiner deutlichen Veränderungen zum Ist-Zustand beson- ders in der Kritik. Die Steigerung der Aufenthaltsqualität wurde zwar von einigenSeite 15 von 41 10 Bürger*innen befürwortet, insgesamt wurde die Teilung der Straße durch eine Baumreihe jedoch deutlich kritisiert. Die Kritik bezog sich unter anderem darauf, dass die Straße nur noch an wenigen Stellen zu queren ist, dass alte Bäume erst gefällt und neue gepflanzt werden, die Kosten für die Bewirtschaftung sehr hoch eingeschätzt wurden und es für Fuß- gehende gar keinen ausreichenden Sonnenschutz auf den Gehwegen gäbe. Für die Einrich- tung eines Mittelstreifens würden außerdem wieder Flächen für die Gehwege wegfallen. Kommentar: Die größten Bedenken äußerten die Gewerbetreibenden, aber auch viele Bürger*innen standen diesem Entwurf sehr kritisch gegenüber. 3. Entwurf 2: Der zweite Entwurf beinhaltet eine verkehrsberuhigte Straße, die den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) integriert. Der MIV wird eingeschränkt. Bei diesem Entwurf gab es auffallend viele Kommentare und Ideen für mehr Begrünung in der Straße. Eine Verkehrsreduzierung war für die Teilnehmenden vorstellbar, wenn gleich- ermaßen Parkplätze für bestimmte Gruppen gesichert werden (Behindertenparkplätze, Parkplätze für Patient*innen, etc.). Die Teilnehmenden wünschen sich auch hier mehr Platz für Fußgehende und mehr Sicherheit für Radfahrende. Kommentar: Insgesamt erhielt dieser Entwurf deutlich mehr Zustimmung als die beiden Entwürfe, die keinen MIV in der Straße vorsehen. Trotzdem gab es auch hier Stimmen, die den MIV gerne so stark wie möglich reduzieren würden. Der Entwurf war für viele Teilneh- mende ein guter Kompromiss, weil er mit deutlich weniger Umbaumaßnahmen einhergeht als die beiden Entwürfe 1a und 1b. Die Sorge vor jahrelangen Baustellen, sehr hohen Bau- kosten und starken Veränderungen des Straßenbildes wurde von beinahe allen Teilneh- menden angesprochen. Entwurf 3: Dieser Entwurf sieht vor, den aktuellen Bestand mit kleinen Veränderun- gen und Verbesserungen beizubehalten. Es gibt keine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV). Dieser Entwurf wurde von vielen Teilnehmenden abgelehnt, weil es für Fußgehende und Radfahrende und auch hinsichtlich der Barrierefreiheit keinerlei Verbesserung gibt. Die meisten Teilnehmenden wünschen sich mehr Platz für Aufenthalt und Fuß-/Rollstuhlver- kehr, insbesondere im Bereich der Haltestelle Rathausstraße. Man wünschte sich außer- dem eine optische Aufwertung durch Bepflanzungen und Gestaltung des Dr.-Weiß-Platzes. Es wurde außerdem auf Gefahren an Übergängen, durch Autos und durch Schienen hinge- wiesen. Es fehlten Parkplätze für Lastenräder, E-Roller und Kurzparkende. Kommentar: Eine Neugestaltung, die zwar den Bestand verbessert, aber in so geringem Maße, dass es kaum Veränderungen zum Status quo gibt, wurde von vielen Teilnehmen- den kritisiert. Vor allem bemängelten die Teilnehmenden die engen Gehwege und den Mangel an Aufenthaltsgelegenheiten. Es wurde sich (wie in allen Entwürfen) mehr Begrü- nung in der Straße gewünscht. Es war für die Teilnehmenden denkbar, den MIV auf Schritt- geschwindigkeit zu drosseln.Seite 16 von 41 11 Ergebnisse des 2. Online Dialogs Auf Basis der Rückmeldungen der Teilnehmenden des Gewerbeforums und der Planungs- werkstatt wurden die vier Entwürfe überarbeitet und zu zwei Entwürfen verdichtet. Die Idee, einen Baumstreifen in die Mitte der Straße zu verlegen, wurde nach dem Feedback der Bürger*innen verworfen. Ebenso der Vorschlag, am Status quo festzuhalten. Im zweiten Online-Dialog wurden demnach zwei Entwürfe präsentiert, die durch die Bür- ger*innen kommentiert werden konnten. Außerdem konnten die Bürger*innen folgende Kriterien nach ihrem persönlichen Stellenwert priorisieren: Aufenthalt, Begrünung, Motori- sierter Individualverkehr, Fahrradverkehr, Gehwege und ÖPNV. Die vorgestellten Entwürfe unterschieden sich wie folgt: Entwurf 1: Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich - Kfz-Verkehr ist zugelassen, aber eine zeitliche Beschränkung ist möglich z.B. in den Abendstunden. - Südseite: Platz für Kfz-Parkstände (Taxen, Kurzzeitparken o.ä.) und Flächen zum La- den & Liefern - Durch Verschiebung der Gleisanlage müssen die Bestandsbäume im Norden entfal- len. Bäume auf der Südseite erhalten mehr Platz oder werden ergänzt. - Ausreichend Fläche zum Verweilen (Bänke und Parklets), ggf. kann ein Multifunktio- naler Seitenraum eingerichtet werden (= im Sommer Aufenthalt, im Winter Parken) - Barrierefreier Haltestellenausbau - Verbreiterung der Gehwege im Vergleich zum Bestand - Radverkehr hat nur Quell- und Zielverkehr und fährt zwischen den Gleisen, Fahr- radachse in südlicher Parallelstraße - Unterbringen von Radabstellanlagen Entwurf 2: Fußgängerzone: - Kfz-Verkehr ist nicht zugelassen, ÖPNV weiterhin wie gehabt, Laden & Liefern findet entweder in den Seitenstraßen statt oder vor Geschäftsbeginn im Seitenraum - Breite Gehwege mit Aufenthaltsmöglichkeiten durch Bänke und Parklets - Barrierefreie Haltestellen - Bestandsbäume werden sinnvoll ergänzt - Radverkehr hat nur Quell- und Zielverkehr und fährt zwischen den Gleisen, Fahr- radachse in südlicher Parallelstraße - Unterbringen von RadabstellanlagenSeite 17 von 41 12 Die Ergebnisse des Online-Dialogs im Einzelnen Insgesamt wurden 52 Beiträge und 42 Kommentare zu den Entwürfen eingereicht. Eine umfangreiche Übersicht ist dem Anhang beigefügt. Allgemeines Feedback Vier Personen sind der Auffassung, dass die Straße in ihrem gegenwärtigen Zustand bereits gut genug ist und keine Veränderungen erfordert. Eine Person hebt hervor, dass der Auf- wand für mögliche Verbesserungen nicht in einem angemessenen Verhältnis zum erwarte- ten Nutzen steht. Entwurf 1, welcher die Verlagerung des Schienen- und Radverkehrs auf eine parallele Straße beinhaltet, wird von einer Person abgelehnt, da er keine Verbesse- rung zum gegenwärtigen Zustand darstelle. Zwei Personen halten den Entwurf 1 jedoch für gut. Entwurf 2 wird ebenfalls von einer Person explizit abgelehnt, während ihn elf Personen explizit für gut befinden. Aufenthaltsqualität Es wurde der Wunsch geäußert, eine Steigerung der Attraktivität durch Veranstaltungen, einen Feierabendmarkt und vielfältige Einkaufs- und Gastronomieangebote herbeizufüh- ren. Drei Personen äußerten den Wunsch nach Möglichkeiten für Außengastronomie auf dem Gehweg. Eine zusätzliche Anregung, die zum Ausdruck gebracht wurde, beinhaltet die Schaffung von ansprechenden Sitzgelegenheiten, um das Gesamtbild aufzuwerten. Konkret wünschen sich fünf Personen zusätzliche Sitzmöglichkeiten an Orten wie dem Kreuzungs- bereich Friedrich-Breuer-/Hans-Böckler-Straße, dem Rathausplatz und dem Konrad-Ade- nauer-Platz. Zwei Personen äußerten den Wunsch nach einer verbesserten Sauberkeit in der Umgebung. Weitere Anliegen von Befragten umfassen eine ruhigere Einkaufsat- mosphäre, vermehrte Aufenthaltsmöglichkeiten sowie Spielgeräte und Sandkästen für Kin- der. Ein Vorschlag besteht darin, einen Bachlauf ähnlich dem in Freiburg zu schaffen oder einen Brunnen am Doktor-Weiß-Platz zu errichten. Begrünung 14 Personen wünschen sich mehr Begrünung auf der Friedrich-Breuer-Straße, die unter an- derem Hitzeschutz garantieren soll. Dafür wird auch die Errichtung einer Wasserquelle ge- wünscht. Konkret wird als Vorschlag eine Begrünung des Rathausvorplatzes genannt sowie eine Begrünung in Form einer Allee. Drei Personen wünschen sich außerdem, dass keine Baumentnahmen durchgeführt werden sollen. MIV Einige Personen präferieren eine Fußgängerzone, während andere sich dagegen ausspre- chen, da ähnliche Maßnahmen nach Angaben der Personen bereits auf der Oberen Wil- helmstraße negative Auswirkungen hatten. Insgesamt sprechen 23 Personen für eine deutliche Reduzierung des MIV aus. Elf Personen befürworten sogar eine gänzliche Entfernung des MIV von der Straße, während sich acht Personen eine deutliche Reduzierung oder Verlagerung des MIV wünschen, möglicherweise auf Parallelstraßen. Fünf Personen betonen konkret, dass die Erreichung von Geschäften, dem Rathaus und Ärzt*innen weiterhin mit dem Auto möglich sein soll, beispielsweise durch Kurzzeitparken oder das Parken in Nebenstraßen. Man kann sagen, dass der Groß- teil der Teilnehmenden des Online-Dialog eine Einschränkung des MIV deutlich befürwor- tet.Seite 18 von 41 13 Als sonstige Wünsche in Bezug auf den MIV wird ein separater Bereich für Taxis und Liefer- fahrzeuge gewünscht sowie ein Verbot für Linksabbieger in Bezug auf die Parksituation sprechen sich sechs Personen gegen die Schaffung zusätzlicher Parkmöglichkeiten aus und befürworten stattdessen die Nutzung der bereits existierenden Parkhäuser. Darüber hin- aus äußern drei Personen den Wunsch nach attraktiver gestalteten Parkhäusern, möglich- erweise durch kostenfreies Parken. Die Meinungen über ausreichende Parkplätze in Gara- gen und Seitenstraßen sind geteilt: Zwei Personen erkennen hier einen Bedarf an Verbes- serungen und geben an, dass die Parkhäuser längst überfüllt sind. Neun Personen spre- chen sich dafür aus, Parkplätze auf der Straße gänzlich zu entfernen, um Platz für Fußgän- ger*innen anstatt Fahrzeuge zu schaffen. Eine Person erachtet die Beibehaltung der vor- handenen Parkmöglichkeiten als ein wichtiges Anliegen. Eine weitere Person äußert den Wunsch nach der Errichtung von Parkflächen hinter dem Rathaus. In Bezug auf Carsharing geben außerdem drei Personen an, dass Carsharing weiter etabliert werden sollte und da- für auch Stellplätze eingerichtet werden sollten. Rad Von fünf Personen wird der Wunsch nach sicheren Radwegen geäußert. Diese seien aktuell sehr gefährlich aufgrund von öffnenden Autotüren und Gleisen, besonders am Dr.-Weiß- Platz sowie der Siegfried-Leopold-str. Des Weiteren wünschen sich 13 Personen (über- dachte) Fahrradabstellplätze, z.B. in den Nebenstraßen, am Anfang und Ende der Straße, vor Geschäften, vor dem Kino, beim Rathaus sowie vor der Hans-Böckler-Str. Es soll auch für ausreichend Stellplätze für Lastenfahrräder gesorgt werden. Das Radfahren auf der FBS wird von zwei Personen als ungefährlicher und entspannter eingestuft als das Fahren auf der parallelen Fahrstraße. Von zwei weiteren Personen wird vor diesem Hintergrund auch gefordert, die parallele Fahrradstraße zu verbessern. Breitere Radwege mit eindeutiger Markierung werden außerdem von zwei Personen gefordert und von zwei weiteren Perso- nen die Verkehrsberuhigung inklusive des Fahrrads, als Gewinn betrachtet. Zwei Personen sprechen sich aber auch gegen eine Verkehrsberuhigung des Fahrrads aus. Zu weiteren Anmerkungen zählen, dass die Schienen auch ohne MIV gefährlich sind, dass der Durch- gangsverkehr beseitigt werden sollte und ein Fahrradparkhaus am Bahnhof Beuel einge- richtet werden könnte. Laden/Liefern Vier Personen artikulieren den Wunsch, Lieferzonen zu festen Zeiten freizugeben, z.B. nur abends und vor Geschäftsbeginn und zwei Personen betonen, dass das Laden und Liefern vor Haustüren weiterhin ermöglicht werden sollte. Als weitere Anmerkungen werden ge- nannt, dass Ladezonen wichtig sind, der Lieferverkehr aber auf die Nebenstraße auswei- chen sollte. ÖPNV Es wird angemerkt, dass ein teurer ÖPNV automatisch zu mehr Autonutzung führt. Der ÖPNV sollte nicht im Bereich der FBS stattfinden bzw. nur querend verlaufen. Als Grund da- für wird genannt, dass die Straßenbahn eine attraktive Straßengestaltung verhindert. Als eine weitere Idee wird angeführt, dass Gleise auch platzsparend verlegt werden könnten. Des Weiteren wird ein Ausbau der Barrierefreiheit an der kombinierten Bus- und Bahn-Hal- testelle Rathaus Beuel gewünscht.Seite 19 von 41 14 Zu Fuß 13 Personen wünschen sich breitere Gehwege, da sie der Auffassung sind, dass nicht ge- nug Platz auf den Gehwegen ist. Vier Personen betonen vor diesem Hintergrund, dass eine Fußgängerzone das Geschäft und die Gastronomie fördert. Barrierefreiheit der Gehwege wird in diesem Zusammenhang von zwei Personen als wichtig herausgestellt. Ein vorge- schlagener Gehweg könnte so zum Beispiel vom Kino zur Eisdiele oder Richtung Obere Wil- helmstr./Dr.-Weiß-Platz/Kreutzstr. verlaufen. Zusammenfassung Die Meinungsäußerung zeigt eine breite Vielfalt an Standpunkten bezüglich der Ent- wurfsoptionen: von der Ablehnung des aktuellen Entwurfs bis hin zur Befürwortung des zweiten Entwurfs mit Fußgängerzonen und der Betonung der Straßenqualität in ihrem ge- genwärtigen Zustand. Damit unterscheiden sich die Ergebnisse nicht wesentlich von den Befragungen der Visionsphase und der Planungswerkstatt. Die Ergebnisse der Bürger*innenbeteiligung dokumentieren das hohe Interesse der Beue- ler*innen an dem Prozess. Hinsichtlich der Ergebnisse zeichnet sich zwar kein eindeutiges Bild ab, aber eine eindeutige Tendenz: Der Wunsch nach Veränderung ist da. Am wichtigs- ten ist den Menschen eine sichere und barrierefreie Straße mit breiten Gehwegen. Auffal- lend viele Beueler*innen sprechen sich für eine deutliche Reduzierung des MIV aus – nur wenige für eine Fußgängerzone. Denkbar wären also weitere Maßnahmen zur Verkehrsre- duzierung – entweder streckenweise oder MIV nur zu bestimmten Zeiten. Die Nutzung der parallelen Fahrradstraße auf der Siegfried-Leopold-Straße als Alternative zum Radverkehr auf der Friedrich-Breuer-Straße sehen einige Teilnehmende kritisch – das Bedürfnis nach sicherem Radfahren auf breiten Wegen mit ausreichend Abstellflächen ist insgesamt groß, aber nicht zwingend auf der FBS, sofern die Bedingungen hierfür in den Nebenstraßen stimmen. Große Einigkeit herrscht bezüglich des Wunschs nach mehr Begrünung auf der Straße, ebenso nach mehr Aufenthaltsqualität, beispielsweise durch Sitzgelegenheiten. Insgesamt zeigt sich in den Beiträgen ein ähnliches Bild wie in der untenstehenden Um- frage des Online-Dialogs: Das ist mir in der Friedrich-Breuer-Straße besonders wichtig“ Bei der Priorisierung der Kriterien, stimmten insgesamt 169 Personen ab. Die folgenden Di- agramme zeigen die Ergebnisse.Seite 20 von 41 15 Abbildung 1: Das ist mir in der Friedrich-Breuer-Straße besonders wichtig Es fällt auf, dass besonders „Aufenthalt“ und „Grün“ den meisten Menschen eher wichtig sind. Die Priorisierung von „Gehwege“ und „ÖPNV“ zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Hinge- gen ist der „MIV“ ist für die meisten Personen als nicht wichtig in der Friedrich-Breuer- Straße eingeordnet worden. Auch dem Fahrradverkehr wird kein hoher Stellenwert beige- messen. 0 10 20 30 40 50 60 70 80 Aufenthalt 0 10 20 30 40 50 60 70 80 Begrünung 0 10 20 30 40 50 60 70 80 Fahrradverkehr 0 20 40 60 80 100 Motorisierter Individualverkehr 0 10 20 30 40 50 60 Gehwege 0 10 20 30 40 50 60 ÖPNVSeite 21 von 41 16 5 Impressionen der Entwurfsphase Fotos: ZebralogSeite 22 von 41 17 6 Anhang 1. Auswertungstabelle Planungswerkstatt und 2. Gewerbeforum 2. Auswertungstabelle 2. Onlinedialog 3. Feedback zur PlanungswerkstattSeite 23 von 41 18 1. Ergebnisse der Planungswerkstatt und des Gewerbeforums 05.-06.Mai 2023 Im Rahmen der Bürger*innenbeteiligung zur Umgestaltung der Friedrich-Breuer-Straße in Bonn [Planungswerkstatt] Entwurf: Fokus auf Fußver- kehr (In Klammern jeweils die Anzahl der Nennungen) Entwurf: Fokus auf Fußver- kehr – Bäume mittig (In Klammern jeweils die Anzahl der Nennungen) Entwurf: Verkehrsreduzie- rung (In Klammern jeweils die Anzahl der Nennungen) Entwurf: Bestand verbes- sert (In Klammern jeweils die Anzahl der Nennungen) [Gewerbeforum] Allgemeines Feedback + Mehr Platz für Aufenthalt & Angebote für alle (7) + Breiter Gehweg positiv (3) + Höhere Lebensqualität für An- wohner*innen (2) • Barrierefreiheit (4) • Dr.-Weiß-Platz und obere Wil- helmsstraße einbeziehen (4) − Radverkehr könnte Fußgänger- zone beeinträchtigen (z.B. auch Abstellplätze der Räder) (5) − Anbindung zum Ärztehaus (4) − Hohes MIV- und Busverkehrs- aufkommen in umliegenden Straßen (3) − Laden & Liefern wird proble- matisch betrachtet (2) + Allgemeines positives Feed- back (4) + Hohe Aufenthaltsqualität (4) + Mehr Platz für zu Fuß (2) − Sehr viel negatives Feedback zu dieser Art der Begrünung (18) − Straße wird häufig überquert und in diesem Szenario er- schwert (3) − MIV muss erhalten bleiben (2) + Gute Kompromisslösung (3) • Verschiedene (mehrfach ge- nannte) Ideen zu mehr Begrü- nung (11) • Parkplätze sollten bleiben, aber nur für bestimmte Gruppen (5) • Haltestelle Rathaus sollte blei- ben (5) vs. sollte weg (3) − Gar kein MIV (4) − Allgemeine Kritik am Verkehrs- und Parkraumkonzept, auch in Verbindung mit den Nachbar- straßen (4) − Zu wenig Platz für zu Fuß (4) − Gefahren für Radfahrende (3) • Ähnliches Bild wie im Szenario „Verkehrsreduzierung“: Uneinig- keit zur Verlegung der Halte- stelle + Ideen für mehr Begrü- nung − Zu wenig Platz für Aufenthalt & Fußverkehr (22), insbeson- dere staut es sich dabei an der Haltestelle Rathausstraße (6) − Kritik an der geringeren Ver- änderung zum aktuellen Stand (14) Aufenthalts- qualität • Mehr Sitzmöglichkeiten • Schatten bieten • Öffentliche Toiletten • Kameras installieren / Angst im Dunkeln (hinter Rathaus) • Barrierefreie Toiletten • Sitzecken, Sauberkeit, Mülleimer • Trinkwasserspender • (Barrierefreie) Toilette • Spielfläche • Bücherschrank • Platz für Gastronomie • Kirschblüte • Parken gegenüber Gastronomie / Aufenthaltsfläche verringert Qualität • Zu wenig Platz vor Eiscafé • Zu wenig BänkeSeite 24 von 41 19 • Bücherschrank, Bring & Nimm Laden, Spielfläche • Kotbeutelspender • Alkoholverbot • Alkoholverbot Rathausplatz • Umgang mit Obdachlosen (Ki- osk) • Dr.-Weiß-Platz / Obere Wilhelm- straße: mehr Aufenthaltsquali- tät nötig • Mehr Mülleimer Begrünung • Hitze im Sommer → Schatten, Versickerungsflächen, Bäume, Fassadenbegrünung (aus Pötten → gut für Insekten) • Auch Nutzpflanzen • Grünräume verbinden • Haltestellendächer begrünen • Hohe Kosten (Bewässerung & Pflege im Sommer) • Konflikt mit Oberleitungen, Gastronomie • Keine neuen Bäume pflanzen, wenn alte dafür gefällt wer- den • Eingeschränkte Möglichkeiten durch engere Fußwege • Kein Sonnenschutz der Geh- wege im Sommer (hierzu gibt es konfliktäre Meinungen) • An Klimawandel anpassen • Hecken statt Bäumen (wegen Gefahr durch Astbrüche) • Blumenampeln an Laternen • Grünstreifen auf anderer Straßenseite zu Cafés etc. (weniger Fußgängerverkehr) • Bäume stehen lassen • Mehr Grün, auch (Hoch)Beete • Wände begrünen • Haltestellendach begrünen • Baumscheiben (mit Rosen) ab- decken • Pflanzampeln • Grünfläche hinter Rathaus • Park an Musikschule nutzen • Pflanzkübel + Bänke • Mehr Bäume • Blumenbeete müssen hoch lie- gen (Müll) • Lebenserwartung & Preis der Begrünung mitdenken • Bepflanzung auf höherem Ni- veau zur Müllvermeidung • Einseitige Begrünung – asym- metrische Wertschätzung der Geschäfte? • Mehr Begrünung MIV • Staus in der Umgebung → Ne- benstraßen mitdenken • Hinweis: Taxis müssen bis Ärz- tehaus durchkommen • Verkehrsberuhigter Bereich: Dr.- Weiß-Platz • Hans-Böckler-Straße: Linksab- biegen zur Brücke • Zufahrt zu Parkhäusern verbes- sern • Zuleitung von Kennedybrücke: extra Ampel? • Carsharing-Plätze (mit Solar- dach) • Realisierbarkeit von Rettungs- wegen • Parkplätze sollten eher auf der Südseite sein • Siegfried-Leopold-Straße: frei für Fahrräder halten; Autos über die B56 • Nachts Anwohner*innenparken ermöglichen in Straße & Park- häuser • Parkhäuser im Parkraumkon- zept mitdenken • Schritttempo • MIV reduzieren • Ampel verstärkt an Verkehr an- passen • Parkplätze & Verkehrsaufkom- men in den umliegenden Stra- ßen mitdenken • TaxistandSeite 25 von 41 20 • Tiefgarage für 1€ (Hinweis: Par- ken in Tiefgarage mit Kinderwa- gen sehr schwierig) • Parkplätze: Für Anwohner*in- nen, Mutter-Kind-Parkplätze, Behindertenparkplätze, Roll- stuhlparkplätze (Ecke Film- bühne, Ende FB Richtung Ade- nauerplatz, Haltestelle Rathaus) • Parkplätze mit E-Ladestation ausstatten • Parkplätze auch für Menschen mit Kindern, Geschwindigkeiten, Orientierungslosigkeiten, ältere Menschen • Rollstuhlparkplätze (Kreuzung Rathausstraße, Rathausplatz, Ecke Dr.-Weiß-Platz) • Taxibuchten beibehalten • Ganze Friedrich-Breuer-Straße als Einbahnstraße in Richtung Osten; keine Linksabbieger von Süden • Leopoldstraße konfliktfreier ge- stalten (z.B. eine Parkreihe ent- fernen) • Bring- und Abholzone für mobi- litätseingeschränkte Menschen • Mehr Parkplätze im Umfeld • Kurzparken 30 bis 45 min • Weniger Parkplätze • Drop-Off-Zone Rad • Klar abgetrennter Bereich zum Fahren • Fahrradfreundliche Gleise • Auch Platz für Lastenräder & Kinderanhänger einplanen • Fahrradparken in Seitenstraßen oder auch vor Geschäften? • In Parallelstraßen umleiten / komplett fahrradfrei? • Fahrradstellplätze in der Mitte möglich ohne Ein- schränkungen für andere Gruppen • Siegfried-Leopold-Straße: Umlei- tung der Radfahrenden • Schienen als Gefahr für Rad • Parkzonen für E-Roller • Rathausstraße bis Konrad-Ade- nauer-Platz wichtig für Radver- kehr aus Beuel Süd • Fahrradfahren weiterhin ge- fährlich • Zentraler überdachter Fahr- radparkplatz • Parkplätze für e-Scooter • Auch Lastenfahrräder bei Stell- lätzen mitdenken • Keine Bordsteinkanten, er- schwert Straßenüberquerung • Schienen fahrradfreundlich • Radverkehr von Kennedy-Brü- cke zur Friedrich-Breuer-Straße besser führen • Übergang gefährlich / Gefahr durch Autos & Schienen • Kein Platz für Lastenräder / An- hänger • Parkzone für E-Roller • Gefahr: Kurve Dr.-Weiß-Platz • Gefahr: Kreuzung der Schienen • Siegfried-Leopold-Straße: MIV nicht hierhin auslagern, da für Fahrräder eh schon schwierig • Es braucht genügend Fahrrad- ständer • Fahrradparkfläche & Freiflä- che tauschen, Außenfläche für Gastronomie • Beidseitige Fahrradstellplätze • Gefahr: Kurve Richtung Adenau- erplatzSeite 26 von 41 21 Laden / Liefern • Nebenstraßen mitdenken • Zugang zu Geschäften er- schwert durch Aufenthaltsflä- chen • Nicht praktikabel, wenn gegen- läufiger Bahnverkehr • Mind. 4-5 Lieferzonen benötigt • Öllieferung Feuerwehr Nr. 75 beachten ÖPNV • Busverkehr umleiten • Einzugsradius S13 & Linie 17 mitdenken • Haltestelle nicht vor Gastro • Beeinträchtigung der Schulwege durch fehlende Haltestelle • Haltestelle Richtung Stadt vor dem Rathaus • Barrierefreie Haltestelle bereits am Konrad-Adenauer-Platz (braucht es mehr?) • Idee: hochgestellte Fahrbahn • Kosten / Zeit der Schienenver- legung • [Hinweise zu den Haltestellen aus Szenario FGZ] • Mittige Haltestelle • Bahnverkehr & Bus nur in Schrittgeschwindigkeit • Keine Begrünung im Haltestel- lenbereich • Schienen durch Begrünung an- gegriffen • Barrierefreie Haltestelle • Position der Bahn ist Gefahr für Vögel & Tiere • Busverkehr umleiten • Keine Baumaßnahmen, da Schienen in 10 Jahren erneuert werden müssen, nur „Oberflä- chenkosmetik“ • Busverkehr verringern • Barrierefreie Haltestellen • Stau an Haltestelle • Barrierefreie Haltestelle • Bahn abschaffen für mehr Platz • Haltestelle vor Rathaus (barrie- refrei) • Notwendigkeit der Bahnhalte- stelle? • Straßenbahn versuchsweise an Dr.-Weiß-Platz setzen Zu Fuß • Problem: Engere Fußwege als im FGZ Szenario • Genügend Übergänge • Gehweg auf der Südseite breiter als Nordseite (wird dort mehr gebraucht) • Sicherheit für Kinder • Ampel für Fußgänger*innen dauergrün → Auto / Rad nur über Induktionsschleifen • Fußgängerampel an von-Sandt- Straße wieder aktivieren • Hans-Böckler-Straße: Zebrastrei- fen • Gehwege zu eng • Zu wenig Platz für Rollstuhl & KinderwagenSeite 27 von 41 22 • Übergänge alle 20m Sonstiges • Gastronomie bei Entscheidun- gen einbeziehen • Wenig Platz für Außengastrono- mie • Durchgehend niveaugleicher Boden • Auch Menschen von außerhalb von Beuel-Mitte einbeziehen • Konzept bis zum Rhein denken • Bei Leerstand: Galerie eröffnen • Shared Space der Verkehrsteil- nehmenden (alle gleichberech- tigt) • Konzept für die komplette Fried- rich-Breuer-Straße denken • Übergangslösung auf dem Weg zu „autofrei“ • Kinder- und Jugendbeteiligung? • Weniger Belastung durch Bau- maßnahmen • Gut für Beueler Einzelhandel • KosteneffizienzSeite 28 von 41 23 2. Ergebnisse des zweiten Online-Dialogs Im Rahmen der Bürger*innenbeteiligung zur Umgestaltung der Friedrich-Breuer-Straße in Bonn Auswertung und Zusammenfassung der Kommentare zu den beiden Entwürfen Allgemeines Feedback • 1. Entwurf keine Verbesserung • beim aktuellen Zustand belassen, da Aufwand für Verbesserung nicht im Verhältnis steht -> Straße ist gut, wie sie ist (4) • Entwurf 2 mit FGZ ist gut (11) • Entwurf 1, ggf. mit Verlagerung Schienenverkehr und Radverkehr auf paralleler Straße -> ist vorzuziehen (3) Aufenthalts- qualität • Außengastronomie auf Gehweg (3) • Ansprechende Sitzgelegenheiten, die auch optisch aufwerten • Mehr Sitzgelegenheiten (5), z. B. am Kreuzungsbereich Fr.-Breuer/ Hans-Böckler, Rathausplatz und KAP • Attraktivitätssteigerung durch Events, Feierabendmarkt, Einkaufs- und Gastroangeboten • Sauberkeit steigern (2) • Bachlauf wie in Freiburg, als Abkühlung, oder Brunnen am Doktor-Weiß-Platz • Mehr Ruhe beim Einkaufen • mehr Aufenthaltsmöglichkeiten schaffen, • Spielgeräte, Sandkasten Begrünung • Mehr Begrünung als Hitzeschutz, z.B. Allee, am Rathaus (14) • Keine Baumentnahme (3) • WasserquelleSeite 29 von 41 24 MIV • MIV raus (11) • MIV soweit es geht reduzieren, z.B. nur abends, MIV in Parallelstraßen verlagern (10) • Fußgängerzone und Querungen im Schritttempo möglich machen (2) • Parkplätze raus, Platz für Menschen statt Autos (9) • Keine Fußgängerzone => wurde der Oberen Wilhelmstr zum Verhängnis (5) • Parkplätze hinter dem Rathaus • Linksabbieger-Verbot • Carsharing mitdenken inkl. Parkplätze (3) • keine zusätzlichen Parkplätze, sondern Parkhäuser und Tiefgaragen nutzen (6) • Taxen, Liefern • Anwohnerparken ermöglichen • Parkhäuser attraktiver gestalten und nutzen, z.B. kostenloses Parkhaus (3) • Zu wenig Parkplätze in Garagen und Seitenstraßen, Parkhaus oft besetzt (2) • Verlagerung von Stau und Verkehr auf umliegende Straßen sollte vermieden werden • Erreichung von Geschäften, Rathaus und Ärzt*innen durch Kurzzeitparken oder Parken in Nebenstraßen (4) • Kein Wegfall von Parkplätzen • Geschwindigkeitsreduzierung (20kmh) Rad • Sichere Radwege, aktuell gefährlich durch öffnende Autotüren und Gleise, besonders am Dr. Weiß-Platz, Siegfried-Leopold-Str. (Parkreihe entfernen für mehr Sicherheit) (5) • (überdachte) Fahrradabstellflächen in den Nebenstraßen, am Anfang und Ende der Straße, vor Geschäften, vor dem Kino, im Bereich Rathaus sowie vor Hans-Böckler-Str.; auch für Lastenräder (13) • Radfahren auf FBS ungefährlicher und entspannter als auf paralleler Fahrradstraße -> diese wird nicht genutzt (2) • FGZ ohne Radverkehr • FGZ mit Radverkehr • Parallele Fahrradstraße auf Siegfried-Leopold-Straße verbessern, dann weicht Radverkehr auf FBS automatisch aus (2) • Fahrradparkhaus am Bahnhof Beuel? • Radverkehr nicht reduzieren (2) • Breitere Radwege mit eindeutiger Markierung (2) • Durchgangsverkehr raus • Verkehrsberuhigung ist Gewinn, auch weniger Rad (2) Laden / Liefern • Lieferzonen zu festen Zeiten freigeben, z.B. nur abends und vor Geschäftsbeginn (4) • Laden/Liefern vor Haustür ermöglichen (2) • Ladezonen sind wichtig • Lieferverkehr auf die NebenstraßeSeite 30 von 41 25 ÖPNV • Teurer ÖPNV führt zu Autonutzung • Am liebsten raus und nur querend • Straßenbahn verhindert attraktive Straßengestaltung • Gleise platzsparend verlegen? • Barrierefreier Ausbau der kombinierten Bus- und Bahn-Haltestelle Rathaus Beuel, starken Busverkehr über Beuel Bahnhof, die breite Goetheallee und die Limpericher Straße zum Konrad-Adenauer-Platz zu leiten und nur die Straßenbahn-Linie in der Friedrich-Breuer-Straße zu belassen. Damit könnte auch unser ÖPNV gut leben • Sichere Gehwege, breitere Gehwege Zu Fuß • zu Fuß queren: z.B. vom Kino zur Eisdiele oder oben Richtung Obere Wilhelmstr./Dr.Weis-Platz/Kreutzstr. • FGZ ist Aufwertung, Barrierefreiheit beachten (2) • FGZ fördert Geschäft und Gastronomie (4) • Nicht genug Platz auf Gehwegen -> Breitere Gehwege (13) SonstigesSeite 31 von 41 26 3. Feedback der Teilnehmenden zur PlanungswerkstattSeite 32 von 41 Seite 33 von 41 Seite 34 von 41 Seite 35 von 41 Machbarkeitsstudie Friedrich-Breuer-Straße 1. 1.1 Baustelle einrichten und räumen % 8,00 3.422.040,00 273.763,20 1.2 Verkehrssicherung % 3,00 3.422.040,00 102.661,20 1.3 Verkehrsprovisorien % 3,00 3.422.040,00 102.661,20 1.4 Bauvermessung / Bestandspläne % 1,50 3.422.040,00 51.330,60 1.5 Kontrollprüfungen / Kleinleistungen % 1,00 3.422.040,00 34.220,40 Summe: 564.636,60 2. 2.1 Bäume fällen St. 3,00 500,00 1.500,00 2.2 Baufeld abräumen m² 5.145,00 6,00 30.870,00 2.3 unbefestigte Flächen mit Oberboden aufnehmen (i. M. Dicke 20 cm)m² 115,00 40,00 4.600,00 2.4 befestigte Flächen aufnehmen (i. M. Dicke 20 cm) m² 5.030,00 60,00 301.800,00 2.5 Gleisrückbau m 673,00 300,00 201.900,00 2.6 Zulage Entsorgung Altlasten (Annahme 5%) m³ 503,00 150,00 75.450,00 Summe: 616.120,00 3. 3.1 Bodenabtrag (i. M. Dicke 40 cm) m² 5.145,00 30,00 154.350,00 3.2 Bodenaustausch / Bodenverbesserung (Annahme 25%) m² 515,00 40,00 20.600,00 3.3 Zulage Hindernisse (Annahme 5%) m³ 103,00 150,00 15.450,00 3.4 Zulage Bodenentsorgung Z2 und DK I (Annahme 10%) m³ 206,00 180,00 37.080,00 3.5 Bodenauftrag / Füllboden m³ 51,00 60,00 3.060,00 Summe: 230.540,00 4. 4.1 Gleisneubau Dresdner Obebau m 673,00 1.450,00 975.850,00 4.2 Gleisentwässerung (pro m Gleis) m 673,00 240,00 161.520,00 4.3 Elastische Lagerung (pro m Gleis) Zulage m 673,00 300,00 201.900,00 Summe: 1.339.270,00 5. 5.1 Bahnsteigkante m 80,00 300,00 24.000,00 5.2 Bahnsteigbelag einschließl. taktiler Elemente und Zugänge m² 195,00 200,00 39.000,00 5.3 Bahnsteigentwässerung einschließlich Anschluss St. 2,00 15.000,00 30.000,00 5.4 Wetterschutz St. 2,00 15.000,00 30.000,00 5.5 Ausstattung (HST-Schild, Bänke, Mülleimer) St 2,00 5.000,00 10.000,00 Summe: 133.000,00 Allgmeine Leistungen (in % der Summe Titel 2 - 9) Gesamt [€] Vorbereitungs- und Aufbrucharbeiten Erdarbeiten Kostenüberschlag Verkehrsanlagen V1 Pos. Titel Einheit Menge EP [€] Gleisbau Niederflurbahnsteig Seite 1/3 Stand: 06.09.2023Seite 36 von 41 Machbarkeitsstudie Friedrich-Breuer-Straße Gesamt [€] Kostenüberschlag Verkehrsanlagen V1 Pos. Titel Einheit Menge EP [€] 6. 6.1 Fahrbahn (Asphalt) m² 30,00 180,00 5.400,00 6.2 Fahrbahn (Pflaster) m² 1.545,00 150,00 231.750,00 6.3 Fahrbahnpflaster als Zulage m² 1.545,00 100,00 154.500,00 6.4 Geh- und Radweg (Betonpflaster) m² 2.215,00 150,00 332.250,00 6.5 Aufpflasterung m² 125,00 170,00 21.250,00 6.6 Oberflächenentwässerung m² 3.915,00 60,00 234.900,00 6.7 Anpassung Einbauten / Bestand m² 5.460,00 10,00 54.600,00 Summe: 1.034.650,00 7. 7.1 Bäumscheibe St. 5,00 4.000,00 20.000,00 7.2 Baum liefern, pflanzen und pflegen St. 5,00 1.100,00 5.500,00 7.3 Rasenfläche mit Oberboden, Pflege m² 105,00 12,00 1.260,00 Summe: 26.760,00 8. 8.1 Möblierung (Bänke) St. 18,00 1.250,00 22.500,00 8.2 Fahrradständer St. 16,00 400,00 6.400,00 Summe: 28.900,00 9. 9.1 Beschilderung m 320,00 20,00 6.400,00 9.2 Markierung m 320,00 20,00 6.400,00 Summe: 12.800,00 3.986.676,60 3.990.000,00 Straßenbau Beschilderung und Markierung Grünflächen / Straßengrün Ausstattung Baukosten Verkehrsanlagen netto: Baukosten Verkehrsanlagen gerundet netto: Seite 2/3 Stand: 06.09.2023Seite 37 von 41 Machbarkeitsstudie Friedrich-Breuer-Straße Gesamt [€] Kostenüberschlag Verkehrsanlagen V1 Pos. Titel Einheit Menge EP [€] Nicht in der Kostenschätzung enthalten sind Kosten für: - Aussagen bzgl. Tragfähigkeit und Bodenaustausch - Leitungsneu- und -umverlegung Leitungsträger (Fernwärme, Gas, Wasser, Strom, Telekom etc.) - Schmutz- und Regenwasserkanal - Abbruch von Bestandsgebäuden / Baumfällarbeiten als Annahme / Ersatzzahlungen - Beleuchtungs- und Lichtsignalanlagen - Schienenersatzverkehr während der Baumaßnahme - betriebstechnische Ausrüstung Bahnsteig und Strecke - Baunebenkosten (Honorare für Ingenieurleistungen, gutachterliche Leistungen, etc.) Hinweise - eventuelle Altlasten im Abtragungsbereich sowie möglicher Grunderwerb Alle Einheitspreise beziehen sich auf einen Kostenstand 11/2020. Preisetwicklungen für den Realisierungszeitraum sind nicht berücksichtigt. Seite 3/3 Stand: 06.09.2023Seite 38 von 41 Machbarkeitsstudie Friedrich-Breuer-Straße 1. 1.1 Baustelle einrichten und räumen % 8,00 3.362.500,00 269.000,00 1.2 Verkehrssicherung % 3,00 3.362.500,00 100.875,00 1.3 Verkehrsprovisorien % 3,00 3.362.500,00 100.875,00 1.4 Bauvermessung / Bestandspläne % 1,50 3.362.500,00 50.437,50 1.5 Kontrollprüfungen / Kleinleistungen % 1,00 3.362.500,00 33.625,00 Summe: 554.812,50 2. 2.1 Bäume fällen St. 11,00 500,00 5.500,00 2.2 Baufeld abräumen m² 5.320,00 6,00 31.920,00 2.3 unbefestigte Flächen mit Oberboden aufnehmen (i. M. Dicke 20 cm)m² 115,00 40,00 4.600,00 2.4 befestigte Flächen aufnehmen (i. M. Dicke 20 cm) m² 5.205,00 60,00 312.300,00 2.5 Gleisrückbau m 673,00 300,00 201.900,00 2.6 Zulage Entsorgung Altlasten (Annahme 5%) m³ 521,00 150,00 78.150,00 Summe: 634.370,00 3. 3.1 Bodenabtrag (i. M. Dicke 40 cm) m² 5.320,00 30,00 159.600,00 3.2 Bodenaustausch / Bodenverbesserung (Annahme 25%) m² 532,00 40,00 21.280,00 3.3 Zulage Hindernisse (Annahme 5%) m³ 106,00 150,00 15.900,00 3.4 Zulage Bodenentsorgung Z2 und DK I (Annahme 10%) m³ 213,00 180,00 38.340,00 3.5 Bodenauftrag / Füllboden m³ 53,00 60,00 3.180,00 Summe: 238.300,00 4. 4.1 Gleisneubau Dresdner Obebau m 673,00 1.450,00 975.850,00 4.2 Gleisentwässerung (pro m Gleis) m 673,00 240,00 161.520,00 4.3 Elastische Lagerung (pro m Gleis) Zulage m 673,00 300,00 201.900,00 Summe: 1.339.270,00 5. 5.1 Bahnsteigkante m 80,00 300,00 24.000,00 5.2 Bahnsteigbelag einschließl. taktiler Elemente und Zugänge m² 195,00 200,00 39.000,00 5.3 Bahnsteigentwässerung einschließlich Anschluss St. 2,00 15.000,00 30.000,00 5.4 Wetterschutz St. 2,00 15.000,00 30.000,00 5.5 Ausstattung (HST-Schild, Bänke, Mülleimer) St 2,00 5.000,00 10.000,00 Summe: 133.000,00 Kostenüberschlag Verkehrsanlagen V2 Pos. Titel Einheit Menge EP [€] Allgmeine Leistungen (in % der Summe Titel 2 - 9) Gesamt [€] Vorbereitungs- und Aufbrucharbeiten Erdarbeiten Gleisbau Niederflurbahnsteig Seite 1/3 Stand: 06.09.2023Seite 39 von 41 Machbarkeitsstudie Friedrich-Breuer-Straße Kostenüberschlag Verkehrsanlagen V2 Pos. Titel Einheit Menge EP [€] Gesamt [€] 6. 6.1 Fahrbahn (Asphalt) m² 1.560,00 180,00 280.800,00 6.2 Parkstand / Ladezone (Betonpflaster) m² 240,00 150,00 36.000,00 6.3 Geh- und Radweg (Betonpflaster) m² 2.050,00 150,00 307.500,00 6.4 Aufpflasterung m² 125,00 170,00 21.250,00 6.5 Oberflächenentwässerung m² 3.975,00 60,00 238.500,00 6.6 Anpassung Einbauten / Bestand m² 3.975,00 10,00 39.750,00 Summe: 923.800,00 7. 7.1 Bäumscheibe St. 7,00 4.000,00 28.000,00 7.2 Baum liefern, pflanzen und pflegen St. 7,00 1.100,00 7.700,00 7.3 Rasenfläche mit Oberboden, Pflege m² 180,00 12,00 2.160,00 Summe: 37.860,00 8. 8.1 Möblierung (Bänke) St. 30,00 1.250,00 37.500,00 8.2 Fahrradständer St. 14,00 400,00 5.600,00 Summe: 43.100,00 9. 9.1 Beschilderung m 320,00 20,00 6.400,00 9.2 Markierung m 320,00 20,00 6.400,00 Summe: 12.800,00 3.917.312,50 3.920.000,00 Baukosten Verkehrsanlagen netto: Baukosten Verkehrsanlagen gerundet netto: Straßenbau Beschilderung und Markierung Grünflächen / Straßengrün Ausstattung Seite 2/3 Stand: 06.09.2023Seite 40 von 41 Machbarkeitsstudie Friedrich-Breuer-Straße Kostenüberschlag Verkehrsanlagen V2 Pos. Titel Einheit Menge EP [€] Gesamt [€] Nicht in der Kostenschätzung enthalten sind Kosten für: - Aussagen bzgl. Tragfähigkeit und Bodenaustausch - Leitungsneu- und -umverlegung Leitungsträger (Fernwärme, Gas, Wasser, Strom, Telekom etc.) - Schmutz- und Regenwasserkanal - Abbruch von Bestandsgebäuden / Baumfällarbeiten als Annahme / Ersatzzahlungen - Beleuchtungs- und Lichtsignalanlagen - betriebstechnische Ausrüstung Bahnsteig und Strecke - Schienenersatzverkehr während der Baumaßnahme - Baunebenkosten (Honorare für Ingenieurleistungen, gutachterliche Leistungen, etc.) Hinweise - eventuelle Altlasten im Abtragungsbereich sowie möglicher Grunderwerb Alle Einheitspreise beziehen sich auf einen Kostenstand 11/2020. Preisetwicklungen für den Realisierungszeitraum sind nicht berücksichtigt. Seite 3/3 Stand: 06.09.2023Seite 41 von 41
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 22:01 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de